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Nibbana durch Achtsamkeit?

  • accinca
  • 23. Januar 2012 um 07:45
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  • mukti
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    • 25. Januar 2012 um 23:46
    • #26
    Roni:
    mukti:

    Selber gönnt man sich aber mehr, bei den Anderen wird man zum strengen Philosophen.


    Geht auch anders. Man sucht im Laufe der Diskussion nach Ausdrucksformen um sich verständlich zu machen und lernt daraus, sowie aus der Reaktion anderer dazu. Andersherum - wenn man Gespräche zum Zweck der Selbstbestätigung führt, fühlt man sich durch Argumente anderer gestört oder belehrt.

    Sorry, aber damit wollte ich dich nicht persönlich kritisieren, fühle mich eigentlich nicht gestört. Das beobachte ich bei mir selber, also bin mukti gegenüber oft viel großzügiger als anderen gegenüber, da fällt es leichter sich auf die Notwendigkeiten des Lebens zu beschränken, bei den anderen.

    Nur um zur Verdeutlichung ein kleines Beispiel zu geben: Ein Bekannter von mir ist zur Zeit in Bolivien, und seine neue Bankomatkarte wird ihm dorthin nicht zugestellt. Er ist in Verbindung mit einem Ashram - ich kann nun meinen, dort kann er einziehen und hat dann alles was er braucht. Aber ich bemühe mich die Karte möglichst sicher dorthin zu bringen, weil ich mich in seine Lage versetze und selber auch nicht in diesem Ashram leben möchte.
    Solche Situationen gibt es oft, man hat Freunde und Verwandte denen man mal was schenkt, oder man hilft wenn man darum gebeten wird, auch wenn es nicht nur um Nahrung und Kleidung geht. Man lebt selber in relativem Wohlstand hier, würde ich das den anderen nicht zubilligen, müsste ich selber auch auf alles verzichten, dann hätte ich das Recht dazu. Immerhin arbeite ich daran.

    Roni:


    Unternimm nichts mit dem Körper, sondern entspanne dich einfach. Halte Deinen Mund verschlossen und verharre im Schweigen. Mache deinen Geist leer und denke an nichts. Laß deinen Körper zur Ruhe kommen - einem hohlen Bambusrohr vergleichbar. Wenn du nichts mehr weggibst oder aufnimmst, kannst du auch deinen Geist zur Ruhe bringen. Mahamudra ist wie der Geist, der an nichts mehr anhaftet. Wenn du auf diese Weise praktizierst, wirst du die Buddhaschaft erlangen, wenn die rechte Zeit dafür gekommen ist.(Tilopa)

    Roni:

    Das bedeutet auch: Kein Ziel haben, nach gar nichts streben.

    Ich denke da halt einfach und pragmatisch: Kein Ziel hat man, wenn man alles losgelassen hat. Wenn es noch Anhaftungen gibt, dann gibt es auch ein Ziel - Befreiung von Leid und Unwissenheit.

    mukti:

    Es schadet gar nichts wenn man sich als ein guter Mensch fühlt, während man weiß dass man im Grunde gar nicht dieser Mensch ist.

    mukti:

    Aber darüber möchte ich die Menschlichkeit nicht vergessen, wo ich doch noch ein Mensch unter Menschen bin.

    Roni:


    Hättest du ev. Lust diese Menschlichkeit näher zu erläutern?
    Ich denke das erste Zitat ist ehrlich und drückt die Tatsache aus, dass es in der Dualität keine Menschlichkeit geben kann, die frei von persönlichen Zwecken wäre. Du schreibst im Grunde man solle Gutes tun um sich besser zu fühlen. Und dass diese Lüge uns nicht schadet. Ich denke sie schadet enorm, selbst wenn man sich der Täuschung bewußt ist, weil dadurch ein innerer Konflikt entsteht - man handelt anders als man denkt um sich besser zu fühlen, was im Grunde nicht gelingen kann.

    Die Menschen, denen man helfen möchte - genau da fangen Konzepte an, die sich oft mit tatsächlichen Erscheinungsformen nicht decken. Mir fällt dazu dein Beispiel des Bettlers ein. Du gibst Geld, fühlst dich dabei gut. Was aber auch sein kann, und zunehmend die Regel in den Städten ist-

    http://www.tz-online.de/aktuelles/muen…hen-401647.html

    Das ist nur eines von unendlich vielen Beispielen, die eine Kluft sichtbar machen, die zwischen der vermuteten und der tatsächlichen Wirkung eigener Taten bestehen kann, und dass eine derartige Linderung des Leids oft noch mehr Unheil mit sich bringt. Weil hier keine Klarheit besteht, die Klarheit, die eine achtsame Haltung mit sich bringt, ... um letztendlich das Thema nicht zu verfehlen.

