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Rechte Entschlossenheit (Absicht/Motivation)

  • Hanzze
  • 12. August 2011 um 20:44
  • Zum letzten Beitrag
  • Hanzze
    Gast
    • 12. August 2011 um 20:44
    • #1

    Übernommen aus Right View samma ditthi (aus http://www.accesstoinsight.org) und durch deutsche Übersetzungen von http://www.pailkanon.com ergänzt. Rote Links führen auf Beiträge auf buddhaland.de, grüne Links führen auf Seiten von palikanon.com und blaue Links führen auf accesstoinsight.org.

    Rechte Absicht (Motivation)
    samma sankappo

    ----------

    Rechte Entschlossenheit (oder rechte Absicht) ist der zweite der acht Pfadfaktiren auf dem Noblen Achtfachen Pfad, und gehört zum Weisheitsteil des Pfades.

    Die Definition

    „Und was ist rechte Entschlossenheit? Entschlossen in Entsagung zu sein, in Freiheit von Groll, in Nichtverletzen: Das wird rechte Entschlossenheit genannt.“

    -SN 45.8(Text frei übersetzt, deutsche Übersetzung nicht gefunden)

    Kultivieren einer geschickten Art von Gedanken

    Wie aber ist Lauterkeit dreifach in Gedanken? Da ist einer ohne Habgier; was ein anderer an Hab und Gut besitzt, danach giert er nicht. Er ist haßlos in seiner Gesinnung, trägt unverdorbene Gedanken in seinem Herzen, als wie: 'Ach, möchten doch diese Wesen ohne Übel und Beschwerden sein und ein leidloses, glückliches Leben führen!' Er hat die rechte Erkenntnis, die richtige Anschauung: 'Gaben, Spenden und Opfer sind nicht wertlos; es gibt eine Frucht und Folge der guten und bösen Taten; es gibt sowohl diese Welt wie die nächste Welt; Vater, Mutter und geistgeborene Wesen sind keine leeren Worte; es gibt in der Welt Asketen und Priester von rechtem, vollkommenem Wandel, die diese Welt wie die nächste Welt selber erkannt und erfahren haben und sie erklären können. So ist Lauterkeit dreifach in Gedanken.

    -AN 10.176

    3 Mal editiert, zuletzt von Anonymous (26. August 2011 um 03:37)

  • Hanzze
    Gast
    • 12. August 2011 um 20:46
    • #2

    Sein Zusammenhang mit anderen Faktoren des Pfades

    Und auf welche Weise kommt Richtige Ansicht an erster Stelle? Jemand versteht falsche Absicht als falsche Absicht, und jemand versteht Richtige Absicht als Richtige Absicht: dies ist seine Richtige Ansicht. Und was, ihr Bhikkhus, ist falsche Absicht? Die Absicht der Sinnesbegierde, die Absicht des Übelwollens und die Absicht der Grausamkeit: dies ist falsche Absicht...
    Jemand unternimmt die Anstrengung, falsche Absicht zu überwinden und Richtige Absicht zu erlangen: dies ist seine Richtige Anstrengung. Achtsam überwindet jemand falsche Absicht, achtsam erlangt jemand Richtige Absicht und verweilt darin: dies ist seine Richtige Achtsamkeit. So kreisen diese drei Zustände um Richtige Absicht und treffen sich mit ihr, nämlich Richtige Ansicht, Richtige Anstrengung und Richtige Achtsamkeit.

    -MN 117

    Sein Denken in zwei Arten teilen

    Der Erhabene sagte dieses: Ihr Bhikkhus, vor meiner Erleuchtung, als ich noch lediglich ein unerleuchteter Bodhisatta war, kam mir in den Sinn: 'Angenommen, ich teile meine Gedanken in zwei Klassen ein.' Auf die eine Seite brachte ich dann Gedanken der Sinnesbegierde, Gedanken des Übelwollens und Gedanken der Grausamkeit, und auf die andere Seite brachte ich Gedanken der Entsagung, Gedanken des Nicht-Übelwollens und Gedanken der Nicht-Grausamkeit."

    Während ich so umsichtig, eifrig und entschlossen weilte, erschien ein Gedanke der Sinnesbegierde in mir. Ich verstand folgendermaßen: 'Dieser Gedanke der Sinnesbegierde ist in mir entstanden. Dies führt zu meinem eigenen Leid, zum Leid anderer und zum Leid beider; es beeinträchtigt Weisheit, verursacht Schwierigkeiten, und führt von Nibbāna weg.'

