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Freude/Trauer - Gleichmut

  • Newdog
  • 18. Februar 2010 um 14:19
  • Zum letzten Beitrag
  • Feuerbach
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    • 23. Februar 2010 um 19:30
    • #26

    Was bedeutet dann achstam?
    Zu wissen, dass man eben nunmal verlassen werden kann und leiden kann und dies hinnimmt?
    Das beste daraus zu machen und einfach zu beobachten a la

    "Das Leben ist kein Problem, das es zu lösen, sondern eine Wirklichkeit, die es zu erfahren gilt" ?

    Ich behalte deinen Führerschein. Ich werd´ dich kontrollieren. Ich weiß wo du wohnst.
    Wenn du nicht in 6 Wochen in Begriff bist Tierarzt zu werden, dann wirst du sterben.

  • Ji'un Ken
    Gast
    • 23. Februar 2010 um 23:26
    • #27

    Moin Feuerbach,

    Zitat

    "Das Leben ist kein Problem, das es zu lösen, sondern eine Wirklichkeit, die es zu erfahren gilt" ?


  • accinca
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    • 24. Februar 2010 um 00:34
    • #28
    Ji'un Ken:

    Moin Feuerbach,

    Zitat

    "Das Leben ist kein Problem, das es zu lösen, sondern eine Wirklichkeit, die es zu erfahren gilt" ?



    Allerdings ist das ja nun wirklich nicht eine Aussage des Buddha.
    Tatsächlich mag es diese Vorstellung außerhalb der Lehre des Buddha
    vielfach geben.

  • Ji'un Ken
    Gast
    • 24. Februar 2010 um 00:45
    • #29

    Moin accinca,

    Zitat

    Allerdings ist das ja nun wirklich nicht eine Aussage des Buddha.


    Wahrscheinlich wird deshalb auch der User Feuerbach als Autor genannt.
    Aber ich freue mich ja immer wieder über treffsicher Analysen. 8):grinsen:

    Alles Liebe,
    Ji'un Ken

  • accinca
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    • 24. Februar 2010 um 08:14
    • #30
    Ji'un Ken:

    Moin accinca,

    Zitat

    Allerdings ist das ja nun wirklich nicht eine Aussage des Buddha.


    Wahrscheinlich wird deshalb auch der User Feuerbach als Autor genannt.
    Aber ich freue mich ja immer wieder über treffsicher Analysen. 8):grinsen:


    Wer auch immer der Autor ist - der Buddha war er jedenfalls nicht, denn
    der würde so was ja auch nicht gesagt haben. Aber außerhalb seiner seiner
    Lehre da mag man solche Vorstellungen zweifellos schon hören.

  • Lirum Larum
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    Buddh. Richtung
    Ich protestiere gegen den mangelnden Respekt vor den unterschiedlichen Traditionen.
    • 24. Februar 2010 um 09:06
    • #31
    Feuerbach:

    ...
    "Das Leben ist kein Problem, das es zu lösen, sondern eine Wirklichkeit, die es zu erfahren gilt" ?


    Hey, Feuerbach!!!!

    Wo hast Du meine Lieblings-Lebensweisheit her, die ich 1980 in Edding auf Toilettenwand las, und die mich unterstützend durch die allerschlimmsten Zeiten begleitet hat??? (Auch, wenn der Buddha das nie gesagt hat, ist es nicht von seiner Lehre entfernt. :))

    Life is a Mystery to be lived, not a Problem to be solved.
    (Ich hoffe, ein kleines englisches Originalzitat verstößt nicht gegen die neuen Forumsregeln? Übersetzung oben von Feuerbach - ich find im Deutschen klingt es nicht so treffend. Edit: denn "Mystery" mit "Wirklichkeit" zu übersetzen ist wohl auch ein bisschen sehr locker. Vielleicht ist accinca über das Wort "Wirklichkeit" gestolpert und detektiert solche Sichtweise als Nicht-Buddhas-Dharma?)

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • accinca
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    • 24. Februar 2010 um 12:56
    • #32
    Losang Lamo:
    Feuerbach:

    ...
    "Das Leben ist kein Problem, das es zu lösen, sondern eine Wirklichkeit, die es zu erfahren gilt" ?


    Hey, Feuerbach!!!!

