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  1. Buddhaland Forum
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Alltag mit Kinder und Buddhismus

  • isla
  • 1. Mai 2011 um 14:04
  • Zum letzten Beitrag
  • isla
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    • 1. Mai 2011 um 14:04
    • #1

    Hallo, ich bin ganz neu hier und bin auch kein Insider was Buddhismus anbelangt.

    Das heisst, ich persönlich lebe schon seit ein paar Jahren nach dem buddhistischen Sinn. Alleine ist dies (für mich gesehen) auch viel einfacher. Nun habe ich drei kleine Kinder. Leider habe ich das praktizieren ein bisschen vernachlässigt, möchte es aber wieder voll in mein (unser) Leben bringen. Möchte mit den Kids danach handeln und sie auch so erziehen. (also nicht eine Religion aufzwingen, sondern das Leben selbst im Alltag danach richten)

    Nun stosse ich aber immer wieder an meine Grenzen, deshalb hoffe ich hier auf andere Mütter oder Väter zu stossen. Würde mich sehr über Austausche freuen.

    zb um solche Fragen; wie handeln wenn das Kind andere schlägt? wenn es grob mit dem Baby ist? geht es einfacher wenn ich mit den Kids buddhistische Kinderbücher anschaue und es so erkläre?

    Sooo viele Fragen.

    Mittlerweile habe ich auch wieder Tipps gefunden wie ich auch im Alltag runterfahren kann, sei dies beim Treppen steigen, beim stillen, beim windeln etc. Dafür bin ihc schon wieder sehr dankbar.

    Was könnte ich für Rituale mit den Kids einbauen? Ich selber gehöre keiner Gruppe an, habe mir alles aus Büchern rausgelesen, oder andere personen gefragt.

    Wäre schön wenn ich so zu anderen Familien Kontakt herstellen könnte. Ich möchte def. das in unserer Familie umsetzen.

    Vielen Dank, grüsse isla

  • Onda
    Gast
    • 1. Mai 2011 um 15:51
    • #2

    Ein Lesetipp:
    http://www.amazon.de/kleine-buddhis…04257885&sr=1-1

    LG
    Onda

  • isla
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    • 1. Mai 2011 um 15:58
    • #3

    Lieben Dank Onda :)

    dieses Buch hab ich grad durch....hat mir schon sehr viele Ideen gebracht. Habe diverses rausgeschrieben und hoffe jetzt dass ich es auch immer wieder durchlese und anwende...

    lg

  • Aiko
    Gast
    • 1. Mai 2011 um 16:14
    • #4
    isla:

    Hallo, ich bin ganz neu hier und bin auch kein Insider was Buddhismus anbelangt.

    Das heisst, ich persönlich lebe schon seit ein paar Jahren nach dem buddhistischen Sinn. Alleine ist dies (für mich gesehen) auch viel einfacher. Nun habe ich drei kleine Kinder. Leider habe ich das praktizieren ein bisschen vernachlässigt, möchte es aber wieder voll in mein (unser) Leben bringen. Möchte mit den Kids danach handeln und sie auch so erziehen. (also nicht eine Religion aufzwingen, sondern das Leben selbst im Alltag danach richten)


    Ich empfehle da einfach das Vorbild. Und dann auch die Akzeptanz, dass andere nicht unbedingt deinem Vorbild folgen wollen. Wenn Kinder dann einmal erwachsen sind, müssen sie ihre eigenen Entscheidungen treffen und da ist die Vorprägung durch Eltern oft ein ziemlicher Klotz am Bein.
    Wenn dir Buddhismus Freude macht, dann praktiziere ihn und lass dich auf diese Praxis auch soweit ein, dass du eine Insiderin wirst.

    Zitat


    Nun stosse ich aber immer wieder an meine Grenzen, deshalb hoffe ich hier auf andere Mütter oder Väter zu stossen. Würde mich sehr über Austausche freuen.


    Ja - Grenzen sind das wichtigste am Buddhismus - .

    Zitat


    zb um solche Fragen; wie handeln wenn das Kind andere schlägt? wenn es grob mit dem Baby ist? geht es einfacher wenn ich mit den Kids buddhistische Kinderbücher anschaue und es so erkläre?


    Als nach Lehrbuch-Anleitung würde ich da nicht handeln, sondern nach dem, was dein Herz da dir sagt.
    Kinder leben nach ihren Vorbildern. Wenn sie erleben, dass geschlagen wird, dann machen sie das auch nach. Also - willst du das deine Kinder nicht schlagen, dann schlag sie auch nicht.
    Handlungen werden kaum aus Büchern gelernt - das Beispiel ist das Entscheidende.

