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Frage zum Herz-Sutra

  • Japanfan
  • 4. April 2011 um 18:49
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  • accinca
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    • 7. April 2011 um 00:55
    • #51
    Sven:


    Wenn man annehme die anderen Dinge hätten eine Substanz/Atta, dann wäre Nirwana sogar das Nichts, das Aufhören dieser Substanz.


    Auch und gerade ohne Substanz ist das Aufhören bzw. Erlöschen Nibbana.
    Die Bezeichnung "Nichts" als "nicht irgend etwas", ist genau Nibbanam.
    Im PK steht da: es ist dort kein kommen und gehen, weder das "diese Welt"
    noch das "jene Welt" noch irgendetwas dazwischen bzw. außerhalb.

    Sven:


    Im Thervada ist Nirwana nicht bedingt (asankhata).


    Beim Buddha ist das nicht anders. Für den Heiligen wie auch
    für den Buddha gibt es keine paticasamupada bzw. sankhārās usw.
    Das ist aber für den Weltling nicht wirklich zu verstehen. Dieser
    glaubt nämlich, der Buddha habe noch 45 Jahre gelebt was von
    seiner Sicht von Welt natürlich auch zutreffend ist.

    621 Wer alle Joche abgetan,
    nicht mehr erschüttert werden kann,
    vom Kommen, Gehen abgelöst,
    der ist Brahmane, sage ich.

  • Hanzze
    Gast
    • 7. April 2011 um 09:11
    • #52
    accinca:
    Hanzze:

    Leerheit ist Idee.


    Und ohne Idee ist es noch viel leerer.


    Das war jetzt Zen oder? *schmunzel*

    Dana und Sila wären viel zielführender als so manches andere Bestreben, aber wer hat heute schon ein Gespür das sein Arm kurz ist. *schmunzel*

  • accinca
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    • 7. April 2011 um 09:47
    • #53
    Hanzze:
    accinca:


    Und ohne Idee ist es noch viel leerer.


    Das war jetzt Zen oder? *schmunzel*


    Naja, eigentlich wollte ich damit sagen, das beide Aussagen falsch sind.
    Sowohl die Aussage Idee ist Leerheit als auch die Aussage Leerheit ist Idee.
    Leerheit ist eben Leerheit und sonnst gar nichts. Wäre es anders,
    würde man nicht zu recht von Leerheit reden können. Tatsächlich
    wurde der Begriff vom Buddha auf eine "Entleertheit" bezogen.
    Also immer darauf was überwunden wurde, darum leerer geworden
    sah man es an. Das die Dinge keine dauerhafte Substanz oder dauerhaftes
    Glück oder Selbst enthalten war eigentlich ein anderer Aspekt. Das wurde
    nicht verwechselt und darum hat es diesbezüglich auch damals keine
    Unklarheiten gegeben die einer Rede darüber wert gewesen wären.

  • Dorje Sema
    Gast
    • 7. April 2011 um 10:41
    • #54

    »Leerheit ist Idee,
    Idee ist Leerheit,
    Leerheit ist nicht verschieden von Idee,
    Idee ist nicht verschieden von Leerheit,
    in der Tat,
    Leerheit und Idee untrennbar.
    Idee und Leerheit untrennbar. «

    »Ideen vollkommen rein,
    ist Gegenständliches vollkommen rein.
    Gegenständliches vollkommen rein,
    sind Ideen vollkommen rein.
    So sind Ideen vollkommen rein und Gegenständliches vollkommen rein
    ohne Zwei zu sein,
    sind in zwei nicht teilbar,
    einzeln nicht vorhanden und verschieden nicht. «

    »Ideen vollkommen rein,
    sind Gedanken vollkommen rein.
    Gedanken vollkommen rein,
    sind Gedanken vollkommen rein,
    sind Ideen vollkommen rein.
    So sind Ideen vollkommen rein und Gedanken vollkommen rein
    ohne zwei zu sein,
    sind in zwei nicht teilbar,
    einzeln nicht vorhanden und verschieden nicht.«

