Buddhismus und gleichzeitig Gottesglaube - geht das?
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Quotenwombel -
30. Oktober 2011 um 11:24 -
Geschlossen
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Maybe Buddha:
Wer nix verloren hat kann nix suchen oder finden. Er ist also schon ganz Erleuchtet.
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Maybe Buddha:
Wobei das etwas voreilig von mir... Denn wer ist "Der Buddhismus"...?
Der Buddhismus ist ja wenn überhaupt die Lehre des Buddha. Und die Lehre des Buddha führt weg von Ablehnung. Die Lehre des Buddha, der Buddhismus, ist keine Person. Wie auch, das "Ich" ist ja nur eine Illusion. Wird das erkannt gibt es keine Seele und keinen Schöpfergott den man ablehnen könnte, denn es gibt dort niemanden der etwas ablehnen könnte. Die Einbildung, es gebe dort jemanden der etwas ablehnt, muss überwunden werden. Ist das erreicht brauchst du weder Schöpfergott, noch Seele, noch Buddhismus... -
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hedin:
Achso, Fehler erkennen und eingestehen hilft also nix...? Aber wieso vollkommen daneben? Ich wüsste nicht das der Buddhismus etwas von Schöpfergott lehrt.... Und wenn ich diese Definition von Seele lese: "Darüber hinaus gibt es religiöse und philosophische Auffassungen, in denen sich „Seele“ auf ein immaterielles Prinzip bezieht, welches das Leben eines Individuums und seine durch die Zeit hindurch beständige Identität bewirkt. Damit kann die Annahme verbunden sein, die Seele sei hinsichtlich ihrer Existenz vom Körper und damit auch dem physischen Tod unabhängig und mithin unsterblich."
wird im Buddhismus die Vorstellung einer Seele abgelehnt... Und wenn er jetzt sagt das er nix im Buddhismus verloren hat, wenn der Buddhismus Seele und Schöpfergott (ich nehme an er meinte die existenz davon) ablehnt, dann habe ich mit dem Satz "Dann hast du im Buddhismus nix verloren" Nur seine Frage beantwortet...
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Maybe Buddha:
wird im Buddhismus die Vorstellung einer Seele abgelehnt... Und wenn er jetzt sagt das er nix im Buddhismus verloren hat, wenn der Buddhismus Seele und Schöpfergott (ich nehme an er meinte die existenz davon) ablehnt, dann habe ich mit dem Satz "Dann hast du im Buddhismus nix verloren" Nur seine Frage beantwortet...
Vielleicht hättest du schlicht und einfach erklären sollen, warum man gerade im Buddhismus eine Seele und einen Gott ablehnt.Dies ist jedenfalls keine geeignete Erklärung hierfür:
Maybe Buddha:
Der Buddhismus ist ja wenn überhaupt die Lehre des Buddha. Und die Lehre des Buddha führt weg von Ablehnung. Die Lehre des Buddha, der Buddhismus, ist keine Person. Wie auch, das "Ich" ist ja nur eine Illusion. Wird das erkannt gibt es keine Seele und keinen Schöpfergott den man ablehnen könnte, denn es gibt dort niemanden der etwas ablehnen könnte. Die Einbildung, es gebe dort jemanden der etwas ablehnt, muss überwunden werden. Ist das erreicht brauchst du weder Schöpfergott, noch Seele, noch Buddhismus...Da wird seitenlang über „Nirwana das Unerklärbare“ und „Wiedergeburt das Unglaubliche“ diskutiert, wenn aber jemand, noch dazu ein Neuling, eine Frage über Gott und die Seele aufwirft, dann verweist man dem gleich zum Ausgang.
Hier ist mehr Toleranz gefragt, bei allen und nicht nur bei einigen alten „Forenhasen“, die ja auch alles Mögliche und Unmögliche in Frage stellen.
hedin
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hedin:
wenn aber jemand, noch dazu ein Neuling, eine Frage über Gott und die Seele aufwirft, dann verweist man dem gleich zum Ausgang.
Es wurde keine Frage gestellt oder aufgeworfen... Der "Neuling" hat eine Aussage gemacht, das wenn A und B zutreffend sind, er nix mit Buddhismus zu tun haben will. Darauf hin habe ich ihm mitgeteilt das A und B zutreffend sind... Mehr nicht... Hätte er eine Frage gestellt, hätte ich sicher auch versucht ihm die bestmöglich zu beantworten. Ich muss doch niemanden missionieren, wenn er das offensichtlich nicht möchte.
