Das Herzsutra beginnt damit, dass jemand in tiefem Samadhi verweilt - was Buddha auch gelegentlich als "in der Leere verweilen" bezeichnet. In diesem tiefen Samadhi fällt irgendwann das Bewusstsein aus und damit fallen Körper-Geist wie die zwei bekannten Reisbündel auseinander.
Kommt man dann wieder aus dem Samadhi heraus, d.h. tritt man aus der Leere und ist wieder Form - bleibt ein Bewusstseinseindruck wie ein Echo und die entstandene Einsicht wird im Herzsutra so ausgedrückt: Form ist Leere und Leere ist Form.
In der Form - also in der Körperlichkeit und den weiteren skandhas - gibt es wieder Empfindung, Bewusstsein, Wahrnehmung und Vorstellung - also "Leiden" und Vergänglichkeit und anatta (falls die skandhas nicht ergriffen werden).
Das bedeutet aber nicht, dass man sich nicht ärgert oder sich Sorgen macht oder empfindet. Dogen sagte: Empfindung ist Leiden.
Im Genjokoan heißt es: Die Blüten, die du liebst, welken dahin, und das Unkraut sprießt zu deinem Ärger – und das ist alles.
"Leidbefreiung" ist eine Vorstellung und da finde ich MN 1 eine hervorragende Übung: