1. Übersicht
  2. Forum
  3. Lexikon
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
Dieses Thema
  • Alles
  • Dieses Thema
  • Dieses Forum
  • Seiten
  • Forum
  • Lexikon
  • Termine
  • Erweiterte Suche
  1. Buddhaland Forum
  2. Buddhismus
  3. Allgemeines zum Buddhismus

Die Freuden des Wandels

  • Onda
  • 6. März 2012 um 12:29
  • Zum letzten Beitrag
  • Onda
    Themenautor
    Reaktionen
    4
    Punkte
    13.264
    Beiträge
    2.561
    Mitglied seit
    12. Januar 2012
    • 6. März 2012 um 12:29
    • #1

    anicca = Nicht-Dauer = Vergänglichkeit

    Der buddhistische Blick auf die Vergänglichkeit hat oft einen negativen Touch.
    Alles vergeht, nichts bleibt.
    dukkha = die Dinge sind im Kern leidhaft, da auch die Freuden vergehen, keine Freude bleibt.

    Aber ist die Vergänglicheit nicht auch Quell der Freude?
    Die Nicht-Dauer des Winters macht den Frühling überhaupt erst möglich.
    Die wärmenden Strahlen des Frühlings, das Zwitschern der Vögel - das Lied der kommenden Jahreszeit, aber auch der Abgesang auf die vergehende. Die Qualitäten der einzelnen Jahreszeiten kommen erst im Wandel recht zur Geltung. Den Dauer-Frühling oder den Dauersommer würden wir irgendwann garnicht mehr empfinden. Erst der Wechsel der Jahreszeiten macht sie in der Tiefe erlebbar.

    Frühling!
    Charlie

    "Es gibt nichts Gutes, außer: man tut es." (Erich Kästner)
    "Dharma books and tapes are valuable, but the true dharma is revealed through our life and practice." (Thich Nhat Hanh)

  • GaliDa68
    Gast
    • 6. März 2012 um 12:32
    • #2
    Zitat

    Aber ist die Vergänglicheit nicht auch Quell der Freude?

    Aber sicher! Wenn ich Zahnweh habe, dann weiß, dass sie wieder vergehen. Dukkha vergeht auch. Leiden vergeht. Trauer vergeht …
    Vergänglichkeit ist ein Quell der Freude, ohne Vergänglichkeit würden wir auf ewig im Sumpf sitzen.

    Liebe Grüße
    Knochi

  • Maybe Buddha
    Punkte
    12.645
    Beiträge
    2.478
    Mitglied seit
    6. August 2011
    • 6. März 2012 um 12:38
    • #3

    Ist schon was dran.
    Obwohl ich die Vergänglichkeit des Herbstes/Winters mehr schätze als die des Frühlings/Sommers 8) .
    Allerdings ist auch das wieder nur Neigung/Abneigung.
    Oft merke ich das festhalten und das daraus entstehende Dukkha erst durch die bewusste Vergänglichkeit (zb im eintreten des Sommerendes) und dem Bewusstwerden das ich mir während des Sommers der Vergänglichkeit nicht bewusst war.

    "Nur eines verkünde ich heute, wie immerdar: Leiden und seine Vernichtung."
    Buddha

  • mukti
    Reaktionen
    6.834
    Punkte
    72.774
    Beiträge
    12.972
    Blog-Artikel
    38
    Mitglied seit
    16. September 2010
    • 6. März 2012 um 13:54
    • #4

    Wenn unangenehmes besteht ist Vergänglichkeit Glück, wenn angenehmes besteht Unglück. Daher finde ich schon dass dieser ständige Wechsel im Grunde nie wirkliches Glück sein kann. Auf den Frühling freue ich mich trotzdem, mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass er bald wieder vergeht. Früher habe ich den Fehler gemacht mich Freuden ganz hinzugeben, in der Hoffnung dass es eine ewige Freude gibt, eine Art Paradies. Da hat mich der Buddhismus eines besseren belehrt, seitdem blicke ich ein wenig skeptisch auf alle Freuden.

    Mit Metta, mukti.


  • Lirum Larum
    Reaktionen
    1.425
    Punkte
    38.095
    Beiträge
    7.202
    Einträge
    1
    Mitglied seit
    11. März 2008
    Buddh. Richtung
    Ich protestiere gegen den mangelnden Respekt vor den unterschiedlichen Traditionen.
    • 6. März 2012 um 13:57
    • #5

    Ja, ein Wehrmutstropfen ist immer bei der Freude und ein Trost ist immer beim Leid.

