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2 minuten um nen Betreff zu finden sind genug...

  • mr.balboa
  • 18. Mai 2012 um 05:11
  • Zum letzten Beitrag
  • mr.balboa
    Themenautor
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    3
    Mitglied seit
    18. Mai 2012
    • 18. Mai 2012 um 05:11
    • #1

    Namaste (So richtig?)

    Ich beschäftige mich seit ca. 2 Jahren mit dem Buddhismus, seit einem halben Jahr intensiver.
    Ich meditiere täglich 2 mal 15 Minuten. Ich setze mich hin, mache Atemübungen
    und bitte meinen Geist, zum Wohle aller Lebewesen im grenzenlosen Raum, bei einem blauen Buddha zu bleiben.

    Das klappt mehr oder weniger gut.

    Mein Bewusstsein verändert sich enorm, das spüre ich. Verändert es sich aber zu etwas positivem?

    Auf die zentralen Fragen die mich momentan beschäftigen habe ich leider noch keine befriedigende Antwort gefunden.


    Wie lasse ich dieses Leben sinnvoll werden?

    Jeden Tag nagt das schlechte Gefühl an mir, dass ich die letzten 27 Jahre meines Lebens verschwendet habe
    und es auch weiterhin tue. Nur wie höre ich auf mein Leben zu verschwenden? Woher weiss ich dass die Entscheidungen
    die ich treffe positive Resultate hervorbringen?

    Ist es wirklich die Motivation hinter einer Handlung die das Karma bestimmt? Aus eigener Erfahrung kann ich dem leider
    nur bedingt zustimmen. Viele meiner Handlungen die ich mit einer positiven Motivation ausgeführt
    habe haben meiner Person und meinem Umfeld geschadet. Denke ich etwa in einem zu kleinen Rahmen?


    Ich würde gerne positiv Handeln, Gutes tun und meine Energie richtig einsetzen, doch irgendwie haperts an der Umsetzung.

    Einmal fehlt das Geld, einmal die Ausbildung, einmal die Zeit, dann bin ich zu jung oder zu alt.

    Entscheide ich mich für einen Weg komme ich kurzfristig gut voran und dann stellen sich unüberwindbare Hindernisse in den Weg.
    Das ist frustrierend.

    Jeden Tag motiviere ich mich selbst an einem von mir gesetztem Ziel zu arbeiten bzw.
    es zu erreichen und jeden Tag zerren mich dann Zweifel wieder auf den Boden der Realität.


    Mein ganzes Leben ist so wirr, willkürlich und facettenreich, ich hab das Gefühl zwar alles zu erkennen,
    es aber nicht richtig steuern zu können.
    Mein Geist arbeitet und arbeitet und arbeitet, stellt Fragen und denkt und denkt...

    Wenn ich versuche anderen Menschen davon zu erzählen, verstehen sie mich meistens nicht, halten mich für verrückt oder können mir nicht helfen,
    darum höre ich lieber zu. Das ist dann wie ein Ablenken von meinen eigenen Problemen und sehr angenehm. Beantwortet aber nicht die Fragen die mich beschäftigen.


    Ich würde mich gerne persönlich mit jemandem unterhalten der mehr Ahnung von Buddhismus hat und mir meine Fragen beantworten kann.

    Beruflich und örtlich bedingt hatte ich bisher leider nicht die Möglichkeit dazu.


    Noch 1 1/2 Monate arbeite ich und habe diese Wohnung, danach ist alles offen. Wie soll ich nun meine Zukunft gestalten?

    Hier habe ich nichts zu verlieren und keine Verpflichtungen, keine Freundin, keine Kinder, kein Haus.
    Das was ich sehen wollte habe ich gesehen
    und das was ich besitzen wollte habe ich besessen.


    Ich spiele mit dem Gedanken einfach nach Indien oder Nepal zu gehen und die Welt dort zu erkunden.
    Aber wenn man Neuland betritt dann am besten mit jemandem zusammen der sich dort auskennt oder nicht?

    Ich hab mich etwas über das Kopan Kloster informiert. Leider ist mein Englisch nicht das beste und mein
    nepalesisch ist ... optimistisch ausgedrückt "ausbaufähig" :D


    Was würdet ihr mir empfehlen zu tun? Möchte eventuell jemand in nächster Zeit auch nach Asien reisen?


    Danke fürs lesen und lieben Gruss


    Rocky

  • Mascha
    Gast
    • 18. Mai 2012 um 08:51
    • #2

    Hallo Boxer,

    bissi Zeit darf schon verstreichen, wenn man seinen Geist beruhigen möchte.

    Gute Fragen sind ein toller Anfang!

  • Ji'un Ken
    Gast
    • 18. Mai 2012 um 10:26
    • #3

    Moin Rocky

    Zitat

    ...Jeden Tag nagt das schlechte Gefühl an mir, dass ich die letzten 27 Jahre meines Lebens verschwendet habe
    und es auch weiterhin tue. Nur wie höre ich auf mein Leben zu verschwenden? Woher weiss ich dass die Entscheidungen
    die ich treffe positive Resultate hervorbringen?...