    Als ich erwog: 'Dies führt zu meinem eigenen Leid', verschwand es; als ich erwog: 'Dies führt zum Leid anderer', verschwand es; als ich erwog: 'Dies führt zum Leid beider', verschwand es; als ich erwog: 'Dies beeinträchtigt Weisheit, verursacht Schwierigkeiten, und führt von Nibbāna weg', verschwand es [1]. Wann immer ein Gedanke der Sinnesbegierde in mir erschien, gab ich ihn auf, entfernte ich ihn, beseitigte ich ihn."
    "Während ich so umsichtig, eifrig und entschlossen weilte, erschien ein Gedanke des Übelwollens in mir. Ich verstand folgendermaßen: 'Dieser Gedanke des Übelwollens ist in mir entstanden. Dies führt zu meinem eigenen Leid, zum Leid anderer und zum Leid beider; es beeinträchtigt Weisheit, verursacht Schwierigkeiten, und führt von Nibbāna weg.'

    Als ich erwog: 'Dies führt zu meinem eigenen Leid', verschwand es; als ich erwog: 'Dies führt zum Leid anderer', verschwand es; als ich erwog: 'Dies führt zum Leid beider', verschwand es; als ich erwog: 'Dies beeinträchtigt Weisheit, verursacht Schwierigkeiten, und führt von Nibbāna weg', verschwand es. Wann immer ein Gedanke des Übelwollens in mir erschien, gab ich ihn auf, entfernte ich ihn, beseitigte ich ihn."

    -MN 19

    Über seine Taten refelktieren

    Wenn du eine Handlung mit dem Körper ausführen willst, sollte eben diese körperliche Handlung von dir so reflektiert werden: 'Würde diese Handlung, die ich mit dem Körper ausführen will, zu meinem eigenen Leid führen, oder zum Leid anderer, oder zum Leid beider? Ist es eine unheilsame Handlung mit schmerzhaften Folgen, mit schmerzhaften Ergebnissen?' Falls du erkennst, während du sie reflektierst: 'Diese Handlung, die ich mit dem Körper ausführen will, würde zu meinem eigenen Leid führen, oder zum Leid anderer, oder zum Leid beider; es ist eine unheilsame Handlung mit schmerzhaften Folgen, mit schmerzhaften Ergebnissen', dann solltest du eine solche körperliche Handlung mit Sicherheit nicht ausführen. Aber falls du erkennst, während du sie reflektierst: 'Diese Handlung, die ich mit dem Körper ausführen will, würde nicht zu meinem eigenen Leid führen, oder zum Leid anderer, oder zum Leid beider; es ist eine heilsame Handlung mit angenehmen Folgen, mit angenehmen Ergebnissen', dann darfst du eine solche körperliche Handlung ausführen."
    Ebenso, während du eine Handlung mit dem Körper ausführst, sollte eben diese körperliche Handlung von dir so reflektiert werden: 'Führt diese Handlung, die ich gerade mit dem Körper ausführe, zu meinem eigenen Leid, oder zum Leid anderer, oder zum Leid beider? Ist es eine unheilsame Handlung mit schmerzhaften Folgen, mit schmerzhaften Ergebnissen?' Falls du erkennst, während du sie reflektierst: 'Diese Handlung, die ich gerade mit dem Körper ausführe, führt zu meinem eigenen Leid, oder zum Leid anderer, oder zum Leid beider; es ist eine unheilsame Handlung mit schmerzhaften Folgen, mit schmerzhaften Ergebnissen', dann solltest du eine solche körperliche Handlung einstellen. Aber falls du erkennst, während du sie reflektierst: 'Diese Handlung, die ich gerade mit dem Körper ausführe, führt nicht zu meinem eigenen Leid, oder zum Leid anderer, oder zum Leid beider; es ist eine heilsame Handlung mit angenehmen Folgen, mit angenehmen Ergebnissen', dann darfst du mit einer solchen körperlichen Handlung fortfahren."
    Ebenso, nachdem du eine Handlung mit dem Körper ausgeführt hast, sollte eben diese körperliche Handlung von dir im Rückblick so reflektiert werden: 'Führt diese Handlung, die ich mit dem Körper ausgeführt habe, zu meinem eigenen Leid, oder zum Leid anderer, oder zum Leid beider? War es eine unheilsame Handlung mit schmerzhaften Folgen, mit schmerzhaften Ergebnissen?' Falls du erkennst, während du sie im Rückblick reflektierst: 'Diese Handlung, die ich mit dem Körper ausgeführt habe, führt zu meinem eigenen Leid, oder zum Leid anderer, oder zum Leid beider; es war eine unheilsame Handlung mit schmerzhaften Folgen, mit schmerzhaften Ergebnissen', dann solltest du eine solche körperliche Handlung bekennen, sie enthüllen und aufdecken, gegenüber dem Lehrer oder gegenüber deinen weisen Gefährten im heiligen Leben. Und nachdem du sie bekannt, enthüllt und aufgedeckt hast, solltest du dich in Zurückhaltung für die Zukunft üben. Aber falls du erkennst, während du sie im Rückblick reflektierst: 'Diese Handlung, die ich mit dem Körper ausgeführt habe, führt nicht zu meinem eigenen Leid, oder zum Leid anderer, oder zum Leid beider; es war eine heilsame Handlung mit angenehmen Folgen, mit angenehmen Ergebnissen', dann kannst du verzückt und froh verweilen, während du dich Tag und Nacht in heilsamen Zuständen übst."

