1. Übersicht
  2. Forum
  3. Lexikon
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
Dieses Thema
  • Alles
  • Dieses Thema
  • Dieses Forum
  • Seiten
  • Forum
  • Lexikon
  • Termine
  • Erweiterte Suche
  1. Buddhaland Forum
  2. Buddhistische Schulen/Strömungen
  3. Theravada-Buddhismus

Achtsamkeit auf Geist/Gemüt M141

  • Norbert
  • 24. Mai 2011 um 13:01
  • Zum letzten Beitrag
  • Norbert
    Themenautor
    Punkte
    725
    Beiträge
    142
    Mitglied seit
    12. August 2008
    • 24. Mai 2011 um 13:01
    • #1

    Hallo zusammen,

    ich habe eine Frage zum 7. Glied des achtfachen Pfades : rechte Achtsamkeit.

    In M 141.30 (Zumwinkel) bezieht sich die Achtsamkeit nach Übersetzung von Neumann auf 1.Körper, 2.Gefühle, 3.Gemüt und 4.Geistesobjekte, Zumwinkel übersetzt 3.Gemüt mit Geist.

    Die Frage ist, was ist mit Geist/Gemüt gemeint? Im Pali steht : citte cittānupassī viharati… , das würde dem Geist/Herz, also dem Gemüt entsprechen so vermute ich mal, was praktisch bedeutet das die Achtsamkeit auf meine Hinneigungen/Abneigungen, meine Trieben, meinen Charaktereigenschaften zu richten ist. Sehe ich das richtig?

    Liebe Grüsse

    Norbert

    Gier, Hass und Verblendung sind weder in Werken noch in Worten zu überwinden, sondern nur durch wiederholtes weises Erkennen (A.X/23)

  • brigittefoe
    Reaktionen
    2
    Punkte
    11.327
    Beiträge
    2.243
    Mitglied seit
    22. September 2010
    • 24. Mai 2011 um 13:04
    • #2

    Christliche Mystiker verstehen das
    Gemüt als Geist !

    Bin gespannt wie Deine Frage
    beantwortet wird.
    Lieber Gruß

    Es ist eine wahre Schmach und Schande, daß wir Christen wie blinde Hühner umhergehen und nicht erkennen, was in uns ist und davon gar nichts wissen.
    Johannes Tauler

  • Hanzze
    Gast
    • 24. Mai 2011 um 13:21
    • #3
    Norbert:

    Hallo zusammen,

    ich habe eine Frage zum 7. Glied des achtfachen Pfades : rechte Achtsamkeit.
    In M 141.30 (Zumwinkel) bezieht sich die Achtsamkeit nach Übersetzung von Neumann auf 1.Körper, 2.Gefühle, 3.Gemüt und 4.Geistesobjekte, Zumwinkel übersetzt 3.Gemüt mit Geist.
    Die Frage ist, was ist mit Geist/Gemüt gemeint? Im Pali steht : citte cittānupassī viharati… , das würde dem Geist/Herz, also dem Gemüt entsprechen so vermute ich mal, was praktisch bedeutet das die Achtsamkeit auf meine Hinneigungen/Abneigungen, meine Trieben, meinen Charaktereigenschaften zu richten ist. Sehe ich das richtig?

    Liebe Grüsse
    Norbert


    Lieber Norbert,

    die letzte Gruppe im Achtfachen Pfad (Anstrengung, Achtsamkeit, Konzentration) darf man denke ich nicht zergliedert betrachten. Für das normale Alltagsleben, kann man sich z.B. die 14 Achtsamkeitsübungen als Anhalt hernehmen für die Achtsamkeit hernehmen.
    Im Tieferen Sinne sind sie aber Mittel der Mediation (Vertiefung) und im gegenseitigen Ausgleich helfen sie tiefer einzudringen und den Geist freier zu machen. Das Objekt der Achtsamkeit, hängt immer damit zusammen, wie weit man ist.
    Gewöhnlich versucht man zu Beginn die Umwelt achtsamer zu beobachten. Später sich selbst, seine Gedanken, seine Gefühle, deren Herkunft, deren aufkommen und vergehen...
    Auch ist es, dass man in der Regel damit beginnt, seine Konzentration zu schärfen und zu trainieren. Ich denke das zu Begrifflich zu machen, kann eher kontraproduktiv sein und leicht in der Theorie hängen bleiben. Das ist sicher ein Thema, dass man mit einem guten Meditationslehrer bespricht.

