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Wie die dinge sind versus Wie die dinge sein könnten

  • Kaiman
  • 26. Juni 2023 um 19:35
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  • Igor07
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    • 27. Juni 2023 um 23:48
    • #26
    eitelpfuetze:

    igor stellte einen Text vor, in dem Buddha einen meditativen Zustand bespricht - 'In Leerheit verweilen'.

    Richtig, so sollte man doch üben! Also real praktizieren.

    Um das richtig eizuordnen, ich zitiere , was ich meine , aber konkreter:

    Zitat

    Die Gefühle sind keine Seele. Wenn nämlich die Gefühle eine Seele wären, würden sie nicht zu Beschwernis führen und hinsichtlich der Gefühle könnte man sagen: ‘So sollen mein Gefühle sein!’, ‘So sollen meine Gefühle nicht sein!’ Ihr Mönche, weil aber die Gefühle keine Seele sind, deshalb führen die Gefühle zu Beschwernis und hinsichtlich der Gefühle kann man nicht sagen: ‘So sollen meine Gefühle nicht sein!’, ‘So sollen meine Gefühle sein!’

    Die Wahrnehmung ist keine Seele. Wenn nämlich die Wahrnehmung eine Seele wäre, würde sie nicht zu Beschwernis führen und hinsichtlich der Wahr­nehmung könnte man sagen: ‘So soll meine Wahrnehmung sein!’, ‘So soll meine Wahrnehmung nicht sein!’ Ihr Mönche, weil aber die Wahrnehmung keine Seele ist, deshalb führt die Wahrnehmung zu Beschwernis und hinsichtlich der Wahr­nehmung kann man nicht sagen: ‘So soll meine Wahrnehmung nicht sein!’, ‘So soll meine Wahrnehmung sein!’

    Die Gestaltungen [60] sind keine Seele. Wenn nämlich die Gestaltungen eine Seele wären, würden sie nicht zu Beschwernis führen und hinsichtlich der Gestaltungen könnte man sagen: ‘So sollen meine Gestaltungen sein!’, ‘So sollen meine Gestaltungen nicht sein!’ Ihr Mönche, weil aber die Gestaltungen keine Seele sind, deshalb führen die Gestaltungen zu Beschwernis und hinsichtlich der Gestaltungen kann man nicht sagen: ‘So sollen meine Gestaltungen nicht sein!’, ‘So sollen meine Gestaltungen sein!’

    Das Bewusstsein ist keine Seele. Wenn nämlich das Bewusstsein eine Seele wäre, würde es nicht zu Beschwernis führen und hinsichtlich des Bewusst­seins könnte man sagen: ‘So soll mein Bewusstsein sein!’, ‘So soll mein Bewusstsein nicht sein!’ Ihr Mönche, weil aber das Bewusstsein keine Seele ist, deshalb führt das Bewusstsein zu Beschwernis und hinsichtlich des Bewusstseins kann man nicht sagen: ‘So soll mein Bewusstsein nicht sein’, ‘So soll mein Bewusstsein sein!’“

    Das ist die reale und sehr praktische Methode, so finde ich.

    Der Körper ist vergänglich, der leidet , und er besteht aus echt sehr unreinen Elementen, das weiss ich doch, ( Medizin), also auch ohne Kern, alle drei Daseins-Merkmale sind da. Satipatthana pur! Das wird dann im Kanon auf sehr vielen Stellen weiter mehr als genug durchgekaut, man sollte nichts alles zitieren.

    Das war aber das erste mal nach dem Erwachen:

    [Die Rede vom Merkmal der Seelenlosigkeit] [56]

    Maha Vagga Der Große Abschnitt

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Igor07
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    • 28. Juni 2023 um 00:01
    • #27
    eitelpfuetze:

    Währenddessen kann man natürlich nicht lehren und auch nichts Sonstiges tun - da verweilt man in diesem Zustand. Aber auch nicht immer. Irgendwann muss man zB ja auch etwas essen und da verweilt man nicht mehr in Leerheit/in diesem Zustand.

    Das stimmt! Aber der Mesnch ist nach dieser Erfahrung anders agiert und bestimmt nichts re-agiert. Das wirkt rein transformativ. In Richtung Nibbana, und das ist , nach Nanananda, psychologich gesehen, die absolute Des-idenfikation mit den Khandha (33 Vorträge).

    Zitat

    Nibbāna – Der Vollkommene Friede

    Die "Nibbāna Sermons " – 33 Vorträge

    csm_Titelbild_nib_sermons_web_cc8c4b0893.jpg

    Zum Dhamma-Dāna-Projekt: Nibbāna – Der Vollkommene Friede

    Erstmalig ist eine deutsche Übersetzung von „33 Nibbāna Sermons – The Mind Stilled“ vom Ehrwürdigen Bhikkhu Kaṭukurunde Ñāṇananda (1940–2019) unter dem Titel „ Nibbāna – Der vollkommene Friede“ erschienen. Die ursprünglichen 33 Vorträge, wurden von Bhikkhu Kaṭukurunde Ñāṇananda von 1988 bis 1991 vor einer Versammlung von meditierenden Mönchen, die mit ihm in einem Kloster in Sri Lanka lebten, gehalten.