    Wo hast Du meine Lieblings-Lebensweisheit her, die ich 1980 in Edding auf Toilettenwand las, und die mich unterstützend durch die allerschlimmsten Zeiten begleitet hat??? (Auch, wenn der Buddha das nie gesagt hat, ist es nicht von seiner Lehre entfernt. :))

    Life is a Mystery to be lived, not a Problem to be solved.
    (Ich hoffe, ein kleines englisches Originalzitat verstößt nicht gegen die neuen Forumsregeln? Übersetzung oben von Feuerbach - ich find im Deutschen klingt es nicht so treffend. Edit: denn "Mystery" mit "Wirklichkeit" zu übersetzen ist wohl auch ein bisschen sehr locker. Vielleicht ist accinca über das Wort "Wirklichkeit" gestolpert und detektiert solche Sichtweise als Nicht-Buddhas-Dharma?)

    Nein, über das Wort "Wirklichkeit" bin ich nicht gestolpert. Hier ging es um die in der ersten Hälfte des Satzes
    stehende Behauptung, es gäbe nichts zu lösen und kein Problem. Das hat der Buddha nicht gelehrt! Im Gegenteil.

  • Dorje Sema
    Gast
    • 24. Februar 2010 um 13:22
    • #33
    Losang Lamo:
    Feuerbach:

    ...
    "Das Leben ist kein Problem, das es zu lösen, sondern eine Wirklichkeit, die es zu erfahren gilt" ?


    Hey, Feuerbach!!!!

    Wo hast Du meine Lieblings-Lebensweisheit her, die ich 1980 in Edding auf Toilettenwand las, und die mich unterstützend durch die allerschlimmsten Zeiten begleitet hat??? (Auch, wenn der Buddha das nie gesagt hat, ist es nicht von seiner Lehre entfernt. :))

    Life is a Mystery to be lived, not a Problem to be solved.
    (Ich hoffe, ein kleines englisches Originalzitat verstößt nicht gegen die neuen Forumsregeln? Übersetzung oben von Feuerbach - ich find im Deutschen klingt es nicht so treffend. Edit: denn "Mystery" mit "Wirklichkeit" zu übersetzen ist wohl auch ein bisschen sehr locker. Vielleicht ist accinca über das Wort "Wirklichkeit" gestolpert und detektiert solche Sichtweise als Nicht-Buddhas-Dharma?)

    Grüß Dich Ganz recht herzlich Losang Lamo,

    ich denke mit einem Zitat kann man leben und Deinen Beitrag dazu finde ich auch sehr gut!

    Mit ganz lieben und herzlichen Grüßen
    Dorje Sema

  • accinca
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    • 24. Februar 2010 um 13:33
    • #34
    Dorje Sema:


    Grüß Dich Ganz recht herzlich Losang Lamo,
    ich denke mit einem Zitat kann man leben und Deinen Beitrag dazu finde ich auch sehr gut!
    Mit ganz lieben und herzlichen Grüßen Dorje Sema


    Natürlich leben die meisten Menschen damit, ist aber nichts das der
    Buddha lehrte und mehr hatte ich auch dazu gar nicht gesagt. Schließlich
    denken die meisten Menschen nicht das was der Buddha lehrte und finden
    ganz andere Dinge gut.

    Einmal editiert, zuletzt von accinca (24. Februar 2010 um 19:59)

  • Feuerbach
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    • 24. Februar 2010 um 15:50
    • #35

    Ich dachte, dass dieses Zitat ganz gut zu Buddha passt.

    Buddha sagte doch, dass Ich gebundene Leben Leid bedeutet, aber er sprach nicht vom Nihilismus/Pessimismus.

    Ich interpretiere das Gedicht so, dass es im Leben, falsch gelebt Leid gibt das Leben an sich aber auch gutes Potential hat und man dieses nur wahr nehmen muss, richtig leben muss.

    Ich behalte deinen Führerschein. Ich werd´ dich kontrollieren. Ich weiß wo du wohnst.
    Wenn du nicht in 6 Wochen in Begriff bist Tierarzt zu werden, dann wirst du sterben.

