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  1. Buddhaland Forum
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Etwas sehr seltenes

  • j.d.
  • 28. September 2011 um 21:48
  • Zum letzten Beitrag
  • gabi.voelkel
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    • 28. Januar 2012 um 20:08
    • #26

    Hallo accina
    es ist wohl richtig und wichtig , dass die Mönche/Nonnen in der Einsamkeit verweilen konnten oder heute können. Es muss aber auch die Reife dafür da sein und der Buddha hatte meines Wissens- die Palikanonstelle kann ich Dir jetzt nicht nennen- auch seine SchülerInnen davon abgehalten zu früh in die Einsamkeit zu gehen, weil sie die nötige Reife noch nicht hatten. Und auch wir Westler müssen aufpassen, wenn wir am Anfang voller übereifer in die Einsamkeit ziehen wollen und dann merken, dass wir dort nur mit negativen Gedanken konfrontiert werden und uns (noch) nicht damit auseinandersetzen können. Wenn jemand wirklich reif dazu ist, dann kann er/sie (Mönche und Laien) unbegrenzt alleine sein, aber es macht ihm/ihr dann auch nichts aus wenn er /sie mit anderen eine Aufgabe erfüllen muss. ;)

    lg.
    gabi

    "Das bin ich nicht, das gehört mir nicht, das hat für mich kein Selbst"

  • accinca
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    • 28. Januar 2012 um 21:15
    • #27
    gabi.voelkel:

    Hallo accina
    es ist wohl richtig und wichtig , dass die Mönche/Nonnen in der Einsamkeit verweilen konnten oder heute können. Es muss aber auch die Reife dafür da sein und der Buddha hatte meines Wissens- die Palikanonstelle kann ich Dir jetzt nicht nennen- auch seine SchülerInnen davon abgehalten zu früh in die Einsamkeit zu gehen, weil sie die nötige Reife noch nicht hatten.


    Es ist etwas anderes wenn jemand sagt, es sei falsch die
    Einsamkeit zu suchen und das sei ja wohl der falsche Weg
    und dann liefe irgendwas falsch, oder ob er sagt, man müsse
    dazu erst die Reife und Fähigkeit dazu entwickeln.
    Allerdings wenn sich jemand entschieden hat als Asket aus dem
    hause fort in die Hauslosigkeit zu gehen, dann hat er sich nicht
    dazu entschlossen soziale Bindungen zu hegen und zu pflegen.
    Man sollte hier nicht von Leere so reden als wüßte man was
    damit vom Buddha gemeint war und dann anfangen schon die
    ersten Schritte in diese Leere als verwerflich abzutun.

  • rosie
    Gast
    • 28. Januar 2012 um 22:15
    • #28

    Hieran schließt sich eine entscheidende Frage an: Warum hat der Buddha NACH seinem Erwachen die Einsamkeit eher vernachlässigt und den ständigen Kontakt zu anderen Menschen gesucht (Sangha, Volk)?

    Der Weg IN die Einsamkeit ist EINE Art der Übung (für "Neulinge"). Der Weg AUS der Einsamkeit ist die Übung des Erwachten.

  • accinca
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    • 28. Januar 2012 um 23:41
    • #29
    rosie:

    Hieran schließt sich eine entscheidende Frage an: Warum hat der Buddha NACH seinem Erwachen die Einsamkeit eher vernachlässigt und den ständigen Kontakt zu anderen Menschen gesucht (Sangha, Volk)?
    Der Weg IN die Einsamkeit ist EINE Art der Übung (für "Neulinge"). Der Weg AUS der Einsamkeit ist die Übung des Erwachten.


    Nein, das kann man so nicht sagen, weil es nicht stimmt.
    Der Buddha war meistens alleine. Auch als Buddha.

  • rosie
    Gast
    • 28. Januar 2012 um 23:56
    • #30

    So? Wo ist denn da der Textbeleg? Wie soll er denn da all die Reden gehalten haben und all die Dörfer und Städte abgewandert haben? Wenn er meistens alleine war, dann hätte er ja wohl auf die Sangha gesch... Das willst du uns also erzählen?