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • Matthias65
    Gast
    • 6. März 2012 um 14:00
    • #6
    Losang Lamo:

    Ja, ein Wehrmutstropfen ist immer bei der Freude und ein Trost ist immer beim Leid.

    Wobei der Wehrmutstropfen der Freude leichter zu ertragen ist wie der tröstliche Aspekt des Leids.

  • Onda
    Themenautor
    Reaktionen
    4
    Punkte
    13.264
    Beiträge
    2.561
    Mitglied seit
    12. Januar 2012
    • 6. März 2012 um 14:14
    • #7
    mukti:

    Daher finde ich schon dass dieser ständige Wechsel im Grunde nie wirkliches Glück sein kann.

    "Alle Lust will Ewigkeit", sagte Nietzsche.
    Das Problem ist nicht der Wandel, sondern dieses Wollen.

    Charlie

    "Es gibt nichts Gutes, außer: man tut es." (Erich Kästner)
    "Dharma books and tapes are valuable, but the true dharma is revealed through our life and practice." (Thich Nhat Hanh)

  • Onyx9
    Gast
    • 6. März 2012 um 14:17
    • #8

    Freude allerdings ist auch vergänglich und die Fähigkeit zur Freude ist auch vergänglich.
    Gesundheit ist vergänglich, Kraft und Schönheit ist vergänglich.
    Sicher sind die Schönheiten der Natur ein Ausdruck der wunderbaren Schöpferkraft; die Liebe gehört dazu;
    das Mitgefühl, universelle Weisheit, Frieden und Glück der innersten Natur,
    zeigen sich in ihrer rudimentären Form auch im Weltlichen. Doch dieses ( weltliche ) Glück stillt nicht den Durst des Menschen,
    versiegt nicht den Brunnen, lässt ihn stets un-befriedet zurück.
    Genau das macht dukkha aus. Immerzu unruhig auf der Suche zu sein in einem Strom zerinnender Formen.

    Auch die Natur leidet an ihrem Sterben, an Krankheit,am Fressen und Gefressen werden.
    Das Tiere und Pflanzen etwas von Leiden "wissen", erkennst Du daran, dass sie Vergänglichkeitsfurcht und Verletzungsfurcht
    zeigen.

  • Onyx9
    Gast
    • 6. März 2012 um 14:20
    • #9
    Charlie:
    mukti:

    Daher finde ich schon dass dieser ständige Wechsel im Grunde nie wirkliches Glück sein kann.

    "Alle Lust will Ewigkeit", sagte Nietzsche.
    Das Problem ist nicht der Wandel, sondern dieses Wollen.

    Charlie

    Wenn Du den Wandel allerdings nicht als Dein ganz persönliches, ewiges Unglück erkennst,
    wirst Du dem Wollen nicht auhören können zu folgen.

  • GaliDa68
    Gast
    • 6. März 2012 um 14:21
    • #10

    Wieso ein Wermutstropfen?
    Der ist doch nur drin, wenn ich schon wieder an was anderes denke. Wenn ich mich freue, dann freu ich mich. Nicht mehr und nicht weniger. Reine Freude ohne Gedanken. Ohne heute morgen gestern später wenn aber doch nicht leider … Einfach nur Freude.
    Unglück ist der Wechsel doch nur, wenn ich schon wechsle bevor es anders wird, wenn ich jetzt schon bedauere, dass morgen die Sonne nicht scheint, noch während des Essens an die nächste Mahlzeit denke, beim Sex an den Orgasmus denke, während des Lachens an das Ende des Lachens denke, wenn ich beim Einschlafen schon an die Arbeit am anderen Tag denke, beim Verlieben schon an die Probleme … Nicht der Wechsel ist das Unglück, sondern das Sträuben gegen den Wechsel. Und ganz vergeblich der Versuch, gar nichts mehr zu empfinden und sich alles madig zu machen.

    Liebe Grüße
    Knochensack

  • Lirum Larum
    Reaktionen
    1.425
    Punkte
    38.095
    Beiträge
    7.202
    Einträge
    1
    Mitglied seit
    11. März 2008
    Buddh. Richtung
    Ich protestiere gegen den mangelnden Respekt vor den unterschiedlichen Traditionen.
    • 6. März 2012 um 14:29
    • #11

    Also, ich finde das Leid des Wandels hammerhart.

    Bin halt so, ich muss daran denken, wenn ich an etwas Freudigem zu sehr hänge. Natürlich kann ich mich im Augenblick freuen, das ist kein Thema.
    Weh tut auch nicht der Wermutstropfen in der Freude, er bereitet nur schonmal vor.