  • accinca
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    • 24. Februar 2010 um 20:11
    • #36
    Feuerbach:

    Ich dachte, dass dieses Zitat ganz gut zu Buddha passt.
    Buddha sagte doch, dass Ich gebundene Leben Leid bedeutet, aber er sprach nicht vom Nihilismus/Pessimismus.
    Ich interpretiere das Gedicht so, dass es im Leben, falsch gelebt Leid gibt das Leben an sich aber auch gutes
    Potential hat und man dieses nur wahr nehmen muss, richtig leben muss.


    Der Buddha Lehrte das alle Dinge vergänglich sind und alles Vergängliche letztendlich Leid bedeutet.
    Das Leiden aber sei ein Problem das am Leben d.h. an der Vergänglichkeit gebunden ist und das
    solange bestünde, wie es nicht gelöst wäre. Das hat mit Nihilismus/Pessimismus nicht unbedingt zu tun,
    obwohl es einem der Nichts anderes im Sinn hat als das vergängliche Leben so erscheinen kann wie es in
    M 22 auch heißt:
    Auf diese Worte wandte sich einer der Mönche an den Erhabenen:
    "Kann wohl, o Herr, unverständiges Zittern aus äußeren Gründen eintreten?"
    "Kann sein, o Mönch", sprach der Erhabene. "Es wird, zum Beispiel, o Mönch, einem Menschen also zumute:
    'Verloren hab' ich's, ach, ich besitze es nimmer! Oh, hätt' ich's doch wieder! Ach, nimmermehr werd' ich's
    erlangen!' Er ist traurig, gebrochen, er jammert, schlägt sich stöhnend die Brust und gerät in Verzweiflung.
    Also, o Mönch, tritt unverständiges Zittern aus äußeren Gründen ein."

  • Feuerbach
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    • 24. Februar 2010 um 22:41
    • #37

    Ja, schon klar, aber besteht doch gerade das für den Menschen nützliche in Buddhas Lehre aus den Tipps, wie man sich dem Leid entziehen kann.

    Wenn es einen Weg aus dem Leid gibt, das Leid aber automatisch an das Leben geknüpft ist, müsste man...sterben. Doch dann Wiedergeburt->usw.
    Ich bin absoluter Laie, doch verstand ich es bisher so, dass das Leben auch im abgekühlten Stadium, wenn man nach nichts mehr greift und nichts mehr verwirft auch kein Leid empfindet. Und trotzdem lebt man.

    Ich behalte deinen Führerschein. Ich werd´ dich kontrollieren. Ich weiß wo du wohnst.
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  • accinca
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    • 24. Februar 2010 um 23:41
    • #38
    Feuerbach:

    Ja, schon klar, aber besteht doch gerade das für den Menschen nützliche in Buddhas Lehre aus den Tipps, wie man sich dem Leid entziehen kann.


    Ja schon, aber genau das ist ja auch das Problem, nämlich das Anhaften daran zum Erlöschen zu bringen.

    Feuerbach:


    Wenn es einen Weg aus dem Leid gibt, das Leid aber automatisch an das Leben geknüpft ist, müsste man...sterben.
    Doch dann Wiedergeburt->usw.


    Das denkt der Mensch sich so. Der Buddha lehrte aber, daß Wiedergeburt bedingt ist - und zwar Bedingt durch das
    Begehren nach Geburt und Leben. Und er lehrte, das deswegen dieses Begehren aufzuheben sei wenn das dadurch
    bedingte Leiden ein Ende finden soll. Ziel ist daher die Erlöschung eben dieses Begehren. Ist dies erlangt, so höre
    Leiden auf und Wiedergeburt auf und Leben auf. Dann ist dies das letzte Leben und es gibt kein Sterben mehr.
    Solange das aber nicht der Fall ist, solange gehe Leben, Wiedergeburt, Sterben und Leiden eben immer weiter.

  • Feuerbach
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    • 25. Februar 2010 um 23:23
    • #39

    Aber nirvana kann doch auch im Leben erreicht werden.
    Das ist immer der Aspekt der so pessimistisch klingt. Doch wenn man inneren Frieden gefunden hat, erfährt man doch kein dukkha mehr und trotzdem lebst du noch. Ich vermute einfach nur ein Verständnisproblem meinerseits.

