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  1. Buddhaland Forum
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Buddhismus und der Verzehr von Fleisch

  • buddhismus@online.de
  • 10. Juni 2012 um 12:36
  • Zum letzten Beitrag
  • Mascha
    Gast
    • 17. Juni 2012 um 06:06
    • #176
    Geronimo:


    Es gibt Menschen, die schauen sich das an und kaufen danach ein dickes Steak... einfach nur weil es so gut schmeckt... Und selbst wenn sie diese Videos auch sehr traurig machen, sie möchten ihre Gewohnheiten nicht ändern...

    ... und es soll Menschen geben, die sich um die Gewohnheiten anderer kümmern.
    Auch ne Gewohnheit.

    Eigene Nase! Jammern und Klagen über die Gewohnheiten anderer macht bestimmt mieses Karma :|

  • Grund
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    • 17. Juni 2012 um 07:25
    • #177
    Mascha:

    Eigene Nase! Jammern und Klagen über die Gewohnheiten anderer macht bestimmt mieses Karma :|


    Vor allem ist es bereits die Frucht miesen Karmas (schlechter Angewohnheit) und so verifiziert sich das 12-gliedrige abhängige Entstehen. 8)

  • Geronimo
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    • 17. Juni 2012 um 07:41
    • #178

    Mich interessiert jedes Wesen. Ob ich außer mich selbst irgendetwas ändern kann, bleibt mal dahingestellt, aber nichtsdestotrotz versuche ich es wo ich kann. Und mit klagen und jammern hatte das auch nichts zu tun, war eigentlich nur ne Feststellung (die schon alle kennen).

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
    Wichtig ist, besser zu sein als du gestern warst. (Dogen)

  • Jobrisha
    Gast
    • 17. Juni 2012 um 13:54
    • #179
    Geronimo:

    Mich interessiert jedes Wesen. Ob ich außer mich selbst irgendetwas ändern kann, bleibt mal dahingestellt, aber nichtsdestotrotz versuche ich es wo ich kann. Und mit klagen und jammern hatte das auch nichts zu tun, war eigentlich nur ne Feststellung (die schon alle kennen).

    Ich kann dich so gut verstehen, mir ging das früher genauso. Und auch heute noch, versuche ich zu vermitteln, oder Infos ins Netz zu stellen, Artikel zu schreiben, aufzuklären. Mich lässt so etwas nicht kalt, es hinterlässt einen Schauder auf der eigenen Seele.
    Ich glaube hier fängt die Vorbildfunktion an, ich möchte Vorbild für meine Tochter sein, auf das sie Vorbild für ihre Kinder/Freunde oder Bekannte ist.
    So setzt es sich weiter, es fängt im kleinen an und wirkt im Großen.
    Unsere Kinder sind die Gegenwart dieser Welt, sie tragen das Leid anderer auf ihren Rücken. wir können dieses Leid im kleinen verändern, wenn wir an uns selbst anfangen diese Veränderungen wirksam zu machen.

    Ich erlebe es jetzt schon, wenn sie darüber nachdenkt wie andere Menschen leben und ein Redebedürfnis, um es zu verstehen. Natürlich sind es erst einmal Vergleiche: meine Familie, die anderen Familien. Aber sie erkennt mit ihren 4 1/2 Jahren, das Tiere Schmerzen haben. Sie kommt zu mir, wenn eine Fliege in ihrem Zimmer ist, weil sie möchte das ich sie frei lasse. und sie schaut zu, wenn ich das Fenster weit öffne und die Fliege hinausfliegt.
    Das gleiche geschieht mit Spinnen oder Ameisen oder anderen Tieren.
    Sie hat gelernt, das es den Tieren weh tut, wenn man sie quält, sie weiß, das sie keinem Lebewesen leid antun darf, weil es genau wie wir Schmerzen empfindet. All das gibt sie vielleicht eines Tages weiter.

    Das ist nur eine kleine Hoffnung... aber immerhin.

