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  1. Buddhaland Forum
  2. Tilopa

Beiträge von Tilopa

  • Karma

    • Tilopa
    • 15. Juli 2012 um 02:52
    nibbuti:
    Tilopa:


    Hi Tilopa

    das Reagieren bezieht sich IMHO nicht nur auf aktuelle Gefühle und Regungen, sondern auch auf die aktuellen 'äußeren' Wirkungen früherer innerer Regungen

    sogar der Serienmörder Algulimala konnte im hier und jetzt erleuchtet werden, dennoch wurde er später von den Verwandten seiner früheren Opfer gejagt

    :)

    Was heisst IMHO?

    Und zum andern: Re-agieren... da hab ich vielleicht eh das falsche Wort gebraucht.
    Re-agieren ist was anderes als spontanes, klares "Agieren".

    Du glaubst also, dass das, was jemandem widerfährt, eine Folge dessen ist, was er mal gefühlt (oder gedacht) hat?
    Oder wie muss ich diese Aussagen von Dir verstehen:

    nibbuti:


    ...die aktuellen 'äußeren' Wirkungen früherer innerer Regungen...

    nibbuti:


    sogar der Serienmörder Algulimala konnte im hier und jetzt erleuchtet werden, dennoch wurde er später von den Verwandten seiner früheren Opfer gejagt
    :)


    Argghhhhhh... Karma, ich hör dir trapsen. Da ist es wieder, was mir unzverrecken nicht in den Kopf will:
    Der Glaube, dass alles, was jemandem widerfährt, er selbst zu verantworten hat.
    Aber ich möcht hier nicht wieder drauf eingehen.
    Das ist schon in einem anderen Thread (Verlöschen des Leidens?)ins Rollen gekommen.
    Abgesehen davon: wenn man schon diese Sichtweise einnehmen möchte,
    dann sind ALLE für etwas verantwortlich, nicht nur ein einzelner,
    weil niemand etwas alleine für sich als Einzelperson tun kann,
    sondern Alle immer Alles für Alle tun.

  • Karma

    • Tilopa
    • 14. Juli 2012 um 21:47

    Mein Lehrer sagt, dass der Begriff "Karma" oft missverstanden wird.
    Gerade von Esoterikern.
    Ein Satz von ihm ist mir auch geblieben:
    Dass Karma nicht etwas mit den äusseren Umständen zu tun hat, was uns zustösst,
    sondern mit unseren Gefühlen, wie wir auf diese Dinge reagieren.

    Das finde ich eine interessante Sichtweise.
    Ich habe das Thema nie eingehender studiert, weiss also nicht wie ein Gelehrter etwas darüber zu sagen.

    Wenn ich Karma so sehe, dann verschwindet die Vorstellung von Schuld,
    die ich irgendwann, möglicherweise sogar noch in einem "früheren Leben", mir aufgeladen haben soll.
    Dann kann man nicht mehr davon sprechen, dass da irgendwas "abzuarbeiten" wäre.
    Dann geht es nur noch um das Jetzt und wie ich auf etwas reagiere.
    Aaabber: Wenn mein Karma meine Gefühlsreaktionen sind, dann kann ich noch nicht mal das ändern.
    Nur schon der Versuch, es ändern zu wollen, würde dieses Karma ja aufrechterhalten, durch meinen Widerstand.
    Bin ich also diesem Karma "hilflos" ausgeliefert?

    Da ist immerzu etwas in mir, das eine Situation, die unangenehm ist, natürlich (!) ändern möchte.
    D.h. da ist automatisch Widerstand.
    Diesen Widerstand einfach nur wahrzunehmen, statt auszuagieren, wäre wohl der heilsamste Weg.
    Allerdings: Kein vernünftiger Mensch käme auf die Idee, beim berühren einer heissen Herdplatte zu denken:
    'Oh, das ist aber ein bisschen zu heiss. Aber ich beobachte den Widerstand jetzt mal nur, auch wenn meine Hände verbrennen.'
    Wenn die Pflege des Körpers seine Berechtigung hat, hat es dann nicht auch "das Innere"?

    Karmatöse Grüsse, hahaha...