    Es ist der ausdrückliche Wunsch des Ehrwürdigen Bhikkhu Kaṭukurunde Ñāṇananda, dass alle seine Dhamma-Bücher völlig kostenfrei für jene zugänglich gemacht werden, die sich nach der Lehre des Buddha sehnen. Nachdem über die Sati-Stiftung Spenden für den Buchdruck gesammelt wurden, können jetzt Dank der freundlichen Unterstützung des Verlags Beyerlein & Steinschulte, der für die Realisierung des Drucks sorgte, hier nun auch die gedruckten Exemplare kostenfrei bezogen werden.

    „Nibbāna – Der vollkommene Friede“ ist ein anspruchsvoller Text, der bei gründlicher Lektüre ungemein bereichernd und klärend ist. Bhikkhu Kaṭukurunde Ñāṇananda, der sowohl für sein philosophisches Verständnis, seine umfassenden Kenntnisse der Lehrreden und Kommentare als auch für seine tiefe Meditationspraxis bekannt war, führt das Thema Nibbāna aus, um Fragen und Zweifel der fortgeschrittenen praktizierenden Mönche zu klären. Seine Erklärungen bewegen sich nicht in einem trockenen, rein akademischen Rahmen, vielmehr wird ein praxisorientierter, nachvollziehbarer Blickwinkel eingenommen, der von zahlreichen und lebensnahen Beispielen und Gleichnissen unterstützt wird.

    Nibbāna gilt als schwieriges Thema, weil es sich der direkten Beschreibung durch Sprache entzieht. Die wörtliche Übersetzung aus dem Pali lautet: Verlöschen. Dieses „Verlöschen“ wird manchmal als fernes, unerreichbares Ideal aufgefasst, über das sich nicht viel sagen lässt. Der Ehrwürdige Kaṭukurunde Ñāṇananda schließt sich dieser Auffassung nicht an. Er belegt stattdessen anhand sehr vieler Textstellen aus den Lehrreden, dass der Buddha Nibbāna als ein in diesem Leben verwirklichbares Ziel ansah. Um diesem Ziel näher zu kommen, verbindet er Textstellen aus den Lehrreden mit den daraus ableitbaren Meditationsanleitungen. Ein wirklich inspirierender Text!

    Hedwig Kren und Susann Poppenberg

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    Ich empfehle sehr! Zwei Bänder! Toll ! :like:

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • SteFo
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    • 28. Juni 2023 um 05:18
    • #28
    Kaiman:

    Hi,


    Ganz allgemein die Frage.

    Wie ist es zu verstehen wie die Dinge sind ?

    Die Frage ist schon mal ein Imperativ. Ohne Imperativ ist gar nichts zu verstehen. Warum sollte also irgendwas zu verstehen sein?

    Das schließt natürlich nicht aus, dass etwas als dieses oder jenes verstanden werden kann, weil "kann" Ausdruck einer willkürlichen Option ist. Aber wenn die Option dem Willen ("willkürlich") unterliegt, was bestimmt dann den Willen?

    Die Frage müsste also lauten "Was bestimmt den Willen, zu verstehen wie die Dinge sind?" und diese Frage beinhaltet zum Ersten, den Willen zu verstehen (weil man überhaupt nicht verstehen wollen muss), und zum Zweiten - wenn man sich willkürlich entschieden hat, verstehen zu wollen - den Willen, dieses oder jenes Verständnis zu bevorzugen.

    Joh. 9,39 Und Jesus sprach: Zum Gericht bin ich in diese Welt gekommen, damit die Nichtsehenden sehen und die Sehenden blind werden.

    Einmal editiert, zuletzt von SteFo (28. Juni 2023 um 05:31)

  • Noreply
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    • 28. Juni 2023 um 10:58
    • #29
    Kaiman:

    Ich komm zu der Frage weil es z.b. in der Meditation auch darum gehen kann unangenehme Gefühle wahrzunehmen und nicht gleich drauf zu reagieren. Also eben nichts zu verändern. Kann man das analog auf alle Situationen anwenden oder macht es sinn sich zu bemühen möglichst angenehme Situationen herzustellen. Wie geht Ihr damit um ? Ist das eine ein Realismus das andere ein Idealismus ?

    Ich hoffe es ist einigermaßen Verständlich.

    Viele Grüße Kaiman

    Vorsicht OT Bereich.

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    Ich komm zu der Frage weil es z.b. in der Meditation auch darum gehen kann unangenehme Gefühle wahrzunehmen und nicht gleich drauf zu reagieren. Also eben nichts zu verändern.

    1) Das ist eine Möglichkeit, die Dinge zu sehen, wie sie sind. Wenn ich sitze und mit nicht geschlossenen Augen bin, kann ich Dinge betrachten und nur betrachten, denn mein Körper kann nichts mit ihnen anfangen, weil ich sitze ist Hand-haben mit den Dingen unmöglich. So kann ich eine Form von Leere erkennen, die ich aushalten muss, nicht handeln können.

    Weil ich die Dinge nicht Hand-haben kann, das gilt in jeder Situation, in der ich die Dinge, die ich handhaben möchte, eben nicht in die Hände bekommen kann.

