Namaste (So richtig?)
Ich beschäftige mich seit ca. 2 Jahren mit dem Buddhismus, seit einem halben Jahr intensiver.
Ich meditiere täglich 2 mal 15 Minuten. Ich setze mich hin, mache Atemübungen
und bitte meinen Geist, zum Wohle aller Lebewesen im grenzenlosen Raum, bei einem blauen Buddha zu bleiben.
Das klappt mehr oder weniger gut.
Mein Bewusstsein verändert sich enorm, das spüre ich. Verändert es sich aber zu etwas positivem?
Auf die zentralen Fragen die mich momentan beschäftigen habe ich leider noch keine befriedigende Antwort gefunden.
Wie lasse ich dieses Leben sinnvoll werden?
Jeden Tag nagt das schlechte Gefühl an mir, dass ich die letzten 27 Jahre meines Lebens verschwendet habe
und es auch weiterhin tue. Nur wie höre ich auf mein Leben zu verschwenden? Woher weiss ich dass die Entscheidungen
die ich treffe positive Resultate hervorbringen?
Ist es wirklich die Motivation hinter einer Handlung die das Karma bestimmt? Aus eigener Erfahrung kann ich dem leider
nur bedingt zustimmen. Viele meiner Handlungen die ich mit einer positiven Motivation ausgeführt
habe haben meiner Person und meinem Umfeld geschadet. Denke ich etwa in einem zu kleinen Rahmen?
Ich würde gerne positiv Handeln, Gutes tun und meine Energie richtig einsetzen, doch irgendwie haperts an der Umsetzung.
Einmal fehlt das Geld, einmal die Ausbildung, einmal die Zeit, dann bin ich zu jung oder zu alt.
Entscheide ich mich für einen Weg komme ich kurzfristig gut voran und dann stellen sich unüberwindbare Hindernisse in den Weg.
Das ist frustrierend.
Jeden Tag motiviere ich mich selbst an einem von mir gesetztem Ziel zu arbeiten bzw.
es zu erreichen und jeden Tag zerren mich dann Zweifel wieder auf den Boden der Realität.
Mein ganzes Leben ist so wirr, willkürlich und facettenreich, ich hab das Gefühl zwar alles zu erkennen,
es aber nicht richtig steuern zu können.
Mein Geist arbeitet und arbeitet und arbeitet, stellt Fragen und denkt und denkt...
Wenn ich versuche anderen Menschen davon zu erzählen, verstehen sie mich meistens nicht, halten mich für verrückt oder können mir nicht helfen,
darum höre ich lieber zu. Das ist dann wie ein Ablenken von meinen eigenen Problemen und sehr angenehm. Beantwortet aber nicht die Fragen die mich beschäftigen.
Ich würde mich gerne persönlich mit jemandem unterhalten der mehr Ahnung von Buddhismus hat und mir meine Fragen beantworten kann.
Beruflich und örtlich bedingt hatte ich bisher leider nicht die Möglichkeit dazu.
Noch 1 1/2 Monate arbeite ich und habe diese Wohnung, danach ist alles offen. Wie soll ich nun meine Zukunft gestalten?
Hier habe ich nichts zu verlieren und keine Verpflichtungen, keine Freundin, keine Kinder, kein Haus.
Das was ich sehen wollte habe ich gesehen
und das was ich besitzen wollte habe ich besessen.
Ich spiele mit dem Gedanken einfach nach Indien oder Nepal zu gehen und die Welt dort zu erkunden.
Aber wenn man Neuland betritt dann am besten mit jemandem zusammen der sich dort auskennt oder nicht?
Ich hab mich etwas über das Kopan Kloster informiert. Leider ist mein Englisch nicht das beste und mein
nepalesisch ist ... optimistisch ausgedrückt "ausbaufähig"
Was würdet ihr mir empfehlen zu tun? Möchte eventuell jemand in nächster Zeit auch nach Asien reisen?
Danke fürs lesen und lieben Gruss
Rocky