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  1. Buddhaland Forum
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  3. Allgemeines zum Buddhismus

Worum es wirklich geht ...

  • Simo
  • 4. September 2011 um 14:38
  • Zum letzten Beitrag
  • Simo
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    • 4. September 2011 um 14:38
    • #1

    "Zwei Mönche auf Wanderschaft stehen am Ufer eines vom Regen angeschwollenen Flusses. Sie wollen ihn überqueren. Am Ufer, etwas abseits, steht eine alte Frau, in einen feinen Sari gehüllt. Sie ist zu schwach, allein über den Fluss ans andere Ufer zu gehen. So nimmt sie einer der Mönche auf seinen Rücken und gemeinsam gelangen sie über das Wasser.
    Die Mönche setzten ihre Reise fort und nach einer Weile des Schweigens sagt der andere Mönch: `Du hast dein Gelübde gebrochen. Du hast eine Frau berührt, das ist uns nicht erlaubt. Du hast dein Gelübde gebrochen.´ Der Mönch sieht seinen Gefährten an und sagt: ´Ich habe sie am anderen Ufer abgesetzt. Warum trägst du sie immernoch ?´ "

    Welcher von den Mönchen hat richtig gehandelt und verstanden, worum es geht?

    Alles Liebe
    Simo

    Kein "Ich" - keine Probleme.

  • Maybe Buddha
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    • 4. September 2011 um 14:59
    • #2

    "richtig" und "verstanden"....? *schmunzel*

    Ich glaube die Geschichte bedarf keiner Erklärung

    "Nur eines verkünde ich heute, wie immerdar: Leiden und seine Vernichtung."
    Buddha

  • crazy-dragon
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    • 4. September 2011 um 15:04
    • #3

    Na der MItfühlende, der sie rübertrug- weil er spontan und hilfreich aus Mitgefühl handelte ohne anzuhaften: Er hat im Jetzt lebend die Sache schon abgehakt, während sein Mitbruder sich noch in Gedanken anhaftend an Dogmen und Lehrmeinungen mit der Vergangenheit beschäftigt und dies über tätiges Mitgefühl stellt. Er haftet also quasi auch noch an der Frau an bzw. beschäftigt sich noch damit sprich ihrem Frausein.
    _()_ c.d.

    Tag für Tag ein guter Tag

    Einmal editiert, zuletzt von crazy-dragon (4. September 2011 um 15:11)

  • Simo
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    • 4. September 2011 um 15:08
    • #4

    .... an deren Frausein, das so auch nur als Zuschreibung existiert. Find ich ne sehr schöne Erläuterung, Dragon. :)

    Warum geht in diesem Fall das Mitgefühl vor den Gelübden der Mönche ? Ist es höher gestellt?

    Kein "Ich" - keine Probleme.

    Einmal editiert, zuletzt von Simo (4. September 2011 um 15:11)

  • crazy-dragon
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    • 4. September 2011 um 15:10
    • #5
    Maybe Buddha:

    "richtig" und "verstanden"....? *schmunzel*
    Ich glaube die Geschichte bedarf keiner Erklärung

    Dann erkläre mir mal, wie Rechte Rede und das Nachäffen von Hanzze sich miteinander vertragen :oops:

    _()_ c.d.

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  • crazy-dragon
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    • 4. September 2011 um 15:18
    • #6
    Simo:


    Warum geht in diesem Fall das Mitgefühl vor den Gelübden der Mönche ? Ist es höher gestellt?

    Der handelnde Mönch hat das nicht bewertet, sondern spontan seinem Mitgefühl nachgegeben. Er hat- nehme ich an und gehe von mir aus- ohne Bewertung des Menschen als Frau gehandelt, somit empfand er auch keine unheilsame Regungen. Und die Absicht entscheidet, ob eine Tat heilsam oder unheilsam karmisch wirkt- zumindest bei dieser Konstellation. Wichtig für mich ist die praktische Umsetzung der Lehre, nicht Anhaften an Dogmen und Lehrmeinungen.
    Man sieht ja den Bewußtseinszustand der Mönche an deren Reden. Für den Handelnden war die Sache gegessen, für den sich theoretisch korrekt verhaltenden Mönch nicht- der mußte sich noch geistig damit auseinandersetzen.

    _()_ c.d.

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  • Maybe Buddha
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    • 4. September 2011 um 15:18
    • #7
    crazy-dragon:
    Maybe Buddha:

    "richtig" und "verstanden"....? *schmunzel*
    Ich glaube die Geschichte bedarf keiner Erklärung

    Dann erkläre mir mal, wie Rechte Rede und das Nachäffen von Hanzze sich miteinander vertragen :oops:

    _()_ c.d.

    Willst du mir jetzt unterstellen ich würde falsche Rede verbreiten bzw Hanzze hat falsche Rede verbreitet? Und das wegen einem "schmunzeln" *schmunzel*. Naja ist ja deine Meinung :D

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  • BigR
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    • 4. September 2011 um 15:23
    • #8
    crazy-dragon:
    Maybe Buddha:

    "richtig" und "verstanden"....? *schmunzel*
    Ich glaube die Geschichte bedarf keiner Erklärung

    Dann erkläre mir mal, wie Rechte Rede und das Nachäffen von Hanzze sich miteinander vertragen :oops:

    _()_ c.d.

