1. Übersicht
  2. Forum
  3. Lexikon
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
Dieses Thema
  • Alles
  • Dieses Thema
  • Dieses Forum
  • Seiten
  • Forum
  • Lexikon
  • Termine
  • Erweiterte Suche
  1. Buddhaland Forum
  2. Buddhismus
  3. Allgemeines zum Buddhismus

Viel der Feinde - Metta bedeutet Wohlwollen

  • Hanzze
  • 29. Juli 2011 um 21:40
  • Zum letzten Beitrag
  • Hanzze
    Gast
    • 29. Juli 2011 um 21:40
    • #1
    Zitat

    Metta bedeutet Wohlwollen

    Ajaan Fuang, mein Lehrer, entdeckte einst, das eine Schlange in sein Zimmer gekrochen war. Jedes mal wenn er den Raum betrat sah er wie sie an einen versteckten Platz hinter einem Kasten verschwand. Selbst die Idee die Türe über Tags offen zu lassen brachte die Schlange nicht dazu das Zimmer zu verlassen. So lebten sie für drei Tage miteinander. Er war sehr vorsichtig, die Schlange nicht zu erschrecken und ihr das Gefühl der Bedrohung durch seine Anwesenheit zu geben. Am Abend des dritten Tages, als er in Meditation saß, wandte er sich jedoch still in seinem Geist an die Schlange. Er sagte: „Sieh, es ist nicht, dass ich dich nicht mag. Ich habe keine schlechten Gefühle für dich. Aber unser Geist arbeitet in verschiedener Weise. Es wäre daher leicht, dass dadurch ein Missverständnis zwischen uns entsteht. Nun, da ist genügend Platz in den Wäldern wo du ohne dem Unbehagen wie du es mit mir hast leben kannst.“ Und als er dort sitzend Gedanken von metta gegenüber der Schlange ausströmte, verschwand die Schlange.

    Als Ajaan Fuang mir die Geschichte zum ersten Mal erzählte, hielt sie mich an inne zuhalten und mein Verständnis von Metta zu überdenken. Metta ist ein Wunsch für Glück – wahres Glück – und Buddha hielt an, diesen Wünsch für einen selbst und für alle anderen zu entwickeln:
    „Mit metta für das gesamte Universum, kultiviere ein grenzenloses Herz“ (Sn 1.8 ) .

    Aber was ist die emotionale Qualität die mit dem Wunsch einhergeht? Viele Leute definieren es als „liebevolle Freundlichkeit“ und fügen dem eine Verlangen für andere dazusein hinzu: sie in ehren zu halten, sie mit Innigkeit zu versorgen, verpflegen und zu beschützen. Die Idee Gefühle wie Liebe für alle zu empfinden klingt sehr nobel und emotional zufriedenstellend. Aber wenn du wirklich anhältst an alle Lebenwesen in diesem Universum zu denken, sind da viele von ihnen, die – wie die Schlange – mit Argwohn und Angst auf deine liebevolle Freundlichkeit reagieren würden. Anstelle sich nach deiner Liebe zu sehnen, würden sie lieber alleine gelassen werden.
    Dieses Verständnis von metta ist vor allem durch das Wort selbst im Pailkanon geboren. Die Pali Sprache hat ein anderes Wort für Liebe – pema – wohingegen metta mit dem Wort mitta, oder Freund, verwandt ist. Allumfassendes Metta ist Freundlichkeit für alle. Die Tatsache, das diese Freundlichkeit mit Wohlwollen gleichgestellt ist, zeigt sich in den vier Passagen im Kanon, wo Buddha Redewendungen empfahl, die man im Geist aufrecht erhalten sollte um Gedanken von metta zu entwickeln. Die Redewendungen beinhalten eine klare Anleitung und nicht nur eine emotionale Qualität die metta zu Grunde liegt, sie tragen auch zum Verständnis des Glücks bei und erklärt warum es weise und realistisch ist, metta für alle zu entwickeln.

    Der erste Abschnitt der Redewendungen enthält eine Passage in der Buddha empfiehlt sich gegen Gedanken von Übelwollen zu stellen. Diese Redewendungen werden täglich in allen Theravada Gemeinden der Welt rezitiert: „Mögen diese Wesen – frei von Feindseligkeit, frei von Unterdrückung, und frei von Last – mit Leichtigkeit selbst auf sich achten.“ AN 10:176

    Achte auf die letzte Bemerkung: „Mögen sie mit Leichtigkeit auf sich selbst achten.“ Du sagst hier nicht, dass du für alle Zeiten für alle Wesen da bist. Und die meisten Wesen wären glücklicher zu wissen, dass sie sich auf sich selber stützen können, als von dir abhängig zu sein. Ich hörte einmal einen Dharma Lehrer sagen, dass er gerne in einer Welt ohne Leiden leben würde, denn dann wäre es ihm nicht möglich seine Mitgefühl auszudrücken – welches wenn man darüber nachdenkt, ein extrem selbstsüchtiger Wunsch ist. Er braucht andere Personen die Leiden, so das er sich gut fühlen kann sein Mitgefühl auszudrücken? Eine bessere Haltung wäre: „Mögen alle Wesen glücklich sein. Mögen es allen möglich sein, mit Leichtigkeit auf sich selbst zu achten.“ In dieser Form können sie das Glück der Unabhängigkeit und des Selbstvertrauens genießen.

    Einen anderer Abschnitt von Redewendungen findet man im Karaniya Metta Sutta. Sie beginnen mit dem einfachen Wunsch von Glück.

