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Nibbana im täglichen Leben

  • nibbuti
  • 30. April 2011 um 02:15
  • Zum letzten Beitrag
  • nibbuti
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    • 30. April 2011 um 02:15
    • #1

    Hi Dhammafreunde

    Es ist gut sich zu erinnern, das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren.

    Nibbana im täglichen Leben

    Der Ausdruck, der die Bedeutung von Nibbana am Besten vermittelt, ist: "das Ende des Leidens". Er wurde von Buddha benutzt aber er ist immer noch nicht interessant genug für jene, die nicht spüren, dass sie leiden. Sie sehen das nicht so. Sie wollen, was sie wollen. Für sie gibt es kein Leiden zu beenden. Deshalb brauchen sie kein Erlöschen oder ein Ende des Leidens. Sogar eine Menge Westler hier in Suan Mokkh denkt so. Wenn ihnen jedoch erzählt wird, dass es ein neues Leben gibt, ein Leben, in dem der Durst gelöscht wird, oder dass ein Leben jenseits von positiv und negativ existiert, fangen sie an, sich ausgesprochen dafür zu interessieren. Es ist schwierig allein mit Hilfe der Sprache, die Menschen zu überzeugen, sich für Nibbana zu interessieren. Für jedes Individuum brauchen wir eine besondere Übersetzung des Wortes Nibbana. Das ist gar nicht so einfach.

    Tief drinnen will jeder Nibbana - ohne sich des Bedürfnisses bewusst zu sein, ohne jeglichen Vorsatz, sondern rein durch die Kraft des Instinkts.

    Das Studium von Nibbana in unserem täglichen Leben ist möglich. Wir erhalten dadurch ein größeres Verständnis für die Bedeutung von Nibbana und wir werden in wachsendem Maße damit zufrieden sein. Wenn wir ein Feuer ausbrennen oder etwas Heißes abkühlen sehen, erkennen wir die Bedeutung von Nibbana. Wenn wir ein Bad nehmen oder Eis essen oder ein Windstoß uns abkühlt oder wenn es regnet, können wir das zum Anlass nehmen die Bedeutung von Nibbana zu erkennen. Wenn das Fieber sich legt oder die Schwel­lung zurückgeht und der Kopfschmerz verschwindet, werden wir durch diese Ereignisse wieder auf die Bedeutung von Nibbana hingewiesen. Während wir schwitzen, schlafen oder gesättigt sind, erinnern wir uns an die Bedeutung von Nibbana. Dann wieder sehen wir seine Bedeutung, wenn wir Zeuge werden, wie Tiere gezähmt werden und danach nicht mehr wild oder ge­fährlich sind. Diese Beispiele sind Lektionen die uns jedes Mal helfen, die Natur von Nibbana zu verstehen. Unser Geist wird regelmäßig dazu geneigt, mit Nibbana zufrieden zu sein, und das hilft dem Geist, leichter den Weg zu Nibbana entlangzufließen.

    Wann immer Ihr etwas Kühle in eurem Geist erspüren könnt, bleibt Euch dieser Kühle bewusst und atmet aus und ein. Während des Einatmens ist es kühl und so ist es auch beim Ausatmen. Ein - kühl, aus kühl. Macht das ruhig eine Zeit lang, es ist eine gute Lektion für Euch, damit Ihr schneller ein " Nibbana-nakamo" (jemand, der Nibbana zu verwirklichen wünscht) werdet. Euer In­stinkt wird sich mehr und öfter dem Erwachen zuwenden. Natürliches Nibbana oder das Erlöschen der Herzenstrübungen, ohne bewusste Anstrengung, wird öfter und leichter eintreten. Das ist wirklich die beste Art der Natur unter die Arme zu greifen.

    Buddhadasa Bhikkhu - Suan Mokkhabalarama/Südthailand - 3. April 1988 - Auszug
    Vollständiger Text: http://www.dhammavaro.de/nibbana.htm

    Viel Erfolg

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

  • Helmut9
    Gast
    • 30. April 2011 um 10:35
    • #2

    :) Viel zu einfach! So geht das nicht! Da muss es doch noch was geben! :)

  • accinca
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    • 30. April 2011 um 10:58
    • #3
    Helmut9:

    :) Viel zu einfach! So geht das nicht! Da muss es doch noch was geben! :)


    Bestimmt gibt es auch Gründe dafür warum die Lehre des Buddha
    in Indien weitestgehend ausgestorben ist. Es sich "einfach" zu machen
    ist vielleicht einer davon.

  • Helmut9
    Gast
    • 30. April 2011 um 11:50
    • #4
    accinca:
    Helmut9:

    :) Viel zu einfach! So geht das nicht! Da muss es doch noch was geben! :)


    Bestimmt gibt es auch Gründe dafür warum die Lehre des Buddha
    in Indien weitestgehend ausgestorben ist. Es sich "einfach" zu machen
    ist vielleicht einer davon.

    Das Einfache ist nie einfach mal so durchzuführen. Das ist echte Egoknochenarbeit.

