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  1. Buddhaland Forum
  2. Igor07

Beiträge von Igor07

  • Majjhima Nikāya 44, Cūḷavedallasutta

    • Igor07
    • 18. Oktober 2026 um 23:30
    Upasaka Dhammavicayo:

    Die zweite edle Wahrheit ist das Begehren selbst, das Leiden verursacht.

    Danke für die Antwort. Klar, was die zweite edle Wahrheit betrifft, das weiß doch jeder.

    Ich wollte hier etwas tiefer gehen.

    Den blinden Willen, eher im Sinne von A. Schopenhauer, kann man nicht einfach so abschaffen. Wir essen, wir kommunizieren, wir treffen Entscheidungen. Das alles ist meistens mit einer festen Absicht verbunden, also mit Cetanā. Wenn das alles wegfällt, wären wir einfach nicht mehr lebensfähig, eher tot.

    Von der anderen Seite betrachtet, waren auch die Arahat-s und der Buddha Menschen mit einer eigenen Persönlichkeit und bestimmten Wünschen, keine Roboter. Man spricht hier über das heilsame Begehren oder die Hingabe. Das sind die deutschen Übersetzungen.

    Und wenn ich diesen Gedanken weiterspinne, dann wäre „Begehren“ hier eher fehl am Platz.

    Na gut, schönen Abend noch.

  • Majjhima Nikāya 44, Cūḷavedallasutta

    • Igor07
    • 18. Oktober 2026 um 18:07
    Upasaka Dhammavicayo:

    Zur Täuschung würde ich sagen: Die Täuschung liegt im Festhalten an der Persönlichkeitsansicht als wahr. Sie zu haben ist ein bedingter Prozess. Das Festhalten daran ist das Problem.

    Upasaka Dhammavicayo


    Kann man das Ganze so betrachten? Begehren stellt eigentlich den automatischen Prozess der Wahrnehmung dar. Durch Kontakt findet das Erkennen statt. Ich sehe eine schöne Frau, ich begehre sie sofort. Ich kann nichts dafür. Ha ha … war das ein Scherz? Aber dann entsteht fast sofort das Ergreifen. Ich wollte etwas besitzen, als ob etwas mir gehört. Da gibt es nichts, absolut, denn alles ist vergänglich.

    Gut, scheint mir, darüber zu kontemplieren, dass die zweite edle Wahrheit nicht die Wurzel des Leidens darstellt. Denn ohne „Ich“ und „Mein“ wäre der ganze Prozess des Ergreifens schier unmöglich.

    Noch eins.

    In der Wirklichkeit, wie sie ist, gibt es nur den Strom der bedingten Entstehung.

    Auf der rein konventionellen Ebene gibt es „Igor“ oder die „Frau“.

    Wenn die Gesetze der Menschen so gestaltet sind, dass sie nicht gegen diesen Strom ausgerichtet sind, dann wäre das förderlich für das Zusammenleben und die Gesellschaft, denn sozusagen gibt es auf der absoluten Ebene nur das "Indra-Netz".

  • Majjhima Nikāya 44, Cūḷavedallasutta

    • Igor07
    • 17. Oktober 2026 um 22:33
    Monika:

    Wenn ein Kleinkind dieses "Anhaften" und "Habenwollen" nicht hat, wird es sterben. Ein Kind das nicht schreit, wenn es Hunger hat, wird elendig verhungern, falls die Eltern das Nichtschreien nicht als Alarmmeldung wahrnehmen können.


    Macht es doch nicht so kompliziert.

    Wollte so etwas Ähnliches schon schreiben. Jedes lebendige Wesen braucht die natürlichen Triebe, einfach um zu überleben. Das ist bestimmt verwirrend, wenn ich woanders über die Entfaltung der Persönlichkeiten lese, was die Arahat-s und die edlen Leute betrifft. Weg mit allen Begierden bedeutet das Ende des Lebens, also schiere Kapitulation.

  • Bedeutung

    • Igor07
    • 11. Oktober 2026 um 00:36
    mukti:

    Ja Herr Professor, danke für die Korrektur.