    Glücklich, ruhend,
    mögen alle Wesen im Herzen glücklich sein
    Welch Wesen da immer sein mag,
    schwach oder stark, ohne Ausnahme,
    lange, groß,
    durchschnittlich, kurz,
    schleichend, offenkundig,
    gesehen und ungesehen,
    nahe oder fern,
    geboren oder nach Geburt trachtend:
    Mögen alle Wesen im Herzen glücklich sein.

    Dann aber folgt ein Wunsch, dass alle Wesen von den Ursachen sie unglücklich machen Abstand nehmen:

    Lasse niemanden einen anderen täuschen
    oder irgend jemand irgendwo verachten
    oder mit Hass oder Widerstand
    anderen Leiden wünschen.
    Sn 1:8

    Im Wiederholen dieser Redewendungen wünscht man nicht nur das alle Wesen glücklich sind sondern auch, dass sie davon abhalten mögen Taten zu setzen die zu schlechtem Karma führen, zu deren eigenem Unglück. Du bemerkst, dass Glück von Taten abhängt: Das Leute wahres Glück finden, müssen sie die Ursachen von Glück verstehen und demnach auch handeln. Wenn es von etwas abhängt das andere verletzt, wird es nicht lange halten. Jene die verletzt werden, werden mit Sicherheit alles tun um dieses Glück zu zerstören. Und dann ist da die reine Eigenschaft von Sympathie: Wenn du jemanden leiden siehst, ist dies schmerzvoll. Wenn du nur ein bisschen Einfühlsvermögen hast, ist es schwer glücklich zu sein, wenn du weißt, dass dein Glück Leiden für andere bewirkt.

    Nun nochmals, wenn du Wohlwollen ausdrückst, heißt das nicht, dass du für alle zu jeder Zeit da bist. Du wünscht das die Wesen weiser werden wie man wahres Glück findet und für sich selbst da sind.
    Das Karaniya Metta Sutta führt fort auszudrücken, dass wenn du diese Haltung entwickelst, du in selber Weise schützen mögest, wie eine Mutter ihr einziges Kind beschützen würde.

    Wie eine Mutter ihre Leben einsetzen würde
    Um ihr Kind zu schützen, ihr einziges Kind,
    eben in dieser Weise sollte einer ein grenzenloses Herz kultivieren
    gerichtet an alle Wesen.

    Manche Personen missverstehen diesen Abschnitt - tatsächlich übersetzen es viele Übersetzer falsch – im Gedanken das Buddha uns erklärt, wir sollen uns allen Lebenwesen in selber Weise hingeben wie sich eine Mutter ihrem einzigen Kind hingeben würde. Aber das ist in Wahrheit nicht was er damit sagt. Um darauf einzugehen, erwähnt er das Wort „sich hingeben“ in keiner Weise. Und Anstelle einer Parallele zwischen „das einzige Kind zu schützen“ und „alle andere Lebewesen zu beschützen“ zu ziehen, ziehen er eine Parallele zwischen „das Kind Beschützen“ und „unser Wohlwollen zu schützen“. Dies passt auch zu den anderen Lehren des Kanons. Nirgend wo erklärt er Leuten ihr Leben hinzuschmeißen um jede Untat und Ungerechtigkeit in dieser Welt abzuhalten, aber er preist seine Anhänger an gewillt zu sein, selbst ihr Leben für ihre Tugenregeln aufzugeben:

    „So wie der Ozean stabil ist und nicht die Gezeitenlinie übersteigt, in selber Weise übersteigen meine Schüler – selbst für Preis ihres Lebens – nicht die Trainingsreglen die ich für sie formuliert habe.“ Ud 5:5

    Dieser Vers enthält eine ähnliche Stimmung: Du sollst dem Kultivieren und Schützen deines Wohlwollens zugeneigt sein, um sicher zu gehen, dass deine Tugendhaften Absichten nicht schwanken. Dies passiert aus dem Grund, dass du niemanden verletzen möchtest. Verletzen kann dir sehr leicht passieren, wenn da ein Fehler in deinem Wohlwollen ist, daher unternehme was immer du kannst, um diese Haltung stets zu beschützen. Das ist der Grund warum Buddha gegen Ende des Suttas sagt, dass man entschlossen sein soll diese Form der Achtsamkeit zu üben: Die Achtsamkeit allen Wesen Glück zu wünschen im Geist zu behalten, um sicher zu gehen, dass dies stets die Absicht allem unseren Tuns stützt. Darum hat Buddha auch ganz explizit empfohlen, in Situationen in denen dies sehr wichtig ist und ganz besonders schwierig ist, Gedanken von metta zu kultivieren um eine geschickte Absicht zu erhalten: wenn andere dich verletzen und wenn du bemerkst das du andere verletzt hast.
    Wenn dich andere mit ihren Worten oder Taten verletzen – „Selbst wenn Banditen dabei sind dich wild in Teile zu schneiden, Glied für Glied, mit einer Zweigriffesäge“ – empfahl Buddha den Geist in dieser Weise zu trainieren:

    Unser Geist wird unangetastet bleiben und wir werden kein böses Wort verlieren. Wir werden verständnisvoll bleiben, mit einem Geist von Wohlwollen und keinem inneren Hass. Wir werden dabei bleiben diese Leute mit Achtsamkeit getränkt in Wohlwollen durchdringen, mit dem beginnend werden wir werden wir die allumfassende Welt mit einer Achtsamkeit getränkt in Wohlwollen durchdringen – überströmend, ausdehnend, unmessbar, frei von Feindseligkeit, frei von Übelwollen.
    MN 21

    Dies tuend, sagte Buddha, formst du deinen Geist so ausdehnend wie der Ganges oder so groß wie die Erde – mit anderen Worten, größer als die Verletzungen dieser Leute oder dem was sie dir bedrohen anzutun. Er selbst verkörperte diese Lehre nach dem Trachten Devadattas nach seinem Leben. Wie er zu Mara meinte – der kam um über ihn zu spotteten während er sich von einer schmerzvollen Verletzung ausrastete – „Ich lege mich in Sympathie gegenüber allen Wesen nieder.“ (SN 4.13) Wenn du diese befreite Haltung in deinem Geist im Angesicht großen Schmerzes aufrecht erhalten kannst, wird dich das Verletzen, dass dir andere antun können nicht überwältigend erscheinen und du bist weniger dazu geneigt in ungeschickter Weise zu reagieren. Du stellst Schutz – für beide, dich selbst und für andere – gegen ungeschickte Handlungen bereit, denen du in anderer Weise zugeneigt wärst.