    Du kannst in den seltensten Fällen wissen, was für Resultate aus deinen Entscheidungen erwachsen. Du kannst also nur Entscheidungen treffen und versuchen, mit ihnen zu leben.

    Zitat

    ...Mein ganzes Leben ist so wirr, willkürlich und facettenreich, ich hab das Gefühl zwar alles zu erkennen,
    es aber nicht richtig steuern zu können....


    Eine gute Erkenntnis.
    Du kannst es auch nicht steuern. Du hast nur auf einen sehr begrenzten Bereich deines Lebens einen direkten Einfluss.

    Zitat

    ...Mein Geist arbeitet und arbeitet und arbeitet, stellt Fragen und denkt und denkt......


    Richtig.

    Zitat

    ...Ich spiele mit dem Gedanken einfach nach Indien oder Nepal zu gehen und die Welt dort zu erkunden.
    Aber wenn man Neuland betritt dann am besten mit jemandem zusammen der sich dort auskennt oder nicht?...


    Warum denn in die Ferne schweifen?
    Was glaubst oder hoffst du, dort zu finden, was du nicht auch hier in Deutschland finden kannst?

    LG
    Ji'un Ken

  • Axel Benz
    Gast
    • 18. Mai 2012 um 10:39
    • #4

    Hallo Champ,

    mr.balboa:


    Wie lasse ich dieses Leben sinnvoll werden?

    Jeden Tag nagt das schlechte Gefühl an mir, dass ich die letzten 27 Jahre meines Lebens verschwendet habe
    und es auch weiterhin tue. Nur wie höre ich auf mein Leben zu verschwenden? Woher weiss ich dass die Entscheidungen
    die ich treffe positive Resultate hervorbringen?


    Über den 'Sinn des Lebens' wurde hier vor kurzem schon mal diskutiert (http://www.buddhaland.de/viewtopic.php?…sinn+des+lebens). Ich fürchte, da kann dir niemand eine Antwort geben - 'Sinn' gibt's viel und für jeden ist der irgendwo anders. Persönlich finde ich den 'ethischen Imperativ' Heinz von Foersters ('Handele stets so, dass die Anzahl der Möglichkeiten wächst') für 'sinnvoller', wenn ich über mein Handeln nachdenke.

    mr.balboa:

    Ist es wirklich die Motivation hinter einer Handlung die das Karma bestimmt? Aus eigener Erfahrung kann ich dem leider
    nur bedingt zustimmen. Viele meiner Handlungen die ich mit einer positiven Motivation ausgeführt
    habe haben meiner Person und meinem Umfeld geschadet. Denke ich etwa in einem zu kleinen Rahmen?


    Ich würde gerne positiv Handeln, Gutes tun und meine Energie richtig einsetzen, doch irgendwie haperts an der Umsetzung.

    Einmal fehlt das Geld, einmal die Ausbildung, einmal die Zeit, dann bin ich zu jung oder zu alt.

    Entscheide ich mich für einen Weg komme ich kurzfristig gut voran und dann stellen sich unüberwindbare Hindernisse in den Weg.
    Das ist frustrierend.


    Das ist jetzt alles sehr allgemein gehalten - Antworten dürften deshalb ebenso allgemein ausfallen. Vielleicht konkretisierst du das ja etwas (z.B. 'Einmal fehlt das Geld, einmal die Ausbildung, einmal die Zeit, dann bin ich zu jung oder zu alt.')?

    mr.balboa:

    Ich spiele mit dem Gedanken einfach nach Indien oder Nepal zu gehen und die Welt dort zu erkunden.
    Aber wenn man Neuland betritt dann am besten mit jemandem zusammen der sich dort auskennt oder nicht?

    Ich hab mich etwas über das Kopan Kloster informiert. Leider ist mein Englisch nicht das beste und mein
    nepalesisch ist ... optimistisch ausgedrückt "ausbaufähig" :D


    Was spricht dagegen, dein Englisch oder dein Nepalesisch zu verbessern? Mangelnde Zeit? Mangelndes Geld? Zu jung? Zu alt?
    Wenn für dich reisen das Richtige ist: Bitte! Ich kann das nicht beurteilen - selber habe ich die Erfahrung gemacht, dass der Wunsch nach Ortswechsel oft was mit Flucht zu tun hat (jedenfalls bei mir). Irgend ein antiker Autor hat mal sinngemäß gesagt: Wer als Esel über das Meer reist, kommt nicht als Hengst zurück. Und schön finde ich in diesem Zusammenhang auch Kafka:

    Zitat

    Du brauchst Dein Zimmer nicht zu verlassen, bleib einfach an Deinem Tisch sitzen und horche.
    Du brauchst nicht einmal zu horchen, warte einfach.
    Du brauchst nicht einmal zu warten, werde einfach still – und die Welt wird sich Dir offenbaren; sie hat gar keine andere Wahl.

    Schönen Gruß,
    Axel

  • crazy-dragon
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    • 18. Mai 2012 um 22:33
    • #5
    mr.balboa:


    Ich meditiere täglich 2 mal 15 Minuten. Ich setze mich hin, mache Atemübungen
    **Prima, weiter so.

