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Ob "Wiedergeburt" je wissenschaftlich nachweisbar sein wird?

  • Geronimo
  • 25. Juli 2011 um 21:05
  • Zum letzten Beitrag
  • Geronimo
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    • 30. Juli 2011 um 10:24
    • #51
    bel:

    Du kannst das nicht unmittelbar sehen?

    _()_

    Das kann ich mittlerweile tatsächlich, im gewissen Rahmen. Ich muss klar sagen, die Praxis hat mein Leben (dieses eine) auf's deutlichste verändert, und wenn man es auf diese Weise betrachtet, dann macht die Lehre natürlich auch ohne jegliche Wiedergeburt Sinn. Manche schaffen es ja sogar jegliches Leid in diesem Leben komplett zu überwinden. Aber ich muss auch sagen, das ich ohne Respekt vor den Konsequenzen meiner Handlungen, über "meinen" Tod hinaus, wohl nie mit der Praxis begonnen hätte.

    Vielleicht hätte ich mich Lifestyle-Yoga und etwas erheiternder Philosophie zugewandt, aber nicht dieser Lehre, die so tief ist.

    Stell' dir doch mal vor, das es gesichert wäre, das mit unserem Tod wirklich alles stirbt, das keine Geburten (und entsprechende glückliche oder weniger glückliche Umstände) durch unsere Handlungen geschaffen werden, und das wir darauf letztlich überhaupt keinen Einfluss hätten.

    Würde man sich da nicht viel weniger anstrengen der Sklavenschaft der Sinnesfreuden zu entgehen, und ihnen bis zum Ende, mal mehr, mal weniger, ergeben sein, obwohl Enthaltsamkeit und Geistesschulung immer zu höherem Glück führen kann?

    Das lässt sich vielleicht nicht generalisieren, und mancher würde sein Heil dennoch ausschließlich in der Inneren Schulung suchen, aber ich würde sicherlich anders handeln als mit meinem heutigen "Wissen".

    Andererseits stellt sich die Frage für mich auch nicht mehr wirklich, da ich nicht das Gefühl habe heute in der Sinnlichkeit die selbe Erfüllung finden zu können wie früher. Auch kann ich meine Praxis wohl kaum noch zurückschrauben, da ich die Richtigkeit des Weges für mich schon zu tief erkannt habe, und die Freude, die aus der Inneren Freiheit entsteht, schlicht zu köstlich ist (auch wenn nicht Endziel).

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
    Wichtig ist, besser zu sein als du gestern warst. (Dogen)

  • bel
    Gast
    • 30. Juli 2011 um 12:16
    • #52
    Geronimo:

    Stell' dir doch mal vor, das es gesichert wäre, das mit unserem Tod wirklich alles stirbt, das keine Geburten (und entsprechende glückliche oder weniger glückliche Umstände) durch unsere Handlungen geschaffen werden, und das wir darauf letztlich überhaupt keinen Einfluss hätten.


    Das brauche ich mir nicht vorzustellen, sondern daß nichts stirbt, sehe ich auch unmittelbar - z.B. bei meinen Söhnen (was tatsächlich n ziemlicher Schock war und immer mal wieder ist), aber auch im Verhältnis zwischen "mir" und "anderen", da muß man vielleicht etwas aufmerksamer hinschauen - ständig werden Geistesobjekte ausgesät, wieder ergriffen und potenziert - es passiert von Augenblick zu Augenblick und pflanzt sich ohne Ende fort.

    _()_

    Einmal editiert, zuletzt von Anonymous (30. Juli 2011 um 12:26)

  • Dorje Sema
    Gast
    • 30. Juli 2011 um 12:25
    • #53

    Zum pflanzen bedarf es Samen, und die sind zum Zeitpunkt des Keimlings als auch der Frucht
    nicht mehr aufzeigbar vorhanden, so das dieser direkte Vergleich entfällt.

    añjalī अञ्जलि
    Dorje Sema

  • bel
    Gast
    • 30. Juli 2011 um 12:34
    • #54
    Dorje Sema:

    Zum pflanzen bedarf es Samen, und die sind zum Zeitpunkt des Keimlings als auch der Frucht nicht mehr aufzeigbar vorhanden, so das dieser direkte Vergleich entfällt.


