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Leerheit vs. Materie

  • Milou
  • 25. April 2011 um 16:42
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  • Simo
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    • 26. April 2011 um 12:17
    • #26
    Erdmaus:

    Übrigens: Der Beobachter muss im Doppelspaltexperiment weder ein Bewusstsein besitzen, noch ein Lebewesen sein.

    Doch muss er ! Eine beobachtende Maschine gibt es nämlich nicht. Wenn du mit einer Maschine eine Aufzeichnung machst ist sie vollkommen bedeutungslos, solange es niemanden gibt, keinen bewusst erlebenden Geist, der diese Aufzeichnung sieht. Mache einen Film mit einer Kamera und er existiert solange nicht, bis ihn jemand sieht.

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    Simo

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  • Erdmaus
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    • 26. April 2011 um 12:21
    • #27
    Simo:
    Erdmaus:

    Übrigens: Der Beobachter muss im Doppelspaltexperiment weder ein Bewusstsein besitzen, noch ein Lebewesen sein.

    Doch muss er ! Eine beobachtende Maschine gibt es nämlich nicht. Wenn du mit einer Maschine eine Aufzeichnung machst ist sie vollkommen bedeutungslos, solange es niemanden gibt, keinen bewusst erlebenden Geist, der diese Aufzeichnung sieht. Mache einen Film mit einer Kamera und er existiert solange nicht, bis ihn jemand sieht.

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    Simo

    Dem ist eben nicht so. Der Witz am Experiment ist nunmal, dass eine Messung ganz entscheidend etwas verändert. Der "Beobachter" muss aber nunmal kein Bewusstsein besitzen, daher ist die Aussage, dass Bewusstsein die Materie beeinflusst aus diesem Experiment mitnichten herauszulesen --> das machen nur die Esoteriker immer wieder gerne. Der Begriff "Beobachter" hat in der Physik nunmal eine andere Bedeutung als in der Alltagssprache --> schönes Beispiel dafür, was passiert, wenn man physikalische Begriffe wild mit anderen Begriffen (sei es aus der Religion, der Psychologie oder anderen Bereichen) vermischt. Das führt zu einem totalen Durcheinander.

    Einmal editiert, zuletzt von Erdmaus (26. April 2011 um 12:24)

  • Simo
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    • 26. April 2011 um 12:24
    • #28
    Erdmaus:
    Simo:

    Doch muss er ! Eine beobachtende Maschine gibt es nämlich nicht. Wenn du mit einer Maschine eine Aufzeichnung machst ist sie vollkommen bedeutungslos, solange es niemanden gibt, keinen bewusst erlebenden Geist, der diese Aufzeichnung sieht. Mache einen Film mit einer Kamera und er existiert solange nicht, bis ihn jemand sieht.

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    Simo

    Dem ist eben nicht so. Der Witz am Experiment ist nunmal, dass eine Messung ganz entscheidend etwas verändert. Der "Beobachter" muss aber nunmal kein Bewusstsein besitzen, daher ist die Aussage, dass Bewusstsein die Materie beeinflusst aus diesem Experiment mitnichten herauszulesen --> das machen nur die Esoteriker immer wieder gerne.


    Gut, wahrscheinlich hast du Recht, aber ich meinte, dass diese Messung bedeutungslos ist, solange sie keiner erfährt/sieht. Am Ende ist immer ein Bewusstsein vonnöten.

    Simo

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  • Erdmaus
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    • 26. April 2011 um 12:30
    • #29
    Zitat

    Gut, wahrscheinlich hast du Recht, aber ich meinte, dass diese Messung bedeutungslos ist, solange sie keiner erfährt/sieht. Am Ende ist immer ein Bewusstsein vonnöten.