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


    Einmal editiert, zuletzt von Lirum Larum (6. März 2012 um 14:43)

  • Matthias65
    Gast
    • 6. März 2012 um 14:31
    • #12
    GaliDa68:

    Wieso ein Wermutstropfen?
    Der ist doch nur drin, wenn ich schon wieder an was anderes denke. Wenn ich mich freue, dann freu ich mich. Nicht mehr und nicht weniger. Reine Freude ohne Gedanken. Ohne heute morgen gestern später wenn aber doch nicht leider … Einfach nur Freude.
    Unglück ist der Wechsel doch nur, wenn ich schon wechsle bevor es anders wird, wenn ich jetzt schon bedauere, dass morgen die Sonne nicht scheint, noch während des Essens an die nächste Mahlzeit denke, beim Sex an den Orgasmus denke, während des Lachens an das Ende des Lachens denke, wenn ich beim Einschlafen schon an die Arbeit am anderen Tag denke, beim Verlieben schon an die Probleme … Nicht der Wechsel ist das Unglück, sondern das Sträuben gegen den Wechsel. Und ganz vergeblich der Versuch, gar nichts mehr zu empfinden und sich alles madig zu machen.

    Liebe Grüße
    Knochensack

    Wenn Du das so sehen kannst, gibt es "im Hier und Jetzt" auch keine Vergänglichkeit. Alles ist Gegenwart. Alles ist Freude. Alles ist Leid.

    LG
    Matthias

  • GaliDa68
    Gast
    • 6. März 2012 um 14:42
    • #13
    Losang Lamo:

    Also, ich finde das Leid des Wandels hammerhart.

    Bin halt so, ich muss daran denken, wenn ich an etwas Freudigem zu sehr hänge. Natürlich kann ich mich im Augenblick freuen, das ist kein Thema.
    Weh tut auch nicht der Wehrmutstropfen in der Freude, er bereitet nur schonmal vor.

    Das hat was mit Angst zu tun. Ist auch nichts anderes als Knoblauchzöpfe vor die Tür zu hängen um Vampire abzuhalten. Das ist Abwehrzauber.
    Du bist nicht so, das ist nur eine Gewohnheit.
    Viele sind so erzogen worden: "Freu Dich nicht zu früh! Übermut tut selten gut. …"
    Wie kann man sich denn auf Freude und Schmerz vorbereiten? Ich kenne keine Vorbereitung, mich trifft es immer hammerhart. Aber das macht nix, weil ich sehe, dass ich dazu geschaffen bin das zu überleben. Ich vertraue auf meine Natur. Heute Freude, morgen Schmerz, dann wieder Freude usw. Das ist einfach so. Ich sehe keinen Schutz, nur die Möglichkeit mit den Dingen mitzutreiben und den Kopf oben zu behalten.

    Liebe Grüße
    Knochensack

  • Lirum Larum
    Reaktionen
    1.425
    Punkte
    38.095
    Beiträge
    7.202
    Einträge
    1
    Mitglied seit
    11. März 2008
    Buddh. Richtung
    Ich protestiere gegen den mangelnden Respekt vor den unterschiedlichen Traditionen.
    • 6. März 2012 um 14:55
    • #14
    GaliDa68:

    ...
    Wie kann man sich denn auf Freude und Schmerz vorbereiten? Ich kenne keine Vorbereitung, mich trifft es immer hammerhart. Aber das macht nix, weil ich sehe, dass ich dazu geschaffen bin das zu überleben. Ich vertraue auf meine Natur. Heute Freude, morgen Schmerz, dann wieder Freude usw. Das ist einfach so. Ich sehe keinen Schutz, nur die Möglichkeit mit den Dingen mitzutreiben und den Kopf oben zu behalten.
    ...


    :) Ja, dann ist das eben Deine Sache, wie Du es machst. Da rede ich Dir nicht rein.
    Ich mache es anders, wenn ich kann.
    Geht auch nicht immer. Dann muss man eben in die Messer reinlaufen, da hast Du recht. :?

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • Maybe Buddha
    Punkte
    12.645
    Beiträge
    2.478
    Mitglied seit
    6. August 2011
    • 6. März 2012 um 15:04
    • #15
    Maybe Buddha:

    Ist schon was dran.
    Obwohl ich die Vergänglichkeit des Herbstes/Winters mehr schätze als die des Frühlings/Sommers 8) .
    Allerdings ist auch das wieder nur Neigung/Abneigung.
    Oft merke ich das festhalten und das daraus entstehende Dukkha erst durch die bewusste Vergänglichkeit (zb im eintreten des Sommerendes) und dem Bewusstwerden das ich mir während des Sommers der Vergänglichkeit nicht bewusst war.