    LG Roni

    In Österreich haben sie dieses "organisierte Betteln" verboten. Vielleicht gibt es Bettler die gezwungen werden und alles abgeben müssen. Ich denke es läuft meistens so ab: Die einfachen armen Leute haben keine Ahnung wie sie in ein wohlhabendes Land kommen, wo sie dort am Besten hingehen, wie sie wieder zurückkommen. Da hat einer einen Bus: Ich nehme euch mit, zeige euch die Plätze und hole euch ab, und ihr ersetzt mir die Kosten und gebt mir was ab für die Mühe, und jedem ist geholfen.
    Die Spießer fühlen sich halt belästigt wenn in der prunkvollen Einkaufsstraße ein lumpiger Bettler hockt, das passt ja nun gar nicht in den Kram.

    Menschlichkeit - ein gutes Herz und das Entwickeln von Tugenden wie Wohlwollen, Respekt, Freundlichkeit, gutes Benehmen, Bescheidenheit, Großzügigkeit, Geduld, Verständnis, das sind Dinge des Herzens, die nicht erklärt werden müssen. Das geht mit der Philosophie, dem Erkenntnisstreben Hand in Hand bei mir.
    Einfach Liebe oder eben Mitgefühl, wenn es auch noch nicht das perfekte Mitgefühl des Buddha ist.

    Eigentlich könnte es heißen: Erkenntnis und Mitgefühl ist Weisheit. Erkenntnis betrifft den Verstand, Mitgefühl das Herz. Der Verstand sollte dem Herzen nicht vorauseilen, dann wird man kalt und stolz, und auch nicht umgekehrt, dann wird man sentimental, Gefühlsduselei.
    Und dass wir auch noch beim Thema sind: Achtsamkeit ist Voraussetzung für Nibbana, ist ja wohl jedem hier klar. Achtsamkeit auf das was im Kopf vor sich geht, und auf das was im Herzen vor sich geht.

    Nur eine kurze Darstellung wie ich das sehe, man könnte Bücher darüber schreiben. Also nur mein Zugang, man tauscht sich halt aus.

    Lieber Gruß,
    mukti

    Mit Metta, mukti.


  • SpringMode5708
    Gast
    • 26. Januar 2012 um 00:02
    • #27
    TMingyur:

    Na ja, manche predigen, das Selektieren von Gewohnheiten, d.h. welche zu akzeptieren sind und welche abzulegen sind, und das Angewöhnen von neuen Gewohnheiten, welche man vorher noch gar nicht hatte :P


    Oh ja. Was sich nicht alles so unbemerkt einschleichen kann...

  • mukti
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    • 26. Januar 2012 um 11:48
    • #28
    Mirco:
    TMingyur:

    Na ja, manche predigen, das Selektieren von Gewohnheiten, d.h. welche zu akzeptieren sind und welche abzulegen sind, und das Angewöhnen von neuen Gewohnheiten, welche man vorher noch gar nicht hatte :P


    Oh ja. Was sich nicht alles so unbemerkt einschleichen kann...

    Gewohnheiten sind einfach Handlungen die durch oftmaliges Wiederholen keines Zwanges mehr bedürfen.
    Wenn man z.B. tägliche Meditationszeiten einhalten möchte, muss man sich manchmal ein wenig dazu zwingen. Nach einiger Zeit ist es zu einer Gewohnheit geworden, es geht automatisch.

    Man handelt täglich durch Gewohnheiten. Zähneputzen z.B. ist nötig, es ist eine Gewohnheit. Ebenso gewöhnt man sich an die Erfordernisse des achtfachen Pfades. Verstehe nicht was daran unheilsam sein soll? Gewohnheiten fallen erst nach dem völligen Erwachen weg, in absolutem Gewahrsein.

    Mit Metta, mukti.


  • SpringMode5708
    Gast
    • 26. Januar 2012 um 12:27
    • #29
    mukti:
    Mirco:

    Oh ja. Was sich nicht alles so unbemerkt einschleichen kann...