    Für die Gelegenheiten in denen du merkst das du andere verletzt hast, empfahl Buddha zu verstehen, dass Gewissenbisse, so wie auch eine hinterherfolgende Entschuldigung, die Verletzung nicht rückgängig machen. In jedem Fall beschließt man die verletzende Tat nicht nochmals zu tun. Danach strahlt man Gedanken von Wohlwollen in alle Richtungen aus.
    Dies bewältigt mehrere Dinge. Es erinnert dich an deine eigene Güte, sodaß du nicht – in Verteidigung deines Selbstbildes – zu dieser Art Verleugnung zurückfällst, die verweigert zu erkennen, daß irgend eine Verletzung begangen wurde. Es stärkt deine Entscheidung daran festzuhalten, dass du entschlossen bist nicht zu verletzen. Und es drängt dich dazu deine Handlungen zu untersuchen, um deren wirkliche Auswirkung zu sehen: Wenn eine deiner anderen Gewohnheiten verletzend ist, möchtest du diese beenden bevor sie weitere Verletzungen verursachen. Mit anderen Worten möchtest du, dass dein Wohlwollen nicht nur eine ungefestigte, dahinschwimmende Idee ist. Du wünschst es penibelst, dies auf das Wesentliche all deiner Interaktionen mit anderen anzuwenden.
    In dieser Weise wird dein Wohlwollen ehrlich. Und es wird auch nicht beeinträchtigt. Das ist der Grund warum wir von Beginn an diese Haltung entwickeln: um sicher zu gehen, das es Gedanken, Wörter und Taten anstiftet, in einer Art die zu Glück und Unversehrtheit aller führt.

    Letztlich ist da ein Abschnitt in dem der Buddha die Mönche eine Rezitation, die Wohlwollen für alle Schlangen und anderen schleichenden Wesen verbreitet, lehrt. Die Geschichte erzählt, dass ein im Wald meditierender Mönch von einer Schlange gebissen wurde und starb. Die Mönche teilten dieses dem Buddha mit und er erwiderte damit, dass wenn der Mönch Wohlwollen gegenüber allen vier großen Familien von Schlangen verbreitet hätte, die Schlange ihm nicht gebissen hätte. Dann lehrte Buddha eine Rezitation, die nicht nur metta gegenüber den Schlangen, sondern auch gegenüber allen anderen Wesen ausdrückt.

    Ich habe Wohlwollen für fußlose Wesen ,
    Wohlwollen für zweibeinige Wesen,
    Wohlwollen für vierbeinige Wesen,
    Wohlwollen für vielfüßige Wesen.
    Mögen fußlose Wesen mich nicht verletzen.
    Mögen zweibeinige Wesen mit nicht verletzen.
    Mögen vierbeinige Wesen mich nicht verletzen
    Mögen vielfüßige Wesen mich nicht verletzen.
    Mögen alle Kreaturen, alle atmenden Dinge
    alle Wesen
    jedes und alle
    mit guter Fügung zusammentreffen.
    Möge keines von ihnen an Schlechtes kommen.
    Grenzenlos ist der Buddha,
    grenzenlos ist das Dhamma,
    grenzenlos ist die Sangha.
    Da sind Grenzen für kriechende Kreaturen:
    Schlangen, Skorpione, Tausendfüßler,
    Spinnen, Dechsen und Raten.
    Ich habe diese Absicherung gemacht,
    Ich habe diesen Schutz gemacht.
    Mögen die Wesen abweichen.

    Die letzte Bemerkung dieser Darstellung von metta zieht die Wahrheit in Erwägung, daß das Zusammenleben oft schwierig ist – speziell zwischen Wesen verschiedener Gattung die einander verletzen können – und die glücklichste Methode die allen gerecht wird, oft unverletzend getrennt zu leben ist.
    Diese unterschiedlichen Wege metta darzustellen zeigt, daß metta nicht notwendiger Weise die Qualität von liebvoller Freundlichkeit hat. Metta besteht besser aus einem Gedanken wie Wohlwollen, aus zwei Gründen. Der erste ist, daß Wohlwollen eine Haltung ist, die für jeden ohne Sorge vor Heuchlerei und Unwirklichkeit, ausdrückbar ist. Diese versteht, dass Leute wirklich glücklich werden können, jedoch nicht aufgrund deiner Fürsorge für sie, aber durch deren eigene geschickten Handlungen und das Glück aufgrund von Eigenständigkeit größer ist, als jenes, welches aus Abhängigkeit erwächst. Der zweite Grund ist, dass Wohlwollen ein geschickteres Gefühl gegenüber jenen, die deiner Liebevollengüte gegenüber misstrausich sind oder daraus einen Nutzen ziehen wollen, ist. Da sind möglicherweise Leute die du in der Vergangenheit verletzt hast, die lieber nie wieder etwas mit dir zu tun haben wollen, so wäre die Intimität von liebevoller Freundlichkeit eher eine Quelle des Schmerzes als die der Freude für sie. Da sind weiters Leute die, wenn sie bemerken, dass du liebevolle Freundlichkeit ausdrückst, schnell davon Nutzen ziehen würden. Weiters sind da draußen zahlreiche Tiere, die sich durch jede Art des Ausdruckes von Liebe durch einen Menschen bedroht fühlen würden. In diesem Fall würde ein distanzierterer Sinn für Wohlwollen – das du dir selbst versprichst niemals diese Leute oder diese Wesen zu verletzen – besser für jeden Beteiligten sein. Das bedeutet nicht, dass liebevolle Freundlichkeit niemals eine angemessene Ausdrucksweise von Wohlwollen ist. Du mußt einfach nur wissen, wann es angebracht ist und wann nicht. Wenn du wirklich metta für dich selbst und andere fühlst, kannst du nicht dein Verlangen nach warmen Gefühlen von Liebe und Innigkeit zulassen und dich gefühllos gegenüber dem was tatsächlich ein höchst geschickter Weg wäre um wirkliches Glück für alle zu mehren, zu geben.

