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  1. Buddhaland Forum
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buddhismus menschenunwürdig?

  • birth
  • 23. April 2009 um 17:33
  • Zum letzten Beitrag
  • accinca
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    • 28. April 2009 um 11:54
    • #26
    Naqual:
    Ji'un Ken:

    Kern der Bodhisattva-Philosophie ist der Gedanke, nicht selbst und allein für sich Erleuchtung zu erlangen und damit in das Nirwana einzugehen, sondern statt dessen zuvor allen anderen Wesenheiten zu helfen, sich ebenfalls aus dem endlosen Kreislauf der Reinkarnationen (Samsara) zu befreien.[/i].....[/list]


    Ein extrem schöner Gedanke und ich begrüße die Aussage von ganzem Herzen.
    Es ist auch ein Punkt, wo das Christentum (leider) wenig konsequent ist: da wollen welche in den "Himmel" und merken gar nicht, wären sie in der "Liebe", sie dieses Reich gar nicht genießen könnten durch das Leid derer, die nicht da sind.
    So, schönes Wochenende!

    Ein schöner, sogar extrem schöner, Gedanke könnte man sagen wenn er nicht so unsinnig wäre.
    Oder anders gesagt, wäre doch selbst der Himmel für immer leer, wenn keiner hinnein käme,
    solange es noch andere Wesen gäbe denen man helfen müßte. Ganz unabhängig davon
    wann und ob dieses Unterfangen je gelingen könnte. Aus diesem Grunde hat der Buddha eine
    solche "Bodhisattva-Philosophie" auch niemals gelehrt und es ist, wenn auch eine gute Tat,
    auch nicht das Ziel seiner Lehre anderen zu helfen.

    2 Mal editiert, zuletzt von accinca (28. April 2009 um 13:39)

  • Isis
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    • 28. April 2009 um 13:18
    • #27

    Hi, ich grüße euch alle!
    Sollte jemand daran interessiert sein sich einen Überblick über Buddhas Lehre zu verschaffen,
    hier ist eine kurze Übersicht - anhand der Überlieferung seiner eigenen Worte.

    Das Wort des Buddha

    Liebe Grüße, Isis

    _()_
    Das aber verkünde ich, o Freund: in eben diesem klafterhohen, mit Wahrnehmung und Bewusstsein versehenen Körper, da ist die Welt enthalten, der Welt Entstehung, der Welt Ende und der zu der Welt Ende führende Pfad.
    BUDDHA

  • think
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    • 28. April 2009 um 13:23
    • #28
    accinca:

    Aus diesem Grunde hat der Buddha eine
    solche "Bodhisattva-Philosophie" auch niemals gelehrt und es ist, wenn auch eine gute Tat,
    auch nicht das Ziel seiner Lehre anderen zu helfen.


    Wie darf ich das jetzt verstehen? Der Pfad zum Erwachen als privater "Ego-Trip"? Wie sollte das möglich sein, wo es doch gar kein "Ich" gibt?

    Liebe Grüße
    Think

  • accinca
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    • 28. April 2009 um 13:53
    • #29
    think:
    accinca:

    Aus diesem Grunde hat der Buddha eine
    solche "Bodhisattva-Philosophie" auch niemals gelehrt und es ist, wenn auch eine gute Tat,
    auch nicht das Ziel seiner Lehre anderen zu helfen.


    Wie darf ich das jetzt verstehen?
    Der Pfad zum Erwachen als privater "Ego-Trip"?


    Wenn du zwischen "Nicht eher Nibbana bevor nicht alle Nibbana haben" und
    einem "Ego-Trip" keine Alternative siehst ändert das nichts an der Lehre des Buddha.

    think:

    Wie sollte das möglich sein, wo es doch gar kein "Ich" gibt?
    Liebe Grüße


    Genau diese Frage solltest du dir selber stellen: "Wie sollte es möglich
    sein anderen Wesen zu helfen, wo es doch gar kein "Ich" gibt?"

    Wenn du dir so diese Frage selber stellst kommst du vielleicht darauf,
    daß diese mit dem Thema gar nichts zu tun hat.

  • think
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    • 28. April 2009 um 14:00
    • #30
    accinca:

    Genau diese Frage solltest du dir selber stellen: "Wie sollte es möglich
    sein anderen Wesen zu helfen, wo es doch gar kein "Ich" gibt?"