    Ich habe mir sehr viel Mühe gegeben, das passende Zitat zu finden. Es scheint mir, dass es bestimmt eine riesengroße Bedeutung hat. Sicher, doch, oder?


    Zitat

    Wer Dhamma-Hingabe (dhamma-chanda) besitzt, will seine eigenen Schwächen und Aufgaben erkennen; er freut sich, wenn er Hinweise und Kritik erhält, denn sie zeigen ihm, wo er sich und sein Werk verbessern kann – zumindest hat er einen Anhaltspunkt zur Überprüfung. Wer dagegen vom Begehren (taṇhā) beherrscht wird, ist um das Bild seines Selbst (attā) besorgt und empfängt nur Erschütterung und Bedrängnis; er ist damit beschäftigt, sein Selbst (attā) zu verteidigen, und kann aus Tadel und Kritik keinen Nutzen ziehen.

    Gut zu wissen.:shrug:


    Buddhadhamma – Deutsche Gesamtausgabe
    Vollständige deutsche Übersetzung von Phra Ajahn Payuttos Standardwerk zur buddhistischen Lehre.
    tivagaro.de
  • Bedeutung

    • Igor07
    • 10. Oktober 2026 um 14:48
    mukti:

    Es ist von selber entstanden und wird wieder vergehen.

    Nicht" von selber“, aber durch Ursachen und Bedingungen und deswegen vergänglich usw.

  • Bedeutung

    • Igor07
    • 8. Oktober 2026 um 20:48
    mukti:

    Ich vertraue eben auf die Wegweisung und Vermittlung der Tathāgatas, das Leben selbst hat mir keinen Ausweg aus dukkha vermittelt.

    Ich denke, das innere Erkennen des Dukkha kann jemand nur :!: am eigenen Leib erfahren, so wie es im Kalama-Sutta geschildert ist. Wenn es anders wäre, da hilft keine Lehre. Und kein Lehrer auch.


    Und Wegweisung: Jeder sollte gründlich überprüfen, also rein praktisch, kein blinder Glaube. So sehe ich es.:rainbow:

  • Bedeutung

    • Igor07
    • 8. Oktober 2026 um 19:45
    mukti:

    Naja ich vertraue lieber einem anderen Lehrer als dem Leben selbst.

    Siehe Hier:


    Zitat

    Tumhehi kiccaṃ ātappaṃ, akkhātāro tathāgatā.

    „Die Anstrengung müsst ihr selbst aufbringen; die Tathāgatas sind nur die Wegweiser.“9

    Also Wegweiser oder Vermittler, nichts weiter. Das ist die Grundidee.

    Nur du oder ich alleine sind dafür verantwortlich, die Befreiung zu erlangen.

    Spätere Richtungen haben es relativiert und Götterheiten erschaffen, die man anbeten sollte, anflehen oder zwingen, ha..usw.. Im Ursprung war es nicht so.

  • Freund braucht Hilfe, Enkel (20) stirbt, Tipps?

    • Igor07
    • 8. Oktober 2026 um 14:36
    void:

    Und der Anspruch jetzt noch schnell zu meditieren anzufangen oder sich mit exotischen Konzepten zu beschäftigen kann eine Überforderung sein.

    Nur am Rande bemerkt: Wenn der sterbende Mensch keine Ahnung vom Buddhismus hat, dann würden, egal welche Meditation oder Vorstellungen von Bardo-Zuständen, dem Leben nach dem Tod usw., die ganze Situation noch unerträglicher machen. Der überzeugte Atheist kann nicht an all das glauben. Es würde nach hinten losgehen.

    Der echte Buddhist würde das Sterben und auch den Tod als Teil des Lebens akzeptieren, denn alles, was entsteht, ist verdammt zu vergehen. Das ist einfach das Gesetz der Natur. Der innere Frieden und radikale Loslassen wären dann die einzige wirkliche Lösung, denn wir alle, wie der Buddha, unterliegen diesem Gesetz.