    Thanissaro Bhikkhu

    Alles anzeigen

    unprofessionell *schmunzel* übersetzt aus Metta means goodwill (englisch/pdf-file)

    Einmal editiert, zuletzt von Anonymous (30. Juli 2011 um 04:48)

  • Grund
    Punkte
    32.810
    Beiträge
    6.483
    Mitglied seit
    18. Juni 2011
    • 29. Juli 2011 um 22:03
    • #2

    "Metta bedeutet Wohlwollen" ist auch wieder so eine Festlegung, die nur jemand überprüfen kann der Pali gelernt hat. Da dies die wenigsten sein werden, kannst du hier vielen irgendwas erzählen.

    Ist "Wohlwollen" denn aktiv oder passiv?


    Grüße
    TM

  • accinca
    Reaktionen
    706
    Punkte
    57.021
    Beiträge
    11.216
    Mitglied seit
    31. Dezember 2007
    • 29. Juli 2011 um 22:10
    • #3
    TMingyur:

    "Metta bedeutet Wohlwollen" ist auch wieder so eine Festlegung, die nur jemand überprüfen kann der Pali gelernt hat.


    Viele sagen auch Mitgefühl weil Wohlwollen ein Mitfühlen beinhaltet.
    Aber Wohlwollen ist auch ganz eindeutig ein Aspekt von Metta.

  • 2dA
    Reaktionen
    1
    Punkte
    1.261
    Beiträge
    249
    Mitglied seit
    15. Oktober 2010
    • 29. Juli 2011 um 22:15
    • #4
    Hanzze:
    Zitat

    Metta bedeutet Wohlwollen


    Ich finde es geradezu lustig nachdem man sich nachmittags mit Forum-Hickhack beschäftigt hat, abends ein Wohlwollen-Aushängeschild reinzustellen.

    LG

  • Hanzze
    Gast
    • 30. Juli 2011 um 04:52
    • #5

    Echt, war da hick hack? *schmunzel* Na ja, das übersetzten hat schon ein paar Stunden gedauert. Was man alles für eindrücke haben kann. Hast du dich mit dem Text beschäftigt? Sicher ist es gut, sich auch mit den Eindrücken zu beschäftigen, sie sind nur oft sehr hinderlich. *schmunzel*

  • Hanzze
    Gast
    • 30. Juli 2011 um 05:25
    • #6
    TMingyur:

    "Metta bedeutet Wohlwollen" ist auch wieder so eine Festlegung, die nur jemand überprüfen kann der Pali gelernt hat. Da dies die wenigsten sein werden, kannst du hier vielen irgendwas erzählen.
    Ist "Wohlwollen" denn aktiv oder passiv?
    Grüße
    TM


    Das Schöne ist ja, dass es Menschen gibt, die hängen dann noch 6 A4 Seiten hinten an, um eben genau festzustellen, dass sich die Dinge nicht so festnageln lassen. Manchmal machen sich diese Menschen auch deshalb die mühe, weil viele gewisse Dinge schon sehr festgenagelt haben. Ich weis, du hattes Gestern einen harten Dinglichkeits vs. Nichtdinglichkeitstag.

    Ob Wohlwollen aktiv ist oder nicht, steckt doch im Wort "Wille". Ab welchem Zeitpunkt du einen geistigen Vorgang als aktiv oder passiv bezeichnest, weiß ich nicht. Aber meine Vermutung sagt mir, dass es sehr lange etwas sehr bewusst aktives sein muß, bis es sich vielleicht zu einer gewohnheitsmäßigen Haltung wird und dann vielleicht nicht mehr aktiv sein muß. *schmunzel* Was jemanden betrifft, der so einen Text schreibt, denke ich kann man sicher aktiv sagen, zumindest ist das was nach der Haltung (ob sie jetzt schon eine "gefestigte", eine "aufflackernde", oder eine "aktivierte" ist weis ich in diesem Fall nicht) herauskommt (die Taten während des Aufrechtseins von der Haltung/Willen metta daraus). Der Auslöser war sicher ein Gedanke von karuna, oder Weiheit, dass weiß ich nicht so genau.
    Was so Leute betrifft, die das irgendwann in ein Forum stellen, denke ich, dass es immer auch lustig sein kann, so wie 2dA bereits bemerkt.

