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  1. Buddhaland Forum
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Immer wieder Rückschläge

  • Matthias65
  • 28. August 2011 um 11:00
  • Zum letzten Beitrag
  • zenbo
    Gast
    • 30. August 2011 um 18:10
    • #26
    Matthias65:

    Woran liegt es, dass es im Alltag immer wieder solche Rückschläge gibt ? Dass Emotionen plötzlich hochkommen, die nie und nimmer hochgekommen wären wenn ich auch (und gerade) den Alltag als Möglichkeit begreife, buddhistische Theorie in die Praxis umzusetzen ? Geht Euch dies auch so ? Sollte man diese Emotionen unterdrücken oder sollte man sie rauslassen ?

    Ich habe für mich festgestellt dass es mir immer dann schwerfällt, wenn ich (m)eine Meinung durchsetzen und dabei aber gleichzeitig Rechte Rede praktizieren möchte.

    Ich freue mich auf einen regen Erfahrungsaustausch !

    LG
    Matthias

    lieber matthias

    das gefällt mir nicht besonders wie du das beschreibst, die faustregel ist immer: je mehr man emotionen unterdrückt, desto stärker kommen sie zurück.

    lg zenbo

  • Matthias65
    Gast
    • 30. August 2011 um 21:05
    • #27

    Vielen Dank @ Alle für die mutmachenden und zum Teil kritischen Bemerkungen !!!

    Ich bin (auch selbstkritisch) mit vielem einverstanden was ihr geschrieben habt.

    Mit einer Ausnahme und zwar zum Thema "Idealismus". Ich denke schon, dass viel Idealismus dazu gehört, in einer konsumorientierten und materiellen Gesellschaft gewissermaßen gegen den Strom zu schwimmen und zu versuchen, "buddhistische Ideale" eben auch praktisch umzusetzen. Wie kann ich mein Herz erweitern, ohne dass ich Träume habe ?

    P.S. Christiane, Du glaubst gar nicht wie temperamentvoll Schildkröten sein können !!!!!!!!!!!!!! :)

  • monikamarie
    Gast
    • 30. August 2011 um 21:23
    • #28
    Matthias65:


    ...
    Mit einer Ausnahme und zwar zum Thema "Idealismus". Ich denke schon, dass viel Idealismus dazu gehört, in einer konsumorientierten und materiellen Gesellschaft gewissermaßen gegen den Strom zu schwimmen und zu versuchen, "buddhistische Ideale" eben auch praktisch umzusetzen. Wie kann ich mein Herz erweitern, ohne dass ich Träume habe ?

    Der Versuch, Dein Herz zu erweitern, indem Du weiter träumst, ist genauso wie der Versuch, schlank werden zu wollen, indem Du an Torten denkst.

    Der Idealismus, von dem Du oben schreibst, ist genau das, was überzeugte Menschen zu Missionaren und schlimmstenfalls Fanatikern macht. Zu Anfang mag es Dich so mitreißen, aber da wirst Du sicher schnell nüchtern.

    Schwimmst Du gegen den Strom, wenn Du ehrlich bist, nicht an jedem Besäufnis teilnimmst, nicht jeden beknackten Film guckst oder weiß der Himmel was mitmachst? Das tun viele andere Menschen auch. Dazu gehört keine buddhistische Überzeugung, sondern eine Lebensgestaltung, die ich für mich als gut erkannt habe. Alles andere bringt die Praxis mit sich, Schritt für Schritt. Mach Dich auf eine lange Reise gefasst, und richte sie Dir so ein, dass Du sie auch durchhalten kannst, sonst wirst Du mutlos.
    _()_ Monika

  • wusheng
    Gast
    • 30. August 2011 um 21:33
    • #29
    Matthias65:

    Vielen Dank @ Alle für die mutmachenden und zum Teil kritischen Bemerkungen !!!

    Ich bin (auch selbstkritisch) mit vielem einverstanden was ihr geschrieben habt.