    Dir alles liebe von Jo

  • Mirco
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    • 17. Juni 2012 um 21:44
    • #180

    Nu so nebenbei mal eingeworfen. Öfter mal was Neues ;)

    <woltlab-metacode-marker data-name=:

    Āmagandha-Sutta" data-link="">



    (Anrüchig, āmagandha; wtl.: 'roher Geruch', besonders von rohem Fleisch oder Fischen, auch von verwesenden Leichen, dann alles, was nach brahmanischen Speisevorschriften als unrein gilt. Entstehungs-Geschichte lt. K: Ein Brahmane fragt den Buddha, ob er āmagandha äße, womit er den Fleischgenuss meint. Der Buddha verneint es in dem Sinne, daß das wahrhaft 'Anrüchige' die sittliche Unreinheit sei. Der Buddha fügt, lt. K, hinzu, daß die gleiche Frage auch schon an einen Buddha der Vorzeit, Kassapa, gestellt wurde. Dieser habe gleichfalls, jedoch zunächst ohne nähere Erklärung, verneinend geantwortet. Als nun der ihn befragende Brahmane später sah, daß der Buddha Kassapa vom König gespendete Fleischspeisen aß, bezichtigte er ihn der Lüge, wie in v. 241. - Der Buddha Kassapa wird auch schon im Text selber (vv. 240-241) eingeführt.)

    Ein Brahmane:
    "Wenn Hirse, Körner- und auch Hülsenfrucht, Gemüseblätter, Wurzelknollen, Früchte, Rechtens erlangt, die Edlen verzehren, nicht brauchen sie dann Lüge reden aus Genußgier. Doch wer fein zubereitete, fein gekochte, von anderen dargereichte, ansprechende und erlesene Reisgerichte zu sich nimmt, genießt anrüchiges, Kassapa! ,Anrüchiges gilt mir als unerlaubt!', so sprichst du, - nur dem Namen nach ein Priester! Und nimmst doch zu dir solch ein Reisgericht, das lecker zubereitet mit dem Fleisch von Vögeln! Wie dieses sich verhält, das frag' ich dich, o Kassapa! Anrüchig gilt dir welche Art von Dingen?"

    Kassapa, ein Buddha der Vorzeit:
    "Lebendiges töten, schlagen, es misshandeln, fesseln, Diebstahl und Lügenwort, Betrug und Hintergehung, Heuchelnde Hinterlist und Ehebruch - Anrüchig ist wohl dies, nicht aber Fleischgenuss! Wenn Menschen zügellos in Lüsten sind, Geschmackversessen und gemein sich machen, auch Alles-Leugner, sittenlos und nbelehrbar - Anrüchiges ist dies, nicht aber Fleischgenuss! Die roh und grausam, hinterrücks verleumden, Untreu den Freunden, ohne Mitleid, überheblich, dem Schenken abhold, keinem etwas geben - Anrüchiges ist dies, nicht aber Fleischgenuss! Zorn und Betörung, Starrsinn, Widersetzlichkeit, Das Trügen, Neiden und die Prahlsucht, Dünkel und Eitelkeit und der Verkehr mit Schlechten - Anrüchiges ist dies, nicht aber Fleischgenuss! Die sittenlos sind, Schuldenpreller und Verleumder, Die Rechtsverdreher sind und Gleißner, gemeine Menschen, die hier Freveltat begehen - Anrüchiges ist dies, nicht aber Fleischgenuss! Solch Menschen, welche rücksichtslos sind zu den Wesen, die andere berauben und auf Schaden sinnen, die herzlos, rauh und grob und ohne Freundlichkeit - Anrüchiges ist dies, nicht aber Fleischgenuss! Die mit Gier, Feindschaft und Gewalt den Wesen nahen, die darauf nur bedacht, in dunkle Welt gehen sie nach ihrem Tod. Kopfüber stürzen solche Menschen in die Hölle - Anrüchig ist wohl dies, nicht aber Fleischgenuss! Nicht Fisch und Fleisch vermeiden, nicht das Fasten, nicht Nacktheit, Kahlheit, Haar in Flechten tragen, nicht Schmutz und raues Fell, nicht Dienst am Feueropfer Und vielerlei Kasteiung um Unsterblichkeit; nicht Sprüche, Weihegabe, große Opferspenden, auch nicht die Jahreszeiten für Askese nutzen - Dies alles macht den Sterblichen nicht rein, der sich vom Zweifel noch nicht losgelöst.