    Zitat


    Mittlerweile habe ich auch wieder Tipps gefunden wie ich auch im Alltag runterfahren kann, sei dies beim Treppen steigen, beim stillen, beim windeln etc. Dafür bin ihc schon wieder sehr dankbar.

    Was könnte ich für Rituale mit den Kids einbauen? Ich selber gehöre keiner Gruppe an, habe mir alles aus Büchern rausgelesen, oder andere personen gefragt.


    Wenn du selbst keine buddhistischen Gruppe angehörst, da würde ich diese Lücke erst mal füllen und mit einer Praxis selbst beginnen. Es ist sonst völlig unglaubwürdig, jemandem was aufzunötigen, was man selbst nicht lebt.

    Zitat


    Wäre schön wenn ich so zu anderen Familien Kontakt herstellen könnte. Ich möchte def. das in unserer Familie umsetzen.


    Und weshalb, willst du den Buddhismus in deiner Familie umsetzen? Versteh' ich nicht. Missionieren muss man ja nun nicht die Menschen, die man liebt.

    _()_

  • Hanzze
    Gast
    • 1. Mai 2011 um 16:56
    • #5

    Grias di Isla,

    Ich denke offen bleiben und von ihnen so viel wie möglich lernen ist das wichtigste. Als Erwachsener kann man Kindern lernen, wie sie sich in der Gesellschaft am besten zurecht finden und ihnen die täglichen Spielregeln im Zusammenleben näher bringen und erklären.

    Wenn man dabei so viel wie möglich von seinen Vorstellungen wie es sein sollte oder sein muß zurückstecken kann und ihnen dennoch Demut und Respekt näher bringen kann, werden alle dabei an Freiheit gewinnen und vor allem an Verständnis. Gerade wenn einem etwas ganz und gar nicht passt, ist Geduld das wichtigste. In Geduld üben und Geduld schenken und gemeinsam forschen was für alle gut ist und was nicht.

    Loslassen ist denke ich sehr wichtig und die Freiheit vor die Bindung stellen. Die daraus entstehende Bindung hat viel mehr Tiefe und dennoch ist sie immer frei. Ich denke es ist auch wichtig ganz konkrete Aufgaben zu vergeben und nicht immer daran zu hängen alles selber im Griff haben zu müssen. Auch wenn Kinder noch klein sind, tun ihnen Aufgaben sehr gut und sie lernen sehr viel daraus.

    Wer gibt einem bessere Aufgaben mit Fragen und Unbefangenheit als Kinder. Das ist doch Praxis pur. Nütze die Gelegenheit gut und lass dich nicht darauf ein Praxis wäre etwas anderes oder wo anders.

    Es ist gut sich an das Buddha Dhamma zu halten und darin Zuflucht zu suchen, aber dazu bedarf es ganz und gar nicht dem Stress "Buddhist" zu sein und auch für die Kinder ist es vielleicht im Kindergarten oder in der Schule nur Anhaltspunkt zum Stress.

    Ich denke es gibt sicher auch im deutschen Sprachraum Bücher, die z.B. Jataka-Geschichten für Kinder aufbereitet haben. Sind vielleicht eine alternative zu Fernsehen oder anderen Unterhaltungsdingen.

    Mit Sicherheit findest du z.B. hier viele, die dir in konkreten Problemfällen weiter helfen können und vielleicht gute Anregungen geben.

    Vielleicht noch zwei Vergleichnisse, die zwar nicht um Eltern handeln aber in die selbe Kerbe schlagen, wie schon Aiko erwähnt hat.

    Zitat
    Zitat


    A Mold

    You schoolteachers are a mold for forming people, so you should turn toward the direction of the Dhamma and practice the Dhamma. Behave yourselves in a way that can be an example for others. You're like a mold for making Buddha amulets. Have you ever seen one? Just a single mold: They carve it well, carving the face, the eyebrows, the chin so that they aren't crooked or missing anything, so that the Buddha amulets they stamp out of it will come out beautiful. And when they come out they really are beautiful because of that one good mold.
    It's the same with schoolteachers, who are molds for their students and for people at large. You have to make yourselves beautiful in terms of the personal qualities of a good teacher. You always have to behave in line with your ethical discipline and the pattern of a leader and guide. Abandon all forms of intoxication and unskillful behavior. Try to restore high standards of morality. You have to be a good example to the children.