    Hmm... Wenn ich recht drüber nachdenke, nennt sich das wohl Verblendung...

    "Nur eines verkünde ich heute, wie immerdar: Leiden und seine Vernichtung."
    Buddha

  • Maybe Buddha
    Punkte
    12.645
    Beiträge
    2.478
    Mitglied seit
    6. August 2011
    • 6. März 2012 um 15:10
    • #16
    Onyx9:

    Freude allerdings ist auch vergänglich und die Fähigkeit zur Freude ist auch vergänglich.
    Gesundheit ist vergänglich, Kraft und Schönheit ist vergänglich.
    Sicher sind die Schönheiten der Natur ein Ausdruck der wunderbaren Schöpferkraft; die Liebe gehört dazu;
    das Mitgefühl, universelle Weisheit, Frieden und Glück der innersten Natur,
    zeigen sich in ihrer rudimentären Form auch im Weltlichen. Doch dieses ( weltliche ) Glück stillt nicht den Durst des Menschen,
    versiegt nicht den Brunnen, lässt ihn stets un-befriedet zurück.
    Genau das macht dukkha aus. Immerzu unruhig auf der Suche zu sein in einem Strom zerinnender Formen.

    Auch die Natur leidet an ihrem Sterben, an Krankheit,am Fressen und Gefressen werden.
    Das Tiere und Pflanzen etwas von Leiden "wissen", erkennst Du daran, dass sie Vergänglichkeitsfurcht und Verletzungsfurcht

    zeigen.

    Alles anzeigen


    Wirklich? Woran denkst du denn das erkennen zu können? Gut, bei Tieren kann man diese Angst/Furcht beobachten, aber wo siehst du sie bei Pflanzen?

    "Nur eines verkünde ich heute, wie immerdar: Leiden und seine Vernichtung."
    Buddha

  • GaliDa68
    Gast
    • 6. März 2012 um 15:14
    • #17

    Liebe Losi,

    hier geht es nicht ums reinreden. (Ist das gerade wichtig für Dich?)
    Wenn Du formulierst: "Ins Messer reinlaufen", dann wertest Du doch schon und nimmst was vorweg. Das ist Papiertigerherstellung.

    "Warum über etwas bekümmert sein,
    dem man abhelfen kann?
    Und gibt es keine Abhilfe,
    was nutzt es da, sich zu bekümmern?"

    "Auch wenn der Weise leidet,
    bleibt sein Geist ganz klar und makellos.
    Zieht man nämlich gegen die störenden Vorstellungen zu Felde,
    widerfährt einem zur Zeit der Schlacht viel Leid."
    (Shantideva)

    Liebe Grüße
    Knochi

  • monikamarie
    Gast
    • 6. März 2012 um 17:01
    • #18
    Zitat

    "Unsere Sinne betrügen uns pausenlos,
    Nicht nur, dass die Sinnesbefriedigungen schnell vorbeigehen,
    nein, sie müssen sogar schnell vorbeigehen.
    Stellen Sie sich vor, Sie müssen Ihr Lieblingsgericht fünf
    Stunden lang ununterbrochen essen. Entsetzlich!
    Oder Sie sind durchgefroren und gönnen sich eine
    heiße Dusche - eine Labsal!
    Man zwingt Sie aber, fünf Stunden unter der heißen
    Dusche stehen zu bleiben - schrecklich!
    Für einen Augenblick ein Hochgenuss,
    auf Dauer eine Qual."
    Ayya Khema

    Alles anzeigen

    Das passt nicht so ganz zum Vergleich mit dem Frühling, denn den könnte ich mir das ganze Jahr über schön vorstellen; nur bin ich mir auch sicher, dass ich, um das auch wertschätzen zu können, weiter daran arbeiten muss - genau so wie jetzt. Das Ergebnis ist dann das gleiche wie im Frühling - jeder Tag guter Tag!!! Frühling bringt eben eine besondere Energie mit rein, aber die steht mir auch so zur Verfügung, wenn ich gegenwärtig bin und mich nicht mit ablenkenden, vergleichenden, bewertenden Gedankenprojekten beschäftige. Jedes kritische, bewertende Denken raubt Energie.