Das wäre in etwa so als wenn ein Vegetarier mir erzählt, das er das gekochte nicht essen will wenn dort Fleisch drin ist. Dann sage ich ihm: Dann ess es nicht... Und ich versuche nicht ihn davon zu überzeugen wie lecker es doch schmeckt und das er doch mal probiern soll und das da ja auch Mais drin is und Zwiebeln etc.
Hätte er mich aber gefragt was da drin ist und wie es schmeckt und wie das denn zubereitet wird, dann hätte ich ihm das auch gerne erzählt... -
@MaybeBuddha
Ist schon ok …….
Ich dachte halt, du misst mit zweierlei Maß.
…..vielleicht wollte er ja nur provozieren und einer hat eben angebissenhedin
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hedin:
@MaybeBuddha
Ist schon ok …….
Ich dachte halt, du misst mit zweierlei Maß.
…..vielleicht wollte er ja nur provozieren und einer hat eben angebissenhedin
inwiefern mit zweierlei maß? auf welche 2 dinge bezogen?
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TheNoOneOne:
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Man bemerke auch, was Jesus in Lukas 17 gesagt hat: Gedenket Lots Frau (die zur Erleuchtung kam). Wer seine Seele zu erlangen sucht, der wird sie verlieren, und wer sie verliert, verhilft ihr (Lots Frau) zum leben.
...Guten Morgen und erstmal überhaupt ein HERZLICHES WILLKOMMEN, lieber TheNoOneOne. Du warst ja schon sehr fleissig
und dann auch noch so umfassend.
Den obigen Satz verstehe ich jedoch nicht, denn ich kenne die Geschichte nur unter dem Aspekt, dass Lots Frau nicht auf Gott hörte, sich deshalb umdrehte, um auf ihre Heimat zurückzuschauen und so zur Salzsäule wurde. Wie kommst Du auf Deine Interpretation?
Monika
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Oh, vielen Dank TNOO, das ist eine völlig neue Sicht.
Monika
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Ich habe jetzt nur die Frage gelesen uns sonst nichts. Ich bin auch nicht sehr schriftentreu und muss mich gleich dafür entschuldigen.
Meine spontanen Gedanken dazu:
Buddha hat nicht an Gott geglaubt im Sinne eines Wesens oder eines Bewusstseins, was getrennt von dem ist, was wir Menschen selbst sind. Es gibt im Buddhismus daher keinen Gott außerhalb deines Selbst. Der Weg hin zu "Gott" führt daher im Buddhismus über den Weg nach innen. Wer Gott dann gefunden hat, hat sich selbst gefunden und erwacht in ein Bewusstsein hinein, dass Gott und die Wesen nicht voneinander getrennt sind. Alles geht aus einem Bewusstsein hervor und alles was in diesem Bewusstsein erscheint ist das, was das Selbst ist. Das selbstrealisierte Bewusstsein selbst ist "der Buddha". Diese Erkenntnis wird "Erleuchtung" (Buddhismus) oder "Sazori" (Zen) genannt. Spontane temporäre, intuitive Einsichten darin nennt man "Erwachen" im Buddhismus oder "Kensho" im Zen.
ZitatDas 'Ich' steigt aus dem Selbst hervor und vergisst dieses dann. Das nennt man Geburt.
(Ramana Maharshi, indischer Heiliger, der das Selbst realisiert hat wie Siddharta damals)
Der Weg des Ramana zur Realisierung des Selbst nennt sich Jnana-Yoga, deer "Weg des Wissen". Es ist der direkte Verweis eines realisierten Meisters auf die Wahrheit. Diese Wahrheit wird in sogenannten Satsangs weitergegeben. Satsang bezeichnet ein "Zusammensein von Menschen, die durch gemeinsames Hören, Reden, Nachdenken und Versenkung in die Lehre nach der höchsten Einsicht streben".
Diese spirituell/philosophische Ausrichtung geht auf den "Advaita Vedanta" zurück, der wie der Buddhismus aus die indischen Urreligion hervorgeht, wie sie im Veda wiedergegeben ist. Im Veda lassen sich alle spirituellen Ausrichtungen vereinen. Eine der zentralen Schriften des Veda ist die Bhagavad Gita. Hindus betrachten die Lehren der Bhagavad-Gita traditionell als Quintessenz der Veden. Das von Ramana Maharshi "neu ins Leben gerufenen" Jana-Yoga wird dort auch angesprochen.
