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  1. Buddhaland Forum
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Buddha-Dharma und Leistungsdruck

  • Onda
  • 24. Januar 2012 um 15:06
  • Zum letzten Beitrag
  • Onda
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    • 24. Januar 2012 um 15:06
    • #1

    Leistungsdruck.

    Habe ich auch genug meditiert?
    Bin ich auch achtsam genug?
    Habe ich auch genug gelesen/studiert?

    Lautet die Antwort 'nein', flüstert das schlechte Gewissen:
    "Deine Praxis ist unzureichend".

    Eine sehr fordernde Religion, dieser Buddha-Dharma. Sie erwartet viel von ihren Anhängern.
    Sie ist intellektuell äußerst anspruchsvoll und verlangt in jeder Hinsicht einen großen Einsatz. Das merkt man schon an der Wortwahl. "Praktizierende" statt "Gläubige". Während sich Christen der Gnade Gottes anvertrauen können, müssen Buddhisten "praktizieren". Ist der Buddhismus eine Leistungsreligion? Fördert er den Wettbewerb? (Wer hat mehr gelesen, mehr Jahre auf dem Kissen verbracht?)

    Kennt ihr das: Dharma als Stressfaktor?

    LG
    Charlie

    "Es gibt nichts Gutes, außer: man tut es." (Erich Kästner)
    "Dharma books and tapes are valuable, but the true dharma is revealed through our life and practice." (Thich Nhat Hanh)

  • Lirum Larum
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    Buddh. Richtung
    Ich protestiere gegen den mangelnden Respekt vor den unterschiedlichen Traditionen.
    • 24. Januar 2012 um 15:12
    • #2

    Der Leistungsgedanke ist wie der Nichts-Leistungsgedanke hinderlich und fehlerhaft.

    Es geht nicht um Leistung sondern um Übung und Erkenntnis...

    Ausführliche Gedanken zu diesem Thema hab ich schon hier abgelassen: http://www.buddhaland.de/viewtopic.php?f=2&t=8252

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • Kusala
    Gast
    • 24. Januar 2012 um 15:22
    • #3
    Charlie:

    Kennt ihr das: Dharma als Stressfaktor?

    Nö! Eher das Gegenteil :)

    ()

  • Ji'un Ken
    Gast
    • 24. Januar 2012 um 15:29
    • #4
    Charlie:

    ...Kennt ihr das: Dharma als Stressfaktor?

    LG
    Charlie

    Nein, kenne ich nicht.

  • bel
    Gast
    • 24. Januar 2012 um 15:31
    • #5
    Charlie:

    Kennt ihr das: Dharma als Stressfaktor?


    Ne. Ich machs, weil es mir Spaß macht. Dazu gehört auch für mich, soweit es die Umstände zulassen, in sehr fordernde Situationen einzulassen.

    _()_

  • rosie
    Gast
    • 24. Januar 2012 um 15:37
    • #6

    Wenn das "schlechte Gewissen" durch eine andere, nicht-wertende und sich im Handeln als "instinktiv richtige" und "zweifelsfrei" erweisende Richtschnur ersetzt wurde, ist der Dharma verwirklicht.

  • GaliDa68
    Gast
    • 24. Januar 2012 um 16:33
    • #7

    Lieber Charlie,

    ich kenne das nicht. Dieses "Deine-Praxis-ist-unzureichend" ist mir unbekannt. Ich strebe nichts an und mich interessiert die Erleuchtung nicht, deshalb habe ich es weder eilig, noch will ich irgendwo hin oder will andere überholen.

