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Beiträge von Angulimala

  • Mahamudra oder Dzogche was mach ich blos? :)

    • Angulimala
    • 24. Mai 2013 um 20:51

    Nein, die Zeichen sind die selben. Es geht nur um die Aussprache.

  • Mahamudra oder Dzogche was mach ich blos? :)

    • Angulimala
    • 24. Mai 2013 um 19:32
    Zitat

    Indien: OM MANI PADME HUM
    Tibet: OM MANI PEME HUNG

    Die Schriftzeichen sind die selben. Die Tibeter "nuscheln" nur etwas.

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    • Angulimala
    • 24. Mai 2013 um 05:59

    Ich schließe mich den beiden an. Trance ist ein sich ergeben der Erlebnisse und ihnen folgen, im Geist. Meditation ist die blosse Beobachtung der Erlebnisse, ohne sie zu verdrängen oder festzuhalten.
    Man hält also den Geist unter Kontrolle, wenn auch nicht in einer intellektuellen Weise.

  • Zum Kern der Sache

    • Angulimala
    • 23. Mai 2013 um 22:27
    Zitat

    Wie sieht das bei dir aus? Da ist ein Gedanke, und du findest keinen Denker. Was machst du, wie sieht das ganz konkret aus. Lasst mal dieses hohle heilige Geschwätz sein und geht vom konkreten Erleben aus, beschreibt das, zieht daraus Schlussfolgerungen, der Rest interessiert mich hier nicht.

    Das habe ich geschrieben. Aus Sicht des Weges auf das Ziel, ist es ein Unterschied. Aus Sicht des Ziels, ist es keiner.
    Erleuchtung ist individuell, aus Sicht des Weges. Aus Sicht des Ziel,s gibt es keine Individualität. Meditiert man einige Jahre, dann ist das kein intellektueller Diskurs, sondern Erfahrung.

    Mein Lama hält beide Übertagungen, und ich brauche auch beide. Ich stehe dazwischen. Das Schöne ist die Vereinbarkeit der beiden Sichtweisen!

  • Zum Kern der Sache

    • Angulimala
    • 23. Mai 2013 um 19:31

    Bön ist definitiv kein Buddhismus.

    Dzogchen und Mahamudra sind nichts weiter als Sichtweisen, die mit der Meditation verbunden werden. Sichtweise und Meditation gehören im Buddhismus zusammen. Die Nähe der beiden Sichtweisen ist so groß, daß sogar die Methoder der Meditation gleich sind. Ja sogar die Lamas sind oft die selben. Die Karmapas haben drei Mal die Nyingmaschule gehalten, sonst wäre sie weg.

    Es geht also ausschliesslich um die Sichtweise. Und zwar der Sichtweise aus dem Weg, auf die Frucht. Es ist nicht die Sichtweise aus der Frucht (Erleuchtung/Buddhaschaft) auf den Weg. Das muss man unterscheiden.

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    • Angulimala
    • 22. Mai 2013 um 06:57

    Naja, und es kann ebenfalls nicht schaden, Dinge auch zu ende zu bringen. Dann erspart man sich endlose innere Dialoge, ob es mit dem abgeschlossenen Übungen nicht vielleicht doch noch anders verlaufen wäre.
    Ich finde, wenn eine Praxis ordentlich rein haut, ist das ein Zeichen dafür, damit weiter zu machen, nicht damit aufzuhören. Auch wenn es unbequem wird. Ohne Anstrengung, werden wir keine Erleuchtung erreichen. Das sagte schon der Buddha. Es wird nicht gehen, wenn man nicht bereit ist, hinter die Schmerzgrenze zu gehen. Ist wie beim Muskeltraining. Die Muckis kommen hinter der Schmerzgrenze ;)

    Bringt man die Dinge nicht zu Ende, steht man innerlich immer in Rechtfertigung. Das gilt nicht nur für die Zahlen im Diamantweg bzw Vajrayana.

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    • Angulimala
    • 21. Mai 2013 um 18:41
    Zitat

    Aber wirklich ich denke man kann merken wenn man fertig ist, so wie bei vielen Tantra Übungen auch.


    Klar! Bei der Buddhaschaft ;)

    Zitat

    ich würde niemals ngöndro schlecht machen, aber ob es wirklich für alle menschen die beste lösung ist für den anfang der praxis, sei dahin gestellt.


    Auch das hat niemand behauptet.