    Tilopa

  • Reinkarnation im Zen

    • Tilopa
    • 6. Juli 2012 um 20:23

    Hmm... wird nicht die ganze Welt in jedem Moment "wiedergeboren"?

    Und was ist das, wenn mir "eine Person" erscheint d.h. "sich materialisiert", die eigentlich schon längst gestorben ist
    oder gar nie "inkarniert" war, wie z.B. ein Gott oder eine Göttin,
    und zwar so erscheint, dass sie aus "Fleisch und Blut" vor mir steht und ich sie anfassen kann,
    und plötzlich genausoschnell wieder verschwunden ist (auf eine Weise, die logisch nicht erklärbar ist)?
    Das wär dann doch auch eine Art "Reinkarnation"...

  • Erlöschen des Leidens???

    • Tilopa
    • 6. Juli 2012 um 20:08
    Takumi:


    Dogen sagt dazu - "Die Beobachtung, dass Empfindung zu Leiden führt" - bedeutet, Leiden ist Empfindung. Schmerz ist nur eine besonders intensive Form der Empfindung. Jede Empfindung ist Leiden. Aber, so Dogen weiter - es ist nicht Selbst-Empfindung und auch nicht Empfindung anderer; weder ist es existente Empfindung noch nicht- existente Empfindung. Empfindung und Leiden existieren in unserem lebenden Körper nebeneinander.

    Das versteh ich jetzt nicht:
    Zuerst das Zitat von Dogen, dass Empfindung Leiden ist.
    Dann: "Empfindung und Leiden existieren in unserem lebenden Körper nebeneinander."
    Widerspricht sich das nicht?

    Grüssle

    Tilopa

  • Zen-Gärten

    • Tilopa
    • 5. Juli 2012 um 23:25
    tsurezuregusa:

    Hi,

    auch wenn es eine dumme Frage war. Es gibt eine schöne kleine Doku-Serie: Exclusive Gardens of Kyoto. Ist nicht ausschliesslich über Zen-Gärten, aber mal einen Blick wert. Verschiedene Gärten werden in 10 Minuten vorgestellt. Auf Youtube findet man einige/alle Videos dieser Reihe.

    Gruß
    Florian

    Danke Florian! Werd ich mir gerne mal anschauen!

    Grüssle

    Tilopa

  • Zen-Gärten

    • Tilopa
    • 5. Juli 2012 um 23:23
    Zorița Câmpeanu:
    Tilopa:

    Ne, ich mach mir doch nicht die Hände mit Gartenarbeit schmutzig... ;)


    dann bläh dein hirn auf :D dabei bleiben deine Hände sauber :D
    .

    Mein Hirn noch mehr aufblähen? Ich hab Angst, dass es dann platzt!
    Obwohl: die Vorstellung ist ungeheuer verlockend! :grinsen:

  • Zen-Gärten

    • Tilopa
    • 5. Juli 2012 um 20:42
    Zorița Câmpeanu:
    Tilopa:

    Ist das nicht un-buddhistisch, Gräser auszureissen?


    finde es selbst raus, da weiss du es sicher :)
    .

    Ne, ich mach mir doch nicht die Hände mit Gartenarbeit schmutzig... ;)

  • Zen-Gärten

    • Tilopa
    • 5. Juli 2012 um 16:05

    Heute aus der Reihe "Dumme Fragen eines Zen-Frischlings":

    Warum sehen Zen-Gärten so "gepflegt" aus? Ist das nicht un-buddhistisch, Gräser auszureissen? :grinsen:

  • Erlöschen des Leidens???

    • Tilopa
    • 4. Juli 2012 um 18:01
    Prometheus:


    Du hast Vorstellungen von der Welt wie sie sein sollte.


    Ah ja, habe ich das? Du scheinst ja direkt in meinen Kopf zu sehen. Wo hast Du denn diese Wunderkraft her?

    Prometheus:

    Leiden beginnt wenn Du merkst, dass die Welt nicht so ist wie du sie Dir in deinem Kopf vorstellst.


    Wie ich mir die Welt auch immer vorstelle - sie ist, wie sie ist, und da hilft auch nochsoviel wegkucken nichts. Ich rede nicht von "soll", sondern davon, Opfer nicht zu Tätern zu machen und sich nicht vom Leid abzutrennen, indem man sich in irgendwelche Vorstellungen, Konzepte, Aussprüche (-und seien sie noch so heilig oder von Buddha selbst) flüchtet.