    Mit einer Ausnahme und zwar zum Thema "Idealismus". Ich denke schon, dass viel Idealismus dazu gehört, in einer konsumorientierten und materiellen Gesellschaft gewissermaßen gegen den Strom zu schwimmen und zu versuchen, "buddhistische Ideale" eben auch praktisch umzusetzen. Wie kann ich mein Herz erweitern, ohne dass ich Träume habe ?

    P.S. Christiane, Du glaubst gar nicht wie temperamentvoll Schildkröten sein können !!!!!!!!!!!!!! :)

    Ich fand es toll zu verfolgen, wie sich andere User zu deinem offenen und ehrlichen Topic geäußert haben, Daumen hoch!
    Ich meine, dass es vielen von uns sehr bekannt vorkam, was du als "Rückschläge" bezeichnet hast. Dabei ist es eine ganz normale Reihenfolge, dass sich beim Erlernen die Gefühle als letztes ändern. Die Lehre Buddhas ist aus meiner Sicht zwar vollkommen, aber ein kleiner Exkurs in die moderne Psychologie kann beim Verstehen hilfreich sein und wird belegen, dass Gefühle durch Gedanken entstehen. (Vgl. z.B. hier: http://www.lebenshilfe-abc.de/gefuehle.html ).
    Wenn du die Konversation in diesem Forum verfolgst, wirst du sehen, wie Meinungen und Auffassungen auseinandergehen. Das Potential in der Lehre Buddhas, die das Potential im Menschen, seine Buddha-Natur zu entdecken, anregen soll, öffnet sich uns nicht so leicht. Buddha hat dazu eine Methode gelehrt. Auch wenn TM eine treffende Aussage zum "IDEALISMUS" gemacht hat, finde ich es am Anfang des Weges völlig legitim, sich in dieser Begrifflichkeit zu definieren, entspringt der Idealismus doch auch dem Wohle anderer, also einer Fürsorge für andere. Und dies ist doch wohl ein starker Ausdruck von Mitgefühl. Womit wir doch schon bei den Grundlagen des Buddhismus sind.
    Ich wünsche dir nur das Beste.
    Wusheng

  • Onyx9
    Gast
    • 30. August 2011 um 23:19
    • #30
    Matthias65:

    Vielen Dank @ Alle für die mutmachenden und zum Teil kritischen Bemerkungen !!!

    Ich bin (auch selbstkritisch) mit vielem einverstanden was ihr geschrieben habt.

    Mit einer Ausnahme und zwar zum Thema "Idealismus". Ich denke schon, dass viel Idealismus dazu gehört, in einer konsumorientierten und materiellen Gesellschaft gewissermaßen gegen den Strom zu schwimmen und zu versuchen, "buddhistische Ideale" eben auch praktisch umzusetzen. Wie kann ich mein Herz erweitern, ohne dass ich Träume habe ?

    P.S. Christiane, Du glaubst gar nicht wie temperamentvoll Schildkröten sein können !!!!!!!!!!!!!! :)

    Lieber Matthias, vergiss die Gesellschaft, es geht um Deinen Geist und darum ihn zu zügeln. Der Gesellschaft ist es wurst ob du es schaffst oder nicht, verstehste.
    Noch was zum Idealismus. Je höher die Ansprüche desto tiefer die Diskrepanz. Es geht um eine sanfte, aber hartnäckige Achtsamkeit auf deine Gefühle, Empfindungen, Gedanken. Das heilsame liegt bereits in dieser Achtsamkeit. Je fester die Achtsamkeit, desto weniger bist du imstande unheilsames aufkommen zu lassen oder auszudrücken. Durch die Achtsamkeit wird der Geist befriedet und wenn er friedlich ist, will er nichts unheilsames, für sich nicht und nicht für andere.
    Im Idealismus liegt Kontrolle. Wenn dein reales Erleben deinem Idealismus nicht entspricht, fängst du an zu werten. In der Wertung liegt Anspannung.
    Awaken the Heart by opening the mind. Der Achtsame Geist ist weit und still und friedlich. Es ist seine Natur.

    Allet jute.