    Na eben! Genau das meine ich doch! Du hast vorhin geschrieben, es wäre nicht das Ziel der Lehre Buddhas, anderen Wesen zu helfen. Aber wie soll man sich selbst helfen, ohne anderen zu helfen (und umgekehrt), wo es doch diese Trennung gar nicht gibt?

    Liebe Grüße
    Think

  • KDR
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    • 28. April 2009 um 14:44
    • #31
    think:
    accinca:

    Genau diese Frage solltest du dir selber stellen: "Wie sollte es möglich
    sein anderen Wesen zu helfen, wo es doch gar kein "Ich" gibt?"


    Na eben! Genau das meine ich doch! Du hast vorhin geschrieben, es wäre nicht das Ziel der Lehre Buddhas, anderen Wesen zu helfen. Aber wie soll man sich selbst helfen, ohne anderen zu helfen (und umgekehrt), wo es doch diese Trennung gar nicht gibt?


    Das sehe ich auch so. Der Buddha selbst hat nach seiner Erleuchtung ja sein Leben lang nichts anderes getan, als anderen zu helfen.

    mfg Walter

    DRACO DORMIENS NUNQUAM TITILLANDUS

  • accinca
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    • 28. April 2009 um 15:07
    • #32
    Walter:
    think:


    Na eben! Genau das meine ich doch! Du hast vorhin geschrieben, es wäre nicht das Ziel der Lehre Buddhas, anderen Wesen zu helfen. Aber wie soll man sich selbst helfen, ohne anderen zu helfen (und umgekehrt), wo es doch diese Trennung gar nicht gibt?


    Das sehe ich auch so. Der Buddha selbst hat nach seiner Erleuchtung ja sein Leben lang nichts anderes getan, als anderen zu helfen.mfg Walter


    Richtig, das Ziel der Lehre ist nicht Anderen so lange zu helfen bis alle Wesen alles Leiden überwunden haben.
    Das bedeutet ja nicht, man könnte anderen ganz und gar nicht helfen. Aber was der Buddha vorgelebt hat war,
    daß er zuerst sich selber geholfen hat bevor er angefangen hat anderen zu helfen. Er war nicht der Kranke der
    glaubte andere Kranke heilen zu müssen ohne zuvor sich nicht selber zu heilen. Daher sollte man den mittleren
    Weg gehen und die Extreme meiden und sich nicht überschätzen oder dabei anzuhaften oder darin zu versinken.

  • Lirum Larum
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    Buddh. Richtung
    Ich protestiere gegen den mangelnden Respekt vor den unterschiedlichen Traditionen.
    • 28. April 2009 um 15:32
    • #33
    accinca:

    ..... Aber was der Buddha vorgelebt hat war,
    daß er zuerst sich selber geholfen hat bevor er angefangen hat anderen zu helfen. Er war nicht der Kranke der
    glaubte andere Kranke heilen zu müssen ohne zuvor sich nicht selber zu heilen. ....


    Du wirst auch keinen Befürworter der "Bodhisattva-Philosophie" finden, der sowas versucht.
    Vorbild ist der Buddha - daraus hat sich alles weitere entwickelt, aber nicht davon weg, sondern darin.

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • accinca
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    • 28. April 2009 um 18:10
    • #34
    Jyotsna':
    accinca:

    ..... Aber was der Buddha vorgelebt hat war,
    daß er zuerst sich selber geholfen hat bevor er angefangen hat anderen zu helfen. Er war nicht der Kranke der
    glaubte andere Kranke heilen zu müssen ohne zuvor sich nicht selber zu heilen. ....


    Du wirst auch keinen Befürworter der "Bodhisattva-Philosophie" finden, der sowas versucht.
    Vorbild ist der Buddha - daraus hat sich alles weitere entwickelt, aber nicht davon weg, sondern darin.


    Das hatte ich allerdings schon ganz anders gehört.

  • crazy-dragon
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    • 28. April 2009 um 18:55
    • #35
    Naqual:

    Die Frage die ich dann hätte wäre die (als Nichtbuddhist und wenig bewandert): Wo sind in der ursprünglichen Lehre der Buddhisten die Eckpunkte für sagen wir mal "Liebe in der Gesellschaft"? Der Buddhismus wird ja kaum so flach sein zu sagen, "naja, die anderen brauchen ja nur ihre Einstellung zum Leid überprüfen".

