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  1. Buddhaland Forum
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Probleme? Was zeigt Buddha zur Lösung

  • Qualia
  • 2. Juni 2026 um 11:15
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    • 2. Juni 2026 um 11:15
    • #1

    1. Das Erscheinen des Problems
    Wenn ein unangenehmer geistiger Vorgang erscheint (dukkha‑vedanā), denkt der Ungeübte (puthujjana):
    - „Dies betrifft mich.“
    - „Das geschieht mir.“
    So entsteht die Verstrickung *(upādāna)*.


    2. Das Entstehen des Ich‑Gefühls
    Aus der Erfahrung entsteht die Vorstellung eines Ichs (ahaṃkāra, mamaṃkāra):
    - „Ich werde berührt.“
    - „Mit mir geschieht dies.“
    - „Das sagt etwas über mich aus.“
    So entsteht das Ich‑Gefühl (attavāda), das an der Erfahrung haftet.


    3. Das Erstarren des inneren Zustands
    Wenn der Geist bewertet (saññā + vitakka), formt sich ein Zustand (bhava):
    - Anspannung
    - Ärger
    - Furcht
    - Rückzug
    Der Ungeübte hält diesen Zustand für eine Wahrheit und sagt:
    - „So bin ich.“
    - „So ist es.“
    So entsteht Verblendung (avijjā).


    4. Das Greifen nach der Erfahrung
    Aus dem Zustand entsteht das Greifen (upādāna):
    - „Es darf nicht so sein.“
    - „Ich muss es verstehen.“
    - „Ich muss es ändern.“
    So wird aus einer bloßen Empfindung (vedanā) ein Knoten im Geist (saṅkhāra).


    5. Das Aufsteigen des Impulses
    Vor dem Greifen entsteht ein Impuls (taṇhā):
    - kämpfen
    - fliehen
    - sich rechtfertigen
    - schweigen
    - erklären
    Der Ungeübte folgt dem Impuls und wird getrieben.
    Der Geübte erkennt: Dies ist nur ein Impuls (taṇhā). Ich muss ihm nicht folgen.
    So entsteht Freiheit (vimutti).


    6. Das bloße Gefühl
    Am Anfang steht nur ein Gefühl (vedanā):
    - angenehm (sukha)
    - unangenehm (dukkha)
    - neutral (adukkham‑asukha)
    Es ist bedingt entstanden (paṭicca‑samuppanna) und vergeht (anicca).
    Es sagt nichts über ein Selbst (anattā).
    Wer dies erkennt, beendet die Kette hier.
    Leiden entsteht nicht *(dukkha‑nirodha)*.
    ---
    Der Weg des Entstehens (6 → 1)
    - Aus Gefühl (vedanā) entsteht Impuls (taṇhā).
    - Aus Impuls entsteht Greifen (upādāna).
    - Aus Greifen entsteht Zustand (bhava).
    - Aus Zustand entsteht Ich‑Gefühl (attavāda).
    Bis hier erscheinen die Positionen fast gleichzeitig, erst dukkha ist eine persönliche Entscheidung,
    - Aus Ich‑Gefühl entsteht das Problem (dukkha).
    So entsteht Leiden im Geist (dukkha‑samudaya).
    ---
    Der Weg der Befreiung (1 → 6)
    - Das Problem wird erkannt (sammā‑diṭṭhi).
    - Das Ich‑Gefühl wird durchschaut (anattā‑dassana).
    - Der Zustand wird als Zustand erkannt (bhava‑pariññā).
    - Das Greifen wird gelockert (upādāna‑paṭinissagga).
    - Der Impuls wird nicht ausgeführt (taṇhā‑nirodha).
    - Das Gefühl wird einfach gefühlt (vedanā‑pariññā).
    So endet Leiden (dukkha‑nirodha).
    ---
    In einem Satz:
    Wenn vedanā nicht zu taṇhā wird, entsteht kein upādāna; ohne upādāna entsteht kein bhava; ohne bhava entsteht kein attavāda; ohne attavāda entsteht kein dukkha.**

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

  • void
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    • 2. Juni 2026 um 11:33
    • #2

    Es ist so dass wir in einer Welt sind, wo wir mit einer Vielzahl von Herausforderungen konfrontiert werden - innere und auch äußere.


    Und wie das Beispiel Buddhas zeugt - der ja als Ordensoberhaupt viel um die Ohren hatte - ist es möglich mit diesen Herausforderungen erfolgreich umzugehen, ohne sie zu "Ich-Problemen" zu machen. Der Punkt ist wohl, dass er nicht "ich-bezogen" denkt sondern ganz und gar von der Situation aus.

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    Qualia
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    • 2. Juni 2026 um 12:46
    • #3

    Das ist in allgemeiner Sprache.


    1. Das Problem erkennen.
    Der Ausgangspunkt ist das Problem selbst: Stress, Druck, Ärger, Angst, Kränkung oder das Gefühl, festzustecken.
    Wichtig ist, das Problem klar zu sehen, ohne es sofort erklären oder lösen zu wollen.
    Nur wahrnehmen: „Da ist etwas Unangenehmes.“ „Da belastete mich etwas.“
    Nicht „Was belastet mich?“ das wäre bereits Interpretation, also Meinung.


