1. Übersicht
  2. Forum
  3. Lexikon
    1. Letzte Änderungen
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
Dieses Thema
  • Alles
  • Dieses Thema
  • Dieses Forum
  • Seiten
  • Forum
  • Lexikon
  • Termine
  • Erweiterte Suche
  1. Buddhaland Forum
  2. Buddhismus
  3. Buddhistische Praxis

Einfacher Test: Kannst du ruhig 1h sitzen?

  • Geronimo
  • 27. Juni 2011 um 14:48
  • Zum letzten Beitrag
  • Grund
    Punkte
    32.810
    Beiträge
    6.483
    Mitglied seit
    18. Juni 2011
    • 30. Juni 2011 um 18:54
    • #51
    mirco:
    TMingyur:

    Die Umgebung spielt natürlich eine große Rolle.
    Ein Haushalt in dem man jederzeit gestört werden kann, ist nicht so gut.
    Empfehlenswert ist dann sich wirklich zurückzuziehen ... da wo auch kein TV oder PC oder so in der Nähe sind.
    ...Wald finde ich persönlich sehr gut.

    "Man nicht gestört werden kann"? Der Umgebung würde ich keine so große Rolle beimessen.
    Die Entsscheidung, den tv/pc zu benutzen, stammt ja wohl nicht von den Geräten.
    Die Entscheidung zur formellen Medi würde ich da nicht von Äusserlichkeiten abhängig machen.
    Andererseits stimmt es. Je nach Veranlagung kann es hilfreich sein, bestimmte Dinge garnicht erst daheim zu haben.

    Alles anzeigen

    Lieber Freund

    hier hat jemand gefragt, wie man ruhiges Sitzen lernen kann. Es geht also um Ratschläge und Tipps wie man da "rein kommen" könnte.


    Grüße
    TM

  • mirco
    Gast
    • 30. Juni 2011 um 19:13
    • #52
    Geronimo:

    Es geht beim sitzen einzig und allein darum was in dir passiert. Und wenn jemand schon nicht 1h sitzen kann, ohne das er unruhig wird oder das er irgendwelchen Gedanken nachhängt, dann ist das durchaus ein Zeichen für den inneren Entwicklungsstand.


    Und weiter?

    Was bedeutet das für Dich,

    wenn jemand einen Entwicklungsstand hat, bei welchem er nicht eine Stunde sitzen kann?


    Alles Gute :) _()_

  • Geronimo
    Themenautor
    Reaktionen
    2
    Punkte
    16.617
    Beiträge
    3.140
    Mitglied seit
    2. April 2011
    • 30. Juni 2011 um 19:21
    • #53
    mirco:
    Geronimo:

    Es geht beim sitzen einzig und allein darum was in dir passiert. Und wenn jemand schon nicht 1h sitzen kann, ohne das er unruhig wird oder das er irgendwelchen Gedanken nachhängt, dann ist das durchaus ein Zeichen für den inneren Entwicklungsstand.


    Und weiter?

    Was bedeutet das für Dich,

    wenn jemand einen Entwicklungsstand hat, bei welchem er nicht eine Stunde sitzen kann?


    Alles Gute :) _()_

    Alles anzeigen

    Es ist ein einfaches Mittel um sich zu prüfen.

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
    Wichtig ist, besser zu sein als du gestern warst. (Dogen)

  • Grund
    Punkte
    32.810
    Beiträge
    6.483
    Mitglied seit
    18. Juni 2011
    • 30. Juni 2011 um 19:22
    • #54
    Simo:

    Wieviele Hüner sitzen täglich stundenlang gleichmütig auf ihren Eiern und keines von ihnen wurde bis jetzt erleuchtet.
    Wie lange du sitzen kannst ist in keiner Weise ein Maß für deine innere Entwicklung. Der einzige Test, ob deine Praxis erfolgreich ist oder nicht, ist zu sehen, ob deine negativen Emotionen abgenommen haben.

    Simo

    Das finde ich einen sehr guten, weil pragmatisch-zielorientierten Hinweis.