    ...(ebenso für sprachliche und geistige Handlungen)...

    Daher, Rāhula, solltest du dich so üben: 'Wir wollen unsere körperliche Handlung, unsere sprachliche Handlung und unsere geistige Handlung läutern, indem wir immer wieder darüber reflektieren.

    -MN 61

    Liebevolle Gute (Wohlwollen)

    Da, ihr Mönche, durchdringt ein Mensch mit einem von Güte erfüllten Geiste die eine Himmelsrichtung, ebenso die zweite, dritte und vierte; oben, unten, quer inmitten durchdringt er überall, allerwärts (wie auch sich selbst*) , die ganze Welt mit einem von Güte erfüllten Geiste, einem weiten, umfassenden, unermeßlichen, von Haß und Übelwollen befreiten.

    [size=10]*frei entsprechen der englischen Übersetzung hinzugefügt[/size=85]

    -AN I.125

    Für einen selbst, für andere

    Zweierlei Menschen gibt es unter denen, die, die Lehre und ihren Sinn kennend, der Lehre gemäß leben: der eine wirkt zum eigenen Heile und nicht zum Heile anderer; der andere aber wirkt sowohl zum eigenen Heile als auch zum Heile der anderen. Wer zum eigenen Heile, aber nicht zum Heile der anderen wirkt, der ist darum zu tadeln; wer aber sowohl zum eigenen Heile als auch zum Heile der anderen wirkt, der ist darum zu loben.

    -AN VII.64

    ---------------

    2 Mal editiert, zuletzt von Anonymous (21. August 2011 um 17:03)

  • Hanzze
    Gast
    • 12. August 2011 um 20:46
    • #3

    Siehe auch:
    Die Vier Edlen Wahrheiten
    Die vierte Edle Wahrheit

    Einmal editiert, zuletzt von Anonymous (13. August 2011 um 10:24)

  • mirco
    Gast
    • 12. August 2011 um 22:05
    • #4

    Vielen vielen lieben Dank, lieber Hannes.
    :)

  • Elliot
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    • 13. August 2011 um 15:19
    • #5

    "Was sind heilsame Absichten? Es sind die Absicht der Entsagung, die Absicht des Nicht-Übelwollens und die Absicht der Nicht-Grausamkeit. Diese werden heilsame Absichten genannt."

    -> sammāsaṅkappo

    "Und wo entspringen diese heilsamen Absichten? Ihr Entspringen ist dargelegt: man sollte sagen, sie entspringen in Wahrnehmung. In welcher Wahrnehmung? Obwohl Wahrnehmung vielfältig ist, verschiedenartig und mit unterschiedlichen Aspekten, gibt es Wahrnehmung der Entsagung, Wahrnehmung des Nicht-Übelwollens und Wahrnehmung der Nicht-Grausamkeit. Heilsame Absichten entspringen in diesem."

    "Und wo hören diese heilsamen Absichten ohne Überbleibsel auf? Ihr Aufhören ist dargelegt: da tritt ein Bhikkhu mit der Stillung der anfänglichen und anhaltenden Hinwendung des Geistes (zum Meditationsobjekt) in die zweite Vertiefung ein, die innere Beruhigung und Einheit des Herzens ohne anfängliche und anhaltende Hinwendung des Geistes enthält, und verweilt darin, mit Verzückung und Glückseligkeit, die aus der Konzentration entstanden sind. Hier geschieht es, daß heilsame Absichten ohne Überbleibsel aufhören [6]."