    Einzelne Samen sind durchaus aufzeigbar - wäre dem nämlich nicht so, gäbe es keinen Ansatzpunkt für die Buddhaübung. Nicht aufzeigbar ist ein Ursachengefüge, aus dem sich zwingend bestimmte Folgen ergeben, es ergeben sich nur Möglichkeiten.

    _()_

  • Dassana
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    24. Juli 2011
    • 30. Juli 2011 um 12:41
    • #55
    bel:


    Das brauche ich mir nicht vorzustellen, sondern daß nichts stirbt, sehe ich auch unmittelbar - z.B. bei meinen Söhnen (was tatsächlich n ziemlicher Schock war und immer mal wieder ist), aber auch im Verhältnis zwischen "mir" und "anderen", da muß man vielleicht etwas aufmerksamer hinschauen - ständig werden Geistesobjekte ausgesät, wieder ergriffen und potenziert - es passiert von Augenblick zu Augenblick und pflanzt sich ohne Ende fort.

    _()_


    Könntest Du bitte an einem Beispiel erläutern, wie Du das mit den Geistesobjekten meinst?

    Wie beschränkt ist die Einsicht, die die Geschäftigkeit der Ameise über den Gesang der Heuschrecke erhebt. ~ Khalil Gibran

  • bel
    Gast
    • 30. Juli 2011 um 12:45
    • #56
    Dassana:
    bel:


    Das brauche ich mir nicht vorzustellen, sondern daß nichts stirbt, sehe ich auch unmittelbar - z.B. bei meinen Söhnen (was tatsächlich n ziemlicher Schock war und immer mal wieder ist), aber auch im Verhältnis zwischen "mir" und "anderen", da muß man vielleicht etwas aufmerksamer hinschauen - ständig werden Geistesobjekte ausgesät, wieder ergriffen und potenziert - es passiert von Augenblick zu Augenblick und pflanzt sich ohne Ende fort.

    _()_


    Könntest Du bitte an einem Beispiel erläutern, wie Du das mit den Geistesobjekten meinst?

    Dieses Posting. Und gleich schnappt es sich DS :lol:

  • Dassana
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    24. Juli 2011
    • 30. Juli 2011 um 12:47
    • #57
    bel:
    Dassana:


    Könntest Du bitte an einem Beispiel erläutern, wie Du das mit den Geistesobjekten meinst?

    Dieses Posting


    Aha.....Du siehst also schon die Sprache als Geistesobjekte....

    Wie beschränkt ist die Einsicht, die die Geschäftigkeit der Ameise über den Gesang der Heuschrecke erhebt. ~ Khalil Gibran

  • bel
    Gast
    • 30. Juli 2011 um 12:50
    • #58
    Dassana:


    Aha.....Du siehst also schon die Sprache als Geistesobjekte....


    Was dadurch ausgedrückt oder erfaßt wird - aber auch durch Gesten, Mimik,Verhaltensmuster.
    Was sich der Geist zum Objekt nimmt

    _()_

  • Onda
    Gast
    • 30. Juli 2011 um 13:54
    • #59
    Geronimo:

    Stell' dir doch mal vor, das es gesichert wäre, das mit unserem Tod wirklich alles stirbt, das keine Geburten (und entsprechende glückliche oder weniger glückliche Umstände) durch unsere Handlungen geschaffen werden, und das wir darauf letztlich überhaupt keinen Einfluss hätten.

    Würde man sich da nicht viel weniger anstrengen der Sklavenschaft der Sinnesfreuden zu entgehen, und ihnen bis zum Ende, mal mehr, mal weniger, ergeben sein, obwohl Enthaltsamkeit und Geistesschulung immer zu höherem Glück führen kann?