    Grüße
    TM

  • Hanzze
    Gast
    • 30. Juni 2011 um 19:52
    • #55

    Naja, die Hühner gackern dabei *schmunzel* und merken es nicht, das sie still sitzen. Ob man wenn man still sitzt immer merkt, was man gerade tut? Vielleicht hat man ja immer einen guten Film, ein internes ablenkendes gackern vielleicht. Wenn man keinen Film hat, ist es sicher nicht so leicht. *schmunzel*

  • Grund
    Punkte
    32.810
    Beiträge
    6.483
    Mitglied seit
    18. Juni 2011
    • 30. Juni 2011 um 19:54
    • #56
    Zitat

    „Da setzt sich ein Bhikkhu nieder, nachdem er in den Wald oder zum Fuße eines Baumes oder in eine leere Hütte gegangen ist; ...

    http://palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m118z.html


    Grüße
    TM

  • sumedhâ
    Gast
    • 30. Juni 2011 um 20:19
    • #57
    Hanzze:

    Naja, die Hühner gackern dabei *schmunzel* und merken es nicht, das sie still sitzen. Ob man wenn man still sitzt immer merkt, was man gerade tut? Vielleicht hat man ja immer einen guten Film, ein internes ablenkendes gackern vielleicht. Wenn man keinen Film hat, ist es sicher nicht so leicht. *schmunzel*


    hast du schon mal hüner auf den eirer sitzen gesehen ?
    ich viele, die sind mux mäuschen still, und bewegen sich kaum in ihrem nest, zumindest in rumänien ist es so :D wenn sie brüten sitzen sie am stück mindestens 23 stunden ........3 wochen wochen lang....

  • Hanzze
    Gast
    • 30. Juni 2011 um 20:36
    • #58

    Nein, ich dachte Hühner gackern immer *schmunzel* da sieht man's, auch aus scheinbarer Ruhe entsteht Wiedergeburt.

  • mirco
    Gast
    • 30. Juni 2011 um 20:38
    • #59
    Geronimo:

    Es ist ein einfaches Mittel um sich zu prüfen.


    Ich z.B. konnte damit über mich herausfinden, das da viel Ruhelosigkeit (uddhacca-kukkucca) ist.

    Das wiederum braucht mich zum Nachsinnen darüber, was ich in meinem täglichen Leben tue/nicht tue, das zu dieser Ruhelosihkeit führt.

    Wie richte ich mich nach den Silas?
    Wie gebe ich? Besonders da merkte ich , wie verschlossen und selbstsüchtig mein Herz oftmals noch ist.


    Und, was hast Du über Dich herausgefunden, nachdem Du Dich mit Deiner Sitzdauer überprüft hast?


    Alles Gute, Mirco

  • Simo
    Reaktionen
    1
    Punkte
    10.216
    Beiträge
    2.005
    Mitglied seit
    17. April 2011
    • 30. Juni 2011 um 23:18
    • #60
    Geronimo:


    Es gibt nicht wenige die die Sitzmeditation nach einiger Zeit wieder aufgeben, weil sie darin für sich keinen weiteren Nutzen mehr sehen. Sie praktizieren dann nur noch im Alltag, aber ich glaube nicht, das dort der Geist je ausreichend zur Ruhe kommen kann um noch tiefer in ihn einzudringen. Nimm z.B. die Vertiefungszustände (Jhanas), die sind ausschließlich im Ruhezustand zu "erreichen", inklusive die dadurch entstehenden Erkenntnisse.

    Beobachte doch deinen Geist in einer Alltagssituation. Wie kann er sich denn dort beruhigen, sammeln und konzentrieren, wenn er permanent irgendetwas wahrnimmt und reagieren muss. Außer man hat natürlich den Blick lange genug gesenkt und bewacht seine Sinne gut, dann kann man auch auf der Parkbank die Vertiefungen üben, aber das ist ja mit Alltagspraxis nicht gemeint.

    Besonnenheit, Gelassenheit, Achtsamkeit sind da ja durchaus zu üben, aber tiefere Konzentration nicht.