    Simo

    Wenn man unter "Bedeutung" einen Gedanken versteht, dann ist dazu natürlich ein Gehirn nötig, welches diesen Gedanken erzeugt ( wolltest du darauf hinaus?). Allerdings sollte man bedenken, dass unser Leben auf Vorgängen basiert, die ohne bewussten Beobachter ganz wunderbar abgelaufen sind und unsere Existenz erst ermöglicht haben. Die Quantenphysik sagt übrigens nicht aus, dass der Mond nicht existiert, wenn man nicht hinschaut. Das "Hinschauen" muss wie gesagt nicht durch bewusste Beobachtung geschehen.

  • Simo
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    • 26. April 2011 um 13:01
    • #30

    Hmmm.. das ist nicht ganz, was ich meinte.. Ich meinte eher, dass wenn irgendwo in der einsamsten Wüste ein Baum steht, und von diesem Baum ein Ast abfällt, dies aber nie jemand mitbekommt, dann ist es das gleiche, als wäre es nicht passiert.

    Simo

    P.S.: Übrigens geht die Chittamatra-Schule des Buddhismus davon aus, dass es keine Welt ohne bewusste Wesen geben kann. (war doch Chittamatra ? )

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  • Erdmaus
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    • 26. April 2011 um 13:12
    • #31
    Zitat

    Hmmm.. das ist nicht ganz, was ich meinte.. Ich meinte eher, dass wenn irgendwo in der einsamsten Wüste ein Baum steht, und von diesem Baum ein Ast abfällt, dies aber nie jemand mitbekommt, dann ist es das gleiche, als wäre es nicht passiert.

    Für ein bestimmtes Subjekt trifft dies in gewisser Weise zu. Für mich selbst ist es schließlich auch ohne Bedeutung wenn grade irgendwo in China der Sack Reis umfällt. Wir sprechen hier aber über "Bedeutung" in einem bestimmten Sinne. Wir sprechen von Bedeutung als etwas, dass in unseren Köpfen generiert wird, als Reaktion auf einen Vorgang. In diesem Falle ist es fraglos so, dass etwas nur dann Bedeutung hat, wenn es auch bewusst beobachtet wird.

    Habe ich dich nun richtig verstanden?

  • Bambus
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    • 26. April 2011 um 13:31
    • #32
    Simo:

    Hmmm.. das ist nicht ganz, was ich meinte.. Ich meinte eher, dass wenn irgendwo in der einsamsten Wüste ein Baum steht, und von diesem Baum ein Ast abfällt, dies aber nie jemand mitbekommt, dann ist es das gleiche, als wäre es nicht passiert.

    Die Ameise, die von dem Ast erschlagen wird sieht das aber anders :)

    Und selbst wenn kein Lebewesen weit und fern ist mag der jetzt auf dem Boden liegende Ast vielleicht irgendwann als Stütze für ein Ameisennest dienen. Es gab eine Bedingung dafür, dass der Ast gefallen ist. Und er schafft jetzt Bedingungen für irgendetwas anderes. Ob ihn jemand (mit Bewusstsein) beobachtet oder nicht ist dabei unerheblich.

    Genau so wird die Fusion von Wasserstoffatomen zu Helium in der Sonne von keinem bewussten Wesen beobachtet. Und doch bietet diese eine Reaktion (und viele weitere ähnliche) die Grundlage für das Leben auf der Erde. Die Reaktion schafft Bedingungen, ganz ohne Beobachter der Reaktion an sich, aber durchaus mit Auswirkungen für eben für diesen Beobachter.

    Von mehreren Theorien, die die gleichen Sachverhalte erklären, ist die einfachste allen anderen vorzuziehen.

    Die Leute von denen Du am meisten lernen kannst sind die mit denen Du nicht einer Meinung bist.

  • Simo
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    • 26. April 2011 um 13:47
    • #33
    Erdmaus:
    Zitat

    Hmmm.. das ist nicht ganz, was ich meinte.. Ich meinte eher, dass wenn irgendwo in der einsamsten Wüste ein Baum steht, und von diesem Baum ein Ast abfällt, dies aber nie jemand mitbekommt, dann ist es das gleiche, als wäre es nicht passiert.