    Zitat

    aber genau das ist eben auch wieder diese wertung: ngöndro ist am wirkungsvollsten etc.


    Für das Vajrayana schon. Es ist ein Stufenweg. Innerhalb der Schulen, ist diese Wertung völlig in Ordnung. Es gibt keine effektivere Methode als das Ngöndro, um Mahamudra oder Tantras zu praktizieren. Die Dzogchenpas machen das genauso, die Meditationen sind genauso aufgebaut und haben die selben Effekte. Sogar die Buddhaaspekte sind die gleichen, wie zB Vajrasattva/Dorje Sempa.
    Gerade wenn es um Reinigung geht, gilt er auch im Nyingma als DER Reinigungsbuddha (Vergl. Patrul Rinpoche: Die Worte meines perfekten Lehrers).

    NACH dem Ngöndro stehen dem Praktizierenden dann drei Wege offen. Aber ohne die Vorbereitung, wird einem kaum ein Lama irgendwelche Vereinigungstantras oder Vispassana-methoden geben.

    Zitat

    weil man bspw. zu schnell in trance fällt


    Trance ist nicht Meditation. Wer in Trance fällt, hat das Ziel verpasst. Die Meditation bedeutet immer, daß man mühelos in dem ruht, was geschieht. Und das übt man. Tolle Bilder, viel Farben, Flashes oder Halluzinationen sind ausdrücklich nicht das Ziel.
    Darum muss man immer gut zuhören, was gelehrt wird und sich regelmäßig von der Sangha und dem Lama checken lassen, ob man in die richtige Richtung wandert. Das ist eine Eigenart der Vajrayana, darum wird der Lama so hoch angesehen. Ohne ihn, fällt man auf alle möglichen Dinge herein, haftet an Dingen, die man lieber loslassen sollte oder lässt Dinge los, die man besser vertiefen sollte. Das muss man halt alles erst lernen, worum es geht. Darum das Ngöndro.

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    • Angulimala
    • 21. Mai 2013 um 07:33
    Zitat

    ngöndro ist eben nicht die einzige möglichkeit den geist von groben schleiern zu entfernen..

    Behauptet niemand.
    Im Vajrayana gilt es aber als die wirkungsvollste Methode, innerhalb kurzer Zeit, das Karma unzähliger Leben zu reinigen. Inklusive der Schleier falscher Ansichten. Und den Körper auf die Strapazen des Weges vorzubereiten.
    Und nein, ich habe 5 Jahre gebraucht, bevor ich mit dem Ngöndro angefangen habe.

    Da das eine "aber-trotzdem-Ngöndro-Anfänger-Praxis-Diskussion" geworden ist, die keine Argumente liefert, ausser "aber-trotzdem", muss ich mir auch keine Mühe mehr geben. Daher steig ich auf die Dzogchen/Mahamudra Diskussion gar nicht erst ein.

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    • Angulimala
    • 20. Mai 2013 um 16:58
    Zitat

    Ja Ngöndro ist buchstäblich ubersetz, etwas was voraus geht (an etwas)

    Auch die Formpraxis geht der formlosen Praxis voraus. Deshalb ist es noch lange keine Anfängerpraxis. Ganz im Gegenteil: Wenn man sieht, wie schwer sich die Leute mit einer regelmäßigen Praxis tun, wird klar, daß auch das Ngöndro schon sehr fortgeschritten ist.
    Nimmt man die Menschen dazu, die sie dann nicht machen, weil ihr Stolz die Praxis falsch klassifiziert, scheint die Praxis doch noch deutlich fortgeschrittener.
    Die Zennies zB wünschen sich einen ständigen Anfängergeist. Weil dieser offen und neugierig, frisch und konzeptfrei ist.

    Die Arbeit mit den Schleiern, wie Stolz, Widerwille und Dumpfheit zeigt sich eben in dieser Praxis sehr deutlich. Das Ego riecht Lunte...
    Man macht die Praxis übrigens nicht für den Lama. Für ihn macht das keinen Unterschied, ob man ihm vertraut, oder nicht. Aber für uns...
    Kann oder will man eine Praxis trotzdem nicht machen, bespricht man das mit dem Lehrer. Aber sicherlich bezeichnet man jemanden, der das Ngöndro nicht macht, weil er meint das sei Anfängerpraxis, nicht als einen fortgeschrittenen Praktizierenden. Empfindet man es als Rückschritt -was passieren kann- weiss der gesunde Mensch in der Regel ziemlich genau, daß er natürlich ein Stolzhinderniss hat. Der Stolz blockiert dann ein vorankommen. Weil man ja schon alles (besser) weiss, kommt man nicht voran.
    Das muss man nicht weiter bewerten, weil das immer wieder jedem von uns passiert. Ist mir zig mal passiert und passiert auch immer wieder. Aber da muss man eben auch ganz ehrlich mit sich sein. Muss man ja niemandem sagen.;-)

