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  2. Stero

Beiträge von Stero

  • Individuen oder nicht?

    • Stero
    • 28. Oktober 2015 um 16:26
    Sprite:
    Zitat

    Wenn "viel Spaß mit" als Aufforderung gemeint wäre, dann wäre das etwas unangemessen, weil Spaß ja nur das Ergebnis der Kreativität sein kann, die ich bin. Verstehst du?

    "Viel Spaß" bedeutet - mach es dir bequem in deiner Verblendung.


    Achso. Na diesen Spaß kann ich dann sowieso nicht haben.

    Sprite:


    Woher willst du wissen, dass gerade du "Kreativität" bist?


    In diesem Kontext würde ich von Gewissheit sprechen, nicht von Wissen. Wissen ist zB. "Wenn du einen Stein in der Hand hast und ihn loslässt, dann fällt er zu Boden." Du kannst diesen sprachlichen Ausdruck aufnehmen und sofort überprüfen und verifizieren. Wenn ich sage "ich bin meine Kreativität" ... wie solltest du das verifizieren können?

  • LEBEN ist Leiden.

    • Stero
    • 28. Oktober 2015 um 16:18
    accinca:
    Stero:

    Ach so. Du meintest Wissen als du von Vorstellung sprachst. Wenn ich von Vorstellung spreche, dann meine ich Vorstellung und wenn ich von Wissen spreche, dann meine ich Wissen. :)


    Das war leider daneben.
    Die Vorstellungsmöglichkeiten eines Menschen hängen natürlich auch von seinem Wissen ab.


    Das würde ich so nicht sagen. Ich würde sagen, dass die Vorstellungmöglichkeiten von entsprechenden Einflüssen auf die Sinne und das Gehirn abhängen. Aber Wissen würde ich das nicht nennen. Aber vermutlich stimmen unsere Begriffsverständnisse zu "Wissen" eh nicht überein.

    accinca:


    So hatte z.B. auch Einstein eine unerhört Vorstellungskraft die über normale Fähigkeiten
    weit hinaus ging was wieder zu neuen Wissen beitrug. Der Zusammenhang ist daher nicht zu leugnen.
    Die Meinung jeder könnte sich das auch so vorstellen ist falsch. Es ist eine irrige Ansicht (Vorstellung) zu
    glauben jeder könnte sich alles vorstellen. Daher: Die Vorstellungsmöglichkeiten eines Menschen
    sind eingeschränkt und begrenzt.


    Natürlich unterlagen Sinne und Gehirn von Einstein anderen Einflüssen als die Sinne und das Gehirn anderer Menschen. Dazu kommen dann auch noch genetische Faktoren. Dies prägte sein Vorstellungsvermögen. Und das Vorstellungsvermögen eines jeden Menschen wird natürlich begrenzt von genetischen Faktoren und sozialen. Die neuronalen Strukturen im Gehirn entstehen ja abhängig von den Einflüssen.
    Wenn Menschen den gleichen sprachlichen Begriffsumfang haben, können sie sich auch alles vorstellen, was diese Begriffe hergeben, aber natürlich werden sie zu einem Begriff X nicht die gleichen Vorstellungen entwickeln. So kann sich jeder ein leidfreies Leben vorstellen, aber die individuellen Vorstellungen werden halt vom individuellen Erfahrungshintergrund geprägt sein.

  • LEBEN ist Leiden.

    • Stero
    • 28. Oktober 2015 um 10:40
    accinca:
    Stero:

    Aber dass nicht jeder sich vorstellen könnte wie es sei ohne Leiden, das halte ich für eine unbegründete Behauptung. Schließlich kennt die Vorstellung keine Grenzen.


    Offensichtlich hat sie ja ihre Grenzen. Sonst würdest du sowas ja auch gar nicht behaupten.
    Aber auch das dürfte für dich nur eine "unbegründete Behauptung" sein. Und tatsächlich
    ist es zunächst nur eine Feststellung, eine Beobachtung die aber grundsätzlich jeder
    machen könnte. Wie eingeschränkt die Vorstellungen der Menschen in vieler Hinsicht
    sind und schon immer wahren ist kein Geheimnis - oder vielleicht doch? Das wahre Ausmaß
    der Beschränkung scheint jedenfalls unvorstellbar zu sein. In der Lehre des Buddha gibt
    es für diese Beschränkung auch eine fundamentale Begründung, nämlich das sog. "Nichtwissen".