Dass der Buddhismus im Veda wurzelt findet sich auch in den sprachlichen Wurzeln ihrer Lehrschriften, dem Sanskrit wieder. So bezeichnet die "Brahmavihara" (pali: appamaññā) im Buddhismus z.B. vier grundlegende Meditationstechniken. Sie sind Bestandteil der buddhistischen Ethik und bezeichnen vier zu kultivierende Geisteshaltungen anderen Wesen gegenüber (im Theravada: „Die himmlischen Verweilzustände“)
Im nächsten Posting komme ich dann wieder auf den eigentlichen Punkt zurück. Es funktionieren nur 10 Links in einem Posting und ich verweise gerne auf Quellen.
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Fortsetzung ...
Hier schließt sich nun der Kreis hin zu deiner Frage: Was ist Buddha und was ist Gott?
Brahma bezeichnet im Hinduismus den Schöpfergott. Die weiteren Hauptgötter sind Vishnu (Bewahrung) und Shiva (Zerstörung), mit diesen beiden bildet Brahma die Trimurti. Seine Gattin ist Saraswati.
Buddha soll damals von "Gott Brahma" umgestimmt worden sein, als es darum ging, ob er das lehren soll, was er erkannt hat oder nicht.
Hier die Geschichte dazu:
ZitatAlles anzeigenDer Buddha sagt: "Ich bin frei, ich habe es geschafft." Seine sechsjährige Suche ist zu Ende. Er hat den Durchbruch geschafft. Sein Rückblick auf Hunderte und Tausende früherer Leben führt ihm alle Fehler, Irrwege und Illusionen seiner Vergangenheit vor Augen. Da wundert es kaum, daß eine große Menge an Energie und Gefühlen aufwallt.
Nachdem er so zu sich selbst gesprochen hat, wendet sich der Buddha an die Götter. Genauer gesagt, spricht er zu Brahma-Sahampati, dem ,Herrn über tausend Welten':
Geöffnet sei das Tor der Ewigkeit,
wer Ohren hat, vertraue meinem Worte!
Ich führte, um zu meiden Zank und Streit,
Noch nicht die Menschen zu der Wahrheit Pforte. (29)Diesen Vers können wir nur dann verstehen, wenn wir uns noch einmal die Umstände vergegenwärtigen, unter denen er gesprochen wurde. Im letzten Kapitel hatten wir erfahren, daß der Buddha ursprünglich niemandem von seiner Erleuchtungserfahrung erzählen wollte. Ihm war bewußt, daß die von ihm erkannte Wahrheit das Aufnahmevermögen fast aller Menschen weit übersteigt. Er sah, daß sie mit Begierden und Verblendung erfüllt waren und die Wahrheit auch dann nicht verstehen würden, wenn er selbst sie verkündete.
Für Brahma-Sahampati war das eine niederschmetternde Nachricht. Wenn der Buddha nicht lehrte, so überlegte er, würde die ganze Welt zugrunde gehen. In materieller Hinsicht mochten die Menschen zwar noch gewisse Fortschritte machen und es zu Wohlstand und oberflächlichem Glück bringen, doch das alles hätte nicht den geringsten Wert, solange der Buddha nicht lehren und es im Leben der Menschen nichts Spirituelles geben würde. Deshalb begab sich Brahma-Sahampati in Gestalt einer großen, goldenen Erscheinung aus Licht zum Buddha und flehte ihn an, zum Wohl der Menschheit die Wahrheit zu verkünden, die er entdeckt hatte. "Es gibt doch zumindest ein paar Wesen", sagte er, "deren Augen mit nur wenig Staub bedeckt sind. Um ihretwillen lehre die Wahrheit, die du erkannt hast."
Quelle:
Sangharakshita:
Mensch? Gott? Buddha
Leben jenseits von Gegensätzen184 Seiten, Kt.
ISBN 3-929447-06-1ZitatLeseprobe:
Also eine ähnliche Geschichte, wie sie dem Moses damals oder dem Mohamed geschehen sind. Der "Herr" (Allah) ist "erschienen" und hat den Propheten einen Auftrag erteilt.
Mehr fällt mir gerade dazu nicht ein.
Namasté
Joy -
Beitrag von TheNo
Nun aber zum christlichen. In den zehn Geboten steht als erstes, Du sollst keine anderen Götter neben mir haben. Da Idipaccayata kein buddhistischer Gott ist und nur als solcher bezeichnet werden könnte, ist Buddhismus und Gottesglaube kein Verstoss.