    Mal mein Verständnis des Buddhismus:

    Das Leben ist Leid, doch das kann geändert werden, indem du dem achtfachen Pfad folgst. Das bedeutet nicht, dass du aufhörst zu leben (Selbstmord...) sondern einfach das bestehende Leben nicht mehr als Leid wahrnimmst. Ich meine, es ist doch Fakt, dass auch Menschen die das Nirvana erreicht haben altern und krank werden und sterben.

    Edit:
    Jetzt kommt natürlich noch das Karma ins Spiel...du kannst natürlich auch die Leid "vernichten", indem du die drei Geistesgifte vernichtest. Klar, doch dies betrifft doch eher "emotionales dukkha" und kein physisch medizinisches, oder?

    Ich behalte deinen Führerschein. Ich werd´ dich kontrollieren. Ich weiß wo du wohnst.
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  • thecap
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    • 25. Februar 2010 um 23:57
    • #40
    Feuerbach:

    Klar, doch dies betrifft doch eher "emotionales dukkha" und kein physisch medizinisches, oder?


    Hi Feuerbach

    Die Lehre des Buddha betrifft die Auslöschung des geistigen Dukkha.

    Und das trägt dazu bei, dass man in der Welt besser funktionieren kann, was "physisch medizinisches" nicht ausschließt.

    Mit Metta.

  • Akuma
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    • 26. Februar 2010 um 00:43
    • #41

    Dukkha gehört zusammen mit anatta und anicca zu den drei Daseinsmerkmalen und umfasst damit alle Dinge. Die Freiheit von Dukkha ist damit das Erlöschen aller Dinge, sprich das Ende des Daseinskreislaufs.
    Negativ findet man das wohl vornehmlich, weil man meint, dass etwas erlöschen würde, bei dem man nicht erkennt, dass es nicht wirklich vorhanden ist.

  • accinca
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    • 26. Februar 2010 um 01:34
    • #42
    Feuerbach:

    Aber nirvana kann doch auch im Leben erreicht werden.
    Das ist immer der Aspekt der so pessimistisch klingt. Doch wenn man inneren Frieden gefunden hat, erfährt man doch kein dukkha mehr und trotzdem lebst du noch. Ich vermute einfach nur ein Verständnisproblem meinerseits.


    Ja, das wird es sicher sein. Leben lehrte der Buddha ist Leiden.
    Da wo kein Leiden ist, da reicht Leben nicht hin. Oder anderes ausgedrückt:
    Da wo kein Anhangen, kein Festhalten an Dasein und Leben mehr vorhanden ist,
    da ist auch kein Leiden mehr.
    „Abgeschnitten von der Ader des Daseins, ihr Mönche, steht der Leib des Vollendeten da.
    Solange sein Leib dastehn wird, solange werden ihn Götter und Menschen sehn. Zerfällt
    der Leib, wann das Leben aufgezehrt ist, werden ihn Götter und Menschen nicht mehr sehen."
    (aus D 1)

  • Feuerbach
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    • 26. Februar 2010 um 11:21
    • #43

    Hm...
    und was sind nun die Unterschiede zu einem ausgelebtem Pessimismus?

    Ich behalte deinen Führerschein. Ich werd´ dich kontrollieren. Ich weiß wo du wohnst.
    Wenn du nicht in 6 Wochen in Begriff bist Tierarzt zu werden, dann wirst du sterben.

  • brigitte
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    • 26. Februar 2010 um 11:32
    • #44
    Akuma:

    Dukkha gehört zusammen mit anatta und anicca zu den drei Daseinsmerkmalen und umfasst damit alle Dinge. Die Freiheit von Dukkha ist damit das Erlöschen aller Dinge, sprich das Ende des Daseinskreislaufs.
    Negativ findet man das wohl vornehmlich, weil man meint, dass etwas erlöschen würde, bei dem man nicht erkennt, dass es nicht wirklich vorhanden ist.

    Das ist gut - empfinde ich nicht als negativ,
    weil, in der Tiefe ist es wahr 8)

  • Akuma
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    • 26. Februar 2010 um 12:41
    • #45
    Zitat


    Hm...
    und was sind nun die Unterschiede zu einem ausgelebtem Pessimismus?