    Wie lasse ich dieses Leben sinnvoll werden?
    **Das Leben ist bereits sinnvoll-sinnlos, da gibts nix mehr zu verbessern... :P

    Jeden Tag nagt das schlechte Gefühl an mir, dass ich die letzten 27 Jahre meines Lebens verschwendet habe und es auch weiterhin tue. Nur wie höre ich auf mein Leben zu verschwenden?
    **Schiess endlich diese dämliche Gefühl auf den Mond...

    Ist es wirklich die Motivation hinter einer Handlung die das Karma bestimmt? Aus eigener Erfahrung kann ich dem leider
    nur bedingt zustimmen.
    **Das ist gerade unerheblich, Du denkst ohnehin zuviel :oops:

    Ich würde gerne positiv Handeln, Gutes tun und meine Energie richtig einsetzen, doch irgendwie haperts an der Umsetzung.
    **Einfach tun, einfach tun, das ist alles...

    Einmal fehlt das Geld, einmal die Ausbildung, einmal die Zeit, dann bin ich zu jung oder zu alt.
    **Quatsch: Du hast genug Geld, die richtige Ausbildung, und bist im genau richtigen Alter.

    Entscheide ich mich für einen Weg komme ich kurzfristig gut voran und dann stellen sich unüberwindbare Hindernisse in den Weg.
    **Es gibt nur Herausforderungen, keine Hindernisse- so ähnlich sagte mal der Dalai Lama.

    Jeden Tag motiviere ich mich selbst an einem von mir gesetztem Ziel zu arbeiten bzw. es zu erreichen und jeden Tag zerren mich dann Zweifel wieder auf den Boden der Realität.
    **Ja nun, dort spielt sich das Leben eben ab.

    Mein ganzes Leben ist so wirr, willkürlich und facettenreich, ich hab das Gefühl zwar alles zu erkennen,
    es aber nicht richtig steuern zu können.
    **Das geht den meisten so.

    Mein Geist arbeitet und arbeitet und arbeitet, stellt Fragen und denkt und denkt...
    **Jepp, das ist der Affengeist im Zen...Der hat das drauf, bei allen Menschen...So ein Schelm.

    Noch 1 1/2 Monate arbeite ich und habe diese Wohnung, danach ist alles offen. Wie soll ich nun meine Zukunft gestalten?
    **Wie soll ich wissen, was Du erreichen willst? Darauf musst Du selber kommen...

    Ich spiele mit dem Gedanken einfach nach Indien oder Nepal zu gehen und die Welt dort zu erkunden.
    **Auch dort kochen sie mit Wasser und Deine Fragen nimmst Du dorthin mit, auch dort mußt Du sie selber beantworten. Kloputzen kannste auch in Deiner Wohnung, und buddhistische Gemeinschaften gibts auch hier. Nur suchen solltest Du sie selber.
    Wünsche Dir alles Gute und jede Menge Ausdauer.
    _()_ c.d.
    Rocky

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    Tag für Tag ein guter Tag

  • mr.balboa
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    • 19. Mai 2012 um 01:25
    • #6

    Genug Input um meinen Geist für die nächsten 3 Monate zu beschäftigen :D


    crazy-dragon

    da könnte man fast neidisch werden auf deine einfache Sicht der Dinge :D

    nur, wie kann ich weniger denken?

    Axel Benz:
    mr.balboa:

    Ist es wirklich die Motivation hinter einer Handlung die das Karma bestimmt? Aus eigener Erfahrung kann ich dem leider
    nur bedingt zustimmen. Viele meiner Handlungen die ich mit einer positiven Motivation ausgeführt
    habe haben meiner Person und meinem Umfeld geschadet. Denke ich etwa in einem zu kleinen Rahmen?


    Ich würde gerne positiv Handeln, Gutes tun und meine Energie richtig einsetzen, doch irgendwie haperts an der Umsetzung.

    Einmal fehlt das Geld, einmal die Ausbildung, einmal die Zeit, dann bin ich zu jung oder zu alt.

    Entscheide ich mich für einen Weg komme ich kurzfristig gut voran und dann stellen sich unüberwindbare Hindernisse in den Weg.
    Das ist frustrierend.


    Das ist jetzt alles sehr allgemein gehalten - Antworten dürften deshalb ebenso allgemein ausfallen. Vielleicht konkretisierst du das ja etwas (z.B. 'Einmal fehlt das Geld, einmal die Ausbildung, einmal die Zeit, dann bin ich zu jung oder zu alt.')?

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    Konkret ausgedrückt, wie kann ich mit den Fähigkeiten und Kenntnissen die ich habe, in meinem Alter (27) meinen Lebensunterhalt verdienen ohne anderen Lebewesen zu schaden und weiterhin meiner Buddhistischen Praxis zu folgen, bzw. sie intensivieren (Zentrum, Retreat usw.)?

    Leider ist nach 1 1/2 Monaten ein grosses Fragezeichen da.

    Für ein Studium welches ich gerne machen würde fehlt mir das Abitur.
    Um eine Ausbildung die ich eventuell gerne machen würde, fehlt mir das Geld.
    Um mich selbständig zu machen, fehlen mir die Ideen und das Geld.
    Um wieder in Hotel Mama zu logieren bin ich zu alt.
    Um in Rente zu gehen bin ich zu jung.