    Für ein bestimmtes Subjekt trifft dies in gewisser Weise zu. Für mich selbst ist es schließlich auch ohne Bedeutung wenn grade irgendwo in China der Sack Reis umfällt. Wir sprechen hier aber über "Bedeutung" in einem bestimmten Sinne. Wir sprechen von Bedeutung als etwas, dass in unseren Köpfen generiert wird, als Reaktion auf einen Vorgang. In diesem Falle ist es fraglos so, dass etwas nur dann Bedeutung hat, wenn es auch bewusst beobachtet wird.

    Habe ich dich nun richtig verstanden?

    :):) ja ganz genau

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    Simo

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  • Simo
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    • 26. April 2011 um 15:52
    • #34

    Nun ist aber auch die Materie leer (sunya) da auch sie aus Abhängigkeiten und Bedingungen entstanden ist. Jedes Atom ist zusammengesetzt und auch die kleineren Teilchen sind nicht unabhängig vorhanden. Im CERN werden derweil Versuche dazu gemacht, wenn die riesigen Maschienen nicht grade wieder von einem Defekt lamgelegt sind :) Man schießt Protonen aufeinander und stellt fest,dass nix übrig bleibt. Oder man evakuiert Versuchsräume komplett und sieht, dass sie sie sich von selbst wieder mit Teilchen auffüllen ( sog. Virtuelle Teilchen).
    Leerheit ist Möglichkeit und kein totes Fehlen von etwas.

    Simo

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  • Milou
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    • 26. April 2011 um 16:03
    • #35
    Zitat

    Simo schreibt:
    ... Mache einen Film mit einer Kamera und er existiert solange nicht, bis ihn jemand sieht. ...


    Das klingt irgendwie danach, dass, wenn ich mir die Augen zuhalte und Dich nicht sehe, Du mich dann auch nicht siehst.

    Zitat


    Megzs schreibt:
    ... Wenn du im Sinne des Fliegens erzogen wirst und dein ganzes Leben lang davon überzeugt bist fliegen zu können, dann liegst du trotzdem falsch.

    Ohne jetzt überheblich klingen zu wollen, aber es existiert keine Materie von der du ausgehen könntest und dafür gibt es Beweise - zuhauf. ...


    Das ist ja das schöne an Wissenschaft, nämlich dass jede Aussage falsifizierbar sein muss. Ich kann mir einbilden, dass ich fliegen kann, wenn ich es versuche, werde ich schnell den Beweis finden, dass ich falsch lag. Wenn zwei (oder auch Millionen) Menschen in weitestem Sinne das gleiche sehen - z.B. die Sonne - während blind geborene keine Vorstellung von Sonne haben, so existiert sie dennoch, ist also als Materie unabhängig von einzelnen Menschen, oder der Menschheit.

    Ich bezweifle ehrlich gesagt auch, dass Buddha derartige Spitzfindigkeiten im Hinterkopf hatte (Welle-Teilchen-Dualismus, Stringtheorie, etc.), als er über Leerheit gesprochen hat (zumal mit dem damals vorhandenen wissenschaftlichen Hintergrund). Ihm ging es wohl eher um den nicht existenten, dauerhaften, nicht-bedingten Wesenskern der Dinge als Stil-Mittel um uns vom Anhaften zu befreien. Wenn wir Buddhas Worte unreflektiert als wortwörtlich genau so gemeint und uninterpretierbar auslegen, dann sind wir nicht besser, als die fundamentalistischen, fanatischen Buchgelehrten der heutigen Welt, bzw. des Mittelalters. Genau das wollte der Buddha auf keinen Fall!

    LG,

    Milou

    "... Wer jedoch nur Ochsenscheiße hat im Geist, der sieht nur Ochsenscheiße überall."

