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​Was bringt es einem, ein Ich (ein Selbst) zu erklären?

  • Voyager
  • 1. Juli 2022 um 23:23
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  • Noreply
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    • 6. Juli 2022 um 12:28
    • #101
    Monikadie4.:

    Super Ellviral. Ich musste es allerdings mehrmals lesen, ehe ich verstand. Und ja, das ist auch meine Erfahrung - schon lange, aber erst jetzt begreife ich, was das Hindernis war.

    Gerade auch durch mein Offenbaren hier im Thread und die "unmögliche" Reaktion von Voyager gelang der Durchbruch nach dem vorherigen Stoß meiner Erfahrung mit meiner Freundin. Es arbeitet aber intensiv weiter. Desto schweigsamer ich bin und nicht mehr dominiere (was ein Bedürfnis nach Anerkennung war usw.), desto sichtbarer tritt zu Tage, was ich sonst geantwortet hätte, um anderen zu gefallen.

    Das war mir eben nie bewusst. Ich hatte mein Leben lang Angst als unwissend gesehen zu werden und wollte immer das Gegenteil beweisen.

    Danke Ellviral, Danke Voyager, Danke an alle, die dazu beigetragen haben.

    _()__()__()_

    Wenn ich jetzt tiefer da eindringen muss, was mein Ego da tut, bin ich in der Lebensrückschau zu dem Ergebnis gekommen, dass es viele geben muss, die unter Liebesentzug oder sich nicht Wohlfühlen, gelitten haben.

    Dann müssen Konzepte, Verhaltensweisen, Vorstellungen entwickelt werden, um doch Zuneigung zu bekommen und das ging, jedenfalls bei mir, nur so, dass ich jemand werden musste, dem der andere Mensch (Mutter) gefällt.

    Denn das, was ich einfach bin, wurde nicht akzeptiert.

    Diese Konzepte sind immer richtig, sonst wäre ich nicht hier.

    Doch jetzt kommt Buddha: Jedes Konzept muss als vergänglich in der Anwendung angesehen, erkannt, durchschaut werden.

    Ein Konzept ist immer situativ. Es kann nicht auf andere Situationen angewendet werden. Doch das wird es, weil es ja viele Jahre erfolgreich war. Gewohnheit, es wird nicht mehr geprüft, ob es angemessen ist, funktioniert ja.

    Das Leiden muss erkennt/durchschaut, 1. Wahrheit, werden.

    Dann überwunden werden, 2. Wahrheit. Das festhalten an Teilen oder den ganzen Skandha als Mein, Ich, mein Selbst.

    Dann ver-wirklicht (wie ver-lieren), 3. Wahrheit, werden. Das Verlangen durch Geistesgifte, Gier, Hass, Glaubenwollen muss angegangen werden

    und dann entfaltet, 4. Wahrheit, werden. Der achtfache Weg ist der Hinweis auf die nötigen Verhaltensänderungen, um einen mittleren Weg zu erreichen.

    Alle Leiden werden durch ein personales Ich bewirkt, es gibt keinen anderen Verursacher.

    Alle Leiden, die durch die Umwelt geschehen sind, Schmerzen, Krankheiten, altern, sterben, keine Leiden, außer das personale Ich nimmt diese Dinge persönlich.

    Einmal editiert, zuletzt von Noreply (6. Juli 2022 um 12:36)

  • Noreply
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    • 6. Juli 2022 um 12:41
    • #102

    Ich fühle, dass mein Ich die erste Rede des Buddha (SN 56.11) noch ganz anders schreiben muss. Denn sie enthält ein Programm, das eine echte Hilfe ist. Nur dann geht der ganze Buddhismus flöten.

  • Aravind
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    • 6. Juli 2022 um 12:43
    • #103
    Hajobo:

    Entweder sich anpassen und zur "Herde" gehören oder seinem Inneren folgen und draußen stehen.

    Das "entweder" entspricht nicht so meiner Erfahrung. Und "draußen stehen" klingt für mich ein wenig nach Überabgrenzung.
    Es wäre schön, wenn wir unseren jungen Leuten beibringen könnten, dass man lernen kann, autonom sein kann, ohne sich auszugrenzen (psychologisch: Autonomie vs Autarkie).

