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Wege zum Buddhismus

  • Quotenwombel
  • 15. November 2011 um 12:48
  • Zum letzten Beitrag
  • Quotenwombel
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    22. Oktober 2011
    • 15. November 2011 um 12:48
    • #1

    In Deutschland wird es ja eher selten vorkommen, dass jemand bereits von Kindheit an Buddhist ist. Die meisten Buddhisten in Deutschland, werden vorher einer anderen Religion oder Weltanschauung angehört haben (denke ich).

    Bevor ich Buddhist wurde war ich Agnostiker (davor Atheist und als Kind Christ). Als Agnostiker habe ich zwar die Existenz etwas übergeordnetem nicht generell verneint, aber mit den gängigen Darstellungen dessen, wie beispielsweise Gott und all den Widersprüchen in den religiösen Schriften, konnte ich nichts anfangen und habe das abgelehnt. Ebenso wenig anfangen kann ich mit den Vorgaben und Geboten für gottesgläubige Menschen. Diese sind zwar nicht unbedingt falsch, aber einige, wie die Vorgaben für Ehe, Beziehungen und Sex, stellen (unter Strafandrohung) einen einzelnen von vielen möglichen (moralisch ebenso korrekten) Wegen als einzig richtigen dar. Der Gläubige wird entmündigt und soll anstatt eigenständig zu denken, blind folgen.

    Worüber ich auch viele Jahre mit Christen, Atheisten und Agnostikern in religiösen Foren diskutiert habe, ist das Thema "Gott und Gerechtigkeit - Himmel und Hölle". Wenn man sich in dieser Welt freidenkend umsieht, wird es sehr schwer an Gottes schützende Hand zu glauben und es ist offensichtlich, dass ein einziges Leben zu wenig/kurz sein um sich zu bewähren, viele bekommen dazu nie Gelegenheit. Die Wiedergeburt macht da deutlich mehr Sinn.

    Da es für mich als Agnostiker keine vordefinierte Moral gibt, habe ich über die Jahre hinweg eine eigene Lebensphilosophie entwickelt. Dabei habe ich mich zwar von Religionen inspirieren lassen, aber vieles was mir widersprüchlich oder falsch erschien, überdacht und für mich angepasst. Je länger ich mich dann mit Buddhismus beschäftigte, fielen mir die Gemeinsamkeiten meiner Lebensphilosophie und den Lehren des Buddhismus auf. Den 4 edlen Wahrheiten, dem 8-fachen Pfad und den 5 buddhistischen Geboten, stimme ich zu 100% zu. Widersprüche wie bei anderen Religionen, finde ich dort nicht.

    Was ich mir vom Buddhismus verspreche, ist zusätzliche Motivation und Wege zu finden, meine persönlichen Ziele zu erreichen, u.a. auch durch Meditation.

    Und natürlich interessiert es mich, wie andere zum Buddhismus gefunden haben. :)

    Nichts ist wie es scheint, aber alles ist wie es ist.

  • monikamarie
    Gast
    • 15. November 2011 um 13:38
    • #2

    Hallo QW,
    hier wirst Du vielleicht schon mal einige Antworten bekommen, auch wenn hier - wie so oft - sehr abgeschweift und auf Nebenschauplätzen gekämpft wird :lol: :

    http://www.buddhaland.de/viewtopic.php?f=22&t=6140

    Stöber doch einfach mal hier im Forum herum, darüber wurde schon viel geschrieben. :D
    Was mich anbelangt, bin ich 1976 durch das Buch "Siddharta" von Hermann Hesse mit Buddha in Berührung gekommen, habe dann noch andere - vor allem christliche - Wege beschritten und bin seit Mitte der Achtziger Jahre langsam, aber sicher immer mehr in diese Richtung geschwenkt und heute endlich angekommen :D .
    _()_ Monika

  • Alephant
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    • 18. November 2011 um 23:49
    • #3

    Hallo und Willkommen Quotenwombel :D

    kann man nicht vielleicht auch fragen, wie die buddhistische Inspiration Dich gefunden hat? :)

    Gruß

  • Samten
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    • 19. November 2011 um 20:57
    • #4