    Ein Model

    Ihr Schullehrer seit ein Model, eine Gießform um Menschen zu formen, deshalb solltet ihr euch in Richtung Dhamma bewegen und Dhamma praktizieren. Benehmt euch in einer Weise, daß ihr ein Vorbild für andere seit. Ihr seit wie ein Model um Buddhafiguren zu gießen. Habt ihr so etwas je gesehen? Ein einziges Model: Sie schnitzen es mit Achtsamkeit, arbeiten das Gesicht heraus, die Augenbraun, das Kinn... so das alles ideal passt und nichts fehlt, daß das Buddhaamulett später in schöner Form aus dieser Gießform kommt. Wenn diese dann fertig sind, sind sie wirklich schön, weil sie aus einem schönen Modl kommen. Das selbe ist mit Schullehrern, sie sind Models für ihre Schüler und auch für Erwachsene. Du mußt dich selbst schön machen, im Sinne von persönlichen Qualitäten eines guten Lehrers. Verhalte dich konform mit deiner ethischen Disziplin, im Muster eines Vorbildes und einer Leitfigur. Lehne jede Form von Berauschung und unpassendem Verhalten ab. Versuche einen hohen Moralstandart zu halten. Sei ein gutes Vorbild für die Kinder.

    Zitat


    Vines

    Children are like vines. Wherever a vine sprouts up, it has to look for a tree to climb up. If one tree is 15 centimeters away and another 10 meters away, which tree do you think the vine will climb up? It'll climb up the nearest tree. It's probably not going to climb up the tree 10 meters away because that one is too far off.
    In the same way, schoolteachers are the people closest to their students. They're the people who children are most likely to take as examples. So it's essential that you schoolteachers have good manners and standards of behavior — in terms of what you should do and should abandon — for children to see. Don't teach them just with your mouths. The way you stand, the way you walk, the way you sit — your every movement, your every word — you have to make into a teaching for the children. They'll follow your example because children are quick to pick things up. They're quicker than adults.


    Schlingpflanzen

    Kinder sind wie Schlingpflanzen. Wo immer eine zu sprießen beginnt, sucht sie nach einem Baum um hochzuklettern. Wenn ein Baum 15 Zentimeter und ein anderer 10 Meter entfernt sind, auf welchen glaubt ihr wird die Schlingpfanze hochklettern? Sie wird hpchst wahrscheinlich nicht auf den 10 Meter entfernten klettern, denn dieser ist zu weit weg.
    In selber Weise sind Schullehrer ihren Schülern am nächsten. Sie sind jene, die die Schüler als Vorbild nehmen. Daher ist es wichtig, daß ihr Lehrer gutes Benehmen und einen guten Standard im Verhalten habt - in Fagen, was ihr tun und was ihr lassen solltet. Lehrt nicht nur mit eurem Mund. Die Art wie ihr steht, wie ihr sitzt, wie ihr geht - in jedem Moment, in jedem eurer Wörter - ihr müßt sie in eine Lehre für die Kinder verwandeln. Sie folgen eurem Beispiel, den Kinder sind schnell im Hochklettern. Sie sind schneller als Erwachsene.

    In Simple Terms-108 Dhamma Similes
    by
    Ajahn Chah
    translated from the Thai by
    Thanissaro Bhikkhu

    Alles anzeigen

    Die Aufgaben der Eltern zu Kindern und Kinder zu Eltern, wie Buddha sie gelehrt hatte sind eigentlich ziemlich knapp und klar. Wenn wir es so einfach wie möglich halten und uns stets daran erinnern, geht am wenigsten schief.

    Zitat

    Die Aufgaben eines Kindes gegenüber seinen Eltern

    1. Sie zu versorgen, wenn sie nicht mehr in der Lage sind, sich aus Gründen des Alters selbst zu versorgen. 2. Sich um ihre Verwaltungs- und Administrativen Dinge annehmen. 3. Guten Traditionen der Familie, wie Großzügigkeit und Ehrlichkeit, folgen und sie aufrecht erhalten. 4. Würdig zu sein, ihre materielles und spirituelles Erbe zu erhalten. 5. Eine Zeremonie nach ihrem Tod zu veranstalten.

    Die Aufgaben der Eltern gegenüber ihrem Kind

    1. Ihm (ihr) von klein auf gutes moralisches Verhalten angewöhnen. 2. Sie (ihn) gut im sozialen Umgang mit anderen zu lehren (Respekt vor anderen). 3. Ihnen Wissen zuteil lassen und sie zu einem heilvolle Beruf zu führen. 4. Sie mit einem Partner, mit guter Moral und entsprechend ihren Bedürfnissen zu verheiraten. 5. Ihnen ihr Erbe zukommen zu lassen, wenn es an der Zeit ist.