    Die Erläuterung finde ich sehr gelungen, Dragon! Aber die Tatsache, dass Du unser Nachäffen von Hanzze's Schmunzeln mit Rechter Rede in Verbindung bringst? Ich finde schmunzeln als Beschreibung eines Gefühlszustand gar nicht mal so übel und ich habe es vor Hanzze auch schon genutzt. Die Tatsache, dass einige das hier jetzt weiter nutzen werden lässt sich nicht vermeiden und ich bin nicht gewillt dies in Absehbarer Zeit einzustellen. Vielleicht können wir alle zusammen durch dieses geschmunzel noch etwas lernen. *schmunzel*

    mfg
    Rainer

    "Wir sind, was wir denken. Alles was wir sind, entsteht mit unseren Gedanken. Mit unseren Gedanken machen wir die Welt. "

  • zenbo
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    • 4. September 2011 um 15:29
    • #9

    tja lieber dragon, so einfach wirst du uns scmunzler nicht los! :idea:


    gruss und (schmunzler) zenbo

  • accinca
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    • 4. September 2011 um 15:31
    • #10
    BigR:


    Die Erläuterung finde ich sehr gelungen, Dragon! Aber die Tatsache, dass Du unser Nachäffen von Hanzze's Schmunzeln mit Rechter Rede in Verbindung bringst? Ich finde schmunzeln als Beschreibung eines Gefühlszustand gar nicht mal so übel und ich habe es vor Hanzze auch schon genutzt. Die Tatsache, dass einige das hier jetzt weiter nutzen werden lässt sich nicht vermeiden und ich bin nicht gewillt dies in Absehbarer Zeit einzustellen. Vielleicht können wir alle zusammen durch dieses geschmunzel noch etwas lernen. *schmunzel*

    Ich sehe schon eines Tages wird hier nur noch geschmunzelt werden.
    Das wird nochmal der Welt größtes schmunzelForum werden.

  • Simo
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    • 4. September 2011 um 15:33
    • #11
    crazy-dragon:
    Simo:


    Warum geht in diesem Fall das Mitgefühl vor den Gelübden der Mönche ? Ist es höher gestellt?

    Der handelnde Mönch hat das nicht bewertet, sondern spontan seinem Mitgefühl nachgegeben. Er hat- nehme ich an und gehe von mir aus- ohne Bewertung des Menschen als Frau gehandelt, somit empfand er auch keine unheilsame Regungen. Und die Absicht entscheidet, ob eine Tat heilsam oder unheilsam karmisch wirkt- zumindest bei dieser Konstellation. Wichtig für mich ist die praktische Umsetzung der Lehre, nicht Anhaften an Dogmen und Lehrmeinungen.
    Man sieht ja den Bewußtseinszustand der Mönche an deren Reden. Für den Handelnden war die Sache gegessen, für den sich theoretisch korrekt verhaltenden Mönch nicht- der mußte sich noch geistig damit auseinandersetzen.

    _()_ c.d.

    Ich finde der Mönch hat wie ein Bodhisattva gehandelt. Die eigene Befreiung hintenangestellt (wenn man die Story mal übertragen interpretiert und nicht wörtlich). Manche sind der Meinung, dass das Bodhisattva Gelübde den Pratimokscha Regeln übergeordnet ist und deshalb auch Handlungen rechtfertigen kann, die diesen zuwidergehen. Wie seht ihr das?

    p.S.: *schmunzel*

    Kein "Ich" - keine Probleme.

  • zenbo
    Gast
    • 4. September 2011 um 15:36
    • #12
    Simo:


    Ich finde der Mönch hat wie ein Bodhisattva gehandelt. Die eigene Befreiung hintenangestellt (wenn man die Story mal übertragen interpretiert und nicht wörtlich). Manche sind der Meinung, dass das Bodhisattva Gelübde den Pratimokscha Regeln übergeordnet ist und deshalb auch Handlungen rechtfertigen kann, die diesen zuwidergehen. Wie seht ihr das?

    p.S.: *schmunzel*

    man muss gemäss den eigenen kräften versuchen den anderen zu helfen, mal geht es besser, mal schlechter.

    gruss und (schmunzler) zenbo

  • Maybe Buddha
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    • 4. September 2011 um 15:38
    • #13
    Simo:
    crazy-dragon:

    Der handelnde Mönch hat das nicht bewertet, sondern spontan seinem Mitgefühl nachgegeben. Er hat- nehme ich an und gehe von mir aus- ohne Bewertung des Menschen als Frau gehandelt, somit empfand er auch keine unheilsame Regungen. Und die Absicht entscheidet, ob eine Tat heilsam oder unheilsam karmisch wirkt- zumindest bei dieser Konstellation. Wichtig für mich ist die praktische Umsetzung der Lehre, nicht Anhaften an Dogmen und Lehrmeinungen.
    Man sieht ja den Bewußtseinszustand der Mönche an deren Reden. Für den Handelnden war die Sache gegessen, für den sich theoretisch korrekt verhaltenden Mönch nicht- der mußte sich noch geistig damit auseinandersetzen.

