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  1. Buddhaland Forum
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Ohne Wiedergeburt - eine sinnlose Lehre?

  • Lauscher
  • 26. Juli 2011 um 07:26
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  • Geronimo
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    • 26. Juli 2011 um 10:26
    • #26
    Lauscher:


    meinst du wirklich in dem Vergänglichen Glück zu finden?
    _()_

    Absolut, um für den Moment bis zum Ende meine Triebe befriedigen zu können, da hätte ich überhaupt keine Sorgen. Aber mein Weg ist es nun auch nicht mehr.

    Von Bedrohung ist auch nicht die Rede, nur von Perspektive. Und wenn ich nicht davon ausgehen würde, das meine Taten neue Existenzen (Nicht Ich werde wiedergeboren, sondern die Früchte meiner Handlungen) nach sich ziehen würden, dann bräuchte ich auf meine Handlungen auch keine größere Rücksicht nehmen.

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
    Wichtig ist, besser zu sein als du gestern warst. (Dogen)

  • zenbo
    Gast
    • 26. Juli 2011 um 10:29
    • #27

    lieber geronimo

    für manche macht die lehre NUR ohne wiedergeburt sinn, manche wollen einfach meditieren,sich selber zuhören, die lehre interessiert sie gar nicht, andere sind fasziniert vom ewigen kreislauf der vergänlichkeit, wieder andere interessiert das problem der dualität bzw, non dualität.

    buddhismus macht meiner meinung nach auf viele arten sinn, ich finde es auch gut wenn man sich das nimmt was einen interessiert.

    das fliessen aller dinge, und das es eine welt jenseits des denkens gibt sind für mich mehr als genug um glücklich zu sein .

    lieber gruss robo

    Einmal editiert, zuletzt von Anonymous (26. Juli 2011 um 10:30)

  • Geronimo
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    • 26. Juli 2011 um 10:29
    • #28
    Bambus:
    Geronimo:

    Man muss sich die Menschen doch nur einmal näher anschauen. So viele komplett unterschiedliche Charaktere mit total individuellen Neigungen und Anlagen, die sich schon in der Kindheit offenbaren und ihr Leben bestimmen. Die Talentierten, die weniger Talentierten, die Klugen, die weniger Klugen, die Hübschen, die weniger Hübschen, usw. und ihre dadurch angenehmen oder weniger angenehmen Leben.

    Was sich da herausbildet hat eine Ursache, die nicht einfach auf Mutter und Vater basiert; das geht tiefer. Und so funktioniert auch die Lehre lebensübergreifend sehr gut.

    Und warum kann das nicht schlichter Zufall sein?

    Der Körper und das Gehirn sind sehr komplexe Gebilde. Kleine, zufällige, Änderungen können große Auswirkungen haben die nach außen hin wie "geplant" aussehen.

    Wer bedingtes Entstehen als richtig akzeptiert muss nicht akzeptieren dass mein "Ich" (das Bewusstsein das meinen Fingern die Befehle gibt dies hier zu tippen) irgendwelche Beziehungen zu einem früheren oder späteren Leben hat.

    Ich sehe ehrlich gesagt nichts das auf Zufall basiert in dieser Welt.

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
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  • Geronimo
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    • 26. Juli 2011 um 10:33
    • #29
    robozo:

    lieber geronimo

    für manche macht die lehre NUR ohne wiedergeburt sinn, manche wollen einfach meditieren,sich selber zuhören, die lehre interessiert sie gar nicht, andere sind fasziniert vom ewigen kreislauf der vergänlichkeit, wieder andere interessiert das problem der dualität bzw, non dualität.

    buddhismus macht meiner meinung nach auf viele arten sinn, ich finde es auch gut wenn man sich das nimmt was einen interessiert.

    das fliessen aller dinge, und das es eine welt jenseits des denkens gibt sind für mich mehr als genug um glücklich zu sein .

    lieber gruss robo

    Ist auch legitim, imo. Für jeden Topf den passenden Deckel. Aber warum einige dann immer gleich ubertreiben und sagen "das gibt es nicht!"... Ich halte mir da lieber alle Möglichkeiten offen, gehe jedoch tendenziell von weiteren Geburten aus.