    Prometheus:


    Holocaust, Ruanda, Somalia, Syrien, Eritrea, Armenien, Völkermord an Indianern, Aborigines, Maori sind genauso Realitäten wie Löwen Antilopen fressen, Frauen vergewaltigt werden und kleine Kinder überfahren werden.

    Diese Realität bedingungslos anzunehmen, darin glücklich zu leben und selber auch noch ethisch korrekt zu handeln (wenn andere dies eben nicht tun) hat nichts mit Augen verschliessen gemeinsam sondern viel mehr mit Verwirklichung des Geistes nach buddhistischem Vorbild.


    Wie kann ich wahrhaftig glücklich sein, wenn es auch nur ein einziges Wesen gibt, das nicht glücklich ist? Vielleicht kannst Du das - solange es Dir selbst nicht an den Kragen geht. Natürlich: wenn es dem Mensch Tilopa einigermassen gut geht, wenn er vielleicht sogar gerade mal ein Hoch hat und, wie Du sagst "glücklich" ist, dann strahlt das zweifellos auch auf die Umgebung ab und mag die anderen positiv unterstützen. Das stelle ich auch gar nicht in Abrede. Nur sehe ich soviele "Schönschwätzer" gerade im Bereich Spiritualität, die gut reden haben, solange es ihnen selbst einigermassen gut geht. Und dieses ist mir zutiefst zuwider.

    Prometheus:

    Wenn Du das nicht willst oder kannst, musst Du eben besser Christ, Jude, Moslem etc. werden. Du kannst dich dann damit trösten ( ev. gemeinsam mit anderen) davon zu träumen nach dem Tod diesem irdischen Leid zu entrinnen und in ein Paradies einzugehen, welches deinen Vorstellungen entspricht.

    Buddhadhamma ist eine anderer Weg.

    Promi

    Wieviel Arroganz und masslosse Verallgemeinerung doch aus diesen Worten spricht... Da die Träumer "Christen, Juden, Moslems", hier der erkennende (Buddhist) Prometheus...

  • Erlöschen des Leidens???

    • Tilopa
    • 1. Juli 2012 um 14:59
    Grund:
    Tilopa:

    Soso, Du meinst also "Turbulenzen" und "Spannungen" in mir zu erkennen,
    obwohl Du nicht im geringsten wissen kannst, was da grade in mir sein mag?
    Wie kommst Du bloss darauf?
    Bisschen rumprojiziert, was, aber mir was von "Vorstellungen" und "klarem Blick" erzählen?
    Tststs...
    :grinsen:


    Ich habe eine Frage gestellt. Eine Frage ist keine Behauptung.

    Alles anzeigen

    Eine (echte) Frage bleibt offen und nimmt die Antwort nicht vorneweg,
    indem gleich, bevor das Gegenüber geantwortet hat, Projektionen reingepackt werden, so wie Du es getan hast.

    Nur durch ein hintenansetzen eines Fragezeichens, ist es noch lange keine Frage.
    Und auch nicht durch das nachträgliche Verleugnen der Tatsache,
    dass Dir sehr wohl klar war, dass Du keine Frage gestellt hast, sondern projektive Unterstellungen geäussert hast.

  • Erlöschen des Leidens???

    • Tilopa
    • 1. Juli 2012 um 12:41
    Grund:

    Was meinst du? Wäre es für dich vielleicht hilfreich, dich erstmal hinzusetzen und Turbulenzen und Spannungen, die von Gefühlen verursacht werden, sich auflösen zu lassen, um dich dann den Worten mit klarem Blick widmen zu können?

    Soso, Du meinst also "Turbulenzen" und "Spannungen" in mir zu erkennen,
    obwohl Du nicht im geringsten wissen kannst, was da grade in mir sein mag?
    Wie kommst Du bloss darauf?
    Bisschen rumprojiziert, was, aber mir was von "Vorstellungen" und "klarem Blick" erzählen?
    Tststs...
    :grinsen:

  • Erlöschen des Leidens???