    Hi, Naqual,

    die Meditation verändert den Betreffenden, er erfährt die Einheit. Somit durchdringt das Verständnis für " Andere " den Meditierenden. Den Anderen und mich als getrennt erleben, schafft Distanz. Die Einheit erfahren schafft Liebe und Mitgefühl mit den Anderen. Ist eine Erfahrungsache.

    Lieber Gruss,
    crazy dragon

    Tag für Tag ein guter Tag

  • Ji'un Ken
    Gast
    • 29. April 2009 um 00:44
    • #36

    Aus dem Diamantsutra

      3. DIE WAHRE LEHRE DES MAHAYANA

      Der Buddha sagte zu Subhuti: Alle Bodhisattva-Mahasattvas sollten so ihren Geist bezwingen.

      Jede Art und Gattung von existierenden Fühlenden Wesen – aus Eiern geschlüpft, aus dem Schoß geboren, aus Feuchtigkeit geboren oder durch Verwandlung entstanden, mit Form oder ohne Form, mit Wahrnehmung oder ohne Wahrnehmung, mit weder Wahrnehmung noch Nicht-Wahrnehmung, - all diese muss ich in das Nirvana ohne Rest führen und sie von allen Leiden befreien. Und dennoch ist, selbst wenn unermesslich, unzählbar und unbegrenzt viele Fühlende Wesen so befreit worden sind, tatsächlich kein einziges Fühlendes Wesen befreit worden.

      Und warum? Subhuti, weil ein Bodhisattva, der die Vorstellung von einem Selbst, die Vorstellung von einer Person, die Vorstellung von einem Fühlenden Wesen oder die Vorstellung von einer Lebensspanne hat, kein Bodhisattva ist.

      4. TIEFSINNIGES VERHALTEN OHNE WEILEN

      Überdies, Subhuti, sollte ein Bodhisattva Barmherzigkeit ausüben, ohne in irgendwelchen Objekten zu weilen, d.h. er sollte Barmherzigkeit ausüben, ohne in Formen zu weilen, und, ohne in Geräuschen, Gerüchen, Geschmack, Berührungen oder Dharmas zu weilen, sollte er Barmherzigkeit ausüben.

      Subhuti, so sollte ein Bodhisattva Barmherzigkeit ausüben, und er sollte nicht in irgendwelchen Merkmalen weilen. Und warum? Wenn ein Bodhisattva Barmherzigkeit ausüben würde, ohne in Merkmalen zu weilen, wäre sein gesegnetes Verdienst unerdenklich und unermesslich............................

    Alles Liebe,
    Ji'un Ken

  • accinca
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    • 29. April 2009 um 11:42
    • #37
    Ji'un Ken:


    Der Buddha sagte zu Subhuti: .....all diese muss ich in das Nirvana ohne Rest führen und sie von allen Leiden befreien. Und dennoch ist, selbst wenn unermesslich, unzählbar und unbegrenzt viele Fühlende Wesen so befreit worden sind, tatsächlich kein einziges Fühlendes Wesen befreit worden.

    Das sollte nicht heißen "der Buddha" sondern: "Mahayanisten haben sich in ihrer
    Langeweile einen Ausgedacht. Sie holten weit aus, trafen aber daneben."
    Nicht gut ist es den Buddha verbessern zu wollen.

  • Naqual
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    • 29. April 2009 um 12:06
    • #38
    accinca:

    Ein schöner, sogar extrem schöner, Gedanke könnte man sagen wenn er nicht so unsinnig wäre.
    Oder anders gesagt, wäre doch selbst der Himmel für immer leer, wenn keiner hinnein käme,
    solange es noch andere Wesen gäbe denen man helfen müßte. Ganz unabhängig davon
    wann und ob dieses Unterfangen je gelingen könnte. Aus diesem Grunde hat der Buddha eine
    solche "Bodhisattva-Philosophie" auch niemals gelehrt und es ist, wenn auch eine gute Tat,
    auch nicht das Ziel seiner Lehre anderen zu helfen.

    Unsinnig dann nicht, wenn man von der Einheit alles Lebenden ausgeht, dass voneinander abhängig und (Letztlich) untrennbar miteinander verwoben ist.

