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Bitte um Ratschläge für (Neu)Beginn

  • Reme
  • 18. Juli 2011 um 22:47
  • Zum letzten Beitrag
  • Reme
    Gast
    • 18. Juli 2011 um 22:47
    • #1

    Hallo liebe Community =)
    Ich bin 17 Jahre alt, und vor 2-3 Jahren fing ich an mich für Buddhismus zu interessieren. Ich lernte meditieren und machte langsam auch Fortschritte in Einsicht und Ruhe. Leider gab ich es auf als ich mich letzten Herbst verliebte, es wurde nix draus und ich war echt fertig deswegen, hörte auf mit der Praxis. Seitdem leb' ich wieder ein "normales" Teenager-Leben würde ich sagen: am laufenden Band Partys, Alkohol, Mädels usw. Nur merke ich in letzter Zeit, dass das ganze nicht wirklich die Erfüllung für mich ist, ich mich ausgelaugt fühle, und will wieder anfangen bzw. es versuchen zu praktizieren. Ich habe schon mehrere Anläufe gestartet doch jedes mal verfalle ich wieder einer anderen Ablenkung. Im Grunde weiß ich, dass es mir gut tun würde wieder so zu leben und zu praktizieren wie ich es vor einiger Zeit getan habe, damals fühlte ich mich merklich besser, ausgeruhter und ruhiger. Doch es gelingt mir einfach nicht mich darauf zu konzentrieren. Ich habe mir schon überlegt mal an einem Retreat teilzunehmen in einem dieser Center. Doch habe ich weder Geld noch den Segen meiner Eltern dafür. Ich glaube aber aus eigener Kraft/ohne Lehrer/ohne Sangha bin ich zu schwach, habe jedoch natürlich auch keine Erfahrung damit. Ich möchte euch daher um Ratschläge bitten wie ich zurück zu der Ruhe und Konzentration finden kann.
    Namastè

  • Simo
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    17. April 2011
    • 19. Juli 2011 um 11:58
    • #2

    Hey Reme ^^
    ich kann nachfühlen wie es dir geht, ich bin nämlich auch 17 :) Ich denke, das Rezept heißt dranbleiben, den Mut nicht verlieren. Mach dir klar, was wirklich wichtig für dich ist, was hat dauerhaften Wert? Auch eine Sangha kann sehr hilfreich sein. Auch bei mir, wenn ich mich mal in Ablenkungen verliere ^^ ist es oft die Sangha, die mich wieder zurück auf die Füße hohlt. Nimm dir eine feste Zeit am Tag, wo du dich hinsetzt und deine Praxis machst. Beschäftige dich wieder damit, dann kommt der Wunsch zu meditieren wieder auf, ganz bestimmt. Die guten Eindrücke von damals sind sicherlich noch da :) mach dir da keine Sorgen. Entwickle den starken Wunsch wieder eine Praxis aufzubauen, denke über deine kostbare Gelegenheit nach, Dharma zu praktizieren, mach dir die Vergänglichkeit von allem bewusst, denke darüber nach, dass du selbst entscheidest, wie du dein Leben leben willst, und dass samsarische Aktivitäten dir nie eine dauerhafte Befriedigung geben können. Hab Vertrauen, das wird schon ^^
    Dranbleiben, dranbleiben, dranbleiben.

    Alles Liebe

    Simo

    Kein "Ich" - keine Probleme.

  • monikamarie
    Gast
    • 19. Juli 2011 um 13:50
    • #3

    Hi und herzlich Willkommen Reme,
    ich hab ein unpopulären sufischen Spruch auf Lager :lol: : "Wenn Du auf Gott einen Schritt zugehst, kommt er Dir 100 Schritte entgegen."

    Auch, wenn ich heute nicht mehr auf Gott zugehe, so gehe ich doch auf das Unaussprechliche zu, sobald ich mich verloren und wiedergefunden habe, mich neu aufraffe und neu orientiere, mich neu darauf einlasse, immer wieder. Jedesmal war es für mich eine Offenbarung, eine Befreiung, ein ENDLICH BIN ICH WIEDER DA-Gefühl. Das habe ich so lange gemacht, bis ich nicht wieder zurückgefallen bin. Wenn ich heute mal nachlässig bin, brauche ich mich nur zu erinnern, wer und wo ich mal war und wieviel mir bereits geschenkt wurde, und dass ist nicht von alleine gekommen, obwohl ich es mir auch nicht "verdienen" konnte :lol: .
    _()_ Monika

  • Mabuttar
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    • 19. Juli 2011 um 20:02
    • #4

    Mein Schlagrat:
    Mit dem ersten Schritt beginnt ein Weg.