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
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  • Bambus
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    • 26. Juli 2011 um 10:35
    • #30
    Geronimo:

    Ich sehe ehrlich gesagt nichts das auf Zufall basiert in dieser Welt.

    Klassisches Beispiel: Radioaktiver Zerfall.

    Klar beziffern kann man die durchschnittliche Menge von Zerfallsprozessen innerhalb eines gesetzten Zeitraums. Nicht benennbar ist der Zerfallszeitpunkt eines spezifischen Atoms. Es geschieht zufällig.

    Von mehreren Theorien, die die gleichen Sachverhalte erklären, ist die einfachste allen anderen vorzuziehen.

    Die Leute von denen Du am meisten lernen kannst sind die mit denen Du nicht einer Meinung bist.

  • Dorje Sema
    Gast
    • 26. Juli 2011 um 10:38
    • #31
    Zitat

    Lauscher:
    ???
    Bekehren???
    War nie meine Absicht.

    Habe ich auch niemandem nachgesagt oder unterstellt.
    Es war eher als zu aufmerkendes achtsames Understatement angedacht.

    añjalī अञ्जलि
    Dorje Sema

  • zenbo
    Gast
    • 26. Juli 2011 um 10:38
    • #32
    Geronimo:

    Ist auch legitim, imo. Für jeden Topf den passenden Deckel. Aber warum einige dann immer gleich ubertreiben und sagen "das gibt es nicht!"... Ich halte mir da lieber alle Möglichkeiten offen, gehe jedoch tendenziell von weiteren Geburten aus.

    ich weiss genau was du meinst, manche leute realisieren meiner meinung nach nicht das das leben ein grosses wunder ist, solange ich nichts sicher weiss werde ich gar nichts ausschliessen, auch die existenz gottes nicht.

    lieber gruss robo

  • Geronimo
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    • 26. Juli 2011 um 10:39
    • #33
    Bambus:
    Geronimo:

    Ich sehe ehrlich gesagt nichts das auf Zufall basiert in dieser Welt.

    Klassisches Beispiel: Radioaktiver Zerfall.

    Klar beziffern kann man die durchschnittliche Menge von Zerfallsprozessen innerhalb eines gesetzten Zeitraums. Nicht benennbar ist der Zerfallszeitpunkt eines spezifischen Atoms. Es geschieht zufällig.

    Das ist sicher so eine Unschärferelationssache. Im größeren Rahmen jedoch bilden die Wahrscheinlichkeiten wieder ein Ursache-Wirkung-Komplex.

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
    Wichtig ist, besser zu sein als du gestern warst. (Dogen)

  • Dorje Sema
    Gast
    • 26. Juli 2011 um 10:45
    • #34
    Zitat

    Bambus: Wer bedingtes Entstehen als richtig akzeptiert muss nicht akzeptieren dass mein "Ich" (das Bewusstsein das meinen Fingern die Befehle gibt dies hier zu tippen) irgendwelche Beziehungen zu einem früheren oder späteren Leben hat.

    Wie wahr: Anguttara Nikaya III.62 Titthāyatanādi Sutta

    »Ist es wahr, Verehrte, daß ihr, wie es heißt,
    behauptet und der Ansicht seid:
    was auch immer der Mensch empfindet, sei es Wohl oder Wehe oder weder Wohl noch Wehe,
    daß dies alles bedingt ist durch frühere Tat?«
    Derart von mir befragt, stimmten jene mit »Ja« bei.
    Ich aber sprach zu ihnen:
    »Demnach also, Verehrte, würden die Menschen infolge früherer [vorgeburtlicher] Tat zu Mördern, Dieben, Unkeuschen, Lügnern, Zuträgern, Schimpfbolden, Schwätzern, Habgierigen, Gehässigen und Irrgläubigen?«
    Wahrlich, ihr Mönche, denjenigen,
    die sich auf frühere Tat als das Entscheidende berufen,
    fehlt es an Willensantrieb und Tatkraft und [an einem Anlaß] dieses zu tun oder jenes zu lassen.

