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Zentralkanal, Chakren, Winde, Tropfen

  • bibo
  • 18. Juli 2012 um 23:25
  • Zum letzten Beitrag
  • Jinen
    Gast
    • 25. Juli 2012 um 18:59
    • #51
    Simo:
    Syia:

    Simo,

    solange du noch Vorstellungen hast, bist du aber nicht beim Wesentlichen angekommen.

    Klar, Vorstellungen können wie eine Fensterscheibe sein: durch sie sehen wir die Wahrheit, aber sie trennt uns von der Wirklichkeit. Die Fensterscheibe muss am Ende zerschlagen werden, aber vorher putzen sie die meisten um zu sehen, was dahinter ist. Man kann sie auch gleich zerschlagen.
    Es gibt Vorstellungen, die bringen dich deinem Ziel näher und es gibt welche, die tun das nicht.

    Das Ziel ist aber auch nur etwas, was in der Vorstellung existiert. Es sind also Vorstellungen, die dich einer anderen Vorstellung näher bringen?
    Wenn man etwas vor sich hin stellt, und es ist groß, verbaut das einem das Sehen. Das ist alles.

  • Syia
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    3. Juli 2012
    • 25. Juli 2012 um 20:28
    • #52

    @ Grund

    Warum können wir nicht die gleiche Vorstellung haben ?

    Muss der Körper tot sein, um keine Vorstellungen mehr zu haben, oder könnte man auch ohne Vorstellungen noch 45 Jahre unterrichten ?

  • Doris
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    25. März 2012
    • 25. Juli 2012 um 20:35
    • #53

    Was kann das Hirn denn anderes als Vorstellungen zu produzieren?
    Es werden immer nur Vorstellungen dabei raus kommen. Selbst das Wissen, dass es sich um Vorstellungen handelt, ist nur eine Vorstellung.
    Aber es ist ein Wissen, dass einen wenigstens ein wenig Abstand halten lässt.
    "Nur Vorstellungen" bedeutet damit für mich nicht, dass es noch was anderes für mich geben könnte als Vorstellungen, das ich jemals zuwege bringen werde oder dass sie minderwertig sind.
    Das ist auch frei von Wertung.
    Es gibt eben nichts zu erreichen. Nur Kommen und Gehen beobachten. So verstehe ich das momentan.

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • Grund
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    • 25. Juli 2012 um 20:41
    • #54
    Syia:

    @ Grund

    Warum können wir nicht die gleiche Vorstellung haben ?


    Das stell ich mir so vor ... :lol:

    Also meine Vorstellungswelt neigt sich mehr der Körperlichkeit zu, in der sich "vorstellen" ereignet. Verschiedene Köper, verschieden Vorstellungen. Das Bewußtsein reitet auf dem Körper, fest, kann sich nicht davon lösen und ist demzufolge definiert durch die körperlichen Vorgänge. Dazu kommen die Empfindungen, die notwendigerweise Bestandteil der Vorstellungen sind. Alles körperliche, individuelle und "biochemische" Vorgänge.

    Syia:


    Muss der Körper tot sein, um keine Vorstellungen mehr zu haben, oder könnte man auch ohne Vorstellungen noch 45 Jahre unterrichten ?


    Temporär kann es zum Stopp von Vorstellungen kommen, "Gedankenlosigkeit" im besten Sinne ... keine Ahnung ob das 45 Jahre lang möglich ist. In meiner Vorstellungswelt kommen zunächst die Gestaltungen, aus denen formt sich bewußt-Sein und dieses bildet die Worte. Also geht es nicht ohne Vorstellungen. Aber es geht mit sicherlich mit "domestiziertem" bewußt-Sein, so wie es auch dem Bahiyer gelehrt wurde. Aber das sind nur Vorstellungen, die ich mir so angewöhnt habe, weil sie mir sehr hilfreich sind 8)

  • Grund
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    • 26. Juli 2012 um 07:09
    • #55

    Daran anschließend ...

    Es heißt:

    Zitat

    "Was das angeht, Bāhiyer, kannst du dich so üben: 'Gesehenes gelte dir nur als Gesehenes, Gehörtes nur als Gehörtes, sinnlich Erfahrenes nur als sinnlich Erfahrenes, Erkanntes nur als Erkanntes.' So kannst du dich üben, Bāhiyer. Wenn dir Gesehenes nur als Gesehenes, Gehörtes nur als Gehörtes gelten wird sinnlich Erfahrenes nur als sinnlich Erfahrenes, Erkanntes nur als Erkanntes, dann, bist 'du' nicht 'dort' Bāhiyer, dann ist 'das' nicht 'deine' Sache, dann Bāhiyer, bist 'du' weder 'hier' noch 'jenseits' noch 'dazwischen': Das eben ist das Ende des Leidens. "
    http://palikanon.com/khuddaka/udana/ud_1.htm


    Dabei kann das sog. "Gesehene", wenn es Bedeutung (per bewußt-Sein) enthält, auch "Vorstellung" genannt werden. Gleiches gilt für "Gehörtes" etc. Also kann diese Belehrung auch ausgedrückt werden als:

    Zitat

    "Was das angeht, Bāhiyer, kannst du dich so üben: .... 'Vorstellungen gelten dir nur als Vorstellungen'. Wenn dir Vorstellungen nur als Vorstellungen gelten, dann Bāhiyer, ist dies die unbeschreibliche Leichtigkeit des Weder-Hier-Noch-Da-Seins".