    Gewohnheiten sind einfach Handlungen die durch oftmaliges Wiederholen keines Zwanges mehr bedürfen.
    Wenn man z.B. tägliche Meditationszeiten einhalten möchte, muss man sich manchmal ein wenig dazu zwingen. Nach einiger Zeit ist es zu einer Gewohnheit geworden, es geht automatisch.
    Man handelt täglich durch Gewohnheiten. Zähneputzen z.B. ist nötig, es ist eine Gewohnheit. Ebenso gewöhnt man sich an die Erfordernisse des achtfachen Pfades. Verstehe nicht was daran unheilsam sein soll? Gewohnheiten fallen erst nach dem völligen Erwachen weg, in absolutem Gewahrsein.


    Ich meinte unheilsame, die Entwicklung hindernde Gewohnheiten.

    Gruß :)

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    • 26. Januar 2012 um 19:17
    • #30
    mukti:

    Gewohnheiten sind einfach Handlungen die durch oftmaliges Wiederholen keines Zwanges mehr bedürfen.


    Nicht nur Handlungen. Ärger und die "ich"- und "mein"-Intuition sind ebenso Gewohnheiten. Anhaftung ist eine Gewohnheit. Nicht-Achtsamkeit ist eine Gewohnheit.

    mukti:


    Wenn man z.B. tägliche Meditationszeiten einhalten möchte, muss man sich manchmal ein wenig dazu zwingen. Nach einiger Zeit ist es zu einer Gewohnheit geworden, es geht automatisch.


    Das kann auch eine schlechte (An-)Gewohnheit sein. 8)

  • mukti
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    • 26. Januar 2012 um 19:26
    • #31
    Mirco:


    Ich meinte unheilsame, die Entwicklung hindernde Gewohnheiten.

    Gruß :)

    Ach so, alles klar Mirco, hab ich falsch verstanden.

    Gruß mukti

    Mit Metta, mukti.


  • mukti
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    • 26. Januar 2012 um 19:31
    • #32
    TMingyur:
    mukti:

    Gewohnheiten sind einfach Handlungen die durch oftmaliges Wiederholen keines Zwanges mehr bedürfen.


    Nicht nur Handlungen. Ärger und die "ich"- und "mein"-Intuition sind ebenso Gewohnheiten. Anhaftung ist eine Gewohnheit. Nicht-Achtsamkeit ist eine Gewohnheit.

    Ja, das stimmt eigentlich.

    TMingyur:
    mukti:


    Wenn man z.B. tägliche Meditationszeiten einhalten möchte, muss man sich manchmal ein wenig dazu zwingen. Nach einiger Zeit ist es zu einer Gewohnheit geworden, es geht automatisch.


    Das kann auch eine schlechte (An-)Gewohnheit sein. 8)

    Naja manche Dinge werde ich in diesem Leben vielleicht nicht mehr verstehen, woran das auch immer liegen mag...

    Mit Metta, mukti.


    Einmal editiert, zuletzt von mukti (26. Januar 2012 um 19:40)

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    • 26. Januar 2012 um 19:39
    • #33
    mukti:

    Naja manche Dinge werde ich in diesem Leben wohl nicht mehr verstehen....

    Und du meinst es gibt ein nächstes mit den gleichen Dingen? 8)

  • mukti
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    • 26. Januar 2012 um 19:41
    • #34
    TMingyur:
    mukti:

    Naja manche Dinge werde ich in diesem Leben wohl nicht mehr verstehen....

    Und du meinst es gibt ein nächstes mit den gleichen Dingen? 8)

    Weiß ich nicht ob es das gibt

    Mit Metta, mukti.


  • accinca
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    • 26. Januar 2012 um 19:44
    • #35
    mukti:
    TMingyur:

    Und du meinst es gibt ein nächstes mit den gleichen Dingen? 8)

    Weiß ich nicht ob es das gibt

    Und wenn nicht, ist es auch egal. Jedenfalls gibt es viele Dinge die
    ein Mensch normalerweise nicht versteht.

  • wusheng
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    • 26. Januar 2012 um 20:13
    • #36
    accinca:


    Jedenfalls gibt es viele Dinge die
    ein Mensch normalerweise nicht versteht.


    "Akzeptieren" heißt die Devise...
    ;)

  • Roni
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    • 26. Januar 2012 um 20:36
    • #37
    mukti:

    Die einfachen armen Leute haben keine Ahnung wie sie in ein wohlhabendes Land kommen, wo sie dort am Besten hingehen, wie sie wieder zurückkommen. Da hat einer einen Bus: Ich nehme euch mit, zeige euch die Plätze und hole euch ab, und ihr ersetzt mir die Kosten und gebt mir was ab für die Mühe, und jedem ist geholfen.