    Was das Prüfen betrifft, hast du natürlich recht. Der Autor, wollte denke ich, nur ein paar Dinge aufzeigen und aus einem anderen Licht betrachten Die Argumente sind sicher prüfenswert. Ich kenne auch Menschen die sind in beeindruckender weise Sprachgelehrt, aber könnten sich doch nicht einmal ein Feuer für einen Tee machen, geschweige den mit Leiden umgeben. Da dürfte nicht unbedingt der Schlüssel zum Erfolg im Verständnis liegen.

    Was den Text betrifft, denke ich, enthält er sicher ein paar gute Ansätze die zu überdenken sind. Ob man sich nun selbst damit auseinandersetzt oder nicht, lässt sich nicht durch andere Beeinflussen. Ich empfehle aber jeden, sich mit dem englischen Text auseinander zu setzten und natürlich am besten so wie du schreibst mit dem Palitext, wenn man sich wortgefestigt in eine Diskussion werfen möchte.

    Ohh, schon wieder so viel des Geschwätzes. Man möge mir verzeihen *schmunzel* ...unheilsam in einem endlosen Strom. als ich neben dem "hick hack" *schmunzel* gegen 3 nochmal den Text umlesen hatte, dachte ich mir, manchmal wäre es gut Dinge einfach nur zu beherzigen und im "passiv" sein liegt mit Sicherheit ein großer Segen. *schmunzel* Metta ist sicher klüger als so manches kuscheln und kümmern wollen.

    Das pflegen dieser Haltung ist aus meiner Erfahrung ein wahrer Schutz vor Unheil, was meinst du?

  • Grund
    Punkte
    32.810
    Beiträge
    6.483
    Mitglied seit
    18. Juni 2011
    • 30. Juli 2011 um 07:12
    • #7
    accinca:
    TMingyur:

    "Metta bedeutet Wohlwollen" ist auch wieder so eine Festlegung, die nur jemand überprüfen kann der Pali gelernt hat.


    Viele sagen auch Mitgefühl weil Wohlwollen ein Mitfühlen beinhaltet.
    Aber Wohlwollen ist auch ganz eindeutig ein Aspekt von Metta.

    Das ist sehr gut ausgedrückt.
    Warum?
    Weil es da heißt "Wohlwollen ist auch ... ein Aspekt von Metta". "ein Aspekt von Metta" hört sich schon ganz anders an als "Metta bedeutet Wohlwollen". Letzteres müsste "Metta bedeutet u.a. auch Wohlwollen" lauten, wenn es die angemessenere Bedeutung von accinca's Formulierung wiedergeben sollte.
    "Metta bedeutet Wohlwollen" liest sich wie eine exklusive Festlegung ... und so etwas wird wohl kaum angemessen sein.


    Grüße
    TM

  • Hanzze
    Gast
    • 30. Juli 2011 um 07:23
    • #8

    Verstehe einen Titel, wie eine Schlagzeile. *schmunzel* Was meinst du, ist es aus diesem Aspekt vielleicht gut sich solcher "Koder" oder wie hast du es mal genannt, zu bedienen?
    Auch das Wort metta zu benutzen ist nicht angemessen wenn man es falsch versteht. *schmunzel*

    Aber zu deinem Betreben zurück, was währen deiner Ansicht nach die anderen Aspekte von metta?

  • Grund
    Punkte
    32.810
    Beiträge
    6.483
    Mitglied seit
    18. Juni 2011
    • 30. Juli 2011 um 07:54
    • #9
    Hanzze:

    Verstehe einen Titel, wie eine Schlagzeile. *schmunzel* Was meinst du, ist es aus diesem Aspekt vielleicht gut sich solcher "Koder" oder wie hast du es mal genannt, zu bedienen?
    Auch das Wort metta zu benutzen ist nicht angemessen wenn man es falsch versteht. *schmunzel*

    Aber zu deinem Betreben zurück, was währen deiner Ansicht nach die anderen Aspekte von metta?

    Ich kann deine Frage nicht beantworten, weil ich zu wenig über Metta und was darüber geschrieben und gelehrt wird weiß. Ich habe auch Übersetzungen wie "liebende Güte" schon gehört/gelesen.

    Mir ist die Begrifflichkeit des tibetischen Buddhismus da geläufiger und da redet man einfach von "Liebe" und "Mitgefühl" und definiert die Bedeutung dieser Begriffe im Kontext der Lehre.


    Grüße
    TM

  • Hanzze
    Gast
    • 30. Juli 2011 um 08:24
    • #10

    Ich denke, dass gerade diese geläufigen Definitionen genau die Motivation für diese Erklärung im Text von metta ist.

    Das du einerseits ganz klar behauptest, dass kann so nicht sein und drei Posts weiter erklärst, du hast zu wenig über was gelehrt wird weißt, verstehe ich nicht. Was Liebe und Mitgefühl betrifft, so gibt es für diese Worte ja entsprechende im Pali. Der text geht aber gar nicht so sehr auf begrifflichkeit ein, sondern auf eine Erklärung von dem Schutzmittel Metta und desser Gefahren, wenn man es falsch versteht. *schmunzel*

    Ohne Wohlwollen Dharma zu praktizieren, kann ich mir nicht vorstellen, ist es doch das Fundament der rechten Absicht.

  • Grund
    Punkte
    32.810
    Beiträge
    6.483
    Mitglied seit
    18. Juni 2011
    • 30. Juli 2011 um 08:56
    • #11
    Hanzze:

    Das du einerseits ganz klar behauptest, dass kann so nicht sein und drei Posts weiter erklärst, du hast zu wenig über was gelehrt wird weißt, verstehe ich nicht.


    Wenn ich einen Stein in den Teich werfe, kannst du gebannt die Wellen verfolgen, die sich bilden. Du kannst es aber auch bleiben lassen. So viel zur ersten Anmerkung.