    Ich glaube, im Westlern neigt man dazu eine Leistungsreligion daraus zu machen. Das ist die westliche Mentalität, die vor der Religion nicht halt macht. Außerdem haben die Menschen im Westen das Bedürfnis sich abzugrenzen, also müssen sie beweisen, dass sie anders sind, dass der Dharma was anderes ist. Der Buddhismus ist hier eine Neo-Religion, und wie hier üblich, haben die Anhänger einer Neo-Religion das Bedürfnis sich vom Alten abzugrenzen. Dasselbe geschah als das Christentum sich entwickelte. Außerdem neigen Konvertiten dazu sehr eifrig zu sein. Und wir Westler sind eben keine Asiaten, wir machen immer alles ganz und gar und ausschließlich. Die Asiaten sind da wohl viel entspannter.

    Ich weiß wie es bei Manchen ankommt, wenn ich sage: auf mich trifft das nicht zu. Aber das hat seine Gründe darin, dass ich keine typische Westlerin bin, da ich zum einen Mulitkulti bin und so auch aufgewachsen, und weil ich aus einer Familie komme, die fünf Religionen und Glaubensrichtungen in zwei Generationen vereint. Daher fallen einige Stressfaktoren schon von Haus aus weg, z.B. wie kann ich dann das "Meine" als besser betrachten, wenn ich doch sehe wie toll die Anderen ihre Sache im Leben machen mit dem "Ihren". Viele Wege führen nach Rom, auch der meine, und zwar genau so wie ich es mache, da muss ich mich mit nichts und niemandem messen.

    Liebe Grüße
    Knochensack

  • wusheng
    Gast
    • 24. Januar 2012 um 17:25
    • #8

    Leistungsdruck, ein Konstrukt des Geistes. Wird Leistungsdruck verspürt, läuft irgendetwas verkehrt. ;)
    Wusheng

  • Simo
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    • 24. Januar 2012 um 17:34
    • #9

    Ich sehe das ähnlich. Der Westen überträgt seine Leistungsgedanken und das "nur der Tüchtigste ist der Beste" auf den Buddha-Dharma. Es heißt zwar "Praktizierende" das heißt für mich aber nur, dass wir für unsere Befreiung selbst verantwortlich sind! Buddhas teilen ihre Erkenntnisse, aber sie übertragen sie nicht. Wir müssen von selbst dahinter kommen. Mit diesem "meine Praxis ist unzureichend" schafft man sich nur Stress, wenn man sich deswegen verdammt. Es gibt zahlreiche Praktizierende, die mehr meditiert etc. haben als wir und es gibt sehr viele die das weniger getan haben... Schaut man in den Osten sieht man Praktizierende, die überhaupt nicht meditieren sondern lediglich dem Ritus folgen oder Spenden für die Klöster machen - auch sie nennen sich Buddhisten. Zu hohe Selbstansprüche sind, denke ich, ein Hindernis, genauso wenn man zu schnell Resultate erwartet. Wir sollten den Dharma in unserer schnellebigen Zeit vor allem als Ruhepol und als die Mitte des Sturms sehen und unsere Leistungkultur nicht darauf übertragen. Letzten Endes haben die Selbstansprüche eine fehlerhafte Motivation als Grundlage, denn wenn wir wirklich für das Wohl der anderen praktizieren, dann geben wir uns Mühe und sind ausdauernd, grade auch weil wir wissen, dass wir selbst nur einer sind, während die anderen Zahllos sind.
    Kein Ich keine Probleme!

    Alles Liebe und euch ein glückbringendes Jahr des Drachen 2012
    Simo

    Kein "Ich" - keine Probleme.

  • monikamarie
    Gast
    • 24. Januar 2012 um 18:06
    • #10

    Hallo Charlie,
    auch auf mich trifft das nicht zu. Eher das Gegenteil ist der Fall. Ich bin auch nicht besorgt, dass ich Vieles, was ich in der Lehre Buddhas lese, (noch) nicht umgesetzt habe. Ich tue, was zu tun ist, von Moment zu Moment, mit den Mitteln, die mir zur Verfügung stehen. Ich muss dies nicht tun, weil ich Anerkennung wünsche oder Belohnung, ich muss tun, was ich tun muss, weil ich gar nicht anders kann. So wie ich mich sauberhalte, täglich Zähne putze, gutes Essen esse, mich an frischer Luft bewege, das Haus pflege ... Und mir macht mein Leben - so wie ich es heute lebe - einfach Freude. Da bin ich total ent-spannt.
    _()_ Monika