    Bewachend, was da einströmt; gut beherrscht die Sinne; Fest in der Lehre sein und Geradheit lieben wie auch Milde; Fessel-entledigt dann und allem Leid entgangen. Bleibt unbefleckt der Weise durch Gesehenes, Gehörtes. So hat hierüber häufig der Erhabene gelehrt, diesen Sinn verstand der Vedenkenner wohl. In vielen Versen hat der Sieger es erklärt, der unanrüchig, ohne Anhaften und unlenkbar. Als er das wohlgesprochene Buddha-Wort gehört, das unanrüchig, alles Leiden bannt, voll Demut den Vollendeten verehrte er, Ihn um die Weihe bittend."

  • Geronimo
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    • 17. Juni 2012 um 21:48
    • #181

    Dann bleibt nur noch die Frage wie man zum Fleischgenuss kommt, ohne das irgendjemand das Tier tötet. Und mit seiner Kaufkraft zum töten anstiften wurde vom Buddha ja eindeutig als unheilsam bezeichnet. Ich find' M55 ist die beste Richtlinie.

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
    Wichtig ist, besser zu sein als du gestern warst. (Dogen)

  • Jobrisha
    Gast
    • 17. Juni 2012 um 22:34
    • #182
    Geronimo:

    Dann bleibt nur noch die Frage wie man zum Fleischgenuss kommt, ohne das irgendjemand das Tier tötet. Und mit seiner Kaufkraft zum töten anstiften wurde vom Buddha ja eindeutig als unheilsam bezeichnet. Ich find' M55 ist die beste Richtlinie.

    M55?

    Na gut, ich sag es mal so wie ich es denke, auch auf die Gefahr hin, gesteinigt und geteert zu werden ;)

    Also zu dem was Buddha einst sagte: Ich glaube zur damaligen Zeit gab es relativ wenig Nahrungsmittel. Wäre Buddha heute hier auf diesem Planeten unter uns und würde lehren - würde er sicherlich andere Worte dafür finden.

    Bei dem Überfluss an Nahrung, den Möglichkeiten die wir heute haben, sind meiner Meinung nach diese Worte veraltet /oder falsch wiedergegeben, falsch interpretiert und werden oft als eine Entschuldigung benutzt Fleisch weiterhin als Nahrungsmittel zu konsumieren.
    Ich habe vollstes Verständnis für Völker die noch Jagen müssen um sich zu ernähren, zb. Inuit. Jedoch wir Europäer müssen nicht mehr jagen um uns und unsere Familien am Leben zu halten.
    Sogesehen ist diese Aussage für mich nicht von Bedeutung.

    Ich rede hier von meiner Person, möge man walten uns schalten wie man mag - doch das Wort: Anhaftung ergibt bei der Diskussion um den Verzehr von Fleisch, einen fahlen Geschmack in meinem Mund...

    Liebe Grüße von Jo

  • Geronimo
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    • 17. Juni 2012 um 22:38
    • #183

    Aus M55 - http://palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m055z.html

    "5. " Jīvaka, ich sage, daß es drei Fälle gibt, in denen Fleisch nicht gegessen werden sollte: wenn man sieht, hört oder vermutet (, daß das Lebewesen für den Bhikkhu geschlachtet worden ist). Ich sage, daß in diesen drei Fällen Fleisch nicht gegessen werden sollte. Ich sage, daß es drei Fälle gibt, in denen Fleisch gegessen werden darf: wenn man nicht sieht, nicht hört und nicht vermutet (, daß das Lebewesen für den Bhikkhu geschlachtet worden ist). Ich sage, daß in diesen drei Fällen Fleisch gegessen werden darf." "

    Ich sehe nicht warum das für die Mönche und Laien heute nicht gleichermaßen gelten sollte?

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
    Wichtig ist, besser zu sein als du gestern warst. (Dogen)

  • bel
    Gast
    • 17. Juni 2012 um 22:47
    • #184
    Jobrisha:

    Bei dem Überfluss an Nahrung, den Möglichkeiten die wir heute haben, sind meiner Meinung nach diese Worte veraltet /oder falsch wiedergegeben, falsch interpretiert und werden oft als eine Entschuldigung benutzt Fleisch weiterhin als Nahrungsmittel zu konsumieren. ..... Jedoch wir Europäer


    "Wir als Europäer" wie auch alle anderen "entwickelten Länder" und natürlich die Oberschichten überall in der Welt pflegen unserere Lebensweise - wie immer sie auch konkret aussieht - auf Kosten der übrigen Welt. Freut mich, wenn Du gerne Tofu ißt, aber hast Du Dir schon mal Gedanken gemacht, was das an Leben und Energie gekostet hat, damit Du ihn hier auf den Tisch bekommst?