    Bei der zweiten habe ich accinca's Aussage als angemessener bezeichnet, was sie wohl auch ist.

    Hannze:


    Was Liebe und Mitgefühl betrifft, so gibt es für diese Worte ja entsprechende im Pali. Der text geht aber gar nicht so sehr auf begrifflichkeit ein, sondern auf eine Erklärung von dem Schutzmittel Metta und desser Gefahren, wenn man es falsch versteht. *schmunzel*

    Ohne Wohlwollen Dharma zu praktizieren, kann ich mir nicht vorstellen, ist es doch das Fundament der rechten Absicht.


    Das mag schon sein. Aber es ging ja um den Begriff Metta und dessen Bedeutung.

    Grüße
    TM

  • Hanzze
    Gast
    • 30. Juli 2011 um 09:59
    • #12
    Zitat

    Aber es ging ja um den Begriff Metta und dessen Bedeutung.


    Wo steht das, das die Wellen die du verursachst und beobachten möchtest, das Thema sind. Etwas weiter weg vom Fokus wird man vielleicht sehen, dass diese "deine" Wellen neben den anderen nur aufgesetzt erscheinen. Selbst die Oberfläche des Ganzen Teiches bewegt sich in Wellenform. Ist es nicht das weiter und weiter Zurücktreten um einen rechten Überblick zu bekommen?
    Diese eigene Welle als Orientierung ist ein hilfreiches Beobachtungsobjekt. Ausgangspunkt und auch Ruhepunkt. Das Zuspitzen ist aber immer nur ein Werkzeug. Ich denke es ist gut, stets einen Schritt des Lockerlassens zu wagen. Manchmal ist der Geist schon scharf genug und man merkt es nicht *schmunzel*

  • 2dA
    Reaktionen
    1
    Punkte
    1.261
    Beiträge
    249
    Mitglied seit
    15. Oktober 2010
    • 30. Juli 2011 um 10:15
    • #13
    Hanzze:

    Hast du dich mit dem Text beschäftigt? Sicher ist es gut, sich auch mit den Eindrücken zu beschäftigen, sie sind nur oft sehr hinderlich. *schmunzel*


    Genau. Zu viele schöne Worte.

    LG

  • Grund
    Punkte
    32.810
    Beiträge
    6.483
    Mitglied seit
    18. Juni 2011
    • 1. August 2011 um 14:38
    • #14
    Zitat

    Da, ihr Mönche, durchdringt ein Mensch mit einem von Güte erfüllten Geiste die eine Himmelsrichtung, ebenso die zweite, dritte und vierte; oben, unten, quer inmitten durchdringt er überall, allerwärts die ganze Welt mit einem von Güte erfüllten Geiste, einem weiten, umfassenden, unermeßlichen, von Haß und Übelwollen befreiten. Daran erfreut er sich nun, hat Verlangen danach, fühlt sich darin glücklich. Dabei verharrend, dahin geneigt, häufig darin verweilend, ohne darin nachzulassen, erscheint er nach dem Tode unter den Göttern der Brahmawelt wieder. Deren Lebenszeit aber währt eine Weltperiode. Ein Weltling nun, der seine Lebenszeit dort abgelebt und so viele Jahre, wie eine Lebenszeit jener Gottheiten währt, dort vollständig zugebracht hat, geht zur Hölle, zur Tierwelt oder ins Gespensterreich. Ein Jünger des Erhabenen aber, der dort seine Lebenszeit abgelebt und so viele Jahre, wie die Lebenszeit jener Gottheiten währt, dort vollständig zugebracht hat, er erreicht in eben jenem Dasein die völlige Wahnerlöschung. Das, ihr Mönche, ist der Unterschied, dies das Kennzeichen, dies die Verschiedenheit, die zwischen einem kundigen, edlen Jünger und einem unkundigen Weltling besteht, hinsichtlich der Daseinsfährte und der Wiedergeburt.

    http://palikanon.com/angutt/a04_121-150.html#a_iv125


    Grüße
    TM

  • Hanzze
    Gast
    • 1. August 2011 um 16:33
    • #15

    Lieber TM,

    ich erlaube mir das ganze Sutta zu posten, da es sonst missverstanden werden kann und vielleicht der eine oder andere sich vor metta fürchtet, was vollkommen widersinnig wäre. Die Aussage des Suttas hat einen ganz anderen Schwerpunkt. Es ist sicher gut, wenn man ein paar Worte hinzufügt, wenn man etwas herausstreicht. *schmunzel*

    Zitat

    A.IV.125 Weltling und Heiliger II - 5. Paṭhama-mettā Sutta

    Vier Menschen, ihr Mönche, sind in der Welt anzutreffen. Welche vier?

    Da, ihr Mönche, durchdringt ein Mensch mit einem von Güte erfüllten Geiste die eine Himmelsrichtung, ebenso die zweite, dritte und vierte; oben, unten, quer inmitten durchdringt er überall, allerwärts die ganze Welt mit einem von Güte erfüllten Geiste, einem weiten, umfassenden, unermeßlichen, von Haß und Übelwollen befreiten. Daran erfreut er sich nun, hat Verlangen danach, fühlt sich darin glücklich. Dabei verharrend, dahin geneigt, häufig darin verweilend, ohne darin nachzulassen, erscheint er nach dem Tode unter den Göttern der Brahmawelt wieder. Deren Lebenszeit aber währt eine Weltperiode. Ein Weltling nun, der seine Lebenszeit dort abgelebt und so viele Jahre, wie eine Lebenszeit jener Gottheiten währt, dort vollständig zugebracht hat, geht zur Hölle, zur Tierwelt oder ins Gespensterreich. Ein Jünger des Erhabenen aber, der dort seine Lebenszeit abgelebt und so viele Jahre, wie die Lebenszeit jener Gottheiten währt, dort vollständig zugebracht hat, er erreicht in eben jenem Dasein die völlige Wahnerlöschung. Das, ihr Mönche, ist der Unterschied, dies das Kennzeichen, dies die Verschiedenheit, die zwischen einem kundigen, edlen Jünger und einem unkundigen Weltling besteht, hinsichtlich der Daseinsfährte und der Wiedergeburt.