    ........Motivation vllt., persönliche Ziele mit Sicherheit nicht; für mich ist der WEG letztlich kein Ego-Trip…..(Selbst)-Erkenntnis vor allem durch Praxis von Meditation/Nachmeditation und Selbstreflektion , Erkenntnis kommt aus/von einem selbst und kann nicht nur angelesen werden, das Ego imitiert dann ebendieses, mehr nicht…..
    Zum Buddhismus „gefunden“…Anfang der 70iger durch Hesses Siddharta oder auch durch Kerouac , … T.Leary ..damals so etwas wie der Zeitgeist in“ bestimmten Kreisen“, die gerne mal auf bestimmte psychoaktive Substanzen zurückgriffen…..“ernster“ wurde es mit Chögyam Trungpa Rinpoche, geliebt und gehasst (aus Unverständnis), weil eben das Ego „angekratzt“ wurde von seinen Texten, z.B. sein Buch von ca. 1972 „ Spiritueller Materialismus“, das mich seit dieser Zeit immer noch „begleitet“ und mir wieder und wieder neue Facetten des/meines menschlichen „Wanderns“ aufzeigt…..

  • Quotenwombel
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    22. Oktober 2011
    • 20. November 2011 um 20:30
    • #5
    pops:

    Hallo und Willkommen Quotenwombel :D

    kann man nicht vielleicht auch fragen, wie die buddhistische Inspiration Dich gefunden hat? :)

    Gruß

    In meinem Fall würde ich am ehesten sagen, ich habe mich im Buddhismus gefunden. Ich bin Buddhist geworden, weil die Lehren der Buddhismus den Weg beschreiben, den ich bereits als Agnostiker ging. Buddhismus sehe ich als unterstützende Inspiration und Motivation zum Erreichen verschiedener Ziele.

    Nichts ist wie es scheint, aber alles ist wie es ist.

  • Joy
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    18. November 2011
    • 22. November 2011 um 15:35
    • #6

    Persönliche Ziele hatte ich eigentlich nicht. Etwas in mir sagte, dass etwas fehlt. Ich fühlte mich nicht "komplett". Das war nie so richtig greifbar, was das wirklich ist.

    Ich dachte immer Geld, Sicherheit, Liebe, Familie, solche Äußeren Dinge, da liegt die Erfüllung meiner inneren Sehnsüchte. Aber in all dem habe ich das nicht gefunden, was diese innere Sehnsucht in mir befriedigen konnte. So habe ich dann irgendwann zu den buddhistischen Lehren gefunden und meine Suche nach innen ausgerichtet.

    Irgendwann vor ein paar Jahren hat dann das, was ich gesucht habe mich gefunden bzw. irgendwie sind wir uns auf halben Wege entgegengekommen. :lol:

    Seit dem ist hier "Sucherfrieden" eingekehrt, ich such nicht mehr und ich habe nicht mehr das Gefühl, dass etwas fehlt. Mir tun nur die vielen Menschen leid, die ihr Glück immer noch im Außen suchen. Ich wünschte mir, mehr Menschen würden sich nach innen wenden und dem Weg des Buddha folgen. Darum bin ich hier in diesem Forum gelandet. Ich glaube, dass dieser Wunsch (Karuna) hier ziemlich präsent ist.

    _()_

  • monikamarie
    Gast
    • 22. November 2011 um 16:50
    • #7

    Ja, liebe Joy, das sehe ich auch so. Mitgefühl ist eines der Gründe, um hier zu lesen und zu schreiben :)
    _()_ Monika

  • Joy
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    18. November 2011
    • 22. November 2011 um 17:42
    • #8
    monikamarie:

    Mitgefühl ist eines der Gründe, um hier zu lesen und zu schreiben :)


    Eitelkeit ist ein vergängliches Vergnügen, Mitgefühl bleibt. :)

  • monikamarie
    Gast
    • 22. November 2011 um 18:54
    • #9
    Joy:
    monikamarie:

    Mitgefühl ist eines der Gründe, um hier zu lesen und zu schreiben :)


    Eitelkeit ist ein vergängliches Vergnügen, Mitgefühl bleibt. :)