    Ok dann ist da noch die Zeit, die fehlt mir nicht ja, die habe ich.


    Ji'un Ken:
    Zitat

    ...Mein ganzes Leben ist so wirr, willkürlich und facettenreich, ich hab das Gefühl zwar alles zu erkennen,
    es aber nicht richtig steuern zu können....


    Eine gute Erkenntnis.
    Du kannst es auch nicht steuern. Du hast nur auf einen sehr begrenzten Bereich deines Lebens einen direkten Einfluss.

    Doch wo ist die Grenze zwischen dem was man kontrollieren kann und dem was nicht?

    Ji'un Ken:
    Zitat

    ...Ich spiele mit dem Gedanken einfach nach Indien oder Nepal zu gehen und die Welt dort zu erkunden.
    Aber wenn man Neuland betritt dann am besten mit jemandem zusammen der sich dort auskennt oder nicht?...


    Warum denn in die Ferne schweifen?
    Was glaubst oder hoffst du, dort zu finden, was du nicht auch hier in Deutschland finden kannst?

    Ruhe, Ausgeglichenheit, Distanz zu meiner unangenehmen Vergangenheit? Hier weiss ich nicht wie ich mein Leben in Zukunft finanzieren soll. Neue Erfahrungen. Einen Schritt abzuschliessen bzw. etwas konkret umzusetzen.

  • Cosma
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    13. Mai 2012
    • 19. Mai 2012 um 10:05
    • #7

    Lieber Mr. Bilboa,

    ich bin zwar noch recht neu hier und auch keine der Sattelfestesten in Sachen buddhistische Lehre, aber so viel habe ich im Laufe der Jahre gelernt: es gibt nichts Gutes, außer man tut es.

    Meditieren, sich an die Vier Edlen Wahrheiten und den Achtfachen Pfad halten, den Geist und das Herz offen halten (=lernen) und der Rest ergibt sich von allein. Klingt einfach, ist es auch, kommt einem nur anfangs nicht so vor. ;) Es ist zu simpel und scheint so gar nicht in unsere komplexe Welt zu passen.

    Was Dein berufliches Dilemma angeht, wird es sicher eine Lösung geben. Ich kenne solche Höhen und Tiefen aus meinem (39-jährigen) Leben nur zu gut. Je mehr ich mich in das Problem verbiss, je zwanghafter ich nach Lösungen suchte, umso weiter rückten sie von mir weg. Erst wenn ich Abstand von ihnen nahm (Achtung, das bedeutet nicht sie zu leugnen!), wenn ich mich auf das Wesentliche besann und mich entspannte, ergaben sich Möglichkeiten, die ich mir vorher nicht im Traum hätte ausmalen können. Das mag wohl auch daran gelegen haben, dass ich ohne die Entspannung nicht in der Lage gewesen wäre eine Lösung zu erkennen, selbst wenn man sie mir ins Gesicht geschmiert hätte....

    Wenn ich Deine Worte so lese, dann fühlt sich das für mich an wie eine Kugel zu beobachten, die in einem Flipperautomaten hin und her flitzt, von einer Ecke in die andere....rauf....runter...links....rechts.....Mitte...oben....links....runter......Und während diese Kugel so hin und her flitzt, wird man dann gefragt: "Und, wie sieht die Kugel aus? Welchen Durchmesser hat sie? Aus welchem Material ist sie gemacht? Welches Gewicht hat die Kugel? Diese Fragen kann man jedoch erst beantworten, wenn die Kugel stillsteht und man sie in die Hand nehmen und betrachten kann. Aber vor lauter Angst, dass man den High Score verpassen könnte, lässt man die Kugel lieber weiter hin und her flitzen, immer schneller, hektischer, kraftvoller. Und was, wenn die Kugel aus Gold ist und innen drin vielleicht sogar noch ein Diamant versteckt ist? Nun, man wird es nicht erfahren, solange man sich auf den High Score konzentriert und die Kugel hin und her flitzen zu lassen......

    Du kannst Dein Leben nicht steuern. Aber Du kannst das steuern, was das Leben Dir vor die Füße wirft. Entspanne Dich und mache das Beste aus allem. Ob das nun unbedingt im Retreat in Asien sein muss/soll? Diese Frage kannst letztlich nur du beantworten. Ich hatte es für mich auch mal in Betracht gezogen, den Gedanken dann jedoch wieder verworfen. Wie ein Vorredner schon sagte: Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah. Warum kompliziert, wenn's auch einfach geht. Es braucht für mein Dafürhalten nicht zwingend einen Retreat in einem exotischen Land, um Ruhe, Ausgeglichenheit, Distanz zu erfahren. Es ist "nur" eine Frage der inneren (geistigen) Haltung. Ob man diese nun in Castrop-Rauxel oder einem nepalesischen Kloster übt, sollte doch eigentlich egal sein, oder? Ich habe für mich zumindest entschieden, dass ich so eine Reise schon noch machen werde und zwar genau dann, wenn ich so richtig Bock drauf habe und allein der Gedanke daran mir schon ein Lächeln ins Gesicht zaubert.