  • nibbuti
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    • 30. April 2011 um 12:05
    • #5
    accinca:
    Helmut9:

    :) Viel zu einfach! So geht das nicht! Da muss es doch noch was geben! :)


    Bestimmt gibt es auch Gründe dafür warum die Lehre des Buddha
    in Indien weitestgehend ausgestorben ist. Es sich "einfach" zu machen
    ist vielleicht einer davon.


    Ob einfach oder kompliziert.

    Es ist besser heilsames zu üben als über die Beschaffenheit der Welt zu spekulieren.

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

  • accinca
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    • 30. April 2011 um 17:24
    • #6
    nibbuti:
    accinca:


    Bestimmt gibt es auch Gründe dafür warum die Lehre des Buddha
    in Indien weitestgehend ausgestorben ist. Es sich "einfach" zu machen
    ist vielleicht einer davon.


    Ob einfach oder kompliziert.
    Es ist besser heilsames zu üben als über die Beschaffenheit der Welt zu spekulieren.


    Nicht, das ich über eine Welt spekuliert hätte, aber heilsames zu üben ist immer gut.
    Trifft daher auf die Gefahr sich Dinge einfach zu machen nicht so recht zu. Insgesamt habe
    ich aber vom Buddha und der Lehre nicht den Eindruck, das dieser es sich zu einfach
    gemacht hätte im Gegensatz zu manchen Belehrungen von Laien in Asien. Andererseits
    ist das Darlegen der Lehre auch nicht immer ganz einfach. Mit dem Buddha kann man
    andere da auch kaum vergleichen.

  • monikamarie
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    • 30. April 2011 um 17:27
    • #7

    Danke, nibbuti, für den schönen Text.
    Und ich bin sicher, es ist so einfach, genauso einfach wie einfach Sein - aber davor steht das Erkennen und Los-Lassen.

    Ob es nun dem entspricht, was der Buddha auch so darunter verstanden hat oder nicht, erscheint mir wirklich ziemlich gleich-gültig. Wenn es mir gelingt, Jahr um Jahr eine immer höhere Gelassenheit zu entwickeln, und ich die Chance hatte, schon einmal wirklich empfundene leidfreie Existenz zu erleben, so wie jemand, der über Jahre immer angespannt ist, plötzlich totale Entspannung erleben darf, dann ist es doch wunderbar, fähig zu sein zu begreifen, dass ich diesen Zustand immer wieder anstreben kann, bis er zu einer Konstante geworden ist.

    Wenn ich das dann bereits für Nibbana halte - wie oben beschrieben -, so kann es doch auch jedem anderen - vorallem Unken 8) - egal sein, ob ich mich da irre oder nicht. Wer wird denn so dumm sein wollen, jemandem, der seinen Frieden und innere Stille gefunden hat, der begriffen hat, woher Heilsames und Unheilsames kommt, und sich immer konsequenter - weil er gar nicht anders mehr kann - danach ausrichtet, davon zu überzeugen, dass er sich irrt und völlig verblendet sei ???

    Das Ziel ist das Ende des Leidens, ist dieses erreicht, wer will das wissen ??? Wem muss wer was beweisen?

    _()_ Monika

  • Hanzze
    Gast
    • 30. April 2011 um 17:30
    • #8
    accinca:


    Nicht, das ich über eine Welt spekuliert hätte, aber heilsames zu üben ist immer gut.
    Trifft daher auf die Gefahr sich Dinge einfach zu machen nicht so recht zu. Insgesamt habe
    ich aber vom Buddha und der Lehre nicht den Eindruck, das dieser es sich zu einfach
    gemacht hätte im Gegensatz zu manchen Belehrungen von Laien in Asien. Andererseits
    ist das Darlegen der Lehre auch nicht immer ganz einfach. Mit dem Buddha kann man
    andere da auch kaum vergleichen.

    Alles anzeigen


    Man sollte nie vergessen, dass das Kompliziert eher von einem selbst als vom Dhamma abhängt und meist auch nicht am Darlegen.
    Einfach üben ist gut.

  • accinca
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    • 30. April 2011 um 23:24
    • #9
    monikamarie:


    Das Ziel ist das Ende des Leidens, ist dieses erreicht,
    wer will das wissen ??? Wem muss wer was beweisen?


    Ja, wenn es denn so einfach wäre. ;)

  • nibbuti
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    • 1. Mai 2011 um 02:28
    • #10
    Jaṭā Sutta:

    "Mit Knoten innen und mit Knoten außen, mit Knoten verknotet sind die Geschöpfe.
    Das frage ich dich, Gotama: wer wird den Knoten entknoten?"

    4. (Der Erhabene:)

    "Der Mensch, der in der Tugend auf beiden Beinen steht,
    der Weise, der das klare Denken und die Einsicht schult,
    Der eifrige, tüchtige Bhikkhu, der wird den Knoten entknoten.
    Bei denen Gier, Hass und Nichtwissen schwinden,
    Die Vollendeten, bei denen die weltlichen Triebe erloschen sind,
    durch sie ist der Knoten entknotet.
    Wo Name und Form restlos aufgelöst wird
    Und innerer Widerstand und Formvorstellung, da wird der Knoten durchschnitten."

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  • Erdmaus
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    • 1. Mai 2011 um 23:27
    • #11

    Die Lehre ist nicht komplex, aber wir machen es uns häufig kompliziert. ^^

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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