  • monikamarie
    Gast
    • 1. Mai 2011 um 17:16
    • #6

    Hallo Isla,
    ich habe meine Tochter so erzogen, wie es mir vor fast 40 Jahren eben nur möglich war. Ich hatte schon gewisse Einsichten, aber selbst noch viele Schwächen. Dennoch war es mir offensichtlich möglich, einen "guten Grundstein zu legen". Sie hat mir immer alles erzählt, wir haben über ALLES gesprochen, ich war auch manchmal ratlos und schwach - vor allem in der Pubertätszeit. Wir haben das alles über-durch-standen. Dann fand sie mich blöd, weil ich mich immer mit dem Glauben und dem Sinn des Lebens beschäftigte. Und wollte überhaupt nichts davon hören. Ich habe sie sich selbst finden lassen.

    Obwohl sie gegen Vieles - vor allem alternative Medizin - ihren Widerstand zeigte, befindet sie sich im Moment auf dem Weg zur Biobäuerin und alternativen Schmerztherapeutin und verlässt allmählich den schulmedizinischen Pfad - was mich sehr freut.
    Aber ich glaube nicht, dass ich wirklich bewusst viel dazu beigetragen habe. Ich war wie ich bin, eine Mutter, die das Beste für ihr Kind will, aber selbst noch soooo viel zu lernen hatte und hat.

    Wichtig erscheint mir eine offene, herzliche - wirklilch präsente - Zuwendung und das konsequente Einhalten von Grenzen, wenn nötig.

    Liebe Grüße
    Monika

  • isla
    Themenautor
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    • 1. Mai 2011 um 22:25
    • #7

    @monika
    lieben dank, das ist schön zu lesen. ja, das stimmt offen und kommunikativ. das sind wir auch, was ich aber bereits auch gelernt habe ist vieles von den kids zu wiederholen, und sie nicht ausfrage oder zuviel rede. das klappt schon recht gut was mir auch freude bereitet...man braucht gar nicht viel zu sagen aber ich muss präsent und offen sein.
    dann eben die lieben grenzen, die sind ja sowas von wichtig. aber wie krieg ich die hin?? der junge ist für mich eher leicht zu erziehen, wenn ich ihm erkläre warum er dies oder jenes nicht sollte dann probiert er es zu verstehen, macht es nicht mehr oder es kommt vielleicht noch einmal vor. ihn kann man sehr gut führen. das girl ist mit 4 eine rechte rebellin, sie ist schwierig zu greiffen. die hat antworten parat wie eine erwachsene und trotzdem ist sie sehr trotzig. aber ich glaube mittlerweile, dass ich sie habe weil ich durch sie noch viel lernen muss. sie ist sehr selbständig, was toll ist, aber auch gefährlich sein kann. zb will sie immer alleine über die strasse laufen, sie kann es aber noch nicht sicher abschätzen ob das auto nun hält oder nicht. trotzdem wird sie sehr wütend wenn ich mitlaufe, obwohl ich ihr dies schon xmal erklärt habe und zwar lieb und ruhig.

    @hanzze
    lieben dank, vieles was ich rausnehmen kann und weiter verfolgen werden. ja, das tägliche vorleben ist wichtig. und ich glaube wir machen das auch gut. zb reisen wir viel, sind deshalb auch sehr offen und freundlich zu jeden menschen, aber die kleine hat bis jetzt vielleicht 2x jemanden gegrüsst. ich verstehs absolut nicht.....da hinterfrage ich dann manchmal wiederum das vorleben..smile....
    jaaaa die liebe geduld, dass muss ich noch mehr und noch mehr lernen. da werde ich mich noch intensiev damit auseinander setzen.
    mit dem loslassen haben wir eher wiederum keine mühe. wir reissen die kids auch nicht an uns, obwohl ich zu 100% für sie da bin. ich begleite sie und wenn sie zu jemandem möchten gehen wir hin, und ich kann sie dort lassen.

    och die schlingpflanze geschichte...die ist gut....genau noch mehr auf die wortwahl etc. achten, der spiegel ist direkt vor einem:-)
    Ajahn Chah, ich mag seine bücher und seine referate. voller humor und einfach zu verstehen...

    toll das mit den aufgagen der eltern und der kinder, werde ich mir auch rausnehmen, danke