    Weil sich nun aber hieraus wirklich und gewiß keine Notwendigkeit ergibt für ein [bestimmtes] Tun oder Lassen, so verdienen solche geistig Unklare und unbeherrscht Lebende nicht die Bezeichnung als Asketen.
    Dies ist mein erster begründeter Vorwurf gegen jene Asketen und Priester, die solches behaupten, solcher Ansicht sind.
    «

    añjalī अञ्जलि
    Dorje Sema

  • Bambus
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    • 26. Juli 2011 um 10:56
    • #35
    Geronimo:

    Das ist sicher so eine Unschärferelationssache. Im größeren Rahmen jedoch bilden die Wahrscheinlichkeiten wieder ein Ursache-Wirkung-Komplex.

    Genau. Aber wo ist die Grenze? Durch eine Kausalitätskette kann ein einzelner zufälliger atomarer Zerfall Auswirkungen in unserer sichtbaren Welt haben. Stichtwort Schmetterlingseffekt

    Wo ziehst Du jetzt die Grenze. Wo gibt es Zufall und wo nicht?

    Worum es mir ging: Komplexe Charaktereigenschaften von Menschen sind kein Beleg für eine frühere, personelle Existenz. Das meine jetzigen Handlungen Auswirkungen auch noch nach meinem körperlichen Tod haben werden halte ich für sicher. Aber mein oben genanntes "Ich" hört mit meinem Tod auf zu existieren. Was mich antreibt jetzt in diesem Leben positive Handlungen zu begehen und negative möglichst zu vermeiden hat zwei Gründe:

    - Ich möchte in diesem meinem subjektiv gefühlten Leben möglichst eigenes Leid vermeiden.
    - Ich möchte anderen Wesen (welchen denen ich begegne oder auch welchen die nach meinem Tod durch meine Handlungen beeinflusst werden) kein Leid zufügen.

    Von mehreren Theorien, die die gleichen Sachverhalte erklären, ist die einfachste allen anderen vorzuziehen.

    Die Leute von denen Du am meisten lernen kannst sind die mit denen Du nicht einer Meinung bist.

  • monikamarie
    Gast
    • 26. Juli 2011 um 11:08
    • #36
    Bambus:

    ...
    Aber mein oben genanntes "Ich" hört mit meinem Tod auf zu existieren. Was mich antreibt jetzt in diesem Leben positive Handlungen zu begehen und negative möglichst zu vermeiden hat zwei Gründe:

    - Ich möchte in diesem meinem subjektiv gefühlten Leben möglichst eigenes Leid vermeiden.
    - Ich möchte anderen Wesen (welchen denen ich begegne oder auch welchen die nach meinem Tod durch meine Handlungen beeinflusst werden) kein Leid zufügen.

    Hi Bambus,
    genau das ist auch meine Triebfeder.
    Für mich ist es z. B. auch unverständlich, wie jemand glauben kann, es wäre dann ganz normal einfach so weiterzumachen wie bisher. Hat nicht die eigene Erfahrung schon gezeigt, dass Ursache und Wirkung ganz real zusammengehören? Dazu brauche ich aber keinen Lohn auf eine spätere bessere Geburt oder gar Nicht-Wiederkehr. Mir reicht der Lohn bereits hier und jetzt.