    Alles anzeigen


    Ach so. Du meintest Wissen als du von Vorstellung sprachst. Wenn ich von Vorstellung spreche, dann meine ich Vorstellung und wenn ich von Wissen spreche, dann meine ich Wissen. :)

  • LEBEN ist Leiden.

    • Stero
    • 28. Oktober 2015 um 00:03
    accinca:

    Das hatten wir alles schon.
    Klar ist das keiner der nicht Arahat ist sich vorstellen kann wie es ist - so ohne Leiden.


    Was immer Arhat genannt wird. Aber dass nicht jeder sich vorstellen könnte wie es sei ohne Leiden, das halte ich für eine unbegründete Behauptung. Schließlich kennt die Vorstellung keine Grenzen. Und ob das Vorgestellte etwas ist, das jenseit der Vorstellung existieren kann, das kann kein Mensch wissen.

    accinca:


    Klar ist auch, das manche glauben wo es Rückenschmerzen gibt, da gäbe es auch noch Leiden.
    Nach der Lehre des Buddha wird es aber noch einen kleinen Unterschied geben
    zwischen einem Yogi der sich ohne Schmerzen an Fleischerhaken aufhängen läßt
    und einem der alles Leiden überwunden hat.
    Wie es scheint trauen einige dem Yogi offensichtlich mehr zu als einem
    Buddha der sich wegen Rückenschmerzen hinlegen will.
    Das Problem dabei scheint zu sein, daß der normale Mensch sich
    unter Gefühle die als "Schmerzhaft" zu bezeichnen sind, sich nur
    Leiden vorstellen kann. Eben weil sein Glück oder Unglück ja von
    den Gefühlen abhängt im Gegensatz zum Arahat.

    Alles anzeigen


    Deine Vorstellungskraft ist aber auch nicht ohne. ;)

  • Individuen oder nicht?

    • Stero
    • 27. Oktober 2015 um 23:48
    Sprite:
    Zitat

    Der eigenen Kreativität, die ich bin

    Na dann mal viel Spass mit deinem Individualismus.

    Wenn "viel Spaß mit" als Aufforderung gemeint wäre, dann wäre das etwas unangemessen, weil Spaß ja nur das Ergebnis der Kreativität sein kann, die ich bin. Verstehst du?

  • Endlich die richtige Meditationspraxis für mich gefunden

    • Stero
    • 27. Oktober 2015 um 23:00
    Marc.E:

    Aber endlich kann ich mit guten gewissen sagen, dass ich am Ende meine Suche bin und gefunden habe wonach ich gesucht habe.


    Prima!

    Marc.E:


    Grundsätzlich handelt es sich um bekannte Meditationsformen.


    Ja?


    Marc.E:


    Aus meinen Bemühungen sind 4 verschiedene Mögliche meditationen hervoregegangen.
    Hierbei richten sich die Meditationsformen schlicht auf Alles, sprich gedanken, Wahrnemung usw. halt alles, eigl. zimlich simpel.

    1. Nichts tun - d.h. keine Gedanken beobachten, nichts bestimmtes beobachten, nichtmal sich bewusstmachen dass man nichts tut, halt maximales nichts tun in alles Richtungen.
    2. Neutral - hier richtet man seine Aufmerksamkeit auf Alles wozu man so lust hat, einschließlich Gedanken. Man Beobachtet alles eben Neutral/objektiv.
    3. Positiv - unter positiv verstehe ich ein starkes Gefühl wie Liebe, eigl das äquivalent zu Metta, auch hier wird die Liebe auf alles gerichtet was man eben so wahrnimmt.

    Eigentlich waren dies alle, doch zur reinen Theorie

    4. Negativ - Gleichzusetzen mit Hass usw. quasi das gegenteil von "Positiv", auch auf alles gerichtet ( wird natürlich nicht geübt^^)

    Ich neige oft dazu die dinge zu sehr durchzudenken und zu verkomplizieren, deshalb hat es mich so viel kraft gekostet diese Wege für mich zu finden und zu akzeptieren, aber ich weiß genau, vorallem wenn ich diese Praktiziere, eigentlich immer, dass sie genau das richtige für mich sind.

    Bin gespannt auf eure Meinungen.

    Alles anzeigen


    Wie nun? Du übst 1-3? und das gefällt dir, ja? Ist doch ok.

