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  1. Buddhaland Forum
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  3. Allgemeines zum Buddhismus

ist gier immer mit anhaften verbunden?

  • sumedhâ
  • 13. Juni 2011 um 16:03
  • Zum letzten Beitrag
  • sumedhâ
    Gast
    • 13. Juni 2011 um 16:03
    • #1

    ich bin neugierig was ihr zum thema schreibt :)

  • nibbuti
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    • 13. Juni 2011 um 16:13
    • #2

    Nicht immer, liebe sumedha, aber immer öfter.

    Anhaften geschieht nur Bruchstücke einer Sekunde nach dem Aufsteigen von Gier.

    Es braucht eine Menge geistiger Sammlung und Durchblick um Gier abzuschnippseln, bevor es zu Anhaftung wird, und wo die benötigte geistige Sammlung und der Durchblick vorhanden sind, da steigt ohnehin kaum noch Gier auf.

    Daher ist Gier für den durchschnittlichen Praktizierenden immer öfter mit Anhaftung verbunden.

    Zumindest sind die Grenzen fließend.

    :)

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

    Einmal editiert, zuletzt von nibbuti (13. Juni 2011 um 16:23)

  • Hanzze
    Gast
    • 13. Juni 2011 um 16:22
    • #3

    Sind wir den nicht alle verbunden *schmunzel*

    Für den Fortgeschrittenen ist dann die Befreiung die Anhaftung. *schmunzel*

  • sumedhâ
    Gast
    • 13. Juni 2011 um 16:27
    • #4
    nibbuti:

    Nicht immer, liebe sumedha, aber immer öfter.

    Anhaften geschieht nur Bruchstücke einer Sekunde nach dem Aufsteigen von Gier.

    Es braucht eine Menge geistiger Sammlung und Durchblick um Gier abzuschnippseln, bevor es zu Anhaftung wird, und wo die benötigte geistige Sammlung und der Durchblick vorhanden sind, da steigt ohnehin kaum noch Gier auf.

    Daher ist Gier für den durchschnittlichen Praktizierenden stets mit Anhaftung verbunden.

    Zumindest sind die Grenzen fließend.

    :)

    Alles anzeigen


    danke lieber thecap,

    du scheinst ja zu wissen was sich in "höheren" spären abspielt :)
    du schreibst:

    Zitat

    Anhaften geschieht nur Bruchstücke einer Sekunde nach dem Aufsteigen von Gier.


    wie ist das messbar? oder erschliesst es sich dem der kein durchnittlich praktizierender mehr ist? kannst du das beschreiben? ein beispiel geben?
    vielen dank

  • Hanzze
    Gast
    • 13. Juni 2011 um 16:29
    • #5

    Und ich dachte zuerst war das Ei *schmunzel* doch nicht ich...

  • Dorje Sema
    Gast
    • 13. Juni 2011 um 16:43
    • #6
    Hanzze:

    Sind wir den nicht alle verbunden *schmunzel*

    Oh oh, Nachtigall ick hör dir trapsen

    Zitat

    Für den Fortgeschrittenen ist dann die Befreiung die Anhaftung. *schmunzel*

    Ah so ah ja mhm,
    interessant.
    Wie meinen,
    bitte ?

    añjalī अञ्जलि
    Dorje Sema

  • nibbuti
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    • 13. Juni 2011 um 17:07
    • #7
    sumedhâ:

    kannst du ein beispiel geben?


    Klar, liebe sumedha.

    Zum Beispiel erinnert sich eine Person an den Geschmack eines Schokokeks als "angenehm".

    Dann steigt der Gedanke auf: "Ich möchte einen Schokokeks", Gier oder Verlangen nach einem Schokokeks entsteht.

    Der Nichtmeditierende oder Unweisebetrachtende geht der vergangenen Erinnerung weiter nach.

    Ihr nachgehend steigt der Wunsch ein zweites Mal, ein drittes Mal auf.

    Aus dem wiederholten Aufsteigen von Gier entsteht Anhaften, aus dem Anhaften entstehen Verhaltensmuster, und aus den Verhaltensmustern entsteht letztendlich Leid, obwohl der Schokokeks an sich vollkommen harmlos ist.

    Daraus sollte man aber nicht schließen, dass Gier ohne Anhaften möglich ist, weil ebendiese Verhaltensmuster Gier und Anhaftung weiter verwickeln und verknoten.

    Der Meditierende nimmt den Gedanken zur Kenntnis wie etwa "da steigt dieser Gedanke auf".

    Den Gedanken zur Kenntnis genommen, durchschaut er oder sie ihn, lässt ihn los, löst ihn auf, haftet nicht an ihm an.

    In dieser Person steigt der Gedanke nicht wieder auf, zumindest bis die Erinnerung erneut getriggert wird. Er oder sie befreit sich von der damit verbundenen Gier und den Verhaltensmustern.

    Jetzt gehe ich eine Runde spazieren, ziemlich heiß hier drin.