    Vor allem ist Eitelkeit eines der Hindernisse, auf die jede/r wirklich interessierte Sucher/in früher oder später ohnehin stößt und vielleicht komplett verblüfft ist, dass sie bzw. er dies nicht schon früher erkannte.
    _()_ Monika

  • Lirum Larum
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    Buddh. Richtung
    Ich protestiere gegen den mangelnden Respekt vor den unterschiedlichen Traditionen.
    • 22. November 2011 um 21:14
    • #10
    monikamarie:

    ...und vielleicht komplett verblüfft ist, dass sie bzw. er dies nicht schon früher erkannte.
    _()_ Monika


    Naja, oder man ist komplett verblüfft darüber, dass sie überhaupt da ist (die Eitelkeit), obwohl man doch lange nichts davon erkennen konnte.
    Es kann sowieso noch alles hochkommen, was man für erledigt gehalten hatte. Ganz erstaunlich ist das manchmal. :)

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • monikamarie
    Gast
    • 23. November 2011 um 01:28
    • #11
    Losang Lamo:
    monikamarie:

    ...und vielleicht komplett verblüfft ist, dass sie bzw. er dies nicht schon früher erkannte.
    _()_ Monika


    Naja, oder man ist komplett verblüfft darüber, dass sie überhaupt da ist (die Eitelkeit), obwohl man doch lange nichts davon erkennen konnte.
    Es kann sowieso noch alles hochkommen, was man für erledigt gehalten hatte. Ganz erstaunlich ist das manchmal. :)

    Ja, liebe LL, :lol:
    _()_ Monika

  • toni0710
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    • 2. Dezember 2011 um 21:48
    • #12

    Hallo, ich bin neu hier im Forum und dachte ich erzähl gleich mal etwas über mich. Ich bin 23 und beschäftige mich schon seit vielen Jahren mit Religion, konnte aber nie einen Sinn im Glauben an einen Gott finden. Seit nun mittlerweile knapp 3 Jahren leide ich an einer Angst/Panikstörung. Mittlerweile befinde ich mich auch in therapie und mache auch Fortschritte. Durch die Therapie hat sich herauskristallisiert, dass die Angst von Unsicherheit herrührt, weil ich keine Richtung bzw kein Ziel im Leben finden kann. Aufgrund dessen beschäftige ich mich seit einiger Zeit mit Buddhismus, weil es die einzige Religion ist, die mir eine Richtung vermitteln kann bzw mir hilft eine Richtung zu finden.

    Das ist mal ein kleiner Einblick und mein Weg zum Buddhismus.

  • monikamarie
    Gast
    • 3. Dezember 2011 um 11:11
    • #13
    toni0710:

    Hallo, ich bin neu hier im Forum und dachte ich erzähl gleich mal etwas über mich. Ich bin 23 und beschäftige mich schon seit vielen Jahren mit Religion, konnte aber nie einen Sinn im Glauben an einen Gott finden. Seit nun mittlerweile knapp 3 Jahren leide ich an einer Angst/Panikstörung. Mittlerweile befinde ich mich auch in therapie und mache auch Fortschritte. Durch die Therapie hat sich herauskristallisiert, dass die Angst von Unsicherheit herrührt, weil ich keine Richtung bzw kein Ziel im Leben finden kann. Aufgrund dessen beschäftige ich mich seit einiger Zeit mit Buddhismus, weil es die einzige Religion ist, die mir eine Richtung vermitteln kann bzw mir hilft eine Richtung zu finden.

    Das ist mal ein kleiner Einblick und mein Weg zum Buddhismus.

    Danke und ein herzliches Willkommen, liebe(r) Toni,
    ich wünsche Dir auf Deinem Weg in die Freiheit viel Erfolg :D .
    _()_ Monika

  • toni0710
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    2. Dezember 2011
    • 3. Dezember 2011 um 14:41
    • #14

    Vielen Dank. Hatte vergessen zu erwähnen: ich bin männlich.