    Deswegen auch mein Rat zu dem Buch. Dort gibt es konkrete Ratschläge, was die Angehörigen sowie das Pflegepersonal betrifft. Es war mein innerer Anker, als mein Vater im Sterben lag. Und ich bin felsenfest davon überzeugt, dass es auch für mich gilt. Ich bin der Nächste in der Reihe.

  • Freund braucht Hilfe, Enkel (20) stirbt, Tipps?

    • Igor07
    • 7. Oktober 2026 um 15:24

    lotusbomber: zuerst mein tiefstes Mitgefühl. Ich kann ein Buch von Anālayo empfehlen, das aus Sicht des Theravāda dieses Problem beleuchtet, auch mit vielen Veranschaulichungen aus den verschiedenen Suttas:


    25) Mindfully Facing Disease and Death, Compassionate Advice from Early Buddhist Texts, Cambridge: Windhorse, 2016. download


    60) “Memento Mori: Recollection of Death in Early Buddhist Meditation”, in From Local to Global, Papers in Asian History and Culture, K. Sheel, C. Willemen, K. Zysk (ed.), 2017, 581–599, Delhi: Buddhist World Press. download


    Publications by Bhikkhu Anālayo - Barre Center for Buddhist Studies
    Access an extensive library of Bhikkhu Anālayo's 500+ publications on theoretical and practical aspects of early Buddhist traditions.
    www.buddhistinquiry.org
  • Bedeutung

    • Igor07
    • 3. Oktober 2026 um 13:00
    Zitat

    Sobald im
    Kreislauf von Unwissenheit und Begierde ein Gefühl der Freude oder des Missfallens
    auftaucht, einhergehend mit dem Wunsch, etwas zu bekommenoder zu konsumieren,
    erscheint ein Gefühl des Selbst, das als Delegierter oder Repräsentant
    agiert. Ein „Konsument“ oder „Inhaber“ wird geboren. Dies erzeugt wiederum
    die Dualität zwischen einem derartigen Konsumenten oder Inhaber und den begehrten
    und konsumierten Objekten. (In der Folge entsteht ein Gefühl von „du“,
    „er“, „sie“ usw., die bedrohen, behindern, konkurrieren usw.) [975]

    Alles anzeigen

    Die Quelle:

    Buddhadhamma von Phra Ajahn Payutto


    In der Natur, die nicht eigentlich als der Strom der bedingten Entstehung dargestellt wird, gibt es keine Dualität, kein Subjekt gegen Objekt usw.

    Diese entsteht in unserem verblendeten Geist.

  • Bedeutung

    • Igor07
    • 28. September 2026 um 20:37
    mukti:

    Für uns ist dieser Planet gewöhnlich die einzige Heimat, die wir kennen, trotzdem werden wir zu Wirtskillern.

    Nach E. Fromm ist der Mensch das einzige Wesen, das bösartig destruktiv ist. In der reinen Natur gibt es keine Serienkiller, die es genießen, wenn sie morden. Es reicht, nur nach etwa 23.00 Uhr TV zu schauen: Gewalt, Sex und Blut ... Religion, egal welche, ist nur die leere Hülse geworden. Wir haben selbst den Gott ermordet, so wie Nietzsche es ausdrückte.


    Zitat

    Wir haben ihn getötet - ihr und ich!
    Wir sind seine Mörder!

    Friedrich Nietzsche -  Der tolle Mensch

  • Bedeutung

    • Igor07
    • 28. September 2026 um 20:16
    mukti:

    Ja, aber der Mensch kann mittlerweile den ganzen Planeten vernichten (z.B. atomarer Overkill). Die Natur gefährdet sich also selbst. Oder, wenn es noch viele andere Welten gibt, dann zerplatzt nur ein unbedeutendes Pünktchen im All.

    Das stimmt, aber seine Natur bleibt dieselbe, nur die Technologie hat sich verändert.

    Früher waren es nur Messer und Schwerter, heute kann KI die ganze Welt praktisch paralysieren, aber das bedeutet nicht, dass der Mensch, wie er zur Zeit des Buddha war, anders geworden ist.