    Lieber Geronimo,

    in der hinduistischen Wiedergeburtslehre sehe ich primär ein moralisches Droh- und Strafsystem, vergleichbar mit den Vorstellungen, die im Christentum in Bezug auf das Leben nach dem Tod gepflegt werden. Der sündige Christ wird in der Hölle schmoren, der sündige Hindu wird mit einer unangenehmen Wiedergeburt bestraft. Beide Denksysteme verweisen auf Strafe (bzw. Belohnung) nach dem Tod. Im Rahmen einer Morallehre haben solche Vorstellungen also eine (didaktische) Funktion, da sie die Notwendkeit moralischen Handelns tiefer, über das Leben hinaus, verankern.

    Ob Wiedergeburt mehr als eine moralische Lehre ist, also ob sie eine Realität darstellt, lässt sich wohl nie wissenschaftlich nachweisen. Wiedergeburt wird auf ewig eine reine Glaubenslehre bleiben.

    Wie die hinduistische Wiedergeburtslehre Eingang in den Buddhismus finden konnte, ist mir immer noch schleierhaft. Aber das hängt wohl damit zusammen, dass Religionen selten reine, sondern meist synkretistische Denksysteme sind.

    LG
    Onda

    Einmal editiert, zuletzt von Anonymous (30. Juli 2011 um 14:54)

  • Onda
    Gast
    • 30. Juli 2011 um 13:59
    • #60
    Geronimo:

    ...Sklavenschaft der Sinnesfreuden...

    ...Manchmal komme ich mir hier vor wie im finstersten Mittelalter...
    LG
    ONda

  • Geronimo
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    • 30. Juli 2011 um 15:19
    • #61
    Onda:
    Geronimo:

    ...Sklavenschaft der Sinnesfreuden...

    ...Manchmal komme ich mir hier vor wie im finstersten Mittelalter...
    LG
    ONda

    Dann kannst du noch nicht sehen wie das Begehren dich fesselt. Es ist keine Freiheit darin seine Triebe ausleben zu müssen um etwas Befriedigung zu finden. Es ist eine Abhängigkeit die sich jedoch sehr gut als "erfüllend" zu tarnen weiß, obwohl es nicht anders ist als würde man einem Durstigen Salzwasser zu trinken geben...

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
    Wichtig ist, besser zu sein als du gestern warst. (Dogen)

  • zenbo
    Gast
    • 30. Juli 2011 um 15:23
    • #62
    Onda:

    Wie die hinduistische Wiedergeburtslehre Eingang in den Buddhismus finden konnte, ist mir immer noch schleierhaft. Aber das hängt wohl damit zusammen, dass Religionen selten reine, sondern meist synkretistische Denksysteme sind.

    LG
    Onda

    lieber onda

    der buddha hat sie einfach übernommen.

    lieber gruss robo

  • zenbo
    Gast
    • 30. Juli 2011 um 15:27
    • #63
    robozo:
    Onda:

    Wie die hinduistische Wiedergeburtslehre Eingang in den Buddhismus finden konnte, ist mir immer noch schleierhaft. Aber das hängt wohl damit zusammen, dass Religionen selten reine, sondern meist synkretistische Denksysteme sind.

    LG
    Onda

    lieber onda

    der buddha hat sie einfach übernommen.was meiner meinung nach illustriert das buddha sehr viel menschlicher und normaler war als manche das glauben wollen.

    lieber gruss robo

  • Geronimo
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    • 30. Juli 2011 um 15:54
    • #64
    Onda:
    Geronimo:

    Stell' dir doch mal vor, das es gesichert wäre, das mit unserem Tod wirklich alles stirbt, das keine Geburten (und entsprechende glückliche oder weniger glückliche Umstände) durch unsere Handlungen geschaffen werden, und das wir darauf letztlich überhaupt keinen Einfluss hätten.

    Würde man sich da nicht viel weniger anstrengen der Sklavenschaft der Sinnesfreuden zu entgehen, und ihnen bis zum Ende, mal mehr, mal weniger, ergeben sein, obwohl Enthaltsamkeit und Geistesschulung immer zu höherem Glück führen kann?