    -> sammāsamādhi

    "Und wie praktiziert er, um sich im Weg zum Aufhören von heilsamen Absichten zu üben? Da erweckt ein Bhikkhu Eifer um das Nichtentstehen noch nicht entstandener übler, unheilsamer Geisteszustände, und er bemüht sich, bringt Energie hervor, strengt seinen Geist an und setzt sich ein. Er erweckt Eifer um das Überwinden bereits entstandener übler, unheilsamer Geisteszustände, und er bemüht sich, bringt Energie hervor, strengt seinen Geist an und setzt sich ein. Er erweckt Eifer um das Entstehen noch nicht entstandener heilsamer Geisteszustände, und er bemüht sich, bringt Energie hervor, strengt seinen Geist an und setzt sich ein. Er erweckt Eifer um das Beibehalten, das Nicht-Verschwinden, die Stärkung, das Anwachsen, die Entfaltung und Vervollkommnung bereits entstandener heilsamer Geisteszustände, und er bemüht sich, bringt Energie hervor, strengt seinen Geist an und setzt sich ein. Einer, der so praktiziert, übt sich im Weg zum Aufhören von heilsamen Absichten."

    -> sammāvāyāmo

    (http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m078z.html)

    Viele Grüße
    Elliot

    Viele Grüße

    Elliot

  • Hanzze
    Gast
    • 13. August 2011 um 15:23
    • #6

    Exzellent, exzellent, exzellent!

    Danke für den überweltlichen Aspekt *schmunzel*

  • mirco
    Gast
    • 13. August 2011 um 22:22
    • #7
    <woltlab-metacode-marker data-name=:

    Samaṇamaṇḍikā Sutta" data-link="">



    "Und wo hören diese heilsamen Absichten ohne Überbleibsel auf? Ihr Aufhören ist dargelegt: da tritt ein Bhikkhu ... in die zweite Vertiefung ein... . Hier geschieht es, daß heilsame Absichten ohne Überbleibsel aufhören."

    Das bedeutet also, für die Definition von Absicht:
    ist kein Gefühl, sie wird mit dem denkenden Geist geformt.


    Alles Gute ...

  • accinca
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    • 14. August 2011 um 00:59
    • #8
    mirco:

    Das bedeutet also, für die Definition von Absicht:
    ist kein Gefühl, sie wird mit dem denkenden Geist geformt..


    Und wie kommst du jetzt darauf, hat das jemand gemeint oder
    wozu ist das wichtig? Absicht ist ja ein Wille. Oft sind Gefühle
    Auslöser für Wille bzw. für eine Absicht.

  • mirco
    Gast
    • 14. August 2011 um 01:29
    • #9
    accinca:
    mirco:

    Das bedeutet also, für die Definition von Absicht:
    ist kein Gefühl, sie wird mit dem denkenden Geist geformt..


    Und wie kommst du jetzt darauf, ...


    Sie löst sich im 2. Jhana auf. Begriffliches Denken ebenfalls.


    accinca:

    Wozu ist das wichtig? Absicht ist ja ein Wille.


    Ich verstehe das Wort nun besser, kann es eindeutiger 'meinen' geistigen Vorgängen zuordnen.


    Alles Gute :)

  • accinca
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    • 14. August 2011 um 02:03
    • #10
    mirco:


    Sie löst sich im 2. Jhana auf. Begriffliches Denken ebenfalls.


    Wille, Absicht ist begriffliches Denken- oder was? Ebenfalls was?

  • mirco
    Gast
    • 14. August 2011 um 11:15
    • #11
    accinca:
    mirco:


    Sie löst sich im 2. Jhana auf. Begriffliches Denken ebenfalls.


    Wille, Absicht ist begriffliches Denken- oder was? Ebenfalls was?


    Absicht löst sich, wie oben im Zitat erlesbar, in der zweiten Sammlung auf.
    Begriffliches Denken löst sich ebenfalls in der zweiten Sammlung auf.
    Dadurch ist mir klar geworden, das Absicht an begriffliches Denken
    gebunden ist und nur dadurch zum Asusdruck kommen kann.


