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Gottheiten im Buddhismus?

  • Winddancer
  • 26. März 2008 um 18:42
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  • Simo
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    • 21. November 2012 um 10:25
    • #26
    Sukha:

    Beim Buddha-Dhamma geht es aber letztendlich darum, die Dinge so zu sehen wie sie wirklich sind und sich nicht in weiteren Vorstellungen zu ergehn.

    ()

    Genau, dazu dienen die Gottheiten ja. Aber das musst du nicht verstehen, da du aus einer anderen Tradition kommst.

    Kein "Ich" - keine Probleme.

  • nyalaana
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    • 21. November 2012 um 16:19
    • #27

    So um 1900 wurden einige Übersetzungen von Texten des tibetischen Buddhismus erstellt. Die damaligen Übersetzer waren christlich geprägt, deswegen wählten sie einige Begriffe die man heute so sicher nicht mehr wählen würde. Der Begriff Gottheit ist für Yidam und Boddhisattvas meiner Meinug nach ein wenig unglücklich. Ich kenne nichts im tibetischen Buddhismus was die Stellung eines monotheistischen Schöpfergottes/Gottheit einnehmen würde. Und auch die Gottheiten von den polytheistischen Weltbildern die ich kenne sind etwas ganz anderes als die Yidams und Boddhisattvas. Durch den Begriff Gottheiten werden leider viele falsche Vorstellungen mit dem verknüpft was dann tatsächlich Yidams etc sind. Ja sie sind ähnlich den Heiligenbildern auf Thangkas abgebildet (Heiligenschein Ikonographie Symbolik). Ja man sitzt davor und man könnte denken da betet jemand das Bild an. Aber es ist ganz anders. Jetzt genau zu definieren was sie sind ist ein wenig schwieriger. Manche waren reale Menschen, manche sind Ausstrahlungen von Buddha, manche sind Meditationshilfen die man visualisiert während eines Rituals oder einer Meditation. In manchen erkennt man Gottheiten aus dem Hinduismus oder dem Bön wieder.

    In der Einteilung der Welt in die 6 Bereiche des Lebens gibt es den Bereich der Höllen, den Bereich der Hungrigen Geister, den Bereich der Tiere, den der Menschen, den der Halbgötter und den der Götter. Diese Einteilung hat viel mit dem Hindusimus zu tun. Alle monotheistischen und polytheistischen Götter die Wir so kennen "leben" im Bereich der Götter. Im Bereich der Halbgötter wären zB die Titanen, Cyklopen und einige andere übermenschlichen Wesen der Mythologien anzusiedeln.

  • raterZ
    Gast
    • 29. November 2012 um 23:18
    • #28

    was sie sind: eigenständige entitäten. zumindestens einige. sie repräsentieren aber zusätzlich auch bewusstseinszustände. die dämonologie im tibetischen buddhismus ist eben nicht einfach, weil sie natürlich auch auf der leerheit gründet. nur so lässt sich erklären, wie bspw. solche schützer unfälle verhindern können, aber auch geistige störungen aus dem weg räumen. es ist eben nicht so: hier bin ich und da ist der gott oder der dämon. das ist eben das spiel der absoluten mit der relativen ebene. das macht den unterschied zu anderen religionen aus.
    wenn man das ganze aber darauf runter reduziert, dass diese götter nur bewusstseinszustände repräsentieren, dann ist das imo. nicht korrekt.

    ich hab jetzt schon ein paar entitäten "gespürt". wenn man ein bisschen erfahrung mit sowas hat, dann merkt man recht schnell, wenn kräftige geistwesen im raum sind.

  • Lirum Larum
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    Buddh. Richtung
    Ich protestiere gegen den mangelnden Respekt vor den unterschiedlichen Traditionen.
    • 30. November 2012 um 08:24
    • #29
    raterZ:

    ....
    wenn man das ganze aber darauf runter reduziert, dass diese götter nur bewusstseinszustände repräsentieren, dann ist das imo. nicht korrekt.


    Es sei denn, man reduziert die gesamte relative Ebene auf Bewusstseinszustände. Es gibt ja durchaus Schulrichtungen, die meinen, die gesamte Welt sei nicht nur geist-geschaffen, sondern vollkommen illusionär (Nur-Geist-Schule). Andere Richtungen , z.B. Madhyamaka von Nagarjuna, meinen, die relative Ebene existierte zwar - irgendwie - aber was in unserer Wahrnehmung ankomme sei pure Täuschung.
    Von daher halte ich diese Diskussion über "echt oder nicht" immer für ein ganz klein wenig müßig. Darüber zu diskutieren, ob die Eindrücke, die man so hat, wohl echt seien, darauf kommt kaum jemand.