    Lieber Geronimo,

    in der hinduistischen Wiedergeburtslehre sehe ich primär ein moralisches Droh- und Strafsystem, vergleichbar mit den Vorstellungen, die im Christentum in Bezug auf das Leben nach dem Tod gepflegt werden. Der sündige Christ wird in der Hölle schmoren, der sündige Hindu wird mit einer unangenehmen Wiedergeburt bestraft. Beide Denksysteme verweisen auf Strafe (bzw. Belohnung) nach dem Tod. Im Rahmen einer Morallehre haben solche Vorstellungen also eine (didaktische) Funktion, da sie die Notwendkeit moralischen Handelns tiefer, über das Leben hinaus, verankern.

    Ob Wiedergeburt mehr als eine moralische Lehre ist, also ob sie eine Realität darstellt, lässt sich wohl nie wissenschaftlich nachweisen. Wiedergeburt wird auf ewig eine reine Glaubenslehre bleiben.

    Wie die hinduistische Wiedergeburtslehre Eingang in den Buddhismus finden konnte, ist mir immer noch schleierhaft. Aber das hängt wohl damit zusammen, dass Religionen selten reine, sondern meist synkretistische Denksysteme sind.

    LG
    Onda

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    Die ganze Welt ist eine Einheit. Es ist nur Ursache und Wirkung, raumübergreifend, das hat mit Strafen oder Drohungen rein garnichts zu tun.

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  • accinca
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    • 30. Juli 2011 um 16:46
    • #65
    Onda:

    Wie die hinduistische Wiedergeburtslehre Eingang in den Buddhismus finden konnte, ist mir immer noch schleierhaft. Aber das hängt wohl damit zusammen, dass Religionen selten reine, sondern meist synkretistische Denksysteme sind. Onda


    Das du das nicht begreifst ist nun auch wieder nicht so
    furchtbar neu und, ehrlich gesagt, es stimmt natürlich
    auch nicht. Natürlich hat der Buddha die hinduistische
    Wiedergeburtslehre (die im Übrigen selbst bei Juden und
    Christen früher bekannt war) nicht übernommen. Die Brahmanen
    glauben, das es einen ewig gleich bleibenden Seelenkern gibt
    der sich von Leben zu Leben immer inkarniert. Dagegen hat
    sich der Buddha gewendet und große Wiedersande in kauf genommen.
    Ein "Kernbeißer" ist der Asket Gotamo haben sie gesagt und warum?
    Weil er als ein solcher gegen diese Lehre vorginge. Und dann kommst
    du und behauptest er habe diese Lehre übernommen. Ließt du denn
    dar nicht was der Buddha gelehrt hat?

  • zenbo
    Gast
    • 30. Juli 2011 um 16:49
    • #66
    accinca:

    Und dann kommst
    du und behauptest er habe diese Lehre übernommen. Ließt du denn
    dar nicht was der Buddha gelehrt hat?

    lieber accinca

    er hat es einfach abgeändert.

    lg robo

  • accinca
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    • 30. Juli 2011 um 17:30
    • #67
    robozo:
    accinca:

    Und dann kommst
    du und behauptest er habe diese Lehre übernommen. Ließt du denn
    dar nicht was der Buddha gelehrt hat?

    lieber accinca er hat es einfach abgeändert.
    lg robo


    Was heißt denn "einfach"? Er hat erkannt, das es sich
    nicht so verhält und das ist eine ganz andere Lehre.
    Zwar gibt es in der Lehre auch manchmal Wiedergeburt,
    aber eben nur unter bestimmten Umstände und nicht immer und
    keine Wiedergeburt eines ewig gleichbleibenden Seelenkerns.
    Nach den Worten des Buddha hat er selber Fähigkeiten entwickelt
    Diesseits und Jenseits zu sehen und zu erkennen und zu durchschauen.
    Da brauchte er nichts übernehmen. Nachher kommst du noch auf die
    Idee er hätte rechte Rede und gute Taten auch nur übernommen und
    wäre nicht selber drauf gekommen.