    Ferner noch, ihr Mönche: da durchdringt ein Mensch mit einem von Mitleid - von Mitfreude - von Gleichmut erfüllten Geiste die eine Himmelsrichtung, ebenso die zweite, dritte und vierte; oben, unten, quer inmitten durchdringt er allerwärts in allem sich wiedererkennend, die ganze Welt in einem von Mitleid - Mitfreude - Gleichmut erfüllten Geiste, einem weiten, umfassenden, unermeßlichen, von Haß und Übelwollen befreiten. Daran erfreut er sich nun, hat Verlangen danach, fühlt sich darin glücklich. Dabei verharrend, dahin geneigt, häufig darin verweilend, ohne darin nachzulassen, erscheint er nach dem Tode unter den Strahlenden Göttern - den All-leuchtenden Göttern - den Reichgesegneten Göttern wieder. Deren Lebenszeit aber währt eine Weltperiode - zwei Weltperioden - vier Weltperioden - fünfhundert Weltperioden. Ein Weltling nun, der seine Lebenszeit dort abgelebt und so viele Jahre, wie eine Lebenszeit jener Gottheiten währt, dort vollständig zugebracht hat, geht zur Hölle, zur Tierwelt oder ins Gespensterreich. Ein Jünger des Erhabenen aber, der dort seine Lebenszeit abgelebt und so viele Jahre, wie die Lebenszeit jener Gottheiten währt, dort vollständig zugebracht hat, er erreicht in eben jenem Dasein die völlige Wahnerlöschung. Das, ihr Mönche, ist der Unterschied, dies das Kennzeichen, dies die Verschiedenheit, die zwischen einem kundigen, edlen Jünger und einem unkundigen Weltling besteht, hinsichtlich der Daseinsfährte und der Wiedergeburt.

    Diese vier Menschen, ihr Mönche, sind in der Welt anzutreffen.

    A.IV.126 Wiedergeburt in den Reinen Gefilden II - 6. Dutiya-mettā Sutta

    Da, ihr Mönche, durchdringt ein Mensch mit einem von Güte - Mitleid - Mitfreude - Gleichmut erfüllten Geiste die eine Himmelsrichtung, ebenso die zweite, dritte und vierte . . .

    Was es da aber an Körperlichkeit gibt, an Gefühl, Wahrnehmung, geistigen Bildekräfte und an Bewußtsein, alle diese Dinge betrachtet er als vergänglich, als leidvoll und siech, als einen Schwären, einen Dorn, ein Übel, eine Bürde, als etwas Fremdes und Hinfälliges, als leer und ichlos.

    Bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, erscheint er dann unter den Göttern der Reinen Gefilde wieder. Diese Art der Wiedergeburt, ihr Mönche, wird den Weltlingen nicht zuteil.

    Diese vier Menschen, ihr Mönche, sind in der Welt anzutreffen.

    Alles anzeigen
  • Grund
    Punkte
    32.810
    Beiträge
    6.483
    Mitglied seit
    18. Juni 2011
    • 1. August 2011 um 16:42
    • #16
    Hanzze:

    Lieber TM,

    ich erlaube mir das ganze Sutta zu posten, da es sonst missverstanden werden kann und vielleicht der eine oder andere sich vor metta fürchtet, was vollkommen widersinnig wäre.

    War nicht von mir beabsichtigt, dass sich jemand davor zu fürchten beginnt. Beabsichtigt war die Differenzierung zwischen Weltling und Nicht-Weltling im Kontext der metta-Übung im weiteren Kontext der Befreiung.


    Grüße
    TM

  • Hanzze
    Gast
    • 1. August 2011 um 16:48
    • #17

    Das dachte ich mir, aber auch das soll nicht heißen, dass es nicht Sinnvoll ist sich in metta auch als Weltling zu üben, genau diese Idee könnte durch das unterstreichen aufkommen.
    Vielmehr weist es meiner Ansicht nach darauf hin, dass auch die 4 unermesslichen nicht all zu lange Sinn haben, wenn man seine Gewöhnheiten nicht ändert und sich der Sinneslust weiter frönt. *schmunzel*

  • Grund
    Punkte
    32.810
    Beiträge
    6.483
    Mitglied seit
    18. Juni 2011
    • 1. August 2011 um 16:59
    • #18
    Hanzze:

    Das dachte ich mir, aber auch das soll nicht heißen, dass es nicht Sinnvoll ist sich in metta auch als Weltling zu üben, genau diese Idee könnte durch das unterstreichen aufkommen.
    Vielmehr weist es meiner Ansicht nach darauf hin, dass auch die 4 unermesslichen nicht all zu lange Sinn haben, wenn man seine Gewöhnheiten nicht ändert und sich der Sinneslust weiter frönt. *schmunzel*

    Die Vorzüge der rechten metta Übung liegen meiner Einschätzung nach darin, dass sie zu einer "Entkrampfung", "Entspannung", in gewissem eingeschränkten Sinne also zu einem "Loslassen" führen. Dies kann dann zur Sammlung/Konzentrationsübung weiter verwendet werden, welche dann Einsicht fördern kann.

