1. Übersicht
  2. Forum
  3. Lexikon
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
Dieses Thema
  • Alles
  • Dieses Thema
  • Dieses Forum
  • Seiten
  • Forum
  • Lexikon
  • Termine
  • Erweiterte Suche
  1. Buddhaland Forum
  2. Buddhismus
  3. Allgemeines zum Buddhismus

Uchiyamas Zen

  • darkwave
  • 24. April 2012 um 15:56
  • Zum letzten Beitrag
1. offizieller Beitrag
  • darkwave
    Gast
    • 24. April 2012 um 15:56
    • #1

    werte forumsgemeinde

    nachdem kosho uchiyama meister sawaki zum ersten mal sah, schrieb er folgende definition von zen auf:

    1.der budhhadharma ist der letztgültige weg zu leben.
    2. zazen zu üben heisst das durchscheinende selbst zu werden.
    3.zazen zu üben bedeuted : selbst durch das selbst mit dem selbst zu tun.
    4. zazen zu üben heisst das selbst zu werden das eins mit dem universum ist.
    5. zazen ist für nichts gut.

    dies bedeuted meiner meinung nach nichts anderes, als die japanische aufassung von buddha:" der geist selber ist buddha" , und steht so auch in direktem wiederspruch mit dem achtfachen pfad, insbesondere der rechten rede, die dann ja als untötiger "aufsatz" wegfällt. mit anderen worten : mehr mensch weniger heilig.

    zen ist damit individualistischer, menschlicher, durchlässiger und schlicht und einfach zukunftstauglicher als theravada und alle anderen richtungen.

    gruss zenbo

    moderatoren, kann man das bei allgemeines stehen lassen?

  • xxx
    Reaktionen
    164
    Punkte
    10.244
    Beiträge
    1.956
    Mitglied seit
    11. Mai 2011
    • 24. April 2012 um 16:11
    • #2
    darkwave:

    1.der budhhadharma ist der letztgültige weg zu leben.

    Damit ist doch der 8 fache Pfad gemeint ! Ich sehe da keinen Widerspruch !

    darkwave:

    zen ist damit individualistischer, menschlicher, durchlässiger und schlicht und einfach zukunftstauglicher als theravada und alle anderen richtungen.

    Welches Fahrzeug passt, muss jeder Mensch für sich selber entscheiden, je nach Geschmack, dies ist ja gerade sein einziges Privileg.
    Wenn nötig auch sich selbständig zu machen und als freier Pirat auf seinem eigenen Boot(Fahrzeug) übers Meer zu Segeln. :D

    Gruss Bakram

    P.s. Sehe gerade, dass mein erster Beitrag als Buddhapirat die Nummer 666 trägt, na so eine teuflische Zahl passt ja gut zu einem währschaftem (CH: deftig, handfest, derb) Piraten :D

  • void
    Globale Moderation
    Reaktionen
    7.705
    Punkte
    61.997
    Beiträge
    10.737
    Mitglied seit
    6. August 2009
    Buddh. Richtung
    Zen
    • 24. April 2012 um 17:21
    • Offizieller Beitrag
    • #3
    darkwave:

    dies bedeuted meiner meinung nach nichts anderes, als die japanische aufassung von buddha:" der geist selber ist buddha" , und steht so auch in direktem wiederspruch mit dem achtfachen pfad, insbesondere der rechten rede, die dann ja als untötiger "aufsatz" wegfällt. mit anderen worten : mehr mensch weniger heilig.

    Vielleicht ist es einfach mehr Vertrauen in den Menschen, dass bei achtsamen Wirken Achtsamkeit sich auch im Reden einstellt und man deswegen nicht mehr so genaue Kriterien aufstellen muss. So wie bei amerikanischen Mikrowellen in der Anleitung steht, dass man keine Haustiere drin wärmen kann, während man bei uns annimmt, dass sich das von selbst versteht. Dass man deswegen Katzen in die Mikrowelle tun darf, heisst das nicht.

    Es unterscheidet sich weniger die Sache selbst als die Sichtweise drauf: Im Thervada betrachtet man den Pfad als etwas was vor einem liegt. Dabei wird in den Schriften genau aufgegliedert, um welche Teilbereiche es da geht.

    Im Zen wird der integrale Aspekt des Dharmas betont. Also dass es sich nicht um die Stufen eines Pfades handelt, sondern alles vom selben Geist durchdrungen ist. Und dieser eine Geist der Achtsamkeit äußert sich eben in Reden, Handeln und Streben. Der Pfad wird also von seinem Ende her aufgezogen.