  • Welche buddhistische Lehre ist die Beste? ;-)

    • Stero
    • 25. Oktober 2015 um 23:45

    Ist dies nicht ein faszinierendes Phänomen der Anhaftung, welches Freund Licht hier demonstriert? :)
    Ich hafte ja mittlerweile auch sehr an ihm an ;)

  • Welche buddhistische Lehre ist die Beste? ;-)

    • Stero
    • 25. Oktober 2015 um 23:39
    Licht:
    Zitat

    Dieser Beitrag wurde von Stero, einem von dir ignorierten Mitglied, erstellt. Diesen Beitrag anzeigen.


    ist alles was ich noch sehe ...herrlich :)


    Schön :)
    Schon der Buddha hat gelehrt, dass Vermeidung das Mittel der Wahl für Anfänger ist. ;)

  • Welche buddhistische Lehre ist die Beste? ;-)

    • Stero
    • 25. Oktober 2015 um 23:35
    Licht:

    Ich habe Dich auf "Ignorieren" gesetzt, stero.
    Einfach nur sinnlose Zeitverschwendung das Gelabere mit Dir!


    Das ist vollkommen in Ordnung. :)

  • Welche buddhistische Lehre ist die Beste? ;-)

    • Stero
    • 25. Oktober 2015 um 23:22
    Licht:

    Du glaubst allen ernstes das die Menschheit Fortschritte macht, oder? :badgrin:

    Das ist relativ. Etwas als Fortschritt zu bezeichnet ist eine Frage des Wertesystems. :)

  • Welche buddhistische Lehre ist die Beste? ;-)

    • Stero
    • 25. Oktober 2015 um 23:20
    Licht:

    Du kapierst NICHTS!


    Wunderbar. :D

  • Welche buddhistische Lehre ist die Beste? ;-)

    • Stero
    • 25. Oktober 2015 um 23:18
    Licht:

    Ja, Du bist wirklich sehr intelligent!
    In Wortwahl und Bildung und und und... da kann ich einiges von lernen. Beachtlich diese Intelligenz.. wohlgemerkt europäisch.


    Du solltest deine eigene intelligenz nicht unter den Scheffel stellen. Sie ermöglicht dir mehr als du dir momentan zutraust. Deswegen orientiert du dich so rückwärtsgewandt ins 9.-15 jahrhundert Tibets.

  • Welche buddhistische Lehre ist die Beste? ;-)

    • Stero
    • 25. Oktober 2015 um 23:12

    Ich kann niemandem irgendwas erklären. Ich kann mich aber ausdrücken. :)

  • Welche buddhistische Lehre ist die Beste? ;-)

    • Stero
    • 25. Oktober 2015 um 23:08

    Vermutlich sind meine bedeutungsfreien Worte von deinem Gehirn nicht annähernd so verarbeitet geworden um als Resultat das zu erzeugen, was sie ausdrücken sollten. :)

  • Individuen oder nicht?

    • Stero
    • 25. Oktober 2015 um 23:03

    Ich frage mich wirklich wie wohl die ganze Jesuse (plural) und Gautamas (plural) der Gegenwart zu erkennen sind. Im Gegensatz zu dem Gautama des Buddhismus und zu dem Jesus der Christen haben die ja keine relativ homogene Kultur mehr, gegen die sie ihre eigene Individuelle Kreativität setzen können und keine Tradition hinter sich, die ihr Versagen in Erzählungen schlicht eliminiert. Ich vermute, dass es viele von denen gibt, aber dass sie in der Kakophonie von Meinungen und Multikulti der Gegenwart einfach untergehen, nicht mehr auffallen oder wenn sie zu penetrant auf sich aufmerksam machen einfach in der Psychiatrie landen. :)

  • Welche buddhistische Lehre ist die Beste? ;-)

    • Stero
    • 25. Oktober 2015 um 22:49
    Licht:

    Es war ok. Ich habe allerdings noch keine Vergleichsmöglichkeiten.


    Mit was willst du, ein europäischer Mensch des 21.Jahrhunderts, tibetisch traditionelle Ansichten und Rituale des 9.-15. Jahrhunderts denn vergleichen? Bist du nicht in der Lage als ein europäischer Mensch des 21.Jahrhunderts, dir dein eigenes Urteil zu bilden?

  • Individuen oder nicht?