    :arrow:

    [Und in Zukunft als noch nicht vollendete Gegenwart nehm ich mir folgendes zu HERZEN u. VERSTAND ->
    11. Leerheit Personen zu lehren, die spirituell unreif sind.
    (die keine Basis‐Unterweisungen haben oder keinen Wunsch Leerheit richtig verstehen zu wollen oder entmutigt aufgeben, weil
    sie sich nicht dazu in der Lage fühlen)
    ]<-
    Quelle: Bodhisattva-Hauptgelübde/Buddhistische Ethik


    Mit ganz freundlichen und herzlichen Grüßen
    Dorje Sema

  • void
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    Buddh. Richtung
    Zen
    • 7. April 2011 um 10:52
    • Offizieller Beitrag
    • #55
    Japanfan:

    Hi,

    ich beschäftige mich seit ein paar Tagen mit dem Herz-Sutra. Ein sehr schönes, wie ich finde.

    Nun sagt Aryavalokiteshvara aber: "Das Leiden, der Ursprung des Leidens, das Ende des Leidens, und der Pfad der zum Ende des Leidens führt, dies alles existiert nicht"
    Damit widerlegt er ja eigentlich die 4 Wahrheiten Buddhas.
    Das versteh ich nicht. :(

    Könntet ihr mir das Erklären? Oder ist das einer der vielen Widerspürche, die vorkommen.

    Danke
    lg
    Sascha

    Leiden ist etwas das rein im Bezug auf einen Leidenden (also abhängig) existiert.

    Man kann die 4 edlen Wahrheiten als Ausdruck der gegenseitigen Abhängigkeit von Leiden und Ich sehen.

    • Wo immer ein Ich ist, ist Leiden.
    • Leiden tritt nur in Verbund mit einem Leidenden ich auf.
    • Ohne dieses Ich ist Befreiung vom Leiden.

    Während Buddha beim Anfang anfängt, also beim leidenden Ich, kommt Avalokiteshvara von der anderen Seite. Von der der Befreiung - also dort wo weder Leiden noch Ich ist. In der Buddha-Perspektive Avalokiteshvaras, wo kein ich mehr ist, ist auch kein Leiden.

  • Sven
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    • 7. April 2011 um 12:21
    • #56
    bel:

    [

    Sven:

    Im Thervada ist Nirwana nicht bedingt (asankhata). Wie eben das Nichts im obigen Modelle auch keine Bedingungen braucht. Um Nirwana aber erfahren zu können, gibt es Bedingungen, nämlich das Aufhören für einen Moment aller wandelbaren Dinge. Erst dann kommt es zum Vorschein! In etwa wie man die Stille erst bemerkt, wenn die Geräusche aufhören, aber Geräusche sind nicht Stille!


    Das ist eine merkwürdige Theorie, ein quasi abstraktes Nibbana von seiner Verwirklichung zu trennen.
    Das kommt davon, wenn man einfach ne Vokabel in den Raum schmeißt, hier "asankhata", und nicht sagt, was das bedeutet - nämlich frei von "Wunscheswahn, Daseinswahn, Nichtwissenswahn" .


    "asankhata, 'Das Unerschaffene, Unentstandene, Ungewordene', ist ein Namen für das Nirwana, das Jenseits alles Werdens und Vergehens und alles Bedingtseins." buddh. Wörterbuch. (ist aber auch tasächlich dasselbe wie frei von Gier, Hass und Verblendung)

    Ich denker dieser Vergleich trifft die Theravada-Sicht tatsächlich recht gut:
    In etwa wie man die Stille erst bemerkt, wenn die Geräusche aufhören,
    aber Geräusche sind nicht identisch mit und auch keine anderer Aspekt von Stille!


    bel:
    Sven:

    Ist, sondern, wenn man es so ausdrückt, das Aufhören von "Form".