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

  • monikamarie
    Gast
    • 13. Juni 2011 um 18:35
    • #8

    http://www.google.de/url?sa=t&sourc…2vC_wMA&cad=rja

    Ich fass es nicht, zu komisch dieser Film hier :lol::lol::lol:

  • mirco
    Gast
    • 13. Juni 2011 um 19:04
    • #9
    sumedhâ:

    ich bin neugierig was ihr zum thema schreibt :)


    Hallo Sumedhā,


    ich bin gar nicht so neugierig, was wir so schreiben. Mann kann es im Kanon nachlesen. Es ist Teil der Lehre, darüber brauchen wir uns nicht mehr den Kopf zu zerbrechen. Bloß erkennen :)

    Vielleicht zuvor eine kleine Begriffsdefinition:

    • Gier entsteht mit einer angenehmen oder unangenehmen Empfinfdung als Grundlage. Es ist der nicht intellektuelle "ich-will" oder "ich-will-nicht"-Geist, d.i. Verlangen (taṇhā)
    • Anhaftung (upadana) entsteht mit diesem Geist als Grundlage. Upadana sind alle Gedanken, Ideen, Konzepte, Vorstellungen über das Warum des Begehrens.


    Anhaften ist also der dem Begehren nachfolgende Prozess.

    Wenn man nun die Bewegung der Aufmerksamkeit des Geistes zu Gier hin bemerkt,

    also den Vorgang des Entstehens von Begehrens erkennt und es loslässt, sich entspannt und zum Medi-Objekt zurückkehrt,

    bevor Anhaften entsteht, entsteht kein Anhaften.

    Dafür braucht es Übung im Beobachten und Loslassen.


    Alles Gute, :) _()_

    3 Mal editiert, zuletzt von Anonymous (13. Juni 2011 um 22:34)

  • Kusala
    Gast
    • 13. Juni 2011 um 19:12
    • #10
    mirco:

    Dafür braucht es Übung im Beobachten und Loslassen.

    Ganz genau. Deswegen sind solche Diskussionen Zeitverschwendung, die man lieber nutzen sollte um sich in der Achtsamkeit zu schulen.

    Dann erübrigen sich solche Fragen von alleine.

    Lesen/lernen .... eigenes darüber nachdenken, achtsam beobachten ..... Meditation/Kontemplation ("tiefer ergründen", los lassen).

    Ein bisken muss man bei Buddhas Dhamma schon selber machen. ;)

    Liebe Grüße und einen schönen Abend
    Kusala

  • Erdmaus
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    • 13. Juni 2011 um 19:46
    • #11
    Zitat

    Ein bisken muss man bei Buddhas Dhamma schon selber machen.

    gibt es etwas, dass man nicht selber machen muss?

  • crazy-dragon
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    • 13. Juni 2011 um 19:54
    • #12
    Erdmaus:


    gibt es etwas, dass man nicht selber machen muss?

    Klar- den Schokokeks von Nibbuti... :D

    _()_ c.d.

    Tag für Tag ein guter Tag

  • sumedhâ
    Gast
    • 13. Juni 2011 um 19:56
    • #13

    Ihr habt mich überzeugt!
    ich lasse los und mache selber.
    vielen dank

  • Helmut9
    Gast
    • 13. Juni 2011 um 22:00
    • #14

    Da hätte ich doch beinahe Ja geschrieen.
    Eine Gier ist nicht mit Anhaftung verbunden, die Gier nach Befreiung.

  • mirco
    Gast
    • 13. Juni 2011 um 22:32
    • #15
    Kusala:
    mirco:

    Dafür braucht es Übung im Beobachten und Loslassen.

    Ganz genau. Deswegen sind solche Diskussionen Zeitverschwendung, die man lieber nutzen sollte um sich in der Achtsamkeit zu schulen. Dann erübrigen sich solche Fragen von alleine. Lesen/lernen .... eigenes darüber nachdenken, achtsam beobachten ..... Meditation/Kontemplation ("tiefer ergründen", los lassen). Ein bisken muss man bei Buddhas Dhamma schon selber machen.


    Aber selbst während der Benutzung des Computers und des Schreibens hier kann Beobachten und Loslassen geübt und gelernt werden.
    Ersetzt aber nicht die stille Sitzmeditation.

    Alles Gute :) _()_

  • accinca
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    • 14. Juni 2011 um 00:13
    • #16
    Helmut9:

    Da hätte ich doch beinahe Ja geschrieen.
    Eine Gier ist nicht mit Anhaftung verbunden, die Gier nach Befreiung.


    Zumindest ist sie das im günstigen Fall nicht bzw. sollte es nicht sein.

  • Hanzze
    Gast
    • 14. Juni 2011 um 02:05
    • #17
    Helmut9:

    Da hätte ich doch beinahe Ja geschrieen.
    Eine Gier ist nicht mit Anhaftung verbunden, die Gier nach Befreiung.


    *schmunzel*

  • nibbuti
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    • 14. Juni 2011 um 06:17
    • #18
    Kusala:

    Deswegen sind solche Diskussionen Zeitverschwendung, die man lieber nutzen sollte um sich in der Achtsamkeit zu schulen.