    Dazu kommt, dass sich das, was man als Herde bezeichnet, sich mit der Zeit an einen anpasst.

    Liebe Grüße,

    Aravind.

  • Voyager
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    • 6. Juli 2022 um 14:19
    • #104
    Gurkenhut:

    Voyager Was mein Verständnis anbelangt, trifft es wohl ein Jein.


    Falls du antworten magst: Macht es für dich einen Unterschied ob ich dich als Allergrößten oder Allerunfähigsten anspreche?

    Für mich verstärkt ein Superlativ die Unterscheidung, die dem Ich innewohnt. Gleichsam die Vorstellung von etwas Dauerhaften. Die Relativierung die Distanz. Für wirkungslos halte ich Worte nicht, auch wenn ich von „hohler“ spreche.

    Es kommt darauf an wer es sagt, aber natürlich wäre mir ein konsequentes liebgemeintes oder verkomplimentierendes Anreden lieb. Wem geht es nicht so?

    Ich habe es aber nicht so gemeint, und dachte, es kann sein dass man so eine Antwort verstehen kann. Es gäbe ja auf analytischere Weise schon mehr von mit zu sagen, zu deinen Zeilen.

  • Benderson
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    Buddh. Richtung
    buddhistisch-gnostischer Agnostiker (Mittlerer Weg); naja, 'es ist kompliziert' wäre auch ne korrekte Antwort ;)
    • 6. Juli 2022 um 16:19
    • #105
    Ellviral:

    Ich fühle, dass mein Ich die erste Rede des Buddha (SN 56.11) noch ganz anders schreiben muss. Denn sie enthält ein Programm, das eine echte Hilfe ist. Nur dann geht der ganze Buddhismus flöten.

    Was genau meinst du? Kannst's mir auch gern via PM beantworten.

  • Noreply
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    • 6. Juli 2022 um 16:25
    • #106
    Benderson:
    Ellviral:

    Ich fühle, dass mein Ich die erste Rede des Buddha (SN 56.11) noch ganz anders schreiben muss. Denn sie enthält ein Programm, das eine echte Hilfe ist. Nur dann geht der ganze Buddhismus flöten.

    Was genau meinst du? Kannst's mir auch gern via PM beantworten.

    Memoiren gefunden in der Badewanne

    Da hab ich auch ein Pdf eingestellt. Das was der Letzte öffentliche Akt.

  • Benderson
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    Buddh. Richtung
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    • 6. Juli 2022 um 16:32
    • #107
    Ellviral:
    Benderson:
    Ellviral:

    Ich fühle, dass mein Ich die erste Rede des Buddha (SN 56.11) noch ganz anders schreiben muss. Denn sie enthält ein Programm, das eine echte Hilfe ist. Nur dann geht der ganze Buddhismus flöten.

    Was genau meinst du? Kannst's mir auch gern via PM beantworten.

    Memoiren gefunden in der Badewanne

    Da hab ich auch ein Pdf eingestellt. Das was der Letzte öffentliche Akt.

    Und was meinst du, dass bei einem weiteren Umschreiben anhand deiner neuen Erkenntisse der Buddhismus flöten geht? Bzw. wie definierst du 'den Buddhismus' darin?

  • Monikamarie
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    • 6. Juli 2022 um 17:18
    • #108

    Ich sehe das so, dass alles überflüssig wird. Der Rest ist Schweigen.

    _()_

  • Hajobo
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    • 6. Juli 2022 um 18:04
    • #109
    Aravind:

    Das "entweder" entspricht nicht so meiner Erfahrung. Und "draußen stehen" klingt für mich ein wenig nach Überabgrenzung.

    Dazu kommt, dass sich das, was man als Herde bezeichnet, sich mit der Zeit an einen anpasst.

    Das "entweder" / "oder" habe ich so erfahren und das Ziel war nicht Abgrenzung, sondern zu verstehen, warum diese "Welt sich dreht" und warum alles so läuft, wie es läuft. Daß sich die "Herde" einem einzelnen "Schäfchen" anpaßt, geschieht vielleicht in Ausnahmefällen aber nicht in der Regel.