    Alles Gute :)

  • accinca
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    • 14. August 2011 um 13:43
    • #12
    mirco:
    accinca:


    Wille, Absicht ist begriffliches Denken- oder was? Ebenfalls was?


    Absicht löst sich, wie oben im Zitat erlesbar, in der zweiten Sammlung auf.
    Begriffliches Denken löst sich ebenfalls in der zweiten Sammlung auf.
    Dadurch ist mir klar geworden, das Absicht an begriffliches Denken
    gebunden ist und nur dadurch zum Ausdruck kommen kann.


    Aja, jetzt verstehe ich was du meinst. Genau danach ist Absicht keine
    Wille im sinne einer Neigung sondern ein bewußtes Denken. Etwas das
    ein gerade geborenes Kleinkind noch nicht hat. Hingegen ein Wollen ja
    schon vielfach vorhanden ist.

  • Mabuttar
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    • 14. August 2011 um 16:31
    • #13

    Danke Hanzze ist ne gute Zusammenfassung des 2. Pfadgliedes, hast du eigentlich einen Blog oder so ?
    Weil zurzeit hab ich andere Themen im Kopf aber vor ein paar Wochen wär sowas echt schön gewesen so zum Nachschlagen, ansonsten wird es wohl irgendwann im Themen Strohhaufen untergehen.

    Ein Frage noch zur Anstrengung, ist das ein Schreibfehler oder ein Übersetzungsfehler?

    Erst wird mit aller Anstrengung das nicht Verlieren der heilsamen Absicht errungen
    zum Ziel, dass heilsame Absichten aufhören ? Das macht für mich irgendwie keinen Sinn, ist wie ein Feuer zu löschen um es später umso mehr entzünden zu können.

    "Er erweckt Eifer um das Beibehalten, das Nicht-Verschwinden, die Stärkung, das Anwachsen, die Entfaltung und Vervollkommnung bereits entstandener heilsamer Geisteszustände, und er bemüht sich, bringt Energie hervor, strengt seinen Geist an und setzt sich ein. Einer, der so praktiziert, übt sich im Weg zum Aufhören von heilsamen Absichten."

    Nibbana:..Befreit von der Zuordnung durch Form, Vaccha, ist der Tathagata tief, grenzenlos, hart auszuloten, wie die See. 'Wiedererscheinen', ist nicht anwendbar. 'Nicht wiedererscheinen',ist nicht anwendbar... MN72 (http://zugangzureinsicht.org/)

  • Elliot
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    • 14. August 2011 um 18:07
    • #14
    Mabuttar:

    Erst wird mit aller Anstrengung das nicht Verlieren der heilsamen Absicht errungen
    zum Ziel, dass heilsame Absichten aufhören ? Das macht für mich irgendwie keinen Sinn, ist wie ein Feuer zu löschen um es später umso mehr entzünden zu können.

    Doch, das gehört so, ist weder ein Schreibfehler noch ein Übersetzungsfehler:

    "...Und wo hören diese unheilsamen Absichten ohne Überbleibsel auf? Ihr Aufhören ist dargelegt: da tritt ein Bhikkhu ganz abgeschieden von Sinnesvergnügen, abgeschieden von unheilsamen Geisteszuständen, in die erste Vertiefung ein, die von anfänglicher und anhaltender Hinwendung des Geistes begleitet ist, und verweilt darin, mit Verzückung und Glückseligkeit, die aus der Abgeschiedenheit entstanden sind. Hier geschieht es, daß unheilsame Absichten ohne Überbleibsel aufhören [5]."
    ...
    "Und wo hören diese heilsamen Absichten ohne Überbleibsel auf? Ihr Aufhören ist dargelegt: da tritt ein Bhikkhu mit der Stillung der anfänglichen und anhaltenden Hinwendung des Geistes (zum Meditationsobjekt) in die zweite Vertiefung ein, die innere Beruhigung und Einheit des Herzens ohne anfängliche und anhaltende Hinwendung des Geistes enthält, und verweilt darin, mit Verzückung und Glückseligkeit, die aus der Konzentration entstanden sind. Hier geschieht es, daß heilsame Absichten ohne Überbleibsel aufhören [6]. ..."