    • Tilopa
    • 30. Juni 2012 um 20:42
    Grund:
    Tilopa:

    Tja, dann war der ganze Holocaust auch nur Einbildung und selbsterschaffenes Leid in den Köpfen der Juden...
    :?

    Brachtest du diese Worte hervor auf der Grundlage einer Vorstellung in deinem Kopf oder im Kopf anderer? 8)

    Für Dich sind jene Greuel also nicht passiert, solange Du nicht daran denkst bzw. die "Vorstellung davon im Kopf" hast?
    Wie gut für Dich, dann denke einfach nicht an all das Leid,
    dass geschehen ist oder jetzt gerade geschieht, wende Deinen Blick (deine Gedanken) davon ab,
    träume Dich in eine Welt ohne Leid
    - und verliere jegliches Mitgefühl und Sinn für die Realität.
    Es ist ja alles niemals passiert - solange Du nicht daran denkst.
    Auch eine Möglichkeit, Leid und Glück kontrollieren zu wollen.
    Nur kann ich Dir versichern: ewig die Augen verschliessen wird Dir nicht gelingen.
    Und je länger Du wegschaust, mit desto grösserer Wucht wird Dich eines Tages das Verdrängte einholen.

  • Erlöschen des Leidens???

    • Tilopa
    • 30. Juni 2012 um 13:01
    Prometheus:

    Leid entsteht nur in unseren Köfpen weil man Dinge in ein Schema passen will und dabei immer wieder erkennen muss, dass sie sich nicht in dieses selbst erschaffene imaginär vorgestellte Schema pressen lassen. Alles Verblendung, Einbildung Träumerei.

    Tja, dann war der ganze Holocaust auch nur Einbildung und selbsterschaffenes Leid in den Köpfen der Juden...
    :?

  • Chan und Zen ebooks in pdf

    • Tilopa
    • 29. Juni 2012 um 17:34

    Auch noch gefunden:

    http://www.dhamma-dana.de/

    http://www.sacred-texts.com/bud/index.htm

    :)

  • Erlöschen des Leidens???

    • Tilopa
    • 29. Juni 2012 um 11:36
    Elliot:
    Tilopa:

    Hhmmm... Da zitierst Du nun nix von den "Leiden" wie "(weltliche) Freuden, Glück", so wie Losang Lamo es tut.


    Nein, das stimmt.

    Tilopa:

    Dukkha... ist das dasselbe wie "Anhaftung"?


    Nicht ganz:

    Zitat

    "Und was, Freunde, ist die Edle Wahrheit von Dukkha? Geburt ist Dukkha; Altern ist Dukkha; Tod ist Dukkha; Kummer, Klagen, Schmerz, Trauer und Verzweiflung sind Dukkha; nicht bekommen, was man sich wünscht, ist Dukkha; kurz, die fünf Daseinsgruppen, an denen angehaftet wird ( pañcupādānakkhandhā ), sind Dukkha [3]." (http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m141z.html)

    "Ehrwürdige, ist jenes Anhaften das selbe wie diese fünf Daseinsgruppen, an denen angehaftet wird, oder ist das Anhaften getrennt von den fünf Daseinsgruppen, an denen angehaftet wird?" "Freund Visākha, jenes Anhaften ist weder das selbe wie diese fünf Daseinsgruppen, an denen angehaftet wird, noch ist das Anhaften getrennt von den fünf Daseinsgruppen, an denen angehaftet wird. Es ist die Gier und die Begierde in den fünf Daseinsgruppen [2a] ( pañcasu upādānakkhandhesu chandarāgo ), an denen angehaftet wird, welches genanntes Anhaften ist." (http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m044z.html)


    Viele Grüße
    Elliot

    Alles anzeigen

    Aaaaalso: Mein Spatzenhirn versucht das mal zu begreifen und zusammenzufassen:

    Da sind die Fünf: Geburt, Altern, Tod, Schmerz (Kummer, Klagen, Trauer, Verzweiflung), Nicht bekommen.
    "Daseinsgruppen" lass ich mal weg, das verwirrt mich nur.
    Die, wie wir alle wissen, durchwandern wir alle, sonst wären wir nicht hier.
    Ausser man ist ein Boddhisattva und hat diese Chose freiwillig auf sich genommen (-so wie ich, muahahaha... ja, ja, der Stolz.... lol).
    Diese Fünf sind Dukkha.