    Aravind:

    Es wäre schön, wenn wir unseren jungen Leuten beibringen könnten, dass man lernen kann, autonom sein kann, ohne sich auszugrenzen (psychologisch: Autonomie vs Autarkie).

    Nur zur Definition der Begriffe, damit wir nicht aneinander vorbei reden: Im psychologischen Sinne verstehe ich unter Autonomie, Unabhängigkeit bezüglich eigener Entscheidungen- und Handlungen und unter Autarkie eher Selbstgenügsamkeit, Zufriedenheit, nicht mehr von Meinungen und Ansichten anderer abhängig sein.

    Wirklich autonom kann man innerhalb der heutigen Gesellschaft wohl kaum sein, denn um zu existieren, muß man Kompromisse schließen, das geht gar nicht anders.

    Abgrenzung - erst recht Überabgrenzung - hat so etwas von Überheblichkeit - das ist nicht gemeint.

    Um zu verstehen was Leben, Existenz ist - kann man sich dazu dem Jahrmarkt des täglichen Lebens überlassen? Sollte man nicht besser lernen quasi daneben zu stehen, um zu beobachten was vor sich geht, ohne sich davon mitreißen zu lassen und zwar ohne Überheblichkeit, sondern mit gelassener Distanz. Die "Herde" verlangt aber nach Mitmachen, Zustimmung und wer nicht mitmacht, ist sofort verdächtig - kann man aktuell besonders gut beobachten aber das nur am Rande.

    Und in dem Maße, wie das eigene ICH durch die Nachfolge der Lehre immer kleiner- und die Substanz und Struktur des eigenen Wesens einem immer klarer wird, entwickelt sich auch das Mitgefühl für alle lebenden Wesen. Für Überheblichkeit bleibt dann gar kein Platz mehr.

    Selbsterkenntnis ist die Voraussetzung, um auch andere besser zu verstehen aber um dahin zu kommen, muß man autark werden, im positiven Sinne und das schließt meiner Erfahrung nach eine gewisse Distanz durchaus ein.

    Ich weiß nicht, was ich bin; ich bin nicht, was ich weiß: Ein Ding und doch kein Ding, ein Pünktchen und ein Kreis. (Angelus Silesius)

  • Monikamarie
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    • 6. Juli 2022 um 19:05
    • #110

    Ich vermute, Aravind, Du meintest authentisch, oder?

  • Aravind
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    • 6. Juli 2022 um 21:51
    • #111
    Monikadie4.:

    Ich vermute, Aravind, Du meintest authentisch, oder?

    Nein. :)

    Morgen mehr...

  • Voyager
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    • 6. Juli 2022 um 22:23
    • #112
    Voyager:
    Gurkenhut:

    Voyager Was mein Verständnis anbelangt, trifft es wohl ein Jein.


    Falls du antworten magst: Macht es für dich einen Unterschied ob ich dich als Allergrößten oder Allerunfähigsten anspreche?

    Für mich verstärkt ein Superlativ die Unterscheidung, die dem Ich innewohnt. Gleichsam die Vorstellung von etwas Dauerhaften. Die Relativierung die Distanz. Für wirkungslos halte ich Worte nicht, auch wenn ich von „hohler“ spreche.

    Es kommt darauf an wer es sagt, aber natürlich wäre mir ein konsequentes liebgemeintes oder verkomplimentierendes Anreden lieb. Wem geht es nicht so?

    Ich habe es aber nicht so gemeint, und dachte, es kann sein dass man so eine Antwort verstehen kann. Es gäbe ja auf analytischere Weise schon mehr von mit zu sagen, zu deinen Zeilen.

    Ein Superlativ, eine offensichtliche Hinstellung als einzigartig (noch dazu in einem buddhistischen Forum) kann ja auch eine gemeinsame Erfahrung, Lachen zB ermöglichen.