  • Milou
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    • 26. April 2011 um 16:09
    • #36
    Zitat

    Simo schreibt:
    ... Man schießt Protonen aufeinander und stellt fest,dass nix übrig bleibt. ...


    Das da nicht NICHTS ist, beweist letztendlich die Tatsache, dass WIR diese Frage stellen können.

    Welcher Natur das Universum ist, werden wir wohl nie herausbekommen, so wie die Bewohner von Flächenland nie die Dreidimensionalität verstehen werden. Am Ende können wir immer fragen, woher stammt dieses, woher stammt jenes? Z.B. woher kommen die Strings? Es ist mehr als zweifelhaft, dass die Strings aus sich heraus ohne Bedingung exisitieren und schon IMMER (was auch immer das heißt) existiert haben.

    Insofern hat der Buddha sicher Recht gehabt.

    LG,

    Milou

    "... Wer jedoch nur Ochsenscheiße hat im Geist, der sieht nur Ochsenscheiße überall."

  • Helmut9
    Gast
    • 26. April 2011 um 18:08
    • #37
    Simo:

    Nun ist aber auch die Materie leer (sunya) da auch sie aus Abhängigkeiten und Bedingungen entstanden ist. Jedes Atom ist zusammengesetzt und auch die kleineren Teilchen sind nicht unabhängig vorhanden. Im CERN werden derweil Versuche dazu gemacht, wenn die riesigen Maschienen nicht grade wieder von einem Defekt lamgelegt sind :) Man schießt Protonen aufeinander und stellt fest,dass nix übrig bleibt. Oder man evakuiert Versuchsräume komplett und sieht, dass sie sie sich von selbst wieder mit Teilchen auffüllen ( sog. Virtuelle Teilchen).
    Leerheit ist Möglichkeit und kein totes Fehlen von etwas.

    Simo

    Buddha sagt alles ist leer von einer aus sich selbst erschaffenden Sebstheit. Es gibt nichts das sich nicht ändert. Das ist so. Jeder Versuch das Ewige sich nicht verändernde zu finden führt zu immer feineren Teilchen die nicht Beständig sind doch diese scheinbar aus Beständigen bestehen. Das Selbe gilt für die Untersuchung von Bewusstsein, Glaube.

  • Dorje Sema
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    • 26. April 2011 um 18:41
    • #38
    Zitat

    Simo: ... Man schießt Protonen aufeinander und stellt fest,dass nix übrig bleibt. ...

    und heraus kommt RAUM
    selbst gebärend, selbst befreiend ...
    leer klar unbegrenzt
    oder
    offene Weite,
    ruhig heiter und entspannend allumfassend. 8)

    Sarva mangalam

    Mit ganz freundlichen und herzlichen Grüßen
    Dorje Sema

  • Simo
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    • 26. April 2011 um 19:04
    • #39

    Aber Buddha ging es auch gar nicht darum, die Welt oder die Materie zu erklären. Sein Ziel war es nicht ein neues metaphysisches Erklärungssystem der Welt zu erdenken, von denen gab es zu seiner Zeit genug. Buddhas einziges Ziel war es das Leiden zu überwinden, und den Weg zu lehren, der zur Überwindung des Leidens führt.

    "Doch mein Ziel ist nicht die Welt für Wissbegierige zu erklären, mein Ziel ist die Überwindung des Leides."
    Shakyamuni Buddha

    Die Lehre von der Leerheit ist nur ein Mittel gegen das Anhaften. Leerheit als solche gibt es nicht. Ich denke das ist sehr wichtig, auch für mich, deshalb wiederhole ich es .

    "Jene, die sich an die Dinge klammern sind dumm wie Kühe. Jene, die sich an die Leerheit klammern sind noch dümmer"
    Saraha

    Alles Liebe,

    Simo

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  • Erdmaus
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    • 26. April 2011 um 19:10
    • #40
    Zitat

    Die Lehre von der Leerheit ist nur ein Mittel gegen das Anhaften. Leerheit als solche gibt es nicht.