    Der Buddha hat schon nicht ohne Grund immer wieder zum achtsamen Sitzen mit gekreuzten Beinen in der Abgeschiedenheit aufgerufen und weniger zur Alltagspraxis. Und auch hat er seine Erkenntnisse nur durch das Sitzen überhaupt erst erlangt, nicht durch das achtsame durchstreifen des Stadtlebens.
    Und wie hier auch schon erwähnt wurde, wird der Buddha hauptsächlich sitzend abgebildet, manchmal liegend und selten stehend.

    Du hast natürlich recht Geronimo^^ die tieferen Zustände des Samadhi kann man tatsächlich nur in der ruhigen, sitzenden Versenkung erfahren, so wie ein Wissenschaftler (denke ich) seine meisten Entdeckungen im Labor macht :) Aber den Nutzen, die Folgen der Meditation und der Praxis, die sieht man wie ich finde wirklich nur im Alltagsleben, "wenns drauf ankommt" sozusagen. Wenn jemand drei Jahre, drei Monate, drei Wochen und drei Tage auf Mitgefühl meditiert hat und das erste, was er tut wenn er aus seiner Versenkung kommt ist, seinen Hund zu treten (überspitztes Beispiel^^) dann war der Nutzen der Praxis = 0 .
    Die anderen Wesen leben nunmal im Alltag, deswegen müssen wir ihnen auch da nützen. Aber um nützlich zu werden muss man wohl sitzend meditieren ^^ oder?
    Das allerbeste ist aber, wenn man keinen Unterschied mehr macht, zwischen Mediation und Nachmeditation.

    Liebe Grüße

    Simo

    Kein "Ich" - keine Probleme.

  • sumedhâ
    Gast
    • 30. Juni 2011 um 23:43
    • #61
    Simo:

    Das allerbeste ist aber, wenn man keinen Unterschied mehr macht, zwischen Mediation und Nachmeditation.


    was ist "Nachmeditation" ?

  • mirco
    Gast
    • 1. Juli 2011 um 00:41
    • #62
    Simo:

    Aber den Nutzen, die Folgen der Meditation und der Praxis, die sieht man wie ich finde wirklich nur im Alltagsleben, "wenns drauf ankommt" sozusagen. Wenn jemand drei Jahre, drei Monate, drei Wochen und drei Tage auf Mitgefühl meditiert hat und das erste, was er tut wenn er aus seiner Versenkung kommt ist, seinen Hund zu treten (überspitztes Beispiel^^) dann war der Nutzen der Praxis = 0 .


    Ich würde eher sagen, dann wurde falsch geübt.

    Was heisst eigentlich "auf Mitgefühl" meditieren?


    Allea Gute :) _()_

  • Grund
    Punkte
    32.810
    Beiträge
    6.483
    Mitglied seit
    18. Juni 2011
    • 1. Juli 2011 um 07:12
    • #63
    Simo:

    Wenn jemand drei Jahre, drei Monate, drei Wochen und drei Tage auf Mitgefühl meditiert hat und das erste, was er tut wenn er aus seiner Versenkung kommt ist, seinen Hund zu treten (überspitztes Beispiel^^) dann war der Nutzen der Praxis = 0 .


    Nicht notwendigerweise. Vielleicht hat er ja hinterher Mitgefühl mit dem getretenen Hund, was er vorher nicht gehabt hätte ... ?

    Simo:

    Das allerbeste ist aber, wenn man keinen Unterschied mehr macht, zwischen Mediation und Nachmeditation.


    Noch besser ist keinen Unterschied wahrnehmen zwischen Meditation und Nach(der)meditation.