    Mag sein, daß das im "Theravada" so ist, im Pali-Suttapitaka steht davon aber nix.


    Jeder liest im Palikanon etwas anderes hinein. Das ist nicht mein Problem. Die Lesart der Theravadins wurde, da sie sich dieses Problems bewusst waren, mittels abhidhamma festgelegt (auch wenn das heute nicht allen "Theravadins" schmeckt).

    Zitat

    Da steht, daß der Buddha Nibbana verwirklichte und danach noch 45 Jahre lehrte.


    Dafür gibt es wieder diverseste Begründungen (eines Kreisels, der noch auskreiseln muss etc.) Aber das sind in einen Augen philosophische Spielereien.

    Gruß
    Sven

  • accinca
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    • 7. April 2011 um 12:43
    • #57
    Dorje Sema:

    »Leerheit ist Idee,
    Idee ist Leerheit, Leerheit ist nicht verschieden von Idee,
    Idee ist nicht verschieden von Leerheit,
    in der Tat, Leerheit und Idee untrennbar.
    Idee und Leerheit untrennbar. «


    Ja - Jeder macht sich seine Leerheit eben selber.
    Der Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt.

  • Hanzze
    Gast
    • 8. April 2011 um 03:49
    • #58
    Dorje Sema:


    [Und in Zukunft als noch nicht vollendete Gegenwart nehm ich mir folgendes zu HERZEN u. VERSTAND ->
    11. Leerheit Personen zu lehren, die spirituell unreif sind.
    (die keine Basis‐Unterweisungen haben oder keinen Wunsch Leerheit richtig verstehen zu wollen oder entmutigt aufgeben, weil
    sie sich nicht dazu in der Lage fühlen)
    ]<-
    Quelle: Bodhisattva-Hauptgelübde/Buddhistische Ethik


    Lieber Dorje Sema,

    würde man soetwas mitteilen? Ich glaub im Zweifelsfall zwischen Erklären und sich auf etwas berufen ist der Schritt nach vorne angebrachter. Was meist du, magst du uns nicht etwas aushelfen. Ich denke hier sind einige dazu bereit und dann fällt auch dieser Konflikt wieder flach.
    Diese Anleitung ist auch im Palikanon zu finden (wann, an wenn und in welcher Haltung man lehren darf; sogar noch viel strenger), aber die hat man schon für Jahrzehnten missachten, also muß man es auch wieder ausbaden, denke ich. Dieses Karma... aber was immer zum lehren führt lehrt einem selbst.

  • bel
    Gast
    • 8. April 2011 um 12:25
    • #59
    Sven:

    Ich denker dieser Vergleich trifft die Theravada-Sicht tatsächlich recht gut:
    In etwa wie man die Stille erst bemerkt, wenn die Geräusche aufhören,
    aber Geräusche sind nicht identisch mit und auch keine anderer Aspekt von Stille!


    Du brauchst nicht so schreien.
    Jedes Gleichnis hat seine Tücken - Deines beschreibst hier nur die Phänomenologie. Und nur darin nur einen Aspekt des Erkennens.

    Sven:

    Die Lesart der Theravadins wurde, da sie sich dieses Problems bewusst waren, mittels abhidhamma festgelegt (auch wenn das heute nicht allen "Theravadins" schmeckt).


    Du scheinst den Abhiddhamma für eine Art Katechismus zu halten - dem ist aber mitnichten so.
    Es ist eine Systematisierung der Sutta in Versform, ohne Sutta (nämlich die situationsgebundene Argumentation) ist der völlig wertlos.

    Zitat

    Da steht, daß der Buddha Nibbana verwirklichte und danach noch 45 Jahre lehrte.

    Sven:

    Dafür gibt es wieder diverseste Begründungen (eines Kreisels, der noch auskreiseln muss etc.) Aber das sind in einen Augen philosophische Spielereien.


    Klar, wenn man das Offensichtliche nicht zur Kenntnis nehmen will.