Wenn wir in der Bibel lesen, dann müssen wir aufpassen, denn sie ist entstellt. Wenn, dann rate ich zur Lutherbibel von 1912, welche wörtlich derjenigen von 1545 entspricht. Dort können wir die Genesis lesen, das hilft zum Verständnis von tanha (Begehren) und upadana (Anhaften). Es sind noch weitere gute Stellen enthalten, doch wir sind im Bibellesen nicht ausgebildet und im Christentum entspricht der Weg der Erleuchtung einer Geheimlehre, nicht für jedermann. Wenn man sie lesen kann, findet man gar eine Atta Lehre, die zu Anatta (Ichlosigkeit) führt.Den Buddhismus kann ich mit meinem Gottglauben
sehr gut unter EINEN Hut bringen ! -
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Mich interessiert in dem Zusammenhang noch eine andere Frage: Kann man Buddhist sein, ohne an Gott zu glauben und ohne an die Wiedergeburt zu glauben?
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Search42:
Mich interessiert in dem Zusammenhang noch eine andere Frage: Kann man Buddhist sein, ohne an Gott zu glauben und ohne an die Wiedergeburt zu glauben?
Kann man. Also an Gott glauben die wenigsten Buddhisten. Gott hat mit der Lehre des Buddha nix zu tun. Buddha war ein Mensch und kein Gott und hat sich vom Leid befreit und dann diese Lehre verkündet, wie man sich selbst vom Leid befreien kann.Wiedergeburt ist ein viel diskutiertes Thema hier. Erstmal kommt es darauf an wie man Wiedergeburt definiert. Und da gibt es hier im Forum fast so viele Definitionen wie User. Und selbst, dann gibt es hier, je nach Definition, welche die dran glauben, welche die nicht dran glauben, welche die es für möglich halten, aber auch für nicht möglich halten und welche die sich gar nicht damit beschäftigen.
Aber um deine Fragen klar zu beantworten: Die Lehre des Buddha ist keine Glaubens-Lehre, sondern eine sehr praktische. Es geht um praktizieren und Erkennen. Der Buddha lehrte, man soll nichts glauben, nur weil es in Schriften steht, oder weil ein Heiliger es gesagt hat, oder weil es Tradition ist, oder weil es alle so machen etc, aber wenn man erkennt das etwas hheilsam (also gut) für sich und für andere ist, dann sollte man es übernehmen und kultivieren und daran "glauben".
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Zitat
Kann man. Also an Gott glauben die wenigsten Buddhisten. Gott hat mit der Lehre des Buddha nix zu tun. Buddha war ein Mensch und kein Gott und hat sich vom Leid befreit und dann diese Lehre verkündet, wie man sich selbst vom Leid befreien kann.
Die ganzen Göttererzählungen in den buddhistischen Texte sind also nur metaphorisch zu verstehen? Buddhisten glauben nicht das sie in Wahrheit existieren? Zum Beispiel hier: http://www.palikanon.com/khuddaka/vv/vv_einl.htmlZitatWiedergeburt ist ein viel diskutiertes Thema hier. Erstmal kommt es darauf an wie man Wiedergeburt definiert. Und da gibt es hier im Forum fast so viele Definitionen wie User. Und selbst, dann gibt es hier, je nach Definition, welche die dran glauben, welche die nicht dran glauben, welche die es für möglich halten, aber auch für nicht möglich halten und welche die sich gar nicht damit beschäftigen.
Wenn ich die Wiedergeburt auch noch weglasse, was macht den Buddhismus dann überhaupt noch zu einer Religion? Ist er dann nicht nur noch eine stoische Lebensphilosophie, die auch Mark Aurel hätte verkünden können?Vor allem aber beschäftigt mich diese Frage: Ist die buddhistische Idee der Erlösung vom Leid ohne Wiedergeburten überhaupt sinnvoll? Welcher Mensch kann hoffen in diesem einem Leben einen Zustand frei von Leid,Begierde und Hass zu erreichen?
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Search42:Zitat
Kann man. Also an Gott glauben die wenigsten Buddhisten. Gott hat mit der Lehre des Buddha nix zu tun. Buddha war ein Mensch und kein Gott und hat sich vom Leid befreit und dann diese Lehre verkündet, wie man sich selbst vom Leid befreien kann.
Die ganzen Göttererzählungen in den buddhistischen Texte sind also nur metaphorisch zu verstehen? Buddhisten glauben nicht das sie in Wahrheit existieren? Zum Beispiel hier: http://www.palikanon.com/khuddaka/vv/vv_einl.htmlZitatWiedergeburt ist ein viel diskutiertes Thema hier. Erstmal kommt es darauf an wie man Wiedergeburt definiert. Und da gibt es hier im Forum fast so viele Definitionen wie User. Und selbst, dann gibt es hier, je nach Definition, welche die dran glauben, welche die nicht dran glauben, welche die es für möglich halten, aber auch für nicht möglich halten und welche die sich gar nicht damit beschäftigen.
