1. Übersicht
  2. Forum
  3. Lexikon
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
Dieses Thema
  • Alles
  • Dieses Thema
  • Dieses Forum
  • Seiten
  • Forum
  • Lexikon
  • Termine
  • Erweiterte Suche
  1. Buddhaland Forum
  2. Buddhistische Schulen/Strömungen
  3. Theravada-Buddhismus

überweltliche bereiche

  • looque
  • 31. Dezember 2010 um 17:16
  • Zum letzten Beitrag
  • Elliot
    Reaktionen
    174
    Punkte
    17.679
    Beiträge
    3.493
    Mitglied seit
    5. Oktober 2010
    • 7. Dezember 2016 um 05:45
    • #176
    accinca:

    Im Anguttera gubt es übrigens eine Lehrrede in der der Buddha aufzeigt was rechte Sammlung bzw. rechte Entfaltung der Geistessammlung ist.


    Da gehe ich später noch im Detail drauf ein und möchte schon jetzt anmerken, dass die Vimokkhe dabei offenbar nicht genannt werden.

    Viele Grüße
    Elliot

    Viele Grüße

    Elliot

  • Elliot
    Reaktionen
    174
    Punkte
    17.679
    Beiträge
    3.493
    Mitglied seit
    5. Oktober 2010
    • 7. Dezember 2016 um 19:38
    • #177
    accinca:

    Im Anguttera gubt es übrigens eine Lehrrede
    in der der Buddha aufzeigt was rechte Sammlung
    bzw. rechte Entfaltung der Geistessammlung ist.


    Nun habe ich die Stelle im Digha Nikaya gefunden:

    Zitat

    Vierfach geübte Einigung (samādhibhāvanā):

    • es gibt, ihr Brüder, ein Üben der Einigung, das, geübt und gepflegt, zu Wohlbefinden bei Lebzeiten ( diṭṭhadhammasukhavihārāya ) hinlenkt;
    • es gibt, ihr Brüder, ein Üben der Einigung, das, geübt und gepflegt, zum Erlangen der Wissensklarheit ( ñāṇadassanapaṭilābhāya ) hinlenkt;
    • es gibt, ihr Brüder, ein Üben der Einigung, das, geübt und gepflegt, zu Einsicht und Besonnenheit ( satisampajaññāya ) hinlenkt;
    • es gibt, ihr Brüder, ein Üben der Einigung, das, geübt und gepflegt, zur Wahnversiegung ( āsavānaṃ khayāya ) hinlenkt. -

    (Digha Nikāya - 33. Sangīti Sutta, Übereinkunft (Teil 2))


    Und aus den darauf folgenden Erläuterungen ergibt sich, wie Du teilweise ja auch schon feststelltest, folgende Übereinstimmung:

    Zitat

    Vierfach geübte Einigung (samādhibhāvanā):

    • es gibt, ihr Brüder, ein Üben der Einigung, das, geübt und gepflegt, zu Wohlbefinden bei Lebzeiten ( diṭṭhadhammasukhavihārāya ) hinlenkt -> Das sind die vier Jhanas, also identisch mit samma samadhi (M 141).
    • es gibt, ihr Brüder, ein Üben der Einigung, das, geübt und gepflegt, zum Erlangen der Wissensklarheit ( ñāṇadassanapaṭilābhāya ) hinlenkt -> Das ist nicht verkehrt aber: "Also, ihr Bhikkhus, liegt der Nutzen dieses heiligen Lebens nicht in Zugewinn, Ehre und Ruhm, oder im Erlangen von Sittlichkeit, oder im Erlangen von Konzentration, oder in Wissen und Schauung ( ñāṇadassanānisaṃsaṃ ). Sondern es ist diese unerschütterliche Herzensbefreiung [4], die das Ziel dieses heiligen Lebens ist, sein Kernholz und sein Ende." (M 29).
    • es gibt, ihr Brüder, ein Üben der Einigung, das, geübt und gepflegt, zu Einsicht und Besonnenheit ( satisampajaññāya ) hinlenkt; -> Das ist eine Teilmenge von samma sati (M 10).
    • es gibt, ihr Brüder, ein Üben der Einigung, das, geübt und gepflegt, zur Wahnversiegung ( āsavānaṃ khayāya ) hinlenkt. -> Das ist auch eine Teilmenge von samma sati (M 10).


    Insgesamt ist samādhibhāvanā also nicht mehr als eine andere Bezeichnung für wesentliche Teile des Übungsfelds der Geistesschulung:

    Zitat

    Richtige Anstrengung ( sammā vāyāmo ), Richtige Achtsamkeit ( sammā sati ) und Richtige Konzentration ( sammā samādhi ) - diese Zustände sind im Übungsfeld der Geistesschulung ( samādhikkhandhe ) enthalten.

