Ich tue mich gerade mit dem richtigen Verständnis einer Kernaussage etwas schwer. Vielleicht könnt ihr mir auf die Sprünge helfen?
Es geht um die Auflösung des Leids aus Dingen, die lieblich und angenehm erscheinen:
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Digha Nikaya 22, Satipatthana Sutta
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Was ist aber, ihr Mönche, die heilige Wahrheit von der Leidensauflösung?
Es ist eben dieses Durstes vollkommen restlose Auflösung, ihn abstoßen, austreiben, fällen, vertilgen.
Dieser Durst nun aber, ihr Mönche, woraus wird der aufgehoben und vertrieben, wo aufgelöst und zerstört? Was in der Welt lieb erscheint, angenehm erscheint, daraus wird dieser Durst aufgehoben und vertrieben, da wird er aufgelöst und zerstört. Was aber in der Welt erscheint lieb, erscheint angenehm? Das Gesicht in der Welt erscheint lieb, erscheint angenehm, daraus wird dieser Durst aufgehoben und vertrieben, da wird er aufgelöst und zerstört. Das Gehör, der Geruch, der Geschmack, das Getast, das Gedenken in der Welt erscheint lieb, erscheint angenehm, daraus wird dieser Durst aufgehoben und vertrieben, da wird er aufgelöst und zerstört.
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Wie ist dies richtig zu verstehen? Bedeutet es, dass der Geist zu den lieblichen Dingen hingezogen ist, und aufgrund seines Durstes sich in Verwicklungen entfängt, die ihm diesen durch Leid austreiben? Oder eher so herum: dass es Dinge gibt, die lieblicher, angenehmer, heilsamer Natur sind, die den Durst stillen, und ihn so löschen, dass anschliessend kein Durst mehr nach unheilsamen Dingen besteht? Oder noch anders? Wie ist das "Gesicht" zu verstehen - als die Dinge eben, die man in der Welt wahrnimmt, bzw. was sie wahrnimmt, und in dessen (richtiger) Nährung der Durst schwinden kann?