  • crazy-dragon
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    16. Dezember 2007
    • 19. Mai 2012 um 19:47
    • #8
    mr.balboa:


    1. nur, wie kann ich weniger denken?
    2. Konkret ausgedrückt, wie kann ich mit den Fähigkeiten und Kenntnissen die ich habe, in meinem Alter (27) meinen Lebensunterhalt verdienen ohne anderen Lebewesen zu schaden und weiterhin meiner Buddhistischen Praxis zu folgen, bzw. sie intensivieren (Zentrum, Retreat usw.)?
    3. Für ein Studium welches ich gerne machen würde fehlt mir das Abitur.
    Um eine Ausbildung die ich eventuell gerne machen würde, fehlt mir das Geld.
    Um mich selbständig zu machen, fehlen mir die Ideen und das Geld.
    Um wieder in Hotel Mama zu logieren bin ich zu alt.
    Um in Rente zu gehen bin ich zu jung.
    4. Doch wo ist die Grenze zwischen dem was man kontrollieren kann und dem was nicht?

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    1. Wenn Du Za-Zen üben würdest, legen sich diese Denkspielchen. Man erkennt die Flüchtigkeit und langsam verebbt der Gedankenstrom. Wie das geht, kannst Du hier im Forum, im Internet sowie auf websites nachlesen. Und das nimmt man in den Alltag mit: Achtsam sein, im jetzigen Moment voll präsent sein.

    2. Na, wenn Du nicht gerade Metzger bist oder sowas in der Richtung, müsste das gehen. Das funzt bei Tausend anderen auch. :P

    3. Na wie hast Du denn bisher Dein Geld verdient? Für den Buddhaweg brauchste weder ein Studium, noch eine Ausbildung, geschweige denn musste selbständig sein, noch der Mutti auf die Nerven gehen oder dem Staat als Frührentner. :D

    4. Die ist fliessend, wirst Du dann schon merken und eigentlich bei Deinen derzeitigen Problemen völlig uninteressant. Nimm an, ein Pfeil hat Dich getroffen: Willst Du dann allerlei Dinge erfahren, welche Haarfarbe der Schütze hat, ob er raucht- oder ziehst Du erst den Pfeil heraus und versorgst dann Deine Wunde? :oops:

    _()_ c.d.

    Tag für Tag ein guter Tag

  • karmahain
    Gast
    • 19. Mai 2012 um 23:47
    • #9

    @ Rocky

    Um erstmal zu verhindern dass Du mit deinem verwirrten Geist bruchlandest würde ich Dir auf jeden Fall raten mit dem meditieren aufzuhören.
    Ich weiß ja nicht wie Du meditierst oder mit welcher Motivation aber Du beschreibst klassische Anzeichen dafür, dass man aufhören sollte.
    Ich möchte nicht sagen dass Meditation für Dich schlecht ist oder es etwas besseres für Dich gibt, aber Du scheinst Dir von der Mediation etwas zu erwarten.
    Meditation bedeutet einfach das mühelose verweilen im hier und jetzt. Wenn Du beschreibst:

    mr.balboa:

    Mein Geist arbeitet und arbeitet und arbeitet, stellt Fragen und denkt und denkt...

    dann ist das Dein Verstand. Du identifizierst Dich anscheinend auch sehr stark mit dem Denken, was die meisten Menschen machen.
    Deine Beschreibungen kann ich sehr gut verstehen, ich habe ähnliches durchlebt aber ich würde dringend empfehlen wieder Erdung zu finden.
    Erdung kann bedeuten ganz einfache Dinge zu tun und eben nicht zu versuchen durch meditation einen besonderen Zustand zu erreichen.
    Gurtes Essen, körperliche Bewegung, ganz normale Gespräche mit ganz normalen Leuten. Wenn Du das nicht hinbekommst brauchst Du auch nicht nach Indien oder Nepal flüchten, denn
    die Gespräche werden da auch nicht einfacher.

    Um mal ein paar Grobe Irrtümer Deiner Sichtweise aufzuzeigen:

    mr.balboa:

    Wie lasse ich dieses Leben sinnvoll werden?

    Es gibt kein dieses meine Leben. Du bist Leben. Dein Verstand mag sagen, dass Du ein Leben hast dass Du verlieren kannst. Dass es dabei um Leben oder Tod geht. Dass das Gegenteil vom Leben der Tod ist. All das ist eine illusion. Es gibt kein Gegenteil zum Leben. Das Gegenteil vom Tod ist die Geburt. Deswegen kannst Du dieses Leben auch nicht sinnvoll werden lassen. Du kannst es einfach nur sein. Und Du kannst es immer nur im jetzt sein. Wenn Du versuchst in der Zukunft ein sinnvolles Leben zu führen wirst Du immer einer Illusion Deines Verstandes hinterherrennen. Natürlich kannst Du Pläne machen und Dir Ziele setzen. Aber es geht um das hier und jetzt und nicht darum was Du damit erreichst.

    mr.balboa:

    Jeden Tag nagt das schlechte Gefühl an mir, dass ich die letzten 27 Jahre meines Lebens verschwendet habe
    und es auch weiterhin tue. Nur wie höre ich auf mein Leben zu verschwenden? Woher weiss ich dass die Entscheidungen
    die ich treffe positive Resultate hervorbringen?