    <woltlab-metacode-marker data-name=:

    Wikipedia" data-link="">

    "Dukkha (pali दुक्ख; sanskrit दुःख duḥkha ‚schwer zu ertragen‘) ist ein Schlüsselbegriff im Buddhismus, der meist als „Leiden“ übersetzt wird.

    Dukkha ist Leiden, aber nur für die Nicht-Boddhisattvas.
    Denn die "Boddhis" können ja kommen und gehen wie sie wollen, weil sie nicht anhaften
    aber wohl Schmerz zu empfinden vermögen, aus lauter Mitgefühl.
    Dukkha ist also nur Leiden, wenn nicht angehaftet wird.

    Ist das richtig so?

  • Erlöschen des Leidens???

    • Tilopa
    • 29. Juni 2012 um 11:10
    Elliot:
    Tilopa:


    Wie würdest Du denn diese Begriffe übersetzen? Ich les da keine Alternative von Dir.


    So wie hier:

    Zitat

    Dies nun, ihr Mönche, ist die edle Wahrheit von der Leidensentwicklung: Es ist dieser Durst, der Wiederdasein säende, Genügens-reiz-verbundene, dort und dort sich ergötzende, nämlich

    • der sinnliche Durst ( kāma-taṇhā ),
    • der Daseinsdurst ( bhava-taṇhā ),
    • der Nichtseinsdurst ( vibhava-taṇhā ).

    (http://www.palikanon.com/samyutta/sam56.html#s56_11)


    Viele Grüße
    Elliot

    Danke. Hab ich wohl überlesen.

    Was ist mit sinnlichem Durst gemeint? Der Durst nach sinnlichen (körperlichen) Erfahrungen?
    Warum sollte das der Grund für Leiden sein?
    Ok, es soll ja welche geben, die essen nix mehr (Lichtnahrung), aber ich versteh das noch nicht ganz.
    Ein Beispiel: Ich habe körperlichen Hunger --> ich esse was. Ist das schon ein Beginn der "Leidensentwicklung"?

    Was ist der Daseinsdurst und wie unterscheidet er sich vom sinnlichen Durst?

    Und beim letzten komm ich gleich gar nicht mehr mit: Nichtseinsdurst?
    Ist das das, wenn Spiris nach Erleuchtung gieren und endlos davon schwätzen?

  • Erlöschen des Leidens???

    • Tilopa
    • 29. Juni 2012 um 10:59
    Elliot:
    Tilopa:

    Aber vielleicht müsste man erst die Begriffe Leid und Schmerz differenzieren?
    Sind sie dasselbe? Wenn nein: wo liegt der Unterschied?


    Dukkha beinhaltet Schmerz, geht aber darüber hinaus:

    Zitat

    "Und was, Freunde, ist die Edle Wahrheit von Dukkha? Geburt ist Dukkha; Altern ist Dukkha; Tod ist Dukkha; Kummer, Klagen, Schmerz, Trauer und Verzweiflung sind Dukkha; nicht bekommen, was man sich wünscht, ist Dukkha; kurz, die fünf Daseinsgruppen, an denen angehaftet wird, sind Dukkha [3]."
    ...
    "Und was, Freunde, ist Schmerz? Körperlicher Schmerz, körperliches Unbehagen, schmerzhaftes, unbehagliches Gefühltes, geboren aus körperlichem Kontakt - dies wird Schmerz genannt." (http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m141z.html)


    Viele Grüße
    Elliot

    Alles anzeigen

    Hhmmm... Da zitierst Du nun nix von den "Leiden" wie "(weltliche) Freuden, Glück", so wie Losang Lamo es tut.
    Dukkha... ist das dasselbe wie "Anhaftung"?

    Und: kommt das von "sich ducken"? :grinsen:

  • Erlöschen des Leidens???

    • Tilopa
    • 29. Juni 2012 um 10:56
    Losang Lamo:

    ... ist Leid alles außerhalb von Nirvana, auch die weltliche Freude über Gewinn, Lob, "Glück"...