    Grüße
    TM

  • Hanzze
    Gast
    • 1. Juli 2011 um 07:39
    • #64

    Simo, vielleicht passt das hier gut dazu: Unaufhörlich dranbleiben (im sitzen, gehen, liegen und stehen)

    Zitat
    Zitat

    In the Shape of a Circle

    In practicing, don't think that you have to sit in order for it to be meditation, that you have to walk back and forth in order for it to be meditation. Don't think like that. Meditation is simply a matter of practice. Whether you're giving a sermon, sitting here listening, or going away from here, keep up the practice in your heart. Be alert to what's proper and what's not.
    Don't decide that it's okay to observe the ascetic practices during the Rains retreat and then drop them when the retreat is over. It's not okay. Things don't balance out in that way. It's like clearing a field. We keep cutting away, cutting away, and then stop to rest when we're tired. We put away our hoe and then come back a month or two later. The weeds are now all taller than the stumps. If we try to clear away the area we cleared away before, it's too much for us.
    Ajaan Mun once said that we have to make our practice the shape of a circle. A circle never comes to an end. Keep it going continually. Keep the practice going continually without stop. I listened to him and I thought, "When I've finished listening to this talk, what should I do?"
    The answer is to make your alertness akaliko: timeless. Make sure that the mind knows and sees what's proper and what's not, at all times.


    Die Form eines Kreises

    In der Praxis, denke nicht, daß du sitzen mußt, daß es Meditation ist; das du zurück und vor gehen mußt, daß es Meditation ist. Denk nicht so. Meditation ist einfach eine Sache der Praxis. Ob du nun eine Zeremonie gestaltest, hier sitzt und zuhörst, oder von hier weg gehst, setzte deine Praxis mit Herzem fort - sei achtsam was passend ist und was nicht. Beschließe nicht, daß es passend ist eine askethische Praxis während des Regenretreates zu führen und wieder aufzugeben, wenn es vorüber ist. Das ist nicht in Ordnung. Dinge spiegeln sich in dieser Weise nicht aus. Das ist wie wenn man ein Feld frei macht. Wir schneiden und hacken und stoppen wenn wir müde sind. Wir legen unsere Hacke weg und kommen nach ein oder zwei Monaten zurück. Die Triebe sind nun höher als die Stümpfe. Wenn wir nun versuchen das Feld wieder frei zu machen wie zuvor, ist uns das zu viel. Ajaan Mun sagte einst, dass wir unsere Praxis wie einen Kreis formen müssen. Einer der sich stets fortsetzt. Setzte die Praxis fort ohne zu stoppen. Ich hörte ihm zu und dachte: „Wenn dieses Dhammagespräch zu ende ist, was werde ich dann tun?“ Die Antwort ist, sich seine Wachsamkeit akaliko zu machen: Zeitlos. Gehe sicher, daß dein Geist sieht , was paßt und was nicht, zu jeder Zeit.

    In Simple Terms-108 Dhamma Similes
    by
    Ajahn Chah
    translated from the Thai by
    Thanissaro Bhikkhu

    Alles anzeigen
  • Geronimo
    Themenautor
    Reaktionen
    2
    Punkte
    16.617
    Beiträge
    3.140
    Mitglied seit
    2. April 2011
    • 1. Juli 2011 um 10:35
    • #65
    mirco:

    Und, was hast Du über Dich herausgefunden, nachdem Du Dich mit Deiner Sitzdauer überprüft hast?


    Alles Gute, Mirco

    Ist natürlich die entscheidende Frage. Ich finde dabei jeden Tag auf's neue heraus das in mir noch eine große Unruhe steckt, die ich eigentlich nur durch ausgiebiges, waches sitzen nach und nach ausgleichen kann. Ich kann zwar im Alltag ein gutes Fundament für ein reines Gewissen legen, aber einen echten Geschmack von Frieden bekomme ich im Moment nur im Rückzug auf das Sitzkissen. Der dort gewonnene Friede strahlt nach der Meditation natürlich auch noch eine Weile in den Alltag aus, aber ihn dort zu gewinnen ist von ungleich anderer Qualität als durch das aufmerksame sitzen.