    @aiko
    auch ihnen ein danke schön....
    das stimmt freude macht es mir wirklich sehr, wir sind auch nicht mainstream....daher leben wir dies auch schon vor. aber ich habe halt schon ein bisschen bedenken wegen dem umfeld. wir können zwar alles vorleben aber irgendwie muss ich es den kleinen dann doch erklären. zb halten wir nicht viel von geschenken, dh wenn wir geburi haben, dann machen wir jemand anderem ein geschenk, oder wenn spielzeug doppelt ist oder aus dem alter dann bringen wir dies zu organisationen, wir kaufen auch viel in second hand ein, (nicht weil wir es nicht vermögen sondern weil es mir spass macht) aber kids werden schon bei solch kleinen sachen konfrontiert, weil es die anderen eben nciht so machen.

    hhmm aber diese bemerkung mit dem schlagen, kann ich jetzt nicht nachvollziehen. ich war auch immer der anname, bevor ich kinder hatte, dass die eltern an allem schuld oder nicht schuld sind. aber das kann ich wirklcih nicht mehr sagen. drei kids, drei verschiedene temperamente. zum einten können sie dinge wo wir uns fragen, mensch woher haben sie jetzt das wieder?? also im positiven sinne...zum anderen wieder eine enorme wut in sich, und ich möchte dies lösen können, ihre schnelle wut zu umwandeln. sie will die erste, die beste, die schnellste, die schönste etc. sein. echt keine ahnung woher sie das hat.
    wir möchten ihr so gerne andere werte mit auf den weg geben.....nicht wettbewerbe, shopping, frust...wir sind total anders. jenu ich freue mich darauf und jeden tag gibt es wieder etwas (nein mehr) was wir umsetzen und bearbeiten können. klar es gibt rückfälle aber ich glaube daran und es wird sicher besser...

    ach und ich lebe es schon; ist es wirklcih so wichtig einer gruppe beizutreten?

    missionieren??? glaube ich wurde falsch verstanden

    @alle
    ich möchte hiermit auch nicht tausend ratschläge erhalten, sondern ich fragte danach, ob eine andere familien interessiert wäre mit mir (uns) in kontakt zu bleiben. vielleicht meldet sich ja noch wer. würde mich sehr freuen.

    grüsse

  • nyalaana
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    27. Mai 2010
    • 1. Mai 2011 um 22:30
    • #8

    Buddhisten versuchen ja auch irgendwie "gute Menschen" zu sein. Manchmal finden Kinder das dann heraus, und stellen einen ganz gehöhrig auf die Probe, wie ernst man es denn nun wirklich meint mit dem "nicht Schlagen", Tollerranz, Geduld
    etc. Da hilft dann glaube ich vielleicht, wenn man sich selbst immer wieder sagt und eingesteht: " ich muss nicht perfekt sein", "ich mache auch Fehler". Ich glaube dann brauch man viel Geduld mit sich und den Kindern. Klare Grenzen gehöhren meiner Meinung nach auch dazu.
    In meiner Sangha sind viele Eltern mit Kindern, die zwischen 0 und 25 sind. Die älteren Kinder die nun schon Erwachsene sind, sind fast alle beim Buddhismus geblieben, bzw haben sich dann irgendwann einmal Bewust dazu entschieden. Ich glaube das kam durch das gelebte Vorbild und die vielen Freunde in der Sangha die die Kinder seit klein auf hatten. Eine Sangha in der Kinder sind hilft glaube ich am meisten die Kinder in Richtung Buddhismus zu schubsen... Mehr muss man dann wohl garnicht machen. So habe ich es jedenfals in meiner Sangha mitbekommen.

  • raterZ
    Gast
    • 4. Mai 2011 um 01:03
    • #9

    bloß nicht zu lasch sein und keine grenzen definieren :lol:

    wenn kinder andere kinder schlagen, dann tun sie es aus dem instinkt der hackordnung. ich würde da überhaupt nix sagen und handeln, sondern alles geschehen lassen. aber das sehen heutige pädagogen wohl anders.
    ich würde aber den kindern so früh wie möglich das konzept des karmas erklären..

    ansonsten glaube ich auch nicht an erziehung. kinder kommen mit ihrem karma, d.h. sie haben ihre geistigen tendenzen. dagegen konnte auch noch nie ein pädagoge etwas ausrichten. :lol:

    aber was man wohl gut selber machen kann: geduld üben. :grinsen:

    (ich hab aber noch keine kinder )

  • Dorje Sema
    Gast
    • 4. Mai 2011 um 02:19
    • #10

    Grüß Dich ganz recht herzlich raterZ

    Zitat

    raterZ: (ich hab aber noch keine kinder )

    Doch,
    Dich !