  • Onyx9
    Gast
    • 30. August 2011 um 23:24
    • #31
    TMingyur:
    Onyx9:

    Dieser Gut-Menschen Eso-Buddhismus geht mir tierisch auf den Keks, besonders wenn ne (kinderlose) Frau mich, über mir und über sich schwebend, falsch lächelnd,tadelt.

    Ruhig Blut. Statt dir das auf den Keks gehen zu lassen, könntest du entweder Gleichmut oder Mitgefühl oder beides haben.
    Und versteh das jetzt bitte nicht als Aufforderung ein besserer Mensch zu sein - nein wenn's dir Spaß macht, dann ärger dich ruhig weiter :lol:


    Grüße
    TM

    Könnte...Könnte ! :roll: Wenn jemand mit hinterm Rücken erhobenen Zeigefinger neben zwei Überfahrenen steht, dann geht mir das auf den Keks! Basta!
    Ein Keks hat schließlich auch Buddhanatur! :D

  • Onyx9
    Gast
    • 30. August 2011 um 23:29
    • #32
    hedin:
    Matthias65:


    Woran liegt es, dass es im Alltag immer wieder solche Rückschläge gibt ? Dass Emotionen plötzlich hochkommen, die nie und nimmer hochgekommen wären wenn ich auch (und gerade) den Alltag als Möglichkeit begreife, buddhistische Theorie in die Praxis umzusetzen ? Geht Euch dies auch so ? Sollte man diese Emotionen unterdrücken oder sollte man sie rauslassen ?

    Ich möchte dir erklären, wie ich mit solchen alltäglichen Problemen umgehe.

    Für mich gilt im gesamten Alltagsleben der Spruch (eine Art Eselsbrücke)

    ALLE ERSCHEINUNGEN SIND EIGENER GEIST.

    Das bedeutet praxisbezogen:

    Eine Frau überquert mit ihrem Kind eine stark frequentierte Straße bei roter Verkehrsampel.
    Ich bemerke Unbehagen hochkommen.
    In diesen Moment denke ich an den Spruch, dass alle Erscheinungen (Materielle wie auch Mentale) eigener Geist sind.
    Dadurch erkenne ich, dass die Frau mit ihrem Kind und ihren unverständlichen Verhalten eben nur Bedingung für die Reifung meiner unangenehmen Gefühle ist.
    Außerdem erkenne ich noch, dass diese Frau selbst auch entsprechend ihrer karmischen Veranlagung agiert.

    Durch diese Betrachtungsweise baut sich das Emotionale in mir stark ab und ich kann gegebenenfalls mit dieser Frau ganz ruhig und gelassen über ihr Fehlverhalten sprechen. Dieses Ergebnis setzt aber einige Zeit an Übung voraus.
    Im anderen Fall würde ich die Frau emotionsgeladen zur Rede stellen und gegenseitige Vorhaltungen wäre die Folge.

    Das Ganze spielt sich im Samsara ab, nicht das da wieder jemand kommt wegen Unwissenheit usw.

    hedin

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    Wenn das was du wahrnimmst alles dein eigener Geist ist, was ist dann in dem Geist der anderen? Gähnende Leere ?

    Sag bloß noch, die anderen werden überfahren, damit dein Geist dich lehrt, Blut zu sehen, ergo ruhig Blut zu bleiben.

  • Onyx9
    Gast
    • 30. August 2011 um 23:33
    • #33
    hedin:
    Onyx9:


    Sorry Hedin, aber da draußen passiert nix um DICH was zu lehren. Das würde Personalisierung voraussetzen.
    Dieser Gut-Menschen Eso-Buddhismus geht mir tierisch auf den Keks, besonders wenn ne (kinderlose) Frau mich, über mir und über sich schwebend, falsch lächelnd,tadelt.

    Ich verstehe nicht, was du damit sagen willst. Wenn du dich vielleicht meinen Verständnis entsprechend klarer ausdrücken würdest.

    Die Methode, die ich im Bezug auf den Umgang mit Problemen im Alltag beschrieben habe, hat natürlich keine Allgemeingültigkeit, worauf ich ja eindeutig hingewiesen habe. Das ist eben meine eigene Erfahrung.