  • accinca
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    • 29. Januar 2012 um 00:06
    • #31
    rosie:

    So? Wo ist denn da der Textbeleg? Wie soll er denn da all die Reden gehalten haben und all die Dörfer und Städte abgewandert haben? Wenn er meistens alleine war, dann hätte er ja wohl auf die Sangha gesch... Das willst du uns also erzählen?


    Dafür hatte er 40 Jahre Zeit gehabt - also kein Problem.

  • Roni
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    • 29. Januar 2012 um 00:21
    • #32
    rosie:

    So? Wo ist denn da der Textbeleg? Wie soll er denn da all die Reden gehalten haben und all die Dörfer und Städte abgewandert haben? Wenn er meistens alleine war, dann hätte er ja wohl auf die Sangha gesch... Das willst du uns also erzählen?


    Das weiß ziemlich jeder - er wollte sich zurückziehen, ist darum gebeten worden zu lehren. Frag Theravadins und Mahayanis nach Texten, sie wissen wo die Stellen zu finden sind. In den Buddhismus-freien Bereichen findest du genügend Selbstbestätigung, warum willst gerade dem Buddha deinen Lebensstil an die Nase hängen?

    LG Roni

  • Roni
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    • 29. Januar 2012 um 00:51
    • #33

    Den Rückzug kann man sehr gut nachvollziehen, weil eigentlich schon lange vor der Vollendung das Interesse am weltlichen Geschehen schwindet. Anders bei einigen Westlern mit Erleuchtungneurosen, in dem Zustand ist ein passendes Publikum erforderlich. Es gibt nichts was es nicht gibt.

    8)

    Liebe Grüße Roni

  • rosie
    Gast
    • 29. Januar 2012 um 02:09
    • #34

    Ich muss niemanden fragen, ich kenne die Texte selbst und da steht was anderes. Der Buddha hatte natürlich dauernd Leute um sich, die er lehrte. Die Sangha wuchs nach der Rede im Hirschpark schnell an, und dann gings ab auf Wanderschaft durch Uttar Pradesh, Bihar, das südliche Nepal. Nur in der Regenzeit war das anders - aber auch da gab es eine Sangha.

    Einmal editiert, zuletzt von Anonymous (29. Januar 2012 um 02:18)

  • accinca
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    • 29. Januar 2012 um 02:16
    • #35
    rosie:

    Tja, Leute, aber sonst haltet ihr euch zu gern an die Texte.
    Ein bisschen schwach, die Argumentation.


    Nachher heißt es noch der PK sei ja gar nicht von Buddha sondern von MisterX.
    Aber wie ein normaler Tagesablauf der früh begann und nach dem Almosengang
    mit anschließenden zurück ziehen in den Wald bis gegen Abend meist abgelaufen
    ist, wird des öfteren Berichtet. Nicht umsonst heißt es ja, er flieht Geselligkeit
    als lästige Last.

  • Kusala
    Gast
    • 29. Januar 2012 um 05:45
    • #36

    In die Hauslosigkeit ziehen bedeutet jegliche Bindung an weltliche Dinge aufzugeben. Eben alles was mit einem Haushälterleben zusammen hängt.

    Der Buddha zögerte nach seinem Erwachen zu lehren, da es ihm zu anstrengend war. Er hätte lieber die Abgeschiedenheit vorgezogen.