    Das Gefühl kenne ich. aber letzlich ist jede Erfahrung im Leben, jedes Scheitern und Mißerfolg eine möglichkeit aufzuwachen. Und wann? jetzt!
    Die Vergangenheit exisitert nur noch in Deinen Gedanken und Emotionen. Du kannst sie betrachten und daraus lernen. aber dann wende Dich einfach dem zu was vor der Nase liegt.
    Verlier Dich auch nicht in der Zukunft, denn die brauchst Du nur um Termine zu machen oder ein paar Pläne und Ziele festzulegen. Dann ist gut und wende Dich einfach wieder dem jetzt zu.

    mr.balboa:

    Denke ich etwa in einem zu kleinen Rahmen?

    Es geht nicht darum mehr oder größer zu denken sondern über das Denken hinauszugehen.
    Solange Du Dich mit dem Denken identifzierst bist Du gefangen in diesem Rahmen.
    Beobachte einfach Deine GEdanken und zwar nicht nur wenn du formal meditierst, wass ich erstmal sein lassen würde.
    Sondern wenn Du ganz alltäglich Dinge tust. Kochen, einkaufen, putzen, zur Arbeit fahren während der Arbeit (kommt darauf an was Du machst, geht bei bestimmten tätigkeiten besser oder schlechter)

    mr.balboa:

    Ich würde gerne positiv Handeln, Gutes tun und meine Energie richtig einsetzen, doch irgendwie haperts an der Umsetzung.

    Einmal fehlt das Geld, einmal die Ausbildung, einmal die Zeit, dann bin ich zu jung oder zu alt.

    Entscheide ich mich für einen Weg komme ich kurzfristig gut voran und dann stellen sich unüberwindbare Hindernisse in den Weg.
    Das ist frustrierend.

    Jeden Tag motiviere ich mich selbst an einem von mir gesetztem Ziel zu arbeiten bzw.
    es zu erreichen und jeden Tag zerren mich dann Zweifel wieder auf den Boden der Realität.

    Um voll im hier und jetzt zu leben brauchst Du weder Geld, Zeit oder eine bestimmte Ausbildung.
    Das sind alles Ausreden Deines Verstandes. Der Verstand findet das hier und jetzt zu langweilig und malt sich deswegen spannende spirituelle Abenteuer in einem Kloster in Nepal aus.

    Setzte Dir einfache kleine Ziele im Alltag. Zweifel sind einfach GEdanken und Emotionen die Du beobachten kannst. bekämpfe sie nicht udn verdränge sie nicht. Lass sie einfach zu und beobachte...

    Soviel von mir als Landehilfe für jemanden der den nächst besten Flieger ausgeliehen hat... ;)

  • mr.balboa
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    • 20. Mai 2012 um 06:01
    • #10

    BALBOA bitte ja :D

    Ich muss zugeben, die Umschreibung mit der Flipperkugel trifft ziemlich genau zu….

    Die High Score zu erreichen ist aber nicht mein Ziel und auch nicht der Grund weshalb die Kugel da herumflitzt. Den Grund ist, dass die Kugel nicht auf die Ausbahn rollt und das Spiel dann vorbei ist ;-D


    Leider bin ich nicht tausend andere sondern identifiziere mich als "Ich" wie ihr alle auch. (Ich bin mal so frei und unterstelle euch, euch noch nicht von der Anhaftung am ich befreit zu haben ;-D)

    Metzger ist ein gutes Stichwort.
    Mal angenommen ich wäre Bolzenschiesser im Schlachthof, Söldner im Irak oder CIA Folterknecht in Guantanamo Bay. Würdet ihr mir dann auch empfehlen bei meinem Tun präsent zu sein?
    Für mich gibt es einen klaren Unterschied zwischen heilsamen und unheilsamen Handlungen. Die von mir erwähnten "Berufe" sowie mein jetziger erfordern dass ich unheilsame Handlungen ausführe, was mir schlussendlich auch selbst schadet.

    Wenn man sein Leben nicht sinnvoll werden lassen kann wie Karmahain sagt, ist es demnach egal was man denkt, spricht oder wie man handelt. Wofür hat Buddha uns dann Empfehlungen gegeben wie wir uns vom Leid befreien können?

    Termine machen ein paar Pläne und Ziele. Sollten es aber nicht die richtigen sein? Diejenigen die Leid vermeiden und Glück vergrössern?

    Natürlich erwarte ich etwas von der Meditation, sonst würde ich nicht meditieren. (Wenn man überhaupt schon von Meditation bei mir sprechen kann.) Alle Tätigkeiten haben einen Grund, oder ein Ziel das ist mit der Meditation nicht anders. Ich erwarte z.B. dass ich irgendwann mal meditative Stabilität erreiche und meinen Geist besser lenken kann. Das kann ich auch erwarten, weil es irgendwann einmal eintreffen wird. Hoffentlich in diesem Leben.

