Interessanter Gedanke, fotost. Achtsamkeit in der Sprache ist momentan "mein Thema"...
Beiträge von Waldler
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Deine diebszüglichen Gedanken verstehe ich sehr gut und teile sie zum Teil. Eigentlich fühle ich mich hier auch nur noch im "Säkularen Buddhismus" wohl, wo leider sehr wenig los ist.
nyalaana:
Ich habe schon einige hier erlebt, die sehr entusiastisch hier im Forum angefangen haben, und die öffensichtlich Spass daran hatten hier in einen Austausch mit Buddhisten zu treten. Die dann aber zu viel persönliches geschrieben haben, dass dann verdreht wurde, über dass dann schlecht geschrieben wurde, und die dann weggeblieben sind.Ich bin zwar nicht weggeblieben, habe mich aber sehr zurückgezogen in Relation zu meiner Anfangszeit hier. Ich mag es nicht, wenn einige meinen, sie und ihre "Richtung" haben die Weisheit mit Schaumlöffeln gefuttert und alle anderen und deren Richtungen sind falsch, blöd, dumm, unverständig, naiv oder gar "unbuddhistisch". Das kenne ich aus meiner Zeit in der katholischen Kirche (1952-1977) zur Genüge, der Alleinseligmachungsanspruch christlicher Konfessionen ist mir immer zuwider gewesen und leider erlebte und erlebe ich so etwas auch in buddhistischen und/oder Religions-Foren im Internet. Das brauche ich nicht.
Ich freue mich, dass Du das mal in Worte gefasst hast, lieber Nyalaana. Ich habe gezögert es zu tun, weil ich auf Stress eigentlich keine Lust habe...
Liebe Grüsse
Der Waldler
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SpirituellerBuddhist:
Denn eine aufrichtige Partnerschaft kann durchaus etwas sein und die Partnerschaft mit ihr möchte ich nur ungern missen. Die Fernbeziehung stellt sich durchaus als Herausforderung dar, die wir jedoch meistern könnten, wenn wir die Lehre Buddhas befolgen und sie in der Praxis üben: Nicht nach zu viel Körperlichkeit gieren, wertschätzen was man hat (einen Partner, den man liebt und der dich liebt), im Hier und Jetzt leben (ob geografisch getrennt oder in gemeinsamer Zweisamkeit), wahre Liebe empfinden, die keine Grenzen kennt und welche sich nicht auf körperliche Nähe beschränkt.DAS bedeutet "Buddhismus"?
Seltsam. Ich bin seit 1987 auf dem buddh. Pfad, aber ich wusste nicht, dass der Buddha Partnerschaftsberater ist...
Nee, im Ernst: Liebesdinge sind wirklich nicht das Thema des Buddha gewesen. Er selbst verliess ja sogar seine Familie (Frau und Sohn), die er vermutlich sehr gelebt hat. Und vielleicht sieht Deine Ex-Freundin es ja so, dass sie denkt, Du versuchst da, mit der Buddhalehre oder gar über die Buddhalehre an sie heranzukommen. Das würde MICH auch massiv stören!
Wie alt bist Du?
Aus welchem buddh. land kommt Deine Ex-Freundin?
Gruss
W.
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So sehe ich das auch, mkha'. Man muss sich mal vorstellen, dass die meisten vom Buddha und seiner Lehre bis dato nur über das wenige, das Schopenhauer über sie geschrieben hat, etwas wussten, mehr gab es ja in den westlichen Sprachen nicht oder nur sehr sehr vereinzelt. Ohne diese Pioniere gäbe des den Buddhismus im Westen nicht in der Form wie er heute existiert.
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Vielen Dank, Sudhana. Dass Ihr in Eurer Gemeinschaft dieses "erweiterte Verständnis" des 5. Gelöbnisses habt, finde ich nicht zuletzt deshalb interessant, weil meine allerersten Lehrer (vor 30 Jahren) dieses erweiterte Verständnis auch hatten. Sie verstanden unter dem 5. Gelöbnis "nüchtern zu bleiben" und zwar im umfassendsten Sinn.
LG
W.
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Sudhana:
In meiner Tradition ist man etwas bescheidener. Man übt sich in den sikkhāpada im Wissen, dass es sich um Ideale handelt, denen man sich als Lebewesen allenfalls annähern kann. Und genau darum bemüht man sich nach Kräften. Entscheidend ist die Bemühung, das Üben - und das endet nie.Das klingt interessant. Darf ich fragen, welche Tradition das ist?
LG
W.
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Hatten oder haben die Pioniere des Buddhismus in Deutschland bzw. im deutschsprachigen Raum (die vor allem zu Ende des 19., Anfang/Mitte des 20. Jahrhunderts lebten und wirkten) für Euch noch irgendeine Bedeutung?
Habt Ihr Euch mit ihnen schon mal auseinandergesetzt? Wie seht Ihr deren Interpretation des Buddhismus?