    Zitat

    Während der Erhabenen abgesondert in Einsamkeit verweilte, kam ihm folgender Gedanke: ‛Die von mir erkannte Lehre ist tief, schwierig zu verstehen, schwer zu durchschauen, friedvoll, erhaben, nicht dem logischen Denken zugänglich, subtil, nur den Weisen zugänglich. Dem Begehren hingegeben ist doch die Menschenwelt, findet Gefallen am Begehren, erregt sich am Begehren. Für die dem Begehren hingegebene, am Begehren Gefallen findende, sich am Begehren erregende Menschenwelt ist diese Lehre schwer zu verstehen, die da ist: der ursächliche Zusammenhang durch die Entstehung in Abhängigkeit. Und auch diese Lehren sind schwer zu verstehen, die da sind: die Beruhigung aller Aktivitäten, das Aufgeben der zu Wiedergeburt führenden Dinge, die Auslöschung des Durstes, die Leidenschaftslosigkeit, die völlige Erlöschung, das Nibbāna. Würde ich diese Lehre verkünden, würden die anderen mich nicht verstehen. Das würde mich erschöpfen, das würde Anstrengung für mich sein.’
    Und so gingen dem Erhabenen diese wohlüberlegten Verse auf, die vorher noch nie zu hören waren:
    „Unter Mühen erkannte ich, jetzt geb’ ich auf zu verkünden.
    Diese Lehre verstehen nicht die von Gier und Hass beherrschten. Die Lehre geht gegen den Strom, ist weise, tief, schwer zu durch-schauen. Für die sich den Leidenschaften hingebenden unsichtbar, nicht erkenntlich für Unwissende.“
    8. Dies überdenkend neigte sich der Geist des Erhabenen zur Passivität, nicht zur Darlegung der Lehre. Da erkannte Brahma Sahampati im Geist den Gedankengang des Erhabenen und dachte folgendes: ‛Die gute Welt geht zugrunde, die gute Welt geht völlig zugrunde, wenn sich der Geist des
    (Mahavagga)


    Aber, nicht alles ist für jeden das richtige

    Zitat

    So habe ich es gehört:

    Einst weilte der Erhabene in Anāthapindikas Bhikkhuheim im Jetahain bei Sāvatthi. Dort sprach er zu den Bhikkhus: Ich will zu euch über Waldeinsamkeit sprechen. Höret zu und denkt darüber nach!

    Wenn ein Bhikkhu sich in Waldeinsamkeit aufhält und es ihm dort nicht gelingt, Acht­samkeit (Satipatthāna) zu üben, zur Geistessammlung zu kommen, die Anwandlungen abzu­wehren und den höchsten Frieden zu erreichen, und wenn außerdem das, was ein Bhikkhu zum Leben braucht, Gewand, Almosenspeise, Lagerstätte und Arznei für Krankheitsfälle, ihm nur spärlich zufliegt, dann soll er sich darüber klar werden und aus dieser Waldeinsamkeit, sei es bei Nacht oder bei Tage, eilig fortgehen, nicht dort bleiben.

    Wenn er sich in Waldeinsamkeit aufhält und es ihm nicht gelingt, Achtsamkeit zu üben, wenn ihm aber das, was er zum Leben braucht, ohne Schwierigkeit zufließt, dann soll er be­denken, daß er ja nicht Bhikkhu geworden ist, um versorgt zu sein, und dann soll er nach einiger Zeit aus dieser Waldeinsamkeit fortgehen, nicht dort bleiben.

    Wenn er sich in Waldeinsamkeit aufhält und es ihm dort gelingt, Achtsamkeit zu üben, zur Geistessammlung zu kommen, die Anwandlungen abzuwehren und den höchsten Frieden zu erreichen, wenn ihm aber das, was er zum Leben braucht, nur spärlich zufließt, dann soll er so denken: Die Übungen gelingen mir hier zwar, aber ich bekomme nur spärlich, was ich zum Leben brauche. Ich bin ja aber nicht Bhikkhu geworden, um versorgt zu sein, und dann soll er einige Zeit in dieser Waldeinsamkeit bleiben, nicht sogleich fortgehen.

    Wenn er sich in Waldeinsamkeit aufhält und es ihm dort gelingt, Achtsamkeit zu üben und den höchsten Frieden zu erreichen, und wenn ihm dort das, was er zum Leben braucht, ohne Schwierigkeit zufließt, dann soll er sein Leben lang in dieser Waldeinsamkeit bleiben, nicht fortgehen.