    Ganz normale Gespräche mit ganz normalen Leuten? Ich muss zugeben, das habe ich bis jetzt noch nicht hinbekommen, für mich ist jede Person und jedes Gespräch einzigartig, was impliziert, dass sie und es sich von der Normalität abhebt. Was ist schon Normal? Wir hier in Europa und die in Nepal und Indien sind abnormal?
    Alltägliche Dinge? Wenn man das Leben so beobachtet wie du es empfiehlst gibt es keine alltäglichen Dinge mehr, jeder einzelne Augenblick wird einzigartig.

    Manchmal frage ich mich tatsächlich wer oder was auf mich geschossen hat, aber im Moment bin ich damit beschäftigt herauszufinden wie ich den Pfeil der mich getroffen hat, herauszuziehen. Oder vielleicht schon dabei die Wunde richtig zu versorgen?


    Ich kann die Empfehlung, aufzuhören zu meditieren in kleinster Weise nachvollziehen. Für mich ist die Meditation in meinem Tagesablauf eingebunden und wird auch nicht mehr verschwinden.


    DING ich höre den Gong zur 2. Runde

  • Lirum Larum
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    Buddh. Richtung
    Ich protestiere gegen den mangelnden Respekt vor den unterschiedlichen Traditionen.
    • 20. Mai 2012 um 08:23
    • #11

    Ja, mit dem Meditieren GANZ aufzuhören, ist kein verständiger Rat, den man in Ferndiagnose stellen kann. Sorry, karmahain - es ist klar, dass Du das rechtschaffen und gut gemeint hast.

    Bestätigen kann ich aber, dass ein Abfahren in spirituelle Gefilde oft kontraproduktiv sein kann. Man muss also immer gucken, welches Reinigungsmittel man wie anwendet. (Salmiakgeist gegen Akne ist falsch, auch wenn Salmiakgeist ansonsten ein gutes Mittel ist.)
    Aber den richtigen Weg macht die Beständigkeit aus. (Z.B. Zweimal täglich zwei Minuten Meditation, und das nicht aufgeben.)
    Man nimmt Schwierigkeiten ja mit in den Pfad, nutzt sie als Wegweiser und Übungsobjekt - manchmal kann man auch einfach nur zugucken, wie sie sich allmählich auflösen, wenn man treu bei seinem eingeschlagenen Weg bleibt.
    Dabei geht man aber nie mit dem Holzhammer gegen sich selber vor. Eher tastet man sich wie barfuß vorsichtig über einen Waldpfad. Da nutzt stehenbleiben auch nichts, man muss halt geschickt werden.

    Eine Reise kann horizonterweiternd sein, aber zum Flüchten vor den eigenen Problemen taugt sie erfahrungsgemäß nicht, da gebe ich den Vorrednern/schreibern Recht.
    Trotzdem kann eine Reise auch das Richtige sein, wenn man keine falschen Erwartungen dranhängt.

    Ich drück Dir die Daumen, balboa, dass Du einen hilfreichen Job finden kannst. Eine heilsame Tätigkeit - sowas gibt es doch irgendwo auf der Welt. :)
    Letztendlich sind alle Pfeile, von denen man getroffen wird, im eigenen Geist entstanden, im eigenen Geist abgeschossen und das Aufgeben des eigenen Geistes kann das alles heilen.
    Geduld und Spucke!!!

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • ekkhi
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    22. Februar 2012
    • 21. Mai 2012 um 09:53
    • #12

    Hi mr.balboa,
    mein Eindruck ist, Du musst die Füße auf den Boden kriegen.
    Vielleicht ist Körperachtsamkeit ganz hilfreich.
    Viel Achtsamkeit auf den Körper, Bewegung.
    Wenn Du in kleinen Dingen merkst, was Du willst, mach das.
    _()_ ekkhi

  • karmahain
    Gast
    • 21. Mai 2012 um 11:53
    • #13
    mr.balboa:

    Mal angenommen ich wäre Bolzenschiesser im Schlachthof, Söldner im Irak oder CIA Folterknecht in Guantanamo Bay. Würdet ihr mir dann auch empfehlen bei meinem Tun präsent zu sein?

    Du kannst sehr schnell herausfinden ob das was Du gerade machst Sinn macht für Dich. Entweder Du zeigst Bereitwilligkeit, Freude oder Enthusiasmus. Wenn ein Job einfach nur langweilig ist, dann macht es vielleicht keine FReude oder man ist nicht Enthusiamstisch, aber man kann es bereitswill machen. Und warum? weil Du auch gerne ein Dach über dem Kopf hast und etwas essen magst. Du kannst Dich natürlich fragen wieiviel Lebenszeit Du gegen materiellen Komfort bereit bist einzutauschen. Ich glaube jeder sollte da sein eigenes Maß finden. Wenn Du nicht bereits bist viel Zeit für's arbeiten zu opfern dann vereinfache Deine Lebenssituation so weit es geht. Suche Dir eine günstige Wohnmöglichkeit, setzte Dich mit gesunder Ernährung auseinander die nicht viel kostet und verzichte auf schnickschnack. Containern kann ich empfehlen, da spart man sich in zwei Stunden das Geld was man sonst an einem Tag erarbeiten müsste und es ist fast schon unethisch in einer Überflussgesellschaft in der wir Leben und alleine in Deutschland 20 Mrd euro an Lebensmitteln (das sind 50%) in den Müll kommen nicht zu Containern. Wohnmöglichkeiten gibt es dank 1 Millionen Leerstehenden Wohnungen alleine im Osten sicher auch genug. Es gibt gemeinden, die geben einem ein Haus für 1 Euro wenn man bereit ist in eine Region zu ziehen wo sonst keiner hinwill und alle abhauen. Krankenkasse ist natürlich ein anderes Ding aber auch Chemie kann man sicher verzichten wenn man sich gesund ernährt und auch den Kopf nicht zumüllt. Bei unfällen allerdings ne Feine Sache...