    _()_

  • Jobrisha
    Gast
    • 17. Juni 2012 um 22:50
    • #185
    Geronimo:

    Aus M55 - http://palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m055z.html

    "5. " Jīvaka, ich sage, daß es drei Fälle gibt, in denen Fleisch nicht gegessen werden sollte: wenn man sieht, hört oder vermutet (, daß das Lebewesen für den Bhikkhu geschlachtet worden ist). Ich sage, daß in diesen drei Fällen Fleisch nicht gegessen werden sollte. Ich sage, daß es drei Fälle gibt, in denen Fleisch gegessen werden darf: wenn man nicht sieht, nicht hört und nicht vermutet (, daß das Lebewesen für den Bhikkhu geschlachtet worden ist). Ich sage, daß in diesen drei Fällen Fleisch gegessen werden darf." "

    Ich sehe nicht warum das für die Mönche und Laien heute nicht gleichermaßen gelten sollte?

    Lieber Geronimo,

    Es ist immer eine Interpretationssache. Wenn man statt Bikkhu Mensch einfügt, dann kann man diesen Text genauso anwenden wie geschrieben. In dem Fall versteh ich den Text so:

    ... Wenn man sieht, hört oder vermutet, dass das Lebewesen für den Menschen geschlachtet worden ist, sollte kein Fleisch gegessen werden.
    Wenn man nicht sieht, nicht hört und nicht vermutet, dass das Lebewesen für den Menschen geschlachtet worden ist, darf man Fleisch essen ... "

    SO interpretiere ich diesen Text für mich und ich halte mich daran.
    Denn nur so ergibt Loka Samasta Sukhino Bhavantu (mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein) einen Sinn für mich.

    Dir liebe Grüße von Jo

    Liebe grüße von Jo

  • Geronimo
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    • 17. Juni 2012 um 22:52
    • #186
    Jobrisha:
    Geronimo:

    Aus M55 - http://palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m055z.html

    "5. " Jīvaka, ich sage, daß es drei Fälle gibt, in denen Fleisch nicht gegessen werden sollte: wenn man sieht, hört oder vermutet (, daß das Lebewesen für den Bhikkhu geschlachtet worden ist). Ich sage, daß in diesen drei Fällen Fleisch nicht gegessen werden sollte. Ich sage, daß es drei Fälle gibt, in denen Fleisch gegessen werden darf: wenn man nicht sieht, nicht hört und nicht vermutet (, daß das Lebewesen für den Bhikkhu geschlachtet worden ist). Ich sage, daß in diesen drei Fällen Fleisch gegessen werden darf." "

    Ich sehe nicht warum das für die Mönche und Laien heute nicht gleichermaßen gelten sollte?

    Lieber Geronimo,

    Es ist immer eine Interpretationssache. Wenn man statt Bikkhu Mensch einfügt, dann kann man diesen Text genauso anwenden wie geschrieben. In dem Fall versteh ich den Text so:

    ... Wenn man sieht, hört oder vermutet, dass das Lebewesen für den Menschen geschlachtet worden ist, sollte kein Fleisch gegessen werden.
    Wenn man nicht sieht, nicht hört und nicht vermutet, dass das Lebewesen für den Menschen geschlachtet worden ist, darf man Fleisch essen ... "

    SO interpretiere ich diesen Text für mich und ich halte mich daran.
    Denn nur so ergibt Loka Samasta Sukhino Bhavantu (mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein) einen Sinn für mich.

    Dir liebe Grüße von Jo

    Liebe grüße von Jo

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    Naja klar, darum geht es doch. Wir sind doch hier alle keine Bikkhus, vermutlich.

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
    Wichtig ist, besser zu sein als du gestern warst. (Dogen)

  • Jobrisha
    Gast
    • 17. Juni 2012 um 23:06
    • #187
    bel:
    Jobrisha:

    Bei dem Überfluss an Nahrung, den Möglichkeiten die wir heute haben, sind meiner Meinung nach diese Worte veraltet /oder falsch wiedergegeben, falsch interpretiert und werden oft als eine Entschuldigung benutzt Fleisch weiterhin als Nahrungsmittel zu konsumieren. ..... Jedoch wir Europäer


    "Wir als Europäer" wie auch alle anderen "entwickelten Länder" und natürlich die Oberschichten überall in der Welt pflegen unserere Lebensweise - wie immer sie auch konkret aussieht - auf Kosten der übrigen Welt. Freut mich, wenn Du gerne Tofu ißt, aber hast Du Dir schon mal Gedanken gemacht, was das an Leben und Energie gekostet hat, damit Du ihn hier auf den Tisch bekommst?

