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Drei Fragen

  • FragrantRain12811
  • 14. November 2019 um 15:00
  • Zum letzten Beitrag
  • FragrantRain12811
    Gast
    • 14. November 2019 um 15:00
    • #1

    Als Neuling mit geringem Vorwissen bezüglich des Buddhismus habe ich drei Anfangsfragen:

    1. Was sollte ich in Verwirrung und mangelhaftem Gewahrsein zuallererst beachten und beherzigen, um mich der buddhistischen Lehre aufgeschlossen, vernünftig und strukturiert zu nähern?

    2. Gibt es im riesigen Ozean buddhistischer Literatur eine systematische Einführung in Form eines Überblicks über Lehre, Strömungen und grundlegende Textsammlungen, auf die sich die Hauptrichtungen, -schulen, -linien und -systeme im Wesentlichen jeweils stützen?

    3. Die literarische Fülle deutet auf ein Nein. Wie erarbeite ich mir eine solche erste systematisch strukturierte Übersicht als verlässliche Ausgangsbasis zur Bestimmung einer eindeutigen Richtung auf einem festen Kurs in dem riesigen Ozean zu dem klaren Ziel, Verwirrung und mangelhaftes Gewahrsein zu überwinden, sowie umfassendes Mitgefühl zu entwickeln?

    Ich freue mich auf Eure Tipps/Empfehlungen/Erfahrungen, asti.

  • void 14. November 2019 um 15:01

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • Monikamarie
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    • 14. November 2019 um 15:36
    • #2

    Hallo und herzlich Willkommen asti,

    zu 1.

    Wenn Du es möglich machen kannst, Dich eine Weile in Stille hinzusetzen und auf Deinen Atem zu achten, wirst Du vielleicht bemerken, dass Du ruhiger wirst und Dich öffnest für die Lehre.

    Zu 2.

    "Ein Buddha auf dem Bücherschrank" ist eine gute Einführung. Aber schau mal "Buddhistische Bücher".

    Zu 3.

    Am besten mit einem Lehrer, einer Gruppe, vielleicht Vorträge.

    Warum so kompliziert? Es geht auch mit Literatur oder durch spezielle Fragen hier im Forum, z.B. die Tibetische, wenn Dir das am nächsten kommt (Dein Nickname deutet das ja an).

    Alles Gute

    _()_ Monika

  • user9999
    Gast
    • 14. November 2019 um 17:45
    • #3
    asti:

    2. Gibt es im riesigen Ozean buddhistischer Literatur eine systematische Einführung in Form eines Überblicks über Lehre, Strömungen und grundlegende Textsammlungen, auf die sich die Hauptrichtungen, -schulen, -linien und -systeme im Wesentlichen jeweils stützen?

    Ich greife einfach mal die zweite Frage heraus. Du gibst als buddhistische Richtung "Dzogchen" an. Nun, das ist tibetisch, und da könnte ich dir vielleicht weiterhelfen. :grinsen: Ein gutes Grundlagenwerk systematisch, klar. Aber auf den tibetischen Buddhismus bezogen.

    Dzogchen-Pönlop Rinpoche: Der Große Augenblick

    Zum Inhaltsverzeichnis bitte hier entlang

  • Noreply
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    • 14. November 2019 um 18:00
    • #4

    Zu 1 eins fällt mir sofort ein: Achte darauf was deine Fußsohlen fühlen, wie fühlen sie, was fühlen sie.

    Dann achte mal darauf ob sie die Berührung des Untergrundes fühlen oder ob sie den Untergrund fühlen. Das Erste ist von außen und das andere von innen der Fußsohlen.

    Was wirst Du bemerken? Wenn Du das immer wieder so wenn es Dir einfällt machst wirst du feststellen das dein Atem sich sofort beruhigt. Du wirst immer dann wissen wo der Weg ist ohne Verwirrung, direkt an deinen Fußsohlen.

    Was sollte es wichtigeres geben als genau zu wissen wo man jetzt ist?

    2 und 3 ergeben sich von selber.

  • Alephant
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    • 14. November 2019 um 18:41
    • #5

    Eine wichtige Ausgangsbasis ist die innere Intuition. Zu welchen Texten es einen hinzieht.