    Ich werde auch den sogenannten Lehrern keine Konkurrenz machen wollen, wenn du das befürchtest.

    Weil diese Art von Problemlösung nicht akkurat den Unterrichtsmaterialien deiner Richtung zu entnehmen ist, muss sie nochlange nicht anti-buddhistisch oder esoterisch sein.

    hedin

    Alles anzeigen

    Wie sieht denn dein Verständnis aus? Schick es mir, dann erklär ichs nochmal. Eine Bitte: wenn du das nächstemal sone Situation betrachtest achte einzig darauf notfalls hinzuspringen und dich über das Kind zu werfen. Dankä.

  • peema
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    3. Mai 2011
    • 31. August 2011 um 10:46
    • #34
    Matthias65:

    Vielen Dank @ Alle für die mutmachenden und zum Teil kritischen Bemerkungen !!!

    Ich bin (auch selbstkritisch) mit vielem einverstanden was ihr geschrieben habt.

    Mit einer Ausnahme und zwar zum Thema "Idealismus". Ich denke schon, dass viel Idealismus dazu gehört, in einer konsumorientierten und materiellen Gesellschaft gewissermaßen gegen den Strom zu schwimmen und zu versuchen, "buddhistische Ideale" eben auch praktisch umzusetzen. Wie kann ich mein Herz erweitern, ohne dass ich Träume habe ?

    P.S. Christiane, Du glaubst gar nicht wie temperamentvoll Schildkröten sein können !!!!!!!!!!!!!! :)

    Hallo Matthias,

    genauso wie in schon so manchen Beiträgen hier angesprochen habe ich die Erfahrung gemacht, dass Achtsamkeit das beste Mittel ist, "Rückschläge" zum einen überhaupt zu registrieren und zum anderen durch das Registrieren gaaanz langsam Veränderungen zuzulassen (meist durch Loslassen). Hierdurch kann eine Art der Freude (piti) entstehen, die zwar auch nur temporär ist (dessen versuche ich mir dann ebenfalls bewußt zu werden), die mir aber hilft, weiter voranzugehen. Insofern stimme ich Dir zu, dass es (zumindest am Anfang) einer positiven Motivation braucht, um den für sich erkannten Weg gehen zu können; doch nach meinem Erleben kommt diese Kraft eben z.B. aus der Achtsamkeit/Meditation/Änderung bestimmter Gewohnheiten und nicht aus der Abgrenzung zur "Welt da draußen". Liebe Grüße peema

    event.png

  • hedin
    Gast
    • 31. August 2011 um 21:08
    • #35
    Onyx9:


    Wenn das was du wahrnimmst alles dein eigener Geist ist...

    Es steht doch außer Frage, dass alles was gesehen, gehört, gerochen, geschmeckt, körperlich gefühlt und gedacht wird ein Konstrukt des eigenen Geistes ist. Wer sonst als „Ich“ nimmt die Gefühle wahr, die durch Kontakt, Benennung, diesen oder jenen äußeren Bedingungen und der eigenen karmischen Veranlagung entstehen.

    Onyx9:


    was ist dann in dem Geist der anderen..

    Das scheinst du überlesen zu haben: "Außerdem erkenne ich noch, dass diese Frau selbst auch entsprechend ihrer karmischen Veranlagung agiert"

    Onyx9:


    Wie sieht denn dein Verständnis aus? Schick es mir, dann erklär ichs nochmal. Eine Bitte: wenn du das nächstemal sone Situation betrachtest achte einzig darauf notfalls hinzuspringen und dich über das Kind zu werfen. Dankä

    Du hast auch nicht im Geringsten verstanden, was ich mit diesem Beispiel ausdrücken wollte.