  • Bedeutung

    • Igor07
    • 28. September 2026 um 19:46
    mukti:

    Aber warum hat die Natur diese Möglichkeit im Menschen geschaffen, die sich doch zerstörerisch auf sie selber auswirkt? Rätsel über Rätsel.

    Siehe hier:


    Zitat

    Die Natur ist nicht nur gleichgültig gegenüber Grausamkeit und Schmerz, sondern zwingt sie tatsächlich allen Lebewesen auf als Bedingung und Preis ihrer Existenz. Leid zufügen o-der zu leiden; oder beides, Leid zufügen und leiden – das ist das Gesetz des Lebens.

    Klipp und klar. S.17, PDF.


    Grundlagen des Buddhismus
    –
    Die Vier Edlen Wahrheiten
    Francis Story


    https://www.dhamma-dana.de/files/Dhamma%20Dana/Buecher/story%20francis/Story,%20Francis%20-%20Die%20Vier%20Edlen%20Wahrheiten.pdf

  • Psychiatrie – weiß sie eigendlich wirklich, was eine Psychose ist?

    • Igor07
    • 26. September 2026 um 22:03
    Samadhi1876:

    KI rückblickend dazu:

    Oh Gott, wieder …

    Die psychiatrischen Medikamente schaden enorm, dazu gibt es sehr gute Fachbücher:


    Zitat

    sychopharmaka im Faktencheck - ein Buch, das Fragen stellt, die niemand sonst stellt

    Warum nehmen psychische Erkrankungen seit Jahrzehnten zu - trotz immer breiterer Anwendung von Psychopharmaka?
    Der preisgekrönte Journalist Robert Whitaker geht dieser Frage nach und liefert eine umfassende, investigative Analyse der Evidenzlage. Die englische Originalausgabe wurde mit dem IRE Book Award für investigativen Journalismus ausgezeichnet.
    Whitaker zeichnet die Geschichte der modernen Psychopharmakotherapie nach und zeigt detailliert, wie Medikamente gegen Schizophrenie, bipolare Störungen, Angststörungen, Depression und ADHS entwickelt, eingesetzt und bewertet wurden. Dabei arbeitet er kritisch heraus:
    - dass für viele gängige Substanzen nie ein nachgewiesener Wirkmechanismus bestätigt werden konnte,
    - dass Studien oft so ausgewertet oder präsentiert wurden, dass sie überzogene Wirksamkeit suggerieren,
    - und dass Placebos in vielen Fällen vergleichbare oder langfristig sogar bessere Ergebnisse erzielen.
    Das Buch lädt dazu ein, unser Verständnis psychiatrischer Versorgung zu hinterfragen - faktenbasiert, differenziert und wissenschaftlich fundiert.

    Die deutsche Ausgabe entstand im Rahmen eines universitären Projekts unter Federführung von Hanna Christiansen, Robert Kumsta, Jürgen Margraf und Silvia Schneider.

    Übersetzung des Werkes: Studentisches Übersetzungsteam der Universität Marburg.

    Alles anzeigen
    Anatomie einer Epidemie
    shop.kohlhammer.de


    Zitat

    Stefan Weinmann belegt in seinem Buch, dass die Studien der Pharmaindustrie zu der Wirkung der Psychopharmaka stark von ökonomischen Interessen geleitet sind. Er zeigt dies an den wichtigsten Psychopharmaka-Gruppen, den Antidepressiva und den Antipsychotika, und stellt damit die zentrale Bedeutung der Psychopharmakotherapie in der Psychiatrie in Frage.