    Wenn ein Bhikkhu Beziehungen unterhält zu einem Dorf oder einem Markt oder einer Stadt oder einem Bezirk oder einem Menschen und es gelingt ihm dabei nicht, Achtsamkeit zu üben, zur Geistessammlung zu kommen, die Anwandlungen abzuwehren und den höchsten Frieden zu erreichen, und wenn ihm das, was er zum Leben braucht, nur spärlich zufließt, dann soll er darüber nachdenken und, sei es Nacht oder Tag, von diesem Menschen eilig fortgehen, ohne sich zu verabschieden, und nicht bei ihm bleiben.

    Wenn es ihm bei solcher Beziehung nicht gelingt, Achtsamkeit zu üben, wenn ihm aber der Lebensbedarf ohne Schwierigkeiten zufließt, dann soll er bedenken, daß er ja nicht Bhikkhu geworden ist, um versorgt zu sein, und nach einiger Zeit von jenem Menschen fortgehen, ohne sich zu verabschieden, nicht bleiben. Gelingt es ihm aber bei solchen Beziehungen, Achtsamkeit zu üben und den höchsten Frieden zu erreichen, fließt ihm aber der Lebensbedarf nur spärlich zu, dann soll er bedenken, daß er ja nicht Bhikkhu geworden ist, um versorgt zu sein, und dann einige Tage bei jenem Menschen bleiben, nicht sogleich fortgehen.

    Gelingt es ihm bei solchen Beziehungen, Achtsamkeit zu üben und den höchsten Frie­den zu erreichen, und fließt ihm der Lebensbedarf ohne Schwierigkeiten zu, dann soll er sein ganzes Leben lang bei jenem Menschen bleiben, solange er nicht fortgewiesen wird.
    (Majjhima Nikāya 17)

    Alles anzeigen

    Aber man möge bedenken, dass dies alles unter Einhaltung der 227 Vinaya Regeln gilt.

    Der Buddha selber suchte immer wieder die Abgeschiedenheit auf, um sich in den Jhanas zu erholen.

    Zitat

    A.II.31 Waldeinsamkeit

    Zwei Gründe gewahrend, ihr Mönche, suche ich im Walde einsame, abgelegene Stätten auf.

    Welches sind die beiden Gründe?

    Mein eigenes gegenwärtiges Wohlsein und
    Mitleid mit späteren Generationen.

    Diese beiden Gründe gewahrend, suche ich im Walde einsame, abgelegene Stätten auf.

    Nicht für jeden ist die Einsamkeit/Abgeschiedenheit direkt etwas. Manche drehen dann ab.
    Wer aber schon ein paar Dinge durchschaut hat, wird die Abgeschiedenheit als wohltuend empfinden.

    rosie:

    Der Buddha hatte natürlich dauernd Leute um sich, die er lehrte.

    Meist war er alleine oder mit Ananda auf Wanderschaft.
    Mag sein, dass er täglich irgendwo eine Lehrdarlegung in irgendeiner Form ablegte auf seinem Weg. So wie ihm die Menschen begegneten. Meist bei einer Einladung oder Almosengang usw.
    Auch belehrte er ständig seine Mönche. Aber er sozialisierte nicht, wie es die Hausleute zu tun pflegen.

    Liebe Grüße
    Kusala

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    • 29. Januar 2012 um 06:35
    • #37
    rosie:

    Hieran schließt sich eine entscheidende Frage an: Warum hat der Buddha NACH seinem Erwachen die Einsamkeit eher vernachlässigt und den ständigen Kontakt zu anderen Menschen gesucht (Sangha, Volk)?


    Er wurde von einem Gott dazu aufgefordert andere zu lehren. Sagt das nicht alles?

    Deswegen ist ja viel wichtiger, was er nicht sagte, bevor er zu lehren begann. 8)

  • Lauscher
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    • 29. Januar 2012 um 06:43
    • #38
    TMingyur:

    Deswegen ist ja viel wichtiger, was er nicht sagte, bevor er zu lehren begann. 8)


    Was meinst du damit?