Ich meine damit Menschen wie Paul Dahlke, Hermann Oldenberg, Karl Seidenstücker, Max Ladner, Kurt Schmidt, u.U. Georg Grimm. Oder aus der zweiten Generation, Nyanatiloka, ggfs. auch noch Nyanaponika?
Gruss
W.
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Wenn ich das Gefühl habe, eine Erklärung bringt sowieso nichts, schweige ich natürlich auch.
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Sherab Yönten:
Diese Art der Rechtfertigung, sich gegenüber anderen erklären zu wollen (wie wirkt mein Gleichmut auf andere?) habe ich gemeint und kritisiert.
Das habe ich schon verstanden, Sherab. Aber findest Du es nicht schade, wenn Dein Gleichmut als Gleichgültigkeit fehl aufgefasst wird? Ich finde es einfach schade, weil Menschen einander verstehen sollten, wenn sie miteinander kommunizieren. Dass so viele (nichtbuddhistische) Menschen den Gleichmut mit Gleichgültigkeit gleichsetzen, empfinde ich als schade und darum versuche ich, das zu klären, weil es falsch ist. Das hat doch (meiner Meinung nach) nichts mit Rechtfertigung oder "gut dastehen wollen" usw. zu tun. Natürlich kläre ich das nur, wenn ich merke, dass der andere das falsch verstanden hat. Ich habe keinerlei Ambitionen, anderen dauernd unaufgefordert buddhistische Termini zu erklären.
Lieben Gruss!
W.
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Sherab Yönten:
Wenn es mir wichtig wäre, wie ich auf andere wirken würde, dann müsste ich mich bei allen einschmeicheln. Immer hübsch brav sein, damit sie einen guten Eindruck von mir haben. Darum geht es nicht wenn wir im Buddhismus Gleichmut praktizieren. Um das zu tun, was nötig ist müssen wir uns manchmal auch unbeliebt machen und gegen den Strom schwimmen.Ich habe von "einschmeicheln" und "guten Eindruck machen" nicht geredet. Ich möchte nur nicht, dass ein ganz und gar falscher Eindruck darüber entsteht, was ich mache oder denke oder sage. Ich glaube nämlich NICHT, dass alle/viel Buddhisten völlig unempathisch sind. Das hat doch nichts mit "einschmeicheln" zu tun.
Nimm doch Deine Signatur "Rufe - soviel Du nur kannst- Liebe, Respekt und Vertrauen hervor !" Genauso sehe ich das auch. Aber das gelingt mir sicherlich NICHT, wenn ein völlig falscher Eindruck über mich und über das, was ich denke/glaube/tu, entsteht.
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Sherab Yönten:
Ist es wichtig wie wir auf andere wirken?
Ich schätze es schon sehr, wenn Menschen, die ich mag, angenehm finde und/oder die ich ganz gut kenne, mich oder den Weg, den ich gehe, nicht fehl einschätzen.
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Mir fällt da ein "Vorwurf" eines Bekannten ein, der wohl mit mehreren Zen-Buddhisten in Kontakt kam, und regelrecht entsetzt darüber war, wie gleichgültig und "desinteressiert" (?) sie am Leid eines gemeinsamen Bekannten waren. Ich konnte dazu nichts sagen, weil ich Zen-Praktizierende zwar während meiner aktiven Zeit bei der DBU manchmal als etwas "allzu" gelassen empfunden habe, aber persönlich kenne ich seit mehr als 20 Jahren kaum noch Zen-Buddhisten. Aber es gab mir generell zu denken, wie "wir Buddhisten" in Sachen Empathie/Mitgefühl etc. auf andere wirken...
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Gleichgültigkeit ist für mich eine Art von Desinteresse.
Gleichmut ist eine Art von Gelassenheit. Etwa in dem Sinn: Ich freue mich über manche Dinge, hafte aber nicht daran, weder an den Dingen noch an der Freude über sie. Ungute Dinge ertrage ich, versuche aber, nicht daran zu verzweifeln. Wenn es in meiner Möglichkeit liegt, Dinge/Situationen zu ändern/helfen, so tu ich das. Kann ich sie nicht ändern bzw. kann ich nicht helfen, so versuche ich, all dies ohne Verzweiflung, Zorn o.ä. hinzunehmen/anzunehmen.
W.
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Danke, lieber Fotost
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Morpho:
Es gibt diverse Websiten, wie die https://secularbuddhism.com/ - http://secularbuddhism.org/ - http://www.saekularerbuddhismus.org/ und darüber hinaus einige Publikationen wie von Bachelor. Er kommt jetzt auch zu Vorträgen nach Heidelberg, Deutschland, im Mai nach Berlin, Freiburg. Es gibt mehrere frühere Thread hier auf Buddhaland, in denen Diskussionen geführt wurden und aus denen sich nähere Informationen ableiten lassen.
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Liebe Morpho,
ich habe aber hier gefragt
Dass nur Fotost dem sB nahesteht, wundert mich, ich meine, das schon bei anderen Mitglieder unter "Richtung" gelesen zu haben, aber egal, vielleicht habe ich das was reininterpretiert.