    Und noch während du diese Worte liest, übst du dich genau so. Und während du dir "Zentralkanal, Chakren, Winde, Tropfen" vorstellst oder diese visualisierst, übst du dich genau so.

    Und wenn ich oben schreibe "Aber das sind nur Vorstellungen, die ich mir so angewöhnt habe, weil sie mir sehr hilfreich sind" dann heißt dies, dass während ich diese Vorstellungen habe, ich mich genau so übe.

    Das ist alles. Das ist das Hinsehen. Es gibt nichts zu tun außer Hinsehen. Alles ist in Ordnung wie es ist oder nicht ist. Ob mit oder ohne "Zentralkanal, Chakren, Winde, Tropfen" macht keinen Unterschied. 8)

  • Syia
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    • 26. Juli 2012 um 11:09
    • #56

    Danke, Grund.

    Wenn ich dich richtig verstehe, entstehen Vorstellungen im Bereich des 5. Skandhas, sind objektgebunden.

    Wir benutzen Visualisierung ( Vorstellung ) während bestimmter Meditationen, die dazu dienen sollen diese Skandhas zu untersuchen und uns letztendlich davon zu trennen. Beißt sich da die Katze nicht in den Schwanz ?

  • Grund
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    • 26. Juli 2012 um 12:23
    • #57
    Syia:

    Danke, Grund.

    Wenn ich dich richtig verstehe, entstehen Vorstellungen im Bereich des 5. Skandhas, sind objektgebunden.


    Wenn ich nur wüßte, was das 5. ist ...

    Skhandhas sind ja nur eine heuristische Kategorisierung, eine begriffliche Beschreibung von dem, was "Erfahrung" genannt wird, die beobachtende und aufteilende Analyse ermöglicht. Man könnte sie auch nur in 2 einteilen: Gestaltungen und Form/Körper, denn Gestaltungen meint sowohl das, was gestaltet ("Ursachen") als auch das, was das Gestaltende hervorbingt ("Wirkungen") und darunter fallen dann sowohl Wahrnehmung als auch Gefühl als auch Bewußtsein als auch Willen. Die Skhandhas sind ja selbst nur begriffliche Vorstellungen, welches bewußt-Sein sich (über sich selbst) macht, wenn man dies auf die Sphäre bewußter Erfahrung bezieht.

    Syia:


    Wir benutzen Visualisierung ( Vorstellung ) während bestimmter Meditationen, die dazu dienen sollen diese Skandhas zu untersuchen und uns letztendlich davon zu trennen. Beißt sich da die Katze nicht in den Schwanz ?


    Wenn ich beabsichtige die Skhandhas bewußt zu beobachten, dann werde ich genau das vorstellend erkennen, was ich zuvor drüber gelernt habe, womit das bewußt-Sein sich selbst konditioniert hat. Alles ist konditioniert. Was "ich" reintue, kommt irgendwann wieder raus. Solange wir uns im Bereich des bewußt-Werdens und bewußt-Seins bewegen ist das notwendigerweise so.
    Deswegen ist auch alles zirkulär. Vielleicht meinst du das mit der Katze und ihrem Schwanz. 8)

  • Onda
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    • 26. Juli 2012 um 12:28
    • #58

    Die Skandha-Theorie zielt im wesentlichen darauf, die Abwesenheit eines dauerhaften und unabhängigen Ichs zu verdeutlichen.
    Sieh, hier gibt es nur Komponenten und ihr Wechselspiel aber kein dauerhaftes, autonomes Ich, das sich dahinter verbirgt.

    LG
    Onda

    "Es gibt nichts Gutes, außer: man tut es." (Erich Kästner)
    "Dharma books and tapes are valuable, but the true dharma is revealed through our life and practice." (Thich Nhat Hanh)

  • Syia
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    • 26. Juli 2012 um 13:11
    • #59

    Ja, genau das meine ich.

    "Selbst" untersucht also mit Vorstellungen die aus dem "Selbst" entstehen das "Selbst". Das "Werkzeug" gleicht also dem Objekt, das es untersucht.

  • Grund
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    • 26. Juli 2012 um 18:15
    • #60
    Syia:

    "Selbst" untersucht also mit Vorstellungen die aus dem "Selbst" entstehen das "Selbst". Das "Werkzeug" gleicht also dem Objekt, das es untersucht.