    Was einem Ich innewohnt ... ab da fällt es mir schwer tiefer in ein Gespräch einzusteigen. Ich hatte vor über 20 Jahren eine allgemeine Definition über 'ICH' probiert. Es ist direkt die Unterscheidung - auf diese Worte kam ich für mich. Später bin ich auf buddhistische Texte und die Lehrreden gestossen und irgendwann erschien mir auch dieser Satz nutzlos.

    Die Unterschiede und Trennungen (diese Erfahrungszustände) entstehen und vergehen in Abhängigkeit. Dieser Dimension der Erfahrungswelt (dass Trennung eher wegen Begehren und Hass ist, als zB wegen einem 'Ich, dem Unterscheidung innewohnt') möchte ich im Dialog schon gerne aufrechterhalten, wenn du noch magst. Das hiesse dann auch mehr die Vereinbarung 'Leerheit eines Superlatives', also Hohlheit dieses Wortes - weswegen es ja mit verschieden Gefühlen korrespondieren kann, auch so dass damit verbindende Erfahrungen (zB) möglich ist. Also es ist da selbst nichts drin in 'Superlativ', deswegen kanns so oder so wirken ;):sunny:

  • Noreply
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    • 8. Juli 2022 um 03:37
    • #113

    Nachtgedanke:

    "Alles ist ohne Ich. Wirklich alle Dinge sind ohne Ich. Doch gibt es ein Ich. Wo ist "Ich"?"

    In der erscheinenden Individualität ist das Ich. Das Individuum ist ohne Ich, doch wenn es kommuniziert, ist die Kommunikation das Ich.

    Nicht der Kommunizierende ist das Ich, sondern die Kommunikation selber.

    Ellviral ist ohne Ich, sein Ich ist das Geschriebene.

    Der Leser ist ohne Ich, das Ich ist das Gelesene und jede Antwort, die sich im Leser bildet oder von ihm aufgeschrieben wird, ist das Ich.

    Es ist wie Nagarjuna aufzeichnet. Das Ich ist nicht in den Dingen. MMK 1.1

    Es ist die Kommunikation zwischen den Dingen.

    Das gilt für alle fühlenden Wesen, die miteinander kommunizieren. Die Kommunikation erscheint als Ich. Bei Menschen wird das Ich dokumentiert. Das unterscheidet ihn von allen anderen fühlenden Wesen.

    Ellviral kann das Ich, das Nagarjuna vor hunderten von Jahren gezeigt hat, heute noch erkennen und darauf reagieren, mit seinem aufzeichnen.

    Wenn jemand auf dieses, hier erscheinende Ich reagiert, dann erscheint, auch sein Ich, obwohl er kein Ich hat, durch das Kommunizierte erscheint es trotzdem.

    Alles was Menschen mit Sprache oder Schrift kommunizieren ist das Ich, es gehört zu keinem der kommuniziert und es wird auch nur erscheinen, wenn es Reaktionen gibt, die Kommunikation mit Sprache oder Schrift ist.

    Ein Roman, im Geist geschrieben, ist auch ein kommuniziertes Ich, dieses bekommt aber erst Wirkung, wenn der Roman gedruckt oder jemanden erzählt wird. Der Roman ist das Ich, nicht der Schreiber, das Ich erscheint als Roman zwischen Erzähler und Zuhörer.

    Im Theater ist ein Schauspieler und ein Zuschauer. Weder der Schauspieler noch der Zuschauer haben ein Ich. Das Ich ist die Figur, die der Schauspieler darbietet, die der Zuschauer wahrnimmt.

    Der Schauspieler kommuniziert eine Figur und der Zuschauer kommuniziert mit der dargestellten Figur, nicht mit dem Schauspieler.

    Hier kommunizieren beide Objekte mit der dargestellten Figur. Die Objekte haben kein Ich, die Figur ist das Ich.

    Die Figur ist eine Darstellung, hat also auch kein Ich, aber durch die Kommunikation mit der Figur, erscheint ein Ich.

    Ist das Schauspiel vorbei, gibt es wieder kein Ich, aber es erscheint als ein NichtIch, wenn sich Schauspieler und Zuschauer über die Figur unterhalten, ohne dass die Figur dargestellt wird.