    _()_ c.d.

    Ich finde der Mönch hat wie ein Bodhisattva gehandelt. Die eigene Befreiung hintenangestellt (wenn man die Story mal übertragen interpretiert und nicht wörtlich). Manche sind der Meinung, dass das Bodhisattva Gelübde den Pratimokscha Regeln übergeordnet ist und deshalb auch Handlungen rechtfertigen kann, die diesen zuwidergehen. Wie seht ihr das?

    p.S.: *schmunzel*

    Ich denke das hat damit gar nichts zu tun. Diese Regeln, jene Regeln, Bodhisatva Gelübde, Patimokscha... Ist alles nur eine Hilfe auf dem Weg zur Erleuchtung. Wenn die Erleuchtung erreicht ist, spielen diese "Regeln" nur noch eine untergeordete Rolle bzw werden losgelassen (Gleichnis vom Floß). Der eine Mönch braucht die Regeln noch weil er die Lehre noch nicht durchdrungen hat. Der andere Mönch hat die Lehre durchdrungen und hinter sich gelassen.
    Zumindest eine mögliche Erklärung... *schmunzel*

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  • BigR
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    • 4. September 2011 um 15:42
    • #14
    Simo:
    crazy-dragon:

    Der handelnde Mönch hat das nicht bewertet, sondern spontan seinem Mitgefühl nachgegeben. Er hat- nehme ich an und gehe von mir aus- ohne Bewertung des Menschen als Frau gehandelt, somit empfand er auch keine unheilsame Regungen. Und die Absicht entscheidet, ob eine Tat heilsam oder unheilsam karmisch wirkt- zumindest bei dieser Konstellation. Wichtig für mich ist die praktische Umsetzung der Lehre, nicht Anhaften an Dogmen und Lehrmeinungen.
    Man sieht ja den Bewußtseinszustand der Mönche an deren Reden. Für den Handelnden war die Sache gegessen, für den sich theoretisch korrekt verhaltenden Mönch nicht- der mußte sich noch geistig damit auseinandersetzen.

    _()_ c.d.

    Ich finde der Mönch hat wie ein Bodhisattva gehandelt. Die eigene Befreiung hintenangestellt (wenn man die Story mal übertragen interpretiert und nicht wörtlich). Manche sind der Meinung, dass das Bodhisattva Gelübde den Pratimokscha Regeln übergeordnet ist und deshalb auch Handlungen rechtfertigen kann, die diesen zuwidergehen. Wie seht ihr das?

    p.S.: *schmunzel*

    Sicher muss er wohl Mitgefühl empfunden haben als er der Frau geholfen hat. Aber wieso hätte er dann seine eigne Befreiung hinten an gestellt? Ich sehe da eher ein Problem an der Anhaftung des Gelübdes. Er hat die Frau am anderen Ende des Ufers abgesetzt und damit war die Sache für ihn durch. Der andere Mönch haftete aber noch an dem Ereignis an. *schmunzel*

    mfg
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  • Simo
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    • 4. September 2011 um 15:45
    • #15

    "Viele Lehren sind wie eine Fensterscheibe. Durch sie sehen wir die Wahrheit, aber sie trennt uns von der Wirklichkeit."

    Kalil Gibran; Sand, 17

    Kein "Ich" - keine Probleme.

  • Maybe Buddha
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    • 4. September 2011 um 15:49
    • #16
    Simo:

    "Viele Lehren sind wie eine Fensterscheibe. Durch sie sehen wir die Wahrheit, aber sie trennt uns von der Wirklichkeit."

    Kalil Gibran; Sand, 17

    Schön gesagt. Deswegen soll man die Lehre ja auch wieder loslassen wenn sie "verstanden" sind.

    "Nur eines verkünde ich heute, wie immerdar: Leiden und seine Vernichtung."
    Buddha

  • crazy-dragon
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    • 4. September 2011 um 19:16
    • #17
    accinca:


    Ich sehe schon eines Tages wird hier nur noch geschmunzelt werden.
    Das wird nochmal der Welt größtes schmunzelForum werden.

    Nein, das glaube ich nicht- Du weißt ja um die Vergänglichkeit, die Jungs versuchen jetzt partout etwas festzuhalten, was bald vergangen sein wird wie der Erzeuger dieser Marotte :P Erinnert mich sehr an Guteis Finger... :D

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    Tag für Tag ein guter Tag

  • sumedhâ
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    • 4. September 2011 um 20:37
    • #18

    danke Big,
    da muss ich mir ja glatt was anderes einfallen lassen worauf ich "sehnsüchtig" warten kann.... *schmunzel*

    zum thema: es geht ums *schmunzeln* dies tat der mönch der die frau rüber trug, er tat das was in dem augenblick zu tun war ohne zu bewerten.
    dazu fällt mir mein lieblings spruch ein

    Zitat

    Tue einfach das, was du tust,
    ohne über Gewinn oder Verlust nachzudenken.
    Gib alle Kraft, die du hast, hin an diesen einen Augenblick.

    Kôdô Sawaki

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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