    Da kann ich dir nicht zustimmen, liebe Kusala.

    Diskussion über Dhamma, die mit direkter Erfahrung einhergeht oder zu direkter Erfahrung einlädt, ist nicht Zeitverschwendung.

    Das ist nichts anderes als das von dir genannte "in der Achtsamkeit schulen".

    Wirkliche, ununterbrochene ;) Achtsamkeit wird erst durch Abgleichen oder auf die Probe stellen des vorhandenen Wissens möglich.

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

  • Hanzze
    Gast
    • 14. Juni 2011 um 07:38
    • #19

    Was will man auf die Probe stellen was man nicht kennt? *schmunzel*

  • Helmut9
    Gast
    • 14. Juni 2011 um 12:46
    • #20
    accinca:
    Helmut9:

    Da hätte ich doch beinahe Ja geschrieen.
    Eine Gier ist nicht mit Anhaftung verbunden, die Gier nach Befreiung.


    Zumindest ist sie das im günstigen Fall nicht bzw. sollte es nicht sein.

    Das Gute ist die Gier ist weg wenn sie das Ziel erreicht hat. Das Ziel dann auch. Gier in Selbstvernichtung.
    Buddhas Weg ist vielleicht doch wenendlich einfacher.
    Er setzt sich hin in der Gier sich vom Leiden zu befreien und steht auf als Buddha.

  • accinca
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    • 14. Juni 2011 um 14:44
    • #21
    Helmut9:
    accinca:


    Zumindest ist sie das im günstigen Fall nicht bzw. sollte es nicht sein.


    Das Gute ist die Gier ist weg wenn sie das Ziel erreicht hat. Das Ziel dann auch.
    Gier in Selbstvernichtung. Buddhas Weg ist vielleicht doch wenendlich einfacher.
    Er setzt sich hin in der Gier sich vom Leiden zu befreien und steht auf als Buddha.

    Eigentlich glaube ich nicht, das man das mit der Gier so zu recht sagen kann.
    Nach dem Buddha wird Begehren in mehreren Schritten aufgehoben.
    Der erste Schritt ist die Aufhebung der Gier in deren folge es zu tugendlosen
    Verhalten kommt oder kommen kann.
    Der zweite Schritt ist die Aufhebung der Gier nach Sinnlicher Befriedigung.

    So das ist der Hauptteil.

    Der dritte Schritt ist die Aufhebung des Begehrens nach Formen und Körperlichkeit.
    Der vierte Schritt ist die Aufhebung des Begehrens nach Formlosigkeit.
    So und das war es auch schon. Damit ist das Begehren, das Begehren aufzulösen befriedigt.

  • Helmut9
    Gast
    • 14. Juni 2011 um 16:11
    • #22
    accinca:
    Helmut9:


    Das Gute ist die Gier ist weg wenn sie das Ziel erreicht hat. Das Ziel dann auch.
    Gier in Selbstvernichtung. Buddhas Weg ist vielleicht doch wenendlich einfacher.
    Er setzt sich hin in der Gier sich vom Leiden zu befreien und steht auf als Buddha.

    Eigentlich glaube ich nicht, das man das mit der Gier so zu recht sagen kann.
    Nach dem Buddha wird Begehren in mehreren Schritten aufgehoben.
    Der erste Schritt ist die Aufhebung der Gier in deren folge es zu tugendlosen
    Verhalten kommt oder kommen kann.
    Der zweite Schritt ist die Aufhebung der Gier nach Sinnlicher Befriedigung.

    So das ist der Hauptteil.

    Der dritte Schritt ist die Aufhebung des Begehrens nach Formen und Körperlichkeit.
    Der vierte Schritt ist die Aufhebung des Begehrens nach Formlosigkeit.
    So und das war es auch schon. Damit ist das Begehren, das Begehren aufzulösen befriedigt.

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    Ich Danke Dir!!!
    Das hast Du mir gut und kurz auseinandergehauen.
    So kann ich meine bisherige Arbeit überprüfen und die Dinge in Angriff nehmen die ich nicht wusste.
    Nochmal vielen Dank!
    liebe Grüsse
    Helmut

  • nibbuti
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    • 14. Juni 2011 um 17:55
    • #23
    Hanzze:

    Was will man auf die Probe stellen was man nicht kennt? *schmunzel*


    Indem man es kennenlernt.

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

  • Hanzze
    Gast
    • 14. Juni 2011 um 18:01
    • #24

    Coole Idee! Was meinst du dazu Kusala *schmunzel*

  • brigittefoe
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    • 15. Juni 2011 um 00:44
    • #25
    sumedhâ:

    ich bin neugierig was ihr zum thema schreibt :)

    Zu welchem Thema ?
    Gier ?
    und was ist anhaften ?

    Mir ist weder das eine noch das andere gefährlich

    LG

    Es ist eine wahre Schmach und Schande, daß wir Christen wie blinde Hühner umhergehen und nicht erkennen, was in uns ist und davon gar nichts wissen.
    Johannes Tauler

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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