    Ich kann, auch wenn ich will, dem stolpernden Menschen nicht helfen, weil ich nicht mit meinen Händen zu dem Menschen kann. Kann es nur registrieren und anhand des Registrierten handeln.

    2) Das, worum es dir geht: unangenehme Gefühle wahrzunehmen, hat die Vorbemerkung als Gleichnis. Diese Gefühle sind ein Objekt des Selbst/ich und kein Ding/Objekt für die Hände.

    Alles Geistige, Empfinden, Wahrnehmen, Absichtsbildung, Bewusstsein sind nicht in der Hand habbar. Auch die Augen oder die anderen Sinne können das nicht betrachten, wie ein Objekt, das sie sehen, wahrnehmen.

    Bei den Geistesobjekten, den Objekten des Selbst/Ich/Person, handelt es sich weder um Körper noch um das Geistig. Sie erscheinen durch Handeln als Erfahrungen, Erinnerungen an Ergebnisse von Verstößen gegen die, durch meine Gemeinschaft mit Menschen gemachten, Regeln, Normen, Gesetzen.

    Hier erscheint ein Gegensatz zu 1) diese Objekt des Selbst/ich erkennen und dann betrachten, dann beobachten, wie sie erscheinen und wodurch.

    Müssen sogar verändert werden. Ich muss meine Geistesobjekte: Regeln/Prinzipien, Ärgernisse, Schamgefühle immer verändern durch Erkennen ihrer Ursachen. Nicht durch Relativieren oder Ausreden finden, nein durch klares Erkennen des Problems und rücksichtslos befreien von allem Glauben, dass es doch wohl richtig war.

    Unangenehme Gefühle erschienen nur dann, wenn es einen Bruch gegeben hat mit den Normen der Gemeinschaft, in der ich lebe, auch wenn sie, oder gerade, wenn sie nicht von ihr entdeckt wurden.

    Wobei die entdeckten, offengelegten und durch Sanktionieren Befreiung bekommen haben, nicht das Problem sind, es sind die Grübeleien, die auf nicht durch Bekennen begangenen „Verstöße“ folgen. Hätte ich. Wenn ich doch. Ich wollte doch helfen. Die sind die Unangenehmen. Die kann und muss ich ändern. Das geht im Sitzen. Ich führe ein Gespräch mit dem scheinbaren Opfer meines tun, denken. Ein Selbstgespräch? Nein. Ein Gespräch in meinem Bewusstsein mit dem anderen. funktioniert so ich sage etwas zu dem und warte, auf Gedanken meines Unbewussten. Es kann sogar sein das eine Antwort erst am Morgen kurz nach dem Aufwachen erscheint und ich kann den Dialog der Reinigung fortsetzen. Wenn ich die Antworten aber relativiere und nicht ernsthaft mit meinen Vorstellungen prüfe, wird es sicher unangenehm.

    Ein Diebstahl in meiner Kindheit wurde nicht von meiner Mutter erkannt und sanktioniert und gerade dieser hat mich dazu gebracht nicht mehr zu nehmen, was nicht gegeben ist. Das nicht entdeckt werden hat die Achtsamkeit geweckt nicht mehr zu stehlen, weil die Sanktionierung dieses Einen nicht entdeckten befürchtet wird.

    1) Alle unangenehmen Gefühle, die erscheinen, weil ich mir vorwerfe, dass ich nicht mit meinen Händen tun konnte sind unabänderlich, wie mein nicht zugreifen können.

    2) Sie sind Selbstvorwürfe durch mein Selbst ohne echten Grund. Selbstvorwürfe erscheinen, wenn ich mich nicht nach den in meiner Gemeinschaft geltenden Vorgaben, Regeln, Normen, geschriebenen und ungeschriebenen Gesetzen verhalten habe.

    Wobei die entdeckten, offengelegten und durch Sanktionieren Befreiung bekommen haben, nicht das Problem sind, es sind die Grübeleien, die auf nicht durch Bekennen begangenen „Verstöße“ folgen. Hätte ich. Wenn ich doch. Ich wollte doch helfen. Die sind die Unangenehmen.

  • Sandaju
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    15. Juli 2023
    Buddh. Richtung
    Keine spezielle Richtung
    Geburtstag
    26. Juli 1973 (53)
    • 20. Juli 2023 um 16:22
    • #30

    Ich denke die Dinge sind so wie sie sind bezieht sich auf die Tatsache das unsere Vorstellung keinen Effekt auf das bestehen der Dinge hat

    Wenn zb. Gott existieren würde und ich glaube das es ihn nicht gibt so existiert er trotzdem und wenn er nicht existiert und ich glaube das er existiert so existiert er trotzdem nicht..

    Wir glauben oft die Dinge erklären zu können bedeutet das wir sie verstehen doch eigentlich wollen wir denke ich meistens bloß die Kontrolle haben über alles weil wir kein vertrauen in den Lauf der Dinge haben und vom Physiker standpunkt aus würde ich sagen das die Dinge gar keine Dinge sind sondern aus Energie bestehen e=m*c2

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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