    Ich praktiziere seit etlichen Jahren "fortgeschrittene" Praxis. Würde mein Lehrer mir sagen:" Mach das Ngöndro nochmals", wäre ich sofort dazu bereit. Die Praxis ist wirklich wunderbar und ich muss mich nicht mit "fortgeschrittener" Praxis schmücken. Ich mochte das Ngöndro, weil es wirklich extrem spannende Prozesse im geist ausgelöst hat. Ich bin sehr dankbar für die Praxis, die vom Aufbau exakt den "fortgeschrittenen" Meditationen entsprechen. Da ist kein wirklicher Unterschied, ausser in unserem Konzept von "weiter" oder "Anfänger".
    Der Aufbau ist: Bodhicitta (zum Wohle der Wesen praktizieren zu wollen) und Zuflucht, Aufbauende Phase, Mantraphase, Verschmelzungsphase und am Ende die Widmung an alle Wesen.

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    • Angulimala
    • 19. Mai 2013 um 17:58
    Zitat

    Mehrmals ist hier geäußert worden, dass massenhaftes Mantrarezitieren etwas für Anfänger sei

    Das habe ich hier auch gelesen und das ist -sorry für den Ausdruck- einfach Blödsinn.
    Die Vajrayana Schulen arbeiten allesamt mit der Ganzheit der drei Tore. Dazu gehört auch die Rede. Körper, Rede und Geist. Sowohl Reinigung, als auch die Umformung von Störungen in Weisheit, müssen jeweils von gleicher Natur sein. Will man die negativen Eindrücke der Rede reinigen, muss auch dort gearbeitet werden.
    Es ist vielleicht interessant zu wissen, daß die Vorstellungen von Form, Laut und Gewahrsein über unsere Sinne entstehen. Letztlich sind sie keine wahrhaften Erscheinungen, sondern Konzepte. Sie sind alle leer. Die Mantras sind kraftvolle Schwingungen, die auf die inneren Prozesse des Bewusstseins wirken. Es sind die Namen des jeweiligen Buddhas, und jede Silbe wandelt Störungen in Weisheit um.
    Es wäre hier vielleicht auch mal interessant wissen, wer von sich hier wirklich behaupten kann, kein Anfänger zu sein? Diese Selbsteinschätzung ist gerade für Menschen, die selten in der Sangha sind (also unter Leuten, die den gleichen Weg gehen), ausgesprochen heikel. Im Internet mag man mit bestimmten Fassaden arbeiten zu können, die niemand auf die Ferne wirklich beweisen oder widerlegen kann. Mir ist die Einteilung und der Begriff des Anfängers jedenfalls ein Versuch sich selbst gut da stehen zu lassen und kein einziger mir bekannter Lama oder Rinpoche bezeichnet andere als Anfänger. Wenn, dann würde er sich zumindest selbst als Anfänger bezeichnen.
    Das hat nichts mit falscher Bescheidenheit zu tun, sondern mit der Power, die die Erleuchtung im Vajrayana bedeutet. Gemessen an Erleuchteten, sind die meisten von uns Praktizierenden totale Anfänger, auch nach 40 Jahren Meditation.
    Das hört das Ego natürlich nicht gerne, wo wir doch alle gerne Experten und fortgeschrittene Profis sind. Aber hier wird Wissen und Erfahrung mit Verwirklichung verwechselt.