  • Naqual
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    • 29. April 2009 um 12:13
    • #39
    accinca:

    Aber was der Buddha vorgelebt hat war,
    daß er zuerst sich selber geholfen hat bevor er angefangen hat anderen zu helfen. Er war nicht der Kranke der
    glaubte andere Kranke heilen zu müssen ohne zuvor sich nicht selber zu heilen. Daher sollte man den mittleren
    Weg gehen und die Extreme meiden und sich nicht überschätzen oder dabei anzuhaften oder darin zu versinken.

    Anderen erst dann zu helfen, wenn man sich selbst geholfen hat klingt auf den ersten Blick recht vernünftig. Gleichwohl:
    Die Liebe zum Nächsten gehört auch zur HIlfe des Selbst. Was wäre es für eine Liebe, wenn man sie erst für nötig hält,
    nachdem man selbst am Ziel ist? Was wäre das für ein Ziel, in dem Liebe keine Rolle spielt, oder erst ab der ultimativen Erleuchtung,
    diese Liebe einen wundersam und schlagartig überfällt?

    Die Ausgangsfrage des Threads war gewesen, warum Sozialarbeit bzw. karitative Hilfe in buddhistischen Ländern keinen so hohen Stellenwert zu haben scheint. Liegt es nun an der Halbherzigkeit der Gläubigen (oder mangelnde Erkenntnis) oder sieht man einfach keinen Sinn darin, die Ursachen des Leids (materiell) zu bekämpfen, da im Vordergrund ja die Überwindung des Leids im Selbst steht?

  • Lirum Larum
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    Buddh. Richtung
    Ich protestiere gegen den mangelnden Respekt vor den unterschiedlichen Traditionen.
    • 29. April 2009 um 12:21
    • #40
    accinca:
    Jyotsna':


    Du wirst auch keinen Befürworter der "Bodhisattva-Philosophie" finden, der sowas versucht.
    Vorbild ist der Buddha - daraus hat sich alles weitere entwickelt, aber nicht davon weg, sondern darin.


    Das hatte ich allerdings schon ganz anders gehört.


    Im realen Leben aus dem Munde eines richtigen Buddhisten, der auch wirklich praktiziert? Oder hörtest du sowas eher im Internet von irgendeinem anonymen Nicknamen?
    Ich kenne ja nicht viel - aber aus meinem derzeitigen Blickwinkel gibt es eine ziemliche Schere zwischen virtuellen und realen "Meinungen".

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • Naqual
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    • 29. April 2009 um 12:26
    • #41
    crazy-dragon:

    die Meditation verändert den Betreffenden, er erfährt die Einheit. Somit durchdringt das Verständnis für " Andere " den Meditierenden. Den Anderen und mich als getrennt erleben, schafft Distanz. Die Einheit erfahren schafft Liebe und Mitgefühl mit den Anderen. Ist eine Erfahrungsache.


    Hi Crazy-Dragon,
    Sehe ich auch so, allerdings ergänzend: Das "innere Sein" muss mit dem "äußerlichen Handeln" in Harmonie sein, eins sein. Wenn dem nicht so ist, würde etwas nicht stimmen, wir würden innerlich fragmentiert sein, das "Erkennen" eine Illusion. Insofern sehe ich die praktizierte Liebe zum anderen schon als wichtigen Hinweis, der notwendigerweise da sein muss. Es wäre auch ein wenig abstrus, von "gütiger Liebe" zu sprechen und z.B. bei Beiträgen in diesem Forum ganz hart über andere, oder Äußerungen von anderen in herabwertender Sprache zu urteilen.

    Liebe Grüße
    Naqual

  • Naqual
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    • 29. April 2009 um 12:28
    • #42
    accinca:
    Ji'un Ken:


    Der Buddha sagte zu Subhuti: .....all diese muss ich in das Nirvana ohne Rest führen und sie von allen Leiden befreien. Und dennoch ist, selbst wenn unermesslich, unzählbar und unbegrenzt viele Fühlende Wesen so befreit worden sind, tatsächlich kein einziges Fühlendes Wesen befreit worden.

    Das sollte nicht heißen "der Buddha" sondern: "Mahayanisten haben sich in ihrer
    Langeweile einen Ausgedacht. Sie holten weit aus, trafen aber daneben."
    Nicht gut ist es den Buddha verbessern zu wollen.

