1. Übersicht
  2. Forum
  3. Lexikon
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
Dieses Thema
  • Alles
  • Dieses Thema
  • Dieses Forum
  • Seiten
  • Forum
  • Lexikon
  • Termine
  • Erweiterte Suche
  1. Buddhaland Forum
  2. Buddhistische Schulen/Strömungen
  3. Tibetischer Buddhismus

Wie finde ich (m)einen Wurzelguru?

  • Ana
  • 8. Mai 2013 um 18:21
  • Zum letzten Beitrag
  • Angulimala
    Punkte
    490
    Beiträge
    98
    Mitglied seit
    17. April 2013
    • 10. Mai 2013 um 16:09
    • #26

    Es ist schade zu hören, daß scheinbar auch miese Erfahrungen gemacht wurden. Ich kenne das nicht und kenne persönlich auch niemanden, der an Scharlatane geraten ist. Ich denke, kritisches Denken sollte bei der Suche nicht fehlen, aber mit Mißtrauen wird man zumindest in den tantrischen Schulen nicht weit kommen.
    Aber auch die Schüler sind nicht immer leicht, für die Lamas. Viele sind voller Konzepte und wollen zu vieles gleich am Anfang schon bekommen. Häufig lese ich von Selfmadepraktizierenden, die Phowa oder Vereinigungstantras nutzen, ohne die Voraussetzungen dafür zu schaffen. Weiter noch: Sie lehnen das sogar ab! Meinen, das sei alles Firlefanz, diene der Unterdrückung und der Hierarchiebildung.

    Diese Sichtweise habe ich nie verstanden und zeugt nicht unbedingt von (selbst)kritischen Denken und weist auf ausgeprägten Stolz hin. Wäre ich soweit entwickelt, wie das manche von sich glauben, wäre ich nicht in dieser Situation (in Samsara). Jedenfalls geht es völlig am Sinn der tibetischen Schulen vorbei. Bei ihnen zählt die Übertragung immer als Kernunterweisung.
    Dass es nicht um blindes Vertrauen geht, sondern um ein immer tiefer werdendes Bündnis zwischen dem Lehrer und einem selbst, sollte verstanden werden. Das ist ein Prozess, der in Freiheit, nicht in Abhängigkeit führt, wenn man den Lehrer eben nicht als Person sieht.
    Die Schüler haben häufig feste Vorstellungen darüber, wie ein Lehrer zu sein hat. Gerade auch Gutmenschen kommen dann mit vielen Eigenschaften der Person nicht klar, und hängen sich lieber daran auf, als sich einfach nach einem anderen Lehrer umzusehen, der vielleicht besser den eigenen Vorstellungen entspricht. Statt dessen werden die Lamas kritisiert, weil sie vielleicht gerade erklärt haben, die Erde sei eine Scheibe (was manche alte Lamas tatsächlich noch glauben) ;)

    Das ist natürlich gerade am Anfang nicht leicht, darum rate ich immer dazu, sich mit den "normalen" Freunden, Kollegen und Verwandten darüber auszutauschen. Sie haben meist den klareren Blick von Aussen. Sagen sie, man würde komisch abgehoben, schwammig oder unscharf, oder nur scharf, ohne Herz, ist eindeutig was falsch. Das Ziel ist es ja, für die Leute nützlich zu werden. Reagieren sie zunehmend komisch auf uns, oder sie kommen uns immer komischer vor, dann ist Selbstskritik und Humor gefragt. Der Stolz gibt nicht gerne zu, daß man vielleicht dämlich handelt.

    Ich wünsche jedenfalls jedem bei der Lehrerfrage Mut und vor allem auch Spaß!

  • Lirum Larum
    Reaktionen
    1.425
    Punkte
    38.095
    Beiträge
    7.202
    Einträge
    1
    Mitglied seit
    11. März 2008
    Buddh. Richtung
    Ich protestiere gegen den mangelnden Respekt vor den unterschiedlichen Traditionen.
    • 10. Mai 2013 um 16:44
    • #27

    Gutes Posting.
    ....................

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • Ana
    Themenautor
    Punkte
    95
    Beiträge
    15
    Mitglied seit
    7. Mai 2013
    • 12. Mai 2013 um 22:12
    • #28

    Danke Angulimala, deinen Post finde ich sehr gut und interessant :)

    Ansonsten scheinen mir manche Postings auch ein wenig durcheinander zu sehen und auch mit tiefen Verletzungen durchzogen zu sein, was natürlich ohne Frage sehr schade ist. Da wünsche ich allen mit unschönen Erfahrungen viel Kraft auf dem Weg zur Heilung. Ich habe verstanden, dass also der Wurzelguru (dafür gibts sicherlich auch zig Namensgebungen) hauptsächlich dadurch gefunden wird, dass man sich begeistert von diesem Lama fühlt und den innigen Wunsch verspürt, diesem folgen zu wollen für eine bestimmte Zeit. Das würde dann meiner Vermutung: man fände den Wurzelguru durch Anziehungskraft am nächsten kommen.

    Meine Frage zielte in erster Linie drauf hin, herauszufinden, ob es einen bestimmten Weg gibt, der im tibetischen Buddhismus vorgezeichnet ist um zum Wurzelguru zu gelangen oder eben nicht. Ich denke, diese Frage habt ihr mir beantwortet - vielen Dank dafür! :)

    Dass es innere wie äußere spirituelle Lehrer gibt, ist mir durchaus bewusst. Ich hatte schon viele Lehrer: meine Krankheit, die Natur, Personen, die innere Weisheit etc.. Letztendlich haben innere sowohl wie auch äußere Lehrer durchaus ihre Berechtigung. Zu sagen, nur die inneren Lehrer sind die weisesten würde mir keinen Sinn ergeben. Hier spielt sicherlich auch eine Rolle, womit man sich gerade befasst, auf welchem Lebenspfad man gerade wandert, wessen Geistes Kind man ist etc.. Der Mensch kann sich mit fehlender Achtsamkeit genauso selbst hinters Licht führen, wie es wohl leider auch Gurus gibt, die suchenden Menschen Schaden zuführen. Meine etwas unbequeme Meinung dazu ist, dass es wichtig ist auch immer zu schauen, was man selbst dazugibt, dass bestimmte Dinge passieren - auch wenn das gewiss mitunter auch sehr schwierig ist.

    Dann versuche ich mal aufmerksam zu schauen über die nächsten Monate, vielleicht sinds auch Jahre, ob mir einer begegnet, der mein Herz zu klingen bringt und bei dem/der ich das Gefühl habe, es könne gut sein, mich von diesem "begleiten" zu lassen. 8)

    Vielen Dank für eure Offenheit!
    Herzlichst,
    Ana

    OM MANI PADME HUNG

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

  1. Impressum
  2. Datenschutzerklärung
  3. Nutzungsbedingungen
Netzwerk Buddhismus
Community-Software: WoltLab Suite™ 6.1.18
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App bei Google Play
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App im App Store
Download