    Sarva mangalam

    Mit ganz freundlichen und herzlichen Grüßen
    Dorje Sema

  • Lirum Larum
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    Buddh. Richtung
    Ich protestiere gegen den mangelnden Respekt vor den unterschiedlichen Traditionen.
    • 4. Mai 2011 um 12:05
    • #11

    Hallo Isla,

    für Dich wäre sicherlich das Treffen und der regelmäßige Austausch mit anderen buddhistischen Eltern sehr wichtig - denn die Crux bei dem Thema Erziehung ist die Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis. Da kann Dir jeder nutzloses Sonstwas erzählen - nicht nur Deine Kinder lernen vom Vorbild, sondern Du auch.

    Ansonsten sind wohl die Erziehungsstile so verschieden wie die Menschen, auch bei "Buddhisten", weil Erziehung nicht über den Kopf und über Buchwissen geschieht.

    Ich z.B. habe das Empfinden und die Erfahrung, dass kleine Kinder Grenzen brauchen. Die soll man nicht aggressiv setzen (wenn man das schafft), aber unbedingt ganz klar. Bei mir war "Babyquälen" einfach tabu, eine glasklare Grenze, und ich hatte den Eindruck, so gab es weniger Reibereien als in anderen Familien, weil diese Sache nicht mehr ausgetestet werden musste.
    Bei anderen Themen habe ich gelernt, nicht unbedingten Gehorsam zu erwarten - z.B. "Wann putzt du Zähne?" ist verhandel- und diskutierbar.
    Jeder hat so seinen Stil. Man muss da auch seinen eigenen Weg finden, und auch die Kinder sind verschieden und brauchen hier und da unterschiedliche pädagogische Mittel.

    Jedenfalls, wenn Du durch buddhistische Praxis innerlich gefestigter und friedlicher wirst, kommt das Deinen Kindern auf jeden Fall zu Gute, auch wenn nicht immer alles perfekt läuft.

    Viel Spaß mit Deinen Kindern. :)

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • peema
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    3. Mai 2011
    • 4. Mai 2011 um 16:56
    • #12

    Hallo Isla,

    Ich bin auch noch ganz neu hier im Forum. Einen Strang mit dem Titel "Alltag mit Kindern und Buddhismus" samt möglichen Austausch mit anderen Familien finde ich sehr schön und bestimmt hilfreich.

    Ich habe zwei Kinder (das eine ist im Grundschulalter, das andere steht am Anfang der weiterführenden Schule). Aktiv habe ich unseren Familienalltag bislang nicht "buddhistisch umgestaltet"; da ich mich noch sehr am Anfang des Weges sehe, versuche ich bis jetzt in Bezug auf die Familie den Fokus vor allem auf meine Praxis im Familienalltag zu setzen (also z.B. Achtsamkeit gegenüber den Kindern (was fühlen sie gerade; welche Gründe gibt es für ihr Verhalten); rechte Rede (in meinem Fall insbesondere auch: wann sollte ich auch einmal nichts sagen bzw. wie sollte ich etwas sagen)). Zwar gibt es immer wieder Situationen, in denen ich von diesen sozusagen "mitgerissen" werde und hinterher natürlich viel besser weiß, wie ich hätte handeln bzw. was ich hätte sagen sollen. Aber insgesamt hoffe ich, dass die Kinder trotzdem aufgrund meines (sich langsam ändernden) Verhaltens etwas von dem mitbekommen, was für mich in den letzten Jahren eine immer größere Bedeutung bekommen hat.

    Sollte ich einmal konkrete Fragen haben, werde ich mich bestimmt an dieser Stelle wieder melden bzw. gerne andere Beiträge lesen und -wenn mir möglich- hierauf antworten.

    Liebe Grüße

    peema

    event.png

  • Hanzze
    Gast
    • 4. Mai 2011 um 17:28
    • #13

    Hallo peema,

    mir ist in deinem Text nur ausgefallen, daß du vielleicht nicht unbedingt den Focus auf "was und warum fühlen meine Kinder" setzen solltest, sondern vielleicht mehr auf "was fühlen ich gerade; welche Gründe gibt es für mein Verhalten" wenn die Kinder einmal nicht so sind wie sie sein "sollten". Ich denke gerade als Mutter, richtet man sich sehr viel mehr auf sein Umfeld, als auf seine eigene Reaktion.