    Meine Lehrer mussten mir schon oft zeigen, was wirklich ihre Qualitäten sind, nachdem mir das Ego unzählige Male schon einreden wollte, wie fortgeschritten es sei. Unter Stress und Verleugnung greifen die allermeisten immer wieder auf alte Muster zurück, bekommen bei Schmerzen Angst, daß der Körper ihnen Leid bringt etc. Diese Spielchen kenne ich seit über 20 Jahren, nicht nur bei mir. Nur weil mal alles gut läuft, ist man kein fortgeschrittener Praktizierender.
    Mantras werden auf dem Weg entweder von den Leuten genutzt, oder eben nicht. Es ist nicht sinnvoll zu behaupten, es wäre eine Anfängerpraxis, weil diese Aussage durch keine Erklärung logisch wird, wenn man weiss, was Mantras tun und wie sie wirken.
    Die Mantras bauen Buddhakraftfelder auf, die nicht nur für den Praktizierenden wirken, sondern auch auf den äusseren Ebenen. Wenn jemand denkt, er brauche keine Hilfsmittel und das eigene Mandala zu reinigen, oder Mandalas im Aussen für die Wesen zu beeinflussen, weil es angeblich Anfängerkram ist, hat einfach nichts verstanden. Weder von Energiefeldern, noch von inneren Prozessen, noch vom Körper als Mandala. Auch die drei Kayas scheinen nicht verstanden worden zu sein.

    Die Nutzung von Mantras ist ausgesprochen tiefgründig und kraftvoll. Es ist wie in allen buddhistischen Schulen ein Denkfehler, wen man glaub, die Effekte müssten sich in unserem Ratio zeigen. Es ist einfach sinnlos, den Ratio hier als Reverenz zu nutzen, ob eine Praxis wirkst, oder ob sie fortgeschritten oder Anfängerkram ist. Der Effekt setzt auch ohne unseren Intellekt ein.
    Dazu kommen auch die archetypischen Effekte, und dass Worte energiegeladen sind, weiss eigentlich jedes Kind. Die Rede ist ein ausgesprochen kraftvolles Instrument, auf der energetischen Ebene. Auf dieser Ebene mit Mantras zu arbeiten, ist besonders kraftvoll und je klarer der Geist, je weniger Schleier und je weiter die Entwicklung, umso kraftvoller wird sie.
    Töne erzeugen auch Mandalas, auch die symetrischen Formen, die uns von den Rollbildern bekannt sind:

    http://www.youtube.com/watch?v=t198kIB9TGc

    Also, ich wäre zurückhaltender mit solchen Äusserungen (gilt auch für die Ngöndro Aussagen hier), irgendetwas wäre Anfängerpraxis. Es ist schlichtweg falsch.

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    • Angulimala
    • 17. Mai 2013 um 06:09

    Mir scheinen die Bewertungen in "Über- und Unterbuddhismus nicht sonderlich sinnvoll zu sein. Tatsächlich kann ich diese Geisteshaltung nicht nachvollziehen.

  • Dzogchen/Mahamudra

    • Angulimala
    • 17. Mai 2013 um 06:09

    Mir scheinen die Bewertungen in "Über- und Unterbuddhismus nicht sonderlich sinnvoll zu sein. Tatsächlich kann ich diese Geisteshaltung nicht nachvollziehen.

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    • Angulimala
    • 12. Mai 2013 um 19:22

    Hallo Amdap,
    deine Meditationserfahrungen sind sicherlich richtig. Wenn bei dir derartiges nicht passiert, heisst das natürlich nicht, daß du etwas falsch machst. Oder andere, weil sie intensive Zustände erleben. Aber es ist sicherlich kein Geheimnis, dass wenn man etwas praktiziert, was man nicht praktizieren möchte, man schlicht nicht berührt wird. Oder wovon man nicht überzeugt ist.
    Vielleicht setzt der Hebel schon früher an, nämlich, dass dir der Sinn nicht richtig einleuchtet? Dann würde ich dir auch abraten, diesen Weg weiter zu verfolgen, auf diese Weise.

    Edit sagt:

    Ich finde es übrigens immer wichtig, bei sich zu bleiben. Wenn du etwas anderes praktizieren möchtest, solltest du das deinem Lehrer sagen. Er wird sicherlich etwas haben und keine Diskussion mit dir führen wollen. Wenn du dich so einschätzt, daß du gerade jetzt was anderes brauchst, ist das sicherlich in Ordnung. Das Ziel ist ja, daß du glücklich bist. Nicht mehr, nicht weniger wünscht sich der Buddha, für uns.

    Naja, eigentlich möchte ich dich sogar ermutigen, ihn anzusprechen und das für dich richtige zu finden. :-p

  • Dzogchen/Mahamudra

    • Angulimala
    • 12. Mai 2013 um 11:51

    Ich verstehe den Unterschied nur aus Sicht des Weges. Aus Sicht des Weges, mag auch das Ziel anders betont wirken. Aus Sicht des Ziels hingegen, gibt es keinen Unterschied.

