Das kommt alles aus dem versuch sich etwas um sein Handeln herumzudenken, weil man sich ja mehr um das Einhalten von Versprechen (die der Bindung dienen) kümmert als um Tugend.
Eine erdachtes Resultat um ein Versprechen einzuhalten und einfach nur heilsam zu handeln sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Was das helfen betrifft, so hat es immer seine Grenzen die in deinem Vermögen und in der Annehmbarkeit des anderen liegen. Wenn man helfen muß und nicht kann, es aber versprochen hat, wird man mit der Tugend in Konflikt kommen.
Wenn du hier Mitgefühl (in gewisser weise wirkt das, wenn es noch nicht natürlich ist auch wie ein Versprechen) in dein Handeln einbeziehen möchtest, so steht Tugend immer darüber. Hier vielleicht um Mitgefühl zu verstehen wie es Buddha verstand: "Mitgefühl erziehen"
*schmunzel*
Das man noch nicht vollkommen in Tugend ist, ist ganz normal, das Tugend zu erlangen schwer ist, ist auch normal, das man daraus die falsche Sichtweise (die vorläufer im Achtfachen Pfad ist) pflegt, das es keine perfekte Tugend gibt, keine Wesen gibt die perfekt in Tugend sind ist bis zum erlangen von Überzeugung auch normal. Deshalb ist es ja wichtig zu beginnen, ernsthaft an den einzelnen Pfadelementen zu arbeiten. Wie man sieht ist rechte Sichtweise hier das Hindernis sich der Tugend ernsthaft zu widmen.