    Gerade meine Erfahrungen in jungen Jahren haben mich ja zu der Erkenntnis gebracht, dass ich jetzt Einfluss auf die zukünftigen Erfahrungen nehmen kann, indem ich jetzt und sofort eine Wende eingeleitet habe.
    Mich interessiert nur mein jetziges Wirken auf mich und meinen Nächsten, wer immer das gerade ist.

    Hierzu noch ein Zitat, das ich schon anderer Stelle einstellte:

    Zitat

    "In A IV 213 wird von einem betrunkenen Laien erzählt, der durch den Eindruck, den sein erstes Zusammentreffen mit dem Buddha bei ihm hinterlässt, nüchtern wird und während einer didaktisch abgestuften Lehrrede, die bei demselben ersten Zusammentragen gehalten wird, den Stromeintritt verwirklicht. ..."

    _()_ Monika

  • Kusala
    Gast
    • 26. Juli 2011 um 11:14
    • #37

    war doppelt

    2 Mal editiert, zuletzt von Anonymous (26. Juli 2011 um 11:35)

  • Geronimo
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    • 26. Juli 2011 um 11:14
    • #38
    Bambus:
    Geronimo:

    Das ist sicher so eine Unschärferelationssache. Im größeren Rahmen jedoch bilden die Wahrscheinlichkeiten wieder ein Ursache-Wirkung-Komplex.

    Genau. Aber wo ist die Grenze? Durch eine Kausalitätskette kann ein einzelner zufälliger atomarer Zerfall Auswirkungen in unserer sichtbaren Welt haben. Stichtwort Schmetterlingseffekt

    Wo ziehst Du jetzt die Grenze. Wo gibt es Zufall und wo nicht?

    Worum es mir ging: Komplexe Charaktereigenschaften von Menschen sind kein Beleg für eine frühere, personelle Existenz. Das meine jetzigen Handlungen Auswirkungen auch noch nach meinem körperlichen Tod haben werden halte ich für sicher. Aber mein oben genanntes "Ich" hört mit meinem Tod auf zu existieren. Was mich antreibt jetzt in diesem Leben positive Handlungen zu begehen und negative möglichst zu vermeiden hat zwei Gründe:

    - Ich möchte in diesem meinem subjektiv gefühlten Leben möglichst eigenes Leid vermeiden.
    - Ich möchte anderen Wesen (welchen denen ich begegne oder auch welchen die nach meinem Tod durch meine Handlungen beeinflusst werden) kein Leid zufügen.

    Ich ziehe da persönlich überhaupt keine Grenze, sondern sehe (versuche es zumindest) das gesamte Universum als eine Einheit. Nichts verschwindet einfach so, nichts taucht einfach so auf. Kippst du Tinte in ein Wasserglas, dann bilden sich da viele unterschiedliche Formen und Figuren, und man kann willkürlich eine näher betrachten und ihr allerlei gesonderte Eigenschaften zuschreiben; aber letztlich ist alles daran, so unabhängig das kleinste Detail auch wirkt, nur Tinte in einem Wasserglas.
    Oder noch besser vielleicht das klassische Beispiel mit dem Wasserstrudel, weil er so vollkommen in sich geschlossen wirkt.

    Wir sind doch wirklich nicht mehr als kleine Details in einem Meer von Zusammenhängen. Geht man zu nah heran, verliert man leicht den Blick für's größere Ganze, so wie ein Egoist ausschließlich auf seinen eigenen kleinen Details achtet, und nicht sieht das auch er von anderen Dingen abhängig ist.

    Es ist eben so schwierig für uns (heute) wissenschaftlich denkenden Menschen, da Emotionen und Gedanken so schwer messbar sind, von neuronalen Aktivitäten abgesehen. Aber ohne die entsprechende geistige Schulung ist es doch fast unmöglich die tieferen Zusammenhänge des eigenen Glücks zu erfassen. Und die beruhen ja offenkundig nicht auf Zufall.