    (http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m078z.html)

    Weltliche Absicht so richtig sie ist (sammāsaṅkappo) enthält immer eine Tendenz zur Anhaftung. Vergleiche auch:

    "Und was, Puṇṇa, ist Handlung, die weder dunkel, noch hell ist, mit weder-dunklem-noch-hellem Ergebnis, Handlung, die zur Vernichtung von Handlung führt [8]? Der Wille, der im Überwinden der Art von Handlung steckt, die dunkel, mit dunklem Ergebnis ist; und der Wille, der im Überwinden der Art von Handlung steckt, die hell, mit hellem Ergebnis ist; und der Wille, der im Überwinden der Art von Handlung steckt, die dunkel und hell, mit dunklem und hellem Ergebnis ist: dies nennt man Handlung, die weder dunkel, noch hell ist, mit weder-dunklem-noch-hellem Ergebnis, Handlung, die zur Vernichtung von Handlung führt. Dies sind die vier Arten der Handlung, die von mir verkündet wurden, nachdem ich sie mit höherer Geisteskraft unmittelbar selbst verwirklicht hatte." (http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m057z.html)

    In jedem Fall führt richtige Anstrengung (sammāvāyāmo) weiter, nämlich zu richtiger Achtsamkeit (sammāsati) und richtiger Konzentration (sammāsamādhi).

    Viele Grüße
    Elliot

    Viele Grüße

    Elliot

  • Hanzze
    Gast
    • 14. August 2011 um 18:38
    • #15

    Mabuttar,

    Dank gebührt John Bullitt und den Leuten und Bhikkhus die auf accesstoinsight.org Dharma frei zugänglich machen, wie auch viele andere Einzelpersonen die Dharma im Internet ohne Strings zugänglich machen.

    Rechte Anstrengung *schmunzel* kann man auch mit Schritt für Schritt bezeichnen, oder man kann sich an die Gegebenheit wo der noch nicht erleuchtete Gautama als Asket die Musik eines Saiteninstrumentes hörte. Zu stark gespannt reist der Faden, zu schlaff kommt kein Ton.

    Vielleicht kann man es auch mit diesem Beispiel erklären:

    Da ist eine Soldat, und erlangt eines Tages die Erkenntnis, dass er anderen Leiden zufügt. Wenn er jetzt aber seine Waffe nicht niederlegt und einfach nicht mehr feuert, dann kann es gut sein, dass er seine Lebensweise nicht überlebt. Wenn er aber zum Beispiel seine Waffe niederlegt und geht, wird er von den anderen vielleicht als Abtrünniger bezeichnet und ebenfalls erschossen. Auch hat er vielleicht eine Familie zu versorgen und wenn er kein Einkommen hat und keine Möglichkeit findet, dann wird seine Familie stark darunter leiden oder sogar zugrunde gehen. Wenn immer man die eine rechte Absicht gewinnt, sollte man sie mit der rechen Ansicht stets abgleichen und umgekehrt. Und dann die silabezogenen Teile des Pfades nachstellen.

    Was diese Beschreibung der rechten Anstrengung im Bezug auf den überweltlichen Achtfachen Pfad betrifft, ist denke ich die Diskussion zwischen Accinca und Miro sehr aufschlußreich. Absicht Intention wird auch oft als Thoughts überstetzt. Vereinfacht vielleicht rechte Gedankengänge. Nicht anhaften nicht anlehnen, dadurch kommt man zu den rechten Gedanken, bewussten Gedanken.
    Bin gerade nicht sehr aufmerksam *schmunzel* ich denke es ist besser du klinkst dich in den Faden von Accinca und Miro ein.

    Vielleicht kann ich heute noch die "Rechte Anstrengung" zusammenstellen. Die Originalltexte sind immer besser als Halbweisheiten *schmunzel* Blogge ich hier nicht schon genug *schmunzel* nein ich habe keinen Blog.

    Sehe gerade Elliot ist schon dran.

  • Mabuttar
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    • 14. August 2011 um 19:09
    • #16

    Ok aber ist die heilsame Absicht nicht auch die Absicht zur Entsagung ?

    Oder löst sich dann in einer Meditationsstufe auch die Absicht zur Entsagung auf ?
    Ist die Absicht der Entsagung dann auch ein Anhaften an die Entsagung selbst ?

    Und wenn dieses 2. Glied Rechte Absicht sich auf einer Meditationsstufe auflöst (welche ja vergänglich ist spätestens nach der Medi), dann wird Absicht nur temporär aufgelöst während der Meditation.

    Oder ist es das Ziel langfristig mit dem Denken aufzuhören? Erinnert mich an Trancereisen von Schamanen, oder Zombies.