    Läge es nur am Frühling, wären alle wohlhabenden, gesunden Menschen auf Frühlingsinseln wie Teneriffa die glücklichsten der Welt. Sind sie aber nicht. Es muss also etwas anderes sein, das auf Dauer dieses gleichmütige Glück herstellt.

    Aber dennoch gibt es Grund zur Freude, wenn der Winter sich verabschiedet.
    So wie auch Knochi schreibt, keine Papiertiger herstellen.
    _()_ Monika

  • Maybe Buddha
    Punkte
    12.645
    Beiträge
    2.478
    Mitglied seit
    6. August 2011
    • 6. März 2012 um 17:09
    • #19
    monikamarie:
    Zitat

    "Unsere Sinne betrügen uns pausenlos,
    Nicht nur, dass die Sinnesbefriedigungen schnell vorbeigehen,
    nein, sie müssen sogar schnell vorbeigehen.
    Stellen Sie sich vor, Sie müssen Ihr Lieblingsgericht fünf
    Stunden lang ununterbrochen essen. Entsetzlich!
    Oder Sie sind durchgefroren und gönnen sich eine
    heiße Dusche - eine Labsal!
    Man zwingt Sie aber, fünf Stunden unter der heißen
    Dusche stehen zu bleiben - schrecklich!
    Für einen Augenblick ein Hochgenuss,
    auf Dauer eine Qual."
    Ayya Khema

    Alles anzeigen

    Das passt nicht so ganz zum Vergleich mit dem Frühling, denn den könnte ich mir das ganze Jahr über schön vorstellen; nur bin ich mir auch sicher, dass ich, um das auch wertschätzen zu können, weiter daran arbeiten muss - genau so wie jetzt. Das Ergebnis ist dann das gleiche wie im Frühling - jeder Tag guter Tag!!! Frühling bringt eben eine besondere Energie mit rein, aber die steht mir auch so zur Verfügung, wenn ich gegenwärtig bin und mich nicht mit ablenkenden, vergleichenden, bewertenden Gedankenprojekten beschäftige. Jedes kritische, bewertende Denken raubt Energie.

    Läge es nur am Frühling, wären alle wohlhabenden, gesunden Menschen auf Frühlingsinseln wie Teneriffa die glücklichsten der Welt. Sind sie aber nicht. Es muss also etwas anderes sein, das auf Dauer dieses gleichmütige Glück herstellt.

    Aber dennoch gibt es Grund zur Freude, wenn der Winter sich verabschiedet.
    So wie auch Knochi schreibt, keine Papiertiger herstellen.
    _()_ Monika

    Alles anzeigen


    Naja, ein bißchen was ist schon dran.
    Nicht ohne Grund ist die Selbstmord-Rate auf Island (die meißten schlecht Wetter Tage auf der Welt)
    die höchste 8)

    "Nur eines verkünde ich heute, wie immerdar: Leiden und seine Vernichtung."
    Buddha

  • Mabuttar
    Reaktionen
    3
    Punkte
    3.823
    Beiträge
    722
    Mitglied seit
    16. September 2008
    • 6. März 2012 um 17:28
    • #20
    Charlie:
    mukti:

    Daher finde ich schon dass dieser ständige Wechsel im Grunde nie wirkliches Glück sein kann.

    "Alle Lust will Ewigkeit", sagte Nietzsche.
    Das Problem ist nicht der Wandel, sondern dieses Wollen.

    Charlie


    Stimmt, darum ist auch die 2. edle Wahrheit von der Ursache des Leids nicht die Vergänglichkeit, anicca, sondern das Begehren oder der Daseins-Durst, der nie ganz erfüllt wird, da wenn erreicht, das Dasein auch schon wieder vergeht.

    Die Vergänglichkeit hält auch Freuden bereit, dank der Vergänglichkeit gibt es die "Freude der Entsagung" des Buddha

    Nibbana:..Befreit von der Zuordnung durch Form, Vaccha, ist der Tathagata tief, grenzenlos, hart auszuloten, wie die See. 'Wiedererscheinen', ist nicht anwendbar. 'Nicht wiedererscheinen',ist nicht anwendbar... MN72 (http://zugangzureinsicht.org/)

  • monikamarie
    Gast
    • 6. März 2012 um 17:37
    • #21

    Deine Antwort verstehe ich ganz, lieber MB. Was meinst Du mit: ein bisschen was ist schon dran. Falls Du meinst, Menschen, die im "ewigen" Frühling wohnen, sind glücklicher als Menschen am Nordpol - mag sein, klingt verständlich.