    Der Unterschied im Mahamudra und im Dzogchen ist die Sichtweise und ein etwas anderer Zugang. Die Pfeiler einer Praxis sind immer Sichtweise und Meditation zusammen. Hier liegt die Betonung auf der Sichtweise.

    Mahamudra sorgt für die reine Sicht, Dzogchen für die klare Sicht.
    "Reine Sicht" bedeutet, daß man die Dinge als in sich selbst befreit erlebt. So, als würde man ein Bild in Wasser malen: Während es entsteht, löst es sich bereits auf.
    "Klare Sicht" betont das makellose, ungehinderte Erscheinen der Dinge, so wie der Mond, der sich mühelos im Wasser spiegelt.

    Das Mahamudra kann man gut praktizieren, wenn man die Dinge nur ungern auf Abstand halten möchte. Dzogchen kann man gut praktizieren, wenn man Dinge gerne auf Abstand hält.

    Mir wäre neu, wenn der Rgenbogenkörper Dzogchen Ziel sein sollte. Sicherlich weist er auf eine Verwirklichung hin, ist aber wohl weder das eigentliche Ziel noch gibt es das bei den Kagyüs nicht.

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    • Angulimala
    • 11. Mai 2013 um 11:44

    Ich habe das Ngöndro vor 15 Jahren gemacht. Die Praxis war beschwerlich, es kamen jede Menge innere Widerstände, inkl. Langeweile. Ich war für meinen Teil aber gut darauf vorbereitet, denn ich wusste, was geschieht. Also entschied ich mich, das auszuhalten. Das Ngöndro hilft die Egospielchen aufzudecken. Gerade die Verbeugungen tun das. Diese üblichen Gedanken, die mir auch massenhaft erschienen sind Anzeichen von Stolzreinigung:"Was soll das bringen? Warum so viele? So schlecht gehts mir doch gar nicht! Ich kann ja verstehen, daß es für mache sinnvoll ist, aber für mich? Da passiert ja gar nichts, ich brauche bestimmt andere Belehrungen! Was hat das mit Meditation zu tun?" etc. pp.

    Genau DAS wollen wir mit dieser Praxis erreichen, bemerkte ich Jahre später. Bei mir entstand vor allem Geduld, eine gewisse Unerschütterlichkeit und ein gutes Vertrauen in die Fähigkeiten des Geistes. Wobei ich hier ausdrücklich darauf hinweisen will, daß ich auch den Unterschied zwischen einem großem Ego und Selbstvertrauen sehr tief verstanden habe.
    Ausserdem weiss ich heute, was ja von Anfang an gesagt wurde, daß jede einzelene Praxis zur vollen Erleuchtung führen kann. Alle Mittel der Meditationen des Vajrayana sind darin enthalten. Das sind die Entstehungphase, Mantraphase und die Verschmelzungsphase. Ausserdem das Entwickeln des Erleuchtungsgeistes (Bodhicitta), zum Wohle der Wesen und das Shine und die Widmung an die Wesen am Ende.

    Die Arbeit mit den innereren Zuständen, wie Widerwille und und Stolz fand ich ausgesprochen spannend. Das ging soweit, daß ich der Praxislinie fast schon Hirnwäsche unterstellen wollte und daß sie mir meinen Willen nehmen wollen. Aber all das gehört dazu. Es ist ein Zeichen, daß die Praxis wirkt. Ich hatte jede Menge Vorstellungen von Meditation, vorher: Geistesruhe, tolle Bilder oder Gefühle und Erfahrungen, vielleicht n geiler Flash.
    Diese Konzepte stehen aber einer echten Meditation, in der man einfach in dem ruht, was geschieht, vollkommen im Weg und stehen unter dem Begriff "Geistiges Erschaffen". Es ist weltliche meditation, die Anhaftung schafft.
    Das habe ich durch das Ngöndro heraus gefunden, was das bedeutet. Und zwar nicht die Worte verstanden (das habe ich auch vorher), sondern den Sinn. Das hätte ich mir nicht eingestanden, da ich das ja auch nicht wissen konnte. Das kommt unter Stolz ;)