    Nibbana:..Befreit von der Zuordnung durch Form, Vaccha, ist der Tathagata tief, grenzenlos, hart auszuloten, wie die See. 'Wiedererscheinen', ist nicht anwendbar. 'Nicht wiedererscheinen',ist nicht anwendbar... MN72 (http://zugangzureinsicht.org/)

  • Elliot
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    • 14. August 2011 um 19:18
    • #17
    Mabuttar:

    Ok aber ist die heilsame Absicht nicht auch die Absicht zur Entsagung ?

    Ja, das ist Teil richtiger weltlicher Absicht:

    "Und was, ihr Bhikkhus, ist Richtige Absicht? Richtige Absicht, sage ich, ist von zweifacher Art: es gibt richtige Absicht, die von den Trieben beeinträchtigt wird, die an Verdiensten teilhat, die auf der Seite der Vereinnahmung zur Reife gelangt; und es gibt Richtige Absicht, die edel, triebfrei, überweltlich, ein Pfadfaktor ist."

    13. "Und was, ihr Bhikkhus, ist richtige Absicht, die von den Trieben beeinträchtigt wird, die an Verdiensten teilhat, die auf der Seite der Vereinnahmung zur Reife gelangt? Die Absicht der Entsagung, die Absicht des Nicht-Übelwollens und die Absicht der Nicht-Grausamkeit [7]: dies ist richtige Absicht, die von den Trieben beeinträchtigt wird, die an Verdiensten teilhat, die auf der Seite der Vereinnahmung zur Reife gelangt."

    14. "Und was, ihr Bhikkhus, ist Richtige Absicht, die edel, triebfrei, überweltlich, ein Faktor des Pfades ist? Das Denken, die Gedanken, die Absicht, das Verankern und Hinlenken des Herzens, die Ausrichtung des Herzens, die sprachliche Gestaltung [8] in einem, dessen Geist edel ist, dessen Geist triebfrei ist, der den Edlen Pfad besitzt und den Edlen Pfad entfaltet: dies ist Richtige Absicht, die edel, triebfrei, überweltlich, ein Faktor des Pfades ist."

    (http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m117z.html)

    Mabuttar:

    Oder löst sich dann in einer Meditationsstufe auch die Absicht zur Entsagung auf ?

    Ja.

    Mabuttar:

    Ist die Absicht der Entsagung dann auch ein Anhaften an die Entsagung selbst ?

    So in etwa.

    Mabuttar:

    Und wenn dieses 2. Glied Rechte Absicht sich auf einer Meditationsstufe auflöst (welche ja vergänglich ist spätestens nach der Medi), dann wird Absicht nur temporär aufgelöst während der Meditation.

    Ja, das stimmt. Zurück "in der Welt" empfiehlt sich dann wieder richtige (weltliche) Absicht.

    Mabuttar:

    Oder ist es das Ziel langfristig mit dem Denken aufzuhören?

    Nein.

    Viele Grüße
    Elliot

    Viele Grüße

    Elliot

    Einmal editiert, zuletzt von Elliot (14. August 2011 um 19:27)

  • Hanzze
    Gast
    • 14. August 2011 um 19:26
    • #18

    Mabuttar,

    Sehr verbreitet ist bei uns (den modernen Menschen) das man sich gleich auf die hohen Ziele stürzt. Deshalb bitte zuerst um den weltlichen Achtfachen Pfad kümmern bis das Rad anfängt zu rollen (ohne das man die Einzelnen Glieder und ihren Zusammenhang noch nicht ganz versteht), sonst kommt da nur wieder ein Absichtskonstrukt und keine rechte Absicht auf.

    Ein Bhikkhu (oder jemand der das Hausleben verlassen hat und sich gänzlich der Meditation widmet) hat schon allem entsagt, der braucht sich nicht mehr um das Entsagen kümmern. Man sollte bitte immer sehen wo man gerade steht.

    Einmal das weltliche Leben wirklich losgelassen und rechte Ansicht gewonnen, wir man nichts mehr aufs neue ergreifen. *schmunzel* Es kommt, ist und geht wieder fort. Nur das was man zum Erhalt seines Lebens benötigt wird man annehmen, der Rest zieht einfach nur vorbei.