    Vergiss halt die Handlung, die Frau, das Kind und auch die Verkehrsampel.
    Ich habe zu erklären versucht, wie ich im Alltag mit unangenehmen Gefühlen umgehe und dabei ist es m.E. wichtig zu wissen, dass die unangenehmen Gefühle nur durch einem selbst entstehen und dass äußere Objekt, welches aus Unwissenheit als Verursacher der unangenehmen Gefühle angesehen wird nur die Bedingung darstellt, dass dies oder jenes Gefühl, hervorgerufen durch karmische Veranlagung, im eigenen Geist entsteht.
    Wenn man dies erkennt, nicht nur im Allgemeinen, sondern in jeden Einzelfall, dann ist man in der Lage, unangenehme Gefühle und Emotionen abzubauen.

    Diese Sichtweise ist auch sehr dienlich bei kontroversen Diskussionen :D

    hedin

  • Lauscher
    Gast
    • 31. August 2011 um 21:27
    • #36
    hedin:

    Ich habe zu erklären versucht, wie ich im Alltag mit unangenehmen Gefühlen umgehe und dabei ist es m.E. wichtig zu wissen, dass die unangenehmen Gefühle nur durch einem selbst entstehen und dass äußere Objekt, welches aus Unwissenheit als Verursacher der unangenehmen Gefühle angesehen wird nur die Bedingung darstellt, dass dies oder jenes Gefühl, hervorgerufen durch karmische Veranlagung, im eigenen Geist entsteht.
    Wenn man dies erkennt, nicht nur im Allgemeinen, sondern in jeden Einzelfall, dann ist man in der Lage, unangenehme Gefühle und Emotionen abzubauen.

    Diese Sichtweise ist auch sehr dienlich bei kontroversen Diskussionen :D


    Ja, du hast Recht. Sag das aber der Maus, wenn die Katze kommt, dass die unangenehmen Gefühle nur durch einem selbst entstehen . . .
    Wer das wirklich verwirklicht, muss Anatta verwirklicht haben und zwar ganz. :oops:
    Ziemlich viel verlangt, oder? ;)

    _()_

  • Maybe Buddha
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    6. August 2011
    • 31. August 2011 um 21:29
    • #37
    hedin:
    Onyx9:


    Wenn das was du wahrnimmst alles dein eigener Geist ist...

    Es steht doch außer Frage, dass alles was gesehen, gehört, gerochen, geschmeckt, körperlich gefühlt und gedacht wird ein Konstrukt des eigenen Geistes ist. Wer sonst als „Ich“ nimmt die Gefühle wahr, die durch Kontakt, Benennung, diesen oder jenen äußeren Bedingungen und der eigenen karmischen Veranlagung entstehen.

    Onyx9:


    was ist dann in dem Geist der anderen..

    Das scheinst du überlesen zu haben: "Außerdem erkenne ich noch, dass diese Frau selbst auch entsprechend ihrer karmischen Veranlagung agiert"

    Onyx9:


    Wie sieht denn dein Verständnis aus? Schick es mir, dann erklär ichs nochmal. Eine Bitte: wenn du das nächstemal sone Situation betrachtest achte einzig darauf notfalls hinzuspringen und dich über das Kind zu werfen. Dankä

    Du hast auch nicht im Geringsten verstanden, was ich mit diesem Beispiel ausdrücken wollte.

    Vergiss halt die Handlung, die Frau, das Kind und auch die Verkehrsampel.
    Ich habe zu erklären versucht, wie ich im Alltag mit unangenehmen Gefühlen umgehe und dabei ist es m.E. wichtig zu wissen, dass die unangenehmen Gefühle nur durch einem selbst entstehen und dass äußere Objekt, welches aus Unwissenheit als Verursacher der unangenehmen Gefühle angesehen wird nur die Bedingung darstellt, dass dies oder jenes Gefühl, hervorgerufen durch karmische Veranlagung, im eigenen Geist entsteht.
    Wenn man dies erkennt, nicht nur im Allgemeinen, sondern in jeden Einzelfall, dann ist man in der Lage, unangenehme Gefühle und Emotionen abzubauen.

