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Gärtner: Karma Ausgeglichen?

  • ArsVivendi39
  • 14. Juli 2012 um 06:15
  • Zum letzten Beitrag
  • ArsVivendi39
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    • 14. Juli 2012 um 06:15
    • #1

    1.Ich gelobe, mich darin zu üben, kein Lebewesen zu töten.

    Es heisst ja wie bekannt "Ich gelobe, mich darin zu üben, kein Lebewesen zu töten. Aber dennoch möchte ich diese Frage stellen. Man tötet wenn man den Beruf des Gärtners gewählt hat so oder so ab und zu ein Lebewesen. Sei es ein Wurm, eine Spinne oder einen Käfer usw. Doch auf der anderen Seite pflanzt man auch wieder neues Leben. Könnte man also sagen dass der Gärtner ausgeglichenes Karma hat? Wie seht ihr das? Ich würde sagen so lange man sich in der Sache des nicht töten übt, ist man auf dem Weg.

    lg AV :grinsen:

    Alles, was wir sind, ist ein Resultat dessen, was wir gedacht haben.
    Buddha

  • Onda
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    • 14. Juli 2012 um 08:41
    • #2
    ArsVivendi39:

    . Könnte man also sagen dass der Gärtner ausgeglichenes Karma hat? Wie seht ihr das?

    Karma funktioniert nicht nach dem Prinzip der Bilanz-Buchhaltung: hier eine gute Tat (Einnahmen), hier eine schlechte (Ausgaben).
    Keiner von uns kommt am unabsichtlichen Töten vorbei.

    Onda

    "Es gibt nichts Gutes, außer: man tut es." (Erich Kästner)
    "Dharma books and tapes are valuable, but the true dharma is revealed through our life and practice." (Thich Nhat Hanh)

  • nibbuti
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    • 14. Juli 2012 um 10:51
    • #3
    ArsVivendi39:

    Doch auf der anderen Seite pflanzt man auch wieder neues Leben. Könnte man also sagen dass der Gärtner ausgeglichenes Karma hat? Wie seht ihr das?


    Hi AV

    auch neues Leben ernährt sich von (altem) Leben

    daher spielt es IMHO keine Rolle ob du einen alten Wurm tötest oder einen neuen Baum pflanzt

    entscheidend ist die Absicht dahinter: ist sie von Habenwollen, Abneigung und Unwissenheit geprägt? oder von Weisheit und Loslassen?

    tust du, was du tust, aus Spaß und Zwang, oder tust du es um alte Schulden zu begleichen und keine neuen Schulden aufkommen zu lassen?

    sieh es als Übung im Unbeständigen oder Vergänglichkeit

    :)

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

  • Anicca
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    • 14. Juli 2012 um 10:55
    • #4
    Onda:
    ArsVivendi39:

    . Könnte man also sagen dass der Gärtner ausgeglichenes Karma hat? Wie seht ihr das?

    Karma funktioniert nicht nach dem Prinzip der Bilanz-Buchhaltung: hier eine gute Tat (Einnahmen), hier eine schlechte (Ausgaben).
    Keiner von uns kommt am unabsichtlichen Töten vorbei.

    Onda


    Das sehe ich auch so. Absichtliches Töten ist unheilsam.

  • Lirum Larum
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    Buddh. Richtung
    Ich protestiere gegen den mangelnden Respekt vor den unterschiedlichen Traditionen.
    • 15. Juli 2012 um 10:22
    • #5

    Ich hege ja die Hoffnung, dass jeder Regenwurm, den ich vor meinem Spaten rette, zu einem Plus auf meinem Konto wird. Die Tiere mal kurz dahin legen, wo man mit dem Spaten schon fertig ist, ist ja keine aufwändige Arbeit.
    Es liegt nicht so sehr am Beruf beim Gärtner, sondern unbedingt an der Motivation. Es gibt ja auch welche, die hassen ihren Beruf und reißen alles mit mürrischer Mine um und töten die Ameisen, nur damit da nichts krabbelt...
    Die Motivation ist also wichtig.
    Aber wie das ist, wenn man Blattläuse töten muss, weiß ich nicht. Die kann man ja schlecht einzeln forttragen...
    Bestimmt ist es gut, sich immer um heilsame Ausgleichshandlungen zu bemühen.