    Die häufigen Wiederholungen sind die gute Gewohnheit, gegen die schlechten Gewohnheiten, im Geist. Das Vajrasattva Mantra zb. aktiviert die 100 friedvollen und zornvollen Aspekte von Vajrasattva. Jede Silbe aktiviert einen kompletten Buddhakraftkreis. Das ist die tantrische Erklärung zum VS. Bei den Verbeugungen stellt man sich selbst am besten 100.000 fach oder Milionenfach vor. Das löst die Egovorstellung mit blitzschnellen Resultaten auf. Ich weiss, daß ich bei der Praxis völlig meinem Ego aufgesessen bin, denn ich wusste scheinbar alles irgendwie besser. Mir wurde aber allmählich klar, daß das Ego Lunte gerochen hat und versucht hat, mir alles mögliche ein oder auszureden, damit ich jetzt bloß diese Praxis nicht machen muss. Die Praxis untergräbt das Ego einfach, wir denken, wir hätten gar keinen Vorteil davon, etc. Aber genau das ist der Sinn! Also bekommt man Rücken oder Knieschmerzen, hat keine Zeit, oder man wibbt nervös hin und her. Aber genau das ist mir dann im Laufe der Praxis aufgegangen, daß das eine immense Vertiefung der Meditation ist, da alle meine Zustände an die Oberfläche gespült wurden und mich nicht mehr aus dem Untergrund steuern können.
    In dem ruhen, was ist, ist Meditation, dazu gehören alle Erfahrungen, das hätte ich ohne Ngöndro niemals so tief erkannt.

    Und heute praktiziere ich Yidampraxis und heute kommen mir die ganzen angesammelten positiven Eindrücke im Geist hoch. Die Praxis ist stabil und die inneren Zustände und Einengungen nehmen rapide ab. Ohne die Vorbereitung, hätte all das wundervolle nicht reifen können. Ich habe da gar keinen Zweifel. Das Ngöndro ist mit Sicherheit das kraftvollste Mittel, um Konzepte zu überwinden und geistigen Wachstum zu ermöglichen. Auch auf äusserer Ebene, hat sich viel getan. Es reinigt wirklich alles.

  • gute Texte zu Mahamudra

    • Angulimala
    • 11. Mai 2013 um 00:07

    Mahamudra bedeutet sinngemäß: "Großes Siegel".
    Ich finde tatsächlich "das Große Siegel" von Lama Ole Nydahl sehr gut. Das Buch geht auf die Mahamudrawünsche vom 3.Karmapa ein und erklärt daran, was Mahamudra bedeutet. Karmapa ist der erste bewusst wiedergeborene Lehrer in Tibet. und das Buch versucht auch über kulturelle Grenzen hinwegzuschauen, ohne den Inhalt zu verzerren.

    http://www.amazon.de/Das-gro%C3%9Fe…o%C3%9Fe+siegel

  • Wie finde ich (m)einen Wurzelguru?

    • Angulimala
    • 10. Mai 2013 um 16:09

    Es ist schade zu hören, daß scheinbar auch miese Erfahrungen gemacht wurden. Ich kenne das nicht und kenne persönlich auch niemanden, der an Scharlatane geraten ist. Ich denke, kritisches Denken sollte bei der Suche nicht fehlen, aber mit Mißtrauen wird man zumindest in den tantrischen Schulen nicht weit kommen.
    Aber auch die Schüler sind nicht immer leicht, für die Lamas. Viele sind voller Konzepte und wollen zu vieles gleich am Anfang schon bekommen. Häufig lese ich von Selfmadepraktizierenden, die Phowa oder Vereinigungstantras nutzen, ohne die Voraussetzungen dafür zu schaffen. Weiter noch: Sie lehnen das sogar ab! Meinen, das sei alles Firlefanz, diene der Unterdrückung und der Hierarchiebildung.

    Diese Sichtweise habe ich nie verstanden und zeugt nicht unbedingt von (selbst)kritischen Denken und weist auf ausgeprägten Stolz hin. Wäre ich soweit entwickelt, wie das manche von sich glauben, wäre ich nicht in dieser Situation (in Samsara). Jedenfalls geht es völlig am Sinn der tibetischen Schulen vorbei. Bei ihnen zählt die Übertragung immer als Kernunterweisung.
    Dass es nicht um blindes Vertrauen geht, sondern um ein immer tiefer werdendes Bündnis zwischen dem Lehrer und einem selbst, sollte verstanden werden. Das ist ein Prozess, der in Freiheit, nicht in Abhängigkeit führt, wenn man den Lehrer eben nicht als Person sieht.
    Die Schüler haben häufig feste Vorstellungen darüber, wie ein Lehrer zu sein hat. Gerade auch Gutmenschen kommen dann mit vielen Eigenschaften der Person nicht klar, und hängen sich lieber daran auf, als sich einfach nach einem anderen Lehrer umzusehen, der vielleicht besser den eigenen Vorstellungen entspricht. Statt dessen werden die Lamas kritisiert, weil sie vielleicht gerade erklärt haben, die Erde sei eine Scheibe (was manche alte Lamas tatsächlich noch glauben) ;)