  • Takumi
    Gast
    • 24. Januar 2012 um 19:29
    • #11

    Als ich mich das erste Mal auf ein Zafu setzte - fiel der ganze Druck von mir ab.
    Aahhhhhh.
    Inzwischen lasse ich den Druck nicht mehr zu. Was getan werden soll, wird getan - Zeit spielt keine Rolle. Sind Termine da - dann sind Termine da - aber kein Termindruck. Es gibt für alles eines Lösung. Ich kann auch über alles reden.

  • Onda
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    • 24. Januar 2012 um 19:41
    • #12

    Danke für die Antworten.

    Es es sicherlich persönlichkeitsbedingt, wie schnell man sich von den Dingen unter Druck setzen lässt oder nicht. Vielleicht übertrage ich auch eine typisch westliche Leistungsorientierung auf eine Disziplin, bei der Leistungsdenken völlig unangebracht ist. Ich sehe die segensreichen Wirkungen der Praxis und sie stehen für mich eindeutig im Vordergrund. Aber ab und zu schleichen sich eben diese Gedanken des Ungenügens ein, und ich spüre einen subtilen Druck... Der mir zum Teil auch von der Lehre auszugehen scheint.

    Charlie

    "Es gibt nichts Gutes, außer: man tut es." (Erich Kästner)
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  • Takumi
    Gast
    • 24. Januar 2012 um 20:17
    • #13
    Charlie:

    Aber ab und zu schleichen sich eben diese Gedanken des Ungenügens ein, und ich spüre einen subtilen Druck... Der mir zum Teil auch von der Lehre auszugehen scheint.

    Charlie

    Obwohl Dogen hier inzwischen "verpönt" ist - :grinsen: hat mir ein Satz von ihm sehr geholfen.
    Im genjokoan steht -

    Zitat

    Wer die Lehre noch nicht vollkommen in Körper und Geist aufgenommen hat, meint, dass er ihr bereits genüge. Wenn die Lehre Körper und Geist ganz ausfüllt, dann merkt einer, dass noch etwas fehlt.

    Möglicherweise ist es dieses, von der Lehre ausgehende, Ungenügen.

  • accinca
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    • 24. Januar 2012 um 21:35
    • #14
    Takumi:

    Wenn die Lehre Körper und Geist ganz ausfüllt, dann merkt einer, dass noch etwas fehlt.


    Was ließt ihr nur für Bücher und von welcher "Lehre" redet ihr?

  • Onyx9
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    • 24. Januar 2012 um 22:58
    • #15

    Von welcher Lehre redest Du ?
    Es ist tatsächlich ein Gefühl der Weite und Fülle, des Friedens und der Freude. Zumindest "am Anfang".
    Und erfasst den ganzen Körper und Geist.

    http://www.palikanon.com/wtb/jhana.html

  • Simo
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    • 24. Januar 2012 um 23:02
    • #16
    accinca:
    Takumi:

    Wenn die Lehre Körper und Geist ganz ausfüllt, dann merkt einer, dass noch etwas fehlt.


    Was ließt ihr nur für Bücher und von welcher "Lehre" redet ihr?

    Naja wir reden eben nicht nur über die Lehre...

    Kein "Ich" - keine Probleme.

  • sumedhâ
    Gast
    • 24. Januar 2012 um 23:03
    • #17
    Onyx9:

    Es ist tatsächlich ein Gefühl der Weite und Fülle, des Friedens und der Freude. Zumindest "am Anfang".
    Und erfasst den ganzen Körper und Geist.


    von welcher lehre redest du?
    oder meinst du weil es dort geschrieben steht?
    http://www.palikanon.com/wtb/jhana.html

  • Takumi
    Gast
    • 24. Januar 2012 um 23:21
    • #18
    accinca:
    Takumi:

    Wenn die Lehre Körper und Geist ganz ausfüllt, dann merkt einer, dass noch etwas fehlt.