    Lektüre von Texten kann auch eine Form von Unterhaltung sein, weil jeder für sich sagen kann, dass es schöne Texte gibt.

    Es würde mich freuen, hättest du auszugsweise hieran Anguttara Nikaya gefallen. Das ist was sehr Buntes/Vielfältiges, Zusammengewürfeltes. Da braucht es eher gar kein System der Auswahl. Du liest hier und da und lehnst dich mal zurück. Lässt für dich treffende oder gute Worte nochmal wirken, überspringst Sachen, die im Moment nicht so interessieren ...

    Ich kenne Angereihte Sammlung selber nur ausschnitthaft, und finde das so gesehen schön. Dass es da weiter schöne Sachen zu finden gibt.


    :sunny:

  • Lirum Larum
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    Buddh. Richtung
    Ich protestiere gegen den mangelnden Respekt vor den unterschiedlichen Traditionen.
    • 14. November 2019 um 20:00
    • #6

    Als wenig intellektueller Mensch, dessen Bauch immer klüger bleibt als der Kopf, würde ich sagen: Immer der Nase nach.

    Mir sind die richtigen Bücher immer irgendwie in den Weg gelaufen.

    "Energy follows intention.", heißt es - Autor unbekannt. Aber man findet normalerweise das, was man braucht dadurch, dass man davon angezogen wird oder dass man es anzieht.

    Den Buddhismus im Ganzen systematisch von vorn bis hinten zu erfassen, halte ich persönlich für keine gute Idee. Viel zu viel für einen Anfänger.

    Praxis und Theorie müssen sich eh die Waage halten, sonst taugt es alles nicht so viel.

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • FragrantRain12811
    Gast
    • 1. Dezember 2019 um 12:21
    • #7

    Liebe community,

    zunächst ganz herzlichen Dank an Monika, svea, Ellviral, Vedana, Lucy und Losang für Eure Meldungen, die ich alle als wertvoll betrachte:

    "Der große Augenblick"! [  svea]

    Ich bin nun seit drei Wochen hier und finde es sehr gut. Über das Forum habe ich eine Internetseite gefunden, die mir wirklich hilfreich erscheint: Study Buddhism – an extensive source of Buddhist teachings — Study Buddhism (Berzin Archives). Liegt mein Gefühl richtig ("Kein anderes Ding kenne ich, das so schnell wechselt wie das Bewusstsein", Anguttara Nikaya 1. Buch, V. Kapitel, A.I.9 [ vedana] ) ?

    Mir ist klar geworden, dass ich zunächst Grundkenntnisse benötige und dass ich hierbei Schrittchen für Schrittchen vorzugehen habe. Es wird bei mir also ziemlich dauern, bis ich auf einem diesem Forum eigentlich angemessenen Kenntnisstand sein werde. Aber ich habe den Eindruck, dass ich über "spezielle Fragen hier im Forum" [  Monika] weiterkommen werde, was mich freut.

    [ Ellviral]: Deine Worte haben mich in Erstaunen versetzt, denn ich habe bemerkt, dass meine Füße bislang überwiegend die Berührung des Untergrundes fühlen (Gefühl von außen), weniger den Untergrund selbst (Gefühl von innen). Ich spüre ganz eindeutig, dass es für mich noch ein sehr weiter Weg zu irgendeiner Unmittelbarkeit ist (und damit auch zu einem beruhigenden Wissen, wo ich jetzt bin).

    [Lucy]: Ist es das Buch des Lebens, das wir immer wieder aufs Neue hören wollen?

    [Losang]: Intention: das "Sich Richten von Bewusstsein".

    Mit Dank, asti

  • Noreply
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    • 1. Dezember 2019 um 12:28
    • #8

    @asti fühlt sich eigenartig gut an, oder?

    Nächster Schritt ist immer von außen nach innen wechseln und das ist dann etwas das sozusagen automatisch Unmittelbarkeit, Gewahrsein des Sein ohne Ich. Wenn die Welt nicht wäre würde ich darin bleiben. Doch dieses Gewahrsein immer wieder irgendwann üben schafft sehr viel Raum für Nichts.