    Das ist ein spannender Ansatz. Darüber muss ich erstmal nachdenken. :)

    lg
    maus

  • accinca
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    • 26. April 2011 um 21:36
    • #41
    Erdmaus:
    Simo:

    Die Lehre von der Leerheit ist nur ein Mittel gegen das Anhaften. Leerheit als solche gibt es nicht.


    Das ist ein spannender Ansatz. Darüber muss ich erstmal nachdenken. :)


    Wer hätte das gedacht? Nibbana als solches gibt es auch nicht!
    Der Irrtum ist es zu glauben der Buddha hätte "Nibbana" als solches gelehrt.

  • Simo
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    • 26. April 2011 um 22:03
    • #42
    accinca:
    Erdmaus:


    Das ist ein spannender Ansatz. Darüber muss ich erstmal nachdenken. :)


    Wer hätte das gedacht? Nibbana als solches gibt es auch nicht!
    Der Irrtum ist es zu glauben der Buddha hätte "Nibbana" als solches gelehrt.

    Natürlich sehe ich die Ironie in deinem Beitrag :) Aber es ist tatsächlich so :) Nibbana als Solches, als Unabhängiges gibt es auch nicht. Nibbana ist von Samsara abhängig. Beides sind Konzepte.

    Mögen wir die absolute Konzeptlosigkeit erlangen und die Untrennbarkeit von Samsara und Nirvana verwirklichen !

    Alles Liebe

    Simo

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  • Aiko
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    • 26. April 2011 um 23:08
    • #43
    Erdmaus:
    Zitat

    Die Lehre von der Leerheit ist nur ein Mittel gegen das Anhaften. Leerheit als solche gibt es nicht.

    Das ist ein spannender Ansatz. Darüber muss ich erstmal nachdenken. :)

    lg
    maus

    Mach' mal - es gibt sowieso nichts was "als solches" wieder was Substantielles wäre.

    _()_

  • brigittefoe
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    • 27. April 2011 um 00:07
    • #44

    Wovon redet ihr eigentlich ?
    Leerheit vs. Materie.
    Nirgendwo ist Leerheit - es gibt kein Vakuum;
    und sollte es das geben, ist es finster !

    LG

    Es ist eine wahre Schmach und Schande, daß wir Christen wie blinde Hühner umhergehen und nicht erkennen, was in uns ist und davon gar nichts wissen.
    Johannes Tauler

  • Simo
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    • 27. April 2011 um 00:32
    • #45
    brigittefoe:

    Wovon redet ihr eigentlich ?
    Leerheit vs. Materie.
    Nirgendwo ist Leerheit - es gibt kein Vakuum;
    und sollte es das geben, ist es finster !

    LG

    Eben nicht ! Leerheit ist eben überall wo du hinschaust. Alles ist leer, weil abhängig. Das ist aber nicht negativ ^^ ,keineswegs. Leerheit, heißt Möglichkeit. Alles kann nur so geschehen, weil es leer ist. Wäre das Leid nicht leer, könnten man es nicht überwinden. Leerheit ist keinesfalls ein totes, dunkles Vakuum. Die Leerheit ist untrennbar mit Klarheit verbunden.

    Alles Liebe,

    Simo

    Kein "Ich" - keine Probleme.

  • brigittefoe
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    • 27. April 2011 um 02:54
    • #46
    Simo:
    brigittefoe:

    Wovon redet ihr eigentlich ?
    Leerheit vs. Materie.
    Nirgendwo ist Leerheit - es gibt kein Vakuum;
    und sollte es das geben, ist es finster !