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • Geronimo
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    • 15. Juli 2012 um 13:14
    • #6

    Ich habe auch oft ein schlechtes Gewissen bei der Gartenarbeit. Gerade beim "Unkraut" entfernen beraube ich so vieler jungen Pflanzen das Leben. Ich kann das noch nicht richtig in meine Praxis integrieren, da ich in den Lehrreden immer wieder auf Zeilen wie "...er enthält sich vom zerstören von Pflanzen und Saatgut..." stoße. Nur bei den Hecken und dem Rasen bin ich ganz guter Dinge, da die ja munter weiterwachsen.

    Natürlich könnte man jetzt sagen, das man sich da nicht so haben soll, aber ein echter Nachfolger des Buddha sieht doch schon "in den kleinsten Übertretungen Gefahr".

    Was zertretene Schnecken anbelangt: Wann immer ich eine auf dem Weg sehe, setze ich sie ins Gebüsch, und trotzdem landen immer wieder welche unter meinem Fuß. Aber es steckt ja keine Absicht dahinter...

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
    Wichtig ist, besser zu sein als du gestern warst. (Dogen)

  • Syia
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    • 16. Juli 2012 um 12:35
    • #7
    Geronimo:

    Ich habe auch oft ein schlechtes Gewissen bei der Gartenarbeit. Gerade beim "Unkraut" entfernen beraube ich so vieler jungen Pflanzen das Leben. Ich kann das noch nicht richtig in meine Praxis integrieren, da ich in den Lehrreden immer wieder auf Zeilen wie "...er enthält sich vom zerstören von Pflanzen und Saatgut..." stoße. Nur bei den Hecken und dem Rasen bin ich ganz guter Dinge, da die ja munter weiterwachsen.

    Natürlich könnte man jetzt sagen, das man sich da nicht so haben soll, aber ein echter Nachfolger des Buddha sieht doch schon "in den kleinsten Übertretungen Gefahr".

    Was zertretene Schnecken anbelangt: Wann immer ich eine auf dem Weg sehe, setze ich sie ins Gebüsch, und trotzdem landen immer wieder welche unter meinem Fuß. Aber es steckt ja keine Absicht dahinter...

    Ich finde es auch immer furchtbar, wenn es unter den Füßen plötzlich knirscht. Dann schicke ich immer ein paar "Om Mani Peme Hung's" hinterher. Das hilft mir dann zwar mehr als der toten Schnecke, aber irgendwie habe ich immer das Gefühl so zumindest Achtsamkeit gezeigt zu haben.

    Viel schlimmer finde ich es, wenn ich eine alte, kranke Katze einschläfern lassen muss. Dann ist es kein Zufall mehr, sondern ganz deutlich ein Ausdruck meines Willens.

  • Geronimo
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    • 16. Juli 2012 um 14:50
    • #8
    Syia:
    Geronimo:

    Ich habe auch oft ein schlechtes Gewissen bei der Gartenarbeit. Gerade beim "Unkraut" entfernen beraube ich so vieler jungen Pflanzen das Leben. Ich kann das noch nicht richtig in meine Praxis integrieren, da ich in den Lehrreden immer wieder auf Zeilen wie "...er enthält sich vom zerstören von Pflanzen und Saatgut..." stoße. Nur bei den Hecken und dem Rasen bin ich ganz guter Dinge, da die ja munter weiterwachsen.

    Natürlich könnte man jetzt sagen, das man sich da nicht so haben soll, aber ein echter Nachfolger des Buddha sieht doch schon "in den kleinsten Übertretungen Gefahr".

    Was zertretene Schnecken anbelangt: Wann immer ich eine auf dem Weg sehe, setze ich sie ins Gebüsch, und trotzdem landen immer wieder welche unter meinem Fuß. Aber es steckt ja keine Absicht dahinter...

    Ich finde es auch immer furchtbar, wenn es unter den Füßen plötzlich knirscht. Dann schicke ich immer ein paar "Om Mani Peme Hung's" hinterher. Das hilft mir dann zwar mehr als der toten Schnecke, aber irgendwie habe ich immer das Gefühl so zumindest Achtsamkeit gezeigt zu haben.

    Viel schlimmer finde ich es, wenn ich eine alte, kranke Katze einschläfern lassen muss. Dann ist es kein Zufall mehr, sondern ganz deutlich ein Ausdruck meines Willens.

    Ich empfinde es auf jeden Fall als ein heilsames Zeichen wenn einem solche Dinge überhaupt auffallen und etwas in einem auslösen. Das zeigt das die Praxis fruchtet.

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
    Wichtig ist, besser zu sein als du gestern warst. (Dogen)

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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