  • zenbo
    Gast
    • 30. Juli 2011 um 17:37
    • #68
    accinca:


    Was heißt denn "einfach"? Er hat erkannt, das es sich
    nicht so verhält und das ist eine ganz andere Lehre.
    Zwar gibt es in der Lehre auch manchmal Wiedergeburt,
    aber eben nur unter bestimmten Umstände und nicht immer und
    keine Wiedergeburt eines ewig gleichbleibenden Seelenkerns.
    Nach den Worten des Buddha hat er selber Fähigkeiten entwickelt
    Diesseits und Jenseits zu sehen und zu erkennen und zu durchschauen.
    Da brauchte er nichts übernehmen. Nachher kommst du noch auf die
    Idee er hätte rechte Rede und gute Taten auch nur übernommen und
    wäre nicht selber drauf gekommen.

    Alles anzeigen

    ich geb dir recht, vieleicht interessiert es mich einfach zuwenig, natürlich ist buddhas version sehr klar, wie gesagt das ist für mich nicht der grund für meine begeisterung über den buddhismus. für mich war der buddha einfach nur ein mensch der nach langer suche ein paar gewaltige einsichten hatte, nicht mehr aber auch nicht weniger.
    ich finde auch die unpersöhnliche wiedergebutsgeschichte einfach nicht so faszinierend... der rest der lehre hat mich irgendwie mehr beeindruckt, ich bin nicht so orthodox accinca.

    lieber gruss robo

  • Mabuttar
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    • 30. Juli 2011 um 17:40
    • #69

    Obwohl ich manchmal denke, dass da wenig Unterschied ist. Statt eines wandernden Seelenkerns der erlöst wird ist da halt jetzt ein Bewusstseinstrom der zu Ende gebracht wird.

    Der Hindu kümmert sich um seine Seele,
    der Buddhist kümmert sich um seinen Bewusstseinsstrom,

    beide wollen ihre Sache auflösen.

    Nibbana:..Befreit von der Zuordnung durch Form, Vaccha, ist der Tathagata tief, grenzenlos, hart auszuloten, wie die See. 'Wiedererscheinen', ist nicht anwendbar. 'Nicht wiedererscheinen',ist nicht anwendbar... MN72 (http://zugangzureinsicht.org/)

  • accinca
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    • 30. Juli 2011 um 17:44
    • #70
    Mabuttar:

    Obwohl ich manchmal denke, dass da wenig Unterschied ist. Statt eines wandernden Seelenkerns der erlöst wird ist da halt jetzt ein Bewusstseinstrom der zu Ende gebracht wird.

    Der Hindu kümmert sich um seine Seele,
    der Buddhist kümmert sich um seinen Bewusstseinsstrom,

    beide wollen ihre Sache auflösen.

    Nein. der Brahmane will seinen Seelenkern (atta) nicht auflösen
    und könnte das auch gar nicht würde es ihn geben.

  • Kusala
    Gast
    • 30. Juli 2011 um 17:45
    • #71

    @ Mabuttar

    Nur das es im Hinduismus eine persönliche (attha) Wiedergeburt gibt.
    Diese überdauernde Seele (attha) geht auch ins Nibbana ein.

    Und da hat der Buddha doch was ganz anderes erzählt. Zum Beispiel an-attha ;) , Ursache bedingte Entstehung usw.

  • Onda
    Gast
    • 30. Juli 2011 um 18:01
    • #72
    accinca:


    Zwar gibt es in der Lehre auch manchmal Wiedergeburt,
    aber eben nur unter bestimmten Umstände und nicht immer und
    keine Wiedergeburt eines ewig gleichbleibenden Seelenkerns.

    Manchmal gibt es sie, und manchmal nicht, die Wiedergeburt?