    Zitat

    ich hab jetzt schon ein paar entitäten "gespürt". wenn man ein bisschen erfahrung mit sowas hat, dann merkt man recht schnell, wenn kräftige geistwesen im raum sind.


    Ja, ich auch. Und zwar so deutlich, dass ich es nicht mag, wenn jemand behauptet, ich hätte einen "Glauben". Ich glaube gar nichts, ich gucke nur.
    Somit kann ich auch nie beurteilen, was echt oder unecht sei - ich weiß nur, für mich ist es da.

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • Turmalin 1
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    • 6. Januar 2013 um 10:41
    • #30

    es gibt eben die Yiddams. Ich habe kein deutsches Wort dafür. Es ist eben nicht so, dass ich jemanden spüre. Das nennt man nur in der Kurzfassung so. Wenn die Empfindug da ist, ein Ich oder Selbst zu sein, gibt es keine Begegnung mit einem Yiddam. man glaubt nichts, man erinnert sich nicht an das Bild eines Yiddams. Die Energie des Erinnerns an ein Objekt ist etwas, was im dualen Bewusstsein geschiet. In gewisser Weise ein Krampf im Stirnchakra.

  • dhammacakkhu
    Gast
    • 8. Januar 2013 um 20:17
    • #31

    Die Anfangsfrage gibt es oder gibt es nicht ist falsch gestellt, denn diese geht von den Begriffen "Sein" und "Nicht-Sein" aus. Als Möglichkeiten der Erfahrung gibt es Götter genau so viel oder so wenig, wie das was wir Leben oder Körper oder Materie oder Arbeitskollegen nennen und an das die meisten leider ganz fest glauben.
    Solange aber noch Götter, Arbeitskollegen, ein Jemand, der man zu sein glaubt erscheinen ist auf dieser Ebene der Weg zu gehen.
    Fazit: Wenn Kontakt mit höheren Wesen hilfreich bei der Entwicklung der heilsamen Fähigkeiten ist, dann ist das ein legitimes Mittel. Irgendwann ist ds alles zu übersteigen.
    Hilfreich: S 12.15 = sehr kurz, aber unglaublich tief und dicht
    M 117 = der Weg auf verschiedenen Stufen
    M 1 = nur für Leute mit Teilzeitarbeit; sehr schwer, aber lohnend
    M 114 = ethische Orientierung leicht gemacht

  • Turmalin 1
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    • 13. Januar 2013 um 13:47
    • #32

    die Vorstellung, irgendwann einmal völlig frei von dem Gefühl zu sein, ein Jemand zu sein, ist, denke ich schon sehr hoch gegriffen. man muss auch mal die Angst vor der Erfahrung der Leerheit bedenken. Auch, wenn diese Erfahrung nur ganz anfänglich auftritt. Wohingegen eine Vorstellung wie: Tara beschützt mich zwar naiv ist, aber man hat das manchmal nötig. :) Besonders wenn man sich zu weit aus dem Fenster gelehnt hat, was die andere Erfahrung betrifft.

  • Max Schenzle
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    • 20. Januar 2013 um 17:57
    • #33

    Hallo,
    wie ich im Dighanikayo sah spricht der Erhabene von drei Arten von Göttern: Die vier Weltengötter, die 33 Götter. der Götterbote. Zwischen Samsara und Jenseits gibt es auch für Götter eine
    Hierarchie. Durch Bewährung können sie wieder aufsteigen.
    Oft wird behauptet,dass es im Buddhismus keinen Gott gebe. Da ich da anderer Meinung bin und Gotamo Buddho auch, so kann ich nur empfehlen, den Pali-Kanon zu lesen, vor allem den zweiten Band, Dighanikayo, die Längere Sammlung.

    anando

  • accinca
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    • 23. Januar 2013 um 13:26
    • #34
    sakko:

    Oft wird behauptet,dass es im Buddhismus keinen Gott gebe.
    Da ich da anderer Meinung bin und Gotamo Buddho auch, ...


    Natürlich sollte man nicht ignorieren, das der Buddha von regen Kontakt
    mit Götter gesprochen hat. Allerdings gibt es keinen allmächtigen und
    ewigen Gott der alles geschaffen hätte, aber nicht besser hinbekommen hat,
    und nun einen Plan entdeckt oder sich ausgedacht hätte die Welt die ihm
    genehm ist vor der Verdammnis (die es ohne ihn als Schöpfer von allem
    nicht gegeben hätte) zu retten. Einen solchen Gott oder Dämon gibt
    es nach der Lehre des Buddha nicht.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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