    Erfolgsmythos Psychopharmaka, eBook (pdf) - Psychiatrie Verlag
    Stefan Weinmann belegt in seinem Buch, dass die Studien der Pharmaindustrie zu der Wirkung der Psychopharmaka stark von ökonomischen Interessen geleitet sind.
    psychiatrie-verlag.de


    Für Phillip kann ich empfehlen:


    Psychopharmaka reduzieren und absetzen - Psychiatrie Verlag
    Die Herausgeber versammeln neueste wissenschaftliche Erkenntnisse unde bewährte Praxiserfahrungen, stellen Absetzgründe und -strategien vor und vergessen dabei…
    psychiatrie-verlag.de


    Medikamentenreduktion und Genesung von Psychosen - Psychiatrie Verlag
    Leben ohne Psychopharmaka – geht das? Und wenn ja, wie?
    psychiatrie-verlag.de
  • Bedeutung

    • Igor07
    • 26. September 2026 um 11:41
    mukti:

    Sehe ich auch so und es ist dann wohl immer noch ein Ich, das Frieden erfährt.

    Man sollte sich dann fragen, wer oder was erfährt Frieden, und was ist mit Anatta? Am Ende spielen diese ganzen Konzepte keine Rolle mehr, bleibt nur Los-lassen. Oder weiter Leiden, das wir selbst gestalten._()_

  • Bedeutung

    • Igor07
    • 25. September 2026 um 22:49
    mukti:

    Das Ich eines Erwachten ist immer noch vorhanden, aber er hängt nicht mehr daran. E

    Ich denke, es gibt, wie das" Netz" der bedingten Entstehung, kein „Ich“. Auch die Neurowissenschaft bestätigt, dass es keinen Herrscher oder Lenker gibt, deswegen sagt man so: „Kein Ich, kein Problem.“

    Es gibt ein Buch, ich würde es nicht weiter verlinken, denn hier arbeiten viele mit KI, und ich weiß nicht am Ende, mit wem ich spreche, ha ha ha …

    Zurück zum Thema. Wenn der Buddha im Pali-Kanon das Wort „Ich“ oder „Mich“ benutzt, dann bedeutet das reine Konvention, oder wie das soziale oder gesellschaftliche Übereinkommen. Mehr nicht.

    Deswegen leiden wir alle, denn wir klammern uns an meinen Körper, mein Handy oder meine Frau, aber das alles ist vergänglich, bedingt entstanden und ohne inneren Kern, wie eine Fata Morgana … Sterben, wie auch der Tod des Erwachten, ist real. Auch der Schmerz ist real, aber nicht das Leiden, das ist echt optional. Deswegen ist der ganze Begriff Dukkha echt irreführend. Was dazu egal welche KI sagt, weiß ich nicht, aber das ist für meine Wenigkeit echt offensichtlich.

    Die einzige Bedeutung besteht eigentlich in der tiefsten Erkenntnis, dass es absolut nicht mir gehört. Wir alle sind wie auf der Reise, der Tod ist immer da. Klingt ein wenig deprimierend, deswegen meine ich immer, der Buddhismus ist nicht für jedermann- Sache. Aber das ist die einzige harte Tatsache, wie Ajahn Chah es ausdrückte: Wenn wir Vergänglichkeit zutiefst verstehen, erfahren wir Frieden.

  • Zitate aus dem tibetischen Buddhismus, die mich berühren

    • Igor07
    • 25. September 2026 um 21:30

    “Wenn ich einen Feind oder gar einen Freund sehe,
    der sich in unangebrachter Weise verhält,
    werde ich entspannt bleiben,
    weil ich verstanden habe,
    dass sein Verhalten durch Bedingungen entstanden ist.
    Denn all die verschiedenen Arten negativen Verhaltens
    entstehen durch die Kraft von Bedingungen.
    Wenn ich das verstanden habe, wird mich nichts mehr ärgern,
    keine einzige Person oder Erfahrung mehr –
    denn sie sind einfach magische Erscheinungen.“


    Shantideva

  • Psychiatrie – weiß sie eigendlich wirklich, was eine Psychose ist?

    • Igor07
    • 24. September 2026 um 19:42
    ewald:

    Eine Psychose ist eine schwere psychische Störung, bei der die Betroffenen die Realität vorübergehend stark verändert wahrnehmen,

    Aha, und was ist dann diese sogenannte: "Realität"?