    Was ließt ihr nur für Bücher und von welcher "Lehre" redet ihr?

    Du liest und zitierst leider falsch.

    Hier ist im Original "Dharma" gemeint.
    Im Englischen wird der Begriff "Dharma" daher auch nicht übersetzt.

    Zitat

    When dharma does not fill your whole body and mind, you think it is already sufficient. When dharma fills your body and mind, you understand that something is missing.

  • accinca
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    • 25. Januar 2012 um 00:36
    • #19
    Takumi:

    When dharma fills your body and mind, you understand that something is missing.


    Das ist natürlich eine sehr poetische Formulierung.
    Da kann man nur raten was gemeint sein soll.
    Jedenfalls wenn die Bedeutung der Lehre im Geist klar genug ist,
    versteht man, das es nichts mehr gibt was vermisst wird.

    Einmal editiert, zuletzt von accinca (25. Januar 2012 um 04:43)

  • Roni
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    • 25. Januar 2012 um 00:45
    • #20

    Man kann sich da schon einiges an tollen Gefühlen zusammenreimen wenn der Tag lang ist.

    8)

    LG Roni

  • Onyx9
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    • 25. Januar 2012 um 02:51
    • #21
    accinca:
    Takumi:

    When dharma fills your body and mind, you understand that something is missing.


    Das kommt natürlich eine sehr poetische Formulierung.
    Da kann man nur raten was gemeint sein soll.
    Jedenfalls wenn die Bedeutung der Lehre im Geist klar genug ist,
    versteht man, das es nichts mehr gibt was vermisst wird.[/quote]

    Verstehen kann man viel, aber worin erwachen, wodurch verwirklicht ?

  • Onyx9
    Gast
    • 25. Januar 2012 um 03:05
    • #22
    Roni:

    Man kann sich da schon einiges an tollen Gefühlen zusammenreimen wenn der Tag lang ist.

    8)

    LG Roni

    Im Pāli-Kanon, etwa im Anupada Sutta[1], werden die Elemente der acht Jhanas aufgezählt.

    Die vier feinkörperlichen Jhanas (rūpajjhāna) werden so genannt, weil sie im Körper lokalisierbar sind und Entsprechungen im Alltagserleben haben:

    Pathamajjhāna, Hinwendung des Geistes
    Dutiyajjhāna, innere Beruhigung
    Tatiyajjhāna, Gleichmut
    Catutthajjhāna, Reinheit der Achtsamkeit

    Zu den Gefühlen und Empfindungen dazu: http://www.palikanon.com/majjhima/m111n.htm.
    Erste vier Absätze. ( Bsp.: " Verzückung und Seligkeit und Einigung des Herzens " )

    Gleichmut, Freud,-und Leidlos kommt erst "später" und hat null mit dem herkömmlichen Verstehen zu tun.

    Hab ich mir ja nicht ausgedacht.

  • accinca
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    • 25. Januar 2012 um 04:55
    • #23
    Onyx9:

    Die vier feinkörperlichen Jhanas (rūpajjhāna) werden so genannt, [u]weil sie im Körper lokalisierbar sind und Entsprechungen im Alltagserleben haben


    Das ist sicherlich stark übertrieben. Jedenfalls was die Lokalisierbarkeit im
    Alltagsleben der meisten Menschen anbelangt. :)

  • accinca
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    • 25. Januar 2012 um 05:00
    • #24
    Onyx9:

    Verstehen kann man viel, aber worin erwachen, wodurch verwirklicht ?


    Du sprichst in Rätseln.

  • Grund
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    • 25. Januar 2012 um 07:29
    • #25

    Wo drückt's denn? 8)

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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