  • Mari0n
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    • 4. Mai 2011 um 18:53
    • #14

    Moin,

    ich kenn auch den kleinen buddhistischen Erziehungsratgeber, konnte damit aber nicht sooo viel anfangen.

    Hilfreicher fand ich da die Bücher von Myla % Jon Kabat-Zinn wie: "Mit Kindern wachsen - Die Praxis der Achtsamkeit in der Familie" http://www.amazon.de/Mit-Kindern-wa…pd_bxgy_b_img_b

    Von Lienhard Valentin: "Die Kunst, gelassen zu erziehen: Buddhistische Weisheit für den Familienalltag " http://www.amazon.de/Kunst-gelassen…/ref=pd_sim_b_4

    und von Daniel J. Siegel & Mary Hartzell: "Gemeinsam leben, gemeinsam wachsen: Wie wir uns selbst besser verstehen und unsere Kinder einfühlsam ins Leben begleiten können" http://www.amazon.de/Gemeinsam-lebe…04527951&sr=1-1

  • mirco
    Gast
    • 4. Mai 2011 um 19:07
    • #15

    Gut fand ich auch die Beiträge zu diesem Thema
    in der Zeitschrift Buddhismus Aktuell, Ausgabe 3/2008, "Lasst die Kinder langsam wachsen!"


    Alles Gute
    :) _()_

  • crazy-dragon
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    • 7. Mai 2011 um 20:17
    • #16

    Die Kinder machen später eh, was sie wollen, trotz hehrem Vorbild. Manchmal stößt ein Vorbild sogar ab, ich kenne verzweifelte Mütter, die vollwertig erzogen, die Kids mampfen begeistert gerade aus Trotz fast-food. Andere erzogen christlich, die Jungs mit immerhin 26 und 28 kiffen, einer hat das Studium geschmissen, ist vorbestraft, hat den Pappendeckel weg und beide hocken zuhause rum.
    Wie soll ein Kind Buddhismus begreifen, wenn man als Erwachsener genug damit zu tun hat?

    isla: Lasst doch die Kinder als Kinder aufwachsen :evil: und gebt ihnen besser einen Keks... :P Und missionieren? Ätzend, nach Lehrbuch erziehen? Wieso lebst Du nicht einfach nach Deinem Bauchgefühl?

    _()_ c.d.

    Tag für Tag ein guter Tag

  • Lirum Larum
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    Buddh. Richtung
    Ich protestiere gegen den mangelnden Respekt vor den unterschiedlichen Traditionen.
    • 7. Mai 2011 um 20:52
    • #17
    crazy-dragon:

    ... Wieso lebst Du nicht einfach nach Deinem Bauchgefühl?

    _()_ c.d.

    Na, na, gestrenger Herr Gevatter... ;)

    Du hast ja recht, aber eine junge Mutter macht sich nun mal Gedanken. Ohne dem kommt man auch nicht klar.

    Wie man's macht, macht man's eh verkehrt. :lol:

    Schlimmer noch: man denkt, man hat alles richtig gemacht, dann änderns sich die Zeiten und man hat offensichtlich alles falsch gemacht, dann bekommt das Kind selber Kinder und sagt, es könne einen nun verstehn. Die Welt, die Kinder, die Eltern - alles ist so wandelbar.
    Aber ein paar Gedanken darf man sich schon drum machen. ;)

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • Hanzze
    Gast
    • 8. Mai 2011 um 04:24
    • #18

    Verantwortung haben
    Verantwortung nehmen
    aber nicht Verantwortung über nehmen

    Der Kern des Problems ist das Loslassen, und alles was man übernimmt fällt einem auf den Kopf. Wer würde sich den stets fragen ob er das richtige Tut, wäre da nicht der "Zwang" einer Aufrechterhaltung einer Bindung, die über die natürliche hinaus geht.

  • Lirum Larum
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    11. März 2008
    Buddh. Richtung
    Ich protestiere gegen den mangelnden Respekt vor den unterschiedlichen Traditionen.
    • 8. Mai 2011 um 11:04
    • #19

    Vielleicht verstehe ich Euch Männer ja falsch?

    Trotzdem möchte ich sagen, dass ich eine elterliche Erziehung mit dieser Distanz, die z.B aus Deinem Posting, Hanzze, klingt, eine Erziehung ohne Bindung oder gar Verbindung, für unpraktikabel und auch ungesund halte.
    Das kann sich nur jemand erlauben, der sich sicher ist, dass sich jemand anders schon intensiver um das Kind kümmern wird.