    Zitat

    „Was wir als ‘normalen Geisteszustand‘ betrachten ist eigentlich nichts anderes als unser kollektiver Wahnsinn, mittels dessen wir (das Wissen um) die grimmige Tatsache des menschlichen Daseins unterdrücken.“


    "Denial of Death", Ernest Becker

  • Zen-Zitate die mich berühren

    • Igor07
    • 24. September 2026 um 19:01

    “Die Zeit geht vorüber. Es gibt keine Möglichkeit sie anzuhalten.
    Warum dann bleiben Gedanken zurück,
    Lange noch, nachdem alles andere vergangen ist?


    Eines Tages werde ich ein verwitterter Totenschädel sein
    der auf einem Graspolster ruht
    Und dem ein paar verirrte Vögel ein Ständchen darbringen.
    Könige und gewöhnliche Leute enden auf die gleiche Weise;
    Sie vergehen, wie der Traum der letzten Nacht.“


    Ryōkan

  • Psychiatrie – weiß sie eigendlich wirklich, was eine Psychose ist?

    • Igor07
    • 22. September 2026 um 21:53
    void:

    sondern inwieweit man es schafft, normal sozial zu kommunizieren und zu agieren.

    Na ja, so viele soziale Psychopathen und Serien-Killer sind meistens sehr gut sozial integriert und agieren in der Gesellschaft entsprechend der vorherrschenden Normen, die wollten keine Behandlung. Erinnert mich an die These von E. Fromm, dass die Gesellschaft selbst krank ist. Nicht das Individuum.


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  • Anhaftung an den Dharma?

    • Igor07
    • 20. September 2026 um 11:21
    mukti:

    Man hängt sich so lange an das Floß der Lehre,

    Anhaftung an Dhamma gibt es nicht, es heißt:


    Chanda, heilendes Begehren oder der Wunsch.


    Zitat

    Begriffe wie Chanda, die im Deutschen oft einfach als „Wunsch“ wiedergegeben werden, tragen im Pāli eine vielschichtige Bedeutung, die je nach Kontext heilsame oder unheilsame Qualitäten annehmen kann.

    Chanda (Wunsch & Neigung): Der Unterschied zu Gier und Begehren
    Entdecke die vielseitige Bedeutung von Chanda im frühen Buddhismus. Erfahre, warum der Begriff nicht nur "Wunsch" bedeutet und wie er deinen Pfad zur Befreiung…
    schatztruhe-palikanon.net


    P.S.


    Und der Buddha selbst hatte die bewusste Absicht, die Lehre zu verbreiten.

  • Psychiatrie – weiß sie eigendlich wirklich, was eine Psychose ist?

    • Igor07
    • 13. September 2026 um 21:32
    Phillip:

    . Es gibt Menschen, die es geschafft haben, nach vielen Jahren von diesen Medikamenten loszukommen, manche haben dafür sogar zehn Jahre gebraucht. Das ist möglich, auch wenn es schwer ist, und diese Hoffnung lasse ich mir nicht nehmen.

    Hi, Philipp, versuche, Volkmar Aderhold zu kontaktieren. Er arbeitet mit sehr niedrigen Dosierungen von Neuroleptika, kann sein, es gibt auch seine Schüler … Ich verlinke ein Interview mit ihm, sehr viele wertvolle Informationen kannst du in diesem Buch      Peter Lehmann     Volkmar Aderhold     + weitere  Neue Antidepressiva, atypische Neuroleptika Risiken, Placebo-Effekte, Niedrigdosierung und Alternativen. Mit einem Exkurs zur Wiederkehr des Elektroschocks  finden.

    Alles Gute von ganzem Herzen:heart:


    Zitat

    Wenn ich es runter breche: Sie benutzt Medikamente in einem Ausmaß und in einer Weise, die Medikamente dazu veranlasst zu schädigen – Menschen zu schädigen – in relativ vielen Fällen, und sie kümmert sich nicht darum therapeutische Kontexte zu schaffen, wo man Neuroleptika und andere Medikamente runter fährt.