    • Stero
    • 25. Oktober 2015 um 19:45
    Sprite:

    Hallo Stero,

    leider hast du überhaupt nicht verstanden, auf was ich hindeuten wollte.

    Jesus kam nicht, um GEGEN Konventionen aufzutreten, sondern um die ursprünglichen wiederherzustellen.


    Überhaupt nicht. Er hat das Gebäude bestehender Konventionen "ruiniert", iSv zur Ruine gemacht.

    Sprite:


    Auch will ich nicht den Buddha erhöhen, da hast du noch zu wenig Posts von mir gelesen. Buddha orientierte sich nicht an einer Tradition, sondern schuf eine eigene Philosophie. Er ist in diesem Sinne ein Individualist, da er etwas ganz Neues schuf.


    Nein, nichts "ganz Neues". Er hat Bestehendes neu interpretiert, wie Jesus auch. Bei allem Individualismus, die kulturelle Haut kann man sich nicht abziehen.

    Sprite:


    In deinem anderen Post meintest du ja:

    Zitat

    Und das beste Vertrauen ist Selbstvertrauen, weil ohne dieses traut man sich nicht mal was auszuprobieren, ...

    Da frage ich mich: Was ist denn Selbstvertrauen? WEM vertraust du da?


    Der eigenen Kreativität, die ich bin.

  • Individuen oder nicht?

    • Stero
    • 25. Oktober 2015 um 17:00
    Sprite:

    Hallo Stero,

    Zitat

    Also stimmst du zu, dass der Buddha der Erzählungen ein großer individualist gewesen sein muss, ja? Er hat sich ja wider die Konventionen seiner Zeit verhalten.

    Dem würde ich zustimmen, ja.


    Gut.

    Sprite:
    Zitat

    Und was den Menschen Jesus angeht, gilt das Gleiche, weil der sich gegen jüdische Glaubenskonventionen seiner Zeit gestellt hat.

    Nein, ganz und gar nicht. Auf was du anspielst ist der Streit mit den Pharisäern. Der hat allerdings ganz andere Gründe wie den "Individualisten" zu mimen. Grob gesagt ging es dabei um dogmatische Kleinlichkeit. Denn es ist so Sitte, wenn ein Prophet auf der Weltbühne auftritt, er die authentische Religion wieder einführen möchte. Die dogmatischen Juden schossen seinerzeit über das Ziel hinaus. Jesus kam als deutlicher Warner, so wie nach ihm Mohammed. Die korrekte Art und Weise, die monotheistische Religion auszuüben, hat er verteidigt, da er sagte, dass er nicht käme um die Propheten und die Schrift zu verändern (was ein Individualist tun würde).


    Wirkt auf mich etwas "vorhersehbar", dass in einem buddhistischen Forum dem Buddha zugestanden wird, was dem Jesus nicht zugestanden wird, obgleich beide das Gleiche getan haben: Gegen Konventionen verstoßen. Derweil ergibt sich bereits auch aus deiner Argumentation - die im sich im Übrigen nicht auf das bezieht, was ich im Sinn hatte (aber woher solltest du das auch wissen? ) - ganz offensichtlich, dass auch der Jesus ein Individualist war. Wir können dies auch auf den Mohammed ausweiten, den du nennst: immer wenn ein Einzelner auftritt, der etwas anders macht und/oder verkündet als die Konvention es haben will, ist er als Individualist unterwegs. Wäre er nicht Individualist, würde er ja mit den anderen "im Chor mitsingen".
    Aber vielleicht war der Zusatz "seiner Zeit" in "gegen jüdische Glaubenskonventionen seiner Zeit gestellt" auch irreführend, denn ich bezog dies auf jüdische Glaubenskonventionen die damals gültig waren als auch heute noch gültig sind und dabei ist der Begriff "Glaubenskonvention" nicht zu eng zu verstehen. Was ich dabei im Sinn hatte findet sich in Jacob Neusner Buch "Ein Rabbi spricht mit Jesus" ganz gut beschrieben.

    Sprite:
    Zitat

    Aber dein Widerstand ist verständlich, weil dein unangemessenes Verständnis von Individualismus nicht dem Umstand gerecht werden kann, dass alle Neuerungen in Geschichte, Wirtschaft und Forschung, ja jeder Fortschritt schlechthin, auf Individualismus beruhen, auf der Einzigartigkeit und der einzigartigen Kreativität von Individuen und dem Umstand, dass sie diese ausleben.