    _()_

  • Sven
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    • 8. April 2011 um 13:05
    • #60
    bel:

    Jedes Gleichnis hat seine Tücken - Deines beschreibst hier nur die Phänomenologie. Und nur darin nur einen Aspekt des Erkennens.


    Ich sehe da kaum Tücken. Bei der Erfahrung von Leerheit (eines Aspektes von Nirwana) geht es tatsächlich auch nur um Erkennen durch Erfahrung (Außer beim Aufhören von Wahrnehmung und Gefühl. Hier ist quasi absolute "Totenruhe").

    bel:

    Du scheinst den Abhiddhamma für eine Art Katechismus zu halten - dem ist aber mitnichten so. Es ist eine Systematisierung der Sutta in Versform, ohne Sutta (nämlich die situationsgebundene Argumentation) ist der völlig wertlos.


    Ich halte den Theravada-Abhidhamma für eine Erläuterung und eine Systematisierung der Sutten, die auch deren Sinn festlegt.
    An den verschiedenen anderen Abhidhamma-Formen der anderen Schulen kann man sehen, dass andere das anders sehen, indem z. B. dort Speicherbewusstein eingeführt wird. Dieses Speicherbewusstsein wird dann schnell zu einer Art Atman. Im Theravada gibt es das nicht. Dort sind die Erscheinungen als Potential in Ihren Bedingungen vorhanden. Es gibt dort keine Speicherung von irgendetwas.


    bel:
    Zitat

    Dafür gibt es wieder diverseste Begründungen (eines Kreisels, der noch auskreiseln muss etc.) Aber das sind in meinen Augen philosophische Spielereien.


    Klar, wenn man das Offensichtliche nicht zur Kenntnis nehmen will.


    Was ist denn für dich das Offensichtliche?

    Ich persönlich interpretiere hier den Aspekt von Nirwana der Theravadins als einen Geist dessen Potentiale (Bedingungen) so sind, dass Gier, Hass und Verblendung nicht mehr entstehen können.

    Gruß
    Sven

  • bel
    Gast
    • 8. April 2011 um 13:27
    • #61
    Sven:
    bel:

    Jedes Gleichnis hat seine Tücken - Deines beschreibst hier nur die Phänomenologie. Und nur darin nur einen Aspekt des Erkennens.


    Ich sehe da kaum Tücken. Bei der Erfahrung von Leerheit (eines Aspektes von Nirwana) geht es tatsächlich auch nur um Erkennen durch Erfahrung (Außer beim Aufhören von Wahrnehmung und Gefühl. Hier ist quasi absolute "Totenruhe").


    Davon steht überhaupt nix in M121. Nicht im Entferntesten.
    Und was ich als "Tücke" meinte: Gleichnisse greifen meistens nur bestimmte Aspekte heraus, andere werden vernachlässigt.

    Sven:

    An den verschiedenen anderen Abhidhamma-Formen der anderen Schulen ....


    Na, wir haben erst keinen :lol:

    bel:
    Zitat

    Dafür gibt es wieder diverseste Begründungen (eines Kreisels, der noch auskreiseln muss etc.) Aber das sind in meinen Augen philosophische Spielereien.


    Klar, wenn man das Offensichtliche nicht zur Kenntnis nehmen will.

    Sven:

    Was ist denn für dich das Offensichtliche?


    Habe ich doch geschrieben.

    Sven:

    Ich persönlich interpretiere hier den Aspekt von Nirwana der Theravadins als einen Geist dessen Potentiale (Bedingungen) so sind, dass Gier, Hass und Verblendung nicht mehr entstehen können.


    So ist das auch im Zen, das ist ein Aspekt von "Leerheit".

    _()_

  • Hanzze
    Gast
    • 8. April 2011 um 14:40
    • #62

    Hey, das Sutra gibt es auch als deutsche sprachanimierte Version herz sutra deutsch. Vielleicht ist diese Art der Leere gemeint. *schmunzel* So eine fast unergriffene Leerheit.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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