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Diskussion: Buddhismus und Polizeitdienst

  • Jan
  • 28. November 2011 um 18:22
  • Zum letzten Beitrag
  • monikamarie
    Gast
    • 2. Dezember 2011 um 07:46
    • #26
    Maybe Buddha:


    ...

    Im Endeffekt muss jeder selbst wissen was er tut (tuen möchte) und welche Konsequenzen daraus erwachsen könnten. Wer zur Polizei geht, sollte sich jedenfalls nicht wundern wenn er plötzlich in eine Sitiuation kommt in der er prügeln MUSS oder sogar töten ...

    Guten Morgen Jan,
    im Endeffekt musst Du natürlich selbst wissen, für was sich der Einsatz Deiner Arbeitskraft lohnt.

    Ich bin jedenfalls sicher, dass sich so mancher Buddhist schon gewünscht hätte, vor der Berufswahl weiser gewesen zu sein und einen anderen Beruf gewählt hätte als den, der ihn täglich an Gewalt und Verbrechen teilhaben lässt, selbst wenn er dabei die besten Absichten hat. So wie MB schreibt, Du hast in bestimmten Fällen dann keine Wahl. Oder anders geschrieben, Du hast eine Wahl, aber die könnte bedeuten, dass Du dann sowieso aus dem Dienst verabschiedet wirst oder beispielsweise schlimmstenfalls einem Dealer ins Messer läufst. Wie Du ja auch s. u. zum Ausdruck bringst.

    Jan:

    Ich würde liebend gerne den Polizistenberuf ausüben. Nur möchte ich vermeiden, dass mir nach dem Einschlagen dieses Weges die Erkenntnis kommt, dass er nicht mit meinem Willen ein buddhistisch orientiertes Leben zu leben, konform geht. Und da bin ich zwiegespalten.

    _()_ Monika

  • wusheng
    Gast
    • 2. Dezember 2011 um 08:57
    • #27

    Natürlich wird hier eine Frage behandelt, die nur mit "entweder / oder" zu beantworten ist, wenn man nur lange genug alle buddhistischen Sichtweisen betrachtet und jeder neuen Stellungnahme mit "ja, aber ...." begenen würde. So wie ich es immer gehört und auch verstanden habe, ist ein Weg nach buddhistischen Prinzipien ein "sowohl als auch-Weg". Das bedeutet, dass es kein unvereinbarer Widerspruch sein muss, Polizeidienst + Buddhismus. Wie MM schreibt, hat sich bestimmt schn manch einer gewünscht, er hätte seinen Beruf klüger gewählt. Aber wüsste man denn auch, wohin es einen gebracht hätte?
    Ich persönlich folge gerne den Dingen, die mich auch neugierig machen. Sie können einen in die Hölle oder den Himmel bringen, bildlich ausgedrückt. Aber sie haben mich immer weiter gebracht.
    Und es mag auch auch karmisch begründet sein, warum jemand seinen Beruf wählt (vgl. den aktuellen Thread "Freier Wille). Vielleicht bringt einen grade die Wahl des Polizeidienstes in die Situation, sich wirklich zu entscheiden und kann so eine andere Ebene ereichen.
    "Gebunden ist, wer sich gebunden glaubt.
    Doch frei ist, wers sich selbst erlaubt." (Tabaluga)
    Gruß,
    Wusheng

  • monikamarie
    Gast
    • 2. Dezember 2011 um 09:22
    • #28

    Guten Morgen Wusheng, Jan,

    wusheng:

    ... So wie ich es immer gehört und auch verstanden habe, ist ein Weg nach buddhistischen Prinzipien ein "sowohl als auch-Weg". Das bedeutet, dass es kein unvereinbarer Widerspruch sein muss, Polizeidienst + Buddhismus.

    Nein, so einen "sowohl-als-auch-Weg" in Buddhas Lehre gibt es nicht.

    Zitat

    ...
    Ich persönlich folge gerne den Dingen, die mich auch neugierig machen. Sie können einen in die Hölle oder den Himmel bringen, bildlich ausgedrückt. Aber sie haben mich immer weiter gebracht.

    Mag sein, aber da wusstest Du es (wohl) noch nicht besser - und es hat Dich halt - genauso wie mich - deshalb weitergebracht, weil Du einer inneren Spur folgst oder darauf gebracht wurdest. Jan ist aber schon auf der Spur.
    Wer weise handeln und sich nicht unnötig das Leben erschweren will, der wird sich von gefährlichen Dingen wie Gewalt, Drogen, Prostitution etc. fernhalten (und damit bekommt er zu tun) und nicht meinen, er könne erstmal alles ausprobieren, vielleicht nützt ihm das einmal. So denken kann ich nur im Nachhinein, wenn ich einer schwierigen Phase meines Lebens entkommen bin, nachdem ich noch nicht klug genug war. Das ist bei Jan nicht der Fall, denn er fragt ja.

    Auch, der Wunsch anderen helfen zu wollen und ein guter Polizist zu sein, ist ja nur ein Wunsch, denn mit 18 werde ich dies nur schwer hinbekommen, vor allem, wenn ich noch gar nicht weiß, was anderen wirklich hilft.
    Ein Polizist, der während seines Dienstes zur Lehre Buddhas gelangt, wird sicher wichtige Einsichten mit einbringen können und - wie auch immer - entscheiden.

    Zitat

    Und es mag auch auch karmisch begründet sein, warum jemand seinen Beruf wählt (vgl. den aktuellen Thread "Freier Wille).