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
    Wichtig ist, besser zu sein als du gestern warst. (Dogen)

  • Kusala
    Gast
    • 26. Juli 2011 um 11:15
    • #39

    Man kann doch nicht alle Lehrreden einfach ignorieren und streichen, wo es um karmische Gesetzmäßigkeiten geht. Oder?

    Zitat

    A.X.206 Die Tatenversiegung - 7. Paṭhama-sañcetanika Sutta

    Nicht, sage ich, ihr Mönche, gelangen die gewollten, gewirkten, aufgeschichteten Taten zur Versiegung, bevor man ihre Wirkung erfahren hat, sei es in diesem, dem nächsten oder einem späteren Leben. Und nicht, sage ich, kann man dem Leiden in Ende machen, bevor nicht die gewollten, gewirkten, aufgeschichteten Taten versiegt sind.

    Hier nun aber, ihr Mönche, ist die dem unheilsamen Willen entsprungene, leiderzeugende, leidgebärende, verderbliche Abirrung dreifach in Werken, vierfach in Worten und dreifach in Gedanken.

    Wie nun ist die dem unheilsamen Willen entsprungene, leiderzeugende, leidgebärende, verderbliche Abirrung dreifach in Werken, vierfach in Worten und dreifach in Gedanken?

    Hier folgt die ausführliche Erklärung der zehn unheilsamen Wirkensfährten wie in Text 176.

    Wegen der dem unheilsamen Willen entsprungenen, leiderzeugenden, leidgebärenen, verderblichen dreifachen Abirrung in Werken, vierfachen Abirrung in Worten und dreifachen Abirrung in Gedanken, gelangen die Wesen beim Zerfall des Leibes, ach dem Tode, in niedere Welt, auf eine Leidensfährte, in die Daseinsabgründe, in eine Hölle.

    Gleichwie nämlich, ihr Mönche, wenn man einen vollkommenen Würfel in die Luft wirft, derselbe, wohin er auch fällt, stets fest stehenbleibt; ebenso auch, ihr Mönche, gelangen wegen der dem unheilsamen Willen entsprungenen, leiderzeugenden, leidgebärenden, verderblichen dreifachen Abirrung in Werken, vierfachen Abirrung in Worten und dreifachen Abirrung in Gedanken die Wesen beim Zerfall des Leibes, nach dem Tode, in niedere Welt, auf eine Leidensfährte, in die Daseinsabgründe, in eine Hölle.

    Nicht, sage ich, ihr Mönche, gelangen die gewollten, gewirkten, aufgeschichteten Taten zur Versiegung, bevor man ihre Wirkung erfahren hat, sei es in diesem, dem nächsten oder einem späteren Leben. Und nicht, sage ich, kann man dem Leiden ein Ende machen, bevor nicht die gewollten, gewirkten, aufgeschichteten Taten versiegt sind.

    Hier nun ist die dem heilsamen Willen entsprungene, glückerzeugende, glückgebärende Bewährung dreifach in Werken, vierfach in Worten und dreifach in Gedanken.

    Wie nun ist die dem heilsamen Willen entsprungene, glückerzeugende, glückgebärende Bewährung dreifach in Werken, vierfach in Worten und dreifach in Gedanken?

    Hier folgt die ausführliche Erklärung der zehn heilsamen Wirkensfährten wie in Text 176.

    Wegen der dem heilsamen Willen entsprungenen, glückerzeugenden, glückgebärenden dreifachen Bewährung in Werken, vierfachen Bewährung in Worten und dreifachen Bewährung in Gedanken gelangen die Wesen beim Zerfall des Leibes, nach dem Tode, auf eine glückliche Fährte, in himmlische Welt.

    Gleichwie nämlich, ihr Mönche, wenn man einen vollkommenen Würfel in die Luft wirft, derselbe, wohin er auch fällt, stets fest stehenbleibt; ebenso auch, ihr Mönche, gelangen wegen der dem heilsamen Willen entsprungenen, glückerzeugenden, glückgebärenden dreifachen Bewährung in Werken, vierfachen Bewährung in Worten und dreifachen Bewährung in Gedanken die Wesen beim Zerfall des Leibes, nach dem Tode, auf eine glückliche Fährte, in himmlische Welt.