    Diese konzentrierte Sicht hat natürlich Vorteile, hatte aber in der Geschichte auch öfter den Nachteil, dass es von manchen so ausgelegt wurde, als gänge es lediglich um das Erkentnis der Leerheit in der Meditation und Koanpraxis während Ethik, rechte Lebensführung und Mitgefühl sekundär seien. Dieser Auffassung wurde sowohl von Dogen als auch von Hakuin widersprochen. Keine Katze in Mikrowelle.

    • Nächster offizieller Beitrag
  • Hanzze.
    Gast
    • 24. April 2012 um 17:25
    • #4

    Verstehe ich nicht, kannst du das in andere Worte fassen?

  • Jinen
    Gast
    • 24. April 2012 um 17:28
    • #5
    darkwave:

    zen ist damit individualistischer, menschlicher, durchlässiger und schlicht und einfach zukunftstauglicher als theravada und alle anderen richtungen.

    Für mich (und das wundert sicher niemand) gilt das selbe (vielleicht noch stärker :P ) fürs Shin (Und sicher gilt es in ähnlicher weise auch für die Nichiren-Schulen).
    Zen (vor allem in seiner jap. Ausformung) hat mir immer noch etwas preussisch militärisches an sich. Man denke nur an dies Akkuratheit beim Auffalten und Verteilen der Essschalen.

    Zukunftstauglicher ist aber ne ganz andere Frage. Einerseits kommt das auf Moden und Bedürfnisse an, da kann eine Richtung sich mehr durchsetzen, die die Vorstellungen der Menschen am besten bedient.
    Wenn es um die idee der persönlichen Entwicklung geht, da sind die Stufenweisenpfade sicher ansprechender.
    Wenn es um die gegenseitige Durchdringtsein alles Seins geht, da könnte sich der Kegon-Buddhismus durchsetzen.
    Wenn es um Schlichtheit geht, dann Zen, Shin, Nichiren, wenn es um Farbigkeit geht, dann Vajrayana.
    Aber ich denk, es wird sich ein ganz neuer Buddhismus hier entwickeln. Und wird von allen Traditionalisten auf heftigste bekämpft werden (das sieht man ja inzwischen bei dem recht zahmen Stephen Batchelor schon)
    Aber wenn ich ehrlich bin, ich glaube nicht, daß der Buddhismus in Europa über sein Nieschendasein hinaus wachsen wird. Ich denk auch nicht, das das schlimm ist. Es sind einfach viele traditionellen Zöpfe, die man mitschleppt.
    Und die Zukunft wird einfach sehr vielschichtig sein, was religiöse und weltanschauliche Vorstellungen und Modelle angeht. Eine Stimme unter vielen sind dann die verschiedenen buddh. Stimmen nur.

  • darkwave
    Gast
    • 24. April 2012 um 17:28
    • #6
    Hanzze.:

    Verstehe ich nicht, kannst du das in andere Worte fassen?

    wen verstehst du nicht, void ,mich?

    gruss zenbo

  • Grund
    Punkte
    32.810
    Beiträge
    6.483
    Mitglied seit
    18. Juni 2011
    • 24. April 2012 um 18:03
    • #7
    darkwave:

    zen ist damit individualistischer, menschlicher, durchlässiger und schlicht und einfach zukunftstauglicher als theravada und alle anderen richtungen.


    Pah ... alles das Gleiche 8)

  • Hanzze.
    Gast
    • 24. April 2012 um 18:28
    • #8
    darkwave:
    Hanzze.:

    Verstehe ich nicht, kannst du das in andere Worte fassen?


    wen verstehst du nicht, void ,mich?
    gruss zenbo


    Ich meinte den Text von Void.

  • darkwave
    Gast
    • 24. April 2012 um 19:15
    • #9
    Grund:


    Pah ... alles das Gleiche 8)

    das sagen alle die ständig hier rumhängen. 8)

    gruss zenbo

  • Onyx9
    Gast
    • 24. April 2012 um 20:58
    • #10

    "der budhhadharma ist der letztgültige weg zu leben."

    Die Gewichtung im Zen auf 6-8 bewirkt auch 1-5
    und im "durchscheinenden Selbst" erlebt, erfährt und versteht man auch den 8 fachen Pfad.

    Eine "Definition", des Buddhadamma , die aus dem direkten Erleben stammt, ist ja gerade die Lehre/der Weg.

    http://www.dhammatalks.net/German/Buddhad…ddha-Dhamma.pdf

  • bel
    Gast
    • 24. April 2012 um 21:04
    • #11
    Jinen:

    Zen (vor allem in seiner jap. Ausformung) hat mir immer noch etwas preussisch militärisches an sich. Man denke nur an dies Akkuratheit beim Auffalten und Verteilen der Essschalen.