    Diese Sichtweise ist auch sehr dienlich bei kontroversen Diskussionen :D

    hedin

    Alles anzeigen

    Ich muss sagen das mir das auch relativ leicht fällt. Was mir nicht so leicht fällt und was man nicht vergessen sollte, ist, das das genauso für die angenehmen Gefühle und Emotionen gilt. Durch dieses vergessen bei angenehmen, wird das Pendel (wie Hanzze immer so schön sagt) auch immer wieder nach links ausschwenken und unangenhme Gefühle und Emotionen auftauchen lassen und es wird sich alleine durch das achten aufs unangenehme nicht in der Mitte einpendeln...

    "Nur eines verkünde ich heute, wie immerdar: Leiden und seine Vernichtung."
    Buddha

  • hedin
    Gast
    • 31. August 2011 um 21:45
    • #38
    Lauscher:


    Ziemlich viel verlangt, oder?

    Ich habe auch nicht behauptet, dass man mit dieser Methode Extremsituationen meistern kann, sondern dass man unangenehme Gefühle im Alltagsleben reduzieren kann.

    Ob die Maus nicht mehr Gelassenheit hat, als wir Menschen ?

    hedin

  • Lauscher
    Gast
    • 31. August 2011 um 21:59
    • #39
    hedin:

    Ob die Maus nicht mehr Gelassenheit hat, als wir Menschen ?


    Ich habe Katzen und glaub mir, die Maus ist genau so wie wir, voller Angst.
    Gelassenheit hat der, der das Gefühl der Separierung transformiert hat.
    Für ihn gibt es kein Tod mehr.

    _()_

  • Erdmaus
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    • 31. August 2011 um 22:04
    • #40
    Zitat

    Ich habe Katzen und glaub mir, die Maus ist genau so wie wir, voller Angst.

    Woher sollen wir das wissen? Wie sich eine Maus subjektiv fühlt kann nur diese Maus wissen. Von sich auf eine Maus zu schließen ist problematisch, zumal es sich um ein eine fremde Spezies handelt. Auch von scheinbar angstvollem Verhalten kann man nicht auf subjektiv empfundene Angst schließen. Das kann man höchstens bei einem Menschen, da wir selber Menschen sind. Aber auch hier kann es keine Sicherheit geben. Ein Schauspieler kann täuschend echt subjektiv empfundene Angst vortäuschen ohne welche zu empfinden. Bei der Maus kann es sich einfach nur um ein biologisches Programm handeln, dass ihr Überleben sichert und durch Evolution entstanden ist, ohne dass hierbei subjektiv Angst wie beim Menschen vorhanden sein muss.

    lg
    maus

  • Matthias65
    Gast
    • 31. August 2011 um 22:24
    • #41

    Zum Thema "Idealismus" habe ich eben mit einer Dharma-Freundin telefoniert. Sie meinte, dass man ja unterscheiden könne: "Der Idealist vertritt die relative Wahrheit, der "Pragmatiker" vertritt die absolute Wahrheit".

    Auch bei der Achtsamkeit sollte man m.E. differenzieren:

    Sicher ist Achtsamkeit auf dem buddhistischen Pfad sehr wichtig und entscheidend. In dem Buch von Allen Wallace ("Die Achtsamkeitsrevolution") wurden allerdings 10 Stufen der Achtsamkeit unterschieden: Lediglich die Stufen 1-3 könnte man lt. Wallace im Alltag realisieren. Bei den Sufen 4-10 wäre (mindestens) ein Retreat notwendig bis man irgendwann mal Shamatha erreicht hat. Wenn ich von Achtsamkeit spreche, dann sehe ich mich maximal auf Stufe 2.

    P.S. Das Buch kann ich übrigens sehr empfehlen !

  • Onyx9
    Gast
    • 31. August 2011 um 22:47
    • #42
    Lauscher:
    hedin:

    Ob die Maus nicht mehr Gelassenheit hat, als wir Menschen ?


    Ich habe Katzen und glaub mir, die Maus ist genau so wie wir, voller Angst.
    Gelassenheit hat der, der das Gefühl der Separierung transformiert hat.
    Für ihn gibt es kein Tod mehr.