    Hi Accina,
    bei dem von Dir Geschriebenen komme ich nicht weiter. Es ist eine Wertung ohne die Gedanken, die schlüssig zum Ziel führen würden.

  • Ji'un Ken
    Gast
    • 29. April 2009 um 14:43
    • #43
    Naqual:
    accinca:

    Das sollte nicht heißen "der Buddha" sondern: "Mahayanisten haben sich in ihrer
    Langeweile einen Ausgedacht. Sie holten weit aus, trafen aber daneben."
    Nicht gut ist es den Buddha verbessern zu wollen.

    Hi Accina,
    bei dem von Dir Geschriebenen komme ich nicht weiter. Es ist eine Wertung ohne die Gedanken, die schlüssig zum Ziel führen würden.


    Moin Naqual,
    für Accina gilt nur das, was er im Palikanon findet. Und dann auch noch nur so, wie er es versteht, wenn er es denn versteht.
    Aus diesem Grund ist dann Mahayana auch kein Buddhismus ...usw.

    Das ist so, als wenn du einem strammen Katholiken klarmachen willst, dass Maria keine Jungfrau gewesen ist. :lol:
    Das steht nun mal so in der Bibel und damit gut.

    Aber was soll's. Man muss ihn verbraten wie er ist.
    Und er kennt sich im Palikanon aus. Das ist ja auch was wert.

    Alles Liebe,
    Ji'un Ken

  • melong
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    • 29. April 2009 um 16:35
    • #44
    Naqual:
    accinca:

    Ein schöner, sogar extrem schöner, Gedanke könnte man sagen wenn er nicht so unsinnig wäre.
    Oder anders gesagt, wäre doch selbst der Himmel für immer leer, wenn keiner hinnein käme,
    solange es noch andere Wesen gäbe denen man helfen müßte. Ganz unabhängig davon
    wann und ob dieses Unterfangen je gelingen könnte. Aus diesem Grunde hat der Buddha eine
    solche "Bodhisattva-Philosophie" auch niemals gelehrt und es ist, wenn auch eine gute Tat,
    auch nicht das Ziel seiner Lehre anderen zu helfen.

    Unsinnig dann nicht, wenn man von der Einheit alles Lebenden ausgeht, dass voneinander abhängig und (Letztlich) untrennbar miteinander verwoben ist.

    Voneinander abhängig in gewissem Sinne: ja. Aber sicherlich nicht "(Letztlich) untrennbar miteinander verwoben". :)

    Die Ausdrucksweisen der Buddhas sind ohne Grenzen, vielfältig ihre Sprachen.

  • Naqual
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    • 29. April 2009 um 18:48
    • #45
    Ji'un Ken:

    für Accina gilt nur das, was er im Palikanon findet. ...Aus diesem Grund ist dann Mahayana auch kein Buddhismus ...usw.
    Und er kennt sich im Palikanon aus. Das ist ja auch was wert.


    Hi Ji'un Ken,
    danke für den Hinweis mit den verschiedenen "Fraktionen" im Buddhismus. Das macht es nicht einfacher. Aber ich kenne es zur Genüge tatsächlich vom Christentum.
    Wobei Accina damit auch eine besondere Wertschätzung des Palikanon betreibt. Wie in allem steckt aber auch darin eine Gefahr, irgendwann (wenn man es übertreiben sollte) glaubt man einfach, weil es irgendwo steht. Und mag das "irgendwo" noch so heilig sein.

    Die Liebe lässt sich also nur aus der Mahanyana-Fraktion ableiten, aber nicht aus dem Palikanon?

    Liebe Grüße
    Naqual

  • Naqual
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    • 29. April 2009 um 18:50
    • #46
    melong:
    Naqual:

    Unsinnig dann nicht, wenn man von der Einheit alles Lebenden ausgeht, dass voneinander abhängig und (Letztlich) untrennbar miteinander verwoben ist.

    Voneinander abhängig in gewissem Sinne: ja. Aber sicherlich nicht "(Letztlich) untrennbar miteinander verwoben". :)

    Hi Melong,

    Warum? Es kommt drauf an, was man darunter versteht.

  • melong
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    • 29. April 2009 um 20:04
    • #47
    Naqual:
    melong:

    Voneinander abhängig in gewissem Sinne: ja. Aber sicherlich nicht "(Letztlich) untrennbar miteinander verwoben". :)

    Hi Melong,

    Warum? Es kommt drauf an, was man darunter versteht.