    Nicht, sage ich, ihr Mönche, gelangen die gewollten, gewirkten, aufgeschichteten Taten zur Versiegung, bevor man ihre Wirkung erfahren hat, sei es in diesem, dem nächsten oder einem späteren Leben. Und nicht, sage ich, kann man dem Leiden ein Ende machen, bevor nicht die gewollten, gewirkten, aufgeschichteten Taten versiegt sind.

    Alles anzeigen
    Zitat

    Samyutta Nikaya 56.49. Sineru I - Paṭhamasinerupabbatarāja Sutta

    "Gleichwie, ihr Mönche, wenn ein Mann auf dem Sineru, dem König der Berge, sieben bohnengroße Kiesel hinlegen würde. Was meint ihr da, ihr Mönche, was mehr ist, diese sieben dort hingelegten bohnengroßen Kiesel oder der Sineru, der König der Berge?"

    "Größer ist, o Herr, dies, nämlich der Sineru, der König der Berge. Gering sind die 7 dort hingelegten bohnengroßen Kiesel. Sie zählen nicht, sie können überhaupt nicht verglichen werden. Sie sind nicht ein Bruchteil des Sineru, des Königs der Berge, gegenüber den dort niedergelegten 7 bohnengroßen Kieseln".

    "Ebenso nun auch, ihr Mönche, hat ein edler Jünger, der in Ansicht bewährt ist, eine Person, die die Zeit gemeistert hat, viel mehr Leiden versiegt und aufgebracht, wenig nur ist noch übrig: es zählt nicht, kann überhaupt nicht verglichen werden. Es ist nicht ein Bruchteil gegenüber der früheren Leidensmasse, die versiegt und aufgebraucht ist, nämlich höchstens noch 7 Leben für den, der erkennt: 'Das ist das Leiden, das ist die Leidensentwicklung, das ist die Leidensauflösung, das ist das zur Leidensauflösung führende Vorgehen'. Da habt ihr euch, meine Mönche, dafür anzustrengen".

    Aber keine personelle Wiedergeburt. An-attha. Nur Ursache bedingte Entstehung. Diese Prozesshaftigkeit erlischt nicht nach dem körperlichen Zerfall. Alles karmische Konditionierungen. Nennt man Samsara :)

    Einmal editiert, zuletzt von Anonymous (26. Juli 2011 um 11:35)

  • accinca
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    • 26. Juli 2011 um 11:30
    • #40
    Kusala:

    Aber keine personelle Wiedergeburt. An-attha. Nur Ursache bedingte Entstehung. Diese Prozesshaftigkeit erlischt nicht nach dem körperlichen Zerfall. Alles karmische Konditionierungen. Nennt man Samsara :)


    Da es kein Leben und keinen Tod einer ewigen
    beharrenden Person gibt, dürfte das nicht verwundern.
    Ansonsten ist die Wiedergeburt so persönlich wie das
    Leben jetzt auch. Nicht mehr und vor allem auch nicht
    weniger als jetzt auch.

  • sand
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    • 26. Juli 2011 um 11:33
    • #41
    Geronimo:

    Man muss sich die Menschen doch nur einmal näher anschauen. So viele komplett unterschiedliche Charaktere mit total individuellen Neigungen und Anlagen, die sich schon in der Kindheit offenbaren und ihr Leben bestimmen. Die Talentierten, die weniger Talentierten, die Klugen, die weniger Klugen, die Hübschen, die weniger Hübschen, usw. und ihre dadurch angenehmen oder weniger angenehmen Leben

    bambus:

    - Ich möchte in diesem meinem subjektiv gefühlten Leben möglichst eigenes Leid vermeiden.
    - Ich möchte anderen Wesen (welchen denen ich begegne oder auch welchen die nach meinem Tod durch meine Handlungen beeinflusst werden) kein Leid zufügen.