    2. Das Ich‑Gefühl darin erkennen
    Ein Problem wird schwerer, wenn ein Ich‑Satz entsteht:
    „Das passiert mir.“
    „Ich bin so jemand.“
    „Das betrifft meine Identität, meine Persönlichkeit.“
    Hier beginnt die Verhärtung. Der Schritt besteht darin, zu sehen:
    „Ich mache aus der Situation gerade ein Bild/eine Meinung von mir.“

    3. Den inneren Zustand als Zustand erkennen
    Vor dem Ich‑Gefühl steht ein innerer Zustand:
    Anspannung, Scham, Wut, Ohnmacht, Rückzug.
    Dieser Zustand wirkt oft wie eine feste Wahrheit.
    Leitsatz: „Das ist ein Zustand, der entstanden ist – kein Beweis dafür, wer ich bin.“
    Damit wird er beweglich.


    4. Das Greifen sehen
    Mein Danachgreifen heißt:
    „Es darf nicht so sein.“
    „Ich brauche eine Erklärung.“
    „Ich muss das kontrollieren.“
    Dieses Festhalten macht aus einer Erfahrung, einem einfachen „Da‑sein“, ein Problem.
    Die Lockerungsgedanken: „Ich muss das nicht festhalten. Ich muss daraus keine Geschichte oder ein Drama machen.“


    5. Den Impuls als Impuls erkennen
    Vor dem Greifen steht nur ein Impuls, ein automatisches Verlangen nach Lösungen:
    Wegdrücken, vermeiden, kämpfen, rechtfertigen, flüchten.
    Ein Impuls ist nicht falsch – er ist einfach automatisch.
    Die Leitlinie lautet:
    „Das ist ein Impuls. Ich muss ihm nicht folgen.“ „Ich muss nicht reagieren, denn es ist nur ein Impuls.“ „Niemand kann mich ‚anstoßen‘, wenn ich dem Impuls nicht folge, den ich in mir spüre.“


    6. Zum Gefühl zurückkehren
    Ganz am Anfang steht nur ein Gefühl im Körper:
    unangenehm – angenehm – neutral.
    Wenn es als reines Gefühl erlebt wird, ohne Geschichte, ohne Ich‑Satz, dann endet die ganze Kette hier. Das Problem kann nicht entstehen.
    Der Leitspruch lautet: „Das ist ein Gefühl in meinem Körper. Es sagt nichts über mich. Ich bin nicht das Gefühl.“
    Schön: Ich habe ein Gefühl. Nur ein Unangenehm, Angenehm oder ein Weder noch.

    ---

    Der Weg ins Problem – wie Schwierigkeiten entstehen (6 → 1)
    Welche Mechanismen zu immer den gleichen Problemen führen.


    6. Ein Gefühl taucht auf: Am Anfang steht immer nur ein Gefühl im Körper:
    unangenehm, angenehm oder neutral.
    Es ist ein reines Erleben, noch ohne Bedeutung oder Bewertung.
    Beispiel:
    Ein Druck im Bauch, ein Ziehen im Nacken, ein Unwohlsein, oder ein angenehmes Gefühl. Man kann beobachten, dass ein Gefühl immer ähnliche Reaktionen auslöst.


    5. Ein Impuls entsteht:
    Aus dem Gefühl entsteht automatisch ein Impuls:
    „Weg davon“ oder „mehr davon“.
    Das ist ein Reflex, kein Fehler und keine Entscheidung.
    Beispiel: Unruhe → Fluchtimpuls.
    Angenehm → Festhalten wollen.


    4. Greifen – das Festhalten beginnt
    Jetzt beginnt die Verhärtung: Der Impuls wird zu einem inneren Muss.
    Hier entstehen aus dem reinen Empfinden eines Gefühls, (6.) die Interpretation, das einordnen.
    „Es darf nicht so sein.“
    „Ich brauche eine Erklärung.“
    „Ich muss das kontrollieren.“
    „Das muss sofort weg.“
    Hier wird aus einem Gefühl eine Schwierigkeit.


    3. Ein innerer Zustand formt sich:
    Mein Greifen, Interpretieren erzeugt einen Zustand:
    Anspannung, Ärger, Scham, Ohnmacht, Druck.
    Der Zustand wirkt wie eine feste Wahrheit:
    „So bin ich jetzt.“
    „So ist die Lage.“
    „Ich stecke fest.“
    Hier beginnt die emotionale Selbstverhärtung.


    2. Ein Ich‑Gefühl entsteht:
    Der Zustand wird persönlich:
    „Das passiert mir.“
    „Ich bin so jemand.“
    „Das betrifft meine Persönlichkeit.“
    „Das sagt etwas über mich aus.“
    „Das Problem, ob real meines oder nicht, wird zu meinem Problem.“
    Jetzt wird aus der Schwierigkeit ein persönliches Problem, das kann auch die Rettung der Welt sein. Die in der Realität nicht mein Problem ist. Das kann sogar etwas sein, das objektiv nicht mein Problem ist, aber ich mache es zu meinem (z. B. Weltrettung, Beziehungen, Natur).


    1. Das Problem erscheint
    Wenn das Ich‑Gefühl mit der Realität kollidiert, entsteht das Problem:
    Stress, Ärger, Angst, Kränkung, Hilflosigkeit, Druck.
    Das Problem ist nicht das Gefühl selbst, sondern das „Ich“, das sich an das Gefühl bindet.

    ---

    Der gesamte Weg in einem Satz
    Ein Gefühl wird zu einem Impuls, daraus wird ein Muss, daraus ein Zustand, daraus ein Ich – und dieses Ich erlebt ein Problem.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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