    Was soll "verwoben" sein? Was soll es sein, das über eine Abhängigkeit irgendeiner Art hinausgeht?
    Vielleicht ist es ein subjektives Gefühl, das zu dieser Aussage führt. Aber Gefühle sind täuschend und man sollte nicht zuviel auf sie geben.

    Die Ausdrucksweisen der Buddhas sind ohne Grenzen, vielfältig ihre Sprachen.

  • accinca
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    • 29. April 2009 um 23:44
    • #48
    Naqual:
    accinca:

    Ein schöner, sogar extrem schöner, Gedanke könnte man sagen wenn er nicht so unsinnig wäre.
    Oder anders gesagt, wäre doch selbst der Himmel für immer leer, wenn keiner hinnein käme,
    solange es noch andere Wesen gäbe denen man helfen müßte. Ganz unabhängig davon
    wann und ob dieses Unterfangen je gelingen könnte. Aus diesem Grunde hat der Buddha eine
    solche "Bodhisattva-Philosophie" auch niemals gelehrt und es ist, wenn auch eine gute Tat,
    auch nicht das Ziel seiner Lehre anderen zu helfen.

    Unsinnig dann nicht, wenn man von der Einheit alles Lebenden ausgeht,
    dass voneinander abhängig und (Letztlich) untrennbar miteinander verwoben ist.

    Alles anzeigen


    Das würde allerdings am obigen Sachverhalt auch nicht das geringste ändern wie
    du zu glauben scheinst. Mit anderen Worten: Ob Götter oder einer von ihnen
    von Teufel und Dämonen abhängig wären oder nicht spiele dafür gar keine Rolle.
    Selbst bei einem christlich gedachter Gott der vom Teufel abhängt wäre als "untrennbar
    miteinander verwoben".

  • accinca
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    • 29. April 2009 um 23:46
    • #49
    Naqual:


    Hi Accina,
    bei dem von Dir Geschriebenen komme ich nicht weiter. Es ist eine Wertung ohne die Gedanken, die schlüssig zum Ziel führen würden.

    Ja, das ist bedauerlich, äußerst bedauerlich.

  • accinca
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    • 30. April 2009 um 00:16
    • #50
    Naqual:
    accinca:

    Aber was der Buddha vorgelebt hat war,
    daß er zuerst sich selber geholfen hat bevor er angefangen hat anderen zu helfen. Er war nicht der Kranke der
    glaubte andere Kranke heilen zu müssen ohne zuvor sich nicht selber zu heilen. Daher sollte man den mittleren
    Weg gehen und die Extreme meiden und sich nicht überschätzen oder dabei anzuhaften oder darin zu versinken.


    Anderen erst dann zu helfen, wenn man sich selbst geholfen hat klingt auf den ersten Blick recht vernünftig.
    Gleichwohl: Die Liebe zum Nächsten gehört auch zur HIlfe des Selbst.


    So war das aber nicht zu verstehen. Natürlich kann man mit der Entwicklung von heilsamen
    positiven Eigenschaften nicht warten bis man das höchste Ziel der Befreiung erlangt hat, denn
    dann erlangte man es ja nie. Liebe und Güte zu allen lebenden Wesen ist aber was anderes
    als ihnen zu einem Heil zu verhelfen welches eigene Übung und Weisheit voraussetzt und dazu
    bedarf es eben eines Vollendeten. Dabei ist z.B. in der Lehre des Buddha die Regel nicht
    zu Töten (welche sich am Ziel orientiert Leiden zu vermeiden) gleichzeitig noch an ganz andere
    heilsame Dinge gebunden. So heißt es dort:

    1.)Lebendiges umzubringen hat er verworfen,
    2.)Lebendiges umzubringen liegt ihm fern:
    3.)ohne Stock, ohne Schwert, fühlsam, voll Teilnahme,
    4.)hegt er zu allen lebenden Wesen Liebe und Mitleid
    .

    Diese heilsamen Dinge erwirbt er noch bevor er vorschnell
    daran denkt anderen helfen zu müssen. Bei all dem bleibt
    aber das Zeil immer die Leidüberwindung und die ist nicht
    davon abhängig wieviel oder wie oft jemand anderen geholfen hat.

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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