    Interview Volkmar Aderhold

  • Psychiatrie – weiß sie eigendlich wirklich, was eine Psychose ist?

    • Igor07
    • 13. September 2026 um 18:06
    Hue32:

    Man sollte nicht aus der Tatsache, dass Medikamente beim Absetzen Probleme verursachen können, ableiten, dass die Medikamente selbst die gesamte Erkrankung erklären.

    Hue32


    Ich habe in diesem Faden sehr ausführlich das Ganze erklärt.

    Die Medikamente können helfen, aber sie stören eigentlich die normale Gehirn-Stoffwechselung, und bei langer Einnahme schaden sie bestimmt und Tod-sicher.

    Ich habe mehr als genug Quellen verlinkt, über die kein Psychiater reden wollte.

    Und das ist das echte Problem.

  • Psychiatrie – weiß sie eigendlich wirklich, was eine Psychose ist?

    • Igor07
    • 12. September 2026 um 20:05
    Hue32:

    Alternativ einfach gar nichts zu machen und psychische Erkrankungen als nicht existent anzusehen würde doch deutlich mehr schaden oder nicht?

    Wenn die konkrete Person darunter leidet, dann braucht sie folglich Hilfe.

    Der Prinz Siddhartha hat bestimmt gelitten. Ich habe einmal ein Essay von T. Bhikkhu verlinkt. Brauchte er deswegen irgendeinen Seelenklempner? Ich denke nein, aber das ist nur meine persönliche Meinung.


    Ja zur Herzenswahrheit. Samvega und Pasada


    P.S:


    Zitat

    Um
    es einfach auszudrücken: die Vorgehensweise des Vaters bestand darin, den Sohn
    von seinen hohen Zielen abzubringen und ihn an die Befriedigung durch ein
    geringeres und wenig lauteres Glück zu gewöhnen. Wäre der junge Prinz heute
    unter uns, hätte sein Vater eine ganze Reihe weiterer Mittel zur Verfügung, um
    der Unzufriedenheit seines Sohnes zu begegnen - darunter auch Therapie und
    religiöse Beratung doch die Grundausrichtung bliebe dieselbe: jene der Ablenkung
    und der Desensibilisierung, damit der Prinz sich schließlich niederlassen und ein
    wohlintegriertes und produktives Glied seiner Gesellschaft würde.
    Glücklicherweise war unser Prinz zu sperberäugig und zu beherzt,...

    Alles anzeigen

    Ajahn Thanissaro - In Bekräftigung der
    Wahrheiten des Herzens: Eine Darlegung von
    Samvega und Pasáda

  • Psychiatrie – weiß sie eigendlich wirklich, was eine Psychose ist?

    • Igor07
    • 12. September 2026 um 19:49
    Hue32:

    Was ist denn die Alternative zum bestehenden System?

    Na ja, eigentlich gibt es real keine Alternative, denn die Medizin ist ein knallhartes Geschäft, wie alles in der modernen Gesellschaft. Der Profit entscheidet und bestimmt, wie das alles abläuft.

    Wenn der Mensch zum Beispiel unter einer akuten psychischen Störung leidet, halluziniert oder Wahnvorstellungen hat, dann landet er in der Psychiatrie, bekommt enorm viele Neuroleptika, die nicht nur den Wahn abtöten – das machen sie bestimmt –, sondern diese Menschen auch total abhängig machen, und zwar meistens ein Leben lang. Dasselbe betrifft die Depressionen, denn normalerweise dauert ein Termin etwa 15 Minuten, also stellt der Arzt fast sofort das Rezept aus, Punkt, die Zeit ist um.

    In der Psychiatrie hat der Mensch meistens keine Kraft, sich selbst zu verteidigen, er hat praktisch keine Rechte mehr, er ist der Willkür der sogenannten Leitlinien ausgeliefert.

    Es gibt andere Zugänge, aber die alle brauchen Zeit und reine finanzielle Investitionen. Also stellt sich die Frage: Wer hat Interesse daran?

Ausgabe №. 137: „Sorgen entsorgen?"

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