    Karmisch bedeutet für mich in diesem Zusammenhang nur, dass ich nicht weiß, was ich tue. Stelle ich in so einem Forum eine entsprechende Frage, dann weiß ich schon ganz schön viel darüber, was ich tun oder lassen sollte. Insofern bin ich am Hebel von Karma angelangt.

    Zitat

    Vielleicht bringt einen grade die Wahl des Polizeidienstes in die Situation, sich wirklich zu entscheiden und kann so eine andere Ebene ereichen.

    Ja, es gibt viele Möglichkeiten, andere Ebenen zu erreichen.
    Aber - warum in die Ferne schweifen?

    Zitat

    "Gebunden ist, wer sich gebunden glaubt.
    Doch frei ist, wers sich selbst erlaubt." (Tabaluga)

    Hier vergleichst Du Äpfel mit Birnen, lieber Wusheng :D
    Einen schönen Tag voll Freiheit wünsche ich
    _()_ Monika

  • wusheng
    Gast
    • 2. Dezember 2011 um 09:36
    • #29
    monikamarie:


    Jan ist aber schon auf der Spur.
    ...Das ist bei Jan nicht der Fall, denn er fragt ja.


    Karmisch bedeutet für mich in diesem Zusammenhang nur, dass ich nicht weiß, was ich tue. Stelle ich in so einem Forum eine entsprechende Frage, dann weiß ich schon ganz schön viel darüber, was ich tun oder lassen sollte. Insofern bin ich am Hebel von Karma angelangt.

    Hier vergleichst Du Äpfel mit Birnen, lieber Wusheng :D
    Einen schönen Tag voll Freiheit wünsche ich
    _()_ Monika


    Hallo Monika, guten Morgen
    Wenn das alles bei Jan so ist, warum fragt er denn dann überhaupt noch???
    Meine Wahrnehmung dieser Situation ist allerdings geprägt durch den werdegang eines guten bekannten, der hatte sich aber für den Weg eines Berufssoldaten entschieden, damals in England, zur Zeit des Falklandkrieges.
    Er ist durch sehr schwere Prüfungen gegangen, ist körperlich nicht unversehrt geblieben, und hält diese Zeit im Krieg für sich als den herausragenden Wendepunkt in seinem Leben. Und tatsächlich praktiziert er heute den tibetanischen Buddhismus. Die Parallelen zwischen seinem Weg und Jans Frage ist mir nur zu deutlich...
    Lieben Gru,
    Wusheng
    P.S.: Äpferl + Birnen...dummerweise bin ich gegen beide allergisch, die hab ich beide auf der gleichen Liste. Oben drüber steht: Finger von lassen :D

  • monikamarie
    Gast
    • 2. Dezember 2011 um 09:55
    • #30
    wusheng:


    ...
    Wenn das alles bei Jan so ist, warum fragt er denn dann überhaupt noch???

    Eben gerade weil er schon mit 18 Jahren diese Fragen stellt, zeigt er, dass er schon nicht mehr meint - wie in diesem Alter häufig der Fall - er wüsste schon alles, sondern er will sich ver-gewisse-rn. Er hat also Gewissen.

    Zitat

    Meine Wahrnehmung dieser Situation ist allerdings geprägt durch den werdegang eines guten bekannten, der hatte sich aber für den Weg eines Berufssoldaten entschieden, damals in England, zur Zeit des Falklandkrieges.
    Er ist durch sehr schwere Prüfungen gegangen, ist körperlich nicht unversehrt geblieben, und hält diese Zeit im Krieg für sich als den herausragenden Wendepunkt in seinem Leben. Und tatsächlich praktiziert er heute den tibetanischen Buddhismus. Die Parallelen zwischen seinem Weg und Jans Frage ist mir nur zu deutlich...

    Ja, aber davon schrieb ich ja auch, dass es ein Unterschied ist, ob ich vorher oder mittendrin oder nachher darüber reflektiere und dann zum Buddhismus gelange. Jan tut's schon vorher. Er müsste also nicht unbedingt "derartige Prüfungen ablegen", weil er sich ja schon für Buddhismus interessiert. :D

    Wie immer sich Jan entscheidet, die Entscheidung kommt aufgrund einer entsprechenden Tendenz, die in ihm vorhanden ist, ob stark oder schwach, das wird sich zeigen - soviel zum Freien Willen.

    Ich wünsche Jan viel Kraft dazu, was immer es sei.
    _()_ Monika

  • wusheng
    Gast
    • 2. Dezember 2011 um 09:58
    • #31
    monikamarie:
    wusheng:

    ... So wie ich es immer gehört und auch verstanden habe, ist ein Weg nach buddhistischen Prinzipien ein "sowohl als auch-Weg". Das bedeutet, dass es kein unvereinbarer Widerspruch sein muss, Polizeidienst + Buddhismus.


    Nein, so einen "sowohl-als-auch-Weg" in Buddhas Lehre gibt es nicht.


    Werte Monika, natürlich gibt es diese Sichtweise. Der Buddhismus ist doch kein Weg der Extreme. Sonst wäre die Thread-Frage doch schnell zu beantworten: "Das buddhistische Gebot X besagt, du darfst nicht Polizist werden."
    Und das würde bedeuten, wenn da mal einer in Uniform vor mir steht, dann müsste ich mir sagen: "Vorsicht, Wusheng, der da ist schon mal kein Buddhist..."
    Aber es kann auch sein, dass ich hier in Richtung "off-topic" gehe, also ists hier gut für mich. Dem jan soll es doch nützen, was gepostet wird. ;)
    LG an Dich aus dem veregneten H.
    Wusheng

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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