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    • 29. Januar 2012 um 06:43
    • #39
    Kusala:

    In die Hauslosigkeit ziehen bedeutet jegliche Bindung an weltliche Dinge aufzugeben.


    Soweit so gut

    Kusala:

    Eben alles was mit einem Haushälterleben zusammen hängt.


    Was aber nicht bedeutet, dass nicht äußerlich ein Haushälterleben fortbestehen kann. Wer "Hauslosigkeit" an Äußerlichkeiten und Regeln und Ritualen festmacht, der verdinglicht nur seine Ideen und haftet an diesen an, der eben "ergeht sich im Hause" (s. Zitat)

    Zitat

    'Das Haus verlassend, ohne Heimstatt wandernd,
    vertrauten Umgang pflegt der Muni nicht im Dorfe.
    Leer von Begierden, Künft'ges nicht ersehnend,
    nicht mag er mit der Menge führen Streitgespräch.'

    4. "Das Element 'Körperlichkeit [55]', o Hausvater, ist das Haus (oka) des Bewusstseins. Das durch Gier an das Köperlichkeits-Element gebundene Bewusstsein aber wird 'sich im Hause ergehend' (oka-sārī) genannt.


    5.-7. Das Element 'Gefühl' - das Element 'Wahrnehmung' - das Element 'Gestaltungen' ist das Haus des Bewusstseins. Das durch Gier an das Gefühls-Element - das Wahrnehmungs-Element - das Gestaltungs-Element gebundene Bewusstsein aber wird 'sich im Hause ergehend' genannt [56]. So, o Hausvater, ergeht man sich im Hause.


    8. Wie nun, o Hausvater, ergeht man sich nicht im Hause (anokasārī)?


    9. Was da, o Hausvater, hinsichtlich des Elementes Körperlichkeit [und alle weiteren Aggregate] Wille, Gier, Ergötzen, Begehren ist, Sich-Anschließen und Anhangens [57], das Sich-Festlegen, Eingewöhnen und Hinneigen des Geistes: das ist vom Vollendeten aufgegeben, einer entwurzelten Palmyra-Palme gleichgemacht, zum Nimmersein gebracht, unfähig gemacht, künftig wieder zu entstehen. Daher heißt es: der Vollendete ergeht sich nicht im Hause.

    http://palikanon.com/samyutta/sam22_011.html#s22_3

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    • 29. Januar 2012 um 06:53
    • #40
    Lauscher:
    TMingyur:

    Deswegen ist ja viel wichtiger, was er nicht sagte, bevor er zu lehren begann. 8)


    Was meinst du damit?

    Dass "es" die gesprochene Lehre nicht ist.

  • Lauscher
    Gast
    • 29. Januar 2012 um 06:57
    • #41

    Okay, wie ist die nicht gesprochene Lehre zu verstehen?
    Oder: Wie verstehst du sie?

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    • 29. Januar 2012 um 07:04
    • #42
    Lauscher:

    Okay, wie ist die nicht gesprochene Lehre zu verstehen?
    Oder: Wie verstehst du sie?


    Das ist nun nicht dein Ernst, oder? 8)

  • Lauscher
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    • 29. Januar 2012 um 07:16
    • #43
    TMingyur:
    Lauscher:

    Okay, wie ist die nicht gesprochene Lehre zu verstehen?
    Oder: Wie verstehst du sie?


    Das ist nun nicht dein Ernst, oder? 8)


    Verstehe.

  • rosie
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    • 29. Januar 2012 um 11:00
    • #44
    Zitat

    Mein eigenes gegenwärtiges Wohlsein

    Es ist also, wie der Hirnforscher Singer vermutet hat: Die Meditierenden machen das auch nur, weil sie dafür "belohnt" werden (Wohlsein).

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    • 29. Januar 2012 um 11:04
    • #45
    rosie:
    Zitat

    Mein eigenes gegenwärtiges Wohlsein

    Es ist also, wie der Hirnforscher Singer vermutet hat: Die Meditierenden machen das auch nur, weil sie dafür "belohnt" werden (Wohlsein).


