liebe forenmitglieder
der buddhismus ist eine religion die sich zumindest teilweise gegen diskursives denken sperrt, oft werden gedanken als illusionär, vergänglich oder als persöhnliche wahnvorstellung beschrieben, man wird angehalten es nicht ernst zu nehmen, unberührt zu beobachten, ignorieren. das denken selbst steht in der kritik.
und das nicht ohne grund, bevor ein krieg angefangen wird, war da der gedanke, den krieg zu führen, es sind die verschiedenen ansichten, religiöse, politische , persöhnliche, die ständig zu auseinandersetzungen führen.anderst ausgedrückt, es sind all diese ideen die man auch als kultur oder weltkulturen bezeichnet, die ihre grundlage im denken, und im weitergeben der gedanken an weitere generationen haben, die zu immer neuem auseinandersetzungen, und schliesslich zu krieg und zerstörung führen.
jede idee, jedes lied, jeder film, transporiert ja eine ansicht, ein muslimisches volkslied, wird kaum einem amerikanischen ähneln. all dies sind ja persönliche werte, die zu den werten ganzer gruppen werden, landeswerte, nationalwerte.
kodo sawaki drückte es folgendermassen aus: "auch wenn die ganze welt komunistisch würde, würde alles beim alten bleiben, solange die streiterei in unseren köpfen nicht aufhört, wird es nie frieden geben".
religion: die idee das es einen schöpfergott gibt, oder eben nicht, gewalt!
politik: verschiedene wertvorstellungen die sich gegenseit bekämpfen, gewalt!
ist das was wir kultur oder ansicht oder tradition nennen aus buddhistischer sicht die wurzel der gewalt? brauchen wir einen kulturlosen menschen, der nicht mehr "sklave" seiner vorstellungen ist, um endlich frieden zu haben. muss man wie sawaki sagt:" dieser menschheit erst mal den hals umdrehen und sie alle zu buddhas machen"?
gruss zenbo