    LG

    Eben nicht ! Leerheit ist eben überall wo du hinschaust. Alles ist leer, weil abhängig. Das ist aber nicht negativ ^^ ,keineswegs. Leerheit, heißt Möglichkeit. Alles kann nur so geschehen, weil es leer ist. Wäre das Leid nicht leer, könnten man es nicht überwinden. Leerheit ist keinesfalls ein totes, dunkles Vakuum. Die Leerheit ist untrennbar mit Klarheit verbunden.

    Alles Liebe,

    Simo

    ich weiß nicht, ob ich diese Leerheit, die Du mit Klarheit verbindest,
    überhaupt sehen möchte.
    Leerheit erschreckt mich, hat für mich keinen Boden, ist und bleibt
    finster . . .
    Metta

    Es ist eine wahre Schmach und Schande, daß wir Christen wie blinde Hühner umhergehen und nicht erkennen, was in uns ist und davon gar nichts wissen.
    Johannes Tauler

  • Helmut9
    Gast
    • 27. April 2011 um 09:50
    • #47
    brigittefoe:


    ich weiß nicht, ob ich diese Leerheit, die Du mit Klarheit verbindest,
    überhaupt sehen möchte.
    Leerheit erschreckt mich, hat für mich keinen Boden, ist und bleibt
    finster . . .
    Metta

    Ich habe mir die Freude der Leere erobert. Sie hat mich nie wieder verlassen, die Freude und der Friede.
    Aus Hesse: ..und da war es wieder das OM, er war erstaunt, das OM, es hatte ihn nie verlassen was immer da zu jeder Zeit.

  • accinca
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    • 27. April 2011 um 10:04
    • #48
    Simo:
    accinca:

    Nibbana als solches gibt es auch nicht!
    Der Irrtum ist es zu glauben der Buddha hätte "Nibbana" als solches gelehrt.


    Natürlich sehe ich die Ironie in deinem Beitrag :) Aber es ist tatsächlich so :) Nibbana als Solches, als Unabhängiges gibt es auch nicht. Nibbana ist von Samsara abhängig. Beides sind Konzepte.


    Nun übertreibe aber nicht. Nibbana und Samsaro ist kein dualistisches System.
    Weder ist Samsaro von Nibbana abhängig noch ist Nibbana von Samsaro abhängig.
    Samsaro ist der Tod und Nibbana das Todlose und das Todlose ist nicht durch dem Tod
    bedingt noch ist der Tod durch das Todlose bedingt.
    Was anderes ist es, das wenn Samsaro wirklich durchschaut und verstanden ist
    auch Nibbana verstanden ist. Samsaro aber besteht durch Gier, Haß und Verblendung.
    So betrachtet besteht Samsaro durch Samsaro immer weiter fort solange noch
    interne Bedingungen für sein fortbestehen vorhanden sind deren Auflösung der
    Buddha lehrte.

  • accinca
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    • 27. April 2011 um 10:10
    • #49
    Helmut9:
    brigittefoe:


    ich weiß nicht, ob ich diese Leerheit, die Du mit Klarheit verbindest,
    überhaupt sehen möchte.
    Leerheit erschreckt mich, hat für mich keinen Boden, ist und bleibt
    finster . . .
    Metta


    Ich habe mir die Freude der Leere erobert.

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    Ihr habt beide recht. Für den der sich "die Leerheit erobert" hat.
    für den ist sie Glück. Für den der sie sich nicht erobert hat ist
    sie erschreckend, bodenlos und finster.

  • Milou
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    • 27. April 2011 um 10:29
    • #50
    Zitat

    accinca schreibt:
    ... Samsaro aber besteht durch Gier, Haß und Verblendung. ...


    Samsaro gebiert auch Gier, Haß und Verblendung.

    Demnach besteht Samsaro autonom, da es die Bedingungen seiner Existenz selbst schafft.

    Sehr misteriös ... :grinsen:

    LG,

    Milou

    "... Wer jedoch nur Ochsenscheiße hat im Geist, der sieht nur Ochsenscheiße überall."

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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