Platform Sutra:Alles anzeigenPräfekt Wei fragte weiter: "Wie können Haushälter diese Praxis kultivieren? Ich hoffe, Ihr könnt es uns lehren." Der Meister antwortete: "Ich werde ein formloses Gedicht für diese Große Versammlung rezitieren. Übt einfach demgemäß, als wärt ihr ständig mit mir zusammen. (..)
Wo der Geist doch universell derselbe ist -
was soll man sich um das Einhalten der Gebote bemühen?
Wo die Praxis doch geradlinig ist -
welchen Nutzen hat es da, dhyana zu kultivieren?
Dankbarkeit zeigt sich beim loyalen Unterstützen der Eltern,
Gerechtigkeit darin, mit Oberen und Niederen zu empfinden.
Entgegenkommen zwischen Höheren und Niederen
gebiert Wohlwollen.
Nachsicht ist, die zahllosen Bösartigkeiten nicht zu billigen.
Wenn einer durch Stöckereiben Feuer machen kann,
wird auch die rote Lotusblüte (das Buddha-Land)
gewiss aus Schlamm (Befleckungen) entstehen.
Was dem Mund bitter ist, gilt als gute Medizin.
Was die Ohren beleidigt, kann guter Rat sein.
Wenn einer seine Fehler berichtigt,
wird er Weisheit gewinnen.
Defizite im eigenen Geist zu verteidigen ist unvernünftig.
In seinen Alltagshandlungen soll man stets
Wohltaten unter anderen verbreiten.
Erleuchtung zu erlangen hängt nicht von Geldspenden ab.
Bodhi kann nur im eigenen Geist gefunden werden.
Warum sich bemühen, Geheimnisvolles im Äußeren zu suchen?
Wenn ihr diese Erläuterung hört und demgemäß übt,
ist das Westliche Paradies genau vor eurer Nase."
Huineng formloses Gedicht
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Wo der Geist doch universell derselbe ist -
was soll man sich um das Einhalten der Tugenden bemühen?
Wo die Praxis doch geradlinig ist -
welchen Nutzen hat es da, Achtsamkeit zu kultivieren?
Dankbarkeit zeigt sich beim Unterstützen der Eltern,
Gerechtigkeit darin, mit Oberen und Niederen mitzufühlen.
Entgegenkommen zwischen Höheren und Niederen
gebiert Sympathie, (Metta (Wohlwollen)).
Toleranz ist, die zahllosen Bösartigkeiten nicht zu billigen.
Wenn einer durch Stöckereiben Feuer machen kann,
wird er gewiss die rote Lotusblüte (Erwachen)
aus dem Schlamm entstehen lassen können.
Was dem Mund bitter ist, gilt als gute Medizin.
Was die Ohren beleidigt, kann guter Rat sein.
Wenn einer seine Fehler berichtigt,
wird er Weisheit gewinnen.
Meinungen des eigenen Geistes zu verteidigen,
das ist unvernünftig.
In seinen Alltagshandlungen soll man stets
Wohlfühlen unter anderen verbreiten.
Erleuchtung zu erlangen, hängt nicht von Spenden ab.
Erwachen kann nur im eigenen Geist gefunden werden.
Warum sich bemühen es im Äußeren zu suchen?
Wenn ihr diese Erläuterung hört und demgemäß übt,
ist das Westliche Paradies genau vor eurer Nase."