Hallo, bin neu hier
Kurz gesagt habe zwei Fragen zu der Lehre des Zen. Deren Antworten für mich entscheidend sind ob Zen als "Lebens-Philosophy" für mich in Frage kommt oder ob ich nur bei der Meditation bleibe. Meine Vorbildung sind einige Bücher über Zen und asiatische Philosophie, sowie ein Besuch im Zen Zentrum Eisenbuch bei Fumon S. Nakagawa Roshi.
Zu den Fragen:
1) Ich und Verantwortung
Auf der einen Seite sagt Zen, du musst die vollen Verantwortung für dein Leben übernehmen. Anderer seit sagt die Lehre das "Ich" ist mehr oder weniger eine Illusion. Im Westen ist es ja so, dass das "ICH", die absolute Grundlage für jede Art von Verantwortung ist. Es geht soweit das Hirnforscher, wie Singer und Roth, die das "ICH" ebenfalls als Illusion bezeichnen, jegliche Form von "moralischer" Schuld ablehnen. Ich weiß, dass es allein durch die unterschiedlichen Sprachen und Kulturen die Begriflichkeiten nicht einfach so übernommen werden können. Aber meine Frage ist: Wenn es nicht das "Ich" und der "freie Wille" ist, was ist die Grundlage für Verantwortung im Zen Buddhismus?
2) "Es gibt nichts zu erreichen"
Wie soll ich das Verstehen und praktisch in mein Leben einbeziehen?
Insbesondere erste Frage stellt für mich ein echtes logisches Problem da. Ich würde mich sehr freuen wenn mir jemand mit diesem Problem weiter helfen kann.
Vielen Dank für alle Antworten!