Wenn ich die Wiedergeburt auch noch weglasse, was macht den Buddhismus dann überhaupt noch zu einer Religion? Ist er dann nicht nur noch eine stoische Lebensphilosophie, die auch Mark Aurel hätte verkünden können?Vor allem aber beschäftigt mich diese Frage: Ist die buddhistische Idee der Erlösung vom Leid ohne Wiedergeburten überhaupt sinnvoll? Welcher Mensch kann hoffen in diesem einem Leben einen Zustand frei von Leid,Begierde und Hass zu erreichen?
Ob die Göttererzählungen jetzt metaphorisch sind oder ernst gemeint oder ob sie nun durch die damalige Kultur und die Brahmanen übernommen wurden... ob du dran glaubst, oder ob du nicht dran glaubst....
Wie gesagt, der eine siehts so, andre so. Aber ich sag mal so, wenn du der Lehre des Buddha folgen willst und praktizieren willst, ist es erstmal völlig egal wie du zu Göttern stehst. Und selbst die Götter im Buddhismus sind nicht gleichzusetzen mit dem allmächtigen Schöpfergott im Christentum. Denn die Götter im Buddhismus, sind auch bedingt entstanden und werden deshalb auch wieder vergehen.
Aber um es nochmal deutlich zu sagen. Die Götter spielen keine Rolle für dich als Mensch, wenn du nach der Lehre des Buddha praktizierst.Warum ist es dir so wichtig das Buddhismus eine Religion ist? Fürmich zb ist es keine Religion im üblichen Sinne. Ich sehe es eher als Praxis, als Wissenschaft, als Selbsttherapie an. Aber du kanns es nennen wie du willst, Lebensphilosophie, Religion, Wissenschaft etc, es macht keinen Unterschied. Das sind nur leere Worte.
Um auf deine Frage zur Wiedergeburt einzugehen, ob die Lehre Sinn macht auch ohne wiedergeburt. Das kann dir am besten der Buddha, der Erhabene, erklären:
Mit einem derart von Haß und Übelwollen freien, also unbeschwerten, also geläuterten Geiste ist dem edlen Jünger noch bei Lebzeiten vierfacher Trost gewiß:
"'Gibt es eine andere Welt und gibt es eine Frucht, ein Ergebnis guter und schlechter Taten, so ist es möglich, daß ich beim Zerfall des Körpers, nach dem Tode, auf glücklicher Daseinsfährte erscheine, in himmlischer Welt' -dieses ersten Trostes ist er gewiß.
'Gibt es aber keine andere Welt und keine Frucht, kein Ergebnis guter oder schlechter Taten, so lebe ich eben hier in dieser Welt ein leidloses, glückliches Leben, frei von Haß und Übelwollen' - dieses zweiten Trostes ist er gewiß.
'Wenn nun einem Übeltäter Übles widerfährt, ich aber gegen niemanden Übles im Sinne habe wie kann da wohl mir, der ich nichts Übles tue, Unheil widerfahren?' - dieses dritten Trostes ist er gewiß.
'Wenn aber einem Übeltäter nichts Übles widerfährt, so weiß ich mich hier eben beiderseits rein' - dieses vierten Trostes ist er gewiß."
Buddha Shakyamuni (aus: A.III. 66 Die Rede an die Kālāmer - 5. Kesamutti Sutta / http://www.palikanon.com/angutt/a03_062-066.html).
Das Sutta "Diie Rede an die Kalamer" solltest du dir vielleicht mal komplett durchlesen. Dort könnten einige deiner Fragen beantwortet werden. Und zwar vom besten Lehrer
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lg MB
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keine ahnung ob das argument schonmal kam:
aber buddhismus ist eigentlich gegen einen schöpferglauben, nicht weil es metaphysisch keinen sinn machen würde, sondern weil es ein problem gibt, wenn man sich als ein "geschöpf" sieht. gibt es ein gott, gibt es ein "ich" - das kann zu einer falle werden, rein pragmatisch gesehen.
und da wir an karma und buddha-natur glauben, benötigen wir auch keine "gnade gottes", um heilig zu werden. man kann an einen schöpfer glauben, es tut aber nichts zur sache im buddhismus, ist eher sogar hinderlich.zu den "göttern & geistern" - das sind durchaus schöpfer, auch dieser welt - aber befinden sich, wie wir, in samsara. durch gutes karma alleine steigt man nach den tode in diese bereiche auf. wer also die vollständige lehre buddhas akzeptiert, der akzeptiert auch, dass es götter, geister & dämonen gibt, zu denen man selber werden kann.
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epic troll is epic
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