    Danke, damit kann ich was anfangen, obwohl ich bei letzterem gerne "leide", hahaha... ;)

  • Erlöschen des Leidens???

    • Tilopa
    • 29. Juni 2012 um 10:54
    Elliot:
    Tilopa:


    (http://de.wikipedia.org/wiki/Vier_Edle_Wahrheiten)

    Nebenbei bemerkt ist es schon ziemlich irreführend, kāma-taṇhā, bhava-taṇhā und vibhava-taṇhā als Gier, Hass und Verblendung zu übersetzen. Gier, Hass und Verblendung (Lobha, Dosa und Moha) sind die Wurzeln des Unheilsamen...

    Wie würdest Du denn diese Begriffe übersetzen? Ich les da keine Alternative von Dir.

    Grüssle

    Tilopa

  • Allgemeine Frage zum Zen

    • Tilopa
    • 29. Juni 2012 um 10:11
    Ellviral:


    Rinzai mußte die Antwort geben nicht von den Grenzsoldaten!


    Den Satz versteh ich (grammatikalisch) nicht...

    Ellviral:


    Nur so haben die Grenzsoldaten die Möglichkeit zu erkennen das sie einfach gehen können wohin sie wollen.


    Hä? Nur durch Rinzai wissen sie, dass sie gehen können, wohin sie wollen?
    Und warum liest Du das Thema "gehen können wohin sie wollen" aus dieser Geschichte?

    Ellviral:


    Sie können sich entscheiden als Grenzsoldaten besonders auch nur Menschen zu sein, ohne Landesgrenze, ohne Soldat, sondern auch mit.


    Den Satz versteh ich (grammatikalisch) auch nicht...

    Ellviral:


    Die Möglichkeit Grenz-Soldat zu sein ohne Anhaftung.


    Die Möglichkeit, ja, was ist mit der?

    Ellviral:


    Was ich nicht erfahre ist: Ist, wenigstens, einer einfach gegangen?
    Doch ich bin überzeugt das wenigstens einer gegangen ist, denn sonst währe es kein Koan.


    Wieso gegangen? Was hast Du immer mit dem Thema gehen?
    Geht's denn darum: Ein Rinzai kommt und schwupps lässt jemand alles stehen und liegen?

    Ellviral:


    Jeder Koan hat jemanden zur Erleuchtung gebracht und wird immer wieder Erleuchtung bringen.


    Der Koan? Ich dachte immer das heisst: das Koan. Wieder was dazugelernt.
    Und jedes... ups... "jeder" Koan... hat echt irgendwen "zur Erleuchtung gebracht?" Unglaublich!
    Woher weisst Du das?
    Gibts da vielleicht eine Liste à la "Koan Nr.12, brachte Hans Meier Erleuchtung am 17.12.1983...?"

  • Erlöschen des Leidens???

    • Tilopa
    • 29. Juni 2012 um 09:54
    Prometheus:
    Tilopa:

    Ausserdem: Wer hat schon jemals sowas wie "Erlöschen des Leidens" "erreicht"?Ich kenne keinen einzigen.Buddha? Wo ist der jetzt? Ich kenne keinen Buddha. Ich kenne nur Geschichten über einen, der so genannt wird.Es gibt keine Hoffnung. Absolut null.Oder, wie Chan Master Hsu Yun schon sagte:"Life’s suffering never ends..."

    Liebe Klofrau Tilopa

    Leid, was soll das sein ?

    Mag sein, dass es das gibt. Wer daran leidet ist selbst schuld :D

    Promi


    Urks...

    Mir gefällt in diesem Zusammenhang der Ausdruck "schuld" ganz und gar nicht.

    Natürlich: Wie jemand mit etwas umgeht und wie er darauf gefühlsmässig reagiert liegt bei ihm.
    Jedoch bin ich mir nicht sicher, ob das zu 100% bei jemandem allein liegt,
    denn alles hängt doch zusammen und der eine ist nicht abgetrennt vom anderen.
    Der Mensch ist doch kein Automat, wo man nur auf's Knöpfchen drücken muss und schwups, strahlt er vor Seligkeit.