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
    Wichtig ist, besser zu sein als du gestern warst. (Dogen)

  • Noreply
    Reaktionen
    5.091
    Punkte
    81.451
    Beiträge
    15.201
    Mitglied seit
    24. Juni 2011
    • 1. Juli 2011 um 10:51
    • #66
    Geronimo:


    Ist natürlich die entscheidende Frage. Ich finde dabei jeden Tag auf's neue heraus das in mir noch eine große Unruhe steckt, die ich eigentlich nur durch ausgiebiges, waches sitzen nach und nach ausgleichen kann. Ich kann zwar im Alltag ein gutes Fundament für ein reines Gewissen legen, aber einen echten Geschmack von Frieden bekomme ich im Moment nur im Rückzug auf das Sitzkissen. Der dort gewonnene Friede strahlt nach der Meditation natürlich auch noch eine Weile in den Alltag aus, aber ihn dort zu gewinnen ist von ungleich anderer Qualität als durch das aufmerksame sitzen.

    Könnte es sein das "aufmerksames Sitzen" genau das ist das nicht gemacht werden soll wenn ich nur sitze?
    Hab die gleiche Erfahrung gemacht und wende das Aufmerksame Sitzen nur an wenn ich das auch wirklich will.
    Meditation dann wenn ich mich nicht zurück ziehen will oder kann.

  • Geronimo
    Themenautor
    Reaktionen
    2
    Punkte
    16.617
    Beiträge
    3.140
    Mitglied seit
    2. April 2011
    • 1. Juli 2011 um 11:11
    • #67
    Ellviral:
    Geronimo:


    Ist natürlich die entscheidende Frage. Ich finde dabei jeden Tag auf's neue heraus das in mir noch eine große Unruhe steckt, die ich eigentlich nur durch ausgiebiges, waches sitzen nach und nach ausgleichen kann. Ich kann zwar im Alltag ein gutes Fundament für ein reines Gewissen legen, aber einen echten Geschmack von Frieden bekomme ich im Moment nur im Rückzug auf das Sitzkissen. Der dort gewonnene Friede strahlt nach der Meditation natürlich auch noch eine Weile in den Alltag aus, aber ihn dort zu gewinnen ist von ungleich anderer Qualität als durch das aufmerksame sitzen.

    Könnte es sein das "aufmerksames Sitzen" genau das ist das nicht gemacht werden soll wenn ich nur sitze?
    Hab die gleiche Erfahrung gemacht und wende das Aufmerksame Sitzen nur an wenn ich das auch wirklich will.
    Meditation dann wenn ich mich nicht zurück ziehen will oder kann.

    Kommt jetzt darauf an worauf du deine Aufmerksamkeit lenkst. Ich bin meist beim Atem, und um den immer im Blick zu haben ist schon einiges an Aufmerksamkeit erforderlich.

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
    Wichtig ist, besser zu sein als du gestern warst. (Dogen)

  • mirco
    Gast
    • 2. Juli 2011 um 00:33
    • #68
    TMingyur:

    Noch besser ist keinen Unterschied wahrnehmen zwischen Meditation und Nach(der)meditation.


    Haha.... das möcht' ich sehen. Zur Arbeit gehen im Gebiet der Weder-Wahrnehmung-noch-Nichtwahrnehmung.

    Wenn Du aber meinst, das jeder Moment der Meditation gewidmet werden soll und kann, stiime ich nur zu.


    Alles Gute :) _()_

  • brigittefoe
    Reaktionen
    2
    Punkte
    11.327
    Beiträge
    2.243
    Mitglied seit
    22. September 2010
    • 2. Juli 2011 um 00:48
    • #69
    sumedhâ:
    Simo:

    Das allerbeste ist aber, wenn man keinen Unterschied mehr macht, zwischen Mediation und Nachmeditation.


    was ist "Nachmeditation" ?

    Nachtmeditation ist für Leute , wie ike !
    weil sie nicht schlafen können, begeben sie sich in
    die Meditation, das Sitzen.

    Tagsüber habe ich viel zu tun,
    die Nacht gehört mir und es ist wohltuend
    und einzigartig in dieser Stille der Nacht zu SEIN.
    Draußen, auf dem weichen Rasen in den Sternenhimmel zu schauen
    und sich verbunden wissend mit dem großen Geist.