    Das ist aber nur dein Glauben. Wenn du glaubst, dass deine Kreativität von dir selbst erzeugt ist und dir nicht "ein-fällt" (woher eigentlich?) dann ist mir das Recht.


    Ich würde das so ausdrücken, dass ich in gewissem Sinne meine Kreativität bin, eben weil ich Individuum bin.

    Sprite:


    Das ist eben auch ein Wesen des Individualismus, dass man sich selbst als das Maß aller Dinge sieht, natürlich gepaart mit absoluter Kontrolle über sein Leben. Das sind diejenigen, die deutlich in die Irre gehen.


    Der Begriff "Individualismus" gibt das nicht her, was du assoziierst. Da bist du wohl ideologisch etwas vorbelastet, dass du so über's Ziel hinausschießt?

  • Beobachten

    • Stero
    • 25. Oktober 2015 um 09:49

    Lies mal hier, vielleicht kommt das dem nahe, was du meinst.

    Flow

  • Individuen oder nicht?

    • Stero
    • 25. Oktober 2015 um 09:40
    Sprite:
    Zitat

    Wenn man den Geschichten um den Buddha Glauben schenkt, dann war der ein ganz großer Individualist. (Der Jesus übrigens auch.)

    Das ist natürlich Schwachsinn.

    Jesus ist so etwas wie die Antithese des Individualisten. Also genau das Gegenteil.

    Er hat immer wieder betont, dass er nur den Willen des Vaters ausführt und dass man nicht ihn loben soll, sondern den Vater. Jesus war ein "Knecht Gottes", so wie jeder große Mystiker es ist/war/sein wird.


    Also stimmst du zu, dass der Buddha der Erzählungen ein großer individualist gewesen sein muss, ja? Er hat sich ja wider die Konventionen seiner Zeit verhalten.

    Und was den Menschen Jesus angeht, gilt das Gleiche, weil der sich gegen jüdische Glaubenskonventionen seiner Zeit gestellt hat.


    Aber dein Widerstand ist verständlich, weil dein unangemessenes Verständnis von Individualismus nicht dem Umstand gerecht werden kann, dass alle Neuerungen in Geschichte, Wirtschaft und Forschung, ja jeder Fortschritt schlechthin, auf Individualismus beruhen, auf der Einzigartigkeit und der einzigartigen Kreativität von Individuen und dem Umstand, dass sie diese ausleben.

  • Individuen oder nicht?

    • Stero
    • 24. Oktober 2015 um 14:55
    Sprite:

    Der Begriff macht also nur auf der materialistischen Ebene Sinn.


    Schade, wenn das für dich so ist.

    Sprite:


    ... je mehr Individualität verfolgt wird (sich abgrenzen durch seinen eigenen Stil und Persönlichkeit) desto höher steigt die Disharmonie.


    Ein Individuum muss gar nichts verfolgen um ein Individuum zu sein. Es darf so ein wie es ist und darf alles auf seine individuelle Art und Weise machen oder bleiben lassen.


    Wenn man den Geschichten um den Buddha Glauben schenkt, dann war der ein ganz großer Individualist. (Der Jesus übrigens auch.)

    Wenn man schaut wie neue Entwicklungen in Geschichte, Wirtschaft und Forschung angestoßen wurden, dann immer durch Individuen und ihre individuelle Kreativität.

    :)

  • Welche buddhistische Lehre ist die Beste? ;-)

    • Stero
    • 24. Oktober 2015 um 11:24

    Licht,

    mir scheint du fühlst dich missverstanden. Die Ursache mag darin liegen, dass du Äußerungen persönlich nimmst in dem Sinne, dass du sie als Unterstellungen missverstehst und dabei überhaupt nicht so sein willst wie dir vermeintlich unterstellt wird, aber dass die gefühlte Unterstellung dich kränkt, fast wie eine Beleidigung. Achtung: dies ist keine Unterstellung, lediglich was mir grade so erscheint.
    Sieh es mal so: Wenn der einzige Kontakt hier ein schriftlicher ist und es daneben, außerhalb des Forums, keinen Kontakt gibt, wer wollte behaupten können, den anderen zu kennen? Egal welche Meinungen man über den anderen hier entwickeln mag, sie beruhen auf dem, was das eigene Gehirn mit an sich bedeutungsfreien Buchstabenfolgen anstellt. Und was stellt das Gehirn an? Nur das was es kann, weil es darin geübt ist.
    Das wäre etwas Nützliches am Buddhismus, wenn mit der Konditionierung gearbeitet werden würde und man einen Eindruck von der Dimension dieser Konditionierung erhalten könnte. Ob es eine buddhistische Tradition gibt, die wirklich dazu anleitet? Ich habe keine Ahnung.