    Ja so ist das mit Zazen 8)

  • accinca
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    • 29. Januar 2012 um 11:10
    • #46
    Lauscher:
    TMingyur:


    Das ist nun nicht dein Ernst, oder? 8)


    Verstehe.

    :) 8)

  • Kusala
    Gast
    • 29. Januar 2012 um 11:15
    • #47
    rosie:

    Die Meditierenden machen das auch nur, weil sie dafür "belohnt" werden (Wohlsein).

    So paradox wie es sich anhört...
    Erst einmal muss man über das "Sich wohl fühlen wollen" hinauswachsen und hat man die Dinge durchschaut, ist man frei von dukkha und kann sich wirklich "wohlfühlen".

    Bis zum 2. Jhana ist Freude. Diese Freude ist aber immer noch eine geistgemachte Freude, die es auch zu überwinden gilt.
    Da bleiben die meisten aber dann tatsächlich aus "Gier am Wohlfühlen wollen" stecken.

    Der Buddha hatte eine ganz andere Jhana-Qualität, weil er dort die Frucht von Nibbana genießen konnte. Dies hat aber nichts mit weltlichem "Wohlfühlen" zu tun.

    Wer nicht weiß was Nibbana wirklich bedeutet, wird auch diese Art des """wohlfühlens""" nicht verstehen.

    Liebe Grüße
    Kusala

  • accinca
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    • 29. Januar 2012 um 12:00
    • #48
    rosie:

    Die Meditierenden machen das auch nur, weil sie dafür "belohnt" werden (Wohlsein).


    Ach, und was hast du gedacht um welchen Vorteil willen
    der Buddha lehrte die Übungen zu üben?
    Das Leiden zu verringern bedeutet ja immer mehr Wohlsein.
    Dabei ist das äußerliche friedliche noch das geringste Wohl.
    Und ein Arahat bezeichnet jemand der das höchste mögliche
    Wohl erreicht hat, die völlige Leidbefreiung.

    Der Buddha lehrte:
    Möglich aber nun, Potthapādo, dass du etwa dächtest:
    'Die besudelnden Dinge können verloren, die läuternden Dinge erworben,
    die Weisheit in ihrer Fülle und Weite kann noch bei Lebzeiten selber offenbar
    gemacht, verwirklicht und errungen werden, doch leidig bleibt der Zustand.'
    Das darf man freilich, Potthapādo, nicht also betrachten.

    Die besudelnden Dinge können da verloren, die läuternden Dinge erworben,
    die Weisheit in ihrer Fülle und Weite kann noch bei Lebzeiten selber offenbar
    gemacht, verwirklicht und errungen werden, Freude geht aber zugleich auf,
    Verzückung und Beruhigung, Einsicht und klares Bewusstsein und ein seliger Zustand. D 9

  • rosie
    Gast
    • 29. Januar 2012 um 12:55
    • #49

    Kusala, ich verstehe diese Art von Wohlfühlen. Sie ist eine Illusion, und auch sie muss überwunden werden. "Wohlfühlen" ist keine Eigenschaft der Buddanatur, sondern eine des Egos.
    Wir lesen in unserem Mahaparanirvanasutra, wie der Buddha am Ende seines Lebens schwächelt und bittet, sich ausruhen zu dürfen. Dann ist es vorbei mit dem Wohlsein, auch mit seinem. Der Körper setzt da Grenzen.

  • Roni
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    • 29. Januar 2012 um 13:19
    • #50
    accinca:

    die völlige Leidbefreiung


    Wenn etwas ungutes schwindet, findet man das erst mal gut. Dabei ist es Weder-Noch. Es gibt auch kein Wohlsein beim Rückzug, wenn das so wäre, wäre das eine Ablehnung von etwas. Man kann tun oder lassen, dass ist die Freiheit. Es ist kein Leidensdruck da. Wenn man tut, dann nur aus einem bestimmten Grund - aus Mitgefühl.

    LG Roni

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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