    Jedoch hinzugehen und z.B. zu sagen: "Tja, selbst schuld wenn Du nicht glücklich bist,
    weil gerade dieses oder jenes Unglück passiert ist, das wäre... jenseits allen Mitgefühls.

    Aber vielleicht müsste man erst die Begriffe Leid und Schmerz differenzieren?
    Sind sie dasselbe? Wenn nein: wo liegt der Unterschied?

  • Allgemeine Frage zum Zen

    • Tilopa
    • 24. Juni 2012 um 07:40
    Nomad:

    Das ›koan‹ bestimmt das ›koan‹

    Ein simples Beispiel:

    Einst kam Meister Rinzai an zwei Grenzposten vorbei, die welche abgestellt waren an einem Grenzpfosten Wache zu halten.
    Meister Rinzai schaute die zwei Grenz- Soldaten an, und fragte:
    „Ist dieser Grenzpfosten heilig?“
    Noch bevor die zwei Grenzsoldaten antworten konnten, erwiderte
    Meister Rinzai :
    „Weder heilig noch nicht heilig, was immer ihr sagen wolltet der Pfosten ist nur ein Pfosten!“

    Lebt lange gesund & in Frieden

    _()_ Nomad

    Danke Nomad.
    Doch eine Frage habe ich dennoch:
    Woher weiss der "olle" Rinzai denn, was die Grenzsoldaten geantwortet hätten
    und ob sie nicht genauso geantwortet hätten: 'Der Pfosten ist nur ein Pfosten'?

    GatsuSho

    Tilopa

  • Allgemeine Frage zum Zen

    • Tilopa
    • 24. Juni 2012 um 00:54
    Onyx9:

    Die Lösung eines Koans setzt tatsächlich den Stillstand des Verstandes voraus
    und zwar über eine längere Phase hinweg. Donald Duck war und ist es nicht vergönnt
    längerfristig von seinem kindlichen Verstand erlöst zu sein.
    Schließlich muß er ihn sofort wieder aktivieren, um dem amerikanischen Traum hinterherzuhaschen :grinsen:

    Hm... Bist Du sicher? :grinsen:

    Also ich lese (oder höre) immer wieder von sogenannten Zenmeistern,
    hochverehrt, die offen zugaben, auch ihre "Schattenseiten" zu haben,
    d.h. mit diversen Gefühlen, Gedanken oder Wünschen konfrontiert waren, die nicht unbedingt "rühmlich" sind.
    Und zwar das ganze Leben hindurch bis ins hohe Alter.
    Das finde ich ausserordentlich "tröstlich".

    Und wie lang genau muss diese Phase des Stillstands des Verstandes Deiner Meinung nach sein,
    damit man den Orden "Koan gelöst" erhält?
    Wer beurteilt, ob es gelöst ist oder nicht: der Lehrer oder der Schüler?
    Und was kommt danach, wenn man kein Koan mehr hat?

    Hast Du schon mit Koans selbst Erfahrungen gesammelt?
    Wäre sicher interessant von Deinen Erfahrungen dazu zu hören!
    Ich hab das nie praktiziert.

  • Allgemeine Frage zum Zen

    • Tilopa
    • 23. Juni 2012 um 05:00
    Jobrisha:
    Tilopa:

    Naja, dann heisst es aber auch das Ablehnen oder Annehmen nicht abzulehnen.
    1000 Points für Tilopa! Muahahahaha!

    Dann heißt es aber auch das Ablehnen oder Annehmen nicht abzulehnen NICHT abzulehnen usw..
    Das kann man endlos erweitern, solange das Wort NICHT vorhanden ist.
    - Meine Meinung.

    Grüße von Jo

    Darauf antworte ich mit einem Zitat von Donald Duck (!):
    "Mein Verstand steht stille!"

    :grinsen:

  • Allgemeine Frage zum Zen

    • Tilopa
    • 22. Juni 2012 um 08:02
    Nomad:

    Wirklichkeit ist eben genau dass was wirkt, sowie Leidenschaft leiden bewirkt ,hm :?::idea:
    Es gibt nichts abzulehnen und nichts anzunehmen, Liebe Losang.

    Naja, dann heisst es aber auch das Ablehnen oder Annehmen nicht abzulehnen.
    1000 Points für Tilopa! Muahahahaha!

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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