  • Joy
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    18. November 2011
    • 3. Dezember 2011 um 14:43
    • #15
    toni0710:

    Durch die Therapie hat sich herauskristallisiert, dass die Angst von Unsicherheit herrührt, weil ich keine Richtung bzw kein Ziel im Leben finden kann. Aufgrund dessen beschäftige ich mich seit einiger Zeit mit Buddhismus, weil es die einzige Religion ist, die mir eine Richtung vermitteln kann bzw mir hilft eine Richtung zu finden.


    Das freut mich sehr Toni. Ich wünsche dir viel Glück auf deinem Weg zu dir selbst.

    _()_

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    • 5. Dezember 2011 um 20:29
    • #16
    Quotenwombel:

    Und natürlich interessiert es mich, wie andere zum Buddhismus gefunden haben. :)

    Bei mir war das so, dass ich mit dem Leben abgeschlossen hatte ... und da ist mir dann nichts Besseres mehr eingefallen :lol:

    Also das soll nun kein Witz sein, auch wenn ich drüber lachen muss ... nein war ganz ehrlich so und das war wohl auch ne gute Ausgangssituation für mich, weil sich so als Motto quasi "ganz natürlich" ergeben hat "Es kann nur noch besser werden. Schlechter geht nicht mehr." :D

  • wusheng
    Gast
    • 5. Dezember 2011 um 23:51
    • #17
    TMingyur:
    Quotenwombel:

    Und natürlich interessiert es mich, wie andere zum Buddhismus gefunden haben. :)

    Bei mir war das so, dass ich mit dem Leben abgeschlossen hatte ... und da ist mir dann nichts Besseres mehr eingefallen :lol:

    Also das soll nun kein Witz sein, auch wenn ich drüber lachen muss ... nein war ganz ehrlich so und das war wohl auch ne gute Ausgangssituation für mich, weil sich so als Motto quasi "ganz natürlich" ergeben hat "Es kann nur noch besser werden. Schlechter geht nicht mehr." :D


    Oh, TM, was für ein Statement. Werde es gleich noch einmal, aber dann zwisceh den Zeilen lesen. Danke fürs Teilen.
    Wusheng

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    • 6. Dezember 2011 um 01:23
    • #18

    Ach Wushi, komm ... Statement hin Statement her ... erste edle Wahrheit. Mal kühl überlegt ... gibt's einen anderen Einstieg ins buddha dhamma als genau dies? Es ist doch nur der Unterschied, dass es beim einen ein "kleines Zwicken" ist, während der andere "vor Schmerzen brüllt" ... kamma vipaka ... jeder wird mit seiner individuellen Last in die Welt geworfen.

    Warum sollte man sich all das ganze Begriffs- und Praxis-Firlefanz antun, wenn nicht wegen dukkha? Warum sonst "Sutta hier" und "Sutra dort", "Roshi dies" und "Lama das", "Meister Hüh" und "Ajahn Hott?", "Sadhana links" und "Sitzen rechts", "Samatha tief" und "Vipassana hoch"? ;)


    Jetzt fällt mir - so buddhistisch konditioniert wie ich mittlerweile bin - auch gleich ein sutta ein, welches ich - passend zum eben gesagten - zitieren könnte ... aber ich tu's nicht ...
    Willste wissen warum?
    Moment, ich sag's dir ... Weil's keinen Unterschied macht! :shock:

    Der eine ist sehr fleißig und tut viel (dagegen oder dafür), der nächste ist weniger fleißig und dafür etwas faul und tut weniger (dagegen oder dafür), wieder ein anderer ist noch fauler und tut noch weniger (dagegen oder dafür) und der Begnadetste von allen, der ist weder fleißig noch faul und tut doch überhaupt nichts. ;)

    .....
    An Wushi und jeden der das liest/gelesen hat: Lass dich nicht täuschen! Ich mein's gut mit dir und wünsch dir das Beste. Jeder Fehler, den man macht, ist perfekt ... wenn man ihn erkennt :)

  • Maybe Buddha
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    • 6. Dezember 2011 um 06:42
    • #19
    TMingyur:
    Quotenwombel:

    Und natürlich interessiert es mich, wie andere zum Buddhismus gefunden haben. :)