  • Welche buddhistische Lehre ist die Beste? ;-)

    • Stero
    • 24. Oktober 2015 um 00:50

    und Licht, der initiator dieses Threads, bringt ja wirklich Licht ins Dunkel, wenn er/sie in einem anderen Thread schreibt:

    Licht:

    Wie es der Zufall so will bin ich beim Studieren gerade auf die Grundpfeiler des Buddhismus gestoßen:
    Mitgefühl, Gleichmut, Großzügigkeit, ..
    Speziell Gleichmut bedeutet ja alle Wesen - auch die die mir momentan noch unsympathisch sind - gleichermaßen zu lieben.


    Wie also kann die Kreativität eines Individuums und seine zutiefst mit christlichen Werten getränkte Kultur sich fremdkulturell "Buddhistisches" kreativ aneignen? Wo sind da die Berührungspunkte, die sich notwendigerweise ergeben? So dass man das Gefühl hat, dass man das andere macht, aber eigentlich trotzdem das eigene macht ... nur man merkt es nicht, weil man die eigene Haut nicht ablegen kann?
    Aber in den Augen der anderen, denen man vielleicht tatsächlich Nutzen zufügt, welche Relevanz könnte das haben? Die Motivationen, die vermeintlichen Ursachen der Motivationen?
    Was zählt? Warum sollte zählen, was nicht sichtbar ist für jedermann?

  • Welche buddhistische Lehre ist die Beste? ;-)

    • Stero
    • 24. Oktober 2015 um 00:22
    Sunu:

    ich denke die Frage ist was du suchst. Geht es Dir z.B. mehr um eine Tradition bzw. Kultur in der du dich zu Hause fühlen kannst, oder geht es mehr um Sinnfragen allgemein?


    Liebe Leute, die eigene kultur ist kein Hemd, das man wechseln kann. Die eigene Kultur ist die Haut ohne die man nicht überlebensfähig ist. Du wirst jede fremde Kultur nur durch die Brille deiner eigenen sehen können. Wenn die eigene Kultur nicht in der Lage ist, die Sinnfreiheit von allem zu kaschieren und auch keine Hilfsmittel parat hat, damit umzugehen, dann ist die Kreativität des Individuums gefragt. Diese Kreativität ist grenzenlos und selbst wenn vermeintlich fremdkulturelles übernommen wird, so ist es doch immer das Produkt von individueller Kreativität und der eigenen Kultur der Individuums.
    Macht also was ihr wollt. Es ist gut. :D

  • Individuen oder nicht?

    • Stero
    • 23. Oktober 2015 um 23:03
    void:

    Auf der anderen Seite sind unsere unterscheidlchen Wünsche und Geschäcke ja eine Ursache des Leidens.


    Ursache des Leidens? In einer auf Gleichschaltung ausgelegten Gemeinschaft vielleicht.

    void:

    Von daher ist das Klosterleben so eringerichtet, dass es ein "Festahlten an der Idee vom indiividuellen Selbst" entgegenwirkt.


    Das ist natürlich suggestiv ideologisch formuliert, indem Individualität schlicht mit dem im Buddhismus verpöhnten "Selbst" assoziiert wird, weil das ja dort als Ursache allen Übels postuliert wird. Warum nicht mal andersrum formuliert? Individualität, die den berechtigten Bedürfnissen des individuums entspricht, erzeugt individuelles Leid, wenn sie einer erzwungenen opportunen Kollektivierung entgegensteht und also die Rache des Kollektivs hervorruft? Die Wurzel des Übels ist dann nicht die faktische Individualität - "faktisch" weil jedes individuum tatsächlich einzig und einmalig ist - sondern das Kollektiv, die Gemeinschaft, die Individualität nicht duldet und sie wegnivellieren will.

    void:

    Die Mönche sind gleichbgekleidet, haben keine Haare, keine Privatsphäre, essen das Gleiche. Eben ums sie zu lehren, ihre "individuellen Wünsche" abzulegen.


    Ja, ganz schlimm sowas. :)

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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