    _()_

    Liebe Bel/lieber Bel

    Ich habe nie behauptet das ich nicht anhafte, nur tut es dem Tofu nicht weh... zumindest nicht in meinem Bewusstsein.
    Wenn ich Entschuldigungen für mein Verhalten suche, werde ich sie finden, ob in buddhistischen lehren oder sonst wo.
    Der Mensch findet immer Schlupflöcher, ich nehme mich davon nicht aus.

    Man kann sich sicherlich streiten, ob Gemüse schmerzen erleidet, oder der Anbau eines solchen das Ökosystem auf Dauer schädigt. Oder wieviel Leben, Energie und Kraft es kostet, das der Tofu auf meinem Tisch gelangt.

    Ich weiß es aber nicht. Ich habe keine Ahnung wer sein Leben gelassen hat, wer Kraft und Energie aufgewendet hat. Ich weiß nur eines, Tiere sterben weil wir Menschen unerstättlich sind. Dabei spielt es keine Rolle welches Tier auf meinem Teller landet, wenn ich Fleisch esse, esse ich Teile eines totes Tieres. ICH WEISS, dieses Tier ist wegen mir getötet worden. Dabei spielt es auch keine Rolle, das andere Menschen einen anderen Teil des Tieres verzehren. Oder ob das Tier hier in Hessen getötet wurde oder in Bayern.

    Ich bin mir dessen bewusst und weil ich mir dessen bewusst bin muss ich als Buddhist handeln, in dem Fall das Tier schützen, welches ich hätte essen können, wenn ich noch Fleisch essen würde. Wenn das bedeutet, das nur ein Tier am Leben geblieben ist, und wenn auch nur wenige Minuten, nur weil ich mich entschieden habe - dann liebe Bel/lieber Bel hat es einen Sinn für mich, das ich Tofu mag.

    Liebe Grüße von Jo

  • bel
    Gast
    • 17. Juni 2012 um 23:27
    • #188
    Jobrisha:

    Ich habe nie behauptet das ich nicht anhafte, nur tut es dem Tofu nicht weh... zumindest nicht in meinem Bewusstsein.


    Tja. Es würde trotzdem nicht schaden, das Problem mal konsequent durchzudenken. Intellektuell bist Du dazu in der Lage - wollen tust Du es nicht. Würdest Du da nämlich die selben Maßstäbe ansetzen, wie bei Deinen Betrachtungen des Fleichkonsums, wäre Dein "muss ich als Buddhist handeln" ganz schnell am Ende.
    Es geht mir übrigens keinesfalls darum, hier Ausreden für den Fleischkonsum zu finden - ist einfach nicht mein Thema.

    _()_

  • malsehen
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    • 17. Juni 2012 um 23:37
    • #189
    bel:

    Würdest Du da nämlich die selben Maßstäbe ansetzen, wie bei Deinen Betrachtungen des Fleichkonsums, wäre Dein "muss ich als Buddhist handeln" ganz schnell am Ende.


    Ich ahne da etwas Interesantes, will aber nicht spekulieren, das geht meist nach hinten los.
    Kannst Du das ausführen, wenn möglich mit etwas weniger Schärfe … ;)


    Hochachtungsvoll
    Mal Sehen

  • bel
    Gast
    • 17. Juni 2012 um 23:43
    • #190
    malsehen:
    bel:

    Würdest Du da nämlich die selben Maßstäbe ansetzen, wie bei Deinen Betrachtungen des Fleichkonsums, wäre Dein "muss ich als Buddhist handeln" ganz schnell am Ende.


    Ich ahne da etwas Interesantes, will aber nicht spekulieren, das geht meist nach hinten los.
    Kannst Du das ausführen, wenn möglich mit etwas weniger Schärfe … ;)


    Ich hab das jetzt in drei Beiträgen ausgeführt - wenn da Schärfe drin war, dan besteht sie wohl nur in der Feststellung des Faktischen.
    Wenn Du da einen interessanten Aspekt findest - nur zu - vielleicht auch für mich ne Anregung.