    Fürsorgliche Eltern machen sich Sorgen. Das gehört so. Dabei gilt es, das Maß und die Mitte zu behalten.

    Wer bindungslos leben will, sollte deshalb von einer Familiengründung einfach die Finger lassen. Ist besser für alle Beteiligten.

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • Hanzze
    Gast
    • 8. Mai 2011 um 11:22
    • #20

    Bindungslose Beziehungen gibt's nicht, aber es gibt Anteilnahme die über das Ziel hinaus geht und allzu persönlich (ich) ist. Die nennen wir dann oft auch mal aufopfernd.

  • Lirum Larum
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    Buddh. Richtung
    Ich protestiere gegen den mangelnden Respekt vor den unterschiedlichen Traditionen.
    • 8. Mai 2011 um 11:32
    • #21

    Sicherlich hast Du Recht, Hanzze, wenn man festlegen könnte, was Du genau meinst.

    Alles hat seine Zeit und Stunde in der Kindererziehung, das Loslassen wie das Festhalten - und deshalb ist es schon wichtig, sich mit anderen darüber auszutauschen.

    Es gibt Zeiten, da kann man nicht sagen, "Ich mach mich jetzt aber nicht kaputt für dieses Kind." Z.B. wenn sie schwer krank sind. Da muss man da sein, parat sein und sich zur Not auch kaputt machen dafür. So ein Kind hat nur seine Eltern - die geben den Grundstock des Urvertrauens in diese Welt, oder auch nicht.

    Ich muss da an Vogeleltern denken...

    Oder z.B. an mein erstes Kind, der ein Schreibaby war: Er schrie und schrie und schrie und schrie und schrie. Als unerfahrene Mutter tüddelte ich herum und versuchte dies und jenes, nichts half - er und schrie und schrie und schrie. Mehr als ihn im Arm halten und auf und ab laufen konnte ich am Ende nicht mehr tun.
    Irgendwann hatte ich den intensiven Gedanken "Und wenn du bis morgen früh um 7 durchschreist, - ich halte Dich und bleibe bei Dir. Ich lass Dich nicht allein." Und - Popp! - in der Sekunde schlief er ein.

    Das ist gerade die Kunst - einerseits diese Nähe und Bindung zuzulassen und sie andererseits dann zum gegebenen Zeitpunkt wieder loszulassen.

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • Hanzze
    Gast
    • 8. Mai 2011 um 12:49
    • #22

    Und warum hast du ihn nicht einmal bis 7h schreien lassen?

  • saturn
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    • 8. Mai 2011 um 13:19
    • #23

    Schön, was und wie Du da beschreibst, Losang Lamo.
    Wobei die "Hingabe" ja gerade ein "Kaputtmachen" unnötig macht - nicht nur in Deinem Beispiel...
    Saturn

  • Dorje Sema
    Gast
    • 8. Mai 2011 um 14:34
    • #24
    Zitat

    Hanzze: Und warum hast du ihn nicht einmal bis 7h schreien lassen?

    das steht doch da geschrieben.

    Zitat

    Losang Lamo: Oder z.B. an mein erstes Kind, der ein Schreibaby war: Er schrie und schrie und schrie und schrie und schrie. Als unerfahrene Mutter tüddelte ich herum und versuchte dies und jenes, nichts half - er und schrie und schrie und schrie. Mehr als ihn im Arm halten und auf und ab laufen konnte ich am Ende nicht mehr tun.
    Irgendwann hatte ich den intensiven Gedanken "Und wenn du bis morgen früh um 7 durchschreist, - ich halte Dich und bleibe bei Dir. Ich lass Dich nicht allein." Und - Popp! - in der Sekunde schlief er ein.

    LIEBE MAMA LOSANG,
    ich hoffe doch sehr,
    das Du einen segensreichen Muttertag genießt !!!

    Sarva mangalam

    Mit ganz freundlichen und herzlichen Grüßen
    Dorje Sema

  • Hanzze
    Gast
    • 8. Mai 2011 um 14:49
    • #25

    Ich versteh das schon *schmunzel* aber nicht alles was man als Mitgefühl sieht ist Mitgefühl und wenn ich mir die Menge an verhätschelten jungen Leuten ansehe, hat das schon auch seine Grund. Mitleid ist nicht Mitgefühl und Mitgefühl ohne Weisheit für auch zu keinem guten Resultat. Wenn ein Kind früh lernt, nicht alles zu bekommen was es möchte, erspart man ihm viel, auch wenn es vielleicht nicht so bindet, oder gerade deswegen wirklich bindet.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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