    Wenn es eine Wiedergeburt gibt, was wird denn da wieder-geboren?
    Im Hinduismus hat das noch Sinn gemacht (da gab es eine Seele - atta). Vor dem Hintergrund der anatta-Lehre (Nicht-Selbst, Nicht-Seele) des Buddha wird das Konzept der Wiedergeburt fragwürdig, es sei denn man nimmt an, da wandere etwas "Feinstoffliches" (???) von Körper zu Körper. Und dann haben wir sie wieder: die Seele, den beharrenden Kern, der von Existenz zu Existenz hastet. Ohne beharrenden Kern keine Wiedergeburt - denn was soll da wiedergeboren werden? Ohne etwas Gleichbleibendes, Konstantes, Dauerhaftes macht es absolut keinen Sinn von Wiedergeburt zu sprechen. Das ist wider-sinnig.

    LG
    Onda

  • Geronimo
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    • 30. Juli 2011 um 18:18
    • #73
    Onda:
    accinca:


    Zwar gibt es in der Lehre auch manchmal Wiedergeburt,
    aber eben nur unter bestimmten Umstände und nicht immer und
    keine Wiedergeburt eines ewig gleichbleibenden Seelenkerns.

    Manchmal gibt es sie, und manchmal nicht, die Wiedergeburt?

    Wenn es eine Wiedergeburt gibt, was wird denn da wieder-geboren?
    Im Hinduismus hat das noch Sinn gemacht (da gab es eine Seele - atta). Vor dem Hintergrund der anatta-Lehre (Nicht-Selbst, Nicht-Seele) des Buddha wird das Konzept der Wiedergeburt fragwürdig, es sei denn man nimmt an, da wandere etwas "Feinstoffliches" (???) von Körper zu Körper. Und dann haben wir sie wieder: die Seele, den beharrenden Kern, der von Existenz zu Existenz hastet. Ohne beharrenden Kern keine Wiedergeburt - denn was soll da wiedergeboren werden? Ohne etwas Gleichbleibendes, Konstantes, Dauerhaftes macht es absolut keinen Sinn von Wiedergeburt zu sprechen. Das ist wider-sinnig.

    LG
    Onda

    "Die Wesen sind die Kinder, sind die Erben ihrer Handlungen..."

    Nur so "wandert" es weiter, wird ein weiteres Leben geschaffen.

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
    Wichtig ist, besser zu sein als du gestern warst. (Dogen)

  • zenbo
    Gast
    • 30. Juli 2011 um 18:23
    • #74
    Onda:

    Manchmal gibt es sie, und manchmal nicht, die Wiedergeburt?

    Wenn es eine Wiedergeburt gibt, was wird denn da wieder-geboren?
    Im Hinduismus hat das noch Sinn gemacht (da gab es eine Seele - atta). Vor dem Hintergrund der anatta-Lehre (Nicht-Selbst, Nicht-Seele) des Buddha wird das Konzept der Wiedergeburt fragwürdig, es sei denn man nimmt an, da wandere etwas "Feinstoffliches" (???) von Körper zu Körper. Und dann haben wir sie wieder: die Seele, den beharrenden Kern, der von Existenz zu Existenz hastet. Ohne beharrenden Kern keine Wiedergeburt - denn was soll da wiedergeboren werden? Ohne etwas Gleichbleibendes, Konstantes, Dauerhaftes macht es absolut keinen Sinn von Wiedergeburt zu sprechen. Das ist wider-sinnig.

    LG
    Onda

    onda hat recht, es ist widersinnig und überflüssig, eine unleugbare schwäche der lehre, buddha hat einfach ein schon bis dahin schlechtes konzept etwas verbessert, und zwar mangels initiative.

    lieber gruss robo

  • Grund
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    • 30. Juli 2011 um 18:26
    • #75
    Onda:

    Wenn es eine Wiedergeburt gibt, was wird denn da wieder-geboren?

    Bewußtsein <-> Name und Form -> Sinnentore -> Kontakt -> Gefühl -> Begierde -> Ergreifen -> Werden/Sein -> Geburt, Alter, Krankheit und Tod ...

    dies geschieht kontinuierlich ... auch während hier Lesen und Schreiben stattfindet und "ich" und "mein" sich - unbestimmt - "zusammenbraut".


    Grüße
    TM

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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