    Der Pessimist sagt "Alles ist Scheisse", dabei ist Scheisse eine Wertung, während Dukkha keine Wertung ist, sondern ein objektives Merkmal. Dukkha ist dreierlei nach den Sutras, Schmerz, Karma und Veränderung. Ich bin ein Mensch der gern die tiefstmögliche Interpretation wählt, also ist für mich Dukkha Veränderung. Also ist der Buddhismus definititorisch nicht pessimistisch. Dazu kommt, dass der Buddhismus ja nicht mit der ersten edlen Wahrheit aufhört. Wäre sicher urkomisch gewesen für einen Aussenstehenden, wenn Buddha gesagt hätte "Alles ist Dukkha" und wäre dann aufgestanden und gegangen :oops:
    "So sprach der Erhabene und die anwesenden weinten" :lol:

    Auch ist der Buddhismus kein Annihilationismus, weil eben nichts wirkliches beendet wird. Da es kein Selbst gibt, wird kein Selbst vernichtet. Mal ganz abstrakt formuliert, die Veränderung der Dinge wird ausgelöst durch die Intention und ihre Echos im jeweiligen Geist. Dieser Geist ist aber nicht persönlich in dem Sinne wie wir das verstehen, sondern eine Zusammensetzung aus teils sehr lebendigen Faktoren die so erscheinen, als wäre da eine Person und ein Zentrum; dass dies wiederum so erscheint ist u.a. Folge der anfanglosen Unwissenheit (avidya) um die Natur der Dinge. Das ist am Anfang (und auch nach gewisser Zeit ^^) etwas schwierig zu verstehen. Es wird allerdings schon beim Sutrastudium deutlich, dass für die Schüler des Buddha die Realisation von Vergänglichkeit zB oder Nicht-Selbst keine negative, sondern eine sehr befriedende und positive Erfahrung gewesen ist. Die Beendigung von Dukkha ist dann nur die natürliche Folge der Realisation der Überflüssigkeit jedweder Manifestation.

  • Feuerbach
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    • 26. Februar 2010 um 13:05
    • #46

    Meint er also mit "da kommt kein Leben hin" nur, da kommt kein atta hin, weil wir ja sowieso anatta sind?
    Denn die Mönche hatten ja eine befriedende Erfahrung gemacht, ohne den Löffel abzugeben, oder?

    Ich behalte deinen Führerschein. Ich werd´ dich kontrollieren. Ich weiß wo du wohnst.
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  • accinca
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    • 26. Februar 2010 um 15:17
    • #47
    Feuerbach:

    Hm...
    und was sind nun die Unterschiede zu einem ausgelebtem Pessimismus?


    Der Unterschied ist der, das der Pessimist keinen Ausweg aus dem Leben
    und Leiden kennt und daher beim Leben und Leiden ausharrt, das Anhangen
    daran nicht lösen kann und nicht lösen will.

  • accinca
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    • 26. Februar 2010 um 15:20
    • #48
    Feuerbach:

    Meint er also mit "da kommt kein Leben hin" nur, da kommt kein atta hin, weil wir ja sowieso anatta sind?
    Denn die Mönche hatten ja eine befriedende Erfahrung gemacht, ohne den Löffel abzugeben, oder?


    Die befreiende Erfahrung ist das Resultat davon, das er freiwillig den Löffel abgegeben hat. Es gibt
    keine Suppe mehr die er auslöffeln müßte.

  • Feuerbach
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    • 26. Februar 2010 um 18:27
    • #49

    Das ist wiedermal so eine Sache mit den Definitionen. Wie definierst du Leben?
    Lebt man überhaupt wenn man Nirvana erlangt hat?

    Ich glaube wir haben komplett verschiedene Vokabeln.

    Ich behalte deinen Führerschein. Ich werd´ dich kontrollieren. Ich weiß wo du wohnst.
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  • thecap
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    • 26. Februar 2010 um 19:35
    • #50
    Feuerbach:

    Das ist wiedermal so eine Sache mit den Definitionen. Wie definierst du Leben?
    Lebt man überhaupt wenn man Nirvana erlangt hat?

    Ich glaube wir haben komplett verschiedene Vokabeln.

    Hi Feuerbach

    Wenn Konventionelles mit der Erwachungslehre wild durcheinander gemischt wird, entstehen zwangsläufig Missverständnisse.

    Mit Metta.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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