    _()_

  • Jobrisha
    Gast
    • 17. Juni 2012 um 23:57
    • #191
    bel:
    Jobrisha:

    Ich habe nie behauptet das ich nicht anhafte, nur tut es dem Tofu nicht weh... zumindest nicht in meinem Bewusstsein.


    Tja. Es würde trotzdem nicht schaden, das Problem mal konsequent durchzudenken. Intellektuell bist Du dazu in der Lage - wollen tust Du es nicht. Würdest Du da nämlich die selben Maßstäbe ansetzen, wie bei Deinen Betrachtungen des Fleichkonsums, wäre Dein "muss ich als Buddhist handeln" ganz schnell am Ende.
    Es geht mir übrigens keinesfalls darum, hier Ausreden für den Fleischkonsum zu finden - ist einfach nicht mein Thema.

    _()_

    Ist das nicht ein wenig Anmaßend?
    Du scheinst mich ja unglaublich gut zu kennen und das in der wenigen Zeit die ich hier bin und durch die wenigen (-mag sein, das andere das anders sehen) Themenbezogenen Worte die ich bisher hier schrieb.

    Liebe/lieber Bel du weiß gar nichts von mir.

    Man hat schon oft versucht mich in irgendeine Schublade zu packen... es ist Zeitverschwendung.

    Dir liebe Grüße von Jo

  • bel
    Gast
    • 18. Juni 2012 um 00:13
    • #192
    Jobrisha:
    bel:


    Tja. Es würde trotzdem nicht schaden, das Problem mal konsequent durchzudenken. Intellektuell bist Du dazu in der Lage - wollen tust Du es nicht. Würdest Du da nämlich die selben Maßstäbe ansetzen, wie bei Deinen Betrachtungen des Fleichkonsums, wäre Dein "muss ich als Buddhist handeln" ganz schnell am Ende.
    Es geht mir übrigens keinesfalls darum, hier Ausreden für den Fleischkonsum zu finden - ist einfach nicht mein Thema.


    Ist das nicht ein wenig Anmaßend?


    Ich antworte einfach auf das, was Du schreibst, bzw. wo und wie Du nicht antwortest.

    Jobrisha:

    Man hat schon oft versucht mich in irgendeine Schublade zu packen... es ist Zeitverschwendung.


    Sorry, aber Du bist das mit den Schubladen - z.B. dadurch daß Du die Schublade "Buddhist" für Dich aufmachst.
    In einem vorherigen Beitrag hatte ich schon geschrieben, daß das für mich nicht einen Moment lang relevant ist - und daß Du für Deine Lebensweise keinerlei Rechtfertigung benötigst - sie steht auch für mich persönlich jenseits aller Kritik.
    Lies noch mal nach.

    _()_

  • Jobrisha
    Gast
    • 18. Juni 2012 um 00:27
    • #193

    Liebe/lieber Bel,

    Danke dir .. es ist interessant eine Antwort von dir zu erhalten wo und wie ich nicht schreibe, bzw. antworte ...
    Ich muss nur darüber nachdenken ob ich die Antwort auch in mir finde.
    Wenn ich meine eigene Antwort gefunden habe, soll ich dich dann daran teilhaben lassen?

    Liebe Grüße von Jo

  • bel
    Gast
    • 18. Juni 2012 um 00:36
    • #194
    Jobrisha:

    es ist interessant eine Antwort von dir zu erhalten wo und wie ich nicht schreibe, bzw. antworte ...


    Ja, Auslassungen sind auch immer sehr beredt :)

    Jobrisha:

    Ich muss nur darüber nachdenken ob ich die Antwort auch in mir finde.
    Wenn ich meine eigene Antwort gefunden habe, soll ich dich dann daran teilhaben lassen?


    Ganz wie Du magst.

    _()_

    Übrigens: wenn Dir das "Liebe/r" mal zu ungewiss ist, darfst Du auch ganz informell zum "Hallo" übergehen.

  • Mirco
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    • 18. Juni 2012 um 12:53
    • #195
    Geronimo:
    <woltlab-metacode-marker data-name=:
    M55 - Jīvaka Sutta" data-link="">


    5. " Jīvaka, ich sage, daß es drei Fälle gibt, in denen Fleisch nicht gegessen werden sollte: wenn man sieht, hört oder vermutet, daß das Lebewesen für den Bhikkhu geschlachtet worden ist). Ich sage, daß in diesen drei Fällen Fleisch nicht gegessen werden sollte. Ich sage, daß es drei Fälle gibt, in denen Fleisch gegessen werden darf: wenn man nicht sieht, nicht hört und nicht vermutet, daß das Lebewesen für den Bhikkhu geschlachtet worden ist. Ich sage, daß in diesen drei Fällen Fleisch gegessen werden darf.


    Ich sehe nicht warum das für die Mönche und Laien heute nicht gleichermaßen gelten sollte?


    Ich frage mich, warum es dann nicht so formuliert wurde.

    LG :)

  • Dorje Sema
    Gast
    • 18. Juni 2012 um 14:08
    • #196
    Mirco:
    Geronimo:
    M55 - Jīvaka Sutta" data-link="">


    5. " Jīvaka, ich sage, daß es drei Fälle gibt, in denen Fleisch nicht gegessen werden sollte: wenn man sieht, hört oder vermutet, daß das Lebewesen für den Bhikkhu geschlachtet worden ist). Ich sage, daß in diesen drei Fällen Fleisch nicht gegessen werden sollte. Ich sage, daß es drei Fälle gibt, in denen Fleisch gegessen werden darf: wenn man nicht sieht, nicht hört und nicht vermutet, daß das Lebewesen für den Bhikkhu geschlachtet worden ist. Ich sage, daß in diesen drei Fällen Fleisch gegessen werden darf.


    Ich sehe nicht warum das für die Mönche und Laien heute nicht gleichermaßen gelten sollte?


    Ich frage mich, warum es dann nicht so formuliert wurde.

    LG :)

    Hallo Geronimo und Mirco,
    die Frage stellt sich mir seit dem Anfang des threats ?
    Nett und Danke das Du/Ihr besagte Textur aus M 55 hier angeben und (siehe Dein von Dir erstelltes quote) zu Rate gezogen anführst.

    Lebt lange gesund & in Frieden

    _()_ Nomad

  • Jobrisha
    Gast
    • 19. Juni 2012 um 15:19
    • #197
    Nomad:


    Hallo Geronimo und Mirco,
    die Frage stellt sich mir seit dem Anfang des threats ?
    Nett und Danke das Du/Ihr besagte Textur aus M 55 hier angeben und (siehe Dein von Dir erstelltes quote) zu Rate gezogen anführst.

    Lebt lange gesund & in Frieden

    _()_ Nomad

    Hallo Geronimo, Mirco und Nomad

    Warum wird es nicht so formuliert:

    Ich denke, weil jeder etwas anderes darin liest...
    Die einen nehmen es als Erklärung, das sie Fleisch essen können, die anderen als Erklärung für ihren Fleisch Verzicht.
    Ich glaube es gibt für jeden unterschiedliche Wege in dieser Welt - warum sollte das für Texte anders sein.
    Wir interpretieren, wir überdenken, wir formulieren um..

    Ich habe eines hier kapiert - danke hierfür - meine Wahrheit muss nicht jedermans Wahrheit sein.

    Und deshalb sagte Buddha: Hinterfrage meine Worte, bevor du ihnen glaubst.
    ER wusste das.

    Euch liebe Grüße von Jo

  • Grund
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    • 19. Juni 2012 um 16:29
    • #198
    Jobrisha:

    Und deshalb sagte Buddha: Hinterfrage meine Worte, bevor du ihnen glaubst.
    ER wusste das.


    Ist nicht wahr. 8)

  • Jobrisha
    Gast
    • 19. Juni 2012 um 16:46
    • #199
    Grund:
    Jobrisha:

    Und deshalb sagte Buddha: Hinterfrage meine Worte, bevor du ihnen glaubst.
    ER wusste das.


    Ist nicht wahr. 8)

    Es gibt gute und böse Gründe... Nun kommt der Fingerzeig von oben - Böser Grund, schäm dich, ab in die Ecke :grinsen::grinsen:

  • Grund
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    18. Juni 2011
    • 19. Juni 2012 um 17:27
    • #200
    Jobrisha:
    Grund:


    Ist nicht wahr. 8)

    Es gibt gute und böse Gründe... Nun kommt der Fingerzeig von oben - Böser Grund, schäm dich, ab in die Ecke :grinsen::grinsen:

    Hüte deine Schreibfinger .... In keiner Lehrrede wirst du finden was du behauptest. 8)

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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