    Bestätigung der Vorstellungen ('ausgewachsene' 'konzeptuelle' Bejahung oder Willens-Impuls, der zu 'ausgewachsener' konzeptueller Bejahung heranreifen kann, aber nicht muss) ist deswegen tatsächlich Selbst-Bestätigung und lenkt den Blick auf diese (Selbst-)Projektionen als vermeintliche Objekte.
    Nur großer und unüberwindbarer Zweifel an diesen Projektionen kann letztendlich zur "Entspannung durch Implosion" dieser vernebelnden Selbst-Bestätigung führen. Warum? Weil jegliche Überwindung des Zweifels notwendigerweise sich genau des Irrtums (d.i. Bestätigung von Vorstellungen, Selbst-Bestätigung) bedienen muss, der den Blick auf vernebelnde (Selbst-)Projektionen als vermeintliche Objekte lenkt.

    8)

  • Syia
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    • 27. Juli 2012 um 09:02
    • #61

    Grund, herzlichen Dank, dass du dich hier so ausführlich mit meiner Unwissenheit beschäftigst.

    Das Verstehen des illusorischen Selbst, schafft zwar Distanz zum Selbst, aber zunächst erst mal keine Überwindung des Selbst. ( Okay, also bei mir jedenfalls erstmal nicht )

    Wie hilft da die Arbeit mit den Chakren weiter ? Weil der Geist Energie ist ?

  • Grund
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    • 27. Juli 2012 um 09:45
    • #62
    Syia:

    Grund, herzlichen Dank, dass du dich hier so ausführlich mit meiner Unwissenheit beschäftigst.


    Da täuschst du dich. 8)

    Syia:


    Wie hilft da die Arbeit mit den Chakren weiter ? Weil der Geist Energie ist ?


    Das überlass ich den "Chakrenmeistern". Was mir angemessenen erscheint, habe ich geschrieben. 8)


    Syia:

    Das Verstehen des illusorischen Selbst, schafft zwar Distanz zum Selbst, aber zunächst erst mal keine Überwindung des Selbst. ( Okay, also bei mir jedenfalls erstmal nicht )


    Da fehlt vielleicht der grundsätzliche ("große") und unüberwindbare Zweifel ...

  • Syia
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    • 27. Juli 2012 um 09:59
    • #63

    :D

    "Da täuschst du dich. 8)" Inwiefern ? Unwissenheit = Vorstellung ? Ich weiß doch aber, dass ich nichts weiß.

    "Da fehlt vielleicht der grundsätzliche ("große") und unüberwindbare Zweifel ..." Obwohl mir da die Maßeinheit unbekannt ist......nein, eher nicht ! :D Die Illsusionen sind nur noch sehr allumfassend, wenn sie auftreten. ;)

  • Grund
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    • 27. Juli 2012 um 10:02
    • #64
    Syia:

    :D

    "Da täuschst du dich. 8)" Inwiefern ?


    Du hast geschrieben ich würde mich mit deiner Unwissenheit beschäftigen

    Syia:


    "Da fehlt vielleicht der grundsätzliche ("große") und unüberwindbare Zweifel ..." Obwohl mir da die Maßeinheit unbekannt ist......nein, eher nicht ! :D


    Keine Ahnung, ob du das was du denkst und schreibst für bare Münze nimmst, deswegen "vielleicht" 8)

  • Syia
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    • 27. Juli 2012 um 10:14
    • #65

    Nein, nehme ich nicht "für bare Münze". Der Begriff der realtiven Ebene sickert so langsam durch, stellt mich aber auch momentan vor große Herausforderungen beim Bedienen der relativen Ebene.

    Wenn nicht mit meiner Unwissenheit, womit beschäftigst du dich dann in diesem Austausch ?

  • Grund
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    18. Juni 2011
    • 27. Juli 2012 um 10:19
    • #66
    Syia:

    Wenn nicht mit meiner Unwissenheit, womit beschäftigst du dich dann in diesem Austausch ?


    Keine Ahnung 8)

  • Syia
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    3. Juli 2012
    • 27. Juli 2012 um 10:21
    • #67

    Na, dann......

    Trotzdem oder gerade deshalb: Danke !

  • milapa
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    27. November 2013
    • 29. November 2013 um 17:44
    • #68
    Axel Benz:

    Vielleicht ist Ehrgeiz fehlgeleitet, wenn er versucht, in einem dunklen Keller ein unsichtbares, körperloses Einhorn zu finden...

    Steig ab Cowboy, wenn du merkst, dass du ein totes Pferd reitest...

    Raum trennt nicht -- Raum verbindet

  • Sumedhâ
    Gast
    • 29. November 2013 um 19:34
    • #69
    milapa:
    Axel Benz:

    Vielleicht ist Ehrgeiz fehlgeleitet, wenn er versucht, in einem dunklen Keller ein unsichtbares, körperloses Einhorn zu finden...

    Steig ab Cowboy, wenn du merkst, dass du ein totes Pferd reitest...


    wo hast du diesen geistreichen spruch her? :D

    _()_

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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