    Geht es darum, ein möglichst angenehmes Leben zu haben? Ist das die Belohnung von guten Taten? So kann ich es nicht sehen. Gut, schlecht, hübsch, häßlich. Dualistische Ansichten, kulturell geprägt.
    Die schwerste Krankheit kann im übrigen zu tiefer Erkenntnis führen. Ist das dann Leid?

    Mit der Realisierung von anatta verlieren diese Unterschiede ihre Bedeutung.

    Ursache und Wirkung, Leben und Wiedergeburt sind nach meinem "Sehen" komplexer als persönliche Entwicklung. Bedingungen gestalten das "Jetzt", alles ist miteinander verbunden oder ist "eins".
    "Ich" bin nicht von Bedeutung. Meine Handlungen erzeugen Folgen. Von Bedeutung sind diese Folgen nicht. Sofern weder ich noch mein Gegenüber damit Vorstellungen/ Anhaftungen verbindet.
    Tuen wir aber. Also machen wir "Zwischenschritte" auf dem Weg, "gute Taten", "gutes Karma", die uns Bedingungen schaffen, die uns unsere Entwicklung ermöglichen.

    Daraus erschließt sich mir nicht, dass Wiedergeburt eine Voraussetzung ist, Erleuchtung zu erlangen.

  • Geronimo
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    • 26. Juli 2011 um 11:45
    • #42
    sand:


    Daraus erschließt sich mir nicht, dass Wiedergeburt eine Voraussetzung ist, Erleuchtung zu erlangen.

    Nee, aber wozu überhaupt nach Erleuchtung streben, wenn keine weiteren Geburten (durch unsere Handlungen) entstehen wurden?

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
    Wichtig ist, besser zu sein als du gestern warst. (Dogen)

  • Simo
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    • 26. Juli 2011 um 11:57
    • #43

    Selbst wenn Buddha sich geirrt haben sollte, uns es gibt keine Wiedergeburt, keine Erleuchtung, nichts der gleichen so hilft und die Lehre doch auch in dieser kurzen Lebenszeit, besser zu leben und zu sterben. Sie hat so oder so Sinn. Ethik, Meditation etc. sind nicht nur in einem nächsten Leben sinvoll, sondern auch in diesem.

    Kein "Ich" - keine Probleme.

  • sand
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    • 26. Juli 2011 um 11:57
    • #44

    Das habe ich nicht behauptet.

  • Simo
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    • 26. Juli 2011 um 11:59
    • #45

    Meine Antwort war nicht auf deinen Post begründet, Sand. ^_^ Ich wollte nur mal so ganz allgemein meinen Senf mit auf´s Brot löffeln ...

    Kein "Ich" - keine Probleme.

  • sand
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    • 26. Juli 2011 um 12:03
    • #46

    Und meine nicht auf Deine ;)
    Habe auf Geronimo reagiert, hat sich wohl zeitlich überschnitten.

  • Bambus
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    • 26. Juli 2011 um 12:23
    • #47
    sand:

    Geht es darum, ein möglichst angenehmes Leben zu haben? Ist das die Belohnung von guten Taten? So kann ich es nicht sehen. Gut, schlecht, hübsch, häßlich. Dualistische Ansichten, kulturell geprägt.
    Die schwerste Krankheit kann im übrigen zu tiefer Erkenntnis führen. Ist das dann Leid?

    Mit der Realisierung von anatta verlieren diese Unterschiede ihre Bedeutung.

    Ja sicher. So lernt man es, so glaubt man es Lehrern denen man vertraut.

    Aber solange daraus noch keine eigene Erkenntnis geworden ist - und davon bin ich z.B. noch ewig weit entfernt - ist das eigene Leid und das von mir wahrgenommene Leid anderer Wesen schon von Bedeutung. Sogar von sehr großer.