    LG

    Es ist eine wahre Schmach und Schande, daß wir Christen wie blinde Hühner umhergehen und nicht erkennen, was in uns ist und davon gar nichts wissen.
    Johannes Tauler

  • Onyx9
    Gast
    • 2. Juli 2011 um 02:20
    • #70
    Geronimo:


    Ist natürlich die entscheidende Frage. Ich finde dabei jeden Tag auf's neue heraus das in mir noch eine große Unruhe steckt, die ich eigentlich nur durch ausgiebiges, waches sitzen nach und nach ausgleichen kann. Ich kann zwar im Alltag ein gutes Fundament für ein reines Gewissen legen, aber einen echten Geschmack von Frieden bekomme ich im Moment nur im Rückzug auf das Sitzkissen. Der dort gewonnene Friede strahlt nach der Meditation natürlich auch noch eine Weile in den Alltag aus, aber ihn dort zu gewinnen ist von ungleich anderer Qualität als durch das aufmerksame sitzen.

    Natürlich ist es das Beste in Abgeschiedeneit "zu sitzen". Der Geist kann so "effizienter" gesammelt werden.
    Aber Unruhe ist ja kein "Ding" das weggemacht werden muß. Sie ist ja nur ein Anzeichen dafür, daß es Dir nicht gelingt Dich zu sammeln.
    Dann, denke ich, ist es nötig, sich auf ein Meditatons"objekt" zu fokusieren, das Hara zb. oder einen Gegenstand, den man mit sich nimmt.
    Ich zb. finde da einen Bergkristall sehr nützlich. Auch ein Sinnspruch oder ein Gebet tun da sehr gute Wirkung.
    Man kann auch die Unruhe selbst hernehmen, schließlich hat alles einen friedvollen Kern.

    Für den Alltag, wo Du nicht sitzen kannst, suche und finde eine Sache oder einen Spruch, kurz und prägnant, der Dir persönlich Frieden und Mitgefühl vermittelt.
    Das gibt große Energie und so bist Du nicht enttäuscht über zuwenig Gelegenheit zum "Sitzen", so wird die Sammlung rund- zeittechnisch gesehen.

  • Onyx9
    Gast
    • 2. Juli 2011 um 02:31
    • #71

    nachtmeditation wird von anderen einflüssen und energien bedrängt, das sollte man wissen.
    da sind die alben, die chimären, die chinnen, ja die geister, die hinabziehen, die bedrücken,die verwirren, wie das flackern von mondlicht auf einem düsteren see.
    nachts will das unbewusste hinauf, das verdrängte, der schatten der seele, das, was wir verleugnen und zu verbergen wünschen.
    gleichzeitig ist das was auftaucht weitaus weniger fassbar und differenzierbar.
    wer spürt dem noch nicht gewachsen zu sein, sollte es vertagen.

  • Onyx9
    Gast
    • 2. Juli 2011 um 02:36
    • #72

    und der "tag" beginnt für die taoisten und kung-fu-menschen ca. 4.30 UHR. die yang-energie.

  • Grund
    Punkte
    32.810
    Beiträge
    6.483
    Mitglied seit
    18. Juni 2011
    • 2. Juli 2011 um 10:44
    • #73
    Onyx9:

    nachtmeditation wird von anderen einflüssen und energien bedrängt, das sollte man wissen.
    da sind die alben, die chimären, die chinnen, ja die geister, die hinabziehen, die bedrücken,die verwirren, wie das flackern von mondlicht auf einem düsteren see.
    nachts will das unbewusste hinauf, das verdrängte, der schatten der seele, das, was wir verleugnen und zu verbergen wünschen.
    gleichzeitig ist das was auftaucht weitaus weniger fassbar und differenzierbar.
    wer spürt dem noch nicht gewachsen zu sein, sollte es vertagen.

    Mir scheint, dass deine Phantasie mit dir durchgegangen ist. Vielleicht solltest du dich etwas disziplinieren?