  • sumedhâ
    Gast
    • 14. August 2011 um 19:37
    • #19

    @ Hanzze,
    hast du eine ahnung wie es mir hier in rumänien ergehen würde wenn ich "auf allmosen gang" ginge?
    das dorf in dem ich lebe besteht zum grßen teil aus zigeunern, die leute haben keine arbeit, ausser als tageslöhner, sie kommen nicht aus dem dorf wenn sie kein auto haben, sie leben von heute auf morgen, hätten aber gerne mehr, was sie sich durch das verdiente nicht kaufen können, stehlen sie dann eben........ich könnte dir eine menge sachen aufzählen und trotzdem könntest du nur weitgehend ahnen - eben aus deiner erfahrung, wie es hier abgeht.
    soll es nun heissen das ich den weg nicht "richtig" gehen kann?
    ich finde man sollte wirklich schauen wie es zu buddhaszeiten war und ob der weg der hauslosigkeit heute eine bedingung sein kann.

    LG

  • Hanzze
    Gast
    • 14. August 2011 um 19:52
    • #20

    Bei den Zigeunern wärst du sicher besser aufgehoben als in Deutschland, den diese wissen sehr gut was Leiden ist und was es bedeutet hungrig zu sein, wenn man sie noch nicht "sozialisiert" hat, aber auch dort ist es zu kalt. Für wahre Bhikkunis sehe überhaupt keine Möglichkeit in der heutigen Zeit, ausser in einem Kloster, obwohl in Deutschland denke ich hätten Bhikkhunis eine gute Chance. Das Problem ist nur, dass Frauen zumeist zu sozial sind und sich nicht so leicht abgrenzen können.

    Arbeite an einem nächsten Dasein als Mann und sein deinem Mann eine gute Frau *zungezeig* *schmunzel* Zum Ausgleich Zazen ist gut!

  • sumedhâ
    Gast
    • 14. August 2011 um 20:13
    • #21
    Hanzze:

    Bei den Zigeunern wärst du sicher besser aufgehoben als in Deutschland


    ich bin bei den zigeunern ;o)

    Hanzze:

    den diese wissen sehr gut was Leiden ist und was es bedeutet hungrig zu sein, wenn man sie noch nicht "sozialisiert" hat


    das ist ein traum... die illusion per se....wenn sie hungrig sind vor allem wenn sie "durst" haben klauen, prügeln, vergewaltigen sie.
    als kind wollte ich immer mit den wanderzigeunern mit....auch son traum

    Hanzze:

    Arbeite an einem nächsten Dasein als Mann und sein deinem Mann eine gute Frau *zungezeig* *schmunzel* Zum Ausgleich Zazen ist gut!


    soll das ein witz sein?
    warum muss ich ein mann werden? gibt es da bestimmte vorteile, ich finde ich bin richtig so wie ich bin.
    eine gute frau bin ich ihm sicher, die frage ist was man unter "einer guten frau" versteht....
    ich halte nichts von ABMs, zum ausgleich gehe ich vieleicht in garten, wenn ich aber richtig bedenke ist es kein ausgleich, es sei denn vom garten.

    was machst du zum Ausgleich?

  • Hanzze
    Gast
    • 14. August 2011 um 20:23
    • #22

    *hahaha*

  • sumedhâ
    Gast
    • 14. August 2011 um 20:36
    • #23
    Hanzze:

    *hahaha*


    a ja.....

  • mirco
    Gast
    • 15. August 2011 um 17:33
    • #24
    accinca:
    mirco:


    Absicht löst sich, wie oben im Zitat erlesbar, in der zweiten Sammlung auf.
    Begriffliches Denken löst sich ebenfalls in der zweiten Sammlung auf.
    Dadurch ist mir klar geworden, das Absicht an begriffliches Denken
    gebunden ist und nur dadurch zum Ausdruck kommen kann.


    Aja, jetzt verstehe ich was du meinst. Genau danach ist Absicht keine
    Wille im sinne einer Neigung sondern ein bewußtes Denken. Etwas das
    ein gerade geborenes Kleinkind noch nicht hat. Hingegen ein Wollen ja
    schon vielfach vorhanden ist.

    Alles anzeigen


    Ich habe nämlich bisher die durch die Absicht entstandenen Gefühle
    ebenfalls noch der Absicht zugeordnet.


    Alles Gute :)

  • Grund
    Punkte
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    Beiträge
    6.483
    Mitglied seit
    18. Juni 2011
    • 15. August 2011 um 19:00
    • #25

    Starker Tobak

    CD scheint heute noch kein Zazen gehabt zu haben ... oder es war besch...


    Grüße
    TM

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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