    Es ist also nicht wie im Kino, vor einer Leinwand. Denn die zeigt nur etwas. Es gibt keine Kommunikation, wenn die beiden Objekte, Darsteller und Zuhörer nicht miteinander interagieren, die Rollen tauschen können. Die Leinwand ist kein Ich, obwohl sie etwas zeigt.

    Wenn sich zwei Zuschauer über den Film unterhalten, erscheint der Film erst als Ich, doch wenn das nach dem Film geschieht, ist der Film ein Nichtich, geschieht es während des Films, ist der Film das Ich.

    Der Fehler liegt in der falschen Ansicht, was Ich ist. Kein fühlendes Wesen hat ein Ich, das Kommunizierte ist das Ich.

    Dukkha ist, dass ein Mensch glauben kann, dass er das Ich ist und dass dieses Ich kommuniziert.

    Diese Anhaftung ist das Leiden erzeugende.

    Das gehandelte ist Ich, nicht der Händler oder das, mit dem gehandelt wird. Karma erscheint als Schicksal, wenn es ein Mensch macht, der von sich glaubt, dass er als Ich handelt und nicht erkennt, dass sein Handeln das Ich ist.

    Denn nur durch handeln, sprechen, schreiben kann sich ein Ich zeigen, mit dem der Mensch nicht verbunden ist.

    Er ist nur dann gebunden, wenn er glaubt, dass er als ein Ich/Ego handelt, der Täter, aber Täter ist ein Nichtich.

    Entschuldigung ist unmöglich, denn es ist kommuniziert worden und das Kommunizierte ist ein Ich geworden, Schuld erscheint, nur wenn es einen Schuldigen gibt, der kann aber nur jemand sein der glaubt ein Ich/Ego zu sein. Einen Fehler kann man korrigieren, sowohl vom Täter als auch vom Opfer, das ist aber sehr schwer bei einem Menschen der glaubt ein Ich/Ego zu sein.

  • GKH
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    • 8. Juli 2022 um 19:08
    • #114
    Voyager:

    Ein Superlativ, eine offensichtliche Hinstellung als einzigartig (noch dazu in einem buddhistischen Forum) kann ja auch eine gemeinsame Erfahrung, Lachen zB ermöglichen.

    Was einem Ich innewohnt ... ab da fällt es mir schwer tiefer in ein Gespräch einzusteigen. Ich hatte vor über 20 Jahren eine allgemeine Definition über 'ICH' probiert. Es ist direkt die Unterscheidung - auf diese Worte kam ich für mich. Später bin ich auf buddhistische Texte und die Lehrreden gestossen und irgendwann erschien mir auch dieser Satz nutzlos.

    Die Unterschiede und Trennungen (diese Erfahrungszustände) entstehen und vergehen in Abhängigkeit. Dieser Dimension der Erfahrungswelt (dass Trennung eher wegen Begehren und Hass ist, als zB wegen einem 'Ich, dem Unterscheidung innewohnt') möchte ich im Dialog schon gerne aufrechterhalten, wenn du noch magst. Das hiesse dann auch mehr die Vereinbarung 'Leerheit eines Superlatives', also Hohlheit dieses Wortes - weswegen es ja mit verschieden Gefühlen korrespondieren kann, auch so dass damit verbindende Erfahrungen (zB) möglich ist. Also es ist da selbst nichts drin in 'Superlativ', deswegen kanns so oder so wirken ;):sunny:

    Unter deiner gewünschten Vereinbarung liegt auch eine vorausgesetzte Vereinbarung über die Bedeutung der Wörter, oder irre ich mich?

    Eine wahnsinnig breite Bandbreite von möglichen Wirkungen wollte ich nicht in Frage stellen. Dass das ich schon die Unterscheidung ist auch nicht.

  • migmar
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    Buddh. Richtung
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    Geburtstag
    10. Mai 1960 (65)
    • 9. Juli 2022 um 20:33
    • #115

    wir kaufen uns alle das 9 euro ticket und lernen uns bei einer meditation unter einem baum kennen.nach all den jahren hier,sind wir uns nicht fremd:D

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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