    Grüße
    TM

  • Noreply
    Reaktionen
    5.091
    Punkte
    81.451
    Beiträge
    15.201
    Mitglied seit
    24. Juni 2011
    • 2. Juli 2011 um 11:13
    • #74
    Geronimo:
    Ellviral:


    Könnte es sein das "aufmerksames Sitzen" genau das ist das nicht gemacht werden soll wenn ich nur sitze?
    Hab die gleiche Erfahrung gemacht und wende das Aufmerksame Sitzen nur an wenn ich das auch wirklich will.
    Meditation dann wenn ich mich nicht zurück ziehen will oder kann.

    Kommt jetzt darauf an worauf du deine Aufmerksamkeit lenkst. Ich bin meist beim Atem, und um den immer im Blick zu haben ist schon einiges an Aufmerksamkeit erforderlich.


    Das mache ich am Anfang des Zazen. Ich lasse das los wenn Ich nicht mehr in den Atem eingreift. Dann gehe ich zur Haltung über und erkenne wie der Atme meinen Körper Auf-recht erhält. Dann lasse ich davon los, wenn Ich nicht mehr in die Haltung eingreift. Dann gehe ich dem Denken an den Kragen und lasse es wenn Ich nicht mehr in Körper und Atem durch denken eingreift. So und nun? Nun bin ich ganz da, alle Sinne sind offen gelegt und alle Eindrücke kommen rein Rein, keine Interpretation mehr nur noch Wahrnehmung. Falls Wahrnehmungen auftreten die Eine Reaktion erfordern werden sie sofort vom Nachdenken getrennt und als Wahrnehmung verarbeitet. Falls es Wahrnehmungen gibt die eine Handlung erfordert werden diese ohne zögern durchgeführt. Der Rückweg geht so das ich nach und nach dem Ich den Teil seiner Macht wiedergebe die er braucht und dann noch haben will. Das heisst ich lasse Interpretation wieder zu. Das Ergebnis des Zazen ist eine schnellere Umsetzung von nötigen Handlungen und eine erhebliche Vermeidung von Vorstellungen wie etwas denn nun zu verstehen ist. Wesentlich weniger Erregung und erheblich mehr Aufmerksamkeit. Auch schneller Antworten.

  • sumedhâ
    Gast
    • 2. Juli 2011 um 11:39
    • #75
    Ellviral:

    Das mache ich am Anfang des Zazen. Ich lasse das los wenn Ich nicht mehr in den Atem eingreift. Dann gehe ich zur Haltung über und erkenne wie der Atme meinen Körper Auf-recht erhält. Dann lasse ich davon los, wenn Ich nicht mehr in die Haltung eingreift. Dann gehe ich dem Denken an den Kragen und lasse es wenn Ich nicht mehr in Körper und Atem durch denken eingreift. So und nun? Nun bin ich ganz da, alle Sinne sind offen gelegt und alle Eindrücke kommen rein Rein, keine Interpretation mehr nur noch Wahrnehmung. Falls Wahrnehmungen auftreten die Eine Reaktion erfordern werden sie sofort vom Nachdenken getrennt und als Wahrnehmung verarbeitet. Falls es Wahrnehmungen gibt die eine Handlung erfordert werden diese ohne zögern durchgeführt. Der Rückweg geht so das ich nach und nach dem Ich den Teil seiner Macht wiedergebe die er braucht und dann noch haben will. Das heisst ich lasse Interpretation wieder zu. Das Ergebnis des Zazen ist eine schnellere Umsetzung von nötigen Handlungen und eine erhebliche Vermeidung von Vorstellungen wie etwas denn nun zu verstehen ist. Wesentlich weniger Erregung und erheblich mehr Aufmerksamkeit. Auch schneller Antworten.


    du greifst ein, du trennst, du hast ergebnisse vom zazen, du bekommst schnelle antworten.......... :?:

Ausgabe №. 137: „Sorgen entsorgen?"

30-cover-uw-137-png

  1. Impressum
  2. Datenschutzerklärung
  3. Nutzungsbedingungen
Netzwerk Buddhismus
Community-Software: WoltLab Suite™ 6.2.6
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App bei Google Play
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App im App Store
Download