Ich finde, wenn man zu den Fragen eines Mitglieds keine Antwort weiss oder geben will, dann kann doch auch einfach schweigen. Ich meine nicht Dich konkre. Ich meine eigentlich niemanden Konkreten. Aber auf andere Webseiten zu verweisen oder völlig andere Inhalte in einem Thread unterzubringen, finde ich nicht wirklich hilfreich, zumal ich des Englischen nicht mächtig bin und die deutschsprachige sB-Seite kenne ich natürlich. Aber ich wollte etwas von Mitgliedern dieses Forums wissen. Dass aber angeblich nur einer zugehört (Fotost), wusste oder ahnte ich nicht.
LG
Waldler
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Sherab Yönten:
Waldler, ehrlich gesagt erwarte ich von allen Usern einen respektvollen Umgang miteinander.Da sollte auch im nicht tibetischen Bereich dieser Begriff vermieden werden. Zumindest von denen, die diese Diskussion mitbekommen haben.Eigentlich erwarte ich das auch. Ich schrieb ja "wenigstens" in diesem Bereich sollte das respektiert werden. Aber selbst da gelingt es ja nicht. Schade.
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Was hier aus diesem Thread gemacht wurde, hat mit meinen Ausgangsfragen nichts mehr zu tun. Das ist mittlerweile ein dogmatischer Diskurs über Themen, die mit der Ausgangsfrage nichts mehr gemein haben. Die Belesenheit der Teilnehmer, die Frage, wer der bessere Psychologe ist oder wer die wahrere Wahrheit "hat", interessiert mich doch gar nicht. Mich interessiert der säkulare Buddhismus und wie man ihn praktiziert, bzw. ob man da überhaupt etwas praktiziert, welche Kerngedanken und -lehren des Buddha von den einzelnen säkularen Buddhisten anerkannt werden usw. Darüber erfahre ich auf den letzten 6, 7 oder 8 Seiten dieses Threads nichts mehr. Schade, dass ich beim Erstellen des Threads noch nicht Teilnehmer im Unterforum "sB" war, sonst hätte ich diese Frage ausschliesslich dort gestellt.
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Kann man sich nicht einfach darauf einigen, dass diejenigen, die mit diesem Begriff in Zusammenhang gebracht werden, mit diesem Begriff nicht in Zusammenhang gebracht werden wollen. Kann man das nicht einfach akzeptieren und ihren Wunsch wenigstens in "ihrem" Forumsbereich respektieren?
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Obwohl ich vom tibetischen Buddhismus, Shingon, Vajrayana, usw. kaum nennenswertes Wissen habe, sage ich einfach mal ganz naiv, was ich mit "Tibetischem Buddhismus" assoziiere, wenn ich das höre/lese:
Für mich ist das jener Buddhismus, der in Tibet und in den Ländern, in denen tibetische Meister/Lehrer prägend gewirkt haben, praktiziert wird. So würde ich z.B. auch Bhutan dazu zählen, denn soviel ich weiss, sind viele (alle?) Lehrer dort in Tibet gebürtig und/oder ausgebildet. Ich habe mal etwas über Bhutan gelesen, und da wurde das so beschrieben. Ob das stimmt, weiss ich nicht.
Aber wie dem auch sei: "Lamaismus" "klingt" in meinen Ohren abwertend, anfällig. Vielleicht weil ich früher bei der DBU manchmal erleben musste, dass Anhänger des Tibetischen Buddhismus diesen Begriff (auf sich und ihre Religion angewandt) GAR nicht schätzten. Ich denke, das sollte man respektieren.
Das als neutrale und ganz naive Stellungnahme zu dem Thema.
LG
W.
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fotost:
Die Wahrheit hinter den Erscheinungen.
Im Sinne Kants? ("Ding an sich")
Aber generell: Ich habe diesen Thread ja ausgelöst, aber der hat sich in eine Richtung entwickelt, die vielleicht was für akademische Philosophen ist. Ich jedenfalls kann dem nicht mehr folgen und weiss letztendlich immer noch nicht, was Säkularer Buddhismus ist. Bisher scheint es mir eine "Verwendung einzelner Lehren des Buddha", ohne jeden transzendenten Bezug und ohne Meditationsweg. Wenn das so ist, ist das dann noch Buddhismus? Wie "steht" der SB zu den drei Daseinsmerkmalen, zu den Vier Wahrheiten, zum Achtpfad? Ich sehe da noch nicht, wie "Ihr" Säkularen zu diesen Grundaussagen des Buddha steht.
Wenn ich aus dem Christentum die Nächstenliebe nehme, eine vegane Ernährungsweise herleite (aus dem AT ist das ja möglich; Genesis) und die soziale Komponente der Bergpredigt dazu, ist das dann schon/noch "Christentum"?
Bitte nicht missverstehen, ich will nicht provozieren. Ich will verstehen.
LG
W.
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