Zitathttps://suttacentral.net/sn35.23/de/sab…se&script=latin
In Sāvatthī.
„Mönche und Nonnen, ich will euch alles lehren. Hört zu …
Und was ist das Alles? Es ist eben das Auge und Bilder, das Ohr und Töne, die Nase und Gerüche, die Zunge und Geschmäcke, der Körper und Berührungen, der Geist und Vorstellungen. Das nennt man alles.
Mönche und Nonnen, angenommen, da würde jemand sagen: ‚Ich lehne dieses Alles ab und werde ein anderes Alles beschreiben‘ – er hätte dafür keine Grundlage. Er wäre von Fragen überfragt und wäre dazu verdrossen. Warum ist das so? Weil er nicht in seinem Element ist.“
ZitatAlles anzeigenFunktionslogische Übersetzung des Palitetextes von SN 35.23 (präzise, nüchtern, mit Begriffen in Klammern) ( von Copilot):
In Sāvatthī sagte der Buddha:
Ich werde euch das All (sabbaṁ) erklären. Hört gut zu.
Was ist dieses All (sabbaṁ)? Es besteht aus:
dem Auge (cakkhu) und den sichtbaren Formen (rūpa),
dem Ohr (sota) und den Klängen (sadda),
der Nase (ghāna) und den Gerüchen (gandha),
der Zunge (jivhā) und den Geschmäcken (rasa),
dem Körper (kāya) und den Tastobjekten (phoṭṭhabba),
dem Geist (mano) und den geistigen Objekten (dhammā).
Das wird von mir „das All (sabbaṁ)“ genannt. Wenn jemand behaupten würde:
„Ich werde ein anderes All erklären, das jenseits dieses Alls liegt“, dann wäre seine Rede grundlos (vācā‑vatthuka). Und wenn man ihn dazu befragt, könnte er keine Antwort geben, und er würde in Verwirrung und Frustration (vighāta) geraten.
Warum?
Weil das, was er behauptet, außerhalb des Erfahrungsbereichs (avisaya) liegt.
Einbindung in meine Auffassung der Kette des bedingten Entstehens:
āyatana bedeutet „Ort“, „Bereich“ oder „Wirkfeld“, in dem Wahrnehmung entstehen kann.
Es gibt einen inneren Ort (ajjhattika‑āyatana), bestehend aus Auge, Ohr, Nase, Zunge, Körper und Geist,
und einen äußeren Ort (bāhira‑āyatana), bestehend aus Form, Klang, Geruch, Geschmack, Tastbarem und Denkbarem. Im „Ort“, „Bereich“ oder „Wirkfeld“ āyatana. Diese zwölf Felder sind āyatana und Teil von nama-rupa.
salāyatana bedeutet: Die sechs inneren Felder sind geöffnet, also funktional aktiv.
Das heißt: Auge‑Bewusstsein, Ohr‑Bewusstsein, Nasen‑Bewusstsein, Zungen‑Bewusstsein, Körper‑Bewusstsein und Geist‑Bewusstsein sind offen, man ist nicht bewusstlos und nicht schlafend. Das ist salāyatana.
Ablauf der Kette:
Ein äußerer Reiz trifft auf Sinnesorgane (bāhira‑āyatana). Die Reize der Sinnesorgane treffen dann auf ein inneres Feld (ajjhattika‑āyatana).
Das innere Wirkfeld (ajjhattika‑āyatana) ist offen (salāyatana) und Bewusstsein (eine andere Art von viññāṇa) erscheint.
Aus Reiz + offenem Feld + Bewusstsein entsteht Kontakt (phassa).
Aus Kontakt entsteht Gefühlston (vedanā): nur fühlen von entweder wohl, unwohl, oder kein fühlen.
Von viññāṇa, dem Urbewusstsein in der Kette, das nāma‑rūpa bewirkt, bis vedanā, erscheint bei einem gesunden fühlenden Lebewesen nur ein Fühlen-Ton und dann die Reaktion/Handlung (tanha), um Unwohl zu verändern. Mögliche Bewusstseine sind offen, man ist nicht bewusstlos und nicht schlafend. Das ist salāyatana.
„Das Öffnen der Augen vertreibt alle Träume.“
„Mögliche Bewusstseine“ bedeutet: Es gibt Lebewesen, die nicht alle zwölf āyatana besitzen oder deren Sinnesorgane geschädigt sind, die aber dennoch vollwertige Lebewesen sind. Ganz gleich, ob sie ein ZNS haben oder nur neuronale Knoten oder keine Nerven. Alle Lebewesen auf dieser Welt haben einen Ursprung: Cyanobakterien. Weil Cyanobakterien sind, erscheinen Viren, Phagen, Pilze und andere frühe Formen, die keine Bakterien sind, die die Evolution der Bakterien überhaupt erst in Gang bringen.
Ablauf der Kette:
Ein äußerer Reiz (rūpa‑nāma / bāhira‑āyatana) trifft auf ein inneres Feld (ajjhattika‑āyatana).
Das innere Feld ist offen (salāyatana) und Bewusstsein erscheint. (eine Art von viññāṇa).
Aus Reiz + offenem Feld + diesem Bewusstsein entsteht Kontakt (phassa).
Aus Kontakt entsteht Gefühlston (vedanā): nur fühlen von entweder wohl, unwohl, oder kein fühlen.
Von viññāṇa bis nāma‑rūpa bewirkt vedanā, erscheint bei einem gesunden fühlenden Lebewesen nur das eine Fühlen und dann die Reaktion/Handlung, um Unwohl zu verändern. Das Ändern von „unwohl“ zeigt den fühlbaren Ton von „wohl“ und damit auch das Wiedererkennen von „unwohl“, wenn „wohl“ vergangen ist.
Auf keinen Fall darf der Teil der Kette, von viññāṇa bis vedanā mit Skandha verwechselt werden. Das ist ein ganz anderes System.