    Ja, denkt man... Nein, so ist das nicht. Freiwillig tun sich nur wenige so etwas an. Das Spiel beginnt mit der Vergabe von Privatkrediten an Kreditunwürdige, bei Nichtzahlung der Raten wird mit Gewalt gegen die gesamte Familie gedroht, dann geht es auf die Tour. Der Bettler behält außer bescheidener Verpflegung gar nichts. Entweder er wird zum Betteln oder auch für kriminelle Aktivitäten eingesetzt, Autodiebstahl, Manipulation an Bankautomaten usw.

    Zitat

    Menschlichkeit - ein gutes Herz und das Entwickeln von Tugenden.


    Hm, ich habe neulich von einer Bekannten auf "Das ist nett" die Antwort bekommen: "Das ist normal".

    LG Roni

  • mukti
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    • 26. Januar 2012 um 20:43
    • #38
    wusheng:
    accinca:


    Jedenfalls gibt es viele Dinge die
    ein Mensch normalerweise nicht versteht.


    "Akzeptieren" heißt die Devise...
    ;)

    z.B. Nibbana akzeptieren schon, weil mans nie verstehen kann, aber akzeptieren nur weil etwas gesagt wird eher nicht, würde ich meinen, sogar wenns von TM kommt ;)

    Soll nicht heißen dass du da soeben mit Sicherheit unrecht hattest, werter TM 8)

    Mit Metta, mukti.


  • Grund
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    • 26. Januar 2012 um 20:49
    • #39

    Entsetzen ist sehr heilsam. Wenn dich mal das Entsetzen gepackt hat, dann ist das sehr heilsam und du wirst fortan nichts mehr damit zu tun haben wollen mit dem was so entsetzlich ist und so erlangst du dann durch eben dieses Entsetzen zum ersten mal rechte Achtsamkeit. So ist das große Entsetzen bereits wunderbare Befreiung. Aus großem Entsetzen resultiert großer Zweifel und der unterscheidet sich nicht von rechter Achtsamkeit 8)

  • mukti
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    • 26. Januar 2012 um 21:20
    • #40
    Roni:
    mukti:

    Die einfachen armen Leute haben keine Ahnung wie sie in ein wohlhabendes Land kommen, wo sie dort am Besten hingehen, wie sie wieder zurückkommen. Da hat einer einen Bus: Ich nehme euch mit, zeige euch die Plätze und hole euch ab, und ihr ersetzt mir die Kosten und gebt mir was ab für die Mühe, und jedem ist geholfen.


    Ja, denkt man... Nein, so ist das nicht. Freiwillig tun sich nur wenige so etwas an. Das Spiel beginnt mit der Vergabe von Privatkrediten an Kreditunwürdige, bei Nichtzahlung der Raten wird mit Gewalt gegen die gesamte Familie gedroht, dann geht es auf die Tour. Der Bettler behält außer bescheidener Verpflegung gar nichts. Entweder er wird zum Betteln oder auch für kriminelle Aktivitäten eingesetzt, Autodiebstahl, Manipulation an Bankautomaten usw.

    So, mag sein, dem bin ich nicht nachgegangen. Aber den Frauen die da oft auf meinem Weg betteln gebe ich immer wieder mal was, weil ihnen sogar 80 Cent ehrlich Freude machen.

    Roni:
    mukti:

    Menschlichkeit - ein gutes Herz und das Entwickeln von Tugenden.


    Hm, ich habe neulich von einer Bekannten auf "Das ist nett" die Antwort bekommen: "Das ist normal".

    Gute Antwort.

    Hab mich zu diesem Anlass wieder ein wenig mit dem Thema befasst - Metta, Samatha Bhavana (Entfaltung der Gemütsruhe u.a. durch Sittlichkeit und Freigebigkeit) usw.

    A.VIII.31-39 behandelt das Geben: http://www.palikanon.com/angutt/a08_031-040.html#a_viii31

    LGmukti

    Mit Metta, mukti.


  • Roni
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    • 27. Januar 2012 um 00:37
    • #41

    Was will man geben und wem?
    Die Suche nach "Geben" ergibt in Majjhima Nikaya keinen Treffer. Ebenfalls die nach "Verdienst".

    Das Subjekt folgt dem Objekt und vergeht
    Das Objekt folgt dem Subjekt und versinkt.