    Wenn mans macht - und zum Essen gehört dann schon noch n bissel mehr - stellt sich das vollkommen anders da: Man merkt ständig, wie, wann, wo man nicht bei der Sache ist.
    So wie ich es erlebt haben, hat es so überhaupt nichts von einem miltärischem Drill an sich, sondern ist ein ständiges sich Gegenübertreten. Es ist nicht nur ein Achten auf sich selbst, sondern im selben Moment auf die anderen achten. Sei es, um zu lernen, wie man es machen kann, sei es, um einander zu helfen.
    Was will man da noch erfinden?

    _()_

  • void
    Globale Moderation
    Reaktionen
    7.705
    Punkte
    61.997
    Beiträge
    10.737
    Mitglied seit
    6. August 2009
    Buddh. Richtung
    Zen
    • 24. April 2012 um 22:36
    • Offizieller Beitrag
    • #12
    Hanzze.:
    darkwave:


    wen verstehst du nicht, void ,mich?
    gruss zenbo


    Ich meinte den Text von Void.

    Was ich sagen wollte ist, dass Zen natürlich Buddhismus ist und als solcher den vollständigen achtfachen Pfad beinhaltet.

    Wenn wir die jetzt vorhanden buddhistischen Schulen betrachten, kommen wir ja leicht zu einer Sicht, wo wir Theravada und Mahyana einander gegenüberstellen. Historisch ist es aber wohl so, dass der Buddhismus als er sich von Indien nach China verbreitete sehr intellektualisiert, komplex und theoretisch wurde. Diesem Theoriengestrüpp gegenüber vollzog Chan den Schritt, wieder zurück auf das Einfach und Schlichte zu gehen. Auf die Praxis zu. Angesichts der Vielfalt der Meinungen und Sutren auf die Meditation und den Alltag. Als Gegenbewegung zu einer Threorielastigkeit versuchte man möglichst einfach zu sein, und die Sachen konkret von Buddha und der Achstamkeit auf das hier und jetzt aus zu denken.

    Dies kann so ausgelegt werden, als brauche man dadruch den edlen achtfachen Pfad nicht mehr. Reicht es nicht aus in jedem Moment in Gedanken, Reden und Taten achtsam zu sein?
    Aber was bedeutet der edle achtfache Pfad anderes?

    • Vorheriger offizieller Beitrag
  • darkwave
    Gast
    • 24. April 2012 um 22:50
    • #13
    void:

    Wenn wir die jetzt vorhanden buddhistischen Schulen betrachten, kommen wir ja leicht zu einer Sicht, wo wir Theravada und Mahyana einander gegenüberstellen. Historisch ist es aber wohl so, dass der Buddhismus als er sich von Indien nach China verbreitete sehr intellektualisiert, komplex und theoretisch wurde. Diesem Theoriengestrüpp gegenüber vollzog Chan den Schritt, wieder zurück auf das Einfach und Schlichte zu gehen. Auf die Praxis zu. Angesichts der Vielfalt der Meinungen und Sutren auf die Meditation und den Alltag. Als Gegenbewegung zu einer Threorielastigkeit versuchte man möglichst einfach zu sein, und die Sachen konkret von Buddha und der Achstamkeit auf das hier und jetzt aus zu denken.

    Dies kann so ausgelegt werden, als brauche man dadruch den edlen achtfachen Pfad nicht mehr. Reicht es nicht aus in jedem Moment in Gedanken, Reden und Taten achtsam zu sein?
    Aber was bedeutet der edle achtfache Pfad anderes?

    es ist schon nicht das gleiche, ich spüre den zug sich aus der welt zurückzuziehen weniger im zen als in anderen richtungen, ich glaube schon das die japaner eine erdigere neigung haben als zb. die inder...

    gruss zenbo

  • Onyx9
    Gast
    • 24. April 2012 um 23:48
    • #14

    Das Weltliche wird nicht so negiert, das stimmt schon, aber wer die Verwirklichung möchte, zieht sich auch dort ins Kloster
    zurück und verbleibt in der Regel auch da.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

  1. Impressum
  2. Datenschutzerklärung
  3. Nutzungsbedingungen
Netzwerk Buddhismus
Community-Software: WoltLab Suite™ 6.1.18
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App bei Google Play
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App im App Store
Download