    Das ist natürlich gerade am Anfang nicht leicht, darum rate ich immer dazu, sich mit den "normalen" Freunden, Kollegen und Verwandten darüber auszutauschen. Sie haben meist den klareren Blick von Aussen. Sagen sie, man würde komisch abgehoben, schwammig oder unscharf, oder nur scharf, ohne Herz, ist eindeutig was falsch. Das Ziel ist es ja, für die Leute nützlich zu werden. Reagieren sie zunehmend komisch auf uns, oder sie kommen uns immer komischer vor, dann ist Selbstskritik und Humor gefragt. Der Stolz gibt nicht gerne zu, daß man vielleicht dämlich handelt.

    Ich wünsche jedenfalls jedem bei der Lehrerfrage Mut und vor allem auch Spaß!

  • Wie finde ich (m)einen Wurzelguru?

    • Angulimala
    • 9. Mai 2013 um 23:57

    Hallo Ana,
    der Wurzellama ist der Lehrer, der dir am meisten liegt. Der dich berührt. Oder sie. Hast du jemanden gefunden, der dich einfach begeistert, geht es darum, diesen Lehrer zu prüfen: Will ich so sein, in 20 Jahren? Sagt und tut er das selbe (!!!)? Hat er überzeugende Qualitäten, die dir wichtig sind, wie z.B. Unerschütterlichkeit? Ist er ohne stolz? Arbeitet er hart zum Wohle der Wesen? Ist er liebevoll? All das muss geprüft werden, indem man ihn beobachtet, ihn eine Weile begleitet, etc.

    Nicht gut ist, wenn er nicht von anderen hohen Lehrern anerkannt wird. Er also selbsternannt ist. Wenn er die Leute in Abhängigkeit bringt und nicht von Anfang an selbständig macht. Er muss auch Dinge sagen können, die irgendwie unbequem sind, und nicht nur süßlich alles sagt, was wir gern hören möchten.

    Ich hörte mal die Metapher: Es muss jemand sein, von dem man auch ein gebrauchtes Auto kaufen würde.

  • Karma, die unliebsame Diskussion

    • Angulimala
    • 6. Mai 2013 um 15:04
    Zitat

    Wäre ja auch schon etwas zynisch wenn man z.B. einer Frau,
    die gerade vergewaltigt und gefoltert wird, erzählen würde,
    ihr Glück und Leid hänge nur davon ab wie sie diese "Umstände" erleben würde.

    Das wäre takt- uns stillos. Die Beispiele die hier benannt werden, sind allerdings per se schon derartig aufgeladen, daß sie eher ungeeignet sind, sie als Beispiele zu nutzen. Auch das ist u.U. taktlos. An deratigen Themen erhitzen sich immer die Gemüter und somit ist ein klarer Kopf dann nicht mehr vorhanden.

    Ich habe mal die Aussage einer Nepalesin gehört, die sagte, sie würde wenig mit ihren schwierigen Lebensituationen hadern, weil sie sich nicht als Opfer fühlt. Sie lebt mit dem Verständnis, daß sie irgendwann wohl was falsch gemacht hat, aber jetzt ebenso die Möglichkeit hat, daß Beste daraus zu machen und sich eine neue Zukunft zu schaffen.

  • Karma, die unliebsame Diskussion

    • Angulimala
    • 5. Mai 2013 um 20:01

    Ich kann sowohl meine Innenwelt, als auch die äussere Welt beeinflussen und verändern.
    Manchmal mehr, manchmal weniger, manchmal kaum. Kann ich die äussere Welt nicht auf Anhieb ändern, kann ich an meiner Einstellung arbeiten und schon wird die äussere Welt auch komplett anders erlebt, so, als wäre alles anders. Es ist jedenfalls für mich vollkommen klar, daß es letztlich keinen Unterschied zwischen Aussen-und Innenwelt gibt.