    Eine Krankheit ist jetzt leidvoll. Dass sie aus späterer Sicht einmal erkenntnisreich gewesen sein mag stelle ich nicht in Abrede.

    Von meinem jetzigen Stand gesehen ist ein angenehmes Leben ein durchaus erstrebenswertes Ziel. Nicht um seiner selbst Willen, sondern um mir Möglichkeiten zu geben mich mit dem Dhamma zu beschäftigen. Leid habe ich aktuell mehr als genug, subjektiv so viel, dass ich am liebsten alles hinschmeissen würde. Da sehne ich mich nach weniger Leid und nicht nach der Lehre die ich im Nachhinein vielleicht daraus ziehe. Bin da im Moment ganz Egoist - aus Selbstschutz. Zumindest bilde ich mir das ein. Args, alles so einfach und doch so kompliziert :cry:

    Von mehreren Theorien, die die gleichen Sachverhalte erklären, ist die einfachste allen anderen vorzuziehen.

    Die Leute von denen Du am meisten lernen kannst sind die mit denen Du nicht einer Meinung bist.

  • Kusala
    Gast
    • 26. Juli 2011 um 12:29
    • #48
    Bambus:

    subjektiv so viel, dass ich am liebsten alles hinschmeissen würde

    ANICCA!!!!
    Sei achtsam lieber Bambus und bleibe immer im JETZT. Fühl Dich umarmt :)
    Mit Metta
    Kusala

  • Bambus
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    • 26. Juli 2011 um 12:47
    • #49
    Kusala:
    Bambus:

    subjektiv so viel, dass ich am liebsten alles hinschmeissen würde

    ANICCA!!!!
    Sei achtsam lieber Bambus und bleibe immer im JETZT. Fühl Dich umarmt :)
    Mit Metta
    Kusala

    Vielen Dank.

    Die Lehre und meine bisherigen Erkenntnisse daraus helfen über solche Probleme hinweg. Ohne sähe es finster aus. Aber dann frage ich mich ob die Probleme überhaupt da wären wenn ich mich nicht mit Buddhismus beschäftigen würde. Wenn ich mir der Dinge, die mich aktuell quälen, gar nicht bewusst wäre. Nicht achtsam wäre. Das wäre zweifellos bequemer. Und manchmal wünsche ich es mir dass wieder zu können. Manche Dinge sind aber nur schwer zu vergessen wenn man sich ihrer einmal bewusst geworden ist. Wenn lieb gewonnen Konzepte zerfallen ist das ... unangenehm.

    Von den Tibetern habe ich gelernt dass die Schützer dafür sorgen dass man sich nur so vieler Probleme bewusst wird wie man auch bewältigen kann. Den Rest halten sie von einem fern. Und das soll ich als notorisch ungläubiger Thomas für wahr halten? Na, wenns denn hilft ;)

    P.S.: Bevor sich wer Sorgen macht. Ich bin einfach "etwas" mies drauf im Moment. Aber auch das vergeht wieder...

    Von mehreren Theorien, die die gleichen Sachverhalte erklären, ist die einfachste allen anderen vorzuziehen.

    Die Leute von denen Du am meisten lernen kannst sind die mit denen Du nicht einer Meinung bist.

  • monikamarie
    Gast
    • 26. Juli 2011 um 13:17
    • #50
    Bambus:


    ...
    P.S.: Bevor sich wer Sorgen macht. Ich bin einfach "etwas" mies drauf im Moment. Aber auch das vergeht wieder...

    Und genau dieses Wissen, dass alles wieder vergeht ..., schützt Dich und hilft Dir, lieber Bambus.
    Dieses Wissen wurde mir erst durch die Lehre so richtig bewusst. Denn zuvor schien alles unendlich und ein für alle Mal manifestiert.
    Ich wünsch Dir alles Liebe
    Monika

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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