    Andererseits ist den Statistiken ja auch nicht so ganz zu glauben, mal sind es die Japaner mit der höchsten Selbstmordrate, und mal sind es die Menschen in Bangladesh, die am glücklichsten sind. Da gibt es wohl auch ständigen Wandel ;) .

    Ohne die rechte Lebenseinstellung und ein frohgestimmtes Herz ist es nirgendwo schön - und schon gar nicht auf Dauer. Ich kenne viele Menschen, die sich ständig alles anders wünschen als es gerade ist, selbst wenn's grad wunderschön ist.
    _()_ Monika

  • GaliDa68
    Gast
    • 6. März 2012 um 17:43
    • #22
    Zitat

    Die Vergänglichkeit hält auch Freuden bereit, dank der Vergänglichkeit gibt es die "Freude der Entsagung" des Buddha

    Und dann stellt sich doch die Frage, was oder wem da entsagt wird.
    Meine Sicht: Scheint die Sonne heute, dann wünsche ich mir nicht den Regen, sondern lebe mit dem Sonnenschein. Gibt es heute Nudeln zu essen, dann esse ich die Nudeln und denke nicht, dass ich lieber Kartoffeln hätte. Wenn meine Mama stirbt, dann bin ich traurig und versuche damit klarzukommen und wünsche mir nicht, dass sie wieder kommt und ich nicht mehr traurig bin …
    Die Dinge so nehmen wie sie kommen, nicht immer woanders sein, in Gedanken, mit Wünschen. Dem ist meiner Meinung nach zu entsagen. Dann erledigen sich ganz viele Dinge von selbst im Fluss der Zeit und es ist Kraft da, das zu ändern, was wirklich zu ändern ist. Viele Begierden erledigen sich, weil ich sehen kann, was ich wirklich brauche.

    Liebe Grüße
    Knochensack

  • monikamarie
    Gast
    • 6. März 2012 um 17:44
    • #23

    Daumen hoch, Knochi!

  • GaliDa68
    Gast
    • 6. März 2012 um 17:49
    • #24

    Liebe Monikamarie,

    ich habe einen Bekannten, der hat eine Reiseagentur, die spezialisiert ist auf die Seychellen. Er hat als einige der wenigen Ausländer das Privileg gehabt, sich dort ein Haus bauen zu können und lebt dort immer ein paar Monate im Jahr, solange er seine Reisegruppen betreut. Er hat mir oft erzählt, dass es dort sehr schön und stresslos ist. Alles ist gemütlich, das Wetter ist meist schön (hat sich durch den Klimawandel etwas geändert), die Leute sind alle ganz entspannt. Aber nach drei Monaten hat er genug. Er sagt, das macht träge, wenn immer alles gleich läuft, das Tempo immer gleich ist, das Wetter immer schön. Er freut sich sehr, wenn er wieder hier ist, weil sich die Jahreszeiten ändern, das Wetter immer anders ist …

    Liebe Grüße
    Knochensack

  • Lirum Larum
    Reaktionen
    1.425
    Punkte
    38.095
    Beiträge
    7.202
    Einträge
    1
    Mitglied seit
    11. März 2008
    Buddh. Richtung
    Ich protestiere gegen den mangelnden Respekt vor den unterschiedlichen Traditionen.
    • 6. März 2012 um 18:39
    • #25
    GaliDa68:

    Liebe Losi,

    hier geht es nicht ums reinreden. (Ist das gerade wichtig für Dich?)
    Wenn Du formulierst: "Ins Messer reinlaufen", dann wertest Du doch schon und nimmst was vorweg. Das ist Papiertigerherstellung.

    "Warum über etwas bekümmert sein,
    dem man abhelfen kann?
    Und gibt es keine Abhilfe,
    was nutzt es da, sich zu bekümmern?"

    "Auch wenn der Weise leidet,
    bleibt sein Geist ganz klar und makellos.
    Zieht man nämlich gegen die störenden Vorstellungen zu Felde,
    widerfährt einem zur Zeit der Schlacht viel Leid."
    (Shantideva)

    Liebe Grüße
    Knochi

    Alles anzeigen


    Wir reden aneinander völlig vorbei. Aber ich bin grad müde. Sorry.

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

  1. Impressum
  2. Datenschutzerklärung
  3. Nutzungsbedingungen
Netzwerk Buddhismus
Community-Software: WoltLab Suite™ 6.1.18
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App bei Google Play
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App im App Store
Download