    _()_

    eben das ist echte und natürliche gelassenheit und nicht die gemachte durch unaufhörliche denkprozesse, die die duale wahrnehmung nur vertiefen.

  • Onyx9
    Gast
    • 31. August 2011 um 23:06
    • #43

    [quote='hedin']
    Es steht doch außer Frage, dass alles was gesehen, gehört, gerochen, geschmeckt, körperlich gefühlt und gedacht wird ein Konstrukt des eigenen Geistes ist. Wer sonst als „Ich“ nimmt die Gefühle wahr, die durch Kontakt, Benennung, diesen oder jenen äußeren Bedingungen und der eigenen karmischen Veranlagung entstehen.

    Das ist ja korrekt, aber diese bedingte Entstehung geschieht nicht um DICH was zu lehren oder dich zu bessern; du personalisierst diesen vorgang, wie die leute die ihre wünsche ins universum orakeln.

    Das scheinst du überlesen zu haben: "Außerdem erkenne ich noch, dass diese Frau selbst auch entsprechend ihrer karmischen Veranlagung agiert"

    Hab ich sehr wohl gelesen, aber es ist nicht angemessen, dass du der frau ein schlechteres karma zuweist. dir persönlich weist du ein besseres zu, weil du ja erkennst und weißt und noch dazu angeblich deine aggressiven impulse runterfahren kannst.[quote='Onyx9']

    Du solltest überlegen warum du in deiner antwort diese beiden icons nebeneinanderstellst: :lol::badgrin:
    Du transformierst deine "unangenehmen gefühle" nicht, indem du dich über sie erhebst.

    ich hab sehr schlechte erfahrungen machen müssen mit leuten die die lehre wie im o.g. beispiel angehn, deshalb sorry, mein ausbruch hat an sich nichts mit dir zutun.

  • Lauscher
    Gast
    • 1. September 2011 um 04:30
    • #44
    Erdmaus:
    Zitat

    Ich habe Katzen und glaub mir, die Maus ist genau so wie wir, voller Angst.

    Woher sollen wir das wissen? Wie sich eine Maus subjektiv fühlt kann nur diese Maus wissen. Von sich auf eine Maus zu schließen ist problematisch, zumal es sich um ein eine fremde Spezies handelt. Auch von scheinbar angstvollem Verhalten kann man nicht auf subjektiv empfundene Angst schließen. Das kann man höchstens bei einem Menschen, da wir selber Menschen sind. Aber auch hier kann es keine Sicherheit geben. Ein Schauspieler kann täuschend echt subjektiv empfundene Angst vortäuschen ohne welche zu empfinden. Bei der Maus kann es sich einfach nur um ein biologisches Programm handeln, dass ihr Überleben sichert und durch Evolution entstanden ist, ohne dass hierbei subjektiv Angst wie beim Menschen vorhanden sein muss.

    lg
    maus


    Wissen tue ich es nicht, es sieht so aus und es reicht mir als Hinweis.
    Sogar unsere inneren Abläufe erkennen wir kaum.
    Wir empfinden uns als >Ichs<, haben >Angst< - alles nur Programme – um deine Sprache zu benutzen.
    Nein, wissen tun wir kaum was, wenn überhaupt etwas.

    _()_

  • Hanzze
    Gast
    • 1. September 2011 um 04:43
    • #45

    Also ich weiß mit Sicherheit, das die Maus Angst hat, die Katze Angst hat und alle hier Angst haben. *schmunzel* Ohne Angst wäre Frieden, ohne Angst wäre kein Stress, kein Leid. Wir haben so viel Angst unser "Ich" aufzugeben. Mit jedem bisschen Tugend können wir das Schritt für Schritt, sind wir nun weder Katze noch Maus sondern glücklicher Weise Mensch. *schmunzel* Viele haben auch Angst vor der Angst, und brechen erst gar nicht auf. So bleiben wir natürlich wie Katz und Maus.

