Schau, auch wenn man das nicht sehen mag, aber das parami geben erfüllt man, wenn man so weit ist, mit dem aufgeben des Weltlichen und Geben was immer man nicht braucht. So kann man das parami in jedem Leben erfüllen und braucht nicht endlos in Samsara herumschwirren. Deshalb gab Buddha diesen sicheren Weg. Zu glauben, das man die Erfüllung der Paramis umgehen kann, entspricht auch nicht dem Palikanon, soweit ich das sehe. Buddha zeigt einen kurzen und sicheren Weg und leitet nicht andere dazu an, es ihm Mühsam nachzutun.
Was das Erlangen der Erleuchtung in einer Umgebung die (ich denke da findet sich sicher auch ein Sutta, das das erwäht) gewisse Umstände nicht erfüllen kann wahrscheinlich schwierig macht, kann man vielleicht an den Verwirklichten erkennen.
Ich habe noch keine Anzeichen (Wesen die höchste Erleuchtung erlangt haben) gesehen, die dem widersprechen. Ich denke daher kommt auch der Gedanke einer besseren Möglichkeit (wie man sie zum Beispiel vielleicht deutlicher im Amitaba erkennen kann).
Ich kann nicht davon ausgehen, dass du bedingtes Entstehen und Abhängigkeit in der modernen Welt erkennst, selbst die meisten praktizierenden in der Asiatischen Welt fallen auf die Illusion herein. Vielleicht hast du einmal die Möglichkeit sehr sehr einfach zu leben, und die Zeit dir alles genau anzusehen. Den Baum fallen siehst wenn du an Klopapier denkst. Das Schwein sterben siehst wenn du an Essen denkst. Den Wald brennen siehst wenn du über Gemüseanbau nachdenkst. Die Anstrengung und das Leid siehst wenn du dir eine Hütte bauen möchtest... Wenn du wirklich den Grund des Leidens selbst erkennst, nicht als Teilzeitbeschäftigung sondern dort wo du dich wirklich damit auseinandersetzen musst.
Alleine Bodhisattvagelübte zu erfinden, dann auch noch diese zu beschreiben... sehe ich als einen reinen Egotripp. Sich selbst als einen zu bezeichnen der den Boddhisatvaweg geht, kann man leicht und oft auch nicht zu unrecht als heuchlerisch sehen. Ihn zu gehen ist eine sehr noble Tat, aber daraus eine Tugend zu machen und diese auch noch zu verkaufen ist einfach nur schwach, sehr schwach, vorallem wenn man nicht ein bischen loslässt, sondern nur auf andere Weise errichtet, aufbaut und erhält. Wie möchte man in dieser weise seine Paramis erfüllen. Das geht nicht.
Die Schneide zwischen Größenwahn und wahrer Tugend ist auf diesen Weg sehr schafft. Auch diesen Weg kann man nur alleine gehen, oder gibt es Erzählungen wo der Bodhisattva als Guru erfolgreich seine Paramis weiter erfüllt hat? Wie sollte man das Bodhisattvawesen lehren? Das hat man oder man hat es nicht, weil die karmischen Voraussetzungen eben passen oder nicht. Ich sehe es als verantwortungslos an, so viele Wesen auf eine Irr-Reise zu schicken, ohne selbst Befreiung erlangt zu haben.
Das was Buddha getan hat, dass tut man einfach, wenn man dem folgen möchte. Die rechte Absicht sollte für alle Schulen, die sich Schulen entsprechend dem Buddhadharma bezeichnen gleich sein. Zum seinem eigenen Wohle und zum Wohle aller anderen, geht man den achtfachen Pfad und zieht seine Karte aus dem Spiel nach und nach heraus.
Ich kann mir nicht vorstellen, das selbst in Mahayana Texten ein Modell wie diese Kommune angeführt ist.
Und nur, dass kein Missverständnis aufkommt, ich halte persönlich nicht viel von einem Leben das man nach einem Schriftstück-Vinaya ausrichtet. Wenn man aber die Dinge so weit versteht, dass man auch Vinaya sehr leicht versteht und sie als wahre und leicht annehmbare Regeln versteht, kann man sich dieser mit gutem gewissen anvertrauen.
Das Regelwerk dient ja nicht nur für seinen eigenen Weg, sondern zum Erhalt der Gemeinschaft. Geht man den Weg wirklich alleine, reicht die rechte Absicht vollkommen aus, alles andere ergibt sich von selbst.
Zitat"And what is right resolve? Being resolved on renunciation, on freedom from ill-will, on harmlessness: This is called right resolve."
Das ist alles was man für den Bodhisattvaweg braucht wenn man ihn alleine geht. Damit erfüllt man automatisch die Paramis und auch wird man immer auf dem Weg sein die vier Edlen Wahrheiten selbst zu ergründen.
Mit dem Training im Nichtanhaften, steht man immer auf der Seife.
*schmunzel*