    Ob jemand, der "der Sinneslust frönt" die metta übung derart auszuführen im Stande ist, oder ob es aus Gewohnheit nur zum Anhaften an einem weiteren Objekt (nämlich an dem "metta-Gefühl") kommt, darüber wage ich nicht zu spekulieren.


    Grüße
    TM

  • zenbo
    Gast
    • 1. August 2011 um 17:05
    • #19

    lieber hanzze

    also ich bin so froh das du dich in deinen threads immer so kurz fasst! :D

    lieber gruss robo

  • Hanzze
    Gast
    • 1. August 2011 um 17:12
    • #20
    Zitat

    Ob jemand, der "der Sinneslust frönt" die metta übung derart auszuführen im Stande ist, oder ob es aus Gewohnheit nur zum Anhaften an einem weiteren Objekt (nämlich an dem "metta-Gefühl") kommt, darüber wage ich nicht zu spekulieren.


    Genau diese Spekulation wird in diesen Suttas genommen, denke ich. Das dies bis zu einem gewissen Grad geht sehen wir bei sehr vielen Menschen und ich denke das genau dieses auch sehr oft in anderen Traditionen passiert.

    Ich sag jetzt mal notorische Nichtanhafter zu diesen Praktizierenden *schmunzel* Das dahinter sicher nie die wirklich reinen vier Unermesslichen stehen können, darin möchte ich dir aus meiner Sicht recht geben.

    Zitat

    Die Vorzüge der rechten metta Übung liegen meiner Einschätzung nach darin, dass sie zu einer "Entkrampfung", "Entspannung", in gewissem eingeschränkten Sinne also zu einem "Loslassen" führen. Dies kann dann zur Sammlung/Konzentrationsübung weiter verwendet werden, welche dann Einsicht fördern kann.


    Es in dieser Weise zu betrachten und vielleicht auf die Idee kommen, diese vier unermesslichen Ausser acht zu lassen, gelingt nur in einer illusorischen Welt. "Liefert" man sich seinem Karma aus, wir man ohne dem Schutz von metta aufgrund seiner Altlasten nicht lange überleben. Auch werden die anderen Unermesslichen im täglichen Leben nicht gerade hilfreich sein. Sich auf so eine Praxis einzulassen ist wohl nur in der bewachten klimatisierten Einzelzelle möglich. In einer sterilen Umgebung sozusagen. *schmunzel*
    Die Mettaübung so zu reduzieren würde ich für "gefährlich" halten.

  • Hanzze
    Gast
    • 1. August 2011 um 17:16
    • #21
    robozo:

    lieber hanzze
    also ich bin so froh das du dich in deinen threads immer so kurz fasst! :D
    lieber gruss robo


    Naja, wo anders möchte ich immer nur mitreden *schmunzel* Aufmerksamkeitsmangel.

    Obwohl sie ihr Pferd haben, geben sie dennoch keine Ruh.

  • Lauscher
    Gast
    • 1. August 2011 um 17:17
    • #22

    Metta alleine zu praktizieren geht gar nicht.
    Ist nicht viel anders als Drogen zu nehmen . . .
    Deshalb wird auch nicht die 3. sondern die 4. Vertiefung so hochgehalten.

    _()_

  • Grund
    Punkte
    32.810
    Beiträge
    6.483
    Mitglied seit
    18. Juni 2011
    • 1. August 2011 um 17:44
    • #23
    Hanzze:
    Zitat

    Die Vorzüge der rechten metta Übung liegen meiner Einschätzung nach darin, dass sie zu einer "Entkrampfung", "Entspannung", in gewissem eingeschränkten Sinne also zu einem "Loslassen" führen. Dies kann dann zur Sammlung/Konzentrationsübung weiter verwendet werden, welche dann Einsicht fördern kann.


    Es in dieser Weise zu betrachten und vielleicht auf die Idee kommen, diese vier unermesslichen Ausser acht zu lassen, gelingt nur in einer illusorischen Welt. "Liefert" man sich seinem Karma aus, wir man ohne dem Schutz von metta aufgrund seiner Altlasten nicht lange überleben. Auch werden die anderen Unermesslichen im täglichen Leben nicht gerade hilfreich sein. Sich auf so eine Praxis einzulassen ist wohl nur in der bewachten klimatisierten Einzelzelle möglich. In einer sterilen Umgebung sozusagen. *schmunzel*
    Die Mettaübung so zu reduzieren würde ich für "gefährlich" halten.


    Da mag die Herangehensweise als interpretierende Sichtweise sich unterscheiden je nach individueller Denk-Neigung. Jedoch metta wenn recht geübt, unterscheidet sich nicht und ist unabhängig von der Herangehensweise als interpretierende Sichtweise.


    Grüße
    TM

  • Hanzze
    Gast
    • 1. August 2011 um 17:46
    • #24

    *dicker Daumen* *schmunzel*

  • zenbo
    Gast
    • 1. August 2011 um 17:52
    • #25
    Hanzze:
    robozo:

    lieber hanzze
    also ich bin so froh das du dich in deinen threads immer so kurz fasst! :D
    lieber gruss robo


    Naja, wo anders möchte ich immer nur mitreden *schmunzel* Aufmerksamkeitsmangel.

    Obwohl sie ihr Pferd haben, geben sie dennoch keine Ruh.

    ok, schau doch mal noch bei "philosophie und andere..." ich hab da noch meinen senf zu osho dazugegeben.

    http://www.buddhaland.de/viewtopic.php?f=11&t=6613

    lieber gruss robo

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

  1. Impressum
  2. Datenschutzerklärung
  3. Nutzungsbedingungen
Community-Software: WoltLab Suite™ 6.1.18
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App bei Google Play
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App im App Store
Download