    Bei mir war das so, dass ich mit dem Leben abgeschlossen hatte ... und da ist mir dann nichts Besseres mehr eingefallen :lol:

    Also das soll nun kein Witz sein, auch wenn ich drüber lachen muss ... nein war ganz ehrlich so und das war wohl auch ne gute Ausgangssituation für mich, weil sich so als Motto quasi "ganz natürlich" ergeben hat "Es kann nur noch besser werden. Schlechter geht nicht mehr." :D

    War bei mir so ähnlich. Ich war zwar nicht von Schmerz gepeinigt oder dergleichen, aber alles andere war dann auch eine Art Zeit-totschlagen bis der Tod die Zeit totschlägt...

    "Nur eines verkünde ich heute, wie immerdar: Leiden und seine Vernichtung."
    Buddha

  • Grund
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    • 6. Dezember 2011 um 07:17
    • #20
    Maybe Buddha:

    ... Ich war zwar nicht von Schmerz gepeinigt oder dergleichen, .


    Ja, das ist interessant. Vorher, bevor es soweit war, war da diese Turbulenz, dieses mal hoch und dann mal wieder tief, dieser selbstbemitleidende Schmerz, das Hadern, das schmerzhafte Streben und Gieren, die schmerzhaften Enttäuschungen. Als es jedoch zum "mit dem Leben abschließen" kam - ein rein geistiger Vorgang, wie ein Blitz, ein Moment vergleichbar wie wenn ein herabstürzendes Schafott den Kopf vom Rumpf abtrennt, eine Vision des "sich immer wieder Wiederholens", eine Vision der Aussichtslosigkeit wenn sich nicht etwas grundsätzlich und radikal ändert - war da kein Schmerz, sondern tatsächlich eine Art "deja vu" ... und später im Laufe des Weges, die "highlights" die da unerwartet erschienen, waren immer wieder die gleiche sehr klare, kühle und unbewegte ruhige Leere, die sich damals auftat und die aber damals alsbald im turbulenten Fluss der Gewohnheiten (Gedanken, Anwandlungen von "ich" und "mein", Greifen von Gefühlen) wieder verschwand. So richtig bewußt wurde mir das erst später, nachdem ich mit diversen Lehren und Praktiken in Berührung gekommen war.

  • monikamarie
    Gast
    • 6. Dezember 2011 um 08:05
    • #21

    Ja _()_

  • Quotenwombel
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    • 10. Dezember 2011 um 01:12
    • #22

    Ich arbeite gerade daran wieder auf den Weg zurückzukommen. Nachdem ich zu beruhigender Leere gefunden habe, bin ich wieder in alte Gewohnheiten gefallen, mit den damit verbundenen Hochs und Tiefs. Denke wird sich wieder einpendeln :)

    Nichts ist wie es scheint, aber alles ist wie es ist.

  • Maybe Buddha
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    • 10. Dezember 2011 um 10:45
    • #23
    Quotenwombel:

    Ich arbeite gerade daran wieder auf den Weg zurückzukommen. Nachdem ich zu beruhigender Leere gefunden habe, bin ich wieder in alte Gewohnheiten gefallen, mit den damit verbundenen Hochs und Tiefs. Denke wird sich wieder einpendeln :)

    Das ist ganz normal (nach meiner Erfahrung). 2 Schritte vor, einen zurück. 2 Schritte vor, einen zurück. Aber diese Schritte zurück halte ich sogar für wichtig, da man nicht nur den Unterschied in der Erkenntnis und dem erfahren von "schlecht" zu "gut" sieht, sondern auch von "gut" zu "schlecht". Dadurch schwinden mMn Zweifel die entstehen wenn man trotz fortschreitender Praxis auf einmal unzufrieden ist und sich möglicherweise sagt (bzw danach handelt), "früher wars doch nicht so schlecht". Wenn man dann wieder in alte Verhaltensweisen zurückfällt, erkennt man dann sehr gut das es doch schlechter war und ist wieder motiviert sich "gut zu verhalten" und noch mehr zu tun.

    "Nur eines verkünde ich heute, wie immerdar: Leiden und seine Vernichtung."
    Buddha

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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