    (Seng-ts'an)

    Zitat

    Die erste Edle Wahrheit bezieht sich durchaus nicht etwa bloß auf Leiden als Gefühl, sondern lehrt, daß infolge des universalen Gesetzes der Vergänglichkeit alle Daseinsphänomene, selbst die höchsten Glückszustände, dem Wechsel und Untergang unterworfen, also elend und unzulänglich sind und ohne Ausnahme den Keim des Leidens in sich tragen.

    http://www.palikanon.de/wtb/sacca.html

    Liebe Grüße Roni

  • accinca
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    • 27. Januar 2012 um 03:54
    • #42
    wusheng:
    accinca:


    Jedenfalls gibt es viele Dinge die
    ein Mensch normalerweise nicht versteht.


    "Akzeptieren" heißt die Devise... ;)


    Naja, es muß ja nicht unbedingt in jeder Hinsicht so bleiben.
    Wer z.B. die 4. Vertiefung erreicht dessen Geist kann
    eine menge mehr verstehen und sich vorstellen.
    Manche können sich schwer mit ihrer geistigen Beschränktheit
    ihrer Vorstellungskraft abfinden - sogar schon im weltlichen.
    Da hört die Vorstellungskraft schon nach ein paar Lichtjahren
    auf. Dann sind es plötzlich nur noch Zahlen. Aber im kleinen
    ist es auch nicht anders. Von "Raum" und "Zeit" beschränkt.

  • wusheng
    Gast
    • 27. Januar 2012 um 08:38
    • #43
    accinca:
    wusheng:


    "Akzeptieren" heißt die Devise... ;)


    Naja, es muß ja nicht unbedingt in jeder Hinsicht so bleiben.
    Wer z.B. die 4. Vertiefung erreicht dessen Geist kann
    eine menge mehr verstehen und sich vorstellen.
    Manche können sich schwer mit ihrer geistigen Beschränktheit
    ihrer Vorstellungskraft abfinden - sogar schon im weltlichen.
    Da hört die Vorstellungskraft schon nach ein paar Lichtjahren
    auf. Dann sind es plötzlich nur noch Zahlen. Aber im kleinen
    ist es auch nicht anders. Von "Raum" und "Zeit" beschränkt.

    Alles anzeigen


    Hallo Accinca
    Mit einem tieferen Verständnis ereicht man aber eben auch nur ein tieferes Verständnis, an den Gesetzmässigkeiten kann man dadurch nichts ändern. Meine Erfahrung zeigt mir allerdings, dass mir das Akzeptieren leichter fällt. Auch eben in dem Sinne, dass Leidvolles ein bisserl weniger leidvoll ist.
    LG, Wusheng

  • SpringMode5708
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    • 27. Januar 2012 um 10:12
    • #44
    Roni:
    <woltlab-metacode-marker data-name=:
    Buddh. Wörterbuch" data-link="">

    Sacca: Die erste Edle Wahrheit bezieht sich durchaus nicht etwa bloß auf Leiden als Gefühl, sondern lehrt, daß infolge des universalen Gesetzes der Vergänglichkeit alle Daseinsphänomene, selbst die höchsten Glückszustände, dem Wechsel und Untergang unterworfen, also elend und unzulänglich sind und ohne Ausnahme den Keim des Leidens in sich tragen.


    Was man unter 'Leiden' versteht, also, wie man es durchdrungen hat, verfeinert sich mit der Zeit.
    Je subtiler die Wahrnehmung wird. Da erscheinen Dinge dann als Leiden, wo man es zuvor gar nicht angenommen hat.
    Denken zum Beispiel.

    Gruß, :)

  • accinca
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    • 27. Januar 2012 um 11:58
    • #45
    wusheng:
    accinca:


    Naja, es muß ja nicht unbedingt in jeder Hinsicht so bleiben.
    Wer z.B. die 4. Vertiefung erreicht dessen Geist kann
    eine menge mehr verstehen und sich vorstellen.
    Manche können sich schwer mit ihrer geistigen Beschränktheit
    ihrer Vorstellungskraft abfinden - sogar schon im weltlichen.
    Da hört die Vorstellungskraft schon nach ein paar Lichtjahren
    auf. Dann sind es plötzlich nur noch Zahlen. Aber im kleinen
    ist es auch nicht anders. Von "Raum" und "Zeit" beschränkt.