    mal zu dem Thema Meditation. Viele scheinen hier dank 20 Jahre Mediation ganz klare vorstellunge davon zu haben was das ist und was nicht. Vor allem aber welches Ziel es denn dienen soll.
    Hierzu mal meine Sichtweise:
    Es geht bei der Meditation darum voll bewusst im hier und jetzt zu sein. Es geht also darum voll präsent zu sein und alles wahrzunehmen und zu beobachten was ist. Das sind vor allem die Gedanken, die Emotionen in Form von Erinnerungen an die Vergangenheit und Hoffnungen an eine Zukunft. Aber auch die Wahrnehmungen der Außenwelt und des eigenen Körpers.
    Um es mal etwas provokant zu formlurien für die die gerne die Meditation zur Weltflucht nutzen:
    Wir können garnicht nicht meditieren. Denn wir können auch nicht nicht im hier und jetzt leben. Natürlich kann man das vergessen und ein Haufen Schleier können uns davon ablenken aber letzlich leben wir die ganze Zeit schon im Jetzt. Wenn nun Meditation dazu führt, dass die Schleier sichtbar werden und wir dies besser erkennen können, na Prima, dann brauchen wir uns bald nicht mehr extra dafür hinsetzten sondern können die ganze Zeit meditieren, egal was wir machen, da wir auch die ganze Zeit im jetzt leben. Wenn die Meditation ein Ziel in der Zukunft hat, am besten noch so eine wunderbare Vorstellung von Erleuchtung, dann mag das eine Beschäftigungstherapie für's spirituelle Ego sein, was durchaus Sinn macht und man merkt dass dann irgendwann auch von ganz alleine wie gekünstelt man wird und erdet sich dann von ganz alleine.
    In unserer westlichen Kultur werden wir vor allem von der Identifkation mit unseren GEdanken gefangen genommen. Wir können auch davon ausgehen, das vielleicht 90% der Menschen sehr unbewusst sind und sich hauptsächlich mit ihren Gedanken und Emotionen identfizieren. Sie schlafen sozusagen tief. Wenn wir meditieren dann haben wir die Chance aufzuwachen aus einem Traum. Dass ist nicht immer angenehm, je nach TRaum den wir gerade träumen. Die Traumwelt aus GEdanken und Emotionen ist so stark, dass die wenigsten von alleine aufwachen. Die meisten brauchen Leid dafür und deswegen gibt's ja auch soviel. Es ist sozusagen der Stoff der dafür sorgt, dass wir nicht noch tiefer einschlafen. Wenn jemand jetzt meditiert um einfach einen angenehmeren Traum zu träumen, dann mag das eine Weile funktionieren. Die Welt der Formen in denen man den angehmen hinterrennt ist eben sehr felxibel und verführerrisch aber auch die angehmenen Vorstellungen in einem Kloster in Nepal zu sitzen und sich dann den TRaum anzuschauen können schnell zum Alptraum werden. Wenn es einem dann zu aufwachen verhilft prima, wenn nicht kann man eben sagen wie spirtuell man doch ist und sieht dann den Lebensinn darin sich einzureden der Sinn des Lebens bestehe daraus zu sitzen und das dann Meditation zu nennen.
    Nochmal in kürze:
    Meditation ist ein wunderbares Werkzeug von denen es viele Ausführungen gibt für verschiedene Menschentypen.
    Aber sie sollen einen aufwecken. Für das erste erwachen kannst Du sowieso nix machen. Es passiert einfach oft durch unangehme Erfahrungen wie Unfälle oder eine Krankheit. Die meisten schlafen danach wieder ganz tief ein und ahnen nur, dass sie bereits eine Erfahrung gemacht haben, die viele FRagen aufwirft und sie haben das Gefühl, dass die meisten Menschen nicht wirklich verstehen was da passiert ist. Wenn alle um Dich herum träumen ist es schwer aufzuwachen und den anderen zu erzählen dass das nur ein TRaum ist. Es ist leichter mit Menschen die bereits Wissen, dass es ein TRaum ist. Man kann dann den gemeinsamen TRaum auf der Ebene natürlich immer noch gestalten aber die schwere der Identifikation eines Ich oder Selbst fällt dann weg.

  • Anicca
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    8. April 2012
    • 31. Mai 2012 um 09:56
    • #14

    [quote='mr.balboa']Namaste (So richtig?)


    Wie lasse ich dieses Leben sinnvoll werden?


    Lass einfach das "Ich" weg !

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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