    (M 44)


    Viele Grüße
    Elliot

    Viele Grüße

    Elliot

  • Elliot
    Reaktionen
    174
    Punkte
    17.679
    Beiträge
    3.493
    Mitglied seit
    5. Oktober 2010
    • 10. Dezember 2016 um 07:10
    • #178
    accinca:
    Elliot:

    Aber die Vimokkhe 4 bis 7 sind sicher nicht samma samadhi, dafür fehlen ihnen bestimmte Eigenschaften der Jhana eins bis vier.
    Weswegen ja auch die Lehrer des Buddha nicht Befreiung erlangten.


    Dazu besteht auch bei Jhana eins bis vier keine Notwendigkeit.
    In sofern gibt es da keinen Unterschied.


    Bezüglich der Notwendigkeit wird gesagt:

    Zitat

    "Das größte Gut ist die Gesundheit,
    Nibbāna ist das größte Glück,
    Der beste Pfad ist der Achtfache,
    Der sicher zum Todlosen führt."

    (Majjhima Nikāya 75: An Māgandiya - Māgandiya Sutta)


    Dennoch genügt samma samadhi allein nicht, zum achtfachen Pfad gehört eben auch samma sati:

    Zitat

    "Und was, Freunde, ist samma samadhi?

    Da tritt ein Bhikkhu ganz abgeschieden von Sinnesvergnügen, abgeschieden von unheilsamen Geisteszuständen, in die erste Vertiefung ein, die von anfänglicher und anhaltender Hinwendung des Geistes begleitet ist, und verweilt darin, mit Verzückung und Glückseligkeit, die aus der Abgeschiedenheit entstanden sind. Mit der Stillung der anfänglichen und anhaltenden Hinwendung des Geistes (zum Meditationsobjekt) tritt er in die zweite Vertiefung ein, die innere Beruhigung und Einheit des Herzens ohne anfängliche und anhaltende Hinwendung des Geistes enthält, und verweilt darin, mit Verzückung und Glückseligkeit, die aus der Konzentration entstanden sind. Mit dem Verblassen der Verzückung, in Gleichmut verweilend, achtsam und wissensklar, voll körperlich erlebter Glückseligkeit, tritt er in die dritte Vertiefung ein, von der die Edlen sagen: 'Glückselig verweilt derjenige, der voll Gleichmut und Achtsamkeit ist', und verweilt darin. Mit dem Überwinden von Glück und Schmerz und dem schon früheren Verschwinden von Freude und Trauer, tritt er in die vierte Vertiefung ein, die aufgrund von Gleichmut Weder-Schmerzhaftes-noch-Angenehmes und Reinheit der Achtsamkeit in sich hat, und verweilt darin. Dies wird samma samadhi genannt."

    (Majjhima Nikāya 141: Die Darlegung der Wahrheiten - Saccavibhaṅga Sutta)

    Zitat


    ... (Ihm ist bewußt): 'Dies ist das Friedvolle, dies ist das Erhabene, daß ich in weder-schmerzhaftes-noch-angenehmes Gefühl eintrete und darin verweile.' Jenes weder-schmerzhafte-noch-angenehme Gefühl hört in ihm auf. Mit dem Aufhören des weder-schmerzhaften-noch-angenehmen Gefühls steigt überirdisches Glück in ihm auf, und mit dem Aufhören des überirdischen Glücks steigt weder-schmerzhaftes-noch-angenehmes Gefühl auf. So wie das Sonnenlicht die Stellen durchdringt, die der Schatten ausspart, und der Schatten die Stellen durchdringt, die das Sonnenlicht ausspart, so steigt auch mit dem Aufhören des weder-schmerzhaften-noch-angenehmen Gefühls überirdisches Glück in ihm auf, und mit dem Aufhören des überirdischen Glücks steigt weder-schmerzhaftes-noch-angenehmes Gefühl auf."

    "Der Tathāgata, ihr Bhikkhus, versteht dies so: 'Jener gute Mönch oder Brahmane, tritt mit dem Loslassen von Ansichten über die Vergangenheit und die Zukunft und durch völliges Fehlen von Entschluß zu den Fesseln sinnlichen Erlebens und mit Überschreitung der Verzückung der Abgeschiedenheit und des überirdischen Glücks, in weder-schmerzhaftes-noch-angenehmes Gefühl ein und verweilt darin. (Ihm ist bewußt): 'Dies ist das Friedvolle, dies ist das Erhabene, daß ich in weder-schmerzhaftes-noch-angenehmes Gefühl eintrete und darin verweile.' Jenes weder-schmerzhafte-noch-angenehme Gefühl hört in ihm auf. Mit dem Aufhören des weder-schmerzhaften-noch-angenehmen Gefühls steigt überirdisches Glück in ihm auf, und mit dem Aufhören des überirdischen Glücks steigt weder-schmerzhaftes-noch-angenehmes Gefühl auf. Jenes ist gestaltet und grob, aber es gibt ein Aufhören der Gestaltungen. Weil der Tathāgata weiß, 'es gibt dies', und weil er sieht, wie man jenem entkommt, hat er jenes überschritten."

    "Ihr Bhikkhus, da betrachtet sich irgendein Mönch oder Brahmane mit dem Loslassen von Ansichten über die Vergangenheit und die Zukunft und durch völliges Fehlen von Entschluß zu den Fesseln sinnlichen Erlebens und mit Überschreitung der Verzückung der Abgeschiedenheit, des überirdischen Glücks und weder-schmerzhaften-noch-angenehmen Gefühls folgendermaßen: 'Ich bin im Frieden, ich habe Nibbāna erlangt, ich bin ohne Anhaften.'"

    "Der Tathāgata, ihr Bhikkhus, versteht dies so: 'Jener gute Mönch oder Brahmane betrachtet sich mit dem Loslassen von Ansichten über die Vergangenheit und die Zukunft und durch völliges Fehlen von Entschluß zu den Fesseln sinnlichen Erlebens und mit Überschreitung der Verzückung der Abgeschiedenheit, des überirdischen Glücks und weder-schmerzhaften-noch-angenehmen Gefühls folgendermaßen: 'Ich bin im Frieden, ich habe Nibbāna erlangt, ich bin ohne Anhaften [13].' Gewiß macht dieser Ehrwürdige den Weg der auf Nibbāna ausgerichtet ist, geltend. Und dennoch haftet dieser gute Mönch oder Brahmane immer noch an, er haftet entweder an einer Ansicht über die Vergangenheit oder an einer Ansicht über die Zukunft oder an einer Fessel sinnlichen Erlebens oder an der Verzückung der Abgeschiedenheit oder an überirdischem Glück oder an weder-schmerzhaftem-noch-angenehmem Gefühl. Und wenn dieser Ehrwürdige sich folgendermaßen betrachtet: 'Ich bin im Frieden, ich habe Nibbāna erlangt, ich bin ohne Anhaften', dann wird auch das als Anhaften seitens dieses guten Mönches oder Brahmanen verkündet. Jenes ist gestaltet und grob, aber es gibt ein Aufhören der Gestaltungen. Weil der Tathāgata weiß, 'es gibt dies', und weil er sieht, wie man jenem entkommt, hat er jenes überschritten."

    (Majjhima Nikāya 102: Die Fünf und Drei - Pañcattaya Sutta)


    So ist samma samadhi das Floß, das zum anderen Ufer geleitet, aber um das andere Ufer wirklich zu erreichen, muss man das Floß dann eben auch wieder loslassen.

    Was aber im Umkehrschluß nicht bedeutet, jegliches Floß sei gleichermaßen zur Überfahrt geeignet oder es könnte gar gleich ganz auf ein Floß verzichtet werden.

    accinca:

    Die Lehrer des Gotama haben Nibbana aus anderem Grund nicht realisiert.


    Aus welchem Grund meinst Du haben die Lehrer des Gotama Nibbana nicht realisiert?

    Viele Grüße

    Elliot

  • accinca
    Reaktionen
    706
    Punkte
    57.021
    Beiträge
    11.216
    Mitglied seit
    31. Dezember 2007
    • 18. Dezember 2016 um 22:25
    • #179
    Elliot:

    So ist samma samadhi das Floß, das zum anderen Ufer geleitet, aber um das andere Ufer wirklich zu erreichen, muss man das Floß dann eben auch wieder loslassen.
    Was aber im Umkehrschluß nicht bedeutet, jegliches Floß sei gleichermaßen zur Überfahrt geeignet oder es könnte gar gleich ganz auf ein Floß verzichtet werden.

    Der Buddha sagte die Lehre sei das Floß (M 22)
    Ansonsten stimme ich dir zu.

    Elliot:
    accinca:

    Die Lehrer des Gotama haben Nibbana aus anderem Grund nicht realisiert.


    Aus welchem Grund meinst Du haben die Lehrer des Gotama Nibbana nicht realisiert?


    Du hattest es schon selber angesprochen. Sie haben das was der Buddha
    als Befreiung bzw. Nibbana entdeckt hatte nicht verstanden und daher
    Nibbana mit einem der höheren Daseinsarten identifiziert und gedacht
    das sei das höchst möglich Erreichbare und haben sich damit zufrieden gegeben.
    Dabei hatten sie nicht einen der zehn an das Dasein bindenden Fesseln gelöst.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

  1. Impressum
  2. Datenschutzerklärung
  3. Nutzungsbedingungen
Netzwerk Buddhismus
Community-Software: WoltLab Suite™ 6.1.18
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App bei Google Play
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App im App Store
Download