  • FragrantRain12811
    Gast
    • 1. Dezember 2019 um 12:47
    • #9

    @Ellvirall fühlt sich für mich zunächst erst 'mal ungewohnt, neu an; "eigenartig gut" kommt schon auch irgendwie hin, jedenfalls nicht schlecht!

    ich muss langsam tun ... Das Gewahrsein immer wieder üben ... ja ...

  • Daoist
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    • 1. Dezember 2019 um 13:16
    • #10

    Zur Übersicht empfehle ich wie immer Kleine Übersicht über Philosophie und Praxis einiger buddhistischer Schulen von M.B. Schiekel . Ausgehend von dem kann man sich dann intensiver mit den einzelnen Traditionen auseinandersetzen.
    Das Berzin-Archive ist aus meiner Sicht durchaus interessant, gibt aber vorwiegend die Sichtweise einer kleinen Schule innerhalb des Buddhismus, eben des tibetischen Buddhismus (wobei da vorwiegend die der Gelugpas) wieder. Es leistet für diese Schule viel, aber es ist meiner Meinung nach kein Überblick über den Buddhismus als Ganzem.

  • Daoist
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    • 1. Dezember 2019 um 13:30
    • #11

    An Literatur ist Volker Zotz - Geschichte der buddhistischen Philosophie noch recht umfassend. Kriegt man aber glaub ich nur noch antiquarisch oder per Fernleihe.

  • Alephant
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    • 1. Dezember 2019 um 13:41
    • #12
    asti:

    Ich bin nun seit drei Wochen hier und finde es sehr gut. Über das Forum habe ich eine Internetseite gefunden, die mir wirklich hilfreich erscheint: Study Buddhism – an extensive source of Buddhist teachings — Study Buddhism (Berzin Archives). Liegt mein Gefühl richtig ("Kein anderes Ding kenne ich, das so schnell wechselt wie das Bewusstsein", Anguttara Nikaya 1. Buch, V. Kapitel, A.I.9 [ vedana] ) ?

    Ob sich das Gefühl gut und richtig anfühlt (ob man dem folgen mag) muss man selber beurteilen. Mir kommt es so vor, dass wenn man sich von wenigen Buddhaworten angefasst fühlt, es auch mit weiteren Worten so sein wird. Ich selbst halte mich von tibetischen oder anderen Interpretationen und Texten entfernt (zB auch Benzin Archives). Ganz am Anfang habe ich Georg Grimm gelesen. Dessen Interpretation, aber vielleicht vor allem sein Enthusiasmus, seine tiefe Überzeugung haben mir geholfen. Damit möchte ich keine Empfehlung aussprechen, Georg Grimm wird auch von vielen kritisch gesehen. Es kommt wirklich auf einen selbst auch an. Auf ein Vertrauen in ein inneres Gespür. Irgendwann oder schon bald oder auch von Anfang an kommt der Punkt an dem man erkennt, dass da ja Wissen schon in einem liegt, was sozusagen erweckt wird und erweckt wurde. Dem gilt es zu folgen, es nicht zu vernachlässigen. Ich erachte dafür die überlieferten Buddhaworte für extrem hilfreich.

    Es gibt aber auch ausserhalb "des Buddhismus" sozusagen buddhistische (von grösserer Einsicht inspirierte) Texte. Ich hoffe, du kannst mit dieser Formulierung etwas anfangen.

  • FragrantRain12811
    Gast
    • 1. Dezember 2019 um 14:13
    • #13

    Alephant ja, damit kann ich etwas anfangen: Zunächst höre ich auch auf mein inneres Gespür; sobald ich mich inspiriert fühle, folge ich der Spur, die überlieferten Buddhaworten nicht aus den Augen verlierend; tief inspirierte (sekundäre) Literatur kommt für mich ggf. erst in Betracht, wenn sich ein Grundverständnis in mir ergeben haben sollte.

  • Alephant
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    • 4. Dezember 2019 um 16:24
    • #14

    @asti

    Ich bin mittlerweile so weit, dass ich selbst die Kommentare aus dem PK oder weitere PK-Textquellen mit grösserer Vorsicht annehme. Irgendwann kommt wohl auch bei jedem ein spezifischer Punkt an dem er sich auch verschiedene Übersetzungen ein und derselben Lehrrede oder ein und desselben Lehrgespräches anschaut.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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