    Vielleicht hilft dir das weiter:

    Zitat
    Zitat

    The Fence

    As for the practice, start out by establishing your powers of endurance and then contemplate. Contemplate your activities, your comings and goings. Contemplate what you're up to. Whatever arises, the Buddha has us know all around. Whatever direction things come in from, he has us know all around. If we know all around, whatever comes in this way, we see it. Whatever comes in that way, we see it. Right we know. Wrong we know. Happy we know. Glad we know. We know all around.
    But our minds, when they contemplate, aren't yet all around. We know just this side but leave that side wide open. It's like putting a fence around a field or around a house but it doesn't go all around. If we put it up just on that side, thieves will come in this side, the side that the fence hasn't gone around. Why is that? We haven't closed the gate. Our fence isn't yet good. So it's normal that they'll have to come through that opening. So we contemplate again, adding more fence, closing things off, continually.
    Putting up a fence means establishing mindfulness and always being alert. If we do this, the Dhamma won't go anywhere else. It'll come right here. Good and bad, the Dhamma we should see and should know, will arise right here.


    Der Zaun

    Bezüglich deiner Praxis, Beginne Kraft und Durchhaltevermögen zu etablieren und dann beobachte. Beobachte deine Tätigkeiten, dein Aufkommen und das Vergehen. Beobachte was du vor hast. Was immer aufkommt, Buddha ließ alles herum wissen. Aus welcher Richtung es auch kommt, er ließ alles herum wissen. Wenn wir alles herum wissen, sehen wir es. Was immer diesen Weg kommt, sehen wir es. Richtig kennen wir. Falsch kennen wir. Fröhlich kennen wir. Stolz kennen wir. Wir wissen alles herum.
    Aber unser Geist, wenn wir ihn beobachten, ist noch nicht rund herum. Wir kennen nur diese Seite, aber lassen die diese offen. Es ist wie einen Zaun um ein Feld oder um ein Haus zu machen und er reicht nicht rund herum. Wenn wir ihn nur an jener Seite machen, werden Diebe von der anderen Seite kommen, von dort wo er noch nicht herum steht. Warum ist das? Wir haben den Eingang nicht geschlossen. Unser Zaun ist noch nicht gut. Es ist also normal, daß sie durch diese Öffnungen kommen. So beobachten wir wieder, ergänzen noch mehr Zaun, schließen in nach und nach, immer fort.
    Einen Zaun errichten heißt Aufmerksamkeit zu entwickeln und Achtsam sein. Wenn wir das so machen, kann das Dhamma nicht weg. Es wird genau hier hereinkommen. Gut und Schlecht, Dhamma das wir sehen und verstehen sollten, wird genau hier entstehen.


    Der Zaun und mehr zum achtfachen Pfad

  • nibbuti
    Reaktionen
    2
    Punkte
    16.352
    Beiträge
    3.211
    Mitglied seit
    23. April 2011
    • 25. Mai 2011 um 01:55
    • #4
    Norbert:

    Die Frage ist, was ist mit Geist/Gemüt gemeint?


    Hi Norbert

    Gemüt ist nur der spirituelle Ausdruck für den (materiellen, alltäglichen) Geistzustand.

    Zum Beispiel klar, trübe, offen, beschränkt, gelöst, irritiert, usw.

    Alles was nicht Körper, Sinnesempfindung und Objekt ist.

    :)

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

  • Norbert
    Themenautor
    Punkte
    725
    Beiträge
    142
    Mitglied seit
    12. August 2008
    • 25. Mai 2011 um 12:45
    • #5

    Vielen Dank für eure Antworten,

    ich fass mal kurz zusammen wie ich es jetzt verstehe:

    Rechte Achtsamkeit auf 1.Körper, 2.Gefühle, 3.Gemüt und 4.Geistesobjekte bedeutet zu 1. körperliche Empfindungen einschließlich Sinneseindrücke und Objekte zu 2. wohl/weh/wederwohlnochweh-Gefühle 3. das Befinden/Befindlichkeit/wie mir zumute ist 4. Geistesobjekte (alles was da so auftaucht).

    Ich möchte mir das begrifflich machen damit ich genau weiss worum es geht und wie ich zu praktizieren habe. Die Lehre ist von feinster Genauigkeit ... ;)

    Von Zeit zu Zeit ergeben sich neue/tiefere Erkenntnisse was zur Folge hat das die Praxis danach entsprechend weiter ausgerichtet wird.

    Liebe Grüsse

    Norbert

    Gier, Hass und Verblendung sind weder in Werken noch in Worten zu überwinden, sondern nur durch wiederholtes weises Erkennen (A.X/23)

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

  1. Impressum
  2. Datenschutzerklärung
  3. Nutzungsbedingungen
Community-Software: WoltLab Suite™ 6.1.18
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App bei Google Play
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App im App Store
Download