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    Hallo Accinca
    Mit einem tieferen Verständnis ereicht man aber eben auch nur ein tieferes Verständnis, an den Gesetzmässigkeiten kann man dadurch nichts ändern. Meine Erfahrung zeigt mir allerdings, dass mir das Akzeptieren leichter fällt. Auch eben in dem Sinne, dass Leidvolles ein bisserl weniger leidvoll ist. LG, Wusheng

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    Also ich glaube nicht, das ein tieferes Verständnis nichts ändern würde.
    Im Gegenteil meine ich doch weil kein tieferes Verständnis vorhanden
    ist ändert sich grundsätzliches auch nichts. Auch die wahre Nachfolge
    in der Lehre bedarf schon eines gewissen tieferen Verständnis. Nicht
    umsonst wird die erste Stufe auf dem Pfad von manchen übersetzen
    auch mit "rechtes Verständnis" übersetzt, mag dieses "rechte Verstehen"
    auch noch rudimentär sein.

  • mukti
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    • 27. Januar 2012 um 12:38
    • #46
    Roni:

    Was will man geben und wem?
    Die Suche nach "Geben" ergibt in Majjhima Nikaya keinen Treffer. Ebenfalls die nach "Verdienst".

    Das Subjekt folgt dem Objekt und vergeht
    Das Objekt folgt dem Subjekt und versinkt.

    (Seng-ts'an)

    Im Majjhima Nikaya wird das Thema halt nicht behandelt, dafür im Anguttara Nikaya wie gesagt: http://www.palikanon.com/angutt/a08_031-040.html#a_viii31

    Gutes Karma alleine führt nicht zur Erlösung, aber:

    vom Himmel der Mühelosen Götter (aviha-deva) abgeschieden erscheint er im Himmel der Quallosen Götter (ātappa-deva) wieder. Von dort abgeschieden erscheint er im Himmel der Klarsichtigen Götter (sudassa-deva) wieder, von da im Himmel der Klarsichtbaren Götter (sudassī-deva), von da im Himmel der Gewaltigen Götter (akanittha-deva). Dort erweckt er den Heiligen Pfad zur Überwindung der höheren Fesseln. Diesen Menschen bezeichnet man als den 'Stromaufwärts zu den Gewaltigen Göttern Eilenden' (uddhamsota-akanitthagāmī).

    http://www.palikanon.com/wtb/anagami.html

    Das Prinzip ist also: Immer besser und dann weg. Immer schlechter und dann weg geht nicht, weder gut noch schlecht schon, aber das erscheint mir sehr schwierig, kann ich nicht in aller Radikalität oder Konsequenz praktizieren.

    Mit Metta, mukti.


  • mukti
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    • 27. Januar 2012 um 12:52
    • #47
    accinca:


    Also ich glaube nicht, das ein tieferes Verständnis nichts ändern würde.

    Wenn es nichts ändern würde, könnte jeder Massenmörder eventuell ein Erleuchteter sein.

    Mit Metta, mukti.


  • accinca
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    • 27. Januar 2012 um 14:05
    • #48
    mukti:
    accinca:


    Also ich glaube nicht, das ein tieferes Verständnis nichts ändern würde.


    Wenn es nichts ändern würde, könnte jeder Massenmörder eventuell ein Erleuchteter sein.


    Den Zusammenhang verstehe ich jetzt gerade nicht.

  • mukti
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    • 27. Januar 2012 um 14:36
    • #49
    accinca:


    Den Zusammenhang verstehe ich jetzt gerade nicht.

    Vielleicht hab ich jetzt nicht ganz euren Punkt getroffen.
    Ich meine das Karmagesetz von Ursache und Wirkung kann nicht verändert werden. Man hat Veranlagungen die man mitbringt, eine bestimmte Anordnung von unbewussten Triebkräften (vasanas). Nun könnte man meinen, diese gesetzmäßige Auswirkung wäre unveränderbar, man kann sie zwar beobachten, aber nicht verändern. Demnach könnte ein Mörder ein Erleuchteter sein, wenn er sich nicht mit dem Körper/Geist identifiziert, während die Naturgesetze eben ihren Lauf nehmen.

    So kann das ja nicht sein, die Vasanas schwinden durch Achtsamkeit, indem sie keine neue Nahrung mehr erhalten, also verändert sich der Charakter.

    Mit Metta, mukti.


  • accinca
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    • 27. Januar 2012 um 15:11
    • #50
    mukti:

    So kann das ja nicht sein, die Vasanas schwinden durch Achtsamkeit, indem sie keine neue Nahrung mehr erhalten, also verändert sich der Charakter.


    Das ist dann aber eine besondere Achtsamkeit die mit Weisheit gesegnete Achtsamkeit.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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