    Zitat

    Wünscht sich, ihr Mönche, ein Mönch: »>Ach, möchte ich doch Furcht und Angst bemeistern, mögen Furcht und Angst mich nicht beherrschen, und möge ich die aufsteigende Furcht und Angst jedesmal überwinden können!«, so soll er eben die Sittenregeln erfüllen, die innere Geistesruhe pflegen, nicht die Vertiefung vernachlässigen, den Hellblick gewinnen und ein Bewohner einsamer Behausungen sein.

    Aller Wünsche Erfüllung

  • Lauscher
    Gast
    • 1. September 2011 um 07:10
    • #46
    Hanzze:

    Also ich weiß mit Sicherheit, . . .


    Als ich im Wald mit einem Meditationsmeister spazieren gegangen bin, hat er mir auf seiner sanften Art empfohlen meine Ansichten und Meinungen sein zu lassen. Ich habe geantwortet, dass ich dann orientierungslos wäre. :oops:
    Der antwortete:
    „Ein sehr guter Zustand“
    Ja, Recht hat er. Ein sehr guter Zustand. :idea:

    _()_

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    18. Juni 2011
    • 1. September 2011 um 07:25
    • #47
    Lauscher:
    Hanzze:

    Also ich weiß mit Sicherheit, . . .


    Als ich im Wald mit einem Meditationsmeister spazieren gegangen bin, hat er mir auf seiner sanften Art empfohlen meine Ansichten und Meinungen sein zu lassen. Ich habe geantwortet, dass ich dann orientierungslos wäre. :oops:
    Der antwortete:
    „Ein sehr guter Zustand“
    Ja, Recht hat er. Ein sehr guter Zustand. :idea:

    Also gegen "mit Sicherheit zu wissen" ist nichts einzuwenden, wenn es rechtes Wissen ist.


    Grüße
    TM

  • Lauscher
    Gast
    • 1. September 2011 um 07:40
    • #48
    TMingyur:
    Lauscher:


    Als ich im Wald mit einem Meditationsmeister spazieren gegangen bin, hat er mir auf seiner sanften Art empfohlen meine Ansichten und Meinungen sein zu lassen. Ich habe geantwortet, dass ich dann orientierungslos wäre. :oops:
    Der antwortete:
    „Ein sehr guter Zustand“
    Ja, Recht hat er. Ein sehr guter Zustand. :idea:

    Also gegen "mit Sicherheit zu wissen" ist nichts einzuwenden, wenn es rechtes Wissen ist.


    Grüße
    TM

    Alles anzeigen


    Und woher WEIßT du, dass du "mit Sicherheit weißt"?
    Wieso soll "dein" Standpunkt "wahr" sein, und "mein" Standpunkt "unwahr"?
    Nur weil "du" das Geschehen aus einer andren Perspektive siehst als "ich"?

    Was weißt du "mit Sicherheit"?
    _()_

  • Hanzze
    Gast
    • 1. September 2011 um 07:46
    • #49

    Würde sich vielleicht in der Tugend unterscheiden. *schmunzel* Jedenfalls ist das als gutes Kennzeichen von Buddha beschrieben. Also immer auf den Abfall sehen, dann weiß man ob da noch produziert wird oder Stille eingekehrt ist.

    Zitat

    Was ist nun, ihr Mönche, rechte Erkenntnis? Das Leiden kennen, ihr Mönche, die Entwicklung des Leidens kennen, die Auflösung des Leidens kennen, den zur Auflösung des Leidens führenden Pfad kennen: das nennt man, ihr Mönche, rechte Erkenntnis.

    rechtes Wissen/Erkenntnis

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    • 1. September 2011 um 07:53
    • #50
    Lauscher:
    TMingyur:


    Also gegen "mit Sicherheit zu wissen" ist nichts einzuwenden, wenn es rechtes Wissen ist.


    Grüße
    TM


    Und woher WEIßT du, dass du "mit Sicherheit weißt"?


    Wissen, welches auf Erfahrung gründet ist sicher.

    Lauscher:

    Wieso soll "dein" Standpunkt "wahr" sein, und "mein" Standpunkt "unwahr"?


    Mir ist nicht bewußt, dass ich mich so zu deinem Standpunkt geäußert hätte.

    Grüße
    TM

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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