    Ich habe das Gefühl du siehst vor dir einen unbesteigbaren kaum gehbaren Berg, der dich abschreckt, dir einen schwächenden Glaubenssatz eingibt, welcher dich in die Abhängigkeit und Anhaftung eines Gurus /Lehrers treibt, weil du es ja ohne einen nicht schaffst und deswegen es sich gar nicht anzufangen lohnt....

    Damit bist du dir selbst nicht eine Leuchte sondern deine eigene Windmühle.

    Geh für dich die 4 edlen Wahrheiten durch, achte bewusster auf deine Alltagstätigkeiten und gedanken /gefühle.

    Bei der Meditation fange mit der Atemmeditation an, im bewussten Atmen liegt die ganze Weisheit Buddhas verborgen, das kommen und gehen. (später dann alle Grundpfeiler der Achtsamkeit, Körper, Gefühle, Geist und Geistobjekte/Natur/ Wandel)

    Nibbana:..Befreit von der Zuordnung durch Form, Vaccha, ist der Tathagata tief, grenzenlos, hart auszuloten, wie die See. 'Wiedererscheinen', ist nicht anwendbar. 'Nicht wiedererscheinen',ist nicht anwendbar... MN72 (http://zugangzureinsicht.org/)

  • Grund
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    • 19. Juli 2011 um 20:08
    • #5
    Reme:

    ... am laufenden Band Partys, Alkohol, Mädels usw. ...

    Doch es gelingt mir einfach nicht mich ... zu konzentrieren. .... wie ich zurück zu der Ruhe und Konzentration finden kann.

    Erstgenanntes und letztgenanntes verträgt sich nicht. Da nützt kein Retreat der Welt etwas.
    Das soll aber kein Ratschlag sein, nur eine Feststellung.


    Grüße
    TM

  • crazy-dragon
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    16. Dezember 2007
    • 19. Juli 2011 um 20:32
    • #6
    Reme:


    ...Ich glaube aber aus eigener Kraft/ohne Lehrer/ohne Sangha bin ich zu schwach

    Du bist so schwach, wie Du es Dir zugestehst. Tret Dich eben täglich in den Hintern, bis das Praktizieren so alltäglich ist wie das Zähneputzen.

    _()_ c.d.

    Tag für Tag ein guter Tag

  • zenbo
    Gast
    • 20. Juli 2011 um 20:42
    • #7

    hallo reme

    weisst du wie man prima oberarme kriegt? liegestützen am morgen, mit 2-3 anfangen, dann einfach jeden tag weitermachen, in einem jahr werden so ohne stress 50-100 daraus, dem sagt man progressiv arbeiten, ist wirklich super! das selbe beim buddhismus.

    easy does it!

    lieber gruss robo

  • Simo
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    17. April 2011
    • 20. Juli 2011 um 22:47
    • #8
    robozo:

    hallo reme

    weisst du wie man prima oberarme kriegt? liegestützen am morgen, mit 2-3 anfangen, dann einfach jeden tag weitermachen, in einem jahr werden so ohne stress 50-100 daraus, dem sagt man progressiv arbeiten, ist wirklich super! das selbe beim buddhismus.

    easy does it!

    lieber gruss robo

    Absolut richtig ! Wenn man von Anfang an zu hohe Erwartungen an sich selber setzt, wird das ganze schnell ungemütlich. Der Geist sperrt sich dann auch ... Easy does it! Klein anfangen ...

    Kein "Ich" - keine Probleme.

  • Reme
    Gast
    • 26. Juli 2011 um 22:58
    • #9

    Danke für eure Antworten, besonders die mit den Oberarmen ;) Habe angefangen an mir zu arbeiten und werde auch versuchen dabei zu bleiben, der Anfang ist schwerer, so habe ich das Gefühl, wenn man zwischendurch einmal aufgehört hat..aber ich bin dank euch sehr motiviert, viele Grüße, reme =)

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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