    Eine vom Innenleben unabhängige Existenz der Aussenwelt gibt es in meinem Geist nicht. Mag ja sein, daß manche der Ansicht sind, die äussere Welt bestünde ohne den wahrnehmenden Geist selbständig. Ich kann das jedenfalls nicht bestätigen.

    Das ist auch die Bedeutung, der beiden Wahrheiten. Nämlich, wie die Dinge sind, und wie sie uns erscheinen. Auch leidbringende Umstände, werden höchst unterschiedlich erlebt. Auch die moralischen Themen wie Holokaust und sexueller Mißbrauch. Wir möchen gerne, daß das für jeden schlimm ist und es ist in unseren festen Vorstellungen drinnen, daß es aus jeder Perspektive schlimm und übel ist.
    Sagt jemand: "ich fand das nicht schlimm", wird der Person unterstellt, ihre Wahrnehmung sei falsch.

    Dabei hat die Person einfach nicht oder weiniger gelitten, als die Gutmenschen glauben können.
    Ein allgemeingültiger Maßstab wird vorausgesetzt und der moralische Finger ist schnell oben.

    Der Buddhismus lehnt generell eine Opferhaltung ab. Der Grund ist klar, denn es wird weder von Zufall noch von Fügung, noch von göttlichem Willen gesprochen. Sondern von Karma. Was ich heute tue, wird die erlebte Realität meiner Zukunft. Ist meine Zukunft jetzt Realität geworden... Schnell geben wir gerne anderen oder den Umständen die "Schuld" an unserer Situation. Das entzieht uns der Eigenverantwortlichkeit, in der Zukunft. So bleiben wir vom Zufall abhängig, was eindeutig nicht Buddhistisch wäre.
    Meine Quellen sagen, daß der Buddha als erstes gelehrt hat, welche Handlungen zu Glück und welche Handlungen zu Leid führen. Karma. Wie kann man Glück oder Leid ohne äussere Umstände definieren? In unserer erlebten Welt geht das nicht. Also entweder, er hat quatsch erzählt, und es gäbe da Dinge, die sich unserem Einfluss entzögen, oder eben nicht. Dann würde das in der Konsequenz bedeuten, wir können nur mit Zufall Samsara verlassen, denn es hinge von anderen ab, ob wir voran kommen, oder nicht.
    Das mag bis zu einem bestimmten Punkt stimmen, aber Befreiung bedeutet ja, Abhängigkeit zu verstehen. Könnte ich das allerdings nicht für die Zukunft beeinflussen, wären wir vom Ansatz her schon nicht fähig, meine Zukunft in die Hand zu nehmen. Das ist aber offensichtlich nicht der Fall.

    Die moralischen Hammer auszupacken, machen die Erklärung über die Selbstverantwortung weder klarer, noch sinnvoller. Ich jedenfalls, finde es extrem entspannend, schwierige, äussere Umstände als das zu sehen, was sie sind: Eine Erfahrung im eigenen Geist. Mehr Wahrheit, kann ich in der äusseren Welt nicht finden.

  • wer ist wichtiger, Mensch oder Tier?

    • Angulimala
    • 25. April 2013 um 20:12

    Jedem fühlenden Wesen ist das eigene Leben am wichtigsten. Es ist gut, das Geist zu halten.
    Das macht keinen Unterschied, ob Mensch, oder Tier.

  • Rechte Rede

    • Angulimala
    • 17. April 2013 um 20:23

    Du kannst mit den Menschen ganz normal reden. Getratsche ist es eher, wenn es niemanden interessiert. Den Leuten ist aber oft wichtig, was sie sagen.
    Ich finde es viel besser, auf sie einzugehen und ihnen neue Perspektiven in der Sichtweise zu öffnen. Diese müssen nicht buddhistisch klingen. Nur sinnvoll sein.
    Wenn sie es nicht annehmen, ist das nicht deine Aufgabe, sie zu überzeugen. Sie sind immernoch Menschen, die es genießen, wenn ihnen jemand zu hört. Und es auch brauchen. So wie jeder, von uns. Wir sind weder besser, noch schlechter, nur weil wir Buddhisten sind.
    Wirklich blödes Gerede, da entziehe ich mich und überlasse die Menschen sich selbst. Dabei bin ich allerdings höflich und rede mich aus der Situation heraus.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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