bel:Alles anzeigen
Na mal nicht so voreilig. Der Buddha kannte schon das Adjektiv "dvaya" - genau das heißt dual, zweifach - oder als gleichlautendes Substantiv: Dualität. "Dualität" und "dvaya" haben etymologisch die selbe indoeuropäische Wurzel.
In S.35.92 bezeichnet er als eine solche Dualität "das Denken und die Dinge" als Bedingung für (fehlgeleitetes) Bewußtsein.Und schön ist auch SN886 ff.
ZitatNicht gibt es Wahrheit vielerlei, verschieden,
Von ew'ger Geltung in der Welt, es sei denn bloß im Dünken.
Doch wenn ihr Grübeln sie in Theorien festgelegt,
Dann sprechen sie vom Doppelding (Dualität) der Wahrheit und des Irrtums.
....
Das bedeutet also im Klartext: nicht mal hier kann man Accincas Fachwissen vertrauen - er siebt es so aus, wie es ihm gefällt und sagt dann selbstbewusst "Dies hat der Buddha nie gelehrt."
Ja, worüber reden wir denn dann hier? Nicht über den Palikanon sondern über Accincas Aggressionen gegen den Mahayana.
Ganz Offtopic ist es aber nicht - wir sind somit mitten drin im Samsara der Anschauungen, der Ansichten, des Ich-Mein-&Du-Denkens